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09.08.17 Gewerbesteuerregelung heizt den Konkurrenzkampf der Kommunen an

Leserbrief an PNP zum Bericht vom 7.8.17 „Flächenversiegelung: Grau statt grün im Freistaat“

 

Die für die Landschaftszerstörung, Flächenversiegelung und Hochwassererzeugung Verantwortlichen sind dort angesiedelt, wo man über die Gemeindefinanzierung entscheidet. Mit dem heutigen Gewerbesteuerprinzip kann man den Konkurrenzkampf der Kommunen untereinander anheizen und dafür sorgen, dass der Wirtschaft die schönste Landschaft auf einem Silbertablett serviert wird. Höchste Zeit, dass man in der Staatskanzlei erkennt, dass man einer der Totengräber Bayerns ist. Kein Wunder, dass man sich so vehement gegen die Einstufung des Donauraums als Weltkulturerbe wehrt. Was derzeit zwischen Donau und Vorwald, einer der Kostbarkeiten bayerischer Landschaft verbrochen wird, dort wo sich seit altersher Wein- und Obstgärten, Burgen, Schlösser und Klöster wie auf einer Perlenschnur aneinander reihen, ist Heimatzerstörung im Quadrat. Wie Metastasen springen die gesichtslosen Gewerbebauten von der Autobahn ins Umland. Dabei geht es in dieser Region den Gemeinden auch heute finanziell gut. Doch in den Politikerköpfen hat sich offenbar die Bierwerbung eingegraben: „Gut, besser...“. Doch ist gut überhaupt steigerbar?