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Leserbrief an PNP zum heutigen Bericht "Neuer Freundschaftspakt besiegelt"

Freundschaft klingt immer gut. Doch hinter dieser netten Etikettierung verbirgt sich ein militärischer Beistandspakt mit einem Land, das noch immer eine Vielzahl afrikanischer Kolonien hat, in der Befreiungsbewegungen für ihre Unabhängigkeit und gegen die Ausbeutung der Bodenschätze durch Fremde kämpfen. Muss Deutschland nun französischen Kolonialismus verteidigen? Oder gegen die Gelbwestenproteste beispringen, die sich in Frankreich leicht noch zu einer Revolution hochschaukeln können? Macht Kanzlerin Merkel die Bundeswehr nun zu einem Teil der französischen Fremdenlegion? Und wieder gibt sie Rechte und Kompetenzen an fremde Mächte ab, ohne das eigene Volk vorher zu fragen. Merkel regiert wie eine unumschränkte Sonnenkönigin.

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Text bei Telepolis auch veröffentlicht, zusätzlich mit der Antwort auf die Frage, welche Kolonien Frankreich denn noch habe.

23.01.19 Re: Vielzahl afrikanischer Kolonien

@schlamutzenase fragte „Welche denn?“

Such mal nach Staaten, in denen der CFA-Franc gilt, eine Währung, die in 14 ehemaligen französischen Kolonien in West- und Zentralafrika verwendet wird. Sie ist das Vehikel der Abhängigkeit von Frankreich.
Nach Angaben der Weltbank war Frankreich (2017) die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Großbritannien die drittgrößte in Europa. "Wenn Frankreich nicht die afrikanischen Kolonien hätte, die es verarmt, wäre es die 15. internationale Wirtschaftsmacht" behauptete dieser Tage der Italiens Vize-Premier Luigi Di Maio.
Außerdem forderte er, das Frankreich Sanktionen der EU und der UNO unterworfen werden sollte, weil es diese Staaten verarme und die Flucht der Menschen auslöse.

Dass die Bundeswehr bereits in Mali für Frankreich kämpft, ist dir gewiss auch bekannt. Grad so wie die Rolle des Kriegsverbrechers Sarkozy, der Libyen mit Krieg überzog und ins Chaos stürzte, weil er sich für Frankreich koloniale Vorteile versprach und die Massenmigration nach Europa auslöste, weil Gaddafis Ermordung die Hoffnung auf afrikanische Entwicklung und Emanzipation zerstörte.

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In der "Tagesdosis" von Ken FM nahm sich am 26.1.19 auch Ernst Wolf des Themas an und er erklärt, wie heute der französische Kolonialismus funktioniert: Tagesdosis 26.1.2019 - Macrons Alptraum – Gelbwesten-Proteste in den ehemaligen Kolonien

https://www.youtube.com/watch?v=-jiZ_SYE-IE

 

Milliarden! Österreich soll 75 Millionen verkraften, Tschechien 68 Millionen und Deutschland 274 Millionen.

Wer es nicht glaubt, der kann sich die 144 Seiten-Studie aus dem Netz herunterladen:

https://ec.europa.eu/home-affairs/sites/homeaffairs/files/e-library/docs/pdf/final_report_relocation_of_refugees_en.pdf