Helmut Josef Geiss

genannt „Geiss-Haejm“

 

 

„Was ich nicht singen konnte“

Ungereimte Hirnbatzl

eines bayerischen Barden

1978-2015


 

 

 

 

 

© edition baam


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: Turmbau zu Babel

von Breugel, gedacht als Metapher zu unserem Bemühen etwas Großes zu schaffen und letztlich an der Begriffs- und Sprachverwirrung scheitern

 

 

 

 

 

 

 

© edition baam

Zwiesel

www.edition-baam.de

 

Helmut Josef Geiss

 

„Was ich nicht singen konnte“

Politische Kommentare

 

„Demokratische oder säkulare Predigten“, „Zwischenrufe aus dem hinteren Wald“, „ungereimte Hirnbatzl“, „gesammelte Kommentare eines freisinnigen Waldlers“, „offene Briefe eines bayerischen Barden“, „gesammelte Irrtümer & Weisheiten“, „Beiträge gegen den alltäglichen Wahnsinn“, „Essays, Kolumnen und anderes, was sich nicht reimt“... Wie immer ich im Laufe der Jahre diese Debattenbeiträge auch überschrieben habe - es sind zeitgeschichtliche Belege, dass auch einer aus dem Wald, gegen den täglichen Wahnsinn mit Worten ankämpfte.

 

 

 

 

 

 

1978 - 2016

 

 

 

 

 

 

 

© edition baam

 

 

 

 

 

Mehrere Vorreden und Selbstverstaendnis

Wenn man durch einen Mausklick auf eine unbekannte Seite gelangt, in der politisiert und philosophiert wird, dann fragt man sich, in welcher Schublade man den Autor ablegen soll. Ich will dabei gerne helfen, um dem Besucher Zeit zu sparen, sich durch meine Texte, Bilder und Lieder zu klicken. Gewiss wünsche ich mir, dass er sich festliest und über das Geschriebene nachdenkt und im besten Fall meine Seiten weiterempfiehlt, aber wem die Grundrichtung nicht gefällt, der sollte seine Zeit nicht verschwenden...

Der oben zitierte Spruch vom wertkonservativen Freisinnigen ist natürlich eine provokative Etikettierung, die den Blick fangen soll, denn sie drückt gemeinhin einen Widerspruch an sich aus. Und doch ist da schon was dran, denn ich bin - wozu ich Jahrzehnte brauchte es mir einzugestehen - einerseits wertkonservativ bis in die Knochen, aber voller Abneigung gegen alles strukturkonservative, krämerselige und jede Frömmlerei. So ähnle ich ein wenig dem bayerischen Fabelwesen Wolperdinger, etwa mit Fell, Flügel, Flossen und Geweih, wobei sich bei mir eben das Konservative mit Freisinnigkeit und Freiheitsliebe paart, die den Staat gerne aus all den privaten Bereichen zurückdrängen möchte, die ihn einfach nichts angehen. Doch möchte ich auch die Religion auf dem Platz sehen, der ihr zusteht, nämlich in den Herzen der Menschen, und nicht wie heute noch immer eng verflochten mit Obrigkeit, Geld und Macht.

Den Staat wünsche ich mir nicht als Herrschaftsinstrument des großen Geldes, sondern als Stütze, für die Schwachen die ihn brauchen und als Ordner und Förderer eines gerechten Lebens und nachhaltiger Lebensverhältnisse.

Eine solche Weltsicht bringt einen ganz natürlich in Opposition zu den tatsächlichen Verhältnissen, denn die sind beinah in allem das Gegenteil.

Ich lehne Gewalt als Mittel zur Erreichung von Zielen völlig ab, weil sie nichts zum Besseren wenden kann. Die Geschichte lehrt uns, dass für jeden abgeschlagenen Kopf der Hydra zwei neue nachwachsen und man das Schlamassel damit nur vergrößert. Man kann einfach nicht das Gute wollen und auf dem Weg dorthin das Böse tun. Angesichts der heutigen technischen Zerstörungswerkzeuge der Staaten verbietet sich Gewalt auch aus Gründen des Überlebens dieses Planeten. Wer seine Macht, Ideologien oder Religionen oder einfach seinen angesammelten Reichtum mit atomaren Feuer zu verteidigen sucht, ist für mich wahnsinnig. Mit Vernichtungsdrohungen durch Massenvernichtungswaffen verabschiedet man sich aus der Art zivilisiertem Menschseins. Denn was soll es jemanden nützen, wenn auf einen vernichtenden Schlag auch ein anderes unschuldiges Volk und Land aus primitivstem Rachedenken als Antwort verdampft werden?

Da ich ein sehr individualistischer Mensch bin, der kein Herdentum, keine Fanatiker, keinen Korpsgeist mag, sind auch meine Texte entsprechend. Parteien halte ich für die Totengräber jeder Demokratie. Sie haben nach dem GG zwar das Recht auf "Mitgestaltung", tatsächlich haben sie heute den Staat im Würgegriff und vertreten alle möglichen Interessen, doch nur selten die der einfachen Menschen. Die Zukunft unserer Demokratie kann für mich nur in einer direkten Form liegen, in der die Betroffenen über die Dinge abstimmen, die sie angehen.

Ansonsten - ich mag nichts überflächlich Aufgemotztes, keinen Putz und ich sehe mich als Vertreter einer Phiosophie des Augenmaßes und als Verächter jeder Prinzipienreiterei und pauschaler Urteile. Gesetze sind wichtige Ortsmarken aber kein Evangelium. Ich möchte jeden so leben lassen, wie es seinem Bedürfnis entspricht, solange er niemandem schadet. Erst wenn er das tut, gehört er von der Gemeinschaft zur Rechenschaft gezogen, ich bin also ein entschiedener Verfechter der Verursacherhaftung. Hier spiegelt sich eine tiefe Erkenntnis aus meiner Zeit als Internatsleiter, denn ich habe einmal als "Gleichbehandler" mit strengem Regelwerk begonnen und irgendwann gemerkt, dass die Menschen zu verschieden sind, als dass man ihnen mit sturer Gleichbehandlung gerecht werden kann.

Was wäre noch zu sagen über den Autor und Administrator dieser Seiten? Ich lebe vergleichsweise bescheiden und bin ein notorischer Selbermacher, weil nur eigene Kompetenz in lebenspraktischen Dingen Freiheit schenkt. Ich stelle Handarbeit der Kopfarbeit gleich, denn nur ihr Zusanmenwirken macht einen kompletten Menschen. Einen der verhängnisvollsten Fehler der heutigen Zeit sehe ich darin, dem Menschen möglichst alles abzunehmen und ihn aus ihm gemäßen sinnvollen körperlichen Belastungen zu befreien und dann ins Fitness-Studio zu schicken. Der Mensch braucht ein gesundes Maß an körperlicher Übung und Anstrengung. Und er hat Anspruch auf ein wirkliches Leben und nicht auf elektronischen Ersatz dafür. Die heutige Manie alles zu vereinfachen und an Maschinen zu übertragen ist vielfach eine Verrücktheit.

Ein Letztes: Nach meiner Erfahrung sind die kostbarsten Dinge nicht für Geld zu haben: Zuneigung, Freundlichkeit, Vertrauen, Toleranz, sinnvolle Arbeit, Schaffensfreude, Bewegung im Freien und die Liebe zu Tieren und Pflanzen sind kostenlos und unendlich wertvoll.

 

" Vorwort vom Herbst 2014

Zwischenrufe gegen den alltäglichen Wahnsinn"

Herzlich willkommen auf meinen Seiten! Das Herunterladen der Lieder, Texte und Bilder ist für private Zwecke gratis, das Urheberrecht ist dadurch nicht berührt. Was ich schreibe ist nicht ausgewogen, sondern - sagen wir es geschwollen - der "Stand meiner Annäherung an die Wahrheit", vielleicht sind es auch nur aufgezeichnete Irrtümer... Dass diese Seiten von heute auf morgen einmal gesperrt werden könnten, befürchte ich in letzter Zeit verstärkt, denn wenn ich mir die gegenwärtige Weltlage so anschaue und das Zerrbild davon in den Medien, dann möchte ich an den Hinweis vom alten Brecht erinnern, dass Faschismus quasi ein Aggregatzustand des Kapitalismus ist. (Seine Worte waren andere, meine Metapher trifft aber seinen Sinn). Und wie schnell Wasser zu Dampf oder Eis wird, wissen wir. Die Diktatur des Geldes haben wir bereits, die Hälfte aller Vermögenswerte auf dem Planeten sollen 600 Leuten gehören, eine solch ungleiche Verteilung gab es noch nie zuvor. Unsere Regierungen machen Politik in fremdem Auftrag, für die Bevölkerung zu allerletzt. Unsere Demokratie ist längst nur noch eine Schimäre, an den Wahlen beteiligen sich deshalb immer weniger Bürger. Auch die Einschüchterung und Verspottung Andersdenkender ist Normalität, wer nicht spurt kriegt keinen Fuß mehr auf den Boden. Die weiteren Säulen der Demokratie: die Justiz betreibt vielfach Ablasshandel und die Medien, die auf die Finger klopfen und informieren sollen, betreiben Hofberichterstattung und Volksverdummung. Vielleicht werden wir schon morgen wieder kleine Zettel mit Wahrheiten in Mauernischen verbergen oder sie uns hinter der Hand zuraunen und die Spitzel sitzen nicht nur an Abhöranlagen, sondern vor unserer Haustür. Deshalb empfehlt diese und andere Seiten, die ich verlinkt habe, weiter. Informiert euch und widersprecht solange ihr es noch könnt

 

Vorwort vom Sommer 2013

Mein Selbstverständnis, warum ich schreibe und diese Seiten ins Netz stelle

-weil ich noch immer an die Macht von Worten glaube und daran, dass Menschen im Grunde das Gute wollen und an ihren Gemeinheiten nur Informationsmangel und zu schwach entwickeltes Einfühlungsvermögen schuld sind.

- weil ich noch immer meine, dass Schweigen zu Unrecht nicht viel weniger schlimm ist, als wenn man es selber verbricht.

So wie das Gute nur in der Welt ist, wenn man es tut, so ist auch ein Gedanke erst in der Welt, wenn man formuliert und ausspricht. Und jeder Gedanke geht seinen Weg. Gelegentlich kommt er aus fremdem Mund sogar zu einem zurück, ich habe es viele Male erlebt."

 

 

Vorwort vom Sommer 2012

"Ein selbsternannter Weltverbesserer ohne Mandat", spotten die einen. Besserwisser, Wichtigtuer, sagen andere. Und dann gibt es auch Leute, die drücken mir die Hand und sagen: "Gib ja nicht auf! Ich schaue täglich als erstes, ob ich in der Zeitung einen Leserbrief von dir finde.“

Aber Lob und Tadel waren niemals dafür ursächlich, dass ich mich zu Wort melde. Diese hohe Immunität gegenüber Reaktionen im Guten wie im Schlechten kommt von dem Umstand, dass mich keiner so heftig kritisieren kann, wie ich es selber mache. Und kein Lob kann den Zustand der Zufriedenheit übertreffen, wenn mir eine Arbeit gelungen ist. Darüber entscheidet niemand von außen, sondern alleine eine Art Zusammenklang von Kopf und Bauch. Als gelernter Handwerker weiß ich einfach, wann eine Arbeit fertig ist. Nach vierzig Jahren sollte das auch nicht anders sein. Dennoch schreibe ich nicht, weil es zu einer Fertigkeit geworden ist, denn Wortdrechsler und Schwafler gibt es genug. Es sind alleine die Inhalte, die mich antreiben und das Bedürfnis damit konstruktiv nützlich zu sein. Und so kommuniziere ich meine Beträge eben, wenn ich mir ihrer sicher bin. Es scheint mir selbstverständlich zu sein, dass man seine Mitmenschen an den eigenen Gedanken teilhaben lässt. Ich glaube nicht, dass man zu diesem Tun "ernannt" werden kann oder es angestellt, gegen Bezahlung leisten kann. Denn auch der ehrlichste Schreibende wird durch Bezahlung ein wenig zur Ware, nicht weniger sein Geschriebenes. Ich wiederum habe nur mein Gewissen und meinen Verstand als Auftraggeber. Den Begriff Wahrheit will ich mir verkneifen, denn der hat so etwas Totalitäres und wir alle wissen, dass ihre Festlegung immer vom Maßstab abhängig ist, von der Sichtweise. Manchmal meint man den Panoramablick zu haben und stiert in Wirklichkeit in eine Ecke. Ich kann nur hoffen, dass mir diese Einsicht nie verloren geht und mache deshalb vorerst so gut weiter, wie ich es eben kann.

 

Vorwort vom Dezember 2009

 

Was für mich Glück ist? Mich um Kinder und Enkelkinder kümmern zu können, - ein Stück Land zu bewirtschaften, - ein paar Tieren ein möglichst artgemäßes Leben zu ermöglichen, - möglichst viel Zeit in der Natur zu verbringen, - auf einem Gewässer zu treiben,- ins Bett zu gehen und keinen Leserbrief geschrieben zu haben.

Das letzte mag merkwürdig klingen für einen, der sich seit 40 Jahren regelmäßig öffentlich einmischt. Doch manchmal meine ich, dass dies eigentlich gegen meine Natur ist. Aber Schweigen hätte Zustimmung bedeutet und die politischen und zivilisatorischen  Fehlentwicklungen zu meiner Lebenszeit waren einfach zu verrückt und gemeingefährlich, als dass ich dazu hätte ruhig sein können. Wer die Verantwortung für Kinder übernimmt, der muss sich für ihre Zukunft einsetzen. Zudem hatte ich tiefe Angst davor, dass sie mich einmal fragen könnten:

 

„Vater, hast du gewusst,

dass unser Land mit Atombomben vollgestopft wurde

und eine Bombe gebaut wird,

die nur Leben tötet und keine Dinge zerstört?

Vater, hast du gewusst,

dass eure Atomkraftwerke nur wenige Jahrzehnte brennen

und danach noch Tausende von Jahren strahlen?

Hast du gewusst, dass ihr unsere Ressourcen

und die unserer Kindern verschleudert habt?

Oder wart ihr der Ansicht, ihr seid sowieso die Letzten?

Vater, warum hast du zugelassen,

dass unser Land entwässert, der Wald, der Boden,

die Luft, das Wasser, das Leben vergiftet wurde?

Das während deiner Lebzeiten

mehr Tier - und Pflanzenarten vernichtet wurden,

als in Jahrmillionen entstanden sind?

Wart ihr wirklich alle solche Egoisten,

die nur an sich dachten?

Oder waren es die Mächtigen allein, die dies alles

zu verantworten haben?

Doch warum habt ihr ihnen das durchgehen lassen!

Vater, warum hast du nichts gegen diesen Wahnsinn getan?“

 

aus:  Kalendergeschichten eines bayerischen Barden, 1983)

 

Gewiss spiegelt sich hier auch die alte Apachenweisheit des Träumers Karl May, dessen Bücher ich in jungen Jahren einmal verschlungen habe, dass auch der, der ein Unrecht nicht verhindert daran mitschuldig wird. Und natürlich auch der meiner Generation eingetrichterte alliierte Vorwurf, dass die deutsche Bevölkerung die Verbrechen der Nazis verhindern hätte können, wenn sie nur dagegen den Mund aufgemacht hätten. Und so begann ich als ein frommer Bub, der ich einmal war, genau das, jahrzehntelang. Auch wenn ich heute weiß, dass jener alliierte Vorwurf  freche Propaganda war, aus dem Munde jener Nationen, die bis heute ihren Rassismus und Kolonialismus nicht überwunden haben. Erst recht in Kenntnis des Naziterrors, der vor Krieg und Holocaust erst einmal alle kritischen deutschen Köpfe in Dachau zum Schweigen brachte – ist es dennoch richtig, dass es keine Demokratie ohne engagierte Bürger geben kann, die den Mund aufmachen, auch wenn sie damit nur Nachteile ernten werden.

 

Warum aber dann meine fehlenden Glücksgefühle, wenn ein Leserbrief abgeschickt ist? Weil jede öffentliche Kritik den eigenen Frieden gefährdet, denn die Wahrheit sagen macht einsam, manche haben Angst davor und rücken vorsichtshalber ein Stück von einem weg, andere hassen den, der sich anmaßt ihnen den Spiegel vors Gesicht zu halten. Und auch wenn man – vielleicht erstmals in der Geschichte – für offene Worte nicht auf den Scheiterhaufen kommt  oder nach Dachau - und die erfahrenen Zustimmungen die unerfreulichen Reaktionen weit überwiegen – so errichten die Kritisierten (die bei meiner Zielrichtung ja allesamt Macht haben) um einen doch Mauern und Benachteiligungen verschiedenster Art. Da wird man etwa beruflich ausgebremst oder als Künstler totgeschwiegen, um einem ja nicht noch durch Popularität das Gewicht der Worte zu erhöhen ---

 

Und jede öffentliche Einmischung erhöht einem Herzschlag und Blutdruck und ist daher alles andere als gesund. Eben sowenig die immer nagenden Zweifel, ob man auch gut recherchiert, die richtigen Schlüsse gezogen hat und niemandem Unrecht tut! Auch die Sorge, ob man das Thema einigermaßen auf den Punkt gebracht hat, ohne zu schwafeln und zu kränken, denn Worte sind Werkzeuge und manchmal auch Waffen, man kann sie nicht vorsichtig genug setzen. Doch gehört die Überzeichnung dazu, um etwas zu verdeutlichen, ja um überhaupt gehört zu werden. Auch das Vereinfachen und Auslassen gehört dazu. Immer zieht man nur gleichsam eine Lichtspur durch den Nebel, und muss alles abseits des Weges im Dunkeln lassen. So wird mir durch abgeschickte Leserbriefe beinah regelmäßig der Nachtschlaf geraubt, denn jeder geschriebene Satz geht mir noch viele Male durch den Kopf. Und dann die Sorge, dass ein Redakteur den Brief wieder verstümmelt oder ihm durch eine falsche Überschrift einen falschen Tonfall gibt, oft mit Absicht, denn manche Redakteure empfinden Leserbriefschreiber leider als Störenfriede und ihre Kritiken als Kritik an sich selber, weil ja kein Leserbrief nötig wäre, wären die Argumente auch schon im vorausgegangenen Artikel berücksichtigt worden…

 

Viele Jahre habe ich meine Meinungsäußerungen in Kunst verpackt, der man großzügig eine gewisse Narrenfreiheit in ihren Äußerungen zubilligt. Man bewegt sich dabei beinah immer in studierten, liberalen  Kreisen, die ihre materielle Wohlversorgtheit gerne mit etwas verbalem Pfeffer würzen. Irgendwann hat mich dieses Theater und auch sein Publikum gelangweilt, denn meine Lebenswirklichkeit war eine radikal andere, ich steckte als Heimleiter bis über den Kopf in der Gedankenwelt von Jugendlichen, Behinderten und einfachen Menschen. Sie waren mir wichtig und nicht die Unterhaltung von mehr oder weniger pointenhungrigen Bildungsbürgern.

 

So kam zwangsläufig der Zeitpunkt, wo ich für Auftritte als Liedermacher nicht mehr die Geduld hatte. Einige heftige Leiden und Unfälle hatten mir auch die Vergänglichkeit und den Wert des eigenen Lebens verdeutlicht und so setzte ich neue Prioritäten. Meine Tage verbrachte ich nur noch pädagogisierend, sozialisierend und organisierend, was ziemlich schlaucht. Erholung fand ich aber bei handwerklichen und landwirtschaftlichen Arbeiten. Das körperliche Tun machte mir den Kopf frei und ließ mich klar wie nie zuvor die politischen Verrücktheiten erkennen. Und so begann ich immer öfter dagegen in Klartext zu predigen. Ich schnitze die Pfeile für meinen Köcher quasi während ich mähte, hackte und meine Ziegen und Schafe hütete. Mit den modernen „Bögen“, den Faxgeräten oder Mail- Programmen , schickte ich meine Pfeile los…, ohne langes Geschwafel, so kurz und bündig, wie möglich, wobei mir das jahrzehntelange Lieder schreiben, wo es auch auf kurze, bildhafte Metaphern ankommt, die beste Schule gewesen war.

 

Wenn ich heute so in meinen „Predigten“ blättere, erkenne ich zu meiner Erleichterung, dass ich thematisch nie total falsch lag. Alleine der von mir viele Jahre befürchtete Überfall auf den Iran ist bislang ausgeblieben. Ich hoffe, dass mein Irrtum von Dauer sein wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


07.03.16 Eliten?

The West is the Best

 

Nur eine Anmerkung zum Eliten-Begriff. Wenn "Eliten" nur nach Geld-
und Einflussvermehrung streben, dann sind sie keine Eliten, sondern
einfach nur Dummköpfe oder Wahnsinnige. 

 

 

04.03.16 Lob an Telepolis

Kritik unerwünscht?

 

Heise führt diese Diskussion vielleicht auch, um gelobt zu werden,
ich will dies gerne einmal tun. Telepolis hat noch keinen einzigen
meiner Kommentare nicht abgedruckt oder irgendwie verstümmelt. Das
habe ich noch nirgendwo sonst erlebt und ich kann dazu nur meinen
Respekt ausdrücken. Für einen, der sich seit Jahrzehnten politisch
einmischt, war es ein eher diffuser Wunschtraum, dass Texte Sekunden
nach dem Verfassen der letzten Silbe, andere Menschen erreichen, die
sich auch mit der Thematik befassen. Sicher gibt es auch bei TP
Trolle, die Auftragsarbeiten abliefern oder sich aus einem
lesenswerten Beitrag irgendein schwaches Detail herausgreifen und
dann in geübtem Pingpong mit Massenposts vom eigentlichen Thema
ablenken. Ich habe das auch schon kritisiert und man ist mir darauf
hin spöttisch übers Maul gefahren, was ich mir wohl einbilde und ob
ich den Forenten gar etwas vorschreiben wolle. Natürlich nicht, aber
ich liebe halt eine gepflegte Streitkultur, die sich am Thema
abarbeitet und es nicht durch Nebelwerfen oder Beleidigungen
zerstört. In diesem Sinne will ich gerne weitermachen, solange mir
noch etwas einfällt, was nicht schon hundert andere angemerkt haben.  

 

 

05. 03.16  Lob an TP und auch Kritik

 

Meinem Lob für Tp, dass ich hier noch keinerlei Zensur erlebt habe,
möchte ich aber auch Kritik an den Berichten zur Seite stellen.
Wirkliche kritische Berichte sind eher Mangelware und oft muss man
sie wie Goldnuggets in einem Haufen tauben Sand suchen. Oft wird
provozierend reisserisch und provozierend seicht berichtet, die
eigentliche Kritik und Aufklärung findet sich dann nur in den Foren.
Manchmal kommt es mir vor, als wolle man kritischen Kommentatoren nur
ein Stöckchen hinhalten, über das wir dann bereitwillig springen und
dem Magazin die Würze und die nötigen Klicks bringen. Je öfter man
diese Absicht erkennt, um so öfter sinkt auch die eigene Motivation
dagegen anzuschreiben. 

 

 

4.3.16 Kulturraub

Kommentar an PNP zum Bericht „Lernen in zwei Sprachen“

 

Auch wenn ich kein weiß-blauer Königstreuer bin, seit Kindertagen keine Lederhose mehr getragen habe und zu jener Generation gehöre, die mehr amerikanisch als deutsch aufgewachsen ist, will mir die immer früher einsetzende Denglishierung nicht gefallen, oft schon im Kindergarten, nun in der Grundschule. Ein wenig überspitzt, will ich sagen, dass für bayerische Kinder die erste Fremdsprache Deutsch sein sollte! Wenn ich höre, dass in der Landeshauptstadt noch zwei Prozent der Kinder bayrisch sprechen und selbst in „sprachlichen Beharrungsgebieten“, wie um Cham, die bayerisch sprechenden Kinder unter 50 Prozent abgefallen sind, dann empfinde ich das als Kulturverlust, ja, als Kulturraub. Bayerische Identität ist dabei zur Volksfestveranstaltung zu verkommen. Ein Besucher aus dem All wüßte wohl nicht, wo er gelandet wäre, würde er durch unsere Städte laufen, Bayerischen Rundfunk hören oder gar durch die Fernsehkanäle zappen. Viele zucken, darauf angesprochen, mit den Achseln und stammeln etwas von „modern“ und „Globalisierung“. Andere begrüßen diese Entwicklung und sehen die Zukunft in einer Welt, in der die frühere kulturelle Buntheit mitsamt ihren Völkern in einem großen Farbtopf verrührt werden. Welche Farbe am Ende dabei heraus kommt, wenn man alle Farben mischt, wird wohl jeder wissen. Weiss und Blau wird man darin vergeblich suchen.

 

 

28.2.16 Hass gegen die eigenen Landsleute

zum Leserbrief von Therese V. „Krieg lässt sich nicht durch Zäune aufhalten“ vom 20.2.16

veröffentlicht am 1.3 16 im Straubinger Tagblatt

 

Zitat Therese Viebeck: „Wem es hier durch die Flüchtlinge zu eng wird, den weise ich darauf hin, dass in Syrien jetzt genug Platz frei ist!“ Da reibt man sich erst die Augen und liest nochmal. Frau Viebeck, die sich erst als "Gutmensch" gibt, lässt dann einen solchen zynischen Satz los! Das erinnert mich an eine Aussage in der „Huffungton Post“, wo ein Paul R. die Ankömmlinge mit folgendem Satz begrüßte, Zitat: "... weil ihr einerseits alle zu Deutschland gehört und wichtig für die politische Entwicklung hier seid, und andererseits all die rechten Arschlöcher aus ihren Löchern holt. Denn diese Leute gehören nicht zu Deutschland und sollten lieber schnell als langsam lokalisiert und dann aus D vertrieben werden! So gibt es mehr Platz um Menschen wie euch aufzunehmen!” Woher kommt soviel Hass gegen die eigenen Landsleute? Der Gipfel dieser Verachtung zeigte sich in dem bekannten Bild jener jungen Frau, die sich auf die nackte Brust den Schriftzug malen ließ: „Bomber Harris, do it again!“ (Als Kommentar zur Bombardierung Dresdens.) Aber durch die Beschimpfung missliebiger Mitbürger als "Pack" durch Bundesminister und Abgeordnete ist solche Brandstifterei hoffähig gemacht worden. Wer wirklich gegen rechtes Gedankengut etwas tun will, sollte diesem den Nährboden entziehen, in dem er Hass abbaut und auf die Ängste der Bürger eingeht. Gegen ideologisch verbohrte Aktivisten wird man vielleicht nichts erreichen und wer Flüchtlingsheime anzündet, ist sowie ein Krimineller, aber die Allermeisten der Unzufriedenen wollen einfach nur, dass nicht über ihre Köpfe regiert wird. In der DDR haben sie das lange genug erfahren, darum erklärt es sich vielleicht, dass man in den Neuen Bundesländern besonders erregt reagiert. Wer die Prioritäten bei den eigenen Leuten und seiner eigenen Kultur setzt, ist doch kein Nazi, sondern tut das, was seit Menschengedenken in allen Völkern das Normale war. 

 

25. 02.16 Unzeitgemäße Gedanken?

"Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch!"

„Noch nie zuvor haben auf der Erde so viele zur Gänze abhängige und
unfreie Menschen gelebt. Und ich rede hier von uns, von den Bewohnern
der "reichen" Industrienationen. Noch nie zuvor waren Menschen so
total von fremder Versorgung abhängig wie heute. Die allermeisten von
uns hängen am Tropf der Supermärkte und Discounter. Jede auch noch so
kleine Kleinigkeit muß für Geld erworben werden, jeder Apfel und
jedes Ei. Und das Verrückte dabei ist, alle fühlen sich frei, weil
sie nicht zu den Hühnern müssen und nicht die Frucht vom Baum
pflücken.  
aus: Gedankenbuch des Geiss Haejm, 2003

und Auszüge aus einem Leserbrief zum Thema vom 18.1.16

(...) „Noch niemals zuvor haben angewiesenere und damit unfreiere
Menschen gelebt, was den meisten aber nicht bewußt ist, denn sie
definieren Freiheit mit Urlaubsreisen und Konsumangeboten und
huldigen den neuen Göttern und hoffen auf Erlösung durch Technik und
Geld. Doch das eine kann schnell wertloses Papier sein und die
Technik kann ausfallen, die praktischen Folgen kann sich jeder selber
ausmalen. Mit der früheren Selbstversorgung ging neben allem anderen
auch Überlebenskultur verloren, die ich für die bedeusamste aller
Kulturen halte. Nicht nur Wissen und Fertigkeiten, sondern auch ein
Genpool an widerstandsfähigen Haustierrassen. Eine Renaissance wird
aber nicht nur durch Nichtwissen, Bequemlickeit und Verstädterung
verhindert, auch Wirtschaft und Politik wollen genau diesen Zustand
des völligen Ausgeliefertseins und tun alles, damit auch die letzten
Selbstversorger entnervt aufgeben. Sie wenden Vorschriften, die für
die Agrarindustrie gemacht wurden, auch auf Tierhalter mit zwei, drei
Tieren an und zwingen ihnen irrwitzige Bürokratie auf, bis sie
entnervt das Handtuck schmeißen.“

mehr zum Thema
http://www.hgeiss.de/tipps.htm



26. 02.16 Re: Unzeitgemäße Gedanken?

 

An den Forenten, der sich „Spießbürger“ nennt:
Dieser von dir offenbar als unverzichtbar angesehene Lebenstil steht
auf tönernen Füssen. 

Es ist schade, dass das Thema nur durch die aktuelle Sorge vor
kriegerischen Ereignissen ein paar Engländer und deutsche
„Verschwörungstheoretiker“ dazu bringt, sich Notvorräte anzulegen,
was bei kurzen Versorgungsunterbrechungen sicher sinnvoll, beim
tiefergehenden Zusammenbrechen des Versorgungssystems aber wenig
Wirkung hat. Mit meinem Beitrag wollte ich den Faden weiterspinnen,
etwa:

1. sich Gedanken machen über unsere totale Angewiesenheit von einem
durch und durch fremdgesteuerten, künstlichen System und ob unser
Freiheitsbegriff nicht dringend überdacht gehört, denn wer
Abhängigkeit als Freiheit bezeichnet, ist entweder ein Lügner oder
ein Dummkopf. Wir sind allesamt mehr und mehr zu „Kindermenschen“
geworden, die nach dem Motto leben: „Wir haben Anspruch auf...!“ und
„Der Pappa wirds schon richten!“ 

2. Herrn Rötzers Überschrift nährt eine Hoffnung, die völlig
unrealistisch ist. Ins volkstümliche übersetzt heißt die Aussage
wohl: „Wenn man meint es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein
Lichtlein her“. Aber vielleicht war die Überschrift auch spöttisch
gemeint, denn wenn es stimmen sollte, dass in einem Kriegsfall durch
im Weltall gezündete Atombomben alle Elektronik ausfällt, dann ist
der Zusammenbruch in einer auf Elektronik beruhenden Zivilisation
total. Nichts wird mehr funktionieren: Keine Telefon, kein Internet,
kein Fernseher, kein Radio, keine Ampeln, keine Aufzüge, keine
Bahnsicherheit, keine modernen Autos, keine Flugzeuge, keine
Wasserversorgung, keine Krankenhäuser, keine Heizungen, keine Rechner
usw. Autos und Züge würden sich ineinander verkeilen, die Flieger vom
Himmel fallen. Welche unserer Speichermedien wären dagegen gefeit?
Schallplatten, Bücher vielleicht, wenn nicht noch große Hitze dazu
kommt, aber das würden wir dann sowieso nicht mehr merken, denn wer
verdampft oder gegrillt wird, hat andere Sorgen.. Bleibt diese Hitze
aus, werden die Supermärkte gestürmt, in denen schon nach einer
Stunde alle Regale leergeräumt sein werden, Nachschub wird keiner
kommen.

3. Man kann nichts, was man nicht vorher gelernt und geübt hat, hier
also, handwerkliche und landwirtschaftliche Tätigkeiten. Auch die
Illusion, man könne so einfach wieder einmal ein Milchtier halten,
ist Träumerei, denn wir haben die alten Haustierrassen an Ziegen,
Schafen und Rindern weitgehend ausgerottet. Das, was die moderne
Landwirtschaft in den Ställen stehen hat, wird uns nur wenig helfen:
Überzüchtete, ihrer Natur entfremdete Hochleistungstiere, die oft
nicht einmal ihr Erwachsenenalter erreichen. Es ist eine kaum
übertreffbare Dummheit dieser Zivilisation, den tierischen Genpool so
verengt zu haben, und alles das aufgegeben zu haben, was uns in
unseren Breiten erst das Überleben ermöglichte. Übrigens bräuchen
selbst die Tiere aus dem Streichelzoo eine mindestens halbjährige
Vorlaufzeit, bis sie den ersten Tropfen Milch liefern. Vermutlich
sind sie bis dahin längst von hungrigen Menschen neben Tiger- und
Elefantenschnitzel roh verzehrt worden...

 

26. 02.16 Re: Unzeitgemäße Gedanken? Ach!

 

Lieber "Spießbürger",
ich werde auf deine Sprüche nicht weiter eingehen, denn sie sprechen
für sich selber, vermutlich willst du uns nur foppen oder durch
naseweise Bemerkungen verhindern, dass das Thema vertieft wird. Ich
hoffe nur, dass du nie aus deinen Träumen zu erwachen brauchst und
alle Euter dieser Welt von dir verschont bleiben. 

PS: Als ich tönerne Füsse schrieb, auf denen diese Zivilisation
steht, dachte ich, dass dieses bildhafte Wort noch einen viel zu
stabilen Eindruck vermittelt. Also Korrektur, ich verwende nun als
Metapher besser einen glänzenden Luftballon, in dem vor allem warme
Luft steckt und der - falls ihm nicht vorher eine Nadel zu nahe kommt
- von alleine schrumpfen wird, worauf wir alle nur hoffen können,
erst recht die übrige Flora und Fauna.  

 

 

24. 02.16 Wo gibt es gelungene multi-ethnische Staatsgebilde?

Der Staat Jugoslawien stand dem strategischen Entwurf der USA im Wege

Wenn es stimmen sollte, dass
Jugoslawien als multiethnisches Stastsgebilde gescheitert ist, bzw.
nur durch Titos harte Faust zusammengehalten werden konnte, dann kann
ich daran nur ablesen, dass multiethnische Zwangsbeglückungen einfach
nicht klappen. Es funktioniert nirgendwo, selbst in den USA, dem
Mutterland der Vielvölkerei, ist diese humane Idee leider
gescheitert. Es gibt kompatible Ethnien und Völker, bei denen es
klappt und andere, bei denen es überhaupt nicht klappt, wobei die
Hautfarbe das vielleicht am wenigsten Trennende ist. Das Trennenste
sind Religionen, Besitzverhältnisse und Ideologien. Auch aus diesem
Grund ist Globalisierung der reine Wahnsinn, aus ökologischer Sicht
sowieso. Auch die EU kann nur überleben, wenn sie den Regionen und
Völkern ihre gewachsene Vielfalt und Selbstständigkeit lässt und
nicht über einen Kamm schert und durch immer neue Verordnungen und
Gesetze die Mitbestimmungsmöglichkeiten und damit die Demokratie
raubt. Small ist beautiful und quasi alternativlos, jede Art von
Zentralismus ist gegen die Natur, dessen System dezentral angelegt
ist und sich als einziges System auf die Dauer bewährt hat. Ich
glaube, dass diesen Gedanken Frederik Vester schon in den Siebzigern
formuliert hat. 
Übrigens sehe ich es nicht, dass diese dem Menschen offenbar gemäße
Regionalität und sein Bedürfnis nach überschaubaren Strukturen und
eigener Kultur immer in Nationalismus enden muss. Letzterer ist eine
schlimme Menschenkrankheit, die vielleicht verschwindet, wenn die
krankmachenden Bedingungen verschwinden.

Darauf kam die Antwort von "Wednesday": Von "Zwangsbeglückung" sprechen Faschos/Nazis/Rassist_innen. Geh woanders hetzen. Solche wie du haben Yu mit zerstört während der
Balkankriege-> Ustasa, Cetniks und Salafisten.

 

 

24. 02.16 Re: "Wednesday"

Du solltest dir meinen Beitrag noch einmal durchlesen. Aber du hast
dir einen Begriff, der noch dazu im Konjunktiv formuliert war und
sich auf die Aussage eines Forenten bezog, herausgepickt um deine
Polemik los zu werden. Dass trotzdem dann soviele eingeloggte Leser
ihre roten Karten gezückt haben, enttäuscht mich, denn TP-Leser
können erfahrungsgemäß Texte schon richtig beurteilen. 
Ich habe übrigens als einer der wenigen in meiner Region den
Nato-Krieg gegen Serbien von Anfang an öffentlich in mehreren
Kommentaren verurteilt und damit viele Freunde vor den Kopf gestoßen,
die auf Fischers und Scharpings Kriegspropaganda hereingefallen sind.
Ich habe es damals sehr bedauert, dass der multi-ethnische
Balkanstaat von den "Zwangsbeglückern" USA und seinen Vasallen
zerstört wurde. Vor allem der Einsatz der Einsatz der
"Verteidungsarmee" Bundeswehr und die Lügen vom Krieg aus humanitären
Gründen, haben mir viele Hoffungen zerstört.  
Aus meinen weiteren Zeilen geht wohl klar hervor, dass ich
"Zwangsbeglückungen" durch jede Form von Imperialismus ablehne und
ich eine Vielfalt an Kulturen und Völkern bevorzuge, was ja wohl
deutlich genug von mir formuliert wurde. Titos Vielvölkerstaat habe
ich aber nie als Imperialismus verstanden, im Gegenteil muss man ihn
aus seinem Widerstand gegen die Naziherrschaft verstehen. Jugoslawien
war damals wirklich die realisierte Hoffnung auf friedliches
Zusammenleben von ehemaligen Kontrahenten. Aber diese Hoffnung wurde
aus geostrategischen Motiven vom Westen zerschlagen. 
Mir für meine Ausführungen mit der "Faschos/Nazis/Rassistenkeule" zu
kommen, sagt viel über dich und dein Weltbild aus, ja, und auch über
deine Geschichtskenntnis, denn gerade jene wollten ja die Welt mit
ihrer Gewaltherrschaft "beglücken". Aber vielleicht bist du
Auftragsschreiber, dessen Auftrag es ist, jede begründete Zeile gegen
Globalisierung und neue Weltordnung in schiefes Licht rücken müssen,
vor allem wenn sie sachlich ohne Schaum vorm Mund vorgetragen wird..
-------------
Nachtrag: 
Später, nach der gewaltsamen Zerstörung Jugoslawiens durch das
westliche Imperium habe ich aber sehr wohl zur Kenntnis genommen,
dass auch 40 Jahre Zusammenleben nicht genügt haben, damit sich
ehemalige Nachbar, Freunde und Kollegen nicht gegenseitig an die
Gurgel gingen. Das macht wenig Hoffnung, auf eine friedliche
multi-ethnische Zukunft. 

 

 

26.02.16 Re: Völkische "Hetzpropaganda". Gegenrede gegen "demon-driver"

 

Zitat Überschrift von "demon-driver: "Völkische Hetzpropaganda. Es
gibt überhaupt keine nicht-multi-ethnischen Staaten"

Pauschal betrachtet hat „demon-driver“ recht, es gibt wohl wirklich
keine nicht-multiethnischen Staaten, von ein paar Hirten- und
Jägervölkern abgesehen. Multi-ethnisch bedeutet aber in vielen
Fällen, dass die Ethnien, Religionen oder was immer auch,
nebeneinander her leben, oft in Ghettos, die wie kleine Staaten im
Staat wirken und sich der Kultur des Gastlandes verweigern. 
Ich weiß nicht, ob dafür wirklich der Begriff "multi-ethnisch"
treffend ist, denn so entsteht ein Abbild der Welt auf nationaler
Ebene. Gelungene Integration sieht anders aus. Weil frühere Kriege,
vor allem aber die Folgen des Imperialismus, diese Ghettoisierung
hinterließen, haben wir damit genug zu tun, diese Zersplitterungen
für die Nachgeborenen erträglich zu machen. Mutwillig neue zu
schaffen, sollten wir aber möglichst vermeiden, denn das würde die
weitere Abschottung fördern. In Krisenzeiten leiten Staatsführer den
latenten Volksgroll seit jeher gegen diese Minderheiten um,
missbrauchen sie als Sündenböcke und nehmen so quasi Druck aus dem
Kessel. Wenn das nicht reicht, bedeutet das oft Krieg und die im
Kleinen bereits eingeübte Bekämpfung fremder Ethnien im großen
Stil... 
Schwer erträglich ist es auch, wenn die sich abschottenden Ethnien
oder Religionen, die ansonsten die im Staat üblichen Regeln und
Sitten strikt ablehnen, nur ihre eigene Sprache sprechen, ihren
Kindern Heirat mit den Landeskindern oder aus anderen Minderheiten
verbieten und alles ablehnen, bis auf die sozialen Alimentierungen. 

Doch beim eigentlichen Thema der Unterdebatte ging es um
Zwangsvereinigungen durch dominierende Nachbarn oder neoimperiale
"Eingemeindungen ganzer Länder" und die Entrechtung der Betroffenen
durch rechtliche, wirtschaftliche und kulturell gleichmacherische
"Oberregie" von Imperien, die zur Verhöhnung der Bevölkerung, anders
als etwa im Römischen Reich, auch noch als Demokratie verkauft wird.  

 

20.02.16 Vom wilden Kurdistan und vom wilden Westen

Was haben Erdogan und Obama am Telefon gestern besprochen?

 

"Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten."
(Goethe, Faust 1)


Nun, die Völker schlugen also schon damals gegeneinander, weit hinten
in der Türkei. Wie weit die europäischen kolonialen Chaosbringer
damals schon mitmischten, weiss ich nicht genau, aber Schiiten,
Sunniten, Kurden und wie sie alle heissen, mochten sich schon damals
offenbar nicht leiden. Richtig Benzin ins Feuer schütteten aber wohl
erst die kolonialen europäischen Räubernationen, mit ihrem Prinzip
des "Teilen und Herrsche", mit denen man die Völker gegeneinander
hetzte, allen voran den Briten, die zudem mit ihren willkürlichen
Grenzziehungen ganze Kontinente ins Unglück stürzten. Und nun seit
bald hundert Jahren auch die Yankees, die ihren eigenen
Befreiungskrieg gegen die Briten vergessen haben und sich nicht
weniger hochmütig und unwissend als jene aufführen. 
Doch zu den Kurden, die mein Thema sein sollen. Was wir Deutschen von
den Kurden wussten, haben wir von Karl Mai und der Name „Kurdistan“
geht uns deswegen ganz selbstverständlich über die Lippen. Weil
dieses bedauernswerte Volk auf vier Länder aufgeteilt wurde und die
Türken ihnen lange Zeit sogar die Muttersprache untersagten, gilt den
Kurden unsere Sympathie. Als Bayern, die man auch durch Preußen und
später durch die Amis zur Kolonie machte, um erzog und uns die
Sprache nahm (in München sprechen noch zwei Prozent der Kinder die
Landessprache und jeder zweite Bewohner hat einen
Migrationshintergrund), neigen nicht nur die Bergbewohner von uns zu
Mitgefühl für jenes Volk, das man als "Bergtürken" verspottete. Gut,
das ist nur ein Gefühl und hundert Jahre Unterdrückung machen ein
Volk nicht automatisch zu besseren Menschen. Trotzdem würde ich mich
freuen, wenn es einmal ein vereinigtes Kurdistan geben sollte, nicht
gegen die Türkei, Syrien, Irak und Iran, sondern als ein Scharnier
zwischen den Ländern, mit einer Adapterfunktion für die Verständigung
in der ganzen Region. Aber diese Mittlerfunktion wünschte ich mir
auch für die Ukraine, als ein neutraler Staat zwischen Ost und West,
und ich habe es mir auch immer für Deutschland gewünscht, doch da
waren die Alliierten und Adenauer davor, man brauchte uns als
Speerspitze und als mögliches Kampfgebiet. Und heute? Lockt man die
Jugend des Orients und Afrikas in die zumindest in sozialer Hinsicht
einigermaßen ziviliiserten Staaten Europas, um unsere Sozialsysteme
zu überlasten und so zu zerstören, deren blosse Existenz für die
Globalisten das ist, was das Weihwasser für den Teufel… Die anderen
Auswirkungen aufzulisten erspare ich uns, denn hier finden sich genug
Hinweise im Netz, auch wenn viele noch immer von festgefahrenen
Romantikern als Hinrngespinste und VT gesehen werden. Ich rate
dringend wieder einmal den "Standpunkt" zu verlassen und ein paar
Schritte zu gehen und den Kopf um ein paar Grad zu drehen. Wer dabei
noch immer nichts anderes sieht, der kann ja wieder zurück ins Glied
treten.

 

19. 02.16 Wer einmal "an der Wahrheit Blut geleckt“...

Kanzleramt will Aufklärung über mögliche russische Medienkampagne

 

Ich lese zum Frühstück immer noch die Zeitung unserer Region und
beinah jeden Tag schwillt mir der Hals bei der hanebüchenen
Propaganda, die man uns vorsetzt. Heute werden etwa die
scheinheiligen Lügen Erdogans ausgebreitet, keine Silbe über die
Verurteilung der Türkei durch den Weltsicherheitsrat genau am Tag des Anschlags, was eine kurdische Urheberschaft doch ziemlich
unwahrscheinlich macht. Die minutenschnelle Schuldzuweisung, wie
schon beim Anschlag in Istambul, spricht ebenfalls Bände. Und die Mär
von einem Fingerabdruck des Täters erinnert an die
gefundenen Täterausweise beim WTC oder in Paris. 

.
Und nun will man rauskriegen, ob uns die Russen mit ihren Medien
propagandistisch unterwandern wollen, das ist kein Witz mehr, sondern
eine Beleidgung des Verstandes. Klar, stellen staatliche russische
Medien ihre Weltsicht dar und sie freuen sich gewiss, wenn ein so
renommierter Politiker wie Willy Wimmer, die deutsche Regierung mit
großer Sachkenntnis kritisiert. Die eigentliche Schande ist aber,
dass Wimmer das in einem russischen Medium machen muss, weil in
unseren zwangsfinanzierten Staatsmedien echte Kritik nicht zugelassen
wird. Schon immer mußte man dort die Goldnuggets mühsam suchen und
wurde selten vor Mitternacht fündig. Doch es gab noch kritische
Sendungen, die für jeden kritsichen Bürger beinah Pflicht waren.
Heute, wenn ich sie gelegentlich ansehe, dann frage ich mich schon,
waren wir früher so uninformiert und doof oder sind die Sendungen
heute so schlecht geworden? 

Frau Kanzlerin, wollen Sie uns irgendwann verbieten, uns aus vielen
Quellen zu informieren? Auch ich schaue immer wieder, was etwa
Sputnik oder RT zu einem Thema berichten und lege es auf die Waage zu
den anderen Infos, die ich bereits aus den verschiedensten
Onlinemedien gesammelt habe. Das Problem ist nur, wer hat soviel
Zeit? Natürlich nur Rentner und hier wohl auch nur wenige, die
irgendwann „an der Wahrheit Blut geleckt haben“ und ohne ausgewogene
Information nicht leben mögen. Das mögliche Zeitfenster für
Berufstätige ist, erst recht wenn sie eine Familie haben, unendlich
kleiner. Sie  müssen letztlich glauben, was man ihnen vom Mainstream
ins Hirn bläst. Vielfach wollen sie das auch alles gar nicht so genau
wissen, denn sie haben genug um die Ohren und wollen einfach nur ein
wenig entspannen, vielleicht befürchten sie auch, dass ihnen das
vertraute steinerne Fundament, auf dem sie ihr Leben bauen, zu Sand
zerfällt und alles auf einem ungeheueren Sumpf steht.  

 

 

13.02.16 Nur direkte Demokratie ist Demokratie

"Rettet den Volksentscheid"

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen (...) ausgeübt. So steht es im GG, doch scheren tut das niemand. Ich habe das vor bald zwanzig Jahren schon einmal mit einem Schriftsatz beim VG eingefordert, doch ich unwissender Naivling wurde darüber belehrt, dass ich überhaupt nicht berechtigt bin, vor das Verfassungsgericht zu ziehen und die Beseitigung einen Verfassungsverstoßes anzumahnen. Da müßte ich schon persönlich betroffen sein und mich zuvor durch alle Instanzen geklagt haben... Das verstand ich mit meinem Bürgerhirn nicht. Ich wies darauf hin, dass es unter der Etikettierung „Demokratie“ nur ein Polittheater gibt und man im besten Fall zwischen zwei Übeln entscheiden kann. Und das soll mich persönlich nicht betreffen? Wenn rückgratarme Karrieristen und Dampfplauderer die Parlamente besetzt halten, die damals schon, ich glaub sechzig Mal die Verfassung verändert und verwässert hatten und weder vom Verfassungsschutz noch vom Verfassungsgericht dagegen Einspruch kam? Und da soll ich nicht betroffen sein? Oder wenn permanent gegen den im GG verbotenen Fraktionszwang verstoßen wird und die Volksvertreter nicht das Volk vertreten, sondern nur ihre Parteien und die wiederum Interessengruppen bedienen? Wie kann man mir dann die Betroffenheit absprechen? So dachte ich damals und denke ich auch noch heute und möchte, dass dieser Etikettenschwindel, der im besten Fall eine Kinderdemokratie ist, endlich erwachsen wird, und über Sachthemen nach den Regeln der Vernunft und jeweiligen Betroffenheit abgestimmt wird. Also über Themen, die alle betreffen dürfen alle abstimmen, und über regionale Themen soll ein möglichst enger Zirkel geschlagen werden, damit die wirklich Betroffenen nicht durch enferntere Nutznießer überstimmt werden können. Nun werden Kritiker sagen: Genau deswegen muß alles so bleiben, wie es ist, denn wie sollte es dann noch schädliche Baumaßnahmen im Vorgarten oder einen Kriegseinsatz in fernen Ländern geben? Richtig, da müßte es schon schwerwiegende Argumente dafür geben. Daraus ergäbe sich die völlige Entmachtung jener, die heute bestimmen. Aber so würde eben wirkliche Demokratie funktionieren und mir wäre engagiertes Kirchturmdenken, das auf Eigennutz für sich und die seinen baut lieber, als die Erfüllung des Eigennutzes von völlig fremden Interessen. Und komme mir jetzt niemand, dass die Bevölkerung zu blöd wäre, etwas zu entscheiden. Aber klug genug Politiker zu wählen, die sich wie Waschmittelwerbung anbieten, ist sie schon? Wie schon oft in Interviews nach Parlamentsabstimmungen aufgedeckt wurde, steht auch Abgeordneten beim Abstimmen oft keinerlei Sachkennnis im Weg, sie können oft nicht einmal erklären, warum sie so oder so gestimmt haben. Aber das ist eben gewünscht, von denen, die wirklich die Entscheidungen treffen. Ein Parlament, das sich von Lobbyisten oft sogar die Gesetze schreiben lässt, sollte sich einfach nur schämen und schweigen. Ein Land, in dem vielleicht 80 Prozent aller Entscheidungen von Bürokraten gesteuert werden und diese wiederum nur Anhängsel von Gesetzen und internationalen Verträgen sind, sollte beim Thema Selbst- und Mitbestimmung oder gar beim Thema Demokratie besser kleinlaut werden. Bleiben immer noch zwanzig Prozent Regelungskompetenz der Politik, höre ich nun einwenden. Nein, das meiste davon wird in Washington und Brüssel geregelt, und dort tanzen die Puppen nach der Pfeife der Hochfinanz und der von internationalen Konzernen.
Vielleicht ist das alles ein wenig überzeichnet, doch soll es klarmachen, das unser Leben in hohem Maß von Leuten gesteuert wird, die überhaupt über keine demokratische Legitimation verfügen.
Ob ich so naiv sei und glauben würde, das Plebiszite immer vernünftig ausgehen? Meistens würde es so sein, glaube ich, Veränderungen würden auf jeden Fall von Vorsicht gesteuert, was nie schaden kann. Und richtige Fehlentscheidungen? Würde es wohl auch gelegentlich geben, doch die gibt es heute am laufenden Band.

 

11. 02.16 Auf die Dauer hilft keine Mauer sondern nur Verständigung mit den Nachbarn

Netanjahu: Mauer um Israel als "Schutz vor den wilden Tieren"

 

Wie war das mit den mittelalterlichen Burgen und den Ritterrüstungen?
Als Kanonen und Musketen erfunden wurden, boten sie keinen Schutz
mehr. Das einzige, was Israel auf die Dauer mit seinen hässlichen
Sperranlagen erreichen wird, dass seine Bewohner irgendwann einen
Lagerkoller bekommen und Israel verlassen werden. Gegen moderne
Waffen ist eine Mauer sowieso ein Witz. Netanjahus Spruch als Schutz
vor wilden Tieren sollte nicht verniedlicht werden, denn er meint
damit gewiss keine Löwen und Tiger, denn die Mauer ist eine
Apartheitsmauer, sie trennt palästinensische Bauern von ihren Feldern
und verläuft nicht nur um das Land, sondern im Zickzack hindurch und
schließt Dörfer und Städte in hermetisch abgeriegelte Ghettos ein.
Israel hilft auf Dauer ganz gewiss keine Mauer, sondern nur die
Verständigung mit denjenigen, die das gleiche Recht haben in der
Region zu leben, einfach weil sie dort geboren sind. 

 

 

11.02.16 Von Kelten in Bayern und der Sorge Albert Einsteins

Antwort auf einen Beitrag zu Israels Einmauerung

 

Lieber "Hutzlibu", was du da von dir gibst ist schon eine sehr
verkürzte und völlig einseitige Darstellung, man weiß gar nicht, wo
und wie man anfangen soll, darauf zu antworten.

Was würden wir sagen, wenn die keltische Urbevölkerung - sagen wir in
Bayern - auftauchen und das Land zu ihrem angestammten Land erklären
würde, weil ihre Vorfahren hier vor Jahrtausenden gelebt haben? Wenn
sie sich mit Waffengewalt ausbreiten und alles aufkaufen würden, da
sie von irgendwoher protegiert und alimentiert werden. Wenn ein
Großteil der bayerischen Bevölkerung vertrieben und der Rest als
Bürger zweiter Klasse behandelt würde, nur weil Einzelheiten ihres
Glaubens voneinander abweichen. Wenn diese Usurpatoren dann einen
keltischen Gottesstaat errichten, den bayerischen Bauern das Wasser
abgraben, ihre Obstgärten abholzen und ihre Häuser zerstören würden?
(„Schon 1948 vertrieb Israel 750’000 Palästinenser gewaltsam aus
ihren Häusern und machte 125‘000 palästinensische Häuser dem Erdboden
gleich. 531 arabische Dörfer wurden ausgelöscht.“ )
Quelle:
https://www.zeitenschrift.com/artikel/nahostkonflikt-israel-das-neue-
land-der-apartheid#.VWjoPKIQOhc

Und bevor diese Verbrechen mit dem Trauma des Holocaustes
entschuldigt werden, sollte der Hinweis erlaubt sein, dass Albert
Einstein, der bekanntlich auch Jude war, seinen Freund Chaim
Weizmann, den Hauptvertreter des Zionismus, schon 1928 vor den
Gefahren eines jüdischen Nationalismus gewarnt hat. Ohne
Rücksichtnahme auf die Lebensinteressen der Araber, so Einstein,
würde die zionistische Sache zerbrechen. Er fürchtete den
"blödsinnigen Nationalismus und Rassenfimmel“, den man den anderen
nachmacht, "nach einer beispiellosen Schule des Leidens".

PS: 
Bayern hat übrigens seit 1945 etwa die Hälfte seiner
Einwohnerschaft als Vertriebene, Flüchtlinge oder
Wirtschaftsmigranten aufgenommen. Doch wurden irgendwo Zugereiste mit
hohen Zäunen in Lagern und Enklaven eingesperrt oder gar massenhaft
ermordet? Diese Integrationsarbeit war wohl nur möglich durch die
altbayerische Ethik des "Leben und Leben lassen". Ich würde mal
sagen, dass man sich in diesem Punkt an vielen Orten dieser Welt eine
Scheibe von uns abschneiden kann. Das passt gewiss manchen Ideologen
so nicht in den Kram, denn Bayern ist für sie eine beliebte
Projektionsfläche für eigene Unzulänglichkeiten. 

 

 

11.2.16 Alles nur Verschwörungstheorie...

„Eine Tragödie für das ganze Land“ titelte die PNP heute, am 11.2.16 und: "Ursachen- Suche kann Wochen dauern“. Es geht um das Zugunglück bei Bad Aibling, mit zehn Toten und achtzig Verletzten. Auf Seite Zwei ist dann zu lesen, dass ein solcher Unfall auf Grund der technischen Sicherheitsvorkehrungen eigentlich unmöglich ist. Es gäbe z.Z. weder Hinweise auf ein technisches noch ein menschliches Versagen. Mit keiner Silbe wird auch nur die Möglichkeit eines Anschlags in Erwägung gezogen, was ja in der gegenwärtigen politischen Lage nicht völlig unwahrscheinlich sein dürfte. Schon beim Absturz der Germanwings Maschine im letzten Jahr, wurde der Verdacht geäußert, dass es sich durchaus um eine Abstrafung der betroffenen Länder Deutschland und Frankreich handeln könnte, für ihr Bremsen mit Minsk2. Was böte sich derzeit als Szenario an? Seehofers Russlandreise vor einer Woche, die ja die Nato und alle ihr hörigen politischen Gruppen vor Empörung aufschreien ließ, ja immer noch lässt. In den Medien überbieten sich Grüne und Sozis mit Vorwürfen. Dann ließ man viele Faschingszüge absagen, aus „klimatischen Gründen“, wie es hieß, doch die meterologischen Sturmwarnungen dürften eher Nebensache gewesen sein. Eher schon die Sorge, dass die Motivwagen für eine politische Demonstration gegen die gegenwärtige Kriegspolitik genützt werden könnten. Dann stand Seehofers Ultimatum im Raum, das er der Kanzlerin in Sachen Massenimmigration gestellt hat und es stand der politische Aschermittwoch in Bayern vor der Tür, der in der Verbindung mit Wahlvolk und Bier leicht zum Brandbeschleuniger in der Regierungskoalition hätte werden können. Seehofer hatte auch schon den deutlichen Satz vom „Herrschaft des Unrechts“ ausgesprochen, der von vielen Politik- und Rechtsexperten gestützt und seit Wochen begründet wurde. Und ausgerechnet jetzt passierte dieser schreckliche Unfall in Bayern. Gibt es solche Zufälle? Seit 40 Jahren kein Zugunglück mehr in Bayern und dann gerade in dieser brenzligen Lage wieder eins? Und dann dieses völlige Ausklammern auch nur einer Andeutung eines Anschlags, wo uns doch sonst alle Wochen Anschläge an die Wand gemalt werden? Schon beim Anschlag vor Wochen in Istambul, mit ebenfalls 10 deutschen Opfern, lief alles so ungewöhnlich ab. Ob jemals so schnell ein Kapitalverbrechen ad akta gelegt wurde? Tut mir leid, ich finde solche Dinge merkwürdig, besser: aufmerkwürdig. Wenn der Unfall von Aibling denn wirklich ein Schuß gegen Seehofer gewesen sein sollte, dann wird er ihn gewiss als solchen erkannt haben. Der Warnschuss wird ihn entweder befeuern oder einknicken lassen, das Letztere ist wohl das Wahrscheinlichere. Das Opfern von unschuldigen Menschen wäre aber dann das völlige Eingeständnis menschenverachtender Verkommenheit der politischen Akteure und die Ansage, dass man in Deutschland schnell noch ganz andere Dinge befürchten muss, wenn man nicht spurt wie verlangt. Merkel zumindest ist schon einmal eingeknickt und ließ in der Türkei die unglaublichsten Sprüche gegen Russland los. Da sie die tatsächlichen historischen Abläufe kennt, hat man ihr entweder ein Messer an die Kehle gehalten oder sie gibt den letzten Rest Tarnung auf, für wenn sie tatsächlich Politik macht.

 

 

5.2.16 Für alte und neue Volksmusik

einige Gedanken zur gegenwärtigen Debatte die Volksmusik im BR in eine digitale Ecke zu verdrängen

 

1941 schrieb Hitler, er wolle in den besetzten "Ostgebieten" nur "glückliche" Analphabeten antreffen. Und Zitat: „Durch einen Rundfunk wird der Gemeinde vorgesetzt, was ihr zuträglich ist, Musik unbegrenzt.“ Er wolle aber keine Musik, die den Kopf berührt: „Geistige Arbeit sollen sie nicht lernen, wir dürfen ja nichts drucken lassen!“

 

Sollte uns Nachkriegskindern eigentlich bekannt vorkommen, denn wir wurden genau nach diesen Vorgaben geprägt. Ziel war es, uns die Identität zu nehmen und uns einzulullen. Es gibt heute auf beinah allen Kanälen nur „unbegrenztes“ angloamerikanisches Gedudel und primitivste Maschinenmusik. So etwas in der Art wollte Hitler mit den eroberten Ostvölkern auch machen. Doch es kam anders und so wurden wir jungen Deutschen auf diese Weise beglückt. Was haben wir über unsere Lehrer gelästert, wenn sie uns vor der totalen Amerikanisierung und dem "Denglish" (den Begriff gabs damals noch nicht) warnten und sie uns mit wenig Erfolg an unsere eigene Kultur heranführen wollten! Doch diese assozierten wir mit der als "muffig" etikettierten Spießerkultur unserer Väter. Und so bewunderten wir jeden englischen Furz mehr, auch wenn wir kaum ein Wort davon verstanden. Aber so sollte es sein, siehe oben.

Nun sollen der Gehirnwäsche durch Dauerbeschallung im Bayerischen Rundfunk mit der globalen Kommerzmusik in dem viel gehörten B1 auch die letzen bayerischen Sendungen ausgemerzt werden. Bislang hat der BR seinen Althörern, bei denen für die Allierten sowieso Hopfen und Malz verloren schien, noch ein paar bayerische Nischen gelassen mit „echter Volksmusik“. Nun werden auch diese aus dem BR-Mainstream beseitigt und in eine, für die Interessierten kaum erreichbare, digitale Ecke geschoben. Gewiss ist es nur ein Zufall, dass dies zeitlich mit den gegenwärtigen, von den Amerikanern gewünschten und ausgelösten Völkerwanderungen zusammentrifft, die Europa weiter ihren gewachsenen Charakter nehmen wird. Es ist aber in jedem Fall ein weiterer Baustein für Globaliserung und Gleichmacherei total, wirtschaftlich und mental. Dies mag ein wenig nach rechter Verschwörungstheorie klingen, doch ist sie längst Realität. In München sollen nur noch 2 Prozent der Kinder bayrisch sprechen und jeder zweite einen Migrationshintergrund haben. Diese Entwicklung ist gewollt, vermutlich das Ergebnis alliierter Siegerpolitik, denn es gibt genug Äußerungen von damaligen Staatsführern und Thinktanks, die dies genau so wollten, wir erfahren davon aber erst heute durch das Internet, denn alle großen Medien sind Medien von Amerikas Gnaden und es gibt einfach gewisse Tabuthemen. Nun bin ich alles andere als ein Nationalist und die alliierte "Polung", möchte ich in einigen Bereichen auch nicht missen, ich würde damit gewichtige Stücke von mir selber aufgeben. Ich bin nicht nur durch bayerische Volksmusik, sondern genauso durch Jazz, Blues, Soul und Rock geprägt und hatte das Glück in einer Zeit aufzuwachsen, in denen sich hier gewaltige Entwicklungen ereigneten, von denen das beklagte elektronische Einerlei, das uns heute überall umspült, nur ein elender Abklatsch ist. Aber ich bin Regionalist durch und durch (was mich nicht hindert mich auch als Weltbürger zu fühlen) und liebe unsere Sprache und vieles an unseren bayerischen Eigenheiten und bedeutende davon sind auch in unserer Volksmusik verankert. Als ihr größtes Manko empfand ich, dass sie von Lordsiegelbewahrern zu einem Fossil gemacht wurde, was auf Dauer ihr Tod sein mußte. So habe ich schon Ende der Sechziger Jahre versucht ihr durch zeitgenössische Kompositionen, die nicht nur vergangene Idylle besangen, sondern aus der Gegenwart schöpften, neues Leben einzuhauchen. Leider, zumindest kurzfristig (hundert Jahre sind da gar nichts) ohne Erfolg. Vielleicht hatte man Sorge, dass mit solchen Liedern auch die fremde Form und die Politik in dieses sorgsam gehütete Refugium vordringen würden, oder Kommerz und schrille Töne. Ich verstehe das und habe nie ein Wort dagegen gesagt, denn vermutlich waren wirklich viele meiner Lieder zu kopflastig und zu "anarchistisch" in der Form.

Vom BR wurden diese Bestrebungen beinah völlig ignoriert, wenn es sich nicht um reine Gaudilieder handelte, die ins Klischee der Alliierten aus Übersee und Preussen passten. Für Liederschreiber wie mich, die in bayrisch über zeitgenössische Themen und Gefühle schrieben, gab es beim BR nur Nischenberichte in B2, wo das Volk kaum einmal hineinhörte. Eine wirkliche Förderung oder Unterstützung zeitgenössischer Lieder gab es nie. Selbst beim kritischen und vom BR mitveranstalteten Nürnberger Bardentreffen, wurde dann im Funk nur das Unverfänglichste gesendet, das in etwa Hitlers Wünschen an die musikalische Hirnwäsche in den eroberten Ostländern entsprach. Heute ist sowieso ein multikultureller Event daraus geworden, in dem Sprache zum Musikinstrumententon degradiert wurde, was oft sehr die Ohren erfreut, das Hirn dazwischen aber unbeteiligt lässt.

Und deshalb geht es bei der gegenwärtigen Debatte über Platz für Volksmusik um viel. Der BR darf mit seiner Ankündigung nicht durchkommen. Schön wäre es, wenn es uns auch gelänge im Funkhaus auch einmal die Fenster zu öffnen, damit endlich einmal mehr bayerische Luft hineinkommt.

 

6.2.16 Zur gegenwärtigen BR-Volksmusikdebatte

 

In der Debatte zur Onlinepetition zum Thema Volksmusik (https://www.openpetition.de/pe... hat ein Teilnehmer das schier unglaubliche Argument gebracht, "Deutschland sollte auf Musik, die die Nazis liebten, verzichten."  Da ich diese Sprüche schon öfter gehört habe, von ansonsten klugen Leuten, ein paar Zeilen dazu:
Wie kann man seine eigene Kultur nur so hassen! Es gibt bei uns Fanatiker, die würden am liebsten ihre eigene Sprache ausspucken, weil sie auch einmal die Nazis gesprochen haben. Für mich ist dieser Selbsthass Symptom einer schlimmen Geisteskrankheit und das Ergebnis einer jahrzehntelangen Gehirnwäsche. Unsere Sprache, Kultur und Musik ist in Jahrhunderten gewachsen, der zwölfjährige braune Spuk hat damit nichts zu tun. Richtig ist zwar, dass auch die Volksmusik in der ersten Zeit nach Machtübernahme von den Nazis missbraucht wurde, um der Bevölkerung Volksnähe zu suggerieren, tatsächlich war Hitler alles Regionale ein Greuel, denn regionales Denken war der größte Feind seines Deutschlandwahns.

 

 

03.02.16 Unmöglich in offenen Systemen

Bedingungsloses Grundeinkommen - Chaos oder Schlaraffenland?

 

Es ist der reine Irrsinn: Auf diesem Planeten gibt es eines im
Übermaß: Menschen die Arbeit brauchen. Dennoch tun die Staaten heute
alles, damit menschliche Arbeitskräfte „freigesetzt“ werden, was ganz
sicher nicht sein Zweck sein kann, denn sollte er nicht eigentlich
die Bevölkerung vor Faustrecht und Räuberei schützen? (Was natürlich schon immer die reine Augenwischerei war, denn tatsächlich war der Staat immer das Werkzeug der Wirtschaft und der Besitzenden, um ihre Pfründe zu sichern und zu mehren).

Auch heute schützt er die Habenden und Starken, die seine Hilfe nicht brauchen
und sich gewiss ins Fäustchen lachen, über soviel Dummheit. Schafft
ein Unternehmer einen Automaten an, mit dem er hundert Arbeiter
überflüssig macht, kann er die Investition absetzen und bekommt oft
noch saftige Hilfen dazu. Der Automat zahlt aber keine Sozialabgaben,
die anderen Beschäftigten müssen die Entlassenen auffangen. Das
Know-How, die tausend Einzelteile, sind das Fundament, das dem
Automaten zugrunde liegt und ist zum großen Teil das Erbe früherer
Generationen, quasi Menschheitserbe, vergleichbar den Werken früher
Künstler und Denker, auf die unsere Kultur baut. Daher wäre es nur
recht und billig, wenn der Automat Tantiemen an die Bevölkerung
entrichtet. 

Interessant auch die Aufzählungen, welche Behörden sich alleine mit
sich selber bzw. mit der Regelung und Disziplinierung der
Hilfesuchenden beschäftigten. Ein Moloch, der exponentiell wächst wie
eine böse Krankheit und sich von den produktiv Beschäftigten mästen
lässt. Erst recht, wenn man die Folgen der Entwürdigung der
Hilfesuchenden bis in ihre letzten Nutznießer mit einbezieht. Vom
Militär und den Geheimdiensten, die dieses irre System schützen, ganz
abgesehen. Viele Argumente also für ein Grundeinkommen. Doch kann das
nur funktionieren in geschlossenen Systemen, nicht wenn von aussen
immer mehr Menschen nachrücken, die davon partiziperen wollen. Wer
wie der heilige Georg seinen Mantel teilt, ist gewiss ein edler
Mensch, doch wie oft kann er ihn teilen, bis er selber friert? 
Andererseits sollte jeder Erdenbürger die Mittel bekommen sich und
seine Familie zu ernähren. Doch wie soll er das machen, wenn alles
Land schon jemanden gehört? So können die meisten nur ihre Kraft wie
eine Ware verkaufen, auf einem Markt, in dem der Staat dafür sorgt,
dass die Preise, die für Menschen bezahlt werden sinken, weil er ein
Überangebot von ihnen schafft, in dem er sie ins Land lockt und
nebenbei die Gegenden, aus denen sie kommen, noch ärmer macht. 

 

 

6.2.16 Zur gegenwärtigen BR-Volksmusikdebatte

 

In der Debatte zur Onlinepetition zum Thema Volksmusik (hat ein Teilnehmer das schier unglaubliche Argument gebracht, "Deutschland sollte auf Musik, die die Nazis liebten, verzichten."  Da ich diese Sprüche schon öfter gehört habe, von ansonsten klugen Leuten, ein paar Zeilen dazu:
Wie kann man seine eigene Kultur nur so hassen! Es gibt bei uns Fanatiker, die würden am liebsten ihre eigene Sprache ausspucken, weil sie auch einmal die Nazis gesprochen haben. Für mich ist dieser Selbsthass Symptom einer schlimmen Geisteskrankheit und das Ergebnis einer jahrzehntelangen Gehirnwäsche. Unsere Sprache, Kultur und Musik ist in Jahrhunderten gewachsen, der zwölfjährige braune Spuk hat damit nichts zu tun. Richtig ist zwar, dass auch die Volksmusik in der ersten Zeit nach Machtübernahme von den Nazis missbraucht wurde, um der Bevölkerung Volksnähe zu suggerieren, tatsächlich war Hitler alles Regionale ein Greuel, denn regionales Denken war der größte Feind seines Deutschlandwahns.

 

 

04.02.16 Betreff: Durch Grundsicherung wegfallende Bürokratien und Gewerbe

 

„Erst recht, wenn man die Folgen der Entwürdigung der
Hilfesuchenden bis in ihre letzten Nutznießer mit einbezieht.“ (Zitat
aus meinem Aufsatz).

Ein schwer verständlicher Satz? Zugegeben. Ich will versuchen ihn im
Hinblick auf den Medizinsektors zu erläutern. Dieser besteht ja nicht
nur aus Hilfe bei Verletzungen und Krankheiten, ich vermute, dass der
administrative Bereich sehr hoch angesetzt werden muss. Viele der
Patienten gehen nicht zum Arzt, weil sie glauben, dass er ihnen
hilft, (was er ja wirklich nur in einem engen Segment an Leiden kann)
sondern weil sie eine Krankschreibung für den Arbeitgeber brauchen.
Da dies nicht offen ausgesprochen wird, werden halt auch noch
Medikamente verordnet, damit der Besuch mit einer medizinischen
Notwendigkeit verbrämt werden kann. Die meisten Medikamente wandern
in den Abfall, doch das ist den Pharmazeuten egal, hauptsache Umsatz.
Wer dann auch noch Hilfe bei Reha- oder Rentengewährung oder bei der
Pflegeinstufung braucht, der löst den bürokratischen Urknall aus, der
administrative Sektor exolodiert. Es ist ein Lehrbeispiel für
organisierte Sinnlosigkeit. Hier gibt es wirklich das sagenhafte
Perpetuum mobile, das einmal angestoßen, von alleine weiterläuft...
Es erinnert auch an Opferdarbringen vor Götzen, und diese, den
Patienten entwürdigenden Opfer, müssen über lange Zeit gebracht
werden: Unzählige Termine, oft über viele Jahre, nervige Wartezeiten
und nirgends einzuklagender Diebstahl an Lebenszeit, dramatisiertes
Vortragenmüssen der Leiden, die dadurch und den nötigen
Attestierungswahn auf keinen Fall besser werden. Endlose
Briefwechsel, Beteuerungen, Jammern, Überspitzungen - die medizinisch
völlig kontraindiziert sind, weil man damit Menschen zwingt ihre
Leiden am Köcheln zu halten, was diese wiederum verstärkt und
manchmal aus metastasiert. Doch überall, wo es um das Abrufen von
Versicherungsleistungen geht, greift die Interessenlage der
Assekuranzen, möglich nichts, möglichst spät und möglichst wenig
zahlen zu müssen. Die Privatisierung von existentiellen
Absicherungen, hat die Regeln der Wolfsgrube vollends aktiviert. Da
werden versicherungseigene „medizinische Dienste“ eingesetzt, die im
Sinne ihrer Geldgeber funktionieren müssen. Da mästet sich ein
Gutachterwesen, das gut bezahlt wird, doch nur solange der
Versicherung genehme Entscheidungen getroffen werden. Oder die
Abläufe bei der Pflegeeinstufung, wo es ja ebenfalls um das Abrufen
einer Versicherungsleistung geht: Selbst 90igjährige (vermutlich
sogar Hundertjährige) Menschen müssen ihre Hilfsbedürfigkeit
nachweisen und minutiös belegen, um in eine der drei Gruppen
eingestuft zu werden. (In die dritte Gruppe kommt man nur, wenn man
schon seinen Kopf unterm Arm trägt...)
Dies bedeutet in der Praxis, dass Greise sagen müssen, was sie alles
nicht mehr können, auch wenn sie das psychisch schwer belastet, denn
sie wollen ja noch möglichst viel können. Es ist ein unwürdiges,
menschenverachtendes Theater. 

Dem gegenüber steht dann die verkommene Politik, die Wohltaten wie
aus einem Füllhorn an Zugewanderte verteilt, aus politischen Gründen
den Exodus aus fernen Ländern fördert, weil irgendein Verbündeter
oder die eigene Wirtschaft aus einem Arbeitslosenheer Vorteile ziehen
kann. Wer dann noch hört, dass sogar Angehörige im fremden Ländern
mit deutschen Sozialleistungen unterstützt werden, der meint, das
könne doch alles gar nicht sein, eingedenk der Erfahrungen der
autochtonen Deutschen, wenn die Hilfe brauchen und die das ganze
System finanzieren müssen. 

Und dann kommt das Thema Grundsicherung, wie ein Lichtstrahl in
finsterster Nacht, man reibt sich die Augen, wie bitte? Ihre
Einführung würde die allermeisten der eben beschrieben Entwürdigungen
überflüssig machen und ganze Heerscharen von Kontrolleueren,
„Zuhältern“ und Verwaltern müssten sich ebenfalls mit der
Grundsicherung begnügen, weil sie einfach niemand mehr braucht und
sie nichts „Gescheites“ gelernt haben... Aus diesem Umstand lassen
sich die Erfolgsaussichten der Einführung einer Grundsicherung
ablesen. Bevor der heutige Parasitensumpf trockengelegt werden kann,
lässt sich eher die Schwerkraft abschaffen..., leider.   

 

 

03.02.16 Entgegnung an Bröckers

zu: Erregungsbereitschaft und Schießbefehl

 

Lieber Mathias Bröckers, 
ich schätze deine Arbeiten und es gehört durchaus thematisiert, dass
sich alte und bekanntermaßen helle Köpfe heute zur Thematik
Massenmigration äußern. Was man dem einen oder anderen vorwerfen
kann, ist, sich erst so spät und vielleicht zuvor nie über die
Räuberpolitik der USA und ihrer Vasallen deutlich genug geäußert zu
haben, die, wenn vielleicht nicht immer die Ursache, so doch der
Katalysator für die verfahrene Weltlage sind. Richtig ist, dass
beides zusammengehört, wer nur in eine Richtung redet, ist ein
Schwachkopf oder Rattenfänger. Trotzdem finde ich es gut, dass sich
die Herren aus ihren Elfenbeintürmen zu Wort melden und dabei
riskieren im paradox anmutenden Verein aus merkantilen Globalisten
(und ihren Gazetten) und blauäugiger Träumer und Pharisäer ans Kreuz
genagelt zu werden. 

Nun bist du ja einer der wenigen, die schon seit vielen Jahren tiefer
graben und aufzuklären versuchen. Was du hier aber vorhast, verstehe
ich nicht ganz.   
Falls ich es richtig verstanden habe, gibt es für dich nur die
Gegenpole „Menschheit“ und „Nation und Volk“. Mir schaudert bei
Letzterem nicht weniger als dir. Genauso schaudert mir aber vor
Leuten, die sich nicht um die Nächsten kümmern, sondern um die
Übernächsten oder die gar von Feindesliebe süsseln. Mit all den
grünen, roten und christlichen Menschheitsrettern - aus derem Schoß
auch ich komme - habe ich immer nur eines erlebt: Hochmut und
Verachtung gegenüber denen, die mit ihren edlen Phrasen nichts
anfangen konnten, denn bei allen Nichtsektierern gilt das Urgesetz:
Erst die Meinen und ich, dann die Freunde und Nachbarn - und wenn
dann noch Ressource und Kraft bleibt - dann kommen (vielleicht) die
anderen und dann erst die ganz anderen. Dies ist das bewährte
Urgesetz aller Lebewesen, das jeder ohne Studium versteht und das so
vernünftig und ethisch ist, wie etwas nur vernünftig und ethisch sein
kann. "Nation und Volk" sind, wie "Menschheit" etwas Künstliches, nur
geschaffen die Menschen absichtlich zu verwirren und ihnen die
gewachsene Polung zu nehmen. Es ist an der Zeit diese Egozentrik (der
Begriff trifft die Sache nicht ganz) zu rehabilitieren und uns mehr
auf die Auswüchse einzuschießen, also, wenn jedes irgendwie sinnvolle
Maß an Horten und Raffen überschritten wird.   

Dass alleine von der Zahl her Wanderungsbewegungen in den anstehenden
Größenordnungen nicht funktionieren können, das ist nicht nur eine
Behauptung oder irrationale Angst, denn die schnellen
Völkervermischungen sind noch nie irgendwo gut gegangen. Und wo will
man die Grenze setzen? Bei zehn Millionen, bei 80 Millionen? Bei 800
Millionen? Klingt überzeichnet, ist es aber nicht, denn jeder neue
Krieg in Afrika oder Asien kann unüberschaubare Massen in Bewegung
setzen und auch wenn nur ein Hundertstel jener Menschen zu uns käme,
die heute nur ein, zwei Euro am Tag zum Leben haben, dann bräche
unser System schlagartig zusammen. 

 

4.2.16 Nur Bargeld lacht

Leserbrief an PNP zur Bargeldobergrenze, Bericht und Kommentar von heute

 

Wenn die ungekrönten Meister im Geldverschieben das Bargeld nach und nach ausrotten wollen, um kriminelles oder terroristisches Geldverschieben zu verhindern, dann reibt man sich verwundert die Augen. Aber Zitronenfalter falten Zitronen, Kriege werden aus Menschlichkeit geführt, Völkerwanderungen aus reinem Mitleid inszeniert und bewährte Alltagsgegenstände nicht aus Gründen der Wirtschaftsförderung verboten, sondern allein wegen des Klimaschutzes. Für wie blöd hält man uns? Nun soll es sukzessive der „geprägten Freiheit“, also dem Bargeld, an den Kragen gehen. Jeder weiß auch warum, die Sparer trauen den Banken nicht mehr und sagen sich „Bargeld lacht“, selbst wenn es in der Matratze steckt. Die Geldwirtschaft soll deshalb völlig virtuell werden, kein Mensch weiß mehr, ob hinter den Zahlen irgendein fassbarer Wert steckt, und der Staat hat dann den totalen Überblick über alle Geldbewegungen. Gegen das, was Brüssel und Berlin gerade ausbrüten, waren die Schergen des sagenhaften Sheriffs von Nottingham die reinsten Waisenknaben. Wann, so fragen wir uns langsam, kommt endlich Robin Hood und wo geht es zum Sheerwood Forest?

 

 

31. 01.16 Ohne Einfriedungen kein Frieden und keine Vielfalt

zum Bericht bei Telepolis Philosoph Sloterdijk lobt Grenze und Nationalstaat

 

Nur weil Peter Sloterdijk ein Thema fokussiert, muss es nicht
verkehrt sein, auch wenn ich bisher mit ihm kaum gleiche
Schnittmengen gefunden habe. Ich darf auch meine beiden Beiträge zum
Thema Grenzen hier bei Telepolis von letztem November erinnern und
meinen Hinweis, dass Grenzen auch Einfriedungen sein können, ohne die
es keinen Frieden geben kann. Das ändert nichts daran, dass ich
Abgrenzungen auch nicht schön finde. Doch solange der Wasserstand in
kommuniziernden Röhren absinkt, wenn Röhren mit niedrigerem
Wasserstand dazu kommen, solange wird man das auch zwischen Staaten
und Völkern vermeiden müssen. Warum? Weil sonst alle Buntheit der
Völker in einer Suppe verrührt wird und am Ende immer eine braune
Brühe herauskommt.
http://www.heise.de/tp/foren/S-Von-hirnlosen-Krebsen-und-dem-Wert-von-Grenzen/forum-296425/msg-27037092/read/
http://www.heise.de/tp/foren/S-Was-der-Terror-verdeckt-Absichtliche-Zerstoerung-der-Nationalstaaten/forum-296439/msg-27038812/read/

 

28.1.16 Besser nach vorne schaun

Lesebrief zum Lb von Herrn Günther "Trauermarschblasen lassen", Thema: Fuzo in Zwiesel

 

Nicht die Auslagerung des Einkaufens an den Ortsrand und das rigorose Parkverbot am Stadtplatz sei schuld am Gewerbesterben am Stadtplatz, sondern das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen die irrwitzige Stadtplatzsperrung von 1999, deren Initiatoren Alfred Günther als Fanatiker beschimpft. Sein jüngster Leserbrief ist wohl der Versuch die eigene Mitverantwortung für die verfehlte Politik der Stadtführungen auf diejenigen abzulenken, die einmal erfolgreich dagegen aufgemuckt haben. Immerhin - unsere Forderung nach einer stadtplatznahen Umfahrung als Voraussetzung für eine Stadtplatzsperrung hat Herr Günther inzwischen übernommen. Seine Polemik hilft unserer Stadt aber heute nicht weiter und unterstreicht nur die Rolle als Scharfmacher, die er seinerzeit gespielt hat. Da das Ausbluten der Innenstädte aber kein typisches Zwiesler Problem ist, sondern beinahe überall zu beobachten ist, will ich mit Schuldzuweisungen vorsichtig sein. Ich habe aber auch seinerzeit die gute Absicht der Stadtführung in Sachen Stadtplatzsperrung nicht angezweifelt, da diese ja als der verzweifelte Versuch erkennbar war, der Innenstadt wieder mehr Leben einzuhauchen. Dieser Versuch war aber von Anfang an aus vielerlei Gründen zum Scheitern verurteilt, bei dem das Fehlen einer innerstädtischen Umfahrung nur einer war. Alleine aus klimatischen Gründen und wegen des fehlenden Hinterlandes konnte die Sache nicht gelingen. Der anstehende „Citysprint“ ist so ein Überbleibsel aus der dieser Zeit, mit dem man krampfhaft versucht, der Leiche Leben einzuhauchen. Selbst das viel größere Deggendorf versuchte letzten Sommer mit einer „Strandaufschüttung mit Liegestühlen“ künstlich ihre Fuzo zu beleben. Selbst größere Städte lassen in ihren Innenstädten zumindest Zielverkehr und Parken zu, weil sonst die Innenstädte sterben. Als Therapie für unseren Stadtplatz kommen auch nur Kurzparkplätze vor den Geschäften in Frage, verbunden vielleicht mit einer einspurigen Verkehrsführung und zusätzlicher Südostumfahrung. Aber nach der Fuzo-Klatsche durch die Bürger hat man erst einmal knapp zwanzig Jahre geschmollt und dem Gewerbesterben am Stadtplatz weiter zugeschaut und mit der Auslagerung des Waldmuseums sogar noch altiv mitgeholfen. Von Bürgermeister Steininger und den noch immer anhaltenden Streiterein im Rat bin ich sehr enttäuscht. Ein schlechtes Gewissen habe aber auch ich, weil unsere damalige Initiative „Bürgerfreundliche Stadt“ mit 64 Prozent Unterstützung den Rückenwind gehabt hätte, die Stadtpolitik anders zu gestalten. Aber wir hatten halt keine politischen Ambitionen und waren beruflich anderweitig gebunden.

aus aktuellem Anlass zum Nachlesen: Dokumentation zur Fuzo in Zwiesel aus dem Jahr 1999

 

 

25.1.16 Regionalität kann heute revolutionär sein

zum Beitrag bei Telepolis Hitler und die Dialekte

 

„...die Nationalsozialisten hätten sich regionale Bewegungen und
regionale Kulturpolitik in einer ersten Phase nur vorübergehend
dienstbar gemacht, dann jedoch ein kultur- und sprachzentralistisches
Programm verfolgt.“

Diese These erscheint mir einleuchtend. Warum sollte eine totalitäre,
von internationalen Konzernen, Militaristen und Großgrundbesitzern aufgebaute
Organisation, die vor allen den Zweck hatte das kommunistische
Russland zu bekämpfen, regionale Eigenheiten hochhalten? Ich glaube
sogar, dass die ganze Deutschtümelei nur die lockende Melodei der
Rattenfänger war, damit die Wähler, deren Väter kein Land hatten, dem
„Vaterland“ hinterherliefen. Ein regionales Bewußtsein war da nur
hinderlich, man brauchte keine Bayern, die sich noch dazu als
Altbayern, Franken und Schwaben verstanden und ihren regionalen Stolz
hatten, brauchte keine Sachsen, Württenberger usw., man brauchte „ein
einig Volk“ und keinen Separatismus. In den letzten freien Wahlen im
November 1932 haben die Nazis etwa in Niederbayern gerade mal 33,1
Prozent der Stimmen bekommen und wenn die Bevölkerung wirklich eine
Wahl gehabt hätte, hätten sie lieber wieder einen König eingesetzt
und in den Städten eine Räterepublik. Nein, an regionaler Kultur und
Bewußtsein hatten die Nazis kein Interesse, im Gegenteil waren diese
für sie eine Bedrohung, weil die Landbevölkerung den preussischen
Imperialismus hasste. Neonazis machen sich da heute etwas vor, wenn
sie ihren Hitler als Vertreter der kleinen Leute beschreiben. Doch
aus lauter Verärgerung über die heutige Fremdsteuerung durch die
Siegermächte, verklären sie den Deutschlandwahn und meinen darin das
Mittel zu finden, die Bevormundung abzuschütteln. Doch was wir
wirklich brauchen ist ein Bewußtsein für den hohen Wert von
Regionalität, von Dialekten, von Heimatverbundenheit. Die
Siegermächte haben diese Regionalität in 70 Jahren aber in einem Maß
zerstört, wie es die Nazis nicht ansatzweise geschafft haben. Es ist
dieser amerikanische Sauerteig, der alle Teige dieser Welt
durchwächst und am Ende zur völligen kulturellen Verarmung und zur
Gleichmacherei führt, aber so sind die Provinzen halt leichter zu
steuern.
Regionalität könnte der vielleicht wirksamste Hebel dagegen
sein. Doch wer seine Mundart spricht, wird von den Vorläufern der
Amis, den hochmütigen Preussen, belächelt, aber sie wissen vermutlich
gar nicht, dass sie fremde Geschäfte betreiben. Also, werdet
friedliche „Revolutionäre“ und sprecht wieder, wie euch der Schnabel
gewachsen ist. Kauft wieder bei den regionalen Erzeugern und nicht im
„Outlet-Center“, esst keine Chickenwings sondern Brathändl, trinkt
kein Cola sondern Bier und Äpplwoi, und wenn ihr meint, dass euch das
in einer Lederhose leichter fällt, dann – in Gottsnamen – zieht halt
eine Hirschlederne an - solange ich keine tragen muss...

 

 

23.1.16 Zerstörung der Familien

Kommentar zum Bericht „Schweswig beginnt dreimonatige Babypause“

Was ist in den Köpfen von Frauen passiert, die ohne materielle Not eine Berufsarbeit der Betreuung ihres Babys vorziehen? Bei einer zunehmenden Zahl von „modernen“ Frauen haben sich die natürlichen Wertigkeiten verschoben. Hatte die Versorgung des Nachwuchses die ganze Entwicklungsgeschichte lang – nicht anders wie im Tierreich – höchste Priorität, so ziehen viele Frauen heute Lohnarbeit der Kinderbetreuung vor. Keine Tiermutter würde ihr Baby nach drei Monaten alleine lassen, denn auch der liebevollste Ersatz kann die Mutter nicht ersetzen. Eigentlich möchte man annehmen, dass jede Frau für dieses bedeutsamste aller Menschenrechte kämpfen würde, doch heute bekämpfen sie eher jeden, der sie daran erinnert. Und wenn dann auch noch die Familienministerin mit schlechtem Beispiel vorangeht -- !

Die Praxis des „Outsourcing“ von Kleinkindern in kollektive Einrichtungen ist das vielleicht verhängnisvollste Erbe des Sozialismus, der immer das Ziel hatte, die traditionelle Familie zu zerstören, weil er diese als Pfeiler der abgelehnten Machtverhältnisse sah. Diese „Untertanenproduktion“ wollte man schon lieber selber steuern, doch dafür mußte man die Familie zerstören. Am Radikalsten wurde das in den Kibbutzim Israels durchgezogen, wo Kinder und Eltern getrennt leben und die Kinder schon von Anfang an in Kollektiveinrichtungen aufwachsen. Soweit ist man in der DDR nicht gegangen, aber das immer frühere Abgeben von Kindern in Tagesstätten ist – neben dem Privatisieren der Riesenagrarbetriebe - das Erbe, das auch die Wirtschaft des Westens gerne übernommen hat, weil es ihr Gewinn bringt. Diese Gewinne werden selbstverständlich privatisiert, die Kosten – wie üblich – der Gemeinschaft aufgelastet. Wer hier nur die Kitakosten rechnet, hat das Ausmaß der Folgeschäden (Kranken- und Sozialhilfekosten, Altenheime usw.) nicht bedacht. Es sollte sich niemand täuschen, am Ende steht nicht nur der von Klein auf abgerichtete, servile Gruppenmensch, sondern auch der durch durch Defizite im Urvertrauen bindungsunfähige Bürger, der es als normal findet, dass Kleinkinder dem Staat oder beauftragten Trägern anvertraut werden und die Familie nur noch eine Freizeitveranstaltung ist, die mit ihrer Hauptaufgabe viel Sinn und Zusammenhalt verloren hat. Ihr Auseinanderbrechen ist heute fast schon das Normale. Ohne ihr Wertvollstes, ihre Kinder, wird sie ihrer Glückserfahrungen beraubt, gegen die alles Konsumieren und Fernreisen nur armselige Ersatzhandlungen sind.

Dieser gesellschaftliche Zwang für Frauen, berufstätig zu sein, weil das Geld sonst nicht reicht oder weil man nicht als Hausmütterchen verhöhnt werden will, ist eine Schande für unsere Gesellschaft. Gleichzeitig aber auch noch darüber zu klagen, dass wir die niedrigste Vermehrungsquote der Welt haben und deswegen anderen Ländern Arbeitskräfte abwerben müssen - ist das einfach nur paradox oder schon perfide?

 

 

23.01.16 Präsentation der neuen High-Tech Kampfausrüstung

 

 

18.1.16 Tierhaltung und Selbstversorgung

Leserbrief an Straubinger Tagblatt zum Artikel vom 4.1.16 „Esel, Schafe und Ziegen für Zuhause?

 

Es ist erfreulich, dass es in einer Zeit, in der tierische Nahrungsmittel im Supermarkt zu wachsen scheinen und die Menschen all dem entfremdet wurden, was unsere Vorfahren Jahrtausende in unseren Breiten hat überleben lassen, in Erinnerung gebracht wird, dass es auch anders ginge, wenn man nicht gerade in der Stadt lebt und schlimme Nachbarn hat. Noch niemals zuvor haben angewiesenere und damit unfreiere Menschen gelebt, was den meisten aber nicht bewußt ist, denn sie definieren Freiheit mit Urlaubsreisen und Konsumangeboten und huldigen den neuen Göttern und hoffen auf Erlösung durch Technik und Geld. Doch das eine kann schnell wertloses Papier sein und die Technik kann ausfallen, die praktischen Folgen kann sich jeder selber ausmalen. Mit der früheren Selbstversorgung ging neben allem anderen auch Überlebenskultur verloren, die ich für die bedeusamste aller Kulturen halte. Nicht nur Wissen und Fertigkeiten, sondern auch ein Genpool an widerstandsfähigen Haustierrassen. Eine Renaissance wird aber nicht nur durch Nichtwissen, Bequemlickeit und Verstädterung verhindert, auch Wirtschaft und Politik wollen genau diesen Zustand des völligen Ausgeliefertseins und tun alles, damit auch die letzten Selbstversorger entnervt aufgeben. Sie wenden Vorschriften, die für die Agrarindustrie gemacht wurden, auch auf Tierhalter mit zwei, drei Tieren an und zwingen ihnen irrwitzige Bürokratie auf. Und ausgerechnet diejenigen, die dieses Land mit immer neuen Straßen zerschneiden und die hässlichsten Gewerbebauten absegnen und das schöne Bayernland bald bis zur Unkenntlichkeit „modernisiert“ haben, verweigern Selbstversorgern und Kleinbauern die bauliche Privilegierung, und machen es unmöglich irgendwohin einen Unterstand oder Heuschober zu bauen. Und die verschiedenen Behörden spielen Pingpong mit jedem, der es versucht und wenn dann die Oberlandschaftszerstörer den Knüppel „Zersiedelung der Landschaft“ aus dem Sack holen, kann man nur noch auswandern nach Russland oder Kanada... Als heimatverbundener Mensch kam das für mich nicht in Frage und so habe ich fast vierzig Jahre lang als Selbstversorger das getan, was einem die Menschheitsgeschichte lang Ehre eingebracht hat: Sich und die Seinen zu ernähren und mich am Rande der Gesetze entlangzuschlängeln. Deshalb habe ich den Artikel mit viel Sachkunde gelesen und wiederholt die Augenbrauen hochgezogen. Ein Leserbrief kann diese Einwendungen aber nur andeuten, vielleicht schreibe ich mal einen Wälzer darüber. Bei den wiedergekäuten Vorurteilen in Sachen Ziegenhaltung kann ich aber schon abhelfen, siehe Tipps dazu auf meiner Webseite:

 

Tipps zur Ziegenhaltung u.ä.

Impressionen aus drei Jahrzehnten Selbstversorgerlandwirtschaft im Bayerischen Wald

 

16. 01.16 Ich hatte einen Traum...

In den Foren wird machmal die Frage erörtert, was nach Merkel kommen
könnte. Da sich niemand aufdrängt heißt es, die Kanzlerin solle halt
weitermachen und die Suppe auslöffeln, die sie uns eingebrockt hat.
Ich bin anderer Meinung, auch wenn ich damals bei Minsk2 kurze Zeit
ins Wanken kam, ebenso wenn ich an Frau Merkels sprachliche und
vermutlich auch mentale Kompatibilität in Sachen Russland denke. Doch
sie hat ihre Talente nicht zum friedlichen Weiterbau des
„europäischen Hauses, einschliesslich Russland“ eingesetzt, im
Gegenteil alles an geostrategischen Spielchen der USA geduldet und so
die gute Nachbarschaft mit Russland geopfert. Vielleicht hat Merkel –
das will ich nicht ausschließen – den gefährlichsten US-Irrsinn
entschärft, aber das ist zu wenig. Sie ist eine folgsame
Statthalterin angloamerikanischer und multinationaler
Konzerninteressen, nicht aber der objektiven Interessen unseres
Landes. Und bevor die Kanzlerin durch ihre bereitwilligen
militärischen Vasallendienste weiter an dem großen Pulverfass
mitzündelt, unserer Kultur mit TTIP und CEPA den Rest gibt, wie eine
unumschränkte Regentin weiter wichtige Gesetze dieses Landes
aushebelt und mit ihrer Einwanderungspolitik vollends unregierbar
macht, muss sie zurücktreten. Um mit ihren Worten zu sprechen: „Das
ist alternativlos!“
Auch wenn man sicher sein kann, dass die internationalen
Marionettenspieler die ihnen geneigten Nachfolger bereits in Stellung
bringen und der Gedanke an die beiden meistgenannten
Nachfolgekanditaten einem die Nackenhaare 
aufstellen lässt - Frau Merkels Rücktritt ist auch ein wichtiges
Signal an die Welt, dass die Deutschen noch nicht vollends ihren
Verstand verloren haben. Von den Nachfolgern kann man sich nur
wünschen, dass sie nicht aus den verkommenen politischen Lagern
kommen, dass sie selbstbewußter werden und die Parteien auf den ihnen
vom GG zugewiesenen Platz zurückstutzen und der Bevölkerung mehr
Souveränitär und Mitbestimmung zukommen lassen. Der Rest meines
Traumes: Deutschland, ein zuverlässiger, friedlicher Nachbar, der mit
allen Völkern Freundschaft und faire Geschäftsbeziehungen pflegt,
(natürlich auch mit den USA), mit einem Militär, das sich auf die
Verteidigung seines Landes beschränkt und eine schlagkräftige,
verlässliche Hilfstruppe für Katastrophenfälle aller Art auf der
ganzen Welt wird. 

 

 

13.01.16 Kleine Polemik...

zu Wilder Westen am Rhein

Dem Tatort sei Dank! Nach gefühlten 1 Million Fernsekrimis können wir
Deutschen wohl gar nicht mehr anders, als nach Motiven zu forschen
und alles zu hinterfragen, was man uns so serviert, denn wir wissen:
nichts ist so, wie es sich im ersten Moment darstellt. 
So fragen wir uns, steckt vielleicht eine Plan dahinter, die rechte
Grundsuppe über den Kölner Domplatz schwappen zu lassen? Hat man die
Migrantensituatiion bewußt so zugespitzt, dass bürgerkriegsähnliche
Situationen entstehen, mit selbsternannten Bürgerwehren in
Deutschland und Terroranschlägen in Istambul? Bis auf die Kanzlerin
und Herrn Gauck konnte sich doch wohl jeder ausmalen, dass
orientalischeJungmänner in sexuellen Notstand geraten und irgendwann - da sie
sonst nichts zu tun haben - hordenweise durch die Städte ziehen und mit
männlichem Imponiergehabe Frauen belästigen, praktisch ihre einzige
Kompetenz, die ihnen geblieben ist. Wir kennen doch alle wie
verklemmte heimische Bubis in der Horde plötzlich auf dicke Hose
machen und sich gegen einzelne Frauen aufzutrumpfen getrauen..., im
Rudel werden selbst die größten Schisser mutig... Und nun muss man
sich noch ausmalen, was passieren kann, wenn die Köpfe solcher
Männerwesen, die gestern noch in streng reglementierter und prüder
Kultur lebten, auf einmal nicht mehr richtig durchblutet werden, weil
ihnen ihr Blut zwischen die Beine absackt.... Mit ihnen, die im Kopf
eigentlich einer anderen Entwicklungsepoche angehören, haben wir –
ich übertreibe ein wenig - das Mittelalter zu uns geholt. Und nun
werden diese schwanztragenden Geschöpfe an allen Ecken mit dem hier
herrschenden sexuellen Warencharakter der Frauen konfrontiert, denn
weibliche Attribute fördern bekanntlich den Umsatz. Dazu werde in
Filmen und im Internet dauergeile Frauen präsentiert, die alle auf
den Märchenprinzen warten. Wie sollen die Orientalen wissen, dass
dies nur Märchen für Männer sind? Es muß ein gewaltiger Kulturschock
für die Eingereisten sein, die zu allem Überfluss auch vielfach aus
Kriegsgebieten stammen, in denen das nackte Faustrecht herrscht. Eine
unbekannte Zahl von ihnen war auch schon beim Militär, seit jeher die
hohe Schule sittlichen Verhaltens und männlicher Galanterie...;
vielleicht waren sie sogar Kindersoldat und geschädigt bis in die
tiefste Seele. Und in den Köpfen gärt eine Mischung aus Religion,
Lebenwollen, Illusionen, Heimweh, schlechtem Gewissen und manchmal
auch Hass, nicht selten gegen sich selber. Vielleicht auch gegen die
deutschen Gutmenschen, diese netten Wesen aus einer anderen Welt, die
einfach nur helfen ohne nach Lohn zu fragen. Wir wissen doch, dass
man keinen Freund schneller verliert, als wenn man ihm Geld leiht, denn seine Schwäche dich darum zu bitten, wird er dir nie verzeihen... (Schopenhauer ?)
So ähnlich wird es wohl auch vielen Zuwanderern gehen. Nur die
moralisch Hochstenden unter ihnen – in Sodom und Gomorrha tat sich
der Engel seinerzeit schwer einen Einzigen zu finden – werden ihren
Helfern für den Rest ihres Lebens in Dankbarkeit verbunden sein.  

Neulich schrieb jemand hier in einem der Foren sinngemäß, wir bräuchten keine importierten Trottel, da uns unsere eingeborenen
Trottel genug beschäftigen. Unfein ausgedrückt, aber doch sehr wahr. 

 

12. 01.16 Begriff „Unwort“ zum Unwort des Jahres küren!

Anmerkung zum Bericht bei Telepolis "Gutmensch" ist "Unwort des Jahres"

Ich bin dafür, den Begriff „Unwort“ zum Unwort des Jahres zu küren!
Das Wort „Gutmensch“ wird zwar in jüngerer Zeit gerne spöttisch
gebraucht, aber wir nutzen halt manchmal so polemische
Etikettierungen, um etwas rasch auf den Punkt zu bringen. Menschen,
die sich wirklich um Humanität bemühen, sollten da darüber stehen,
denn zumindest in meinen Ohren schwingt in „Gutmensch“ immer auch
Respekt vor der uneigennützigen Leitung und der lauteren Absicht von
freiwilligen Helfern mit. Und unsere Zampanos aus der Politik,
die in fremdem Auftrag Millionen Menschen aus völlig anderen
Kulturkreis ins Land gelockt haben und zuvor jene Politik unterstützt
haben, die Krieg und Not brachte, wird niemand als „Gutmenschen“
bezeichnen, was sie wohl gerne hätten! Sie verkaufen ihre Politik
gerne als christlich oder humanistisch motiviert, aber ich weiß
nicht, ob ihnen das wirklich jemand abnimmt. Die gewählten Unwörter
fallen auch nicht vom Himmel, sondern werden von einflussreichen
Kreisen gefördert. Die Wahl zum Unwort des Jahres ist – wie schon so
oft – ein propagandistischer Versuch einen im Grunde guten Begriff in
Verruf zu bringen und selber im allgemeinen Nebel in dessen Nähe zu
schlüpfen und sich als Opfer zu präsentieren. Also Kriegslist oder
absichtliche Begriffsverwirrung? Unabhängig davon sollten uns dennoch
um Präzisierung bei Etikettierungen bemühen und den Begriff nur für
die Menschen verwenden, die ihn auch wirklich verdienen. Die anderen
sollten wir wieder blauäugig oder bigott nennen, Philister, Heuchler,
Lügner oder Pharisäer.

 

09. 01.16  Eigene Erfahrungen

Beitrag zum Bericht auf Telepolis  Systematische Misshandlungen beim bayerischen Domchor

Die Prügelstrafe war in Bayern bis 1969 erlaubt, der Rohrstock für
Schläge auf Handflächen oder Gesäß /Tatzen oder Überglegte) war aber
schon ein paar Jahre vorher schon ein Auslaufmodell. Es gab aber
immer schon Lehrer, die haben überhaupt nicht geschlagen oder solche,
die mit einem dünnen Stäbchen eher symbolisch bestraft haben. Und es
gab andere, die ließen sich von den Schülern alle Jahre einen neuen
Haselstock in Zeigefingerstärke liefern (und manche Schüler rissen
sich um dieses Privileg, in der Hoffnung, deswegen irgendwann Gnade
zu finden). Doch da haben sie sich verspekuliert, denn zumindest
unser "Pädagoge“ ließ sich nicht einwickeln. Ich habe einmal
„Überglegte“ bekommen, deren blutunterlaufene Striemen man noch nach
einer Woche gesehen hat. Und einmal bekam beinah die ganze Klasse
Tatzen für Rechtschreibfehler, pro Fehler 3 Tatzen, ich war einer der
Besten und hatte nur zwei Fehler, was schmerzhaft genug wurde. Einem
Legastheniker – den Begriff gab es damals noch nicht - bluteten nach
der Tortur die Finger. Selten, dass sich Eltern beschwerten, immer
hieß es „Das wird dir schon gehört haben...!“ Für gute Leistungen gab
es übrigens verschiedenfarbige Lobstriche auf einer öffentlich
aufgehängten Namensliste, die „recht“, „noch recht“ und „gerade noch
recht“ bedeuteten und uns mächtig anspornten...  Also Zuckerbrot und
Peitsche, die Älteste aller Dressurstrategien.
Mit katholischen Religionslehrern hatte ich als frommer Bub nie
Probleme, andere bekamen beinah regelmäßig eine Watschn, Kopfnuss
oder mussen auf ihren ausgstreckten Armen ihren Ranzen hochhalten. 
Von sexuellen Übergriffen hörte ich nie was, ich glaube, es gab auch
keine. Auch aus einem benachbarten Klosterinternat habe ich nie
dergleichen gehört, von dem ein oder anderem geplatzten Trommelfell
durch Watschen schon eher. Und dass wir zu Zweit zur
Kommunionvorbereitung auf den Knien des Pfarrers sitzen durften und
er uns freundlich über die Gebote aufklärte und auf die Beichte
vorbereitete, war, so seltsam es sich in Zeiten von pädagogischer
Korrektheit anhört, vermutlich nur eine Sympathiebekundung, nach dem
Jesusmotto: „Lasset die Kindlein zu mir kommen!“ 
Der alttestamentische Bibelspruch, dass man bei dem Kind, das man
liebt mit der Rute nicht sparen soll, hat die moralische
Untermauerung für Züchtigung geliefert. Die unterdrückte und
verklemmte Sexualität, tat wohl ein übriges. Man braucht man sich ja
nur einmal die Äußerungen des Bodenpersonals der drei abrahamschen
Religionen etwa über Masturbation ergoggeln, da gibt es teilweise
sogar Gleichsetzung mit Mord... Und vor drei Jahren hat der Bundestag
mehrheitlich für die Zulässigkeit religiös begründeter chirurgischer
Methoden zur Erschwerung oder Verhinderung von Onanie gestimmt,
natürlich hat das niemand so genannt, denn Religionsfreiheit ist
allen guten Menschen heilig und wenn sie noch so zur
Mitgliedermarkierung und Sexualunterdrückung missbraucht wird. Dies
alles sollte man vielleicht im Hinterkopf haben, wenn man sich den
neuen Ermittlungen bei den Domspatzen nähert. Es wäre ein Fehler, nur
die Vergangenheit zu bemühen. Vieles, was sich heute ganz
selbstverständlich an Menschenverachtung (auch sexueller) in TV und
Netz abspielt, hinterlässt auf kindlichen Seelen Striemen, die nicht,
wie die auf meinem Hintern nach vierzehn Tagen verblassen. 

 

08. 01.16 Aufgabe des Künstlers

Kommentar zum Beitrag bei Telepolis: "h"Wir brauchen einen aggressiven Humanismus"

"Die Aufgabe eines Künstlers sehe ich darin: Dinge, Beziehungen und
Hintergründe erkennbar zu machen, die nicht so ohne weiteres sichtbar
sind, Einzelheiten aufzuzeigen, wenn alle auf die großen Abläufe
starren, auf das Ganze zu verweisen, wenn alle nur das Einzelne
sehen, auch das Unvorstellbare dem Gefühl begreifbar zu machen. Dazu
ist Empfindlichkeit und Phantasie erforderlich, die Kopfmenschen kaum
entwickelt haben. Wer also, außer der Künstler sollte dies sonst
leisten können?" 

aus: „Gedanken zur Kunst“
http://www.hgeiss.de/texte/kunst/kunst.htm

Kunst soll also durch Überzeichnung Abläufe sichtbar machen und –
neben der Erbauung ihrer Konsumenten – möglichst einen halben Meter
weiter denken, wie etwa die Medien und einen Meter weiter wie
Politiker. Wer sonst soll das leisten, als Menschen mit
Vorstellungskraft. Ob Phillipp Ruch aber den Humanismus voranbringt,
in dem er den Hofnarren spielt und von einem „aggressiven Humanismus“
schwadroniert, bin ich mir nicht sicher, denn einiges erinnert an
einen Aufguss aus schon zuoft gehörten Sprüchen, die aus Gründen der
Menschlichkeit Krieg fordern. Diesen Mist hören wir ja ständig aus
den größten Lügenmäulern und jeder weiß, dass immer nur noch größeres
Sterben dabei herauskommt. 

 

7.1.16 Nicht schon wieder!

Das Autoradio einschaltend schloß ich aus gerade laufenden
Teilstücken einer Meldung, dass in Paris wieder ein Anschlag passiert
ist, mit Allah Akba-Rufen, geflüchteten Tätern und einem
zurückgelassenem Personalausweis. Das kann doch nicht wahr sein, war
mein erster Gedanke. Nicht schon wieder ein gefundener Ausweis! Und:
Ohne Zweifel halten die Täter und die Medien uns für völlig
vertrottelt! Nun sollen wir erneut ganz offensichtlich wieder
irgendeine Lügengeschichte in den Kopf geblasen kriegen, um uns in
Dauerempörung zu versetzen, um alles aktuelle Morden der
neokolonialen Mächte und ihrer Vasallen zu vergessen. So dachte ich,
denn nach den neuerlich verschärften Spannungen in Nahost, aber auch
dem deutlichen Abflauen der Begeisterung in Deutschland über das von
Frau Merkel und Co ins Land gelockten Glücksucher-/ Arbeitslosenheer
mit unmöglich vorauszusehenden hormonellen Problemen, war eine neue
Ablenkungsaktion fast zu erwarten. Doch dann merkte auch ich, dass
die Meldung eine Jubiläumsmeldung war, ein Jahr nach Charlie Hebdo.
Offenbar werden wir jetzt alle Jahre an die alten Terrorgeschichten
erinnert, damit nichts anderes Platz in den Nachrichten hat und die
Menschen in Dauerbesorgnis gehalten werden. Die Verbrechen sollen
uns, vergleichbar den Knoten an einer Gebetsschnur, an die
Geschehnisse erinnern, damit wir die Häupter gesenkt lassen: Da ist
der Knoten aller Knoten für 9/11, der trotz aller Aufklärung über die
Hintergründe noch immer als Begründung für alle weiteren Knoten
herhalten muss. Der Knoten für die entführte Maschine MH370 der
Malaysia-Airline muss wohl entfernt werden, denn zu deutlich weichen
die mittlerweile gesicherten Erkenntnisse über den Absturzort von der
früheren Lügenversion ab. Bei MH 17 sollte es vielleicht ähnlich
sein, obwohl zum ersten Jahrestag die alten Lügen wiederholt wurden
und es sogar die dümmsten Medien besser wissen sollten. Wie wird es
am Jahrestag der GermanWings-Katastrophe sein? Da wird es vermutlich
keinen Knoten geben, denn - wie wir uns erinnern - wußten die
westlichen Regierungschefs ja sofort, dass hier nichts zu gewinnen,
sondern nur zu vertuschen ist. Aus der Selbstmordtheorie des jungen
Piloten ist kein politisches Kapital zu schlagen, im Gegenteil muss
alles unternommen werden, damit die Sache nicht wieder aufgewärmt
wird. Ähnlich wird es auch mit dem Absturz der russischen Maschine
über dem Sinai sein: Nur nicht daran rühren! Erst recht gilt das für
den Abschuss des russischen Jets durch die Türkei, der – wenn nicht
befohlen – zumindest gedeckt wird. Und wie viele Menschen sind durch
US-Drohen im letzten Jahr ermordet worden? Besser nicht danach
fragen, denn es gäbe wohl keine Woche mehr ohne Gedenktag und unsere
Gedenkschnur wäre zu kurz für die ganzen Knoten. Einen Knoten für den
Jahrestag zum Überfall der Saudis auf den Jemen wird es auch nicht
geben, weil bis heute unsere Medien das Thema weitgehend
verschweigen. Ach ja, den Gedenktag für das jüngste Morden in Paris,
habe ich vergessen. Aber daran werden wir ganz sicher erinnert, wird
der Knoten doch für die Rechtfertigung für deutschen Kriegseintritt
in Syrien und Mali gebraucht.

PS: Nun lese ich, dass es tatsächlich gestern wieder einen
Anschlagsversuch in Paris mit einem Hackmesser gegeben haben soll,
der offensichtlich Verwirrte wurde, wie es in Frankreich üblich zu
werden scheint, sofort erschossen. Was soll man davon halten? 

 

03.01 2016 Es geht nur ums Geld

Kommentar bei Telepolis zum Bericht Unsere Lebensmittel - Betrug und kein Ende?

Die Frage, warum immer wieder Skandale im Nahrungsmittelbereich
vorkommen, ist ziemlich einfältig. Nahrungsmittel sind heute eine
Ware, selbst Tiere sind eine Ware, also Dinge, die eben bestimmten
Kriterien entsprechen müssen, die den Erzeugern und den Händlern
nützen, „innere Werte“ gehören nicht dazu. Für sie muss die Ware gut
transportierbar, haltbar und optisch den Normen entsprechen, die die
Kunden (die nichts anders kennen) wünschen. Also, sie muss zum
Verkaufen taugen, zu sonst nichts. Wie erlebten schon hundert Mal,
dass auch einheimische Erzeuger und Händler, je größer desto
gewissenloser, nichts dabei empfinden ihre Kunden (die ja ihre
Landsleute oder gar ihre Nachbarn sind) übers Ohr zu hauen und ihnen
Gammelfleisch, verseuchte Eier und schwer belastete Viktualien
verkauften und nur gestoppt wurden, weil irgendein verärgerter
Mitarbeiter den Skandal ins Rollen bringt und die Behörden (oder die
Presse) einschaltet. Es ist eine Augenwischerei zu glauben, dass die
staatlichen Kontrollbehörden alles verhindern könnten, selbst wenn
sie das Personal hätten mehr zu kontrollieren und nicht nur auf
wenige Kriterien schauten, die gut zu messen sind. Dazu kommen
Interessenskonflikte mit ihren Vorgesetzten, die im Sinne der Politik
funktionieren müssen, und dieser wieder im Sinn ihrer Lobbyisten.
Hormone im Fleisch, Antibiotika, ohne die die Agrarfabriken überhaupt
nicht funktionieren könnten, weil ihre Schlachtiere das Schlachtalter
nicht erreichen würden, verarmte und vergiftete Ackerböden,
genverändertes Futter, gespritzes und überdüngtes Gemüse – die
Aufzählung brauche ich wohl nicht fortführen – sind alles andere als
förderlich für uns Menschen. Nun kann sich jeder an den Fingern
abzählen, welches Interesse ein Konzern in der Dritten Welt daran
haben könnte, den Europäern oder Amerikaner gesunde und gehaltvolle
Lebensmittel zu erzeugen. Wichtig ist alleine, dass sie ihre Waren
verkaufen können, wir sprechen alleine für Deutschland von
Agrarimporten von 65 Milliarden Euro. (eine alte Zahl). 
Von Jamie Olivers gewonnenen Gerichtsurteil gegen McDonald war ja in
wenigen Medien kurz vor Weihnachten zu lesen. Der Starkoch darf
weiter behaupten, dass diese Menschenmäster mit dem großen M in den
Staaten ihre Burger für Bürger aus Fettpaste und Ammoniak herstellen.
Pfui Teufel, und wir reden immer nur vom Chlorhühnchen...

 

 

04. 01.16 Verarmte Ackerböden

Antwort auf Debattenbeitrag von "Drado" der auf den obigen Kommentar von mir geantwortet hat

 

Lieber Drado, guter Debattenbeitrag, Anmerkungen nehme ich gerne zur
Kenntnis. Ausnahme, der Spruch  
"verarmte Ackerböden" sind "Argumente" von Halbwissenden nahe der
Bullshitzone“.

Sagt dies ein Wissender einem Halbwissenden? So hoch stufe ich mich
gar nicht ein. Ein Halbwissender wäre schon ein ziemlich kluges
Kerlchen. Uns gehen manchmal ein paar Lichter auf, ansonsten stochern
wir alle im Nebel. Aber zum Bullshit-Argument mit den verarmten
Ackerböden. Da geht es um die Lehrmeinung, es käme nur auf das
Vorhandensein bestimmter chemischer Stoffe an, im Sinne des alten
Justus Liebich, dann wäre alles in Ordnung mit der
Pflanzenversorgung. Der Boden ist egal, ist nur das Gerüst, die
Struktur, in dem sich die Pflanzen festkrallen oder so ähnlich. Als
einer, der seine Nahrung seit bald vierzig Jahren selber anbaut und
in der Zeit seinen Böden kein Körnchen „Chemie“ zugeführt hat,
sondern sie ausschließlich mit Kompost „fütterte“, kann ich schon ein
wenig mitreden. Biologisch wirtschaftende Gärtner füttern übrigens
nicht die Pflanzen, sondern das Bodenleben, Dieses wiederum stellt
den Pflanzen die Nährstoffe zur Verfügung. Vermutlich darüber hinaus
noch manches andere, das noch kein Weisskittel mit dem Microskop, dem
Zollstock und der Waage ausgemacht und isoliert hat. Unsereiner
versucht auf dem Feld mit seiner Gabe organischer Stoffe (die ich
übrigens auch nie in die Erde einarbeite, sondern diese nach dem
Vorbild der Natur nur damit abdecke), ähnliche Bedingungen wie beim
Waldboden zu erzeugen, wo der alljährliche Laubfall schwarzen Humus
erzeugt. Der Beweis, das mein Prinzip nicht falsch sein kann, wird
durch die Fruchtbarkeit unseres Bodens bewiesen. Auch nach
jahrzehntelanger Nutzung ist dieser noch fruchtbarer und lebendiger
geworden. Diese Wirtschaftsweise erzeugt auch Nahrung, die
schmackhafter ist, als die, die in holländischer Glaswolle oder in
verarmten Feldböden getrieben wurde. Mit schwerem Gerät verdichtete
Äcker, oft ein halbes Jahr unbedeckt daliegend, mit Glyphosat seiner
Wildkräuter beraubt, sind dagegen vergleichsweise tot, was jede.
Bodenprobe beweist. 
Das mit dem „besseren Geschmack“ wird ja von Theoretikern immer
wieder bestritten, aber die reden halt manchmal wie Blinde von der
Farbe, es kann nicht sein, was nicht sein darf, Monsanto und Co
lassen grüßen. Ich erkläre mir dieses Mehr an Geschmack so, dass es
eben auch noch auf anders ankommt, als auf ein paar Chemikalien, die
man halt zufällig entdeckt hat. Im Grunde ist mir die Erklärung dafür
wurst, man kann sich auch nur lächerlich machen, wenn man zu sehr ins
Detail geht. Ich gehe aber auch davon aus, dass natürlich gezogene
Nahrung nicht nur besser schmeckt, sondern auch gesünder sein wird,
aus welchen Gründen auch immer. (Für den Gärtner sowieso, weil der
Anbau von ihm Bewegung in der Natur voraussetzt. Die Sinnhaftigkeit
dieser Bewegung hebt sie auch als allen modernen Ersatzhandlungen
heraus).
Dieselbe Argumentation, wie bei den Ackerböden, habe ich in diesem
Forum ein paar Forumsbeiträge weiter unten gefunden. Dort geht es um
Nahrungsersatzstoffe, die man halt auch im Labor erzeugen kann.
Können tut man schon, aber man sollte besser darauf verzichten. Aber
hier spukt in vielen Köpfen Raumschiff Enterprice, wo Mr. Spock seine
Essensbestellung beim Computer aufgibt und dann aus anorganischen
Zauberstoffen von unsichtbaren Händen sein Käsebrot gemixt wird. In
jungen Jahren hatte ich übrigens auch nie Zeit zum Essen und wünschte
mir die Pille zum Einschmeißen, die mich mit allem versorgt. Wenn das
nicht der Beweis für die Lernfähigkeit eines Menschen ist!

 

 

31. 12.15 Den Zeitgeist lästernde Gedanken zu Familie, Frauen, Kinder, Männer

Kommentar bei Telepolis zum Bericht Wenig Chancen für künftiges Familienleben

folgen

 

Selber aus einem warmherzigen ländlichen Elternhaus stammend, in der
ganz selbstverständlich 4 Generationen in Nachbarschaft zueinander
lebten und sich gegenseitig halfen, war es ein Schock im Berlin der
70iger die Familie als Repressionsapparat und schuld für den
bedauernswerten Zustand der Welt beschrieben zu finden. Für beinah
alle der angesagten linken Theoretiker, die ich näher kennenlernte,
war die Familie die Keimzelle von Repression, Servilität, ja des
Faschismus. Hier passierte die Untertanenproduktion, die Familie war
der Zulieferbetrieb für die Wirtschaft, die Kirchen und die Armeen.
Die Mütter waren Gebärmaschinen, die Väter tyrannische Patriarchen
usw. Die Lösung hieß Freiheit, nicht für etwas, sondern nur möglichst
von allem, was die eigene Lust tatsächlich oder vermeindlich
einschränkte und ein sich daraus ergebender Individualismus, der oft
aber nur eine falsche Etikettierung für Egoismus und Verweigerung von
Verantwortung war. Einige meiner Freunde lebten deswegen in Kommunen
mit Gleichaltrigen und auch ich beschäftigte mich intensiv mit diesen
und anderen Wohn- und Lebensmodellen, etwa mit den israelischen
Kibbutzim, in denen die Kinder von Anfang an in extra Kinderhäusern
aufwuchsen, und ich habe bald sogar andere davon zu überzeugen
versucht, dass die Kinder dort ein besonders gutes Verhältnis zu
ihren Eltern hätten, weil sich diese täglich ein paar Stunden um sie
kümmerten, ohne die ganzen lebenspraktischen Verpflichtungen. Als ich
dann irgendwann selber Vater wurde, änderte sich meine Argumentation
völlig, die Kibbutz-Erziehung erschien mir mit einem Mal wie eine
kaum überbietbare Teufelei, die einem das Wertvollste im Leben stahl,
die eigenen Kinder. Auch die erwähnten Wohnkommunen, die mir anfangs
zumindest von der Theorie her nicht ohne Reiz erschienen, verloren
diesen, wenn man sich praktisch darin aufhielt. Am meisten störte
mich die verbreitete Unverbindlichkeit der Beziehungen und der
Umstand, dass man es für selbstverständlich hielt, dass schon die
Kleinkinder in Kitas oder Kinderläden abgeschoben wurden. Für alte
Leute war sowieso kein Platz, die kamen eben in Heime, wo Spießer und
Ewiggestrige hingehören. Mit solchen zusammenleben wollen, war beinah
schon ein unsittliches Begehren...Ich weiß nicht ob es je in der
Geschichte der Menschen mehr Verachtung der Alten gegeben hat. Aber
das hat auch mit der permanenten Gehirnwäsche zu tun, der wir
ausgesetzt waren. Die Helleren meiner Generation lehnten zwar die
Kolonialkriege und das Morden der USA etwa in Vietnam zutiefst ab,
aber nicht ihren Kommerz und Konsum und auch nicht den flippigen Way
of Live, in dem meine Generation fast ertränkt wurde. 

Die Zerstörung der Familie passierte damals wie heute zweigleisig:
Einmal durch das ausschließlich an Profit orientierte
Wirtschaftssystem, das seit Beginn der Industriealisierung die
möglichst heimat- und bindungslose Kleinfamilie brauchte, die in
allem abhängig sich allem fügen muss, denn kein großfamiliäres Netz
fängt die Menschen auf. Aus der früher ganz selbstverständlichen
großfamiliären Versorgung untereinander wurden Wirtschaftszweige
gemacht, für deren Dienstleistung  bezahlt werden muss. Die nebenher
gehende Verstädterung hat die Familien auch von jeder noch so kleinen
Selbstversorgung abgeschnitten. Noch nie haben Menschen gelebt, die
so sehr in allem auf kommerzielle Versorgung angewiesen sind. Das
Zerrbild, das uns heute als Freiheit verkauft wird, ist tatsächlich
der Gipfel an Unfreiheit. Doch nicht nur die an diesem ganzen
Schlamassel verdienenden Gewerbe und ihre Anhängsel in den
Parlamenten haben ein Interesse, das sich alles so entwickelte:
Verrückterweise bekamen sie die volle Unterstützung der Linken und
Grünen, also derjenigen, die sich eigentlich Humanität und
Menschenwürde auf die Fahnen geschrieben haben. Und hier waren es vor
allem die Frauen, die die Familie hintenanstellen oder sich den
daraus ergebenden Bindungen und Verpflichtungen lieber entziehen und
dabei von Befreiung sprechen. Die Frauen, die hier nicht einstimmten,
wurden milde belächelt und als doofe Hausmütterchen bedauert. 
Der sozialistische Geist der kollektiven Erziehung, dem ich anfangs
den wirklichen Willen zur Verbesserung der Welt nicht absprechen
will, hat mit dieser Regierung auch das flache Land im Westen
erreicht, das Betreuungsgeld für Mütter, die sich um ihre kleinen
Kinder kümmern wurde als „Herdprämie“ diffamiert. Neben allen anderen
schlimmen Entwicklungen, die Angela Merkel zu verantworten hat, wird
die unverantwortliche Fremdbetreuung der Kleinkinder vielleicht ihr
schlimmstes Vergehen sein, denn zusammen mit den familienfeindlichen
Sozis ist sie drauf und dran der Familie den Rest zu geben.

Mehr meiner Gedanken zum Thema 

Familie, Frauen, Kinder, Männer:

Texte gegen die sukzessive Zerstörung der Familie

Vom Leben der Echraner

 

30.12.15 "Irre Polemik: Das Betreuungsgeld ist an allem schuld!"

Leserbrief an STB zu dem Kommentar vom 28.12.15 über die marode Infrastruktur

 

„Statt Straßen und Brücken zu erhalten wurden Sozialleistungen ausgebaut, siehe Erziehungsgeld.“, behauptet Herr Maier-Manhard. Auch Frau Slomka vom ZDF führte vor Monaten die Mütterrente an, die schuld sei, dass Deutschland kein Geld für Straßen- und Brückenreparaturen habe. Solche Aussage sind in meinen Ohren die reine Polemik und so falsch, wie Aussagen grad falsch sein können. Kein Wort über die wirklichen Ursachen der klammen Kassen, etwa die "Eurorettung", ESM, die Militärkosten für die kriegerischen Vasallendienste für die USA, die Bankenrettung, die Steuerschlupflöcher für Weltkonzerne, die Steuer- und Subventionsgeschenke an die Wirtschaft, die Geschenke immer neuer atomraketenfähiger U-Boote an Israel, usw. Und nun die von langer Hand geplante Entvölkerung Syriens und die Übersiedlung ihrer jungen und wehrfähigen Männer nach Europa, vielleicht um Syriens kriegerischen Nachbarn und Invasoren das Spiel zu erleichtern? Wer Menschen mit Versprechungen ins Land lockt, sollte dies nicht mit Humanität verbrämen. Das "Erziehungsgeld", richtig "Betreuungsgeld"  ist gegen die aufgeführten Punkte in Sachen Geldverschwendung wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Aus der ansonsten kaum existierenden Familien- und Sozialpolitik dieser Regierung, ragt alleine die ideologisch motivierte Fremdbetreuung von Kleinstkindern heraus, die gegen alle Warnungen der Fachleute durchgepeitscht wurde. Und ausgerechnet das kleine Alibipflaster dagegen, das Betreuungsgeld, wird als Sündenbock für eine Politik angeführt, die alles mögliche ist, aber keine Politik zum Nutzen unseres Landes. Gut möglich, dass die Kollektivierung der Kleinstkinder einmal als die Maßnahme gewertet werden wird, die unseren Familien völlig den Rest gegeben hat.

Wie der Kommentator sehe ich die Vernachlässigung der westdeutschen Infrastruktur und habe schon vor Jahren in Kommentaren darauf hingewiesen, dass vor dem Neubau von Straßen erst einmal die vorhandenen saniert werden müssen. Bei der regionalen Politik habe ich dafür nur Unverständnis geerntet.

 

26.12.15 Suppenküchen und Tafeln

Kommentar bei Telepolis

 

In der Wirtschaftswoche stand unlängst die Überschrift zu lesen:
„BDI-Chef Grillo hält Rente mit 85 für denkbar“. War das vielleicht
die Bewerbung für den Vorsitz des Vereins zur Zerstörung des
Sozialsystems, in dem sich gewiss schon die Raffelhüschens dieses
Landes, die Riesters und Schröders tummeln? Manche wollen es noch
immer nicht glauben, aber wir sind auf dem Weg ins Neandertal, nur
dass dort wenigstens die Familienbande noch funktionierten. Uns
scheinen nur Suppenküchen und Tafeln zu erwarten. Was uns bleibt ist
ein wenig Sarkasmus und gut geschriebene Artikel wie der von Herrn
Bürger. 

 

 

25.12.15 Immer erst vor der eigen Tür kehren

Kommentar bei Telepolis

Der hier im Forum verbreitete Ansatz „Mammi, der hat aber auch...!“ kommt bei solchen Themen so sicher wie das Amen in der Kirche. Doch sollte wir dabei schon noch ein wenig auf die Dimensionen achten.
"Die Vereinigten Staaten von Amerika haben in 231 Jahren seit ihrer Gründung, insgesamt 219 mal selbst Krieg geführt, militärisch interveniert oder waren in kriegsähnliche Handlungen verwickelt, beispielsweise über eine Geheimdienstbeteiligung an Terroranschlägen, Putsch- und Umsturzversuchen auf dem Territorium eines anderen Staates. Dabei wurde die USA kein einziges Mal selbst angegriffen." (Quelle Anonymus)

Ich habe diese Aussage und eine genaue Auflistung der US-Kriege im WWW gefunden, stelle sie in den Raum und kann in Ermangelung eigenen Wissens den Wahrheitsgehalt nicht im Einzelnen überprüfen. Ich gehe auch davon aus, dass hier auch etliche Konflikte mit umstrittenen Schuldzuweisungen aufgelistet wurden. Aber selbst wenn die Hälfte der aufgeführten Kriege nicht eindeutig zuzuordnen sein sollten, bleibt immer noch genug, um damit auf ein überaus aggressives, imperiales Regime schließen zu können, das für seine Wirtschaftsinteressen über Leichen geht. Dabei sollte ausgerechnet dieses Land aus eigener Erfahrung wissen, was Kolonialismus bedeutet, hat es sich doch in blutigen Kämpfen von der britischen Knechtschaft befreit.

Die Provokation mit dem südkoreanischen Verkehrsflugzeug, die hier im Bericht beschrieben wird, ist einfach nur passendes Puzzleteilchen im Gesamtbild: Gegner werden solange provoziert, bis sie Fehler machen. Dann wird das propagandistisch ausgeschlachtet oder als Auslöser für einen Krieg verwendet.

Das Argument: "Die Russen, oder die "Wer-immer-auch“ sind doch dieselben Verbrecher!" mag durchaus im Einzelfall seine Berechtigung haben. Aber es ist eine beliebte Methode - schon im Kindergarten - von sich abzulenken, in dem man auf andere zeigt. Finten und Provokationen sind seit jeher Teil der Kriegsführung und wer hier bei Staaten Bedauern oder Ehrlichkeit erwartet, der träumt. Dass wir uns aber diese Lügen widerspruchslos einreden lassen und immer nur auf andere deuten und die offensichtlichen Unwahrheiten vielleicht sogar nachplappern, disqualifiziert jeden der das tut. Denn jeder denkende und verantwortungsvolle Mensch sollte erst einmal im eigenen Revier, vor der eigenen Tür kehren. Und da wir seit 70 Jahren Teil des amerikanischen Imperium sind, kehren wir halt bei uns. Vielleicht hilft es uns dabei uns an die alliierten Vorwürfe gegen die deutsche Bevölkerung zu erinnern, die für die Verbrechen ihrer Führer verantwortlich gemacht wurden. Das sollte uns Warnung und Lehre sein und dazu führen, mit dem Besen nicht zu zögerlich umzugehen und uns wenigstens verbal zu distanzieren.

 

22.12.15 Hört auf die Menschen in Schubladen zu stecken!

Kommentar bei Telepolis

 

Die Allermeisten von denen, die heute in die rechte Ecke gestellt
werden, sind keine Nazis, also keine Nationalisten, die ihre eigene
Nation über andere Nationen stellen. Sie regen sich vielleicht
darüber auf, dass die Regierung über ihre Köpfe hinweg regiert, sich
an keine Gesetze mehr hält und ganz offensichtlich in fremdem Auftrag
Politik macht. Aber das hat das nichts mit "Rechts" zu tun, höchstens
mit ihrem guten Recht, das ihnen nationale und internationale
Regelungen zugestehen. Wir haben heute einen Stand an nationaler
Entmachtung und Fremdbestimmung erreicht, der gewiss nicht alleine
ein Problem von uns Deutschen ist. Die Politik wird beinah global von
internationalen Geldbesitzern bestimmt, die alle Länder wie ein
Pilzmyzel durchdrungen haben und einem Internationalismus des
hirnlosen Geldverdienens frönen. Sie streben nach einer Welt ohne
Grenzen, damit sie in ihrem Gewinnstreben nicht gebremst werden
können. Schon beinah jeder zweite Euro muss für Schuldendienst
aufgebracht werden und von diesem Zins- und Zinseszinssystem leben
wenige wie die Maden im Speck. Und die Regierenden in allen Ländern
haben vor allem die Aufgabe, dieses parasitäre System aufrechtzuhalten.
Wer von uns hätte nicht auch einmal von einer Welt ohne Grenzen
geträumt, in der alle Menschen als Gleiche unter Gleichen leben
können und zu einer aufgeklärten Menschenfamilie zusammenwachsen.
Heute sollte der Verträumteste merken, dass dies ein naiver
Kindertraum war, vermutlich Propaganda, die man uns von
interessierter Seite in die Köpfe geblasen hat, denn die meisten
Menschen sind nicht durch menschenfreundlichen und aufgeklärten Geist
erfüllt, sondern durch viele Köpfe wabert finsterstes Mittelalter,
und in uns allen Verhaltensmodelle aus grauer Vorzeit. Ich behaupte
nicht, dass dies immer so bleiben muss, ich halte unsere Art durchaus
auch moralisch für entwicklungsfähig. Doch sollten wir nie vergessen,
dass unserer heutiger Entwicklungsstand das Ergebnis von
Hundertausenden von Jahren ist, von denen quasi erst in der letzten
Minute bewußt kulturell herum manipuliert wurde, leider sehr
stümperhaft. Unsere bewundernswerten technischen Fähigkeiten stehen
in keinem Verhältnis zu unserer übrigen Entwicklung, was dazu führen
könnte, dass wir die Welt zerstören können ohne sie auch nur
ansatzweise verstanden zu haben. Wir alle müssen noch viele
Entwicklungsschritte machen, bevor man die Weichen so stellen darf,
wie sie heute gestellt werden. Das heißt aber auch, dass wir diese
Entwicklungsschritte zulassen und unsere eigene Räuberkultur in eine
Kultur der Verantwortlichkeit und Nachhaltigkeit umzubauen beginnen.
Da sind wir für die nächsten hundert Jahre vollauf beschäftigt. 

 

22.12.15 Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

Anmerkung zu einem unpolitischen Thema an die DZ zum Bericht „Wintersonnwendfeuer wärmte rund 300 Besucher“

Die Veranstalter meinen klarstellen zu müssen, dass es sich bei ihrem Wintersonnwendfeuer nur um einen „Charity-Event“ handelt und nicht um Huldigung eines „unchristlichen Festes aus mythengeschwängerten Zeiten“, das „abergläubischen Heiden" als Symbol für die Wiedergeburt des Lichts gedient haben soll. Doch gibt es objektiv betrachtet einen Zeitpunkt, der sich mehr für ein Fest eignet als der finsterste Tag des Jahres, der zugleich der Wendepunkt für alles Lebendige ist, weil nun der Tag wieder anwächst? Neben der Geburt eines Kindes fällt mir nichts ein, was mehr wert wäre gefeiert zu werden als dieser Tag, an dem es wieder aufwärts geht mit dem Licht und wir nicht in einer unendlichen Nacht stecken bleiben. Vermutlich weil dieses Fest so bedeutsam und so in den alten Völkern verankert war, haben die frühen Christen ihr Weihnachtsfest mit der Ankunft ihres Messias, der ja auch als „Licht des Lebens“ beschrieben wird mit der „Wiederauferstehung“ der Sonne zusammengelegt. Die Sommersonnenwende, in der wir ja gerne Feuer entzünden, ist zwar schön, weil es in lauer Sommernacht die Leut zusammenbringt, aber ein Grund zum Feiern ist es eigentlich nicht, denn da geht es wieder auf die finsteren Zeiten zu. Aber man feiert eben die Sonne, die uns die langen Tage beschert.

 

15.12.15 CDU-Deligierte beklatschen ihre eigene Unterwürfigkeit

Leserbrief an PNP zum heutigen Bericht "Begeisterungsstürme für Merkel

 

Wofür haben die CDU-Deligierten die Kanzlerin zehn Minuten beklatscht? Dafür, dass sie sich an keine Gesetze hält und in diesem Land gerade so etwas wie einen „Regime-Change“ durchführt? Verfassungsrechtler Prof. Rupert Scholz spricht von erheblichen Rechtsverstössen und zählt auf: "Vertrag von Dublin missachtet, Schengenabkommen missachtet, Asylverfahrensgesetz teilweise außer Kraft gesetzt, ebenso das Grundgesetz Artikel 16 A, der das Asylrecht als ein Individualrecht festschreibt." Und nun kommt noch die Beteiligung an einem Angriffskrieg dazu, völkerrechtswidrig, da ohne UN-Mandat und ohne Genehmigung der gewählten syrischen Regierung. Zudem grundgesetzwidrig, da gegen das Verteidigungsgebot der Bundeswehr verstoßend. Dieses Land ist dabei, sich selber abzuschaffen. Wir Deutschen haben Politiker gewählt, die mit dem ESM-Vertrag und bald auch TTIP ihre nationalen Kompetenzen „outsourcen“ und sich dabei auch noch beklatschen. Megapeinlich, finde ich.

 

 

 

10.12.15 Cui bono?

Leserbrief an PNP zum heutigen Bericht „Merkel „Time“ – Person des Jahres“

---- wurde wieder einmal nicht gebracht ---

 

Gewiss, das Time-Magazin ist nicht die USA und der Zentralrat der Juden ist nicht Israel, aber ich erinnere mich nicht, dass Kanzlerin Merkel für ihre Politik in jüngerer Zeit noch von jemandem gelobt worden wäre. Das macht nachdenklich, wenn man die politische Interessenlage bedenkt. Wer hat etwas davon, wenn die Kanzlerin Syriens junge Männer nach Deutschland lockte? Vielleicht die Nachbarn, die Syrien gerne unter sich aufteilen würden? Die Times gehört übrigens denselben Leuten, denen etwa auch die großen Ratingagenturen gehören und diese heben oder senken den Daumen und bestimmen, ob, was und wie etwas geschieht auf diesem Planeten.   

Ist die als Person des Jahres Ausgezeichnete vielleicht für ihren Gehorsam gegenüber diesen Interessengruppen geehrt worden? Die Griechenlandrettung, die ja eine Bankenrettung war, passte dazu gut ins Bild. Wegen Gehorsam gegenüber den Gesetzen ihres eigenen Landes und denen Europas ist die Kanzlerin ja wohl nicht geehrt worden, denn der Verfassungsrechtler Prof. Rupert Scholz spricht von erheblichen Rechtsverstössen und zählt auf: "Vertrag von Dublin missachtet, Schengenabkommen missachtet, Asylverfahrensgesetz teilweise außer Kraft gesetzt, ebenso das Grundgesetz Artikel 16 A, der das Asylrecht als ein Individualrecht festschreibt." Und nun kommt noch die Beteiligung an einem Angriffskrieg dazu, völkerrechtswidrig, da ohne UN-Mandat und ohne Genehmigung der gewählten syrischen Regierung. Zudem grundgesetzwidrig, da gegen das Verteidigungsgebot der Bundeswehr verstoßend. Aber die Kanzlerin braucht sich deswegen nicht sorgen, denn Altkanzler Schröder, der den Völkerrechtsverstoß unter seiner Regierung neulich im Fernsehen eingeräumt hat, läuft auch noch immer frei herum.

 

 

09. 12.15 Die Wahrheit stirbt im Krieg immer zuerst!

Kommentar zu US-Regierung soll "vermuten", dass Russen syrische Stellung angriffen

 

Wer wen bombardiert hat und wer wem was in die Schuhe zu schieben
versucht, werden wohl jetzt unsere tägliche Zeitungsmeldungen. Schon
bald werden wir die Überschriften nur noch überfliegen, denn wir
ahnen, dass gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Und bald
werden diese Einzelheiten von den Medien gar nicht mehr erwähnt
werden, ab und zu wird noch ein besonders verlogener Hingucker
gestartet... Aber die Wahrheit stirbt im Krieg bekanntlich immer als
Erstes, heißt es. Tatsächlich stirbt sie schon lange zuvor, denn die
Geheimdienste der Staaten, die ja in Wahrheit oft nur noch wie die
Verpackung für die Interessen von international operierenden
Räuberbanden scheinen, sind ja nicht nur zum Ausspionieren da,
sondern zum Inszenieren, zum Morden und Lügen für die eigene Sache,
wessen Sache das immer auch ist. Im Krieg dann brechen alle Dämme,
alles was in der Zivilgesellschaft verboten oder geächtet ist, wird
normal. Deswegen ist ein Kriegseintritt, liebe Frau Kanzlerin und
liebe 445 Abgeordneten, die ihr einfach mal die Teilnahme unseres
Landes an einem Krieg im Schweinsgalopp beschlossen habt, so
folgenschwer. Ihr habt das Land damit in eine andere Realität
geschickt, in der ab sofort nichts mehr gilt, was vorher galt. Krieg
kommt von „den Hals nicht voll genug kriegen“, hat man euch das nicht
beigebracht? Oder seid ihr wirklich die negative Auslese dieser
Republik, karrieregeil, einfältig und rückgratlos? 

 

 

04. 12.15  Regime-Change in Deutschland läuft

Kommentar auf Telepolis zum Bericht, dass der Bundestag sich für Kriegseintritt in Syrien ausgesprochen hat

Deutschland ist wieder im Krieg. Falsch, wir sind seit 1999 mit einer
kurzen Unterbrechung dauernd im Krieg. Die Verteidigungsbindung der
Bundeswehr im GG ist kein Thema mehr, ebensowenig, ob es sich um
völkerrechtswidrige Angriffskriege handelt. „Angriff ist die beste
Verteidigung!“ tönen die Propagandasirenen. „Das haben die wieder
fein hingekriegt!“, denken wir, den Kopf in ein ausländisches Erdloch
pressend...“ 
Hat das nicht alle Symptome eines Regime-Changes? Nach Salamitaktik,
der aber spätestens nach Übergabe der letzten Rechte an Amerika mit
Abschluss von TTIP und CETA abgeschlossen sein wird. Merkel hat dann
ihren Auftrag erfüllt und wird sich vermutlich andere
Betätigungsfelder suchen.
Gabriel wird auch verschwinden, wie die ganze SPD verschwinden wird,
denn mit der heutigen Abstimmung und der Genehmigung der
„Kriegskredite“ haben sich die Genossen selbst den Fangschuss
verpasst. Es sei denn, Vergesslichkeit wird epidemisch, was man heute
ja schon fast annehmen könnte, zumindest bei den Rosaroten, deren
Wähler noch immer von alten Hoffnungen zehren. Doch damit wird jetzt
Schluss sein. 
1914 ist nicht vergessen und auch nicht 1999 und 2001, Schröders
innerer Krieg gegen unsere Sozialsysteme ebensowenig. Und auf
wieviele Legionärseinsätze haben sie seither deutsche Soldaten
geschickt? Nun nach Mali und Syrien. Obwohl wir in der Levante ja
schon lange aktiv sind, ich schreibe wir, meine aber die
Kriegsgewinnler und ihre "Pressesprecher" im Bundestag. U-Boote für
Israel, Panzer nach Arabien. Dann Unterstützung des Embargos gegen
Syrien, Iran und Russland. Auch das ist Krieg, der Menschenleben
kostete. Nun – trotz Ankündigung - kein Abzug aus Afghanistan,
Patriots bleiben im Aggressorland Türkei, Soldaten kommen nach Mali
um Frankreichs Kolonialismus zu schützen und nun ein Kriegsschiff und
Düsenjäger nach Syrien, ohne Erlaubnis der Betroffenen vor Ort und
ihrer Regierung. Das ist Beteiligung an einem Angriffskrieg und eine
demokratische und humanistische Todsünde. 
Eine Regierung, die sich an keine Gesetze mehr hält, ist eine
Putschistentruppe. Der ehemalige Verfassungsrechtler Scholz hat noch
weitere das Rechtssystem aushebelnde Gesetzesverstösse
zusammengefasst: https://www.youtube.com/watch?v=vKyQYcfd3YU. In
einem wirklichen demokratischen Land würde die Regierung
zurücktreten. Aber dafür müßte wohl erst eine Order aus Washington
kommen.

 

04.12.15 Nehmt uns nicht unseren Zigaina!

Versuch einer Glosse über das wunderschöne Bild des Tages vom 27.11.15

 

„Political Korrektness“ in allen Ehren, aber wenn sie soweit geht, dass man sich den samtfüssigen Hexenröhrling nicht mehr bei seinem altbairischen Namen zu nennen getraut, dann wird es „hinten heha wia vorn“! Und es geht dabei ja nicht um irgendeinen Schwamma, sondern um den Lieblingsschwamma vieler Waldler, den „Zigaina“. Steinpilze, also "Woizal, Gschlochtal, Dowanigl", können da nicht mithalten und vermutlich sind sie nur so beliebt, weil sie sich beim Aufschneiden nicht ververfärben und gut an städtische Kunden zu verkaufen sind. Beim „Zigaina“ ist das ganz anders, sein Fleisch wird blau sobald man es verletzt und mit Anritzen seines „Fuadas“, also seiner Unterseite, haben wir als Kinder unsere ersten künstlerischen Werke geschaffen... An Sinti und Roma hat dabei niemand gedacht und vermutlich denkt auch heute niemand daran, außer wenn man sich den Namen des Pilzes nicht mehr auszusprechen oder zu schreiben getraut. Und überhaupt, das Prädikat „Zigaina“ gehört – richtig betont – auch außerhalb der Welt der Pilze - zum größten Lob, das man einem Bayern machen kann, denn es umschreibt, was der Schwabe „Kleverle“ nennt und der Altbayer „a Hund is a scho!“, also beinah ein Ehrentitel, wenn man ihn nicht gerade einem Viehhändler, Politiker oder Banker verleiht.

Aber vielleicht mache ich mir ganz umsonst Sorgen um unser gutes Wort „Zigaina“ und die Redaktion hat den Namen und die Wertschätzung für diesen schönen Pilz einfach nicht gekannt. Vielleicht hat sie auch geschwiegen, weil es in unseren Wäldern immer weniger Zigaina gibt und die Bestände geschont werden sollen.

 

04. 12.15 An den Früchten den Baum erkennen

Kommentar zum Telepolis-Bericht USA: Der alltägliche Terrorismus

Aus Amerika kommt nur Dreck und Gewalt, haben uns die Altvorderen
gesagt, doch wir haben auf Jimmi Hendridx und Bob Dylan gezeigt und
triumphiert. Nun, fast 50 Jahre später ertappen wir uns doch immer
öfter bei der Weltsicht, die wir einmal so empört zurückgewiesen
haben. Aber in den jährlich 30 000 Erschossenen und Erschlagenen in
den USA spiegelt sich einfach die Verkommenheit und Brutalität der
amerikanischen Gesellschaft. Nicht nur ihre Plutokraten und
Oligarchen kennen nichts anderes als Gewalt. Diese wird auch auf
allen Kanälen als Allheilmittel und Konfliktlöser in die Köpfe
geblasen, auch bei uns, denn wir sind ja längst zu einer Art
rechtlose Auslandsamis geworden, denn unsere Köpfen sind ebenso
proppen voll mit Dagobert Duck, Mac Donald und Hollywood. Warum bei
uns nicht so viel herumgeschossen wird, läge daran, dass man uns die
Waffen abgenommen hat (natürlich nur, um uns vor uns selber zu
beschützen), wird uns suggeriert. Ich glaube, das ist nur ein
Argument, weil es in anderen "bewaffneteren Staaten", die zivilisiert
sind, also einen Staat erkämpft haben, der von seinen Bürgern die
brutale Not abhält, auch nicht rumgeknallt wird. Wir erinnern uns an
den letzten Satz in Kurt Tucholskys launigem Text "Der Mensch", von
1931: "Neben den Menschen gibt es noch Sachsen und Amerikaner, aber
die haben wir noch nicht gehabt und bekommen Zoologie erst in der
nächsten Klasse." Auch so eine Zeile, die ich früher nicht verstanden
habe... 

 

04. 12.15 Agrar-Freibeuter

Kommentar zu Land Grabbing in Europa

Dass die Katholische Kirche in Österreich ihr Geld in
landwirtschaftlichen Flächen in Sicherheit bringt, bevor der
wirtschaftliche Crash kommt, ist schon interessant. Hier passt wohl
wieder der Spruch mit den Ratten, die das sinkende Schiff verlassen.
Daneben wirft es ein bezeichnendes Licht auf die Kirche, die sich auf
Jesus beruft, von dem ja der Satz mit dem Nadelöhr, den Reichen und
dem Himmel stammt. Darüber, warum sich gerade unter dem Christentum
die ökonomische Freibeuterei so entwickelt hat, sollte endlich in
einer Studie untersucht werden. Neben der Kirche ist es das andere
Gewerbe, das mit Wolkenkuckucksheimen handelt, also das Bankgewerbe,
das weltweit mit Ackerland spekuliert. Sowohl bei Kirchen wie Banken
scheint es nicht weit her zu sein, mit dem eigenen Glauben an ihr
Produkt...
Wir sollten auch bedenken, dass wir Deutschen durch 65 Milliarden
Agrarimporte (eine alte Zahl) gigantische Flächen abernten, die uns
nicht gehören, die irgendwo auf diesem Planeten liegen, wo oft
Einheimische hungern, weil sie von ihren Selbstversorgerflächen
vertrieben wurden. Müßten wir von unseren eigenen Flächen leben, wäre
Schmalhans Küchenmeister, wir müssten dann von dem leben, was uns
heute als Sättigungsbeilage gilt: Brot, Kohl und Kartoffeln. Trotzdem
müßten wir wieder ganz andere Preise dafür bezahlen, so wie früher,
jede zweite Mark. Auto und Auslandsurlaub? Vermutlich gestrichen. 
Aber zum Thema. Es ist nichts weniger als fatal, dass die Herrschaft
des Geldes nun zu solchen Auswüchsen führt und niemand das Bauernland
schützt. Schon der Anbau von Mais, Raps, Zuckerrüben usw. zum
Vergasen, Verstromen und Verdieseln auf wertvollstem  Ackerland hat
zu schlimmen Auswüchsen geführt, denn den echten Nahrungsmittelbauern
gehen durch irrwitzige Pachtpreise die Pachtflächen verloren, weil
sie mit dem (noch höher) subventionierten Energiepflanzenmarkt nicht
mithalten können. Aber ein Diskutant hier im Forum hofft auf
senkrechte, urbane Felder ohne Erdboden in verglasten Hochhäusern.
Gewiss toll für den Getreideanbau geeignet, ich seh schon die
Mähdrescher den Lift hochfahren... 

 

02. 12.15 Augenwischerei³

Kommentar zur Klimakonferenz in Paris

 

Eine einzige heuchlerische Show, diese Klimakonferenz, Augenwischerei
hoch Drei! Dieselben Komparsen, die die Welt von einem Krieg in den
anderen stürzen, was neben allem anderen Leid auch immer massivste
Luftverschmutzung bedeutet, fressen in Paris Kreide und seuseln von
Luftreinhaltung! Aber es sind nicht nur die Amis, deren Pentagon ja
der größte Luftverschmutzer dieses Planeten sein soll. Auch bei uns
wird auf Erfolge verwiesen, die allein dadurch entstanden sind, weil
die Produktion nach China oder anderer Billiglohnländer ausgelagert
wurde, in denen jede Schweinerei möglich ist. Der Handel mit
Verschmutzungszertifikaten ist sowie die reine Luftnummer, die reine
Volksverdummung, ich glaube die Erfinder lachen sich kaputt über
alle, die daran glauben. (So ähnlich wohl wie die Erfinder des
Papiergeldes, moderner Bankprodukte und die anderer Schimären).  
Um Luftverschmutzung zu verringern müssen als erstes die Kriege
beendet werden, als zweites die Waffenproduktion gestoppt und als
Drittes die Globalisierung auf ein vernünftiges Maß zurückgeschraubt
werden. Denn: Globalisierung ist Irrsinn, ist Anarchie, Dschungel,
Räuberei und nur ein anderes beschönigendes Wort für Krieg. Doch auch
viele Gutmeinende träumen noch immer den in unzähligen
Science-Fiktion-Filmen propagierten Traum von einer Welt ohne
Grenzen, einer Weltregierung, einer Sprache, dem Paradies auf Erden.
Doch Globalisierung macht die Welt zur Hölle, am Ende kann nur eine
totale Diktatur stehen und kulturelle Ödnis. Dabei hat sich alleine
in den Sprachen und Kulturen dieser Welt soviel Überlebenskenntnis
und Weisheit niedergeschlagen, weswegen der heutige globale
Kulturfraß eine Dummheit ist, gegen die die Zerstörung der großen
Bibliothek in Alexandria durch dumpe Fanatiker eine Kleinigkeit war.
Jedes Lebewesen ist ein Datenspeicher, in dem riesige Zeiträume an
Erfahrung stecken, nicht weniger sind es Völker und Kulturen. Aber
für viele ist nur existenz, wozu es auf dem Handy eine App gibt. 
Und alleine die Zusammenballung der Milliarden von Menschen in den
Megastädten ist reiner Irrsinn und Brutstädte für giftige
"Ausdünstungen" aller Art, womit wir wieder beim Klimaschutz wären.
Das bewohnbare Land der Erde gehört flächig besiedelt und die
Menschen müssen für ihren Teil die Verantwortung übernehmen. Doch
heute machen interessierte Kreise gleichsam ein paar Honigkleckse auf
die Landkarte und die Menschen strömen dorthin. Das von den Menschen
verlassene Land wird dann durch industrielle Landwirtschaft oder
anderen Raubbau zerstört und bis zum Letzten ausgenutzt, denn niemand
fühlt sich dafür verantwortlich. Bei Flora und Fauna ist es nicht
anders, alles ohne wirtschaftlichen Wert bleibt auf der Strecke, und
die pflanzlichen und tierischen Überlebenskünstler und Parasiten
besiedeln den Globus und verdrängen das ursprüngliche Leben. Am Ende
wird es wohl nur noch Ratten geben, Insekten und Dornengestrüpp...,
womit auch das Klimaproblem gelöst wäre... 

 

 

01. 12.15 "Mein Krampf"

Kommentar zum Kommentar bei Telepolis Hitler, Goebbels, Mussolini

 

Soweit ich weiß, soll „Mein Kampf“ eines der verbreitesten, aber
ungelesensten Bücher in Deutschland gewesen sein. Ähnliches gilt aber
vermutlich auch für die Bibel, die auch wenig zu Verbreitung von
„Schriftgelehrten“ beitrug. Zu Zeiten, wo es in vielen deutschen
Haushalten als einziges Buch den Quellekatalog gab, der, anders als
Hitlers Werk, sehr viel und gründlich gelesen wurde, also so etwa
Mitte der Sechzigern, bekam ich einmal „Mein Kampf“ in die Hand. Als
Leseratte und einer, der immer eine Eins in Geschichte hatte, begann
ich interessiert in dem Buch zu stöbern und ertappte mich schon nach
wenigen Seiten dabei, dass mir die Augen zufielen. Als ich dann den
Abschnitt über Rassenlehre fand, wurde ich wieder munter und fand,
was ich las, als Fünfzehnjähriger (!) ziemlich lächerlich, man
getraut es sich kaum zu zitieren: "Jedes Tier paart sich nur mit
einem Genossen der gleichen Art. Meise geht zu Meise, Feldmaus mit
der Feldmaus...“  Danach habe ich das Buch dem Freund zurückgegeben
mit der verbürgten Bemerkung: „So ein Krampf!“
Später habe ich nie verstanden, warum das Buch unter Verschluss
gehalten wurde, denn nichts würde den Leuten Rassismus mehr
austreiben, zumindest, wenn sie ein wenig selbständig zu denken fähig
sind. (Die anderen würden es sowieso nicht lesen).
Überhaupt ist Rassismus keine deutsche Erfindung, ebensowenig
nationale Überheblichkeit und auch beim Völkermorden gibt es
bekanntlich auch anderswo teuflische Meister, auch heute noch. Man
sollte aufhören die Verbrechen den Völkern anzulasten, denn die
Täterfront verläuft quer durch die Nationen. Unseren Großeltern
vorzuwerfen, sie hätten den Faschismus stoppen können, ist außerhalb
der Realität. Sie konnten so wenig entscheiden, wir wir heute
entscheiden können. Bert Brecht hat dazu gesagt, das erste Volk, das
die Nazis erobert haben, war das deutsche. Und das ist mit brutalsten
Mitteln geschehen. Hitler ist nicht in freien Wahlen an die Macht
gekommen, sondern wurde von dem Obristen Hindenburg eingesetzt, der
niemals ein der Vertreter des Volkes sondern des Militärs, des
Großindustrie und der Großgrundbesitzer war. Und Hitler war
ebensowenig ein Vertreter des kleinen Mannes, es gibt heute gute
Studien die belegen, wer ihn wirklich finanzierte. „Mein Kampf“ muss
deshalb im Licht ausgebreitet werden, es gehört endlich
entmystifiziert, nur so kann es keinen Schaden mehr anrichten. Wir
sollten lieber danach fragen, wer die Dämonisierung dieses Buches
braucht und es nach 70 Jahren noch weiter wie eine abschreckende
Voodoo-Puppe am Eingang zum Geschichtsseminar aufhängen will. 

 

 

01.12.15  Schwarmintelligenz hat funktioniert

Kommentar bei Telepolis zur Ablehnung der Hamburger Olymipabewerbung

 

Ich glaube, das Ergebnis von Hamburg war keine Entscheidung gegen den Sport, sondern eine Entscheidung gegen die Grossmannsucht und ganz sicher auch ein Denkzettel gegen die Politik allgemein. Gewiss, die Hamburger haben die Elb-Philharmonie vor Augen und die gigantische Kostenexplosion damit. Aber die Hamburger nutzten vor allem die Gelegenheit, endlich bei irgendetwas gefragt zu werden, für eine Rote Karte an die Politik. Wer hat schon die Euphorie für eine Olympiade, wenn Europa gerade den Bach runtergeht, Deutschland auf fremdes Geheiß wieder einmal in den Krieg ziehen muss, in Mali und Syrien? Das Hamburger Ergebnis ist ein Zeichen gegen "business as usual". Die Politik meint wohl das doofe Stimmvolk lässt sich mit Brot und Spielen locken, auch oder gerade weil es den Leuten überall nass in die Schuhe läuft? Gerade wurde die staatliche Ordnung zerstört durch das Inslandlocken von einer, nicht einmal den Behörden bekannten Zahl von Migranten, mit allen Folgeproblemen. Europa ist kurz vor dem Auseinanderbrechen, Merkel lässt die Amis neue Atomraketen aufstellen und haufenweise Kriegsgerät an die Ostgrenzen schaffen usw.
Das hätte den Politikern so passen können, das Land schädigen, Demokratie abbauen und dann in einer Frage von vergleichsweiser Belanglosigkeit die Illusion von Demokratie erwecken! Ich bin sicher, dass trotz aller Einlullung und Belügung durch die Medien, die Bevölkerung diese verkommene und fremdgesteuerte Regierung in fast allen Politikbereichen zum Teufel jagen würde, wenn sie über Sachthemen mitreden dürften. Erst recht, wenn sie zuvor über die Hintergründe der heutigen Geschehnisse informiert wären. Aber die „Schwarmintelligenz“ hat in diesem Fall sogar aus dem Bauch heraus funktioniert, das macht Hoffnung..

 

 

 

26. 11.15 Übers Radikal sein

"Radikal sein" heißt, eine Sache an der Wurzel packen, ein Übel mit Stumpf und Stiel
ausrotten. Und da fängt es an mächtig zu Eiern, denn die Radikalen
werden schnell selber zu einem Übel, das oft schlimmer ist wie jenes,
das sie bekämpfen wollen. Im Übrigen ist es einfältig zu glauben,
dass man etwas beseitigen kann, solange die Lebensbedingungen dafür
weiterbestehen. Entweder ein Übel vertrocknet nach und nach, weil es
niemand mehr benötigt oder weil alle es verachten, oder es geht so
wie beim Getreideanbau, wo man auch meint die Zinken der Egge würden
die ganze junge Saat vernichten. Doch wenn man dann eine Woche später
nachschaut, dann sieht man, das die Pflänzchen durch die rauhe
Behandlung eher noch gestärkt wurden. 

 

 

26.11.15 In Mali (und Syrien) wird nicht Deutschland verteidigt

Leserbrief an PNP zu dem Bericht „650 deutsche Soldaten nach Mali“

 

(Zusatz am 27.11.15 bei Telepolis:

Gestern titelten die Zeitungen noch „650 deutsche Soldaten nach Mali“, heute spricht davon schon keine mehr, denn jetzt zieht Merkel auch gen Syrien nach Bruderküsschen mit Hollande, heute überall zu sehen. Oder ist es ein Judaskuss?)

 

Nun soll Deutschland also für Frankreich in Mali in den Krieg ziehen und die Deutschen werden wieder einmal nicht gefragt. Wieder wird gegen die im Grundgesetz festgeschriebene Verteidigungsbindung der Bundeswehr verstossen. Später wird es wieder heißen: Mitgegangen, mitgehangen! Es sollte schon jedem klar sein, dass Frankreich seit Jahren immer wieder völkerrechtswidrige Kriege führt, etwa in Libyen oder Syrien und auch die Probleme in Mali unmittelbare Folge davon sind, weil in Libyen heute das reine Chaos herrscht und die Anhänger des alten Regimes nach Süden, also nach Mali abgedrängt wurden. Wenig bekannt ist auch, dass Frankreichs Kolonialismus nur pro Forma zu Ende gegangen ist und es 14 ehemalige Kolonien mit Knebelverträgen bis heute wirtschaftlich ausblutet, darunter auch Mali, in dem es Frankreich vor allem um Uran für seine Atommeiler geht. Seit 1961 befinden sich fast alle Vermögenswerte von Äquatorialguinea, Benin, Burkina Faso, Gabun, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste, Kamerun, Kongo, Mali, Niger, Senegal, Togo, Tschad und die Zentralafrikanische Republik in den Händen französischer Konzerne. 85 Prozent ihrer Währungsreserven müssen sie in der französischen Zentralbank lagern, wo sie direkt vom Finanzministerium kontrolliert werden. Und „Freund“ Deutschland soll nun mit der Bundeswehr mithelfen, dass dies alles auch so bleibt. Ich glaube Herr Hollande verwechselt Freundschaft mit Komplizenschaft und Nibelungentreue, für die es keinen Grund gibt. Es ist auch zu befürchten, dass es werden wird wie in Afghanistan, wo alles nach dem 14jährigem Krieg noch schlimmer ist als zuvor. 

 

24.11.15 Unsinnige Regelung

 

Leserbrief an Deggendorfer Zeitung zum heutigen Bericht "Fähre fährt für Pendler auch im Winter"

 

Die grundsätzliche Wertschätzung der Donaufähre durch die Kreisräte ist erfreulich. Da es sich bei der historischen Fähre zwischen den beiden Poschings um eine reguläre Straßenverbindung handelt, sollte ihre Aufrechterhaltung aber nicht von der Gnade oder Ungnade von schlecht informierten Kreisräten abhängen. Wenn ich einige der im Bericht zitierten Aussagen so lese, könnte einem schon der Gedanke kommen, dass da möglicherweise Blinde über Farbe sprachen. Das fängt beim kommunalen Prüfungsverband an, der die Fähre negativ ins Gerede bringt, nur weil er in inspizierten Monaten niedrige Einnahmen findet. Die Fähre muss übers Jahre beurteilt werden und nicht nach zufälligen Momentaufnahmen! Nach meinem Kenntnisstand stimmen die Zahlen aber nicht oder spiegeln eine absolute Ausnahme wider. Aber Spezialisten fokussieren halt bekanntlich einen Punkt und übersehen hundert andere, die sie mit ihrem Taschenrechner nicht messen können. Die Politik will sich dann auch keine Versäumnis nachsagen lassen und nutzt dann gerne so Gelegenheiten ihren Sparwillen zu demonstrieren.

Warum die Kreisräte sich nicht der Forderung der etwa 1000 Anwohner angeschlossen haben, die bei der Unterschriftenaktion den Aufrechterhaltung des Status Quo gefordert haben und die die Sache besser aus der Nähe kennen, verstehe ich nicht. Nun haben wir eine völlig unzulängliche und komplizierte Stundenregelung, die an der Praxis scheitern muss. Die Fähre wird noch unberechenbarer und frustrierte Nutzer werden sie ein nächstes Mal gar nicht mehr anfahren. Eine Fähre ist zudem kein Auto, dass man jederzeit anlassen und die Donau keine Straße, in die jederzeit eingefahren werden kann. Es sind umfangreiche Vor- und Nacharbeiten nötig, die in keinem Verhältnis zu dem gewünschten Stundenbetrieb stehen. Der zitierte Satz von Landrat Bernreiter : „Dass ein Fährmann sechs Stunden rumsitzt und Däumchen dreht, geht in der heutigen Zeit überhaupt nicht mehr!" ist populistisch und beschreibt nicht die Wirklichkeit und würde in anderen Amtsbereichen wohl eher passen. Gewiss gibt es im Fährbetrieb ruhige Abschnitte, doch im nächsten Moment müssen Fährleute wieder viele Dinge gleichzeitig machen, wenige Berufe sind verantwortungsvoller. Auf und um die Fähre gibt es auch viele Tätigkeiten, die Fahrgäste gar nicht mitbekommen, Reparaturen an der Fähre etwa. Und wie oft Fährmänner nachts bei jedem Wetter wegen wechselnder Wasserstände die Fähre reinholen müssen, weil die Zufahrten überflutet sind oder umgekehrt die Fähre vom Ufer wegschieben müssen, weil sie mit ihren 19 Tonnen aufgesessen ist, davon haben offenbar auch Vorgesetzte keinen wirklichen Begriff.

 

Als wir im Straubinger Landratsamt die Unterschriftenlisten übergeben haben, war aber offenbar die Kompromissformel mit Deggendorf schon abgesprochen. Landrat Laumer hat sich unsere Vorschläge zur Verbesserung der Frequentierung und andere längst überfällige Anregungen aber aufmerksam notiert, so dass wir hoffen können, das sich in der Zukunft etwas verbessert, wie etwa das weitgehende Fehlen von Beschilderung an den Zubringerstraßen mit Fährzeiten und Gewichtsangaben oder, dass endlich eine Toilette für Fährleute und Radtouristen aufgestellt wird. Den regelmäßigen Fährnutzern tagsüber aber, wie Halbtagsbeschäftigen, Landwirten, Lieferanten oder Pflegediensten, von denen der Landrat gar nicht wußte, dass es sie gibt, wird das aber nichts mehr nutzen, die jetzige Regelung lässt diese Gruppen völlig im Stich. Ebenso Anwohner, die auf der anderen Donauseite Verwandte, Freunde oder den Friehpf besuchen wollen. Hier wird eine ganze Region künstlich getrennt und quasi der "nasse Limes" der Römer wieder zeitweise eingeführt, obwohl vermutlich kein Euro eingespart werden wird, weil alle Kosten weiterlaufen. Ich fordere die Verantwortlichen im Namen der Fährnutzer dringend auf, diese schildbürgerhafte, unsinnige Regelung, die man nun beschlossen hat, umgehend zu revidieren und bei zukünftigen Entscheidungen erst einmal mit den Betroffenen zu sprechen.

 

 

zum selben Thema, Zeitung in anderem Landkreis

25.11.15 Nasser Limes wieder errichtet

Leserbrief an Straubinger Tagblatt zum Bericht "Schwimmende Kreisstraße auch im Winter" vom 24.11.15

 

Unüberschaubare, ständig wechselnde Betriebszeiten machen jedem Betrieb den Garaus, erst recht einer Fähre. Wer soll da noch den Überblick behalten? Wer sie ein paar Mal umsonst angefahren hat, wird zukünftig gleich den weiten Umweg über die Deggendorfer oder Bogener Brücke nehmen. Und dass es Einsparungen geben wird, ist eine Milchmädchenrechnung, denn alle Kosten laufen weiter. Eine Fähre ist zudem kein Auto, das man jederzeit starten und die Donau keine Straße, in die jederzeit eingefahren werden kann. Es sind umfangreiche Vor- und Nacharbeiten nötig, erst recht bei veränderten Wasserständen, die in keinem Verhältnis zu dem gewünschten Stundenbetrieb stehen. Noch realitätsfremder sind die Deggendorfer Vorschläge die Fähre wie ein Ruftaxi zu nutzen. 

Ich will es ein wenig überspitzt ausdrücken, aber auf dreißig Flusskilometer ist zeitweise der „nasse Limes“ wieder errichtet worden... Zumindest für die regelmäßigen Fährnutzer tagsüber, wie Halbtagsbeschäftige, Landwirte, Lieferanten oder Pflegedienste. Die jetzt beschlossene Regelung lässt diese Gruppen völlig im Stich. Ebenso Ausflügler und Anwohner, die auf der anderen Donauseite Verwandte, Freunde oder die Friedhöfe besuchen wollen.

Warum die Kreisräte sich nicht der Forderung der etwa 1000 Anwohner angeschlossen haben, die bei der Unterschriftenaktion den Aufrechterhaltung des Status Quo gefordert haben und die die Sache besser aus der Nähe kennen, verstehe ich nicht. Nun haben wir eine völlig unzulängliche und komplizierte Stundenregelung, die an der Praxis scheitern muss.

Als wir im Straubinger Landratsamt die Unterschriftenlisten übergeben haben, war offenbar die jetzige Kompromissformel mit Deggendorf schon abgesprochen. Landrat Laumer hat sich unsere Vorschläge zur Verbesserung der Frequentierung und andere längst überfällige Anregungen aber aufmerksam notiert, so dass wir hoffen können, das sich in der Zukunft etwas verbessert, wie etwa das weitgehende Fehlen von Beschilderung an den Zubringerstraßen mit Fährzeiten und Gewichtsangaben. Heute gibt es nicht einmal an der B 8 einen Hinweis, auch nicht an der neuen Deggendorfer Brücke, die ja direkt zu einem Rundkurs über die Fähre einläd. Wenn man sich wirklich so um die Fährleute im Winter sorgt, sollte man diese vielleicht erst einmal fragen, wie sie das sehen. Über den "Luxus" ein Toilette oder ein Fährhäuschen hätten sie wohl auch nichts einzuwenden.  

 

 

22.11.15 Zerstörung der Nationalstaaten durch internationale Plutokratie

Kommentar bei Telepolis

 

Nachdem Großbanken und Konzerne als Aktiengesellschaften längst im Besitz internationaler Plutokraten sind, ist es für diese Kreise nur folgerichtig, dass sich auch die Nationalstaaten dieser Entwicklung anpassen. Sie brauchen keine Staaten, keine verschiedenen Kulturen, keine verschiedenen Sprachen und Denkweisen, höchstens um die Menschen in permanentes Gegeneinander und Konkurrenz zu verstricken. Sie sind also bestrebt die Welt zu "entstaatlichen", das heißt öffentlichen Besitz in private Hände zu überführen, die dann nur noch die lukrativen Teile eines Gewerbes betreiben, gleichsam nur am Mark interessiert sind und den Kommunen die Knochen abnagen lassen, also die defizitären Pflichtaufgaben. Als Zweites wollen sie die nationalen Regelungsstrukturen zerstören, ein Werkzeug dazu wird auch TTIP sein. Am Ende darf es keine Staaten mehr geben, mit Ausnahme einiger Steuerparadiese zum Bunkern der ergaunerten Schätze. Die Vorgehensweise für diese Ziele erleben wir seit Jahren: Die Nationen werden auf vielfache Weise zerstört, einmal durch offenen Krieg, dann wieder durch Bürgerkrieg und permanente Gehirnwäsche der Bevölkerung, manche nennen das Mac-Donaldisierung. Dass auch Migrantenströme benutzt werden, habe ich lange für Verschwörungstheorie gehalten, aber mittlerweile sind viele Drehbücher von Thinktanks und Politikern für dieses Szenario bekannt geworden. Es werden Völkerwanderungen in Gang gesetzt, die nicht zu stoppen sind und in der Folge werden die Völker in einer Geschwindigkeit durchgemischt, die auch die freundlichsten von ihnen nicht verkraften können. Die nationalen Regierungen, die im schlimmsten Fall direkte Strohleute dieser Mafiosi sind und sich ins Amt haben hieven lassen, haben den Auftrag die Nationenzerstörung als alternativlos und als humanitäre Entwicklung darzustellen. Aber auch ehrliche Politiker werden einknicken, wenn ein mächtiger Plutokrat damit droht sein Kapital, etwa aus großen deutschen Industriekonzernen, abzuziehen. Widersteht man der Erpressung, werden umgehend unübersehbare wirtschaftliche Verwerfungen die Folge sein, vielleicht sogar Lawinen ausgelöst. Also beugt man sich und tut was befohlen und rechtfertigt sein Tun damit, so vielleicht die schlimmsten Auswüchse verhindern zu können. Doch die internationale Mafiosi verlassen sich nicht darauf, sie haben die Verfügungsgewalt über militärischen Zerstörungspotentale, die sie auch immer wieder einsetzen und mit Massenmord und Folter die Völker einschüchtern. Daneben verlangen sie - was für eine Dreistigkeit! - die Absicherung ihrer Geschäfte durch Staatsbürgschaften, wie etwa den Hermes-Krediten, verlangen Steuerbefreiungen und Subventionen und plündern die Staaten aus, nicht anders wie die Mafiosi, die kleine Gewerbetreibende abkassieren und ihnen Schutz vor sich selber versprechen. Und sie missbrauchen die Exekutive für ihre Interessen, mit Steuergeldern lassen sie sich ihren Schutz finanzieren. Statt die Schwachen zu schützen, was der Sinn einer Demokratie sein sollte, werden die Reichen und Gauner beschützt und die Bevölkerung bespitzelt und diszipliniert. Sie fordern und fordern und schreiben manchmal sogar die Gesetze, die ihre Geschäfte fördern und ihre Lobbyisten beeinflussen die Politik für ihrem Vorteil. Und - man will es fast nicht glauben - die größten internationalen Konzerne zahlen keine Steuern, weil sie ihre Firmensitze in Steueroasen haben oder sie beschäftigen Kanzleien, deren einzige Aufgabe es ist, Schlupflöcher zu finden, wie sie ihre Erträge vor dem Fiskus vorbeijonglieren können. Damit ihre Kreise niemand stört und kritische Stimmen nicht zu laut werden, denn sie gehen ja fest davon aus, dass das dumme Volk sich das nicht ewig gefallen lässt, fordern und fördern sie einen Polizei- und Überwachungsstaat, nicht selten um die Brände zu löschen, die sie zuvor gelegt haben. So sehr sie die Politik zu ihrem eigenen Vorteil bestimmen, so sehr bekämpfen sie die sozialen Sicherungssysteme und werden wohl erst Ruhe geben, wenn alle schwer erkämpften Arbeitnehmerrechte und die wenigen ökologischen Schutzregeln beseitigt sind und auf amerikanisches, also unterstes Niveau abgesenkt sind. (Wie die Flüssigkeit in kommunizierenden Röhren!)
Beispiele, wie Länder zerstört und ausgeplündert werden: Griechenland, Ukraine und natürlich Russland, das unter der Marionette Jelzin ruiniert wurde und seine Fabriken und Bodenschätze plötzlich in private Hand verramscht wurden. Doch Putin hat den Augiasstall auszumisten begonnen und sein Land wieder aufgerichtet, wirtschaftlich und psychisch. Hoffen wir, dass dies nicht auch nur wieder eine Inszenierung aus Hollywood ist um den Krimi (und das Rüstungsgeschäft) mit neuen Staffeln am Laufen zu halten.

 

 

21.11.15 Und Tschüss!

Leserbrief in STB zum Bericht „Kein bißchen amtsmüde“ vom 19.11.15

 

„Für Rücktritt stehe ich nicht zur Verfügung“, wurde Hartmut Mehdorn einmal zitiert, als die  Bahn ruiniert war. Den Satz könnte ich mir auch gut aus Frau Merkels Mund vorstellen. Dass Merkel nicht amtsmüde ist, erschreckt mich, denn nur ihr Rücktritt könnte das entscheidende Signal aussenden, mit dem etwa die Migrantenwelle gestoppt werden könnte. Blitzschnell würden das zigtausende Smartphons an die noch Zögernden melden und jeder Zeitung wäre das eine Meldung auf der Titelseite wert, wenn die „mächtigste Frau der Welt“ eingestehen würde: „Tut mir leid, aber wir schaffen das nicht! Wir sind ein dichtbevölkertes, hochverschuldetes Land, mit maroder Infrastruktur und Problemen zu Hauf. Unsere Wirtschaft leidet am Russlandembargo und dem Wirtschaftskrieg, den die Amis gegen unsere Automobilindustrie angezettelt haben, zudem hängen uns der ESM-Rettungsschirm und die Milliarden für die Bankenrettung wie Mühlsteine am Hals. Wir bekommen nicht einmal unsere Arbeitslosen vermittelt und immer mehr Deutsche haben nur Kurzzeitjobs, von denen sie nicht leben können. Reich sind bei uns nur ganz wenige, immer mehr kommen gerade so über die Runden. Zudem warten noch Hunderttausende junger Arbeitsloser aus Südeuropa, denen wir durch die EU verpflichtet sind. Es war sträflich unbedacht, Deutschland als Einwanderungsland zu bezeichnen und damit auch noch durch die Welt zu tingeln. Ich habe weder meine Bevölkerung um ihre Meinung gefragt, noch die anderen Europäer! Ich habe halt nur das getan, was ein paar Konzernführer und Herr Obama wollten. Tut mir leid, ich bin dann mal weg..., Tschüss!“

 

 

21. 11.15  Von hirnlosen Krebsen und dem Wert von Grenzen

Gedanken zu "Wie Europas Politik den Terror für sich instrumentalisiert" bei Telepolis

 

Als die Erde noch von ein paar hundert Millionen Menschen bevölkert
war, brauchte es keine Grenzen und Zäune, es war für alle genug da
und man zog der Nahrung, dem Wasser und der Sonne nach. Diese
Nomadenzeit hat sich tief in unserem Köpfen eingegraben. Die Weiden
abgrasen und die Stoffwechselendprodukte hinterm Zelt absondern, war
auch nie ein Problem. Wir hatten uns diese Haltung schon angewöhnt,
als wir noch auf den Bäumen hin- und her huschten und alles
Unbrauchbare der Schwerkraft anvertrauten...

Dieses edle, freie Nomadenleben sitzt immer noch in einer Ecke
unserer Köpfe und lässt uns im Quadrat hüpfen, wenn irgendjemand eine
Absperrung errichten oder aufrechterhalten will. Die Vorstufe zu den
Zäunen, die aber tatsächlich manchmal echte „Einfriedungen“ sind,
spiegelt die Legende von Kain, dem Pflanzer, also dem Sesshaften und
seinem Bruder Abel, dem Nomaden und Hirten. Irgendwann hat es Kain
nicht mehr ertragen, dass Abels Herden über sein mühsam Gepflanztes
herfielen und wir wissen, wie die Geschichte endete. Der Wert von
Einfriedungen ist den modernen Stadtmenschen völlig fremd, ihre
Nahrung holen sie abgepackt aus dem Discounter, ihre Gerätschaften
lassen sie sich von irgendwoher bringen und grasen so bildlich
gesprochen Weiden ab, die sie überhaupt nicht kennen. Dazu wohnen sie
in immer unwirtlicheren Städten, deren Stadtluft schon lange nicht
mehr frei macht, sondern abhängig in allen Lebensbereichen. Aber wer
sich einmal an so ein „Parasitenleben“ als Made in importiertem Speck
gewöhnt hat, den er gelegentlich zu Urlaubsreisen über alle Grenzen
hinweg verlassen darf, für den sind Grenzen wie Gefängnismauern. Über
den Wolken mag die Freiheit vielleicht grenzenlos ein, am Erdboden
ist sie so nicht möglich. Erst wenn dem grenzenlosen Warenverkehr
grenzenloser „Völkerverkehr“  nachfolgt, bekommt der städtische
„Kindermensch“ eine Ahnung davon, dass vielleicht irgendetwas nicht
stimmen kann. 
Selber zur aussterbenden Art der selbstversorgenden Pflanzer und
kleiner Tierhalter gehörend, also in der Nachfolge des alten Kain,
sehe ich Grenzen und Zäune vergleichsweise positiv, da ohne sie nur
Knüppel und Gewehr helfen könnten, was wir Zivilisierten ja nur in
wirklicher Not, die kein Gebot kennt, in Erwägung ziehen.

Eine Welt ohne Frieden und Einfriedungen ist natürlich ein Paradies
für alle, die vom Rauben und Stehlen leben. Dass diese Mafia dabei
von gekauften Propagandisten und von dumpen Freiheitssimpeln
unterstützt werden, die ihre Köpfe noch immer über dem Blätterdach
spazieren tragen (siehe oben) ist ziemlich tragisch. Sie betreiben
das Geschäft der reichen Geldhaie wie Herrn Soros, der alle Grenzen
abschaffen, alle alten Kulturen zerstören und die Welt zu einem
einzigen Haifischbecken machen will, in dem sich alle Völker
durcheinander tummeln und wegen ihren vielen Sprachen, Religionen und
Dünkel nie gegen die Haie verbünden werden. Sie werden sich
stattdessen gegenseitig bekämpfen und die Kleineren werden die
Größeren auffressen und so bekommen die Haie - was ihnen nicht
unangenehm ist - gelegentlich größere Bissen... (1)
Doch die Soros dieser Welt sind wie hirnlose Krebse, die letzlich
ihre Wirte auffressen und damit auch sich selber umbringen. 
--------------------
(1) (Siehe auch Bert Brechts Parabel: "Wenn die Haifische Menschen
wären")

 

 

19.11.15 Gierseilfähre Mariaposching

(Als Bericht in STB gedruckt)

 

Die Donaufähre zwischen Maria- und Stephanposching ist auf 150 Flusskilometer die einzige Gierseilfähre auf der niederbayerischen Donau, also eine Fähre, die ohne Motor, nur durch die Strömung getrieben wird und lautlos - manche sagen "magisch" - über das Wasser gleitet. Der Holländer Hendrik Heuck hat 1657 diesen genialen Fährtyp erfunden. Den Donauübergang gibt es mindestens seit der Römerzeit, als die Donau noch der Grenzfluss zwischen der Provinz Rätien und dem „Barbarenland war, wo die wilden Kelten und Germanen lebten... Es deutet einiges darauf hin, dass in „Pousching“ die Nibelungen auf ihrem Zug zu König Etzel die Donauseite gewechselt haben, aber so ganz genau weiß man es nicht. In jedem Fall ist das Land an der Donau uraltes Besiedlungsgebiet, in dem immer wieder jahrtausendealte Artefakte gefunden werden. Die Sonnenhänge des angrenzenden Vorwalds zwischen Regensburg und Passau waren einmal die Heimat des Baiernweins und die "Obstschüsseln" Niederbayerns. Poschings erste urkundliche Erwähnung ist auf das Jahr 748 datiert; damals soll am linken Donau-Ufer, also beim heutigen Mariaposching, ein Herzogshof ”Pasuhhinga“ gestanden haben. Der spätere Namenszusatz geht auf christliche Schutzheilige zurück.

Für Touristen, die nur durchfahren, ist der Fährmann, der hier „Überfahrer“ heißt, das personifizierte Niederbayern. Seine Aufgaben sind ungeheuer vielseitig, auch wenn die Aufgabe zu manchen Zeiten einen geruhsamen Eindruck macht. Zuerst ist der Überfahrer ein Schiffer, auf den hundertprozentig Verlass sein muss, der mit allen Widrigkeiten des Wetters und des großen Stromes zurechtkommen muss. Dann braucht er nicht wenig Muskelkraft und physikalisches Verständnis, um die Fähre, auf die Fahrzeuge mit 12 Tonnen passen, von den Ufern abzustossen. Neben dem Fahrkartenverkauf ist er auch der Ansprechpartner für Fragen aller Art, nicht nur wenn ein ungebildeter Reisender die Donau für die Wolga hält und die blaue Bergkette des „Nordwaldes“ für die Alpen... Viele, die das Navi an die Donau führte, sind zuvor lange Strecken über die Straße gebrettert und dann stehen sie urplötzlich, fast außerhalb der Zeit und warten bis die Fähre kommt, und sie kommt immer, wenn Bedarf ist. Es ist still, nur die Möven schreien und der Kuckuck ruft im Auwald. Dann ein leises Rauschen und die Fähre legt an und dann entschleunigt sich das Leben, die Reisenden fallen für die Dauer der Überfahrt "aus der Zeit". Manche sagen danach, das war wie ein Kurzurlaub und dass sie sich an das Erlebnis noch lange erinnern werden.

 

 

15. 11.5 Bigotte Brandstifter

Gedanken zum Massenmord in Paris (in Telepolis)

 

„Ich mag es nicht, wenn sich Erwachsene vor Kindern verstellen und so
tun als seien sie bekloppt“, sagte unlängst der Moderator einer
bekannten Kindersendung. Als ich am Tag nach den Pariser Anschlägen
die Kanzlerin im Radio hörte, fiel mir dieser Spruch ein. Wie ich da
darauf komme? Ich kann nichts dafür, aber es ist das unwillkürliche
Nervensystem in mir, das ich mit dem Kopf nicht steuern kann und
dieses System hat sich einfach nur geschüttelt vor Grausen, nicht nur
über die Wortwahl, sondern über die unerträgliche Bigotterie, denn
die Kanzlerin kennt die Zusammenhänge besser als wir und weiß genau,
wovon sie nicht redete. Aber man meint immer öfter versehentlich
einen Werbe oder Bibelkanal eingeschaltet zu haben, wenn man manche
Politiker heute so reden hört. Vermutlich wurde gestern jeder von uns
zu den Anschlägen in Paris angesprochen und was er davon halte.
Furchtbar, entsetzlich, werden dann wohl die meisten geantwortet
haben, ich übrigens auch. Und viele haben sich gefragt, ob das nun
der Beginn eines großen Krieges sei, eine Inzenierung skrupelloser
Mörder um den Bündnisfall ausrufen und alle Natostaaten in den Krieg
im Orient hineninziehen zu können. Doch nicht nur der Papst glaubt,
dass dieser Krieg schon lange begonnen hat. Der letzte Weltkrieg ist
beinah nahtlos in den nächsten übergegangen, alleine die Amis sollen
seit 1945 etwa 20-30 Millionen Menschen getötet haben, die meisten
ohne Empörung in unserer Hemisphäre, weil unbemerkt, da in unseren
Köpfen nur das passiert, was die Medien melden. 

Ja, ich finde es wirklich entsetzlich, was in Paris verbrochen wurde!
Doch ich finde es immer entsetzlich, wenn Unschuldige ermordet werden
und da ich komme ich heute an kaum einem Tag aus dem Entsetzen
heraus. Wer als Täter in Frage kommt, können wir bisher nur vermuten.
Man wird aber kaum falsch liegen, wenn man sie in den Reihen jener
sucht, die in der Vergangenheit schon solche Verbrechen begangen
haben und die ein Interesse an Chaos und Einschüchterung haben,
vielleicht auch an einem Polizeistaat in Europa, der sich durch
weiteres Morden leicht bis zur offenen Diktatur steigern kann. Und
dieses Morden braucht dann niemand mehr anzufachen, denn man hat
bereits alle Bedingungen gestroffen, dass sich das Feuer von alleine
ausbreitet. Und falls es wirklich zum Bündnisfall kommt, offiziell
vermutlich gegen jene Islamisten, die man – was heute zum
Allgemeinwissen gehören sollte - zuvor aufgebaut und mit Waffen
versorgt hat, dann werden in den Flüssen aus Blut auch unsere
bürgerlichen Freiheiten und moralischen Werte ertrinken, so wie es
schon immer war, wenn jemand die großen Kriegsschleusen öffnete. Auch
wenn man vermuten kann, dass dieses Mal am Ende auch die Hintermänner
und Gierschlunde umkommen werden, besänftigt das wenig, denn wer soll
sich darüber freuen, wenn man zuvor atomar verdampft wurde?

 

 

15.11.15 Joschka Fischer

Beitrag zum lesenswerten Artikel von U. Gellermann in der "Rationalgalerie "Der Joschka-Stammtisch, Grüner Atlantiker versucht Geopolitik

 

1984 habe ich - anlässlich einer politischen Veranstaltung (ich war als Barde das „Kulturpogramm") einen Tag mit Joschka Fischer verbracht. Seine freundliche Art kann ich nur loben, alleine seine Staffage machte mich ein wenig misstrauisch, sie wirkte übertrieben, wie absichtlich konstruiert: Nadelstreifsakko und darüber eine Jeansjacke, Turnschuhe sowieso und die Zigarette im Mundwinkel, irgendwie symbolhaft, ein wenig grüner Lucky Luke, wie fürs Genretheater hergerichtet. Fischers Rede am Abend war dann mitreissend, der Saal tobte. Später beim Bier in der Kneipe sagte ich ihm, dass mir seine Rede schwer imponiert habe und er bei seinen Fähigkeiten Kabarettist werden sollte. Ach, hätte er nur auf mich gehört, was wäre uns erspart geblieben! Auf Fischers spätere Untaten, für die er eigentlich nach Den Haag gehörte, brauche ich wohl nicht eingehen. Heute glaube ich, dass Fischer von Anfang an ein trojanisches Pferd war, dass in die Ökologie- und Friedensbewegung eingeschleust wurde, um diese erst auszukundschaften, dann zu steuern und schließlich kaputtzumachen, was ja gelungen ist. Fischer war gewiss nicht der einzige „Trojaner", man braucht sich nur in der Böllstiftung umzusehen, auch da spuken Altgrüne herum, die einen in tiefe Melancholie stürzen können. Aber seit Wolf Biermanns Demaskierung kann einen fast nichts mehr erschüttern. Den Geheimdiensten kann man ja viel Übles nachsagen, aber nicht, dass sie keine guten Talentsucher haben.

 

 

12. 11.15 Missbrauchte Bundeswehr

Kommentar auf Telepolis zum Bericht über das 60. Jubiläum und den Werbespruch

„Krisenherde löscht du nicht mit Abwarten und Teetrinken“

 

Vielleicht sollte man sich darüber freuen, dass die BW noch damit
wirbt, etwas Nützliches bewirken zu wollen. Schlimm wäre es, würde
sie damit werben, zu was sie tatsächlich missbraucht wird, nämlich
als Vasallen für internationale Wirtschaftsinteressen und
geopolitische Dominanz in Kriege zu ziehen, überall auf der Welt, was
unsere GG noch immer ausschließt. Ich habe bis heute nicht kapiert,
wie das Verfassungsgericht dazu schweigen kann. Gewiss, die
Bundeswehr hat schon viele hoch anerkennenswerte Einsätze im
Katastrophenfall geleistet, etwa beim Hochwasser 2013. Was man ihr
aber im Rahmen der Nato zumutet, dafür hat sie einfach kein Mandat,
auch wenn Union, SPD und Olivgrüne ihr das immer „geben zu meinen
dürfen“.
1999 hat die BW ihre Unschuld verloren und mußte bei einem
völkerrechtswidrigen Angriffskrieg mitwirken, befohlen ausgerechnet
von einer rotgrünen Regierung. Das war die Zeitenwende in unserem
Land, der Beginn einer neuen Geschichtsschreibung: die Zeit vor
Schröder und Fischer, als man sich an die Verteidigungsbindung der BW
hielt und die „gesetzlose“ Zeit danach, in der wir uns noch immer
befinden. Nun wird der Afghanistaneinsatz erneut verlängert werden,
obwohl dieses zuvor von den Russen geschundene Land nichts mit 9/11
zu tun hatte und man nach einem 14 jährigem Krieg in den nächsten
Jahren wohl auch nichts erreichen wird, was man bisher nicht erreicht
hat. Nur die Korruption wurde gefördert und der Opiumhandel
explodierte und die Bevölkerung wurde gespalten und Flüchtlingsströme
jener erzeugt, die mit den Aggressoren „fratanisiert“ haben. Den vom
Westen verführten Menschen muss wirklich geholfen werden und auch die
USA dürfen sich ihrer Verantwortung nicht entziehen. Dass man
ausgerechnet die Afghanen in die Hände der Taliban zurückschicken
will, ist einfach unmoralisch und wird dazu führen, dass niemand mehr
mit der NATO zusammenarbeiten wird. Ebenso missbraucht wurde die BW, als sie mit den Partriots in der Türkei den Regime-Change in Syrien
absichern sollte. Wieder völkerrechtswidrig und wieder versucht man
einen Bären zum Angriff zu reizen.  Nicht anders wenn man heute
deutsche Militärjets hochbewaffnet an der Grenze zu Russland fliegen
lässt, eine unglaubliche Dummheit, die schnell ins Auge gehen kann.
Da wäre Verweigerung angesagt und Abwarten und Teetrinken ganz sichr
die bessere Alternative
.  

 

 

8.11.15 Wenn Wesen sich selber überflüssig machen und von Befreiung sprechen

Essay zum Telepolis-Artikel "Die Befreiung der Arbeit durch die Maschine

 

Den Menschen von der Arbeit befreien!? Befreien? Von Sklavenarbeit?
Natürlich. Von stumpfsinniger Lohnarbeit? Gewiss! Vom Akkord?.
Unbedingt. Von einseitigen Belastungen? Von krankmachenden
Arbeitsbedingungen? Klar. Von Ausbeutung und Unterbezahlung? Aber ja!
Davon, dass er/sie nur als Werkzeug missbraucht werden, die nur die
immer wieder gleichen Handgriffe ausführen, mit den immerselben
Sprüchen Kunden gewinnen müssen?  Selbstverständlich.Von extremer
Spezialisierung und Arbeitsteiligkeit, die oft sogar verhindert, dass
der Beschäftigtre überhaupt weiß, wozu oder für wen usw. eine Arbeit
gut sein soll, ja vielleicht nicht einmal ihr Endprodukt kennt und
nicht weiß, ob es am Ende die große Bombe startet oder der Bart zum
Schlüssel einens KZs ist. 
Das alles sind Arbeiten, auf die man allesamt den Begriff der
„Entfremdung“ kleben muss, den vielleicht bedeutsamsten Begriff des
alten Marx, dem einzigen, mit dem er mich erreicht hat. Doch schon
seinen nächsten Satz, dass der von entfremdeter Arbeit befreite
Mensch dann seinen Liebhaberein nachgehen kann, den sehe ich schon
wieder sehr kritisch, denn auch Marx sollte ja gesehen haben, zu
welchen menschlichen Karikaturen die, von Arbeit „befreiten“,
feudalen Püppchen und Müssiggänger geworden sind. Heute sind diese
Freiräume in unseren Breiten zu Allgemeingut geworden und damit wir
alle, zumindest teilweise, ebenfalls zu  solchen „Karikaturen“
geworden, die sich wie verzogene Kinder unterhalten und die Zeit
totschlagen lassen und nicht wissen, mit welchen Spielereien und
Kinckerlitzchen ein sinnentleertes Leben noch gewürzt und gestaltet
werden kann. So wischen wir auf Handys herum, glotzen den
immergleichen Krimikrampf und lassen täglich Pathologen und Leichen
durch unsere Stuben spuken und brauchen immer neue Perversionen, um
nicht an Langeweile zu sterben. Zwischendurch rasen wir wie
Geisteskranke von A nach B und wieder zurück, weil wir es nirgends
aushalten, immer auf der Flucht sind, nicht selten ohne jeden Sinn
und Zweck. Nicht selten fliehen wir vor der Leere und sind entsetzt,
dass uns diese am Zielort schon erwartet. Am Ende, weil sie in uns
ist? Das schrie nach Medizin, und man fand sie in Religion, Geld,
Mode, alle Arten von Kunst und Künstlichkeit, politischen Wahn,
Nationen- und Rassenkult, Etikette, Krieg usw. Leider schaffen alle
diese Schimären am Ende noch größere Leere.

Und diese ist nur zu füllen durch Arbeit, durch richtige Arbeit, mit
der man Bedürfnisse befriedigt, die selber schon „Sinn“ ist und deren
Produkte erst recht Sinn machen, weil sie uns und die unseren leben
und überleben lassen. 
Und was machen wir? Wir ersetzen uns selber durch immer neue
Maschinen, ich glaube so blöd war noch kein Wesen in der Galaxis. 
-------------------
Noch ein Gedanke dazu aus: „Kalendergeschchten eines bayerischen
Barden“, edition baam, 1983

 

 

4. 11.15 ...uns modernen Ketzern hat man den Glauben an die Wissenschaft ausgetrieben...

Essay zu ""Der Klimawandel ist real"" auf Telepolis

 

Klimawandel gehört zu unserem Planeten, wie andere zyklische
Ereignisse auch. Wie weit wir Menschen da eine Rolle spielen, kann
wohl niemand genau sagen. Klar wäre es besser, wir würden uns alle
überflüssigen Verbrennungsvorgänge verkneifen, aber wir werden uns
wohl kaum auf die Kriterien dafür einigen können. Was an Lösungen
angeboten wird, ist die reine Wirtschaftsförderung: die Lösung heißt
immer nur: Neue Gerätschaften, denn die sind ja soviel
umweltfreundlicher, was die reine Augenwischerei ist, denn es ist in
den allermeisten Fällen sinnvoller, die alten solange zu nutzen, wie
es grade geht. Der Klimawandel ist zu einem lukrativen
Geschäftsmodell geworden und wir stehen kurz davor, dass jeder
Zweifel daran als Ketzerei eingestuft wird und es sieht fast so aus,
als würde es bald ein weiteres strafbewehrtes Tabuthema geben. Um
Zweifel an meiner ideologischen Lauterkeit auszuräumen: Ich bin sehr
wohl der Meinung, dass man Risiken möglichst minimieren sollte, weil
man da auf jeden Fall nichts verkehrt macht. Und das kann nur durch
eine andere Entwicklungsrichtung geschehen, Verzicht auf
überflüssigen Konsum, aber vor allem: Verzicht auf schädlichen! Und
die wichtigste Maßnahme muss sein, das Wachstum der Weltbevölkerung
zu verlangsamen und schließlich den Trend unzukehren, denn sonst sind
alle Bemühungen für die Katz. Ich finde es unverantwortlich, wenn
Sozialromantiker davon schwadronieren, dass die Erde auch die
doppelte Zahl an Menschen ernähren könnte. Als wenn es nur ums Essen
ginge, wobei die Problematik dabei auch völlig unterschätzt wird,
denn unsere fruchtbaren Böden werden nicht mehr, sondern schon lange
weniger! Aber ich will nicht in den heutigen Agrarwahnsinn abweichen,
das wäre ein eigenes Thema. Wie beim Wasserstand in kommunizierenden
Röhren, werden sich auch die Ansprüche der Menschen auf dem Planeten
angleichen und alle werden so parasitisch und hirnlos leben wollen
wie die reichen Menschen des Westens und - mit welcher Moral könnte man
ihnen das verweigern? 

Und was bieten die „Priester des Klimawandels“ an? Handel mit
Verschmutzungszertifikaten. Dagegen  war der katholische Ablasshandel ein
seriöses Geschäftsmodell... "Aber, es ist doch wissenschaftlich bewiesen---!" Sorry, aber mein Glauben an die Wissenschaft ist mir so vergangen, wie mancher andere Glaube..."  Darf ich daran erinnern wie britische Wissenschaftler
jahrelang den Rinderwahnsinn durch Aufschneiden tausender
Rindergehirne untersucht haben, bis sie jemand darauf aufmerksam
machte, dass sie sich an Schafshirnen vergingen...? Oder die
jahrelangen Theorien zum Tode von Ötzi, bis einer die Pfeilspitze auf
dem Röntgenbild entdeckte, die alle Fachleute übersehen hatten. Nein,
uns modernen Ketzern hat man den Glauben an die Wissenschaft
ausgetrieben, aber das wäre wieder ein eigenes Thema...

----------------------------------------------------------------------------------------

Auf folgenden Vortrag wurde ich auf meinen Kommentar hin aufmerksam gemacht. Ich empfehle ihn anzuschauen, auch wenn ich seinen Wahrheitsgehalt nicht bewerten kann. Aber sollte es stimmen, dann wäre das, was ich als Laie so aus dem Bauch heraus zu formulieren versucht habe, in überzeugender Darlegung bestätigt.

Gibt es Beweise für den Treibhauseffekt? – Prof. Werner Kirstein

http://youtu.be/J0hzqsTsUTE

 

4.11.15 Merkels einzige Aufgabe: Zurücktreten!

Leserbrief an PNP zum heutigen Bericht "Merkel warnt vor militärischen Konflikten"

 

Die Kanzlerin warnt vor Krieg? Was für ein Hohn! Sie lässt von Ramstein aus die Amis Krieg führen, lässt deutsche Düsenjäger mit scharfer Bewaffnung an der russischen Grenze entlang fliegen, neue Atomraketen im Land aufstellen, beteiligt sich am Wirtschaftskrieg gegen Russland und Syrien, schützt mit deutschen Patriots die Brandststifter Syriens und ist gerade dabei dieses Land seines größten Schatzes, nämlich seiner jungen Menschen, zu berauben und es teilweise zu entvölkern und so der Gier seiner Nachbar und der Großmächte auszuliefern. Es geht um Geostrategie, um Energiequellen, Durchleitungsrechte und vor allem geht es um Wasser, für das man in Wüstengebieten schon immer getötet hat.Und nun orakelt Frau Merkel von der Gefahr kriegerischer Konflikte, so als wenn sie damit nichts zu tun hätte. Wer hat eines der dicht besiedelsten und hoch verschuldetsten Länder zum Einwanderungsland erklärt? Werbung für Wirtschaftsmigration gemacht? Wer hat noch vor Wochen diese fatalen Botschaften ausgesandt „Kommt alle zu uns!“, obwohl der Winter vor der Tür stand und sich jeder Mensch, der nicht sozialromantisch volltrunken ist, die Folgen an einer Hand abzählen konnte? Nun nehme ich diese Art von Trunkenheit bei Angela Merkel nicht an, sie handelte „tefloncool“, wie sie es seit jeher tut. Sie hat für Deutschland gesprochen, für Europa, doch gefragt hat sie zuvor niemanden. Deswegen hat die Kanzlerin nur noch eine Aufgabe, das wirksamste aller Signale an die Welt auszusenden und zurückzutreten. Diese Botschaft würde blitzschnell über Smartphons die Menschen erreichen, die noch zögern, ob sie ihr Land verlassen wollen und in die man grob fahrlässig falsche Hoffnungen geimpft hatte.

 

 

27.10.15 Anmerkungen zum 50 000 Klick auf meiner Webseite 

50 000 Besuche und viele mehr erreicht manche seichte kommerzielle Seite an einem Tag. Und ich habe 18 Jahre dafür gebraucht.... Also, kein Grund darauf anzustossen? Doch, ich glaube schon, denn auf meinen Seiten findet sich nicht nur leichte Kost und die meisten Zeitgenossen wollen über politische Zusammenhänge gar nicht so genau informiert werden, sonst müßten sie sich selber unangenehme Fragen stellen und am Ende für ihr Handeln auch noch Konsequenzen ziehen. Aber das hat schon vor langer Zeit Max Peinkofer auf den Punkt gebracht: "Wichtiger als d´ Menschheit sind mir d Würst heit" 

1997, als ich die Seite erstmals ins Netz stellte, habe ich nur mit ein paar freundschaftlich verbundenen Besuchern gerechnet, die eben nachlesen konnten, was mich gerade beschäftigte. Heute kommen vielleicht mehr Besucher, die mir nicht ganz so freundschaftlich verbunden sind, etwa um Seiten zu kopieren um sie mir um die Ohren hauen zu können, wenn ich sie einmal ändere...  Dies ist so tatsächlich erst vor ein paar Tagen passiert. Um überflüssige Spannung aus einer Sache rauszunehmen und um auf kein Nebengleis abgelenkt werden zu können, kürzte ich meine Ausführungen auf einer Seite und schon tauchten ein paar Hilfswillige für eine gegnerische Seite auf und überboten sich in Verschwörungstheorien, warum ich die Seite geändert habe. „Ich habe mir eine Kopie gemacht!“, schrieb einer triumphierend, ein anderer mache grundsätzlich immer einen Screenshoot und ein Dritter wußte, wo man geänderte Seiten noch finden kann. Wir sehen also, wie genau es manche nehmen. Kann man sich eifrigere Leser wünschen?

 

Aber so wie das Haus bekanntlich nichts verliert, vergisst das Internet auch nichts, sagt man. Das sollte einen dazu zwingen gut zu recherieren und Vermutungen immer auch als Vermutung kenntlich zu machen. Überhaupt ist dringend anzuraten unter Nicknames nichts zu schreiben, wofür man nicht auch unter dem eigenen Namen geradestehen kann. Aber das sollte selbstverständlich sein und es gebietet schon die Fairness im Schutze einer Maske nicht die ganz wilde Sau rauszulassen, zu denunzieren oder sich als feiger Heckenschütze zu betätigten.

Als einer der eine unausgewogene, nichtkommerzielle, politische Seite ins Netz stellt, verstehe ich mich als eine Erscheinungsform zeitgenössischen Journalismus. In unserer Region war ich vermutlich der erste "Blogger", auch wenn ich diesen Begriff erst viel später hörte. Doch Kolumnist und "Briafalschreiber" für Papierzeitungen war ich schon lange zuvor. Neulich sprach mich eine ältere Dame in meiner Heimatstadt an,  Zitat: "Sand sie ned da Briafalschreiber, da Geiss?" Und dann überschlug sie sich fast mit ihrem Lob und sie habe quasi schon Entzugserscheinungen, weil ich nur noch so selten Leserbriefe schreibe. Ich riet ihr sich einen Rechner zuzulegen und ins Internet zu gehen, was sie aber beinah für eine unsittliche Empfehlung hielt.

Heute schreibe ich auch auf anderen kritischen Onlinemedien, die nicht zensieren und Texte verstümmeln und versuche Debatten anzuregen und Ungleichgewichte auszubalancieren. Ich formuliere das, was angestellte Redakteure sich vielleicht nicht so zu schreiben wagen, denn sie müssen schließlich vom Schreiben leben. Ich sehe mich nicht als ihr Konkurrent, sondern eher als eine Art Bande, über die man einen Ball spielen und vorantreiben kann. Wenn es mir manchmal gelingt, einen komplizierten Inhalt auf seinen Kern zu reduzieren und verständlich zu machen, dann geht ein veröffentlichter Gedanke auch seinen Weg, ich habe es immer wieder erlebt. Wenn ich dann Tage oder Monate später meine Sichtweise bei anderen wiederfinde oder sehe, dass ich vielleicht mitgeholfen habe einen Gedanken in den politischen Focus zu rücken, dann ist das mehr, als man eigentlich hoffen konnte.

Für mich ist das mein Beitrag zu unserer Demokratie, nicht der einzige, aber doch der Wichtigste. Manchmal werde ich gefragt, ob ich beim Schreiben, nicht Angst habe vor der Rache der Kritisierten, die ja allesamt Macht haben. Da kann ich nur sagen, dass es gewichtigere Ängste gibt, etwa einmal auf dem Sterbebett zu liegen und sich eingestehen zu müssen, dass man aus lauter Angst irgendwo anzuecken und irgendeinen Vorteil zu verlieren alles hat treiben lassen und die Worte, die man sagen hätte müssen, nicht gesagt hat. Hier sei wieder an die alte Apachenweisheit erinnert, dass an einem Unrecht nicht nur der schuldig ist, der es verbricht, sondern auch, wer dazu schweigt.

Unter was ich manchmal leide? Unter "Trollen", die über einen herfallen und so gar nicht trollig sind, die Gedanken aus dem Zusammenhang reissen, einen in Ecken zu schieben versuchen, wo man überhaupt nicht hingehört.Aber das gehört grad so dazu, wie das geduldige Ertragen von Dampfplauderern, die um des Schreibens willen schreiben. Falls ich auch einmal so werden sollte, bitte ich hiermit Freund und „Feind“ sich meiner zu erbarmen und mir zuzurufen: „Hoit endle dei Goschn!“

 

 

26. 10.15 Freihandelsarmee

Kommentar auf Telepolis zum Bericht "Klare Warnung an jeden potentiellen Aggressor" (überarbeitete Version)

 

Die größte Militärübung seit Jahrzehnten ist gewiss nicht nur Aktionismus und Spielerei der Militärs. Angesichts der gegenwärtigen explosiven Weltlage ist es ein Spiel mit dem Feuer. Die NATO ist das aggressivste und gefährlichste Bündnis dieser Erde ist und alle ihre bisherigen Kriege waren Angriffskriege gegen Schwächere oder geostrategische Expansion. Und unser Land, das eigentlich aus seiner Vergangenheit etwas gelernt haben sollte, macht mit, angeführt von einer rückgratlosen Regierung, die ganz offensichtlich nicht souverän ist. Dass die Nato ein Verteidigungsbündnis ist, wenigstens das sollte mittlerweile niemand mehr glauben. Und unser GG schreibt strikt die Verteidigungsbindung der Bundeswehr vor, aber wir kennen die Phrasen der Politik dazu: "Deutschland wird am Hindukusch verteidigt" und "Angriff ist die beste Verteidigung". Und wenn dann wieder ein Land überfallen wird, geht es immer gegen einen Tyrannen und für Menschenrechte, zumindest versucht man uns das immer wieder aufs Neue einzureden. Selbst der Umstand, dass bei dem gegenwärtigen Großmanöver im Mittelmeer die Ukraine mitmachen darf, obwohl sie gar nicht zum Bündnis gehört und Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt, zeigt, dass man sich um die eigenen Spielregeln schon lange nicht mehr kümmert. Auch dass ein Land, wie die Türkei, eine der Stützen und Förderer der islamischen Kopfabschneider des IS und das einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Kurden im Irak führt, noch immer in der Nato sein darf – wer soll das verstehen? Aber Moral findet man heute wohl noch eher noch in einem Haifischbecken, als in der westlichen Politik.

Von den seit Jahrzehnten der Welt nur Chaos und Tod bringenden USA, die unlängst in Kabul ein Krankenhaus bombardiert haben und in Aleppo ein Kraftwerk, weswegen weitere 50 000 Syrer auf der Flucht sein sollen, mag man gar nicht reden. Warum zerstören die Amis ein Kraftwerk, dass die Zivilbevölkerung versorgt? Doch in unseren Medien habe ich von diesem Terrorschlag nichts gelesen. Die Nato führt Krieg, überall auf der Welt, wo Freihandel bedroht ist oder wo noch nicht alle traditionellen Wirtschaftsstrukturen zerstört sind. Sie ist eine Freihandelsarmee im Auftrag von Großbanken und dubiosen Konzernen und jeder ahnt, sie würden auch uns bombardieren, wenn wir uns widersetzen sollten. Also, zahlen wir daher brav unser „Schutzgeld" als Kriegsknechte und drücken uns möglichst nahe an die Kanonen, damit diese über uns hinwegschießen.

------------------

Interessante Geschichtslektion, für alle Zeitgenossen, die immer noch Illusionen nachhängen:

„Made for War“ – Chronik amerikanischer Verbrechen

 

 

21.10.15  Kloakenjournalismus - Herr Staatsanwalt übernehmen Sie!

Kommentar in Telepolis

 

In diesem Zusammenhang dürfen ein paar Gedanken zum braunen Pranger
in der BILD-Zeitung nicht fehlen.  
„Herr Staatsanwalt übernehmen Sie! Was BILD da gerade fabrizierte ist
Kloakenjournalismus der übelsten Sorte, das ist Volksverhetzung! Eine
mediale Schandgeige ist menschenverachtend, aber diesen Aspekt will
ich hier gar nicht vertiefen. BILD bläst seinen Lesern gehässige
Sprüche in die Köpfe, bis sie nichts Besonderes mehr sind, bis sie
allgemeines Gedankengut geworden sind. BILD schürt damit das Feuer,
das es zu bekämpfen vorgibt. Es liefert quasi die geistigen
Onanievorlagen ins Haus, die einen plappern sie nach und schlagen
sich dabei auf die Schenkel und die andern dürfen sich über soviel
Unmoralität empören. Beide politischen Lager werden beliefert.
Ist BILD nur ein unmoralisches Wirtschaftsunternehmen und druckt die
Schlagzeilen, mit denen man gerade Kasse machen kann? Oder ist es ein
politisches Hetzblatt, das im Auftrag handelt und die Menschen
gegeneinander hetzen soll? Soll es die Verrohung in den Köpfen
fördern? Soll so das Chaos, der Bürgerkrieg und am Ende ein neuer
Faschismus vorbereitet werden? Selber kann das Hassblatt diese
Meinungen nicht äußern, da käme der Staatsanwalt sofort. Also bedient
man sich eines Tricks und lässt andere für sich reden, die Wirkung
ist dieselbe. Von wem die Sprüche letztlich wirklich stammen, spielt
keine Rolle. Gut möglich, dass sie nicht nur von rechten Quasslern
stammen, sondern von bezahlten Provokateuren. In der kognitiven
Müllkiste und dem Zulieferbetrieb Facebook kann man sich ja bedienen. 

 

 

18. 10.15  Wirtschaftsanarchie

Kommentar zur Diskussion über TTIP und CETA bei Telepolis

 

In einer wirklichen Demokratie würde die Diskussion über das Für und
Wider öffentlich diskutiert werden. In einem zweiten Schritt würde
dann die informierte Bevölkerung befragt werden, ob man TTIP oder
CETA überhaupt haben will und ob Bereiche des längst bestehenden
Freihandels wegen chronischer Schädlichkeit zurückgefahren werden
müssen. MIt diesen Vorgaben und Verhandlungsobergrenzen würden die
Verhandler dann in die Verhandlungen geschickt. 
Heute läuft es absolut umgekehrt. Die global verflochtene Wirtschaft
bläst den Verhandlern ihre Wünsche und Bedingungen ein, mit dem Ziel
die letzten Hürden vor der völligen Wirtschaftsanarchie zu
beseitigen. Die Völker bekommen das fertige Gericht erst nach der
Vertragsradifizierung vorgesetzt, Motto: "Sie werden sich schon
wieder beruhigen!" Wir dürfen uns dann eine Weile erbrechen, bis die
nächste Sau durchs globale Dorf getrieben wird.. Es stehen zur
Auswahl: Eine WM ausser der Reihe, Krieg, neue Migrantenströme oder
die Verlängerung des Faschings bis zum 11.11.

 

 

15. 10.15 Durch Rücktritt wichtiges Signal setzen!

Kommentar auf PNP-Online und Telepolis

Warum Politiker immer erst aktiv werden, wenn ein Deich gebrochen
ist, sollten wir später diskutieren. Bis in die jüngste Zeit haben
Regierung und Industrie um Migranten geworben und nicht wenige sehen
die jetzige menschliche Katstrophe noch immer als
"Investitionsprogramm" und als Chance anderen Ländern die jungen
Arbeitskräfte abzuwerben - womit sie ihnen auch die Zukunft stehlen -
und bei uns die Löhne zu drücken. Wenn das keine niederen Beweggründe
sind! Scham für die Unterstützung und das Stillschweigen für den vom
Westen mit verursachten Völkermord in Nahost, konnte ich bislang auch
noch nicht feststellen. Tragisch, weil das Gesagte auch für die grüne
Opposition gilt, in der längst die chronisch Kurzsichtigen und
Bigotten den Ton angeben. Dieses ideologisch und christlich
verbrähmte Spiel mit menschlichen Schicksalen ist nichts weniger als
eine Schande für unsere immer moralfreier werdende
"Wertegemeinschaft". Dass die Kanzlerin und die Refugee-Jubler noch
vor wenigen Wochen - vor dem vor der Tür stehenden Winter - ein so
fatales "Kommt-doch-alle-zu uns!"-Signal ausgesendet haben, das lässt
sich nicht alleine mit Einfalt entschuldigen sondern kommt einer
absichtlichen Verführung von notleidenden und verängstigten Menschen
gleich. Kanzlerin Merkel und Minister Gabriel müssen nun ein neues
Signal aussenden und zurücktreten. Seehofer muss dann die Geschäfte
bis zur nächsten Wahl führen, zu beneiden wäre er für die anstehende
Herkulesaufgabe nicht: Hundertausende frierender Menschen, die durch
Europa irren, über den Winter zu bringen, gleichzeitig den anderen
Europäern den Marsch blasen, damit sie mithelfen und vor allem
anderen, Tacheles mit den eigenen Verbündeten reden, damit sie
endlich aufhören mit Waffenlieferungen an Terrorbanden immer neue
Brandbeschleuniger nach Syrien zu liefern.

 

10. 10.15  Alternativen?

zum Bericht auf Telepolis  Angela Merkel geht leer aus

Mit meinem Kommentar "Erst Friedensnobelpreis, dann UN-Chefin als
Dank für die Flüchtlingspolitik?" vom 2.10., hier auf Telepolis, lag
ich also daneben. Oder haben die  Diskussionen im Vorfeld doch
Wirkung gezeigt? Es wäre auch zu schräg gewesen, wenn die Kanzlerin,
die an der Not in Syrien, Griechenland und jetzt auch in Deutschland
nicht unschuldig ist, als Friedensbringerin geehrt worden wäre.
Alleine Minsk 2, wäre vielleicht ein Grund gewesen. Aber nachdem die
deutsche Regierung den Umsturz in der Ukraine und die Kriegshetze
gegen Russland in beschämender Vassallenmanier mitbetrieben hat, wäre
der Nobelpreis für eine solche Politik derart "Welt verkehrt", dass
vielleicht sogar die Gleichmütigsten aus ihrem Halbschlaf aufgewacht
wären und kurzfristig ihren Verstand eingeschaltet hätten, zumindest
für ein paar Minuten... Aber vermutlich hätten sie dann auch nur "Wir
sind Friedensnobelpreis" gejolt...
Alle, die schon öfter mal aufwachen, landen zwangsläufig bei der
Frage: "Wer soll Frau Merkel ablösen?" Ihre innerparteilichen
Konkurrenten hat sie alle ausgeschaltet, bei den Sozis sehe ich auch
niemanden, die Führungsspitze der Grünen kann man getrost in der
Pfeife rauchen. Aber Parteien kranken ja immer auch daran, dass ihr
Ausleseverfahren zwangsläug geübte Plapperer und Blender nach oben
befördert, also, nur wer ohne Rückgrat Schönreden kann, kommt voran.
Und wenn sie schließlich gewählt sind, werden sie durch den
verbotenen Fraktionaszwang auf Linie gehalten, wer dagegen verstösst,
ist weg. Und es wird wohl niemand mehr ernsthaft daran
zweifeln, dass sie gewählt, dennoch  nach fremder Pfeife tanzen
müssen, die Geleise und der Fahrplan sind vorgegeben, immer mehr von
der globalen Wirtschaft, bewacht vom alles verschlingenden Lindwurm
der Bürokratie und aller Parasiten, die davon leben... Wenn wirklich
ein Kanzler eine der Weichen umbauen möchte, dann würde er wohl nicht
lange im Amt bleiben. Wir brauchen also "Gleisbauer", die nur von
außen kommen können. Untadelige und unabhängige Persönlichkeiten als
Koordinatoren, die den Parteien ihren Platz zuzuweisen, so wie es
auch im GG steht, "Parteien dürfen die Politik mitgestalten". Nicht
mehr und nicht weniger! Namensvorschläge von mir? Oskar Lafontaine
könnte ich mir als einen solchen Koordinator vorstellen oder Willy
Wimmer. Das wären aber ziemlich die Letzten, die heute eine Chance
bekämen. Doch sie wären wohl in der Lage die jetzige
Schaufensterdemokratie demokratischer zu machen, was nichts anderes
heißen kann, als mehr "Direkte Demokratie" wagen. Die Demokratie muss
also dort beginnen, wo sie heute aufhört, bei der Abstimmung über
Sachfragen, die alle betreffen. Ich bin sicher, dass dies die einzige
Chance ist, die wir haben. Im anderen Fall wird alles zu einem
demokratischen Kasperltheater wie in den USA oder wir landen wieder
in einer Diktatur. 

 

 

8.10.15 Gruselige Begegnungen in Munich

 

Leserbrief an PNP zum Bericht von heute „Shopping-Mekka für Araber“

 

Versuche mir auszumalen, wenn die reichen arabischen Touristen in München auf ihre Glaubensbrüder treffen, die bei uns Schutz suchen. Die einen jetten zu uns, oft sogar im eigenen Flugzeug, die anderen kommen unter Lebensgefahr etwa übers Mittelmeer. Es könnte hier zu brisanten Begegnungen kommen, denn es sind ja - neben den westlichen Akteuren – nicht zuletzt auch die Saudis und die arabischen Golfstaaten - die mit am Morden im Nahen Osten verantwortlich sind. Sie schüren seit Jahren die Brände, etwa in Syrien, Jemen und dem Irak, nehmen aber keine Flüchtlinge auf, obwohl sie ihre Glaubensbrüder sind, was eine Schande für die arabische Kultur und Religion ist. Und nun treffen die Refugees auf Angehörige jener Länder, vor deren Mörderbanden sie geflüchtet sind und sehen wie sie hier mit Geld um sich werfen und nicht selten so herrisch auftreten, als seien die deutschen Hotelangestellten und Verkäufer ihre Untergebenen. Wenn die traumatisierten Schutzsuchenden dann auch noch Gruppen von schwarz-vermummten Frauen durch München und die Urlauberzentren ziehen sehen, dann werden sie vielleicht so verwirrt, dass sie nicht mehr wissen wo sie eigentlich gelandet sind.

 

 

6. 10.15 Förderung von allem was breit macht

Kommentar zum Telepolisartikel Sitzen macht krank

„Trau keinem Gedanken, der im Sitzen geboren wurde“, sagte der
leidenschaftliche Wanderer Friedrich Nietzsche und wer möchte ihm
widersprechen! Der Zustand der Welt zeugt davon, denn er spiegelt
die Gedanken und Prioritäten der Sesselfurzer dieses Planeten. Obwohl
wir von kaum etwas so reichlich haben, wie von menschlicher
Muskelkraft, überlegen die Geschäftemacher dieser Welt, wie sie uns
noch Fauler und Sitzender machen können. Wer einen Automaten
erfindet, der hundert Bizeps einspart, gilt als Genie und wird
steuerlich für seine Maschine belohnt. Es werden zwar 50 Leute
entlassen, die sozial bedürftig werden, und die Maschine braucht
keine Sozialbeiträge zu entrichten, toll!.

Überall werden Menschen eingespart und gleichzeitig wächst die
Weltbevölkerung exponentiell. Zwanzig Prozent der Weltbevölkerung
können aber in Zukunft mit ihrer Arbeit den Laden am Laufen halten,
stellten Staatslenker schon in den 90iger Jahren fest. Mit
„Tittytainment“ – der Begriff soll von Zbigniew Brzezinski, dem
amerikanischen Präsidentenberater stammen und soviel wie "Mutterbrust
und Spiele" bedeuten – sollen die restlichen 80 Prozent der
Bevölkerung ruhig und zufrieden, also Sitzend gehalten werden. Mit Glotzen,
Spielen, Essen und Trinken, denn recht viel mehr kann man in einer
Stadtwohnung auch nicht anstellen. Sinnentleerte Bewegung in
Fitness-Center & Co vielleicht noch, statt sinnvoller körperlicher
Arbeit, der man zu Unrecht ein schlechtes Image angedichtet hat. (Ich
rede hier nicht von eintöniger, entfremdeter Sklave- und Akkordarbeit
sondern von Tätigkeiten, die durch ihr Ergebnis und durch sich selber
Befriedigung schaffen). Doch bei uns rast der Zug noch immer in die
andere Richtung und es wird systematisch alles gefördert was „breit“
macht: Hochmut, Neid, Gier, Fett, Zucker, Religion, Alkohol, Autos
voller technischer Spielerein und Haushaltsgeräte, die einem alles
abnehmen.
Und manche glauben noch immer, das sei der Inbegriff von Fortschritt,
der aber tatsächlich vom Menschen fortschreitet und von allem was ihm
angemessen und förderlich wäre. In Colorado und anderen US-Staaten
experimentiert man neuerdings auch erfolgreich mit Cannabis, denn
nichts macht die Menschen „breiter“, zufriedener und hungriger nach
Essen. (womit ich aber nichts gegen Cannabis als Medikament sagen
will!) Da schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe: Steuereinnahmen, Förderung der
Lebensmittelindustrie und der Medizin mit all ihren Zulieferern und
Nachbereitern. Gegen die Förderung von Zivilisationskrankheiten war
die Abwrakprämie nur ein Peanut. Der gewiss erwünschte Nebeneffekt
könnte eine noch teilnahmslosere Bevölkerung sein, die alles mit sich
machen lässt. 

 

4.10.15 Anmerkung zu Reagan und der Humorlosigkeit der Politiker

zum Artikel bei Telepolis "Mentales Mapping - die Landkarte im Gehirn

Zitat Tom Appleton: „Ein Demenzkranker an den Schalthebeln der Macht.
Es gab Bücher mit seinen gesammelten dümmsten Aussagen, wie
beispielsweise der Antwort, als er nach seiner Wahl zum Gouverneur
von Kalifornien gefragt wurde, wie er nun seine Gouverneurschaft
anzugehen plane. "Ich weiß es nicht," sagte Reagan. "Ich habe noch
nie zuvor einen Gouverneur gespielt."
Also - diese Antwort macht mir Reagan posthum sympathischer, denn ich
habe seinerzeit auch gegen ihn  gespottet...
http://www.hgeiss.de/texte/parabeln/parabeln.htm (siehe „Der
Häuptlingsdarsteller“)

Reagans Antwort ist einfach ein Brüller, der Mann konnte sich selbst
veralbern, eine Eigenschaft, die für mich den Inbegriff des äußersten
Maßes an menschlicher Entwicklung darstellt...Die Wahrheit, dass
unsere Politiker streckenweise nur Marionetten sind, so
auszusprechen, dass alle meinen, es sei ein Scherz, das imponiert
mir. Wer, von den heutigen Politdarstellern könnte sich selber auf
die Schippe nehmen? Kann sich jemand Hillary Clinton vorstellen, wie
sie über sich selber witzelt und dabei noch dazu die Wahrheit sagt?
Oder Netajahu? Oder Claudia Roth? Göring Eckert? Von der Leyen?
Scheuble? Obama? Die Liste der verbiesterten Politschauspieler würde
das Internet kaum fassen, dieser Berufsstand schließt offenbar eine
merkwürdige Charakterauswahl mit ein. Vermutlich liegt es aber auch
an den bezahlten Ghostwritern, die den Politikern das Libretto
schreiben und den Regiseuren dahinter, die alles so arrangieren, wie
es ihre Auftragsgebern, die internationalen Plutokraten und
Schwerverbrecher haben wollen. Dass es in diesen Kreisen Humor geben
kann, kann ich mir nicht vorstellen, höchstens höhnisches Spotten und
Lachen über die Milliarden von Trotteln, die ihnen ihr Parasitenleben
ermöglichen...
Das ist es auch, was mich an politischen und religiösen Fanatikern so
abstößt: ihre totale Humorlosigkeit. Und da unterscheidet sich etwa auch
der bayerische Umgang mit dem Katholizismus Lichtjahre vom
strengen Islam, das muss einfach einmal gesagt weden! Für Ludwig
Thomas „Münchner im Himmel" würde man in sandigeren Gegenden enthauptet... Oder dass ein in den
Himmel Gekommener den heiligen Petrus fragen darf, warum es im Himmel
täglich nur Leberkässemmeln gibt und die in der Hölle täglich
Schweinsbraten bekommen, das wäre – wenn man Petrus mit einem
bekannten Propheten vertauschen würde - ein Sakrileg, der Gipfel an
Plasphemie. Doch wie antwortete Petrus dem Unzufriedenen? „Meinst ich
fange wegen Dir alleine eine Kocherei an?“ 

 

2. 10.15 Erst Friedensnobelpreis, dann UN-Chefin als Dank für die Flüchtlingspolitik?

Kommentar auf Telepolis  Nach der Willkommenskultur wächst die Angst vor der Einwanderung

Frau Merkel soll ja bei der UN-Versammlung ziemlich begeistert
begrüßt worden sein, die Gutste. Vom Schurken-Image in Sachen
Griechenland scheint nichts mehr übrig zu sein. Es ist wirklich
erstaunlich, wie alles von ihr abperlt, der Begriff mit der
Teflonkanzlerin ist schon recht treffend. Nun wird sie - Dank ihrer
Einwanderungspolitik - wohl Friedensnobelpreisträgerin und danach
Chefin der UN. Zuvor muss sie aber - im Auftrag jener, die diese
Posten vergeben? - Europa noch weiter destabilieren und seinen
bereits heute weitgehend entmachteten demokratischen Strukturen mit
CETA und TTIP den Garaus machen. Wie schafft die Frau das nur? Sendet
sie mit ihrem rautenförmigen Handzeichen - ich erspare uns weitere
Deutungen - eine unbewußte Botschaft an unser Unterbewustsein, also
eine Art optische Hypnose? Irgendein genialer Mechanismus scheint da
wirksam zu sein, vielleicht sollten wir das auch einmal probieren...
Iris Berben, las ich, sagt Merkel ja Ansätze von Mädchenhaftigkeit
nach, was ja etwas Positives wäre. Doch gibt es bekanntlich auch böse
Mädchen und was wäre böser, als das eigene Land vor die Hunde gehen
zu lassen? Ich möchte die Kanzlerin jedenfalls hiermit höflich
auffordern, es gut sein zu lassen und zurückzutreten und Scheuble und
Gabriel mitzunehmen. Und die zweite Bitte: Uns das verlogene
Theater mit dem Friedensnobelpreis zu ersparen, solange sie
gleichzeitig den USA gestattet neue Atomraketen in Deutschland
aufzustellen und weiterhin von Ramstein aus ferngesteuert zu morden!
Übrigens zeigen die bislang knapp 130 000 Unterschriften bei der
Petition auf  https://www.change.org, die den Rücktritt von Frau
Merkel fordern, schon eine sehr breite Unzufriedenheit, bei vielen
auch echte Angst, an. Aber wenn die deutsche Regierung hochgerüstete
Militärjets an der Grenze zu Russland herumfliegen lässt, dann ist
die Angst auch berechtigt.

 

2. 10.15  ...und alle werden betrogen und missbraucht.

Kommentar zu "Das Asylgesetz und die Mühen der Bürokratie" (Telepolis)

Das nenne ich Arbeitsteilung: Die einen locken die Migranten und
Flüchtlinge ins Land und machen Karriere oder gewaltigen Reibach,
andere können sich wenigstens über die Zeitgenossen mit etwas
verantwortungsvollerer Sichtweise moralisch erheben und sie unbesehen
in eine rechte Ecke stellen, so stimmt dann das Weltbild wieder. Und
dann gibt es die kleinen Beamten vor Ort, die den entäuschten
Menschen von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten müssen, die haben
die absolute Arschkarte. Sie dürfen nicht einmal sagen, dass die
Flüchtlinge belogen und missbraucht wurden, dass sie auf die Phrasen
von Merkel; Gauck und der Industrieverbände hereingefallen sind, die
sie mit Erwartungen nach Europa lockten. Sie müssen nur sagen: "Kein
Asyl. Sie werden ausgewiesen". Da kommt Freude auf, diesen
furchtbaren Job werden sie ihr Leben nicht vergessen, wenn sie nicht
gerade statt einem Herz einen Stein in der Brust haben. Und die
Abgeschobenen? Sie werden den Europäern kein Wort mehr glauben und
niemand könnte es ihnen verdenken, wenn sie ihre Faust nicht nur im
Hosensack ballen.
Gäbe es eine Gerechtigkeit, würden die an der Misere schuldigen
Politiker ab sofort in die Asylämter, Aufnahmelager und an die
Grenzen versetzt um ihre Sünden abzubüssen.

 

30.9.15  Lehrbeispiel für einen verkommenen Krieg

Kommentar auf Telepolis zum Artikel; Taliban in Kundus

Der bislang 14jährige Krieg am Hindukusch wird in die
Geschichtsbücher eingehen als Exempel für die Verkommenheit des
Westens. Keines der vollmundig verkündeten Kriegsziele wurde
erreicht: kein Frieden, kein Demokratie, keine Frauenrechte, keine
Eindämmung der Korruption und keine des Opiumsanbaus, sondern im
Gegenteil, bei allem Üblen ist ein schier exponentielles Wachstum zu
konstatieren. Die Begründung des Überfall auf dieses geschundene Land
war verlogen von vorne bis hinten und wer Lehrbeispiele dafür sucht,
wie man ein Volk in Verzweiflung und Armut stürzt und wie man dadurch
Terroristen und Widerstandskämpfer heranzüchtet, der wird reichlich
fündig werden. Die Einnahme von Kundus durch die Taliban lässt
befürchten, dass es großen Teilen des Landes ebenso ergehen wird, was
zu einer neuen Flüchtlingswelle führen wird, denn alle die in gutem
Glauben mit dem Westen zusammengearbeitet haben, werden nun mit
Verfolgung rechnen müssen. Bin gespannt, wie viele die USA davon
aufnehmen werden.  

 

28. 9.15  Beleidigung des Verstandes

Kommentar zu dem Bericht auf Telepolis Gauck: Eine Predigt an "uns, die Sorgenden und Besorgten"

 

Zu Gauck und Merkel ist alles schon gesagt worden, wenn auch
öffentlich noch nicht von jedem... Wären sie nicht die Führer unseres
Landes, könnte man seinen Protest durch den Verzicht auf jeglichen
Kommentar wohl am Treffendsten ausdrücken. Doch Schweigen wird immer
als Zustimmung ausgelegt, grad so wie es jede Wahlenthaltung wird.
Habe mir gerade den auf „www.anderweltonline.com“ verlinkten
kanadischen Film über Kanzlerantworten zu Zuschauerfragen angesehen.
Man glaubt, versehentlich den Bibelkanal erwischt zu haben. Der Zorn
über die immergleichen rhetorischen Phrasen weicht langsam tiefem
Mitleid. Aber vielleicht ist es auch nur Selbstmitleid, von solchen
Staatsführern in der Welt vertreten zu werden. Es wird langsam nur
noch weltfremd und peinlich, es ist eine Beleidigung des Verstandes.
Beim Copyright für die Gauck-Reden reibt man sich dann nur noch die
Augen. Sollen sie nicht zitiert werden, weil sie so peinlich sind?
Überhaupt - sind die Reden eines Bundespräsidenten nicht quasi so
etwas wie Volkseigentum? Das ist doch das Produkt, für das er mit
Steuergelder bezahlt wird! 
Vielleicht sollte er seine Predigten zukünftig singen und sie auch
noch von der Gema schützen lassen...  

 

 

28.9.15 Es fehlt an Wertschätzung und Einfühlungsvermögen

Leserbrief an BBZ zum heutigen Bericht über die beabsichtigte Fällung von 35 Pappeln in Zwiesel

 

Geht es bei der Fällung der 35 Pappeln um Holzernte oder um Personaleinsparung, weil man nicht nach jedem Sturm die Zweige vom Kurweg händisch aufsammmeln will? Werden nun Plastikbäume gepflanzt, die keine Äste mehr verlieren? Ich meine, das Auschneiden gefährlicher Äste sollte – falls wirklich eine „Gefährdung der Verkehrssicherheit“ (diese modernen Baumtodfloskel!) gegeben ist, ausreichen, zusammen mit einem Schild, das vor dem Betreten des Weges bei Sturm warnt. Bei Bäumen mit Fledermaushöhlen kann man dem Stamm zur Not auch die Krone nehmen, Pappeln treiben wieder aus und so kann ein Stamm noch viele Jahre den Fledermäusen eine Unterkunft bieten.Vielleicht kann man auch einzelne Bäume herausnehmen und die Baumreihe nach und nach umbauen. Ein Naturlehrpfad im Kurpark wäre sicher auch nicht verkehrt. Aber in Zwiesel zeigen Stadt und Privatpersonen seit vielen Jahren, dass es ihnen an Wertschätzung alter Stadtbäume mangelt und zerstören damit genau das, was man anderswo in Kur- und Tourismusorten wie Kleinode zu schützen versucht. Über die „Fledermausflughürden“ bei March habe ich auch den Kopf geschüttelt. Jetzt wäre Einspruch aber wirklich angebracht, denn wenn man den Tieren vor dem Winter, während ihrer „Nachtschicht“ die „Wohnungen“ wegschneidet, dann ist das alles andere als tierfreundlich und bedeutet vielleicht, dass sie sich aus Zwiesel verbschieden oder nicht überleben können. Denn neben den Nistplätzen in alten Bäumen fallen bei uns durch den Neuerungswahn immer mehr Unterschlupfmöglichkeiten in Dachböden, Ställen und Stadeln weg.

 

 

27.9.15 Wirtschaftskrieg gegen Deutschland?

Ob die Autobosse noch immer Ja zu TTIP sagen, nach der Attacke auf Volkswagen? Bei der Sache muss man ja zwei Aspekte betrachten, einmal die Offenlegung des kriminellen Potentials in den Chefetagen dieser Konzerne, dann aber auch der Zeitpunkt der Attacke, denn es wird wohl keiner daran zweifeln, dass die Amis durch ihre alles umfassende Wirtschaftsspionage alle Leichen im Keller der Globalplayer kennen. Man mag es als Verschwörungstheorie abtun, aber ich sehe die Offenlegung der Abgasgaunerei als den ersten (?) Schuss in einem Wirtschaftskrieg der USA gegen ihren nicht immer stromlinienförmigen Vasallen in Europa. Sie zeigen die Macht die sie haben und die Abhängigkeit und Verletzlichkeit der internationalen Konzerne und wie leicht man ihnen schaden und damit einer ganzen Volkswirtschaft. Und nicht vergessen sollte man, dass bei VW der Staat immer noch Hauptaktionär ist. Zusammen mit den durch die USA erzwungenen Russlandsanktionen und der ganz offensichtlich eingesetzten Migrationswaffe und der  seit Monaten rollenden Invasion von Kriegsgerät nach Europa sollen offenbar im Endstadium der TTIP und CETA -Verhandlungen noch einmal die Folterinstrumente gezeigt werden.

 

24. 9.15 Schluss mit der atomaren Geiselnahme!

Kommentar bei Telepolis zum Bericht 80 Mal Hiroschima in der Eifel

 

Ich bin die atomare Geiselnahme der Völker Europas leid. Die deutsche
Regierung vertritt damit nicht die Interessen der deutschen
Bevölkerung, sondern die einer fremden Macht und macht sich des
Hochverrates schuldig. Ich fordere den Abzug aller Atomwaffen und
aller fremden Militärstützpunkte in unserem Land. Ich schäme mich,
dass von Ramstein aus Mordeinsätze mit Drohnen geflogen werden.

Ich habe die Logik nie verstanden, was es bringen soll, wenn man in
einem Gegenschlag auch andere Völker nuklear verdampft, die so wenig
für den Wahnsinn ihrer Militärs verantwortlich wären, wie man es
selber ist. Das war schon immer die Logik von Geisteskranken. Aber
die neuen US-Raketen wären ja auch nur für taktische Angriffe und
damit als Auslöser für vernichtende Gegenschläge zu gebrauchen, was
die Sache nicht besser macht.

Ich bin 1983 in der Menschenkette gegen die Pershings zwischen Ulm
und Stuttgart gestanden, mit Hundertausenden, ein Erlebnis, das ich
als pazifistischer Barde jahrzehntelang nie zu hoffen gewagt hatte.
Doch es ist passiert und anderswo sind noch mehr Leute auf den
Straßen gewesen. Und heute? Die Friedensbewegung ist zerrissen, nicht
zuletzt durch die Olivgrünen, die sich, an die Macht gekommen, als
trojanische Pferde entpuppt haben und auch noch heute von einem Image
leben, das nur aus Hoffnungen bestand, die sie sämtlich enttäuscht
haben. Aber vielleicht geht den Menschen nun doch noch auf breiter
Basis ein Licht auf und sie kriechen endlich aus ihren Wagenburgen,
um sich gegen aktuelle Bedrohungen auch mit vermeindlichen Gegnern
zusammenzuschließen um mit ihnen ein Stück des Wegs gemeinsam zu
gehen, es wäre höchste Zeit.

 

 

21.9.15 Versuch einer Auflistung, um was es wirklich gehen könnte

Leserbrief an STB zu der Diskussion über die Migrantenströme

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht immer um Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“ Diese Aussage stammt von Egon Bahr. Sollte seine Einschätzung zutreffen, dann kann man getrost vergessen, dass die Migrantenpolitik der Kanzlerin etwas mit Menschlichkeit zu tun hat. Doch was könnte wirklich dahinterstecken? Ist alles nur eine aus dem Ruder gelaufene Imagekampagne, um das Schurkenimage bei der Behandlung Griechenlands loszuwerden? Reine Wirtschaftspolitik, um am Boden liegenden Ländern die Jugend und die Arbeitskräfte wegzulocken und hier die Lohnstandarts zu senken und den Mindestlohn zu torpedieren? Oder treibt man uns absichtlich immer eine neue Sau durchs Dorf, damit wir nicht mehr wissen wo vorne und hinten ist? Oder soll es uns davon ablenken, dass unsere Regierung gerade neue US-Atomwaffen aufstellen und deutsche Militärjets mit scharfer Bewaffnung an der russischen Grenze entlang fliegen lässt?
Oder will man die Bevölkerung spalten in Gute und in "Nazis“ und so gegeneinander hetzen, damit der breite Widerstand gegen TTIP und CETA gebrochen wird?
Oder ist es wirklich eine bewußte Form der Kriegsführung mit der Migrationswaffe, um Europa ins Chaos zu stürzen, wie es im Netz von ernstzunehmenden Stimmen vermutet wird? Also wieder ein Schritt zur völligen Mc Donaldisierung, mit dem Ziel der weiteren Zerstörung unserer Sprache und Kultur? Oder ist es einfach nur ein Schachzug der Globalisierer, das europäische Sozialsystem zu überlasten und auf amerikanisches Niveau zu bringen, also auf unterirdisches Niveau? Oder geht es einfach nur - so wie bei den Aktionen der USA gegen Russland - um die Schädigung des europäischen Wirtschaftskonkurrenten? Oder ist alles nur eine Art zynische Wirtschaftsförderung, mit der Milliarden zu verdienen sind, also eine Spielart der Abwrakprämie, die über Leichen geht?  
Um Menschlichkeit geht es nur den Helfern vor Ort. Der Regierung nehme ich das nicht ab, es stünde auch in völligem Widerspruch zu ihrer Lockkampagne um Arbeitskräfte und ihrer direkten und indirekten Beteiligung am Chaos und dem Krieg in den Herkunftsländern.
Aber vielleicht ist alles auch nur hilf- und planlose Politik. Vielleicht haben sich nur einige Politpuppen in ihren Strippen verheddert und die Puppenspieler darüber sind gerade auf Droge...

 

19.09.15 Verursacher benennen und nicht gegeneinander aufhetzen lassen!

Kommentar bei Telepolis zum Bericht Vom Verteidigungsfall und den Geflüchteten als Bombe

Erinnert ihr euch an das Huffington-Begrüßungs-Ständchen „Willkommen
liebe Flüchtlinge, gut, dass ihr hier seid?“ Keine Silbe gab es
damals zu den Hintergründen der Zuwanderung, erst recht keine Nennung
jener Brandstifter, die im Orient und in Afrika seit Jahrzehnten
zündeln. Alles zu seiner Zeit, könnte man dazu sagen, erst einmal
muss den Menschen geholfen werden. Doch wer es bis heute damit
bewenden lässt – und dies gilt praktisch für die ganze etablierte
Medienlandschaft – der läuft Gefahr, am Ende als missbrauchter Narr
dazustehen. Immerhin weist sogar ein Sigmund Gottlieb in einem
Kommentar der ARD darauf hin, dass die Fluchtbewegungen nicht ohne
die Befriedung des Orients gestoppt werden können. Doch solche
allgemeinen Wahrheiten sind zu billig. Auch wenn heute für den
unpolitischen Beobachter alles nur chaotisch erscheint, so weiß doch
jeder mit einem Funken Geschichtsbewußtsein, wer die Mordbrenner sind
und dass diese ganz andere Ziele verfolgen, als den Völkern
irgendeinen Vorteil zu bringen. Auch wenn Deutschland an diesen
Kriegen vergleichsweise unbeteiligt ist, so hat es doch Embargos
unterstützt, die die Not der Menschen vergrößerten, mit Kriegswaffen
die größten Verbrecher ausgerüstet und jahrelang den Zündlern mit
Patriots den Rücken freigehalten. Und statt sich aus diesem blutigen
Treiben auszuklinken und zu sagen, "von unserem Land aus dürft ihr
keine Menschen mehr ermorden und es gibt keine Wertegemeinschaft mit
euch", bemüht sich die deutsche Wirtschaft, unterstützt von ihren
Marionetten im Parlament, aus der Not der Menschen Kapital zu
schlagen und den eigenen Fachkräftemangel zu beheben und der eigenen
Bevölkerung den Wettbewerb um Stellen und Wohnungen zu verschärfen
und nebenbei auch die Löhne zu drücken. Wer dann wie Merkel und Gauck
noch die Notleidenden und Verängstigten mit Versprechungen anlockt,
der erinnert mich an Geier, die sich von einem Schlachtmahl auch noch
ein paar wertvollen Brocken holen und dieses unappetitliche Treiben
scheinheilig als Menschlichkeit etikettieren. Diese jungen Menschen,
die heute in der Mehrzahl zu uns kommen, sind das Wertvollste, was
ihr Land zu verlieren hat! Versucht euch doch einfach nur alles
anderes herum vorzustellen: Die jungen Leute wären nach dem Krieg aus
Deutschland weggelockt worden, und die Alten, die Mütter, die
Versehrten und die Kinder hätte man zurückgelassen! Mittlerweile hat
die Propaganda eine neue Seite aufgeschlagen, weniger emotional,
sondern die Leute an ihrem Materialismus und ihrer Gier packen
wollend. Stellvertretend sei hier der Daimler-Boss mit seinen Phrasen
von einem neuen Wirtschaftswunder genannt, doch er ist nur einer der
Flöter in diesem schrägen Pfeifenkonzert. Ob die Menschen wirklich an
diese Chimären glauben werden, wenn die Welt vor ihren Augen einen
andere ist? 
Da träume ich lieber davon, dass der böse Geist manchmal das Gute
schafft, weil viele der jungen Syrer aufgeklärte Leute sind und den
Afghanen der jahrzehntelange Krieg die Augen dafür geöffnet hat, wie
man sie missbraucht und dann fallengelassen hat. Am Ende tun sie sich
mit den aufgeklärten Europäern zusammen und zeigen den Verursachern
des Schlamassel gemeinsam die Rote Karte. Doch in Deutschland hocken
einige Bürger schon wieder in ideologischen Schützengräben und merken
nicht, wie sie allesamt nur benutzt werden, von denselben
Profiteuren. Wobei wir wieder beim Huffington-Begrüßungs-Ständchen
wären. Nur zwei Stimmen daraus:  Ein Professor sieht in den Asylanten
„hochmotivierte Arbeitskräfte“. Dies glaubt er an der
Entschlossenheit, mit der die Flüchtlinge zu uns kommen, ablesen zu
können. In meinen Ohren klingt das nach Brutal-Selektion: die
schweren Umstände der Flucht sind ihm offenbar ein
Auslesemechanismus, ein Hindernislauf, dem nur die Starken gewachsen
sind. Diejenigen, die überleben, haben sich dann die Qualifikation
für den deutschen Arbeitsmarkt erworben...  
Zynisch nenne ich das und gruselig und ich kann kein bißchen
Menschlichkeit darin erkennen.  Und ein Fotograf schreibt: "... weil
ihr einerseits alle zu Deutschland gehört und wichtig für die
politische Entwicklung hier seid, und andererseits all die rechten
Arschlöcher aus ihren Löchern holt. Denn diese Leute gehören nicht zu
Deutschland und sollten lieber schnell als langsam lokalisiert und
dann aus D vertrieben werden! So gibt es mehr Platz um Menschen wie
euch aufzunehmen!”
Die Migranten gehören für ihn mehr zu Deutschland als manche seiner
Nachbarn. Er braucht die Flüchtlinge als politisches Werkzeug um
Andersdenkende zu provozieren und aus ihren Löchern zu holen, die er
dann aus Deutschland vertreiben möchte. Ein ideologisch verbohrter
Hassprediger, an dem ich nichts Humanes erkennen kann. Und so was
druckte die Huffington-Post als Willkommensgruß! 

 

 

08.09.2015  Es geht um viel mehr

Kommentar bei Telepolis

Erst das Positive. Die Bilder, die in der lerzten Woche um die Welt gingen, wie syrische Flüchtlinge etwa in München begrüßt wurden, oder wie man Flüchtlinge dazu ermunterte (?) Bilder der Kanzlerin in die Kameras zu halten und Liebeserklärungen abzugeben, werden langfristig das Image der Deutschen als freundliches Volk untermauern. Welchen Schub diese Bilder aber in den Herkunftsländern auslösen werden, kann man sich auf fünf Fingern abzählen. Das ist die unmissverständliche Aufforderung: "Kommt alle zu uns!" Wenn nun gleichzeitig die deutsche Regierung die verbündeten Kriegs- und Chaosproduzenten in die Pflicht nehmen würde, etwa mit dem Nato-Austritt drohen oder umsetzen, Ramstein, von wo aus die Amerikaner Norafrika und den Nahen und mittleren Osten ihre Kriegerei mit betreiben, schließen und eigene Waffenlieferungen an die Kriegsparteien unterbinden würde, dann wären weitere deutliche Zeichen gesetzt. Genauso wichtig wäre aber auch, das sofortige Beenden der kurzsichtigen und inhumanen Arbeitskräftewerbung für die Wirtschaft, was nichts weniger als ein Skandal ist. Dieser Skandal liegt darin, immer weitere Arbeitslosenheere anzuwerben, damit die Unternehmen in die Vollen greifen können. Die Rekrudierungsreisen etwa der Kanzlerin und des Bundespräsidenten und die Slogans vom Einwanderungsland, waren unglaubliche Vorgänge, alleine dafür sollten sie ihre Sessel räumen. Warum sollen sich die Unternehmen noch bemühen einheimische Arbeitssuchende auszubilden und anständig zu bezahlen, wenn man sie einfach importieren kann? Nichts anderes geschieht aber, man löst so sein Facharbeiterproblem auf Kosten der Allgemeinheit, drückt die Löhne und sieht die Menschen nur noch als Produktionsfaktor. Es ist nichts weniger als ein Lehrstück für die Kurzsichtigkeit vieler gutmeinender Pharisäer und Träumer bei uns, denn es scheint sie überhaupt nicht zu kümmern, dass ganze Völker ihr Wertvollstes verlieren, was sie haben: ihre jungen Menschen! Damit verlieren sie ihre Zukunft und das ist nicht nur unanständig, das ist eine Katastrophe, sollte es bewußt betrieben werden, wäre es ein Verbrechen. Die Auswirkungen bei uns selber, bei den Armen und denen, die noch gerade so über die Runden kommen, ist ebenfalls unabsehbar. Der Konkurrenzdruck wird vor allem im Niedriglohnbereich und auf dem Wohnungsmarkt in einem Maße zunehmen, dass dies kein Land aushalten kann. Auch unsere Sozialsystem werden dabei vielleicht auf der Strecke bleiben, aber ich habe es bereits vor Wochen in einem Aufsatz geschrieben - (http://www.hgeiss.de/blogs/zuwanderung.htm) - vielleicht ist genau das gewollt: Die Sozialsystem Europas zu zerstören und auf das global unterirdische Niveau etwa der Vereinigten Staaten zu bringen. Zusammen mit dem TTIP, durch das auch noch unsere letzten demokratischen Werte auf der Strecke blieben, wäre dann wohl das große Ziel der Globalisierer erreicht.

 

7.9.15  Das kann nur ein erster Schritt sein, ich traue dem Papst viel mehr zu!

Kommentar bei Telepolis

Papst Franziskus Botschaften sind mir, dem vor langer Zeit wegen der Unmenschlichkeit des Katholizismus Abgefallenen, durchaus sympathisch. Wenn ich einen Text lese, wie den folgenden, käme ich nie auf die Idee, dass der vom Papst stammt, doch es ist offensichtlich so:

"Während die Einkommen einiger weniger exponentiell steigen, sind die der Mehrheit immer weiter entfernt vom Wohlstand dieser glücklichen Minderheit. Dieses Ungleichgewicht geht auf Ideologien zurück, die absolute Autonomie der Märkte und die Finanzspekulation verteidigen. Darum bestreiten sie das Kontrollrecht der Staaten, die beauaftragt sind, über den Schutz des Gemeinwohls zu wachen. Es entsteht eine neue, unsichtbare, manchmal virtuelle Tyrannei, die einseitig und unerbittlich ihre Gesetze und ihre Regeln aufzwingt. Außerdem entfernen die Schulden und ihre Zinsen die Länder von den praktikablen Möglichkeiten ihrer Wirtschaft und die Bürger von ihrer realen Kaufkraft. Zu all dem kommt eine verzweigte Korruption und eine egoistische Steuerhinterziehung hinzu, die weltweite Dimensionen angenommen hat."

Unglaublich, was? Nun die Aufforderung, dass die Pfarreien Flüchtlinge aufnehmen sollen, auch das kann man nur begrüßen. Und doch wollen wir mehr, etwa die konkreten Fluchtgründe genannt bekommen, denn für unsere Medien ist das ein Tabuthema, Leitartikler raunen höchsten von „globalen Fluchtursachen“. Doch diesem Papst würde ich zutrauen, dass er Ross und Reiter nennt, auch wenn ihn der Obama dann nicht mehr besuchen würde, Doch ich Einfältiger habe auch schon 2003 den damaligen Papst Johannes Paul II in einer Email aufgefordert, nach Bagdad zu reisen, um die Bombardierung der Stadt zu verhindern, denn das hätte sich dann nicht einmal Mordbrenner Bush erlaubt. (Kommentar von 2003 dazu: http://www.hgeiss.de/blogs/papst nach bagdad.htm

Wieviel Erfolg meiner Mail beschieden war, ist bekannt. Doch heute scheint eine Schlacht um Syrien bevorzustehen, auch deswegen flüchten so viele in die Nähe der Kanonen, wir haben das ja auch 1999 im Kosowo erlebt.

Darum wird es höchste Zeit, den Schlächtern und ihren Hintermännern die biedere Maske abzureissen, damit auch die eingelulltesten Mitbürger einmal kurz vom Fußball oder vom Krimi aufsehen und ihnen vielleicht die rosarote Brille von der Nase fällt. Doch wer könnte einen solchen Paukenschlag durchführen? Unsere Regierungen wohl kaum, denn die drängen sich, wie die Flüchtenden, in Kanonennähe, damit diese über sie hinwegschießen, man stellt sogar in gewohnter Unterwürfigkeit auch weiterhin deutsche Basen zur Verfügung. Also bleibt nur der Papst. Dem Franziskus würde ich das (vielleicht in meiner unbelehrbaren Einfalt?) zutrauen. Würde er dies machen, könnte ich sogar darüber hinwegsehen, dass in Regensburg gerade muffiger, mittelalterlicher Hauch von Unchristlichkeit durch die Stadt zieht, dort soll am 11. Oktober eine „Blutreliquie“ des heiligen Papstes Johannes Paul II. in der Stiftskirche "ihre Heimat finden"... Es tut mir leid, aber so etwas klingt in meinen Ohren einfach nur gruselig und ziemlich heidnisch und ich bringe es nicht mit den bewunderten Aussagen von Papst Franziskus zusammen....

 

 4.9.15 Endlich Ross und Reiter nennen!

Leserbrief an PNP zum Bericht vom 4.9.15 "Orban: Flüchtlinge deutsches Problem" -

(wurde am 8.9.15 veröffentlicht)

Ganz unrecht hat Orban nicht. Wenn die Repräsentanten eines Landes (Merkel, Gauck) noch vor kurzem bei Staatsbesuchen in Schwellenländern für Deutschland als Einwanderungsland warben, die deutsche Wirtschaft heute noch um Zuwanderer buhlt und das Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge noch immer mit einem mehrsprachigem Werbefilm Asylbewerber aus aller Welt anlockt, dann liegt hier ein Teil der Verantwortung für dieses Spiel mit menschlichen Schicksalen. Wie die Herkunftsländer den Aderlass an qualifizierten jungen Menschen verkraften sollen, wäre auch langsam ein Thema für blauäugige Moralisierer bei uns. Auch Ernst Fuchs Hinweis auf die globalen Fluchtursachen ist eine zu allgemeine Wahrheit.  Man muss endlich Ross und Reiter nennen. Wer hat Nordafrika und den Orient ins soziale und wirtschaftliche Chaos gestürzt und tut es noch immer? Wer hat die Mudschahedin, Taliban, Al Kaida, UCK und den IS finanziert und mit Waffen versorgt? Wer führte völkerrechtswidrige Kriege auf dem Balkan, im Irak, Libyen uns Syrien? Wer drückt sich vor der Versorgung der notleidenden Zivnilbevölkerung, wozu das Völkerrecht verpflichtet? Weder die USA, Israel, Saudi Arabien usw. nehmen Flüchtlinge aus Afrika und dem Orient auf und Briten und Franzosen drücken sich ebenfalls davor. Und Deutschland bekommt die Rechnungen für seine kurzsichtige und rückgratlose Politik präsentiert.

----------------------------------

Modifizierter Leserbrief an STB, da ich annahm, die PNP würde meinen Brief wieder nicht drucken, was aber ein Irrtum war, am 8.9.15 wurden erstaunlicherweise beide LB gedruckt.

 

6.9.15 Endlich Ross und Reiter nennen!

Leserbrief an Straubinger Tagblatt zum Bericht vom 4.9.15 "Das ist ein deutsches Problem"

Ganz unrecht hat Orban mit seiner Schuldzuweisung nicht, wenn die Repräsentanten eines Landes (Merkel, Gauck) noch vor kurzem bei Staatsbesuchen für Deutschland als Einwanderungsland warben, die deutsche Wirtschaft heute noch um Zuwanderer buhlt und das Bundesamtes für Migration noch immer mit einem mehrsprachigem Werbefilm Asylbewerber aus aller Welt anlockt. Wie die Herkunftsländer den Aderlass an qualifizierten jungen Menschen verkraften sollen, sollte auch langsam ein Thema für die "Willkommenskulturler" werden. Zudem unterstützt Deutschland seit Jahren das Embargo gegen Syrien, was die Notlage der syrischen Bevölkerung verschärfte und auch mit den deutschen Patriot-Raketen hat man die kriegerischen Zündeleien der Türkei abgeschirmt. Und wieviel Morden passiert mit deutschen Waffen? Und doch, verglichen mit den wirklichen Brandstiftern in Nordafrika und dem Orient, sind die Deutschen Waisenknaben und müssen dafür bezahlen, was Amerikaner, Saudis, Türken, Israelis, Briten und Franzosen anrichten. Ich kann nur für mich reden, aber ich sehe mich in keiner Wertegemeinschaft mit diesen Mordbrennern und Chaosproduzenten und schäme mich dafür, dass unsere Regierung so wenig Rückgrat zeigt und sich darum drückt bei den Fluchtursachen endlich Ross und Reiter zu nennen und Konsequenzen zu ziehen.

 

31.08.15 Macht einen Bogen um die Milchstraße!

Kommentar bei Telepolis zum Bericht "Nato probt den hybriden Krieg und den Cyberwar

Käme ein Besucher von einem anderen Stern und man sollte ihm
erklären, was da gerade in Europa geschieht, nach dem man ihm zuvor
die Geschichte der letzten 100 Jahre geschildert hat, er würde sofort
wieder abdüsen, ich glaube nicht, dass er noch einmal vorbei käme. Er
würde zu Hause sagen, auf dem Planeten, der sich selbst Erde nennt,
lebten vollkommen irre Wesen. Die Schlimmsten von ihnen seien jene,
die einer Religion folgten, die Feindesliebe predigt, die aber sogar
ihre Nachbarn und Freunde bekämpfen. "Völlig falsch verdrahtet im
Kopf, völlig aus der Spur gelaufen", würde er sagen und "geht den
Typen bloß aus dem Weg, sie sind zu allem fähig! Am Besten: Macht
einen Bogen um die Milchstraße!"

 

30.8.15  Gedanken zum Thema Verschwörungstheorien

1 Verschwörungstheorien – eine Etikettierung für Erklärungen, die vom kritischen Hinterfragen von offensichtlichen Unwahrheiten bis zu paranoiden Glaubensätzen über Weltverschwörungen geheimer Mächte reicht. Wird heute gerne von Propagandisten der Macht als Kampfbegriff gegen jedes Hinterfragen von eingetrichterten Wahrheiten verspottet. Vermutlich aus taktischen Gründen werden diese Hinterfrager erst einmal nicht als ernsthafte Gegner einem Lager zuordnet, sondern man versucht sie durch die Apostrophierung als VT im Vorfeld als Spinner zu disqualifizieren und lächerlich zu machen. Vielleicht geschieht dies auch, weil VT oft nicht in die alten politischen Schubladen passen. Viele fühlen sich alleine der Aufklärung und Wahrheit verpflichtet und stehen über politischen Lagern. Damit können die „Verschwörer“ nicht umgehen, denn in ihrer Welt gibt es den Umstand nicht, dass jemand ohne Eigen- oder Gruppeninteresse agiert.

In freiheitlichen Gesellschaften versucht man die kritischen Meinungsäußerungen erst einmal nicht zu zensieren oder die Urheber gleich politisch zu bekämpfen und mundtod zu machen. Man versucht dies möglichst lange hinauszuschieben, in der Hoffnung dass die normale Desinformation in den Medien, die man ja weitgehend kontrolliert, ausreicht, Umdenken weiterer Kreise zu verhindern.

2 Doch man kann bei der Definition der VT den Spieß auch umdrehen, umso leichter, je offensichtlicher eine etablierte Theorie als absichtliche Verschwörung gegen den Verstand erscheint.

So ist etwa die älteste und furchtbarste aller Verschwörungstheorien die, dass es hinter der realen Welt eine zweite Welt geben soll, in der Götter nach dem Tode auf uns warten und uns für unser Verhalten im wirklichen Leben zur Verantwortung ziehen.

Die zweite Verschwörungstheorie, mit der ersten eng verwandt, ist, dass diese Götter in unserer Welt Bodenpersonal beschäftigen, die uns als Dolmetscher den Götterwillen übersetzen und sagen, wie wir zu leben haben.

Doch wer könnte hinter dieser Verschwörung stecken? Wer hat einen Vorteil davon? Die weltliche Herrschaft natürlich und alle ihre Parasiten, die von dieser Mär gut leben und sich so Ordnungskräfte sparen. Und wer würde als Soldat schon sein Leben für einen Regenten oder ein Regime geben, wäre es ihm bis in seine letzte Körperfaser bewußt, dass er nur dieses eine Leben hat? (Dann gäbe es nur noch einen einzigen Grund, sein Leben zu opfern, wenn man es zum Schutz seiner Lieben tut und so wenigstens als Glied in einer Kette erhalten bleibt, ohne die es kein weiteres Glied mehr gäbe.)

3 Neben der Strafe im Jenseits haben sich bei der Disziplinierung der Menschen durch Religionen bewährt:

1. Das Angstmachen mit der Botschaft, Gott würde alles sehen und

2. seine Fähigkeit die Welt zu vernichten.

Deshalb wurden diesen beiden „Sub-Verschwörungstheorien“ der Religionen weltliche Ableger zur Seite gestellt, nach dem Motto: „doppelt hält besser...“

Deshalb bemühen sich Regierungen, den Göttern gleich, siehe Punkt 1, alles zu sehen und zu hören.

Die klassischen Mittel hierfür waren und sind: Hierarchisierung der Menschen und das gegenseitige Bespitzeln und Ausspielen mit der Belohnung der Verräter, („Zerteile die Leute und herrsche“), die geradezu geniale Teufelei des Beichtstuhls, in dem man die Gläubigen dazu bringt sich selber zu verraten, ihnen dann Vergebung versprechend u.a.

Mit der Schaffung elektronischer Kommunikationsmittel wurden neue Abhörmöglichkeiten geschaffen, Telefon, Funk, Internet, denen sich keiner entziehen kann. Natürlich mit Einschränkungen, denn die dabei entstandene Lawine an Emails, Kurzmitteilungen und belanglosem Gequatsche, ist tatsächlich nicht zu kontrollieren. Aber es geht ja wohl vor allem um die Suggerierung der Existenz allumfassender Kontrolle.

Noch wichtiger ist aber die Schaffung einer Angst (siehe Punkt 2) vor völliger Vernichtung schon im Diesseits. Gott schickte die Sintflut oder das Feuer über Sodom und Gomorrha und die weltlichen Herrscher bemühten sich immer furchterregende Vernichtungswaffen zu entwickeln und Exempel an renitenten Völkern zu statuieren. Dass sie es beim Massenmorden von Völkern zu großer Meisterschaft gebracht haben, bezeugt die Geschichte. Und die furchtbarsten Massenschlächter gehörten und gehören ausgerechnet zu jener Religion, die sich die Feindesliebe auf die Fahnen geschrieben hat.

Die größte aller diesseitigen Drohungen geht von den Atombomben aus. Doch gibt es sie wirklich oder sind sie so real wie der Götterglaube, ein Popanz, den sich Verschwörer ausgedacht haben? Man getraut es sich kaum niederzuschreiben, aber es gibt Menschen, die dieses mit viel Detailwissen behaupten. Als einer aus jener Generation, die mit diesem Schreckensbild sein Leben lang in Angst und Geiselhaft gehalten wurde, mag man sich darauf erst gar nicht einlassen. Doch wer es doch tut, wird danach nicht mehr ohne Zweifel sein.

Man kann dagegen halten, dass die Angst vor atomarem Holocaust für 70 Jahre Frieden gesorgt hat. Was so auch nur für einige Weltregionen stimmt, denn alleine die Amis sollen in der Zeit auf konventionelle Art bis zu 30 Millionen Menschen getötet haben. (Prof. Mausfeld „Warum schweigen die Lämmer?“).(mehr..)

Doch hätte eine derart skrupellose Macht wirklich auf ihre Wunderwaffe verzichtet? Ich glaube nicht, genausowenig wie sie fast ein halbes Jahrhundert den Mond nicht mehr besuchten, eine Leistung der sie sich rühmen, gegen die es aber auch ernsthafte Argumente gibt. Aber - sie haben die Atombomben doch auch in Hiroshima und Nagasaki eingesetzt...! Nun, diesem Punkt widmet sich die beschriebene Abhandlung ausführlich. Kurzfassung: Die beiden Städte wurden mit herkömmlichen Höllenbomben ausradiert, so wie auch Tokio schon zuvor. Aber lesen sie selber: Link

Sollten die Religionen und die Atombombe tatsächlich nur als Greuelmärchen existieren, fragt man sich, hat man uns noch mehr Bären aufgebunden, damit wir nicht zu übermütig werden und nicht an den gegenwärtigen Machtverhältnissen rütteln? Und es würde auch bedeuten, dass alle Atommächte die Wahrheit kennen, also alle Mächte im Weltsicherheitsrat, dazu Indien, Pakistan, Nordkorea, Israel. Sollte das der Grund sein, dass man den Iran nicht in diesen erlauchten Kreis der „Wissenden“ aufnehmen will, weil man ihm dann alles zugestehen muss, nur damit er schweigt? Und wieviele unterdrückte Sklavenvölker würden sich dann erheben, wieviele Vasallen den Imperien davonlaufen?

Ich habe nicht den technischen Verstand zu beurteilen, ob Atombomben überhaupt funktionieren können. Doch ihre zivilen Varianten, die Atomreaktoren, tun es in jedem Fall und sie erzeugen dabei genug Plutonium, Strontium, Cäsium und weiß der Teufel was noch alles an lebensfeindlichen Stoffen, mit Halbwertzeiten vom Zigfachen der menschlichen Geschichte, die – wenn sie wie in Tschernobyl nach Reaktorschmelze und Hitzeexplosionen die Spaltprodukte in die Atmosphäre reißen -  ganze Landstriche oder vielleicht sogar den ganzen Planeten unbewohnbar machen können.

Als Leiter pädagogischer und sozialer Einrichtungen habe ich mich – ohne es gelehrt bekommen zu haben – instinktiv einige Male des Tricks des Übertreibens in der Schilderung von üblen Vorfällen bedient, um Stimmung bei Versammlung zu erzeugen und den Übeltätern zu demonstrieren, dass sie alleine stehen. Man macht es einmal und hat er Erfolg damit und deshalb macht man es auch ein zweites Mal und ein drittes Mal... Und irgendwie schäme ich mich auch nicht richtig dafür, denn es hat niemandem geschadet und doch Schaden und Ärger abgewendet. Manchmal war es auch nicht übertrieben, sondern nur das, was Lernpsychologen als „Lernen am Modell“ bezeichnen. Man schildert Schülern reale Vorkommnisse und versucht Lernprozesse, die andere damit gemacht haben, auch bei ihnen in Gang zu setzen und so ihre Wiederholung zu verhindern. Und weil ich diese Tricks und Vorgehensweise kenne, erkenne ich sie auch meistens, wenn andere sie anwenden. Und in der Politik sind diese Manipulationen weitverbreitet. Man überzeichnet Geschehnisse, spinnt Märchen herum und hat oft Erfolg damit. Dazu bedient man sich der hörigen Medien, die es in jedes Haus und alle Köpfe tragen. Man multipliziert den Effekt durch Spielfilme und gesteuerte Talkshows u.a. So werden Mücken zu Elefanten aufgeblasen, Sündenböcke kreiert, Wahlkämpfe gewonnen und sogar Kriege begonnen.

Und hier sind wir wieder bei Verschwörungstheorien, die tatsächliche oder vermutete Verschwörungen aufdecken wollen. Nach meinem Kenntnisstand war es vermutlich bei den meisten Kriegen so und Lügen über die Kriegsnotwendigkeit fester Bestandteil jeder Kriegsführung sind. Selbst in groberen Zeiten hat man es vermieden die eigenen Raubinteressen klar auszusprechen, immer hat man dem Volk eine „schöne Helena“ als Kriegsgrund vorgegauckelt: Man mußte eine Schmach tilgen, einer Bedrohung durch Angriff zuvorkommen, die Gegner dämonisieren, ihnen irgendwelche unverzeihlichen Verbrechen in die Schuhe schieben oder, in neuerer Zeit, altruistische Ziele vormachen, etwa fremde Völker vor ihren Tyrannen schützen, Minderheiten befreien, Frauenrechte herstellen, Demokratie einführen usw. Massenmord also als eine Art therapeutische Maßnahme... Natürlich ging es in allen Fällen um geostrategische oder wirtschaftlichen Interessen, immer um den eigenen Vorteil oder besser, um den Vorteil von Feudalherrn, Funktionären, Oligarchen, Trusts oder Plutokraten.

Ich will hier nicht die einzelnen Versuche vorgeschobene Kriegsgründe zu entkräften nachzeichnen, im Internet finden sich da beinah für jeden Krieg überzeugende Exempel. Egon Bahrs Aussage (der gewiss alles andere als ein VT war) zu diesem Thema soll genügen: „In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht immer um Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“

 

27.8.15 Cui Bono?

Leserbrief an STB zum Bericht "Wir sind Pack" (---wurde nicht gedruckt!---)

Gäbe es eine Anleitung, wie man Nazis züchtet, hätten Gabriel, Merkel und Gauck alles richtig gemacht. Erst reist man durch die Welt mit der Botschaft, Deutschland sei ein Einwanderungsland und die Wirtschaft brauche dringend Arbeitskräfte, am besten hochausgebildete. Wie die Herkunftsländer diesen Aderlass verkraften sollen, war nie ein Thema für die guten Menschen bei uns. Gleichzeitig lässt man zu, dass die Bündnispartner aus unserer „Wertegemeinschaft“ völkerrechtswidrige Angriffskriege führen und überall Rebellen aufbauen, angefangen bei den Kontras, den Mudschahedin, den Taliban, Al Kaida, des UCK, dem IS und wie heißen die ukrainischen Nazis? Wenn dann die Regimewechsel durchgeführt sind, ertrinken die Länder in Blut und Chaos und internationale Trusts verteilen den erbeuteten Kuchen. Doch die notleidende Zivilbevölkerung wird nicht durch die Verursacher der Angriffskriege unterstützt, wozu das Völkerrecht sie klar verpflichtet. Weder die USA, Israel, Saudi Arabien usw. nehmen Flüchtlinge aus Afrika und dem Orient auf und Briten und Franzosen drücken sich ebenfalls vor ihrer Verantwortung. Auch die „willigen“ Länder des „Neuen Europa“ (Rumsfeld) wollen keine Flüchtlinge, aber es gibt ja noch Deutschland, Österreich und Schweden. Viele Menschen in diesen Ländern wissen aber gar nicht, wie ihnen geschieht, kein Mensch fragt sie um ihre Meinung, ihre Regierungen bestimmen einfach. Sie haben Angst um ihre sozialen Systeme, vor Konkurrenten auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, um ihre vertraute Welt. Doch wer aufmuckt ist „Pack“ oder Schlimmeres. Gewiss wird es einige Unbelehrbare geben, doch mit Sprüchen, es gäbe keine Toleranz gegenüber denen, die die Würde anderer in Frage stellen, und „Pack“ , „Dunkeldeutschland“ usw. tut man genau das, Andersdenkenden die Würde nehmen. „Cui bono“, frage ich zum Schluß, also, wer hat was davon, wenn in Deutschland wieder tiefe Gräben aufreissen?

PS: Wußten Sie, dass das Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge noch immer mit einem Werbefilm Asylbewerber aus aller Welt anlockt ?7 Der Film ist hier ganz unten auf dieser Seite

 

22.8.15 Chaos machen kommt vor der Diktatur

Vor Flüchtlingsheimen zu demonstrieren und Hass zu predigen ist wirklich armselig, die Verursacher der Flüchtlingsströme sitzen bekanntlich woanders. Gauck hat etwa vor Monaten in Tunesien noch um Zuwanderer geworben und Wirtschaftsvertreter fordern sie auch heute noch. Die Hauptverantwortlichen für das böse Spiel mit Menschenschicksalen sitzen bekanntlich in den Regierungsgebäuden des Westens. 

TTIP, zur Aushebelung des verbliebenen Restes an Demokratie in Europa und Flüchtlingsströme zur Zerstörung dereuropäischen Sozialsysteme und Erzeugung sozialer Unruhen, damit die Menschen nicht mitbekommen, wie man Europa in einen Krieg treibt? Verschwörungstheorie oder Wirklichkeit? In jedem Fall sollte man darüber nachzudenken. Ernst zunehmende Stimmen behaupten, dass hinter den Regime-Umstürzen in Afrika und dem Orient ein Plan steckt, nämlich der, überall Chaos zu erzeugen, weil ein durch Luftbuchungen aufgeblasener Haifischkapitalismus in geordneten Verhältnissen nicht existieren kann. Und die dabei entstehenden Flüchtlingsströme in die EU leiten, damit dort auch Chaos und Bürgerkriege entstehen, also genau jenes „Biotop“, in dem sich Haifische und Wölfe wohlfühlen. Dann mit der alten "Teile-und-herrsche-Taktik" die Menschengruppen gegeneinander auspielen. Dann Macciavellis Tipp befolgen und die Aufstände durch "Bluthunde" niederschlagen zu lassen und diese danach beseitigen, damit man selber als Retter mit weißer Weste dasteht und eine ordentliche Diktatur rechtfertigen kann. Noch ist es nicht soweit, doch wenn die Regierungen nicht gegensteuern, wird es wohl so kommen. Bezweifeln tu ich alleine, dass es wirklich einen durchdachten Plan gibt, zur absichtlichen Chaoserzeugung, denn Planung erfordert Verstand, den ich aber nirgends erkennen kann.

PS: Andere sind da anderer Ansicht, sie glauben an einen durchdachten Plan zur Unterwerfung Europas. Egal, ob sie recht haben, man sollte ihre Argumente kennen. Hier der Film "Beispiel Gaddaf: Instrumentalisierende Kriegsführung"

 

17.8.15 Abzug der deutschen Partiot-Raketenstellungen aus der Türkei

Deutschland will seine Patriot-Raketen aus der Türkei abziehen, wie es die Holländer schon vor einem Jahr getan haben. Nun, einen Tag später wird bekannt, dass auch US-Einheiten abziehen werden. Die Reihenfolge der Ankündigungen ist sicher Augenwischerei, denn dass die Deutschen etwas ohne Erlaubnis der USA tun, wäre neu.

Der Abzug hat gewiss mehrere Gründe. Ich will nur hoffen, dass nicht ein Grund der ist, dass sich die Kriegstreiberei der NATO gegen Russland zuspitzt und die Patriots deswegen in Deutschland oder im östlichen NATO-Gebiet gebraucht werden. Wie dieser Tage zu lesen, werden von der Ukraine die Angriffe auf den Donbass wieder verschärft, eine Situation, die sich schnell zuspitzen kann.

Was in der Türkei weiter passiert ist ebenfalls hochgefährlich. Die Patriots hat man dort eigentlich nie gebraucht, da Syrien die Türkei nie bedroht hat. Vielleicht will man die Deutschen da auch weg haben, um keine Zeugen mehr zu haben, für das doppelte Spiel, das man treibt. Die Türkei hat den Krieg gegen Assad mit angezettelt, sie dabei mit NATO-Raketen zu schützen, war ein Skandal und hätte leicht zu einem Bündnisfall führen können. Das wäre wirklich der Witz gewesen: Die Türkei zündelt in Syrien, Assad lässt sich das nicht gefallen und das wäre dann ein Angriff auf einen Bündnispartner und der große Krieg wäre da gewesen. Ob wir vor dem aber nach dem Abzug der Patriots wirklich sicher sind, wird sich noch zeigen, denn der vom Westen, der Türkei, Israel und den Golfstaaten über Rebellen mörderische Bürgerkrieg in Syrien geht weiter. Und die dabei geschaffene IS mordet weiter durch den Orient. Sie schlägt das Syrien geklaute Erdöl bis heute über die Türkei um, eine der Geldquellen für immer neuen Terror.

Deutschland hat an dem Völkermorden nicht mitgemacht, so hoffe ich es zumindest. Doch mit der Aufstellung der Patriots und der Beschützung eines der Aggressoren, war es Mitspieler, passiver zwar, aber eben Mitspieler. Und bei diesem teuflischen Spiel ist ein Völkermord passiert und die syrischen Flüchtlingsströme, die heute Europa zu zerbrechen drohen, sind auch eine Folge davon.

 

16.8.15 Für staatliches Wassermanagement

Leserbrief an Straubinger Tagblatt zum Bericht "Nur manchmal steigen überraschend die Pegel" vom 12.8.15, gedruckt am 18.8. im Bayernteil unter der Überschrift „Donauwasser für Franken“

„Auf dem Main und im Main-Donau-Kanal sind die Wasserstände stabil, da dort die Behörden den Wasserpegel immer auf konstantem Niveau halten“, wird der Leiter des Schifffahrtsamtes Nürnberg zitiert. Ja, womit denn? Natürlich mit Donauwasser! 150 Millionen Kubikmeter werden im Jahr nach Franken gepumpt. Das fränkische Seengebiet: gefüllt mit Donauwasser! Da sich dort ein lebhafter Wassertourismus entwickelt hat, wird man die Seen wohl kaum wie einen Polder leerlaufen lassen, sondern entsprechend zupumpen. Der Vergleich mit Josef Stalins Plänen, die russischen Ströme nach Norden umzuleiten, ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber der alte Strauss hatte da auch keine Skrupel, wenn es um die Verwirklichung seines Kanalprojektes ging. Nicht dass wir den Franken das Wasser nicht gönnen, sie können die Donau gerne anzapfen und sogar noch mehr Speicherseen anlegen, nicht aber in Trockenzeiten, da braucht die Donau ihr Wasser selber! Ein Wort noch zu Stauwerken, die immer mit dem Argument höherer Wasserstände für die Schiffe begründet wurden: Warum werden dann in Trockenzeiten die Pegel nicht abgesenkt? Etwa weil die Stauwerke alleine wegen der Geschäftsinteressen der Kraftwerksbetreiber gebaut wurden und die Schleusen nur nötig wurden, um die damit verbundenen Stauhöhen zu überwinden? 

Staatliches Wassermanagement für die etwa 100 Stauwerke an der Donau und ihren großen Zubringern wäre ein Gebot der Vernunft: Pegel absenken bei Trockenzeiten und vor drohendem Hochwasser, um dann Scheitelwellen aufstauen zu können. Aber dem stehen die Gewinninteressen der Energiekonzerne entgegen. Man mag sich gar nicht ausmalen wenn TTIP kommt, dann werden auch noch entgangene Gewinne für abgelehnte Energiebauprojekte anfallen und der Donau geht es am Ende wie dem Colorado, der auch vor dem Erreichen des Meeres schon versiegt...

 

7.8.15 Hiroshima: Massenmord eines Visionärs?

Leserbrief an PNP zum Hiroshima Gedenken „Enkel des Piloten: Er war ein Visionär“

!! Dieser Leserbrief wurde von der Passauer Neuen Presse nicht abgedruckt, übrigens keine einzige Leserreaktion zum Thema. Als einer, dessen Name nach Hunderten von Kommentaren mit dieser Zeitung verbunden ist, schäme ich mich über die hier erkennbare Servilität gegenüber den USA, die sogar nicht davor zurückschreckt den Massenmord auch noch als humane Vision zu verklrären!!

 

Es ist unerträglich im Jahr 2015 einen der Piloten, die 140 000 Menschen mit einer Atombombe töteten, als „Visionär“ zu bezeichnen und er habe damit Menschenleben gerettet. Wir wissen heute, dass Japan ihre Kapitulation angeboten hatten, die Amis der Welt aber ihre Höllenbombe demonstrieren wollten. Auch die Behauptung, dass diese Bombe durch Abschreckung weitere Kriegsopfer verhindert habe, ist unhaltbar. Prof. Dr. Rainer Mausfeld hat in seinem Vortrag an der Universität Kiel die Zahl von 20-30 Millionen Menschen genannt, die seit 1945 durch Kriege der USA ums Leben gekommen sind. Den Vortrag „Warum schweigen die Lämmer?“ gibt es auch als Film.

 

https://www.youtube.com/watch?v=Rx5SZrOsb6M oder die Aussagen des Films mit vielen Fussnoten als pdf-Datei

 

Weiteres zum Thema

In der "Propagandaschau" wurde am 9.8.15 berichtet, dass das ZDF heute mit keinem Wort erwähnte, wer die Atombombe vor 70 Jahren auf Nagasaki abgeworfen wurde. Ich postete dazu am  10. August 2015 um 0:03:

"Das Verschweigen der Täter des Massenmordes ist nicht neu. Am 10.8.05 habe ich einen Brief an den zuständigen Leiter der ARD Politik-Redaktion geschrieben:

Meldungen über die Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki
Sehr geehrter Herr …..,

im Abstand von wenigen Tagen wurden den Gedenktagen gemäß in der Tagesschau auf die Abwürfe der Atombomben im August 1945 hingewiesen. Doch in keinem der Beiträge wurden die USA überhaupt nur erwähnt. Was helfen Informationen, in denen wissentlich die Täter verschwiegen werden? Die Bombenabwürfe wurden von Ihnen gemeldet, als handele es sich um eine Art Naturkatastrophen. Eine solche Unterwürfigkeit gegenüber den USA ist beschämend und auch eine Schande für die ARD. Noch ein paar Stunden vor der gestrigen Meldung sah ich einen Beitrag über die erschreckende Uninformiertheit deutscher Schulabgänger, die nicht einmal den Namen des Bundespräsidenten kennen. Meinen Sie, dass die Kenntnis der Geschichte und ihrer größten Verbrechen – die Atombombenabwürfe gehören dazu – größer ist?
Es würde mich schon interessieren, ob das Schweigen von oben angeordnet war oder von einem Redakteur in vorauseilendem Gehorsam “verbrochen” wurde."

 

 

2.8.15 Willkommen, liebe Flüchtlinge!

Geschockt von der Blauäugigkeit der Stellungsnahmen von guten Menschen in diesem Artikel 200 Menschen aus Deutschland sagen in der Huffington Post: "Willkommen, liebe Flüchtlinge, gut, dass ihr hier seid" habe ich auch versucht zusammenzutragen, was mir beim Thema durch den Kopf geht.

1. Dieser Absatz wendet sich an politisch Verfolgte und Flüchtlinge aus Kriegsgebieten

Ihr seid in unser Land gekommen, nicht als Besucher, nicht als Tourist, nicht aus Neugier auf unsere Landschaften, unsere Kultur und Natur, auch nicht wegen uns. Ihr sucht Schutz vor Verfolgung, seid vielleicht vor Krieg und Not aus euerer Heimat geflüchtet. Ihr seid vielleicht vor dem Kriegsdienst geflohen, weil ihr euch nicht zu Mördern abrichten lassen wolltet, wolltet keine Kriegsknechte sein für einen Diktator, für religiöse Fanatiker oder die Interessen eines fremden Imperiums. Vielleicht seid ihr auch vor religiöser Diktatur geflohen, vielleicht auch vor Folter und Verfolgung. Wenn ihr also Flüchtlinge, Verfolgte seid, dann seid ihr uneingeschränkt willkommen! Wir werden euch helfen, bis ihr wieder gefahrlos nach Hause könnt, auf solche Hilfe haben sich zivilisierte Gesellschaften verständigt. Wir werden euch schützen, auch vor Feinden aus unseren eigenen Reihen.

Doch neben euerer Versorgung als Flüchtlinge müssen wir auch gemeinsam versuchen die Ursachen, die euch zu Flüchtlingen gemacht haben, zu erforschen und dann politisch zu bekämpfen und das uns Mögliche tun, dass es zu keinen weiteren humanitären Katastrophen in anderen Regionen kommt. 

Wir Deutschen, denen man von unseren Besatzungsmacht vor vielen Jahren die Mitgliedschaft in der Verteidigungsgemeinschaft Nordatlantisches Bündnis verordnet hat, das längst den halben Globus als Einsatzgebiet für seine geopolitischen Interessen begreift, müssen zudem sehen, wie wir aus diesem Schlamassel herauskommen. Wir müssen als erstes aufhören von einer "Wertegemeinschaft" mit Mächten zu reden, die für Folter, Mord und Zerstörung stehen, das sind wir unserer eigenen blutigen Geschichte schuldig. Wir müssen auch gemeinsam die Eroberer und Kriegsprofiteure für das von ihnen verursachte Leid völkerrechtlich zur Verantwortung ziehen. Wir müssen fragen, wieviele syrische, irakische, kurdische, afghanische, libysche, somalische, ägyptische Flüchtlinge etwa die kriegerischen USA aufgenommen haben? Oder das reiche Saudi Arabien oder Israel? Die Regime dieser Länder legen überall Brände und überlassen die Flüchtenden sich selber oder der Versorgung durch ihre europäischen Vasallenstaaten. Oder das Desaster am Balkan, dass die NATO mit deutscher Hilfe herbeigebombt hat. Aus dem Kosowa, der als Speerspitze gegen Belgrad geschaffen wurde und heute noch durch starke NATO-Verbände und eine große US-Basis besetzt ist, fliehen Hundertausende in die EU, einfach weil Amerikas Geostrategen die Kosowaren und ihre wirtschaftliches Wohlergehen nie interessierten. Der Kosowo ist geradezu ein Lehrbeispiel für diese kurzsichtige, verkommene westliche Politik. Man muss kein Prophet sein um sagen zu können, dass es mit der Ukraine ebenso laufen wird. Da werden faschistische Verbände von Amerika gegen Russland gehetzt und das Land blutet wirtschaftlich aus. Millionen Menschen fliehen, die meisten noch nach Russland, doch auch schon nach Polen. Man kann sich an fünf Fingern abzählen, wo sie am Ende landen werden.

Es muss unser gemeinsames Anliegen sein die Verursacher dieser Verbrechen vor ein internationales Gericht zu bringen. Und wir Deutschen müssen ihnen untersagen, von unserem Land aus ihre Untaten zu begehen und dürfen uns nicht länger als ihre Vasallen und Legionäre für ihre verbrecherischen Kriege missbrauchen zu lassen. Wir müssen aber auch verhindern, dass deutsche Konzerne, die längst international kontrolliert werden, Waffen in Krisengebiete liefern und unsere ebenso verflochtenen Großbanken ganze Völker in die Schuldenfalle treiben und faktisch versklaven. Profit auf dem Rücken anderer Menschen darf es in einer zivilisierten Gesellschaften nicht mehr geben! Und schließlich müssen wir wieder regionaler und nachhaltiger wirtschaften, denn Globalisierung und Freihandel sind ein zerstörerischer Irrweg.


2. Dieser Absatz wendet sich an Zuwanderer aus wirtschaftlichen Gründen

Liebe Zuwanderer,

viele von euch sind keine Verfolgte und auch keine wirklichen Armutsflüchtlinge. Diejenigen, die es aber sind, meine ich im Folgenden nicht, denn was soll ein Mensch der nichts besitzt und hungert anderes tun als Nahrung dort zu suchen, wo es sie gibt. Mein Appell wendet sich an diejenigen von euch, die ein besseres Leben suchen und meinen sie könnten das bei uns finden. Ihr reist auf der "Flüchtlingsschiene" und gefährdet damit die Aufnahme wirklicher Verfolgter und Notleidender und setzt diese ins Zwielicht. Eurere große Zahl provoziert auch eine Abwehrstimmung in der einheimischen Bevölkerung, die am Ende das Recht auf Asyl gefährden kann. Das kann in Niemandens Interesse sein. 

Ihr seid die Mehrzahl derer, die heute bei uns ankommen, sich durch Schleuserbanden nach Europa schmuggeln lassen. Als Schleusergeld werden hohe Summen genannt, die etwa dem Jahreseinkommen eines durchschnittlichen Rentners bei uns entsprechen. Wir fragen uns, wie das Notleidende finanzieren können. Entweder seid ihr nicht so arm, wie ihr den Anschein erweckt oder ihr habt euch in die Hand von Geldverleihern begeben, die euch und euere Familien in der Heimat in den Würgegriff nehmen werden.

Ihr kehrt euerem Heimatland aus wirtschaftlichen Gründen den Rücken, auch wenn diese durchaus schwer wiegen und von Arbeits- und Chancenlosigkeit bis zu bitterer Armut reichen können. Oft seid ihr von euerer Familie wie Noahs Taube ausgeschickt worden, um zu erkunden, ob es sich in Europa besser leben lässt. Vielleicht habt ihr euch auch von Werbespots und verlogenen Filmen locken lassen, die der Welt ein Schlaraffenland in den Industrieländern des Nordens vorgaukeln, in der Mädchen und Frauen, anders als bei euch, sexuell freizügig sind und vielleicht auf euch und euer Begehren nur warten? Ich kann euch vor solchen Lügenmärchen nur warnen. Vielleicht hat euch auch das Fußballfieber bei der WM angesteckt und ihr wollt ins Land des Weltmeisters kommen und hofft selber als Spieler entdeckt zu werden. Sollte es so sein, dann hättet ihr genau so gut zu Hause Lotterie spielen können.

Vielleicht habt ihr auch deutsche Politiker gehört, wie sie in euerer Heimat um Arbeitskräfte geworben haben. Doch für diesen Fall sollst du wissen, dass diese Politiker entweder Agenten der Wirtschaft sind, die immer ein Arbeitslosenheer braucht, um damit die Bevölkerung disziplinieren und ihr durch billige und willige Zuwanderer die Löhne und Arbeitsbedingungen drücken zu können. Oder sie sind Marionetten des amerikanischen Imperiums, das sich aus machtpolitischen Gründen etwas davon verspricht, wenn das Chaos, das sie in Nahost und Afrika erzeugen, sich auch nach Europa ausdehnt und die Europäer vor lauter innenpolitischen Problemen gar nicht mehr mitbekommen, was mit ihnen außenpolitisch geschieht. Darum werden die Armen beider Seiten als demografische Waffe missbraucht und gegeneinander gehetzt. Manche Politiker sind auch mit hiesigen Flüchtlingsspekulanten verwoben, denn es hat sich bei uns für manche Unternehmer ein "Flüchtlingsgeschäft" entwickelt in dem Milliarden verdient werden. Flüchtlinge sind für diese Geschäftemacher zu Goldeseln geworden, die Folgekosten werden sie wie immer der Allgemeinheit aufladen.

Durch eine Invasion von Zuwanderern werden in unserem Land auch wieder tiefe Gräben aufgerissen, wieder trennende Grundansichten mobilisiert. Gerade waren, angesichts der Kriegsgefahr in Europa, ein paar hellere linke und rechte Köpfe dabei einige der alten Gräben zu überbrücken und brachten gemeinsam politische Lügengebäude des Imperiums zum Einsturz.

Die Regierungen, die dieses böse Spiel betreiben oder geschehen lassen, verraten ihr eigenes Volk. Wenn dieser Gedanke richtig sein sollte, dann kann man auch, wie wir es in der deutschen Geschichte schon wiederholt erlebt haben, das weitere Szenario vorhersagen: Brandbeschleuniger werden eingesetzt, vielleicht sogar Terroranschläge unter falscher Flagge, wie man es seit dem Anzünden des Reichstags durch die Nazis und auch später bei Anschlägen der RAF und später der NSU erlebt hat. Sollte es soweit kommen, werden alle besonnenen und abwägenden Stimmen verstummen müssen, am Ende steht ein wieder einmal offener Faschismus, in dem es keine Bürgerrechte und auch keine Hilfe für diejenigen mehr geben wird, die diese wirklich bräuchten. Unsere willfährigen Medien geben bereits heute Exempel ihrer "Anpassungsfähigkeit" und berichten, was man ihnen ins gemietete Maul legt.

Wenn ihr - wie ich unterstelle - nun zu der Gruppe gehört, die nicht verfolgt wird, sondern nur in die Nähe der europäischen Fleischtöpfe kommen will, dann kann man das zwar verstehen, ein Bleiberecht lässt sich daraus aber nicht ableiten, es würde zu hundert neuen Problemen führen.

Der deutsche Sozialstaat ist das Ergebnis langer und schwerer Kämpfe und er funktioniert nur als geschlossenes System. Wird dieses überstrapaziert oder gesprengt, geht es kaputt, was aber ebenfalls im Interesse des amerikanischen Raubtierkapitalismus liegt, denn er will weltweit eine Nivellierung der sozialen Versorgtheit auf unterstem Niveau. 

Es hat also weitreichende Auswirkungen, auch als erstrebenswertes Vorbild für die übrige Welt, wenn die wenigen noch verbliebenen Sozialmodelle durch Überlastung, Freihandel oder Wirtschaftsanarchie zerstört werden. Aus dieser Sicht wäre es fatal europäische Versorgtheit zu beanspruchen, statt zu Hause die dafür nötigen Mühen und Kämpfe für die Entwicklung besserer Lebensbedingungen zu führen. 

Ihr Zuwanderer solltet diese Zusammenhänge kennen und wissen, dass es um nichts weniger als um üble Politik geht und um üble Geschäfte und ihr dabei eine wichtige Rolle spielt und für fremde Zwecke missbraucht werdet oder euch missbrauchen lasst.

Ihr sollt auch wissen, dass Argumente gegen Asylmissbrauch heute nur selten nationalistische oder gar rassistische Wurzeln haben. Viele Europäer sind Asylanten und Zuwanderern gegenüber dennoch reserviert bis ablehnend eingestellt. Das dies im umgekehrten Fall nicht anders wäre, bräuchte es eigentlich kein weiteres Wort der Erklärung. Und doch will ich versuchen die Hintergründe zu erhellen versuchen. Die meisten Menschen kümmern sich erst einmal nur um sich und ihre Angehörigen und sind damit auch vollauf beschäftigt. Die Annahme, dass alle Europäer oder alle Deutschen wohlhabend seien ,entspricht überhaupt nicht der Wirklichkeit. Reich sind nur wenige, die Allermeisten kommen gerade so über die Runden. Sie haben oft Sorge um ihren Arbeitsplatz und wenn dieser noch so stumpfsinnig, stressig und schlechtbezahlt ist, denn er ist ihre Existenz. Sie haben oft Mühe, sich ihre Wohnung leisten zu können, denn die Mieten werden in den großen Städten immer unbezahlbarer, selbst Gutverdienende müssen deswegen oft im Umland wohnen und täglich stundenlang in die Arbeit fahren. Es geht überhaupt nur einigermaßen rund, weil beide Elternteile arbeiten, beinah regelmäßig zum Schaden ihrer Kinder, die immer früher in fremde Hände gegeben werden. So werden die Eltern ihren Kindern entfremdet und diese ihren Eltern. Viele leiden darunter, haben Sorge um ihre Familie, die Gesundheit der Kinder oder der alten Angehörigen, die oft weit entfernt leben, weil unsere menschenverachtende Wirtschaftsordnung die Familien schon lange zerrissen hat. Die so isoliert in zu kleinen Wohnungen, zu Tausenden in Wohnställen zusammengepferchten Kleinfamilien, gehen nicht selten daran kaputt, die Eltern trennen sich, die Kinder werden gleichsam zu Strandgut und das ganze Elend pflanzt sich weiter, in allem angewiesen und abhängig. Viele sind krank oder angeschlagen, es zwickt hinten und vorn, denn zu viel Fett, Zucker, Fleisch, Alkohol, Nikotin, Bewegungsmangel, Allergien, Lärm, zu wenig Schlaf, Depressionen, Stress und existenzielle Ängste usw, hinterlassen auf Dauer Schäden an Körper und Seele. 

Nach Abzug der dringsten Lebenskosten, nach Abzug von Steuern und Zwangsbeiträgen für Versicherungen usw. bleibt bei immer mehr Menschen nichts übrig. Viele sind verschuldet und sind auch noch zu Zinsknechten ihrer Banken geworden. Doch auch ohne deren Peitsche arbeiten wir mehr als ein halbes Jahr alleine für den Staat. Früher nannte man das Frondienst oder Zwangsarbeit, wobei etwa der mittelalterliche Zehnt nur einen Bruchteil heutiger Steuern ausmachte. 

Wie sollen sich diese so Dauergeschröpften Menschen über Flüchtlinge freuen, die mit ihrem vom Staat abgepressten Geld versorgt werden, ohne dass man sie um Erlaubnis fragt? Ebensowenig fragt man sie bei Milliardengeschenke an die Wirtschaft und Mafiabanken. Warum sollen sich diese Geschröpften und Entmündigten also über weitere Ausgaben freuen, die ihnen noch dazu vielleicht die Arbeit wegnehmen und ihre Wohnungen verteuern? Was können sie dafür, dass ihre Marionettenregierungen und die Verbrecherbanden dieser Welt euere Länder in Krieg und Chaos stürzen. Sagt nicht, die Menschen hätten sie gewählt, denn was du bei uns auch wählst, es spielt keine Rolle, denn regieren tun andere, die überhaupt keine demokratische Legitimation besitzen. 

Ein grundsätzliches Wort auch zu den heutigen globalen Völkerwanderungen, es stehen gigantische Zahlen im Raum. Die meisten gehen auf die Gier imperialen Wirtschaftens zurück, das für seine Geschäfte permanentes Chaos braucht, dafür ganze Landstriche verbrennt und verseucht, das Land von Kleinbauern an Konzerne verschachert, die Völker in Zinsknechtschaft treibt und ihnen gleichzeitig mit ihrer süßen Propaganda die Köpfe vergiftet und immer neue Bedürdnisse einimpft. Beinahe alle Fluchtbewegungen und Völkerwanderungen gehen darauf zurück. Die Installierung globaler Märkte ist eines ihrer Instrumente, mit dem sie alle gewachsenen Grenzen niederreissen um dann wie Wölfe über alle Völker herfallen können. Alles was sich diese an sozialen Standarts erkämpft haben,wird abgeschafft und den regionalen Erzeugern das Geschäft mit Billigimporten zerstört. Es läuft immer nach dem selben Prinzip ab und immer mit der Hilfe privilegierter einheimischer Handlanger, die – bis zu ihrem eigenen Absturz - die Drecksarbeit erledigen, hoffend, dass sie selber verschont werden.

Es steckt also System dahinter, die Völker durcheinander zu wirbeln und ihnen ihre Wirtschaftsweise, ihre Kultur und Sprache zu nehmen, und damit auch ihren Stolz und ihr Selbstwertgefühl. Wer sich vor Ort dann nicht mehr ernähren, seine Arbeitskraft verkaufen kann, reiht sich in die Schlange der Verzweifelten und irrt heimatlos durch die Welt. Das ist immer das Ende des menschenverachtenden kapitalistischen Systems, im Endstadium auch in den USA zu beobachten, wo immer größere Teile der Bevölkerung auf der Straße leben, weil sie alles verloren haben.

Diese Zeilen schreibt einer, dem nationalistischen Ressentiments fremd sind und der nichts mehr verabscheut als Rassismus. Ich meine aber, dass sich jeder Mensch zuerst um seine Familie, dann um seine Nachbarn, seine Kommune, einfach seine Nächsten zu kümmern hat. Wem diese aber egal sind und er sich - in der Regel nur verbal - um die "Übernächsten" kümmert, der erweckt mein Misstrauen.

Zudem schafft zu schnelle Vermischung unterschiedlichster Denk- und Entwicklungstufen schier unüberbrückbare Gegensätze, erst recht die aus der Vermengung von teils menschen- und denkverachtenden Religionen entstehende Zwietracht. Ich gehe sogar soweit, dass ein wirkliches Zusammenwachsen der Völker nicht mit den sie trennenden Religionen möglich ist.

Ich brauche die Richtigkeit dieser Behauptungen nicht beweisen, denn die Realität belegt sie überall. Wer kann auch nur ein Beispiel nennen, wo dieses Völkervermengen je zu Frieden und Verständigung geführt hat? Erinnert euch an das alte Jugoslawien, wie nach dem Tod Titos das gegenseitige Abschlachten begann, geschürt von den alten Kolonialmächten! Nachbarn, die jahrzehntelang zusammenlebten, gingen sich an die Gurgel. Oder der Orient mit seinen willkürlich von Kolonialherrn gezogenen Grenzen und seinen Völker- und unverträglichen Religionsvermischungen, unter denen alle leiden. Und gibt es irgendwo mehr Hass und Rassismus als im reichen Amerika, das tatsächlich das sozial kälteste, unsolidarischte und verschuldetste Land dieser Erde ist? 

Unser Land ist einfach zu klein für die Aufnahme von zu vielen Zuwanderern. Deutschland ist eines der überbevölkertsten und ökologisch geschundensten Länder dieser Erde. 200 Jahre Industrialisierung und Kriege haben die Böden und viel Grundwasser vergiftet. In den Ballungsgebieten schlummern noch Tausende von Blindgängern aus dem letzten Krieg, ein Vielfaches davon liegt vor unseren Küsten. Große Landesteile bergen Altlasten, keine Behörde weiß, was alles an Giften vergraben ist, was von Halden verweht wird. Auch die radioaktive Belastung ist vielerorts hoch, vor dem Verzehr von Nahrung wird gewarnt. Noch immer wird eigener und importierter Sondermüll in Deutschland verbrannt, obwohl bekannt ist, dass die hochgepriesenen Filter oft versagen. Ganze Regionen sind unterhöhlt, nach jahrhunderlelangem Erz- und Kohleabbau. Was viele nicht wissen, weil die Bauern auf den Feldern sogar Biokraftstoffe anbauen: Wir können unsere Bevölkerung nicht durch eigeneLandwirtschaft ernähren, deswegen importiert Deutschland für etwa 70 Milliarden Euro Futtermittel und Lebensmittel aus der ganzen Welt. Obwohl unsere eigenen Flächen höchstens für eine Notversorgung mit Brot und Kartoffeln reichen würden, vernichten wir doch weiter große Areale fruchtbarster Agrarflächen. Die Gründe für diesen Wahnsinn? Hundert und keiner, Wahnsinn gebiert immer neuen Wahnsinn.

Wir haben praktisch kaum eigene Rohstoffe und sind in hohem Maße von Importen abhängig. Dass die Lieferungen einmal stoppen könnten, mag man sich gar nicht ausmalen. 

Überlegt doch, es kann alleine rechnerisch nicht funktionieren! Wo will man die Grenze ziehen? Soll die ganze Welt nach Europa kommen, weil es sich hier dem Anschein nach bequemer lebt? Und wer kann ernsthaft glauben, dass dies dann auch so bleiben würde? Mit welchem Recht soll man heute Menschen aufnehmen und morgen Millionen abweisen?

Aber Deutschland sei doch ein Land mit schrumpfender Bevölkerungszahl, hat man euch gesagt, ohne permante Einwanderung würde alles zusammenbrechen... Das sind Greuelmärchen, von interessierten Kreisen, gekauften Statistikern und industriefinanzierter Wirtschaftsverbänden gestreut. Nein, es wäre keine Katastrophe, wenn es langfristig zu einem Bevölkerungsrückgang käme. Doch so lange sich die Wirtschaft einfach willige "Arbeitssklaven" von irgendwoher holen kann (oder diese freiwillig kommen!) werden sich die Arbeitswelt und die Lebensbedingungen bei uns nicht menschen- und kinderfreundlicher gestalten. Nicht die Renditen und Gaunergewinne irgendwelcher Geldköpfe sollten uns sorgen, sondern alleine, was sie für uns und unser Land erwirtschaften. "Ja aber", die Sozialversorgungssysteme würden dann nicht mehr finanziert werden können!", hört man dann die Mietmäuler unken. Doch es ist nicht in Stein gemeisselt, dass die Sozialleistungen nur durch Abgaben der Beschäftigten finanziert werden müssen und ihre Ersetzung durch Maschinen und Automaten auch noch gefördert wird.

Liebe Asylbewerber, geht mit offenen Augen durch unser Land! Merkt euch, was gut bei uns ist und merkt euch auch das Schlechte! Dann geht wieder nach Hause und berichtet eueren Leuten, wie es sich in Europa lebt. Erzählt ihnen, dass es in Deutschland viel Reichtum gibt, der nur wenigen gehört. Erzählt, wie die Stadtbevölkerung in Massenmenschenhaltung in Wohnblöcken lebt, wie sie in den ödesten Berufen malocht, täglich ihre Kraft, ja ihr Leben, für Geld verkauft, wie sie in allem kontrolliert und erfasst werden. Dass die "reichen Europäer" nur eine austauschbare Ware sind, oft kränklich und degeneriert. Erzählt wie sie nach der Arbeit den größten Mist im Fernsehen glotzen und für diese elektrische Verblödung sogar noch zwangsweise bezahlen müssen. Und berichtet, dass das reiche Deutschland riesige Schulden hat und mit den Zinszahlungen dafür reiche Geldsäcke stopft, statt für seine Bevölkerung etwas zu verbessern. Berichtet von der maroden Infrastruktur und dem gewaltigen Sanierungsbedarf der Städte. Und berichtet, wie dieses Deutschland ferngesteuert wird, von den selben Mächten, die auch euch im Würgegriff haben und dass europäische Demokratie nur Theater ist und seine Politiker Marionetten. Dass in den Medien gelogen wird, dass sich die Balken biegen und dass wer auch nur ein wenig an seiner Fassade kratzt am Ende vor einem Abgrund steht. Erzählt von mir aus auch von den tollen Smartphons..., doch kommt es auf solche Kinkerlitzchen an? Sollten euch die alles andere aufwiegen, dann war jedes meiner Worte zuviel. 

Gewiss, Flüchtlinge abzuweisen löst unsere großen Probleme nicht. Alleine die von der Politik abgesegneten Raubzüge der Hochfinanz, der Pharmazie, der ungezählten cleveren parasitären Berufsgruppen, die sich am größten Gesundheitskuchen der Welt gütlich tun..., die Aufzählung der Unzulänglichkeiten würde kein Ende finden, wir sind mit ihrer Behebung noch auf lange Zeit vollauf beschäftigt sein. 

Wenn wir sagen, wir können nur die wirklich Verfolgten von euch zeitweise aufnehmen, dann ist das einfach nur Ausdruck von Vernunft. Kein Land unserer Größe kann das leisten. Dieses kleine Restdeutschland hat schon so viele Lasten getragen, die Schäden von 2 Weltkriegen plus Reparationszahlungen geleistet, in die sie von ihren verbrecherischen Dikatoren getrieben wurden, eben wurden erst die Schulden aus dem 1. Weltkrieg beglichen. Wir haben viele Millionen vertriebener Landsleute aufgenommen und integriert, uns mit Millionen „Gastarbeitern“ widerspruchslos zurechtgefunden, die von der Wirtschaft angelockt und ausgenutzt wurden, um den deutschen Beschäftigten die Löhne drücken zu können um dann die Folgelasten der Allgemeinheit aufzubürden. Von den menschlichen Tragödien der Zuwanderer einmal gar nicht zu reden, die zerissen wurden zwischen den Welten und am Ende nirgends mehr hingehören. Mit der Wiedervereinigung kamen gigantische Lasten, wie sie kaum je ein Land zutragen hatte und die noch lange nicht bezahlt sind. Wir haben alleine über 2 Billionen Staatsschulden!

Dann lockte die Regierung Kohl über vier Millionen Spätaussiedler aus dem früheren Ostblock ins Land, dann kamen die Flüchtlingsströme in der Folge des Nato-Krieges am Balkan. Nebenher wurde die EU laufend erweitert und die damit einhergehende Freizügigkeit brachte wieder viele Menschen nach Deutschland, die es im Vergleich für ein gelobtes Land hielten und ein etwas bequemeres Leben hier vorzogen, statt es bei sich zu Hause erst aufzubauen. Was für ein Aderlass für ihre Heimatländer! Ärzte, Ingenieure, Pflegeberufe, Handwerker, gingen dorthin, wo mehr Euro locken. Wenn das irgendwas mit Vernunft und Moral zu tun haben soll, dann verstehe ich es zumindest nicht. 

Vielleicht versteht ihr Zugereisten diese Argumente eher, als viele Zeitgenossen in unserem Land. Es gibt bei uns – nennen wir sie „die Guten“, die vielleicht so zu nennen sind, weil sie so gut versorgt sind und über allen Widrigkeiten dieser Welt stehen. Sie sehen euer Leid, euere ehrlichen Gesichter und sie sagen, kommt zu uns, wir haben schon noch Platz!

Sie reden gleichsam aus hoher, ungefährdeter Position, den Kopf meist über den Wolken und haben das Herz voller frommer Wünsche und den Mund voller süßer Sprüche. Beispiele extremer Blauäugigkeit, Bigotterie und gutmeinender Verquertheit des Denkens haben gerade Prominente und Künstler in einer US-gesteuerten Internetgazette von sich gegeben. Siehe den Link am Anfang dieser Seite.

Ob sie manchmal darüber nachdenlen, dass so - alleine aus mathematischen Gründen – die Probleme der Welt nicht zu lösen sind und dass es humaner als Wunden verbinden ist, dafür zu sorgen, dass diese überhaupt erst entstehen? Auf jeden Fall endet ihre Freundlichkeit, wenn es gegen die heute noch kleine Gruppe der „Bösen“ geht, die sich durch weitere Zuwanderer bedroht fühlen, die Angst um ihre Wohnung, ihre Arbeit und ihre gewohnte Lebensweise haben, die nichts mit eueren Religionskriegen zu tun haben wollen, die sagen: „Geht nach Hause, das ist unser Land, wir wollen euch hier nicht haben!“ Diese euch gegenüber unfreundlichen, manchmal auch zornigen und gehässigen Memschen, sehen euch als Feinde, nicht diejenigen, die euer Leid erzeugten und die euch ins Land brachten. Ich habe es schon angedeutet – diese Mächtigen missbrauchen euch auch als Feindbild und Sündenbock, um die Menschen bei uns auseinander zu dividieren und gegeneinander zu hetzen, denn nur Chaos und Gegeneinander ist ihnen, was für Fische das Wasser ist. 

Die Freundlichkeit der „Guten“, mit denen sie euch empfangen (wobei die meisten nie mit einem von euch etwas zu tun haben werden) schlägt auf jeden Fall oft in ihr Gegenteil um, wenn es gegen diese „Bösen“ geht. Beide Seiten sind einander ein rotes Tuch und wer heute in Internetdiskussionen und in den Medien die Aggressivität ihrer Beiträge verfolgt, kann zwischen ihnen, was Gift und Galle betrifft, keinen Unterschied erkennen.   

Was helfen könnte wäre aufgeklärter Verstand, doch wenn es diesen gelegentlich gibt, dann oft ohne Herz und voller Hochmut, was ihn oft nicht nur wirkungslos macht, sondern geradezu abstoßend. Und auch die Aufgeklärten verkriechen sich oft in Schützengräben und zeigen so, dass es mit ihrer Aufgeklärtheit nicht weit her ist. So ist Verwirrung und systematische Verblödung das Normale und die Menschen haben wieder nichts aus der Geschichte gelernt und lassen sich schon wieder gegeneinander hetzen: die Linken gegen die Rechten, die Rechten gegen die Linken. Die Linken und Grünen unterstellen den Rechten sie wären Nazis und Rassisten, weil sie – weil sie es nicht besser kennen und können - manchmal Sprachformeln gebrauchen, wie sie auch von deutschen Nazis einmal gebraucht wurden, was aber nichts über die Berechtigung ihrer Inhalte aussagt. Die Rechten, wenn es überhaupt Rechte sind, fühlen sich verspottet von rhetorisch geübten „Gutmenschen“, die sie in anderen Sphären wähnen und spüren, wie ideologisch festgefahren diese „Spinner“ sind und sind tief gekränkt durch die Geringschätzung, mit der man ihnen begegnet. So verhärtet sich alles und aus Gekränkten werden Zornige und aus Zornigen werden wirkliche Rechte, was die „Guten“ wiederum in ihrer Meinung bestärkt. 

Die Tragik vieler Menschen ist, dass sie – wenn man ihnen einmal eine Überzeugung eingetrichtert hat – an ihr festhalten wie an Eigentum. Und da aus dem ideologischen Tropf, der ihre Köpfe speist, ständig neue Bestärkung kommt, ist eine Öffnung für neue Ansichten sehr schwer, bei vielen unmöglich, was wenig Hoffung macht. 

Wer irritierende Fragen stellt, findet sich schnell in Nazinähe, auch wenn man da überhaupt nicht hingehört. Aber Fanatiker, die ja immer in ihrem Blickwinkel arg eingeengt sind, können nicht differenzieren, tolerieren, verstehen, nachempfinden, alles überdenken, für sie gibt es zwei Schubladen, eine für sich selber, eine für alles andere: gut-böse, links-rechts, schwarz-weiß, Freund-Feind. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich! Das war schon immer die Devise der Fanatiker, der Räuberhäuptlinge, der Religionsstifter und ihren Nachfolgern und auch Völkermörder George Bush drohte mit dem Jesus zugeschriebenen Zitat 2003 seinen skeptischen Vasallen.

Unser Staatshaushalt wird seit Jahrzehnten durch Geschenke an die Wirtschaft geplündert. Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert. Wo verdient werden kann verschwindet der Verdienst in privaten Taschen. Wo Altlasten zu entsorgen sind, wie bei Atommeilern oder Endlagern, schiebt man Kosten und Verantwortung den Steuerzahlern zu und in der Disziplin sich dem Fiskus zu entziehen, hat man es zur Meisterschaft gebracht. Es ist wie ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel: die Bevölkerung würfelt sich durch enge, festgelegte Bahnen, die Globalplayer dürfen würfeln und ziehen, wo es ihnen gerade genehm ist.

 

28.7.15 Schwarzer Filz mit rosaroten Fäden

zum Thema: 120 Asylanten in ein Dorf mit 40 Einwohnern

 

Die PNP titelte am 23.7.15: "Adam verhängt Aufnahmestopp". Eine Leserzuschrift lobte ihn auch dafür, nach dem Motto "Endlich ein Politiker, der sich aufzumucken getraut".

Doch um was ging es wirklich? Landrat Adam drohte mit dem Aufnahmestopp von Asylanten nicht aus grundsätzlichen Erwägungen, etwa weil 90 Prozent keine Flüchtlinge sind und vielleicht nur der Werbung um billige Arbeitskräfte von Merkel und Gauck aufgesessen sind. Nein, Adam ging es nur darum, dass eine demokratische Einrichtung wie der Petitionsausschuß es wagte einer seiner Entscheidungen teilweise zu widersprechen.  

Der Landkreis Regen hatte in einem betagten privaten Hotel des 40 Seelendorfes Poschetsried, das drei Kilometer vor Regen liegt, aber irgendwann eingemeindet wurde, die Unterbringung von 120 Asylanten vorgesehen. Der Regener Stadtrat sprach sich zweimal dagegen aus und natürlich auch die betroffenen Dorfbewohner. Sie wandten sich an den Petitionsausschuss des Landtages und dieser fand 60 Asylanten für das kleine Dorf für ausreichend, was aus sozialer Sicht für das Dorf immer noch unverhältnismäßig und völlig unverantwortlich ist. 

Die Entscheidung des Petitionsausschusses hieße Halbierung des lukrativen Geschäftes für den Hotelier und für den Landrat, dass seine Entscheidungen durch eine höhere Instanz zurechtgerückt worden wäre. Doch sowas geht nicht in Bayern, der Petitionsausschuß, der praktisch Bürger immer abblitzen lässt, kann sich doch nicht auf einmal ein wenig einmischen!  Entscheidungen der Landratsämter werden durchgezogen, alles andere wäre am Ende der Anfang des Untergangs des Abendlandes...! Ich weiß wovon ich schreibe, denn ich erlebe diese Wagenburgmentalität gerade hautnah in einer privaten Sache. Der Landrat entscheidet - und wenn er hundertmal nur einen missliebigen Bürger abzustrafen versucht, doch alle Ämter müssen ihm zuarbeiten. Einsprüche, Dienstaufsichtsbeschwerden, Appelle an Minister, sogar Hilfeschreiben an die Presse, alles zwecklos. Man muss dass wohl einmal selber erleben, dass man es glaubt. Betroffene stehen einfach hilflos vor einem nicht angreifbaren schwarzer Filz, der von ein paar rosaroten Fäden durchwirkt ist. Und einer dieser Fäden ist der sozialdemokratische Landrat in Regen, der öffentlich damit prahlte, die Schwarzen gewählt zu haben. Solche Zuspieler liebt die bayerische Staatspartei, solche Leute werden geschützt, selbst wenn sich ihre Skandale wie Perlen an einer Kette aufreihen. Und dann gibt es noch den über das Pensionsalter hinausarbeitenden Chef der niederbayerischen Regierung, weils so schön ist und er - nach eigenen Angaben im STB - noch keinen Beratervertrag für die Pensionszeit hat... Na dann hängen wir als Regierungspräsident halt noch ein Jahr dran.... Diese merkwürdige Vertragsverlängerung um ein Jahr ist übrigens kein Märchen. Und so pfeift  der niederbayerische Oberschiedsrichter weiter und kann haarsträubende frühere Entscheidungen weiter absichern. Der Regener Landrat bekommt Recht und der Hotelier kann sein altes Hotel im gewünschten Umfang mit sicherem Staatsgeld versilbern. Ausschließlich darum ging es, lieber Dr. Leserbriefschreiber und liebe PNP.

 

 

13.7.15 Verurteilt nicht die deutsche Bevölkerung!

als Kommentar bei Telepolis veröffentlicht "Showdown in Brüssel" (wurde im Forum dafür heftig angegriffen und in Nazinähe gerückt)

Haltet ein, mit euerem Urteil über die Deutschen, Nachbarn in Europa! Nicht die deutsche Bevölkerung treibt euch um 86 Milliarden Euro tiefer in die Zinsknechtschaft, es sind unsere verkommenen Politiker, die nicht uns vertreten, sondern die Geldverleiher und die Bankenmafia! Sie haben vergessen, wie es uns selber einmal nach dem 1. Weltkrieg ging, als die Engländer, Franzosen und Amerikaner uns mit den Versailler Verträgen die Luft zum Atmen und zur Entwicklung nahmen! Warum wir uns nicht mit euch solidarisch zeigen und uns gegen unsere Führung wehren? Aus keinem anderen Grund, der auch euch die letzten Jahrzehnte daran hinderte euch von den Blutsaugern ruinieren und versklaven zu lassen. Wir haben nichts zu sagen, unsere Demokratie ist nur ein Theater. Kennt ihr nicht den Satz "Wenn Wahlen etwas ändern könnten, wären sie schon lange verboten!" Oder der Satz des Bankchefs, der unser Land als Tanker beschrieb, an dessen Steuer gewiss nicht die Kanzlerin sitzt? Doch viele von uns sind nur mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, wir werden von den Medien systematisch belogen und wenn ihr annehmt, dass der deutsche Reichtum auch nur in etwa der deutschen Bevölkerung  gehörte, dann irrt ihr euch gewaltig. Es ist im Grunde nicht anders wie bei euch: Wenige haben viel, viele haben wenig. Wir leiden alle unter derselben Plage und wenn diese sich nun die griechischen Häfen, Strände, Bahnen und Flugplätze unter den Nagel reisst, dann machen sie es nicht anders, als in jedem Land, dass sie mit Schulden versklavt haben. Man kann nur hoffen, dass den EU-Anwärterstaaten, die nichts Eiligeres vorzuhaben scheinen, als in die Nähe der Kanonen und der Fleischtöpfe zu kommen, doch noch die Augen aufgehen und sie aus dem, was mit euch Griechen geschieht, lernen. Doch die mächtigen Gauner dieser Welt werden alle ihre Macht und alle ihre Tricks einsetzen, dass es genauso kommt, bei den Serben, den Kroaten, den Bosniern, den Ukrainern usw.

Seht euch den Film "Warum die Lämmer schweigen" an, dann versteht ihr ein wenig besser, wie die ganze Verblödung abläuft.

Und noch eins, erinnert euch, falls ihr es überhaupt mitbekommen habt (es lief sogar an den meisten Deutschen völlig vorbei) - damals, als die Mauer fiel, wurde ein Gaunertruppe mit dem schönen Namen "Treuhand" eingesetzt, die alles was Wert hatte, an Spekulanten und Geldhaie verscherbelte, nicht wenig des Volksvermögens der alten DDR verflüchtigte sich in private Taschen. Aber genauso geschah es in der Sowjetunion und ihren ehemaligen Satelliten - und aus der Asche stiegen die neuen Oligarchen, die noch heute für so vieles Schlechte verantwortlich sind. In der Ukraine läuft seit dem Einsetzen der Verbrecherregierung von Amerikas Gnaden dieses böse Spiel zum zweiten (?) Mal. Alles was Wert hat wird verscherbelt, selbst die fruchtbarsten Ackerböden und das Volk verarmt und wird unter Kriegsrecht gestellt und die Jugend zum Morden ihrer Landsleute ins Militär gezwungen.

Ihr Griechen habt viel Hoffnung in die neue linke Regierung gesetzt, doch wie es gegenwärtig aussieht, wird nun alles das umgesetzt, was eine rechte Regierung hinweggefegt hätte. Ich will nichts unterstellen und gut möglich, dass meine Parallele zu uns hinkt: doch auch in Deutschland wurde Ende des letzten Jahrtausends die konservativ-neoliberale Regierung durch Sozialdemokraten und Grüne ersetzt. Wieviel Hoffungen haben alle denkenden Deutschen damit verbunden! Doch schon bald mußten wir erkennen, dass es mit unserem Verstand nicht so weit her war, denn Schröder und Fischer setzten alles das um, was eine konservative Regierung nie zu Stande gebracht hätte: Steuersenkungen für die Reichen, massive Verschiebung des Renteneintrittsalters, Privatisierungen, gewaltigen Sozialabbau, Harz 4 und am Ende führten die eher "pazifistische Regierung" an der Seite des amerikanischen Imperiums sogar wieder Krieg, die "Verteidigungsarmee Bundeswehr" bombardierte Serbien. Und dieser Wahnsinn wurde mit dem Etikett "humanitär" verkauft. Ihr seht also, es sind Dinge möglich, die man sich als aufgeklärter Mensch so gar nicht vorstellen kann. Aber wie sagte einmal der bayerische Humorist Karl Valentin: "Sie lassen uns Kanonenrohre bauen und reden uns ein es seien Fernrohre..."

 

30.7.15 Wenn Sozialist zum Schimpfwort wird

Es gibt Zeiten, da kommt man sich ziemlich blöd vor, weil man sich wieder einmal hat täuschen lassen, eigentlich hätte man es ja wissen müssen! Da hat man gerade noch die linke griechische Regierung gelobt - Volksbefragung, demokratisches Vorbild für Europa usw., dann unterschreibt Tsipras Forderungen der Geldverleiher, die noch über das hinausgehen, über was er zuvor seine Landsleute hat abstimmen lassen und wogegen diese mit überwältigender Mehrheit gestimmt haben. Er torpediert sein eigenes Plebiszit, verrät sein eigenes Volk, das ihm so sehr vertraut hat, das ist so absurd, dass man - zumindest ich  - Tage geradezu paralysiert war, um solches überhaupt glauben zu können. Eine Posse, ein Verrat, wie es ihn so schon lange nicht mehr gegeben hat. Wieder eine Hoffnung dahin, so zerstört man jeden Glauben an Wahrhaftigkeit und an Demokratie, es ist eine Schande! Das sind die Ereignisse, wo man am Liebsten nie mehr einen Kommentrar schreiben möchte und sich nur mehr um sich selber kümmern...

Da tröstet es wenig, wenn man in seinen Kommentaren zum Thema (siehe unten) auf vorsichtig formulierte Vorahnungen stößt, die den Kerlen vorher schon nicht so recht getraut haben, denn dafür gab es zuviele Fotos, die Tsipras in bester Laune im Kreis der Blutsauger seines Volkes gezeigt haben. Er und sein Finanzminister gehörte zu diesen Kreisen, sie hatten sich nur verkleidet, in dem sie ein einziges kleines Kleidungsstück weggelassen haben, die Krawatte, na ja, und da war noch der offene Kragenknopf... Ich hatte auf unsere deutsche Pleite mit der rotgrünen Regierung Schröder-Fischer  hingewiesen - schon der Begriff war Ausdruck für völlige Farbenblindheit - und davor gewarnt, dass es auch in Griechenland so ähnlich kommen könnte. Wie gerne hätte ich mich geirrt, aber mein Bauchgefühl scheint scheint selten daneben zu liegen.

Dass dieses Verräterpack aber nun das griechische Tafelsilber verscherbelt, dafür gibt es keine Entschuldigung. Oder dass die Tsipras-Regierung mit Hilfe der alten korrupten Parteien die eigene Partei spaltet, davon wird sich diese windelweiche und vermutlich auch gekaufte oder erpressbare Linke nie mehr erholen, gerade sowenig wie das der deutschen SPD je gelingen wird. Ihre Totengräber: Schröder, Scharping, Clemens, heute Gabriel oder Martin Schulz... Man kann Sozis einfach nicht trauen, das wissen wir seit 1914, als sie für die Kriegskredite stimmten. Spätestens aber seit der Weimarer Republik, etwa dem Blutmai, haben sie ihre Larve gelüftet. Wie konnten wir vergessen, was uns schon Tucholsky zu diesem leidigen Thema auf den Weg mit gab? Mein Vater, der selber einmal - nicht anders sein Vater - SPD gewählt hatte, hat mich gewarnt diesen windschlüpfrigen Burschen zu sehr vertrauen, und auch ich habe mein Leben lang keine anderen Erfahrungen gemacht, auch wenn ich die Sozis als das kleinere Übel immer wieder mal gewählt habe. Doch sie taugen nichts, nichts in der großen Politik und nichts in der kleinen, sie sind nicht Fisch noch Fleisch! Die paar Ausnahmen, und die gibt es, bestätigen einfach nur die allgemeine Regel.

Wenn ich nun noch lese, dass die Tsipras-Regierung in ihrer Lage nichs Eiligeres zu tun hat als einen Militärvertrag mit Israel zu schließen, dann fallen einem die Schuppen wieder einmal von den Augen und es wird glasklar, wer zu dem ganzen billigen Stück das Drehbuch verfasste.

 

22.7.15 Letzte Kuh

Beitrag auf telepolis zum Thema Ökonom Hickel: "Die Megakatastrophe Grexit vermeiden"

"Griechenland geht es wie dem Bauern, der seine letztze Kuh verkaufen muß, um die Raten für die Melkmaschine bezahlen zu können".
Diese Analogie, gefunden in einem Leserbrief, bringt die Sache auf den Punkt. Die Kuh steht hier für die Wasserwerke, Inseln, Bahnen, Marinas, Flughäfen, Bodenschätze usw. und die Melkmaschine steht für das Militär, die teuere Überrüstung, den Schuldendienst, den
korrupten Beamtenapparat, die Steuerfreiheit für die Reeder,
vielleicht auch für die oft beschworene griechische Leichtigkeit des Seins, wobei ich hier Zweifel habe, denn hier hat man uns zulange Propaganda in die Köpfe geblasen. 

 

9.7.15 Politik ohne Anstand

Leserbrief an PNP zum Bericht über die beleidigende Rede des CSU Mannes Manfred Weber  "Lassen Sie uns über Anstand sprechen"

gedruckt am 11.7.15

 

Gut, Herr Weber, sprechen wir über Anstand. War es anständig Griechenland seinerzeit in den Euro aufzunehmen, obwohl jeder wußte, dass das Land die Voraussetzungen nicht mitbrachte und so das ganze europäische Projekt zu gefährden? Ist es anständig, eine Regierung, die erst ein paar Monate im Amt ist, für die angehäuften Schulden ihrer korrupten Vorgänger verantwortlich zu machen? War es anständig zockende Banken durch den Steuerzahler zu retten? Oder die Einführung des ESM, dem vielleicht größten Raubzug der Geschichte. Ist es anständig, damit die nationalen Parlamente auszuschalten? Und noch eins: 90 Prozent der Griechenlandhilfen sollen direkt auf die Konten ausländischer Banken geflossen sein, ist das anständig? Und haben Merkel und Sarkozy die Griechenlandhilfe nicht einmal von fortgesetzten milliardenschweren Rüstungsverkäufen abhängig gemacht? Es ist vieles mit Anstand nicht zu vereinbaren, das Referendum gehörte aber nicht dazu. Die Griechen haben uns daran erinnert, wie Demokratie eigentlich funktionieren sollte.

 

 

7.7.15 Nachbetrachtung zum griechischen Referendum

Das Referendum ist vorbei, die Griechen haben gegen die weitere Ausplünderung ihres Landes gestimmt, es ist bis jetzt nicht geputscht worden, es ist bis jetzt alles ruhig. Der griechische Finanzminister ist zurückgetreten, ein respektabler Schritt, damit ist eines der roten Tücher für die Troika weg. Von der anderen Seite ist leider ähnliches nicht zu erwarten, aber sie haben ja offenbar nichts anderes gelernt, als dass sie ihren Bankenlobbyismus aufgeben könnten. Merkel, Martin Schulz, Scheuble, Juncker, Dijsselbloem, alle sind noch im Amt. Und alle geifern und hetzen wie gehabt, die Medien sind unverändert gleichgerichtet und ein lettisches Ratsmitglied der EZB teilt mit, dass es zukünftig wohl einen Staat weniger in der Eurozone geben wird. Man versucht weiter die Griechen für ihr Wahlergebnis abzustrafen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Andererseits kann man lesen, dass eine überwiegende Mehrheit der Deutschen das Referendum gut fanden und nicht wenige sich Vergleichbares auch bei uns wünschen. Die Griechen haben - egal wie es weitergeht - eine neue Seite der Demokratie aufgeschlagen und ich hoffe fest, dass es nicht folgenlos bleiben wird.

Gefunden am 13.7.15 (also erst nach meinem Kommentar "Verurteilt nicht die deutsche Bevölkerung!"

Klartext im ORF2!Hetze und Lügen wie noch nie! Merkel vertritt nicht die Deutschen!

 

 

9.6.15 Zu Griechenland

Als Einstieg ins Thema ein Textauszug aus "Nachrichten auf den Punkt gebracht" aus meiner Webseite vom Mai 2010

"Paris und Deutschland sollen Griechen-Hilfe mit Waffendeals verknüpft haben

 Diese Information habe ich 2010 auf meiner Webseite veröffentlicht. Die Aufzeigung, wie man etwa durch von der Nato geforderte und von Natoländern zu kaufende Militärgüter ein Land in die Schuldenfalle lockt, schienen mir für sich zu sprechen.

Gerade lese ich in den Wirtschaftsnachrichten 30.6.15, Zitat: "Die Nato lehnt eine Reduktion des Militäretats Griechenlands ab. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte im ZDF, der Militär-Etat solle auch im Fall einer Staatspleite unverändert hoch bleiben. Er ist mit 2,3, Prozent des BIP der höchste in der ganzen Nato. Die USA bestehen seit Anfang der Krise darauf, dass die EU Griechenland im Euro halten muss."

Nun aber zu meiner Sicht der Dinge, bezüglich Griechenland. Naturgemäß wird es zu einer Systemkritik, denn Griechenland ist nur ein Fall von Vielen, ist quasi nur das Sympthom einer bösen Krankheit, an der leicht sein Wirt sterben kann.

Aktuell ist die Griechenlandrettung gescheitert, unsere Medien sind voller Schuldzuweisungen an die linke griechische Regierung, weil diese über die Annahme der jüngsten Bedingungen das Volk abstimmen lassen will. Was soll daran so schlimm sein? Wäre es nicht in vielen anderen Bereichen auch angebracht gewesen die Völker in Europa zu befragen? In Deutschland durften wir das kein einziges Mal, obwohl es im GG heißt, die Teilhabe an der Demokratie fände durch Wahlen und Abstimmungen statt. Doch unsere Regierungen entschieden immer über unsere Köpfe hinweg und auch beim Verfassungsgericht wird eine diesbezügliche Klage gar nicht angenommen, ich habe es schon vor Jahren versucht. Heute wissen wir, dass auch unsere Regierungen nach fremder Pfeife tanzen müssen oder es in vorauseilendem Gehorsam tun. Auch ich habe von der europäischen Idee immer Gutes erhofft, habe geglaubt, nur so können Kriege in Europa verhindert werden. Heute weiß ich, das war eine Illusion, denn die EU ist wie die NATO nur Werkzeug für geopolitische Interessen der globalen Geldmafia, angeführt von den USA, wobei letztere auch nur Spielball ihrer Oligarchen und Plutokraten sind und das amerikanische Volk sowieso nichts zu sagen hat. Es gibt weitere Werkzeuge, die in diesem Sinn funktionieren, die internationalen Geld- Hilfs- und Aufsichtsorganisationen wie IWF oder Weltbank, ebenso der jeder demokratischen Steuerung, ja Kontrolle, entzogene gigantische ESM-Topf, mit dem die Banken ihre Kredite sichern (und seien sie noch so aus dem Nichts geschöpft!), selbst wenn Staaten dabei zu Grunde gehen. Dazu kommen die amerikanischen Rating-Agenturen, die allesamt in der Hand privater Banken sind und - in dem sie den Daumen heben oder senken - ganze Volkswirtschaften zerstören können. Aber selbst unsere nationale Finanzaufsicht wird von denen finanziert, die sie kontrollieren sollen: den Banken. Dieses offensichtlich unmoralische, ich meine sogar kriminelle Netzwerk, wird durch Geheimdienste abgesichert, im Zweifelsfall mit der Lizenz zum Töten. Dazu passt dann auch noch der internationale Gerichtshof in Den Haag, in dem bislang nur Siegerjustiz betrieben wurde und diejenigen, die es betreiben, also die USA, nicht einmal Mitglied sind und angekündigt haben, mit militärischen Mitteln jeden amerikanischen Angeklagten zu befreien. So bleibt jeder Massenmörder des Imperiums straffrei. Und nicht Zuletzt werden sogar die Vereinten Nationen zu einem Papiertiger, denn die größten Räuberstaaten, Waffenhändler und Völkermörder sitzen im Weltsicherheitsrat und könne mit ihrem Veto dafür sorgen, dass die Welt in ihrem Sinne "sicher" bleibt, sicher alleine für sie selber... Wir sehen also, es ist für alles gesorgt und dieser etwas weite Bogen, den ich geschlagen habe, zeigt, dass ein so kleines Ländchen wie Griechenland sich zu fügen hat, alleine schon, weil man keinen Präzedenzfall zulassen will. So gehört es auch zur gewöhnlichen Praxis, dass man Völker in die Schuldenfalle lockt - und wenn sie nicht wollen - dann eben zwingt. In Griechenland kommt noch sein besonderer strategischer Wert für die NATO dazu, die sich längst von einem Verteidigungsbündnis zum blutigen Kriegshammer von Kapitalinteressen gewandelt hat. Vermutlich war diese Verteidigungsbindung aber von Anfang an eine Lüge, denn sie hält Europa seit über einem halben Jahrhundert in atomarer Geiselhaft - und noch immer klatschen viele Geiseln Beifall. Wer sich kritisch mit den geschichtlichen und wirtschaftlichen Hintergründen beschäftigt, findet sich urplötzlich auf schwankendem Boden auf einem gewaltigen Sumpf wieder, in dem - vermutlich mangels Masse - nicht die Lügen versinken sondern nur die Menschen.

Doch wieder zu Griechenland. Wer die Aggressivität der politischen Akteure, etwa Juncker, Schulz oder Scheuble verfolgt, die in den Tagen vor dem Referendum durch alle Medien drohen und giften, der sollte wissen, dass dies eine gewaltige Propagandaschau ist und ein Lehrstück für die anderen Schuldenländer. Darauf, dass die Regierung von Tsipras ja erst wenige Monate im Amt ist und die hohe Staatsverschuldung beim Amtsantritt vorgefunden hat, wird überhaupt nicht eingegangen. Es geht alleine um die große Gotteslästerung, die darin besteht zu wagen die Bevölkerung in die Entscheidungen über ihre Zukunft mit einzubeziehen. Wenn das Schule macht, könnten die Gaunerspiele der Bankenmafia und ihrer politischen Marionetten bald vorbei sein. Also spuken die Brüssler Akteure Gift und Galle und man kann sich nur darüber sorgen, ob es bei diesen verbalen Fouls bleibt.

Griechenland hätte nie in den Euro aufgenommen werden dürfen, darüber sind sich heute eigentlich alle einig. Doch die Regierungen haben getan, was ihnen aus geopolitischem Interesse aufgetragen wurde.

Da diese Auftraggeber über die militärische, finanzielle und auch die Medienmacht verfügen, wird den Bürgern seit Jahren ein unglaublicher Zirkus geboten und so die Mehrzahl der Deutschen, aber nicht nur sie, völlig gehirngewaschen. Diese Lügen und Halblügen treffen auf latent vorhandenen alte Ressentiments von faulen und korrupten Südländern, die dort leben, wo wir Urlaub machen und uns "fleißige Deutsche" nur ausnützen und sich von uns alimentieren lassen.

Man kann wohl davon ausgehen, dass die Griechen nicht fauler und nicht korrupter sind, als andere Völker, vielleicht sind sie nicht so servil wie etwa wir Deutschen, aber vermutlich ist auch das nur ein Vorurteil. Die Griechen, Spanier und Italiener haben die Entwicklung in ihren Ländern so wenig mitbestimmen können wie die Völker nördlich der Alpen. Wenn ich die Geschichte Griechenlands der letzten Jahrzehnte so betrachte, dann wurden sie immer von ihren reichen Parasiten ausgenützt, die – wie die Großreeder – keine Steuern bezahlen und ihre Gewinne in Steueroasen bunkern. Immer wenn die Bevölkerung ein wenig aufbegehrt hat, putschte das Militär und ordnete das Land wieder in ihrem ureigensten Sinne und im Sinne des internationalen Kapitals. Und wieder finden wir beim Nachforschen - wie so oft - das Britische Empire, das den Griechen nach dem 2. Weltkrieg eine Monarchie verordnete und mit Gewalt und Napalm in die westliche "Wertegemeinschaft" integrierte. (Mehr dazu)

Egal, ob Konservative oder Sozialdemokraten dazwischen regiert haben, im Schuldenmachen und Kaufen von Waffen – siehe oben – unterschieden sie sich kaum. Die einen haben mehr Geschenke an die eine Seite gegeben, die anderen haben die Bürokratie aufgebläht und – ich gehe davon aus, dass diese Meldungen stimmen - ihr Klientel und ihre eigene Sippschaft versorgt.

Die derzeitige linke Regierung ist angetreten, Griechenland aus der Zinsknechtschaft der internationalen Bankenmafia zu befreien oder wenigsten dem Land wieder ein wenig Luft zum Atmen zu verschaffen.

Nun hat Tsipras die Verhandlungen mit der Spinne, in deren Netz sie sich befinden, fürs Erste abgebrochen und will ein Referendum darüber abhalten, ob man sich auf die jede wirtschaftliche Entwicklung torpedierenden Bedingungen einlassen soll oder nicht. Wir erinnern uns, auch Papandreo hat 2011 ein Referendum erwogen, was ihm von Merkel und Sarkozy verboten wurde.

Manchmal denke ich, alles ist nur eine Inszenierung. Denn es braucht in der verfahrenen Lage wohl ein spektakuläres Theater, denn mit einem im Sinne der EU ausgehenden Referendum würde sich die Lage für längere Zeit beruhigen, was im Sinne der Geldhaie und der NATO wäre. Tatsächlich habe ich aber keine Ahnung, wie lauter oder beeinflussbar Präsident Tsipras tatsächlich ist. Die Folterinstrumente hat man ihm in Brüssel wohl schon mehrmals gezeigt hat, ihn ebenso reichlich vom Zuckerbrot naschen lassen. Es bleibt eine Ahnung, dass diese unappetitlichen Kontakte über Monate nicht folgenlos geblieben sein könnten. Ich hoffe, dass diese Befürchtungen unbegründet sind.

Eine Ablehnung des Referendums oder gar ein darauf folgender Austritt aus der EU, würde völlig den Interessen des Kapitals und dem erklärten Wunsch des Imperiums zuwider laufen und würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder einmal zu einem „Regime-Change“ führen, wofür wir mittlerweile genug Beispiele kennen. Entweder würde das griechische Militär wieder putschen und so auch seine eigenen Pfründe sichern, denn Tsipras hat wohl ein paar Militärkürzungen im letzten Verhandlungspaket zugestanden bekommen, was das Militär wohl nur schwerakzeptieren wird. Oder es würde wieder ein "Maidan“ oder ein "Tahrir" inszeniert, mit gekauften Scharfschützen oder anderen Provokateuren. Die Folge wäre ein Bürgerkrieg, der schnell die vielen Feuer, die gegenwärtig europa- und weltweit bereits gezündet wurden, weiter anheizen würde.

Lesenswerte Kommentare zum Thema

1.7.15 Rede von Gysi im Bundestag zu Griechenland

Alexis Tsipras’ nächtliche Fernsehrede – “Griechische Bevölkerung soll entscheiden” (deutsche Übersetzung)

Das darf der Grieche nicht!

Die Erklärung von Delphi

Bringt uns Griechenland die Katharsis?

Georg Dietz im Spiegel über die Berichterstattung zu Griechenland (erstaunlich guter Kommentar völlig untypisch für den Spiegel

http://www.flegel-g.de/ Klicke "was für eine Woche" (kommentar zu Griechenland und solide Infos zu den Gaunerorganisationen IWF, Weltbank etc.)

Die Masken gegenüber Griechenland fallen

Mikis Theodorakis spricht von Verschwörung gegen Griechenland

 

 

23.6.15 Auf hundertfache Weise falsch oder neue Gauckeleien

Leserbrief an Straubinger Tagblatt zum Bericht vom 22.6.15 "Gauck mahnt mehr Hilfe für Flüchtlinge an", gedruckt am 26.6.15

Noch vor wenigen Wochen hat Bundespräsident Gauck in Tunesien für vermehrte Zuwanderung geworben. Zitat: „...nicht aus humanitären Gründen, sondern um unsere Arbeitsmarktsituation zu stabilisieren...“. Nun verglich er die Millionen deutscher Heimatvertriebenen, die alles verloren hatten, mit den gegenwärtigen Migrantenströmen und fordert auch für diese Aufnahme in Deutschland. Muss man erklären, warum ein solcher Vergleich auf hundertfache Weise falsch und völlig instinktlos gegenüber den Betroffenen ist?

Sollte ein Staatsoberhaupt nicht vielleicht besser darüber nachdenken, warum die Europäer, allen voran die Deutschen, immer die Rechnungen der US-Politik bezahlen müssen? Eine Auflistung einer Wirtschaftszeitung nennt diesbezüglich: „Flüchtlinge, Sanktionen, Wachstumsverluste, Arbeitsplatzverluste, Wohlstandsverluste, rückläufige Sicherheit.“ Keine Frage, Menschen, die um ihr Leben fürchten, muss geholfen werden. Doch Herr Gaucks tunesische Rede zeigt, er ist als Werber für billige Arbeitskräfte unterwegs, im Auftrag der Bevölkerung seines Landes sicher nicht.

 

21.6.15 Chemtrails, neue Bewertung

 

Mittlerweile habe ich mich über "Chemtrails" weiter informiert und meine, dass Haísenko sich vielleicht irrt. Der Grund für diese Zweifel fand ich ich in einem andereren Vortrag zum Thema, der Haisenko völlig widerspricht. Ich finde die Beweisführung von Frau Brigitta Zuber, die in einem Vortrag, der in mehreren Videoclips bei youtube abzurufen ist, überzeugend, auch wenn ich als Laie vieles nicht wirklich beurteilen kann. Wenn man hört, dass 1991 von der US- Regierung  das Grundlagenpatent für planetarisches Geoengeneering (Welsbach-Patent) eingereicht wurde und sie offenbar auch für militärische Zwecke experimentieren und die Beeinflussung der Erderwärmung durch Ausbringung von Aluminium, Schwefel und/ oder Bariumverbindungen seit Jahren praktizieren, dann scheint mir das unverantwortlich zu sein. "Aerosol Crimes", "Terraforming", "Geo-Engeneering", sind die beschönigenden Fachbegriffe für dieses Verbrechen. Ich werde mich weiter zu informieren bemühen. Sollte sich Frau Zubers umfangreiche Recherche als wahr erweisen und das auch in allen Natoländern praktiziert werden, also auch bei uns, dann wäre das nichts weniger als ein Skandal. werbeanzeige des wwf

 

 

18.6.15 Der Ökopapst

 

Papst Franziskus hat in einer Enzyklika zum Schutz der Umwelt und sozialer Gerechtigkeit aufgerufen. Die PBP schreibt dazu: "Die Erde, unser Haus, scheint sich immer mehr in eine unermessliche Mülldeponie zu verwandeln", heißt es in dem Text, dessen Titel "Laudato si’" aus dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus von Assisi stammt. Dieser sei ein Vorbild für das Zusammenleben von Mensch und Natur. In seiner ersten eigenhändig verfassten Enzyklika, einem ursprünglich nur an die Bischöfe gerichteten Schreiben, will sich Franziskus ausdrücklich "an jeden Menschen wenden, der auf diesem Planeten wohnt". Das Verhalten der Menschheit sei "selbstmörderisch" und drohe in Katastrophen zu enden. Mit dem Text positioniert sich Franziskus rechtzeitig vor dem Weltklimagipfel Ende des Jahres in Paris einmal mehr als einer, der politisch mitreden will. (...) "Wesentliche Teile der Enzyklika enthalten eine harte Kapitalismuskritik. Man müsse anerkennen, dass "ein wirklich ökologischer Ansatz sich immer in einen sozialen Ansatz verwandelt", schreibt Franziskus. So weist er auf die besondere Beeinträchtigung von Entwicklungsländern durch die Umweltzerstörung hin und kritisiert "zwanghaften Konsum", "eine mit dem Finanzwesen verknüpfte Technologie, die behauptet die einzige Lösung der Probleme zu sein" oder die "Rettung der Banken um jeden Preis".

Was für ein Unterschied zu seinem Vorgänger. Man kann nur hoffen, dass diese neuen Erkenntnisse sich auch in der Finanzpolitik des Vatikans bemerkbar machen und der Papst seine Courage auch überlebt.

 

 

17.6.15 Der wahre Grund für unsere gute Wirtschaftslage

 

Der neue Chef des Ifo-Instituts meldet, dass die deutsche Wirtschaft auf einem guten Weg ist. Die Gründe dafür seien: Der niedrige Ölpreis, der niedrige Wechselkurs zum Dollar, die guten Einkommensverhältnisse der Bevölkerung. Dieser letzte Punkt verdiente es genauer durchleuchtet zu werden, denn zunehmende Bevölkerungsteile krebsen auf Mindestlohnniveau dahin und wer die Eigentums und Einkommensentwicklung Westeuropas betrachtet, kann sich über den "Platz ferner liefen" Deutschlands nur wundern. Bei den Wenigen, die viel haben, sammelt sich immer mehr, die Vielen, die wenig haben, müssen schauen, wie sie über die Runden kommen. 50 Prozent der Deutschen verfügen über - man kann es fast nicht glauben - nur  1,4 Prozent des Gesamtvermögens und 1 Prozent der Reichen besitzen 36 Prozent. (Link zu einem interessanten WDR-Film "Quarks und Co- Geld regiert..)

Und wie erklärt sich dann die gute Wirtschaftsentwicklung in Deutschland?

Weil die Vielen nichts mehr Sparen, denn sie werden von den Banken und Versicherungen bestraft dafür, praktisch Null Zinsen und drohende Minuszinsen. Und eine neue Peitsche treibt die Leute zum Geldausgeben: Die Ahnung, dass die aufgeblasene Weltwirtschaft von einem Tag auf den anderen zusammenbrechen kann (und vermutlich auch wird) und das Geschwätz der Politik über ein Bargeldverbot. Die Menschen geben also aus, was sie haben und das treibt den Konsum und erhöht den Verdienst der Wirtschaft. Wohlhabende Berufsgruppen wie Ärzte, Banker, höhere Beamte, Bauern und Gewerbetreibende usw. werden zu Investoren und Spekulanten und wissen nicht mehr wie sie ihr Geld noch anlegen sollen, augenfällig ist das extensive Verwandeln von Geld in Beton. Ich sehe Immobilien wachsen, für die es keinen wirklichen Bedarf gibt- Werden vielleicht auch deswegen Hundertausende aufgenommen, von denen die wenigsten wirkliche Flüchtlinge sind? "Projektmanager" wachsen aus dem Boden und kaufen Hotels und Pensionen auf und wandeln sie in Flüchtlingsheime um, für die es regelmäßig und nicht wenig Geld vom Steuerzahler gibt. Augenfällig auch, wieviele solide ältere Bauten abgerissen und durch bessere ersetzt werden. Wobei zumeist Zweifel angebracht sind, den vieles, was heute als besser gilt, ist im Vergleich mit älteren Hausern aus Massivziegeln nur Schund. Auch bei Landwirten sehe ich hässliche Bergehallen an den Dorfrändern wachsen, die eigentlich überhaupt keinen Sinn machen, denn ihre Futtervorräte lagern sie seit Jahren in Folie gewickelt am Wiesenrand. Doch all das fördert die Wirtschaftsentwicklung und lässt die Statistiken glänzen, die Sinnfrage dabei zu stellen wäre fast wie ein Witz, denn Kapitalismus ist weitgehend sinnfrei.

Wie sich Regierungen und IWF auf den kommenden Crash vorbereiten

 

 

16.6.15 Chemtrails?

 

Als kritische Webseite sollte man selbstverständlich auch die in kritischen Blogs kursierenden Verschwörungstheorien nicht einfach stillschweigend tolerieren, wenn sie falsch sind. Seit Jahren wurde ich auf die sogenannten "Chemtrails"  aufmerksam gemacht, habe mich aber nie dazu geäußert, weil ich darüber zu wenig weiß und mir nicht vorstellen konnte, dass irgendwelche Dunkelmänner die Atmosphäre unserer Erde absichtlich und gezielt mit Chemikalien oder Aluteilchen von Passagier- und Militärmaschinen aus zu vergiften. Als ich in den Tagen vor Elmau über der Donau zwei Kondensstreifen sah, bei denen neben dem weißen Streifen auch noch merkwürdig dunkle Streifen zu sehen waren, die lange nicht verschwanden, wurde ich unsicher. (Foto) Doch nun hat der erfahrene Flieger und, wie ich meine, seriöse Kritiker Peter Haisenko auf seiner Seite "anderweltonline" zu dem Thema geschrieben und die Chemtrails in die Schublade mit Schauermärchen getan. Hier mehr davon. Ich hoffte, dass er recht hat, vermisste aber jegliche Fussnote über den Wahnsinn dieses Treibens am Himmel, auch wenn ausschließlich "nur" Kerosin verbrannt wird. Aus eigener Beobachtung sehe ich zudem, dass die Kondensstreifen des irrwitzigen Flugverkehrs die Wolkenbildung, bzw. die Verschleierung des Himmels beeinflussen. Dass dies auch die Sonneneinstrahlung beeinträchtigt und damit unser Wetter, ist für mich eine Tatsache. Einmal habe ich schon 16 gleichzeitige Kondensstreifen gezählt, die wie Schlieren beinah den ganzen sichtbaren Himmel bedeckten. Auffallend ist auch, dass die Streifen sehr lange sichtbar sind, obwohl sie nach Haisenkos Aussage innerhalb Minuten verschwinden sollten.

 

 

 

13.6.15 Unter den Teppich

 

Nun wurden die Ermittlungen zum Abhören der Kanzlerin eingestellt. Als wenn es da je etwas zu ermitteln gegeben hätte, denn Obama hat ja schon nach Bekanntwerden des Skandals gesagt, dass die Kanzlerin nicht mehr abgehört werde. Aber deutsche Gerichte wollen/ dürfen nicht weiter und vor allem nicht tiefer graben, denn dann müßten sie feststellen, dass unser Land zu keinem Zeitpunkt seit 1945 souverän war und die Bevölkerung in einem unglaublichen Maß bespitzelt wurde und wird. Wer hier noch irgendwelchen Illusionen nachhängt sollte sich schleunigst die letzte "Anstalt" ansehen und vor allem Foschepoth: Die überwachte BRD . Was wurden uns nicht alles über die Bespitzelung in der DDR erzählt, seit Foschepoths Forschung wissen wir, dass es bei uns kein bisschen anders war. Wissen Sie eigentlich, warum wir heute keine Postbeamten mehr brauchen und jede Anlernkraft im Supermarkt einen Postshop betreiben kann? Weil keine 100 000 Beamten mehr die Briefpost auf Subversives kontrollieren müssen.

Noch im letzten Jahr habe ich in einem Leserbrief von eigenen Erfahrungen zum Thema berichtet, hier nachzulesen.

 

 

12.6.15 Neue Nebelkerzen

 

Wie durchsichtig ist das denn! Da spionieren die Amis jahrzehntelang ihre deutschen "Freunde" aus, sogar das Handy der Kanzlerin hören sie ab. Um das Thema wird gelogen, dass sich die Balken biegen und es stellen sich immer neue Ungeheuerlichkeit dazu heraus, was sicher in Elmau auch Gesprächsthema war, denn es geht ja um nichts Geringeres als die Basis jeder Zusammenarbeit, ein Mindestmaß an Vertrauen. Und ein paar Tage später sind die Titelseiten der Zeitungen voll, dass nun auch der Bundestag mit Trojanern ausspioniert wurde und wird und "die Spuren nach Russland" führen. Keine Beweise, keine Quellenangaben, einfach nur Nebelkerzen. Das ist doch reines Ablenkungsmanöver, nicht weil ich glaube, dass es nicht auch so sein könnte, dass Russen in Deutschland spionieren, sondern weil es einfach etwas anderes ist, wenn es Bündnispartner und "Freunde" tun. Neben der realen und verdeckten Kriegsführung der Nato, gibt es bekanntlich auch noch ihre Geheimdienste, deren zweite große Aufgabe es ist (neben dem Ausspionieren) die Menschen permanent zu belügen und zu täuschen. Kürzlich las ich, dass die Amis für ihre Geheimdienste soviel Geld ausgeben wie die Russen für ihre gesamte Verteidigung. Aber noch immer hofft man auf die dummen Deutschen, bei denen die alten Reflexe noch funktionieren und die zum Urteil kommen, alles sei nicht so schlimm und die Russen sind genau nicht besser. Alles um einen sei nur Sumpf und Lüge und man halte sich am Besten ganz raus, denn es hat alles keinen Zweck. Dass sich aber praktisch alle unserer Zeitungshäuser (das von uns zur eigenen Verarschung finanzierte öffentlich-rechtliche Fernsehen sowieso) derart benutzen lassen und wie Aussenstellen der Nato-Propaganda funktionieren, ist eine wirkliche Schande für die Zunft und wird sich so auch einmal in den Geschichtsbüchern finden. "Vierte Gewalt im Staat", das sollten sie sein, aber sie haben sich zu Bütteln gemacht, recherieren nicht mehr und reichen die Lügen und Nebelkerzen nur weiter.

 

Eine zweite Nebelkerze wird wieder einmal von dem französischen Staatsanwalt zum Thema Germanwings gezündet. Neue Beweise für die Selbstmordversion des jungen Piloten. Auch da verwette ich meinen alten Hut, dass auch das ein Thema in Elmau war und klargemacht wurde, dass kein nur halbwegs informierter und selbstdenkender Mensch diese offizielle Verschwörungstheorie glaubt und dringend neue "Beweise" nachgelegt werden müssen. Man sollte nie vergessen, ein Staatsanwalt ist - wie der Name schon sagt - keine höhere und der Gerechtigkeit verpflichtete Instanz - sondern immer Anwalt des Staates. Und im vorliegenden Fall vertritt er ein Land, in dem innerhalb weniger Monate mit Charlie Hebdo und Germanwings zwei völlig dubiose und unaufgeklärte Verbrechen stattgefunden haben, bei denen staatliche Stellen entweder involviert waren oder aus Gründen, die man nur vermuten kann, die tatsächlichen Täter decken müssen.

 

Und zwei weitere hirnvernebelnde Dauerlutscher fielen bei der Zeitungslektüre ins Auge: Edathy und Pretorius, mit denen man alle Kopfmenschen zum Ausschalten der Nachrichten motiviert, aber so soll es ja auch sein.

 

9.6.15 Elmauer Komödienstadel, Nachbetrachtung

 

Der Elmauer Komödienstadel ist vorbei. Wir sind erleichtert, dass es  keinen Anschlag gab, aber wer soll die Wölfe angreifen, wenn sie im Rudel zu Tisch sitzen? Was natürlich ein Witz ist, denn die Mächtigen dieser Welt saßen nicht in Elmau, sondern nur ihre Angestellten.

Elmau war eine große Inzenierung, mit peinlich-gekünstelter bayerischer Volkstümlichkeit als Kulisse, für die man sich als Bayer vielleicht besser schämen sollte oder zumindest darüber nachdenken, ob hier nicht auch ein Fall von Missbrauch von Trachtenkindern für politische Zwecke vorliegt. Es war auch eine gigantische Demonstration der Staatsmacht. Die Polizeikräfte, die eigentlich zum Schutz der Bevölkerung da sein sollen, wurden zweckentfremdet politisch einsetzt. Durch die "Politik der Stärke", man könnte es auch "Kanonen-auf-Spatzen-Prinzip" nennen, wurde das Demonstratiosrecht, immerhin eine Säule der Demokratie, faktisch ausgehebelt.

Wir wissen nicht, um was es beim Elmauer Treffen wirklich ging. Einmal wurden wohl die bei den Russlandsanktionen schwankenden Länder auf Linie gebracht, wenigstens bis Ende 2015, hieß es. Dafür durfte Kanzlerin Merkel dieAbsicht eines völlig illusionären Klimakompromisses am Ende als ihren Erfolg verkünden. Die Klimaerwärmung um 2 Grad bis Ende des Jahrhunderts aufhalten, das ist ungefähr so real wie der Verkauf von Schrebergartenparzellen auf dem Jupiter. Welche Verarschung der Menschen so zu tun, als hätte man auch nur den kleinen Finger am Steuerruder für die Entwicklung der Welt in den nächsten 85 Jahren, - bei immer noch wachsender Weltbevölkerung! (Und die größten und bevölkerungsreichsten Länder saßen überhaupt nicht mit am Tisch). Elmau war geradezu ein Lehrstück mit dem Titel: "Wie dick kann man den Menschen auftragen, bis es ihnen zuviel wird?“ Das Ergebnis niederschmetternd. Es kann nicht dick genug sein, denn 95 Prozent der Bevölkerung ist das alles völlig wurst, sie sind ausschließlich mit sich selber beschäftigt. Dass sie das ganze Theater bezahlen müssen und man Steuergelder in einer Höhe verbrannt hat, die selbst die ärgsten Beispiele von Geldverschwendung römischer Tyrannen wie Kindergeburtstage erscheinen lassen – auch das ist den Leuten egal. Aber wer will von einem Volk anderes erwarten, das gerade eben eine Petition einer angesehenen Onlineseite mit der Forderung nach deutscher Souveränität nur 15 000 Mal unterzeichnet hat. "Souveränität? Die war noch nie bei uns!", möchte man in Anspielung auf Karl Valentins Orchesterprobe sagen, wobei es dort um den Rhythmus ging. „Überhaupt ist es doch völlig wurst, wer uns bescheißt, die Amis sind wir schon gewöhnt und die Merkel wirds schon richten... Solange wir nur in der Nähe der Kanonen und der Fleischtöpfe stehen, wo es bekanntlich am sichersten und nahrhaftesten ist. Und Bespitzelung? Auch wurst, wir haben nichts zu verbergen. Mitwirkung bei völkerrechtswidrigen Kriegen und Duldung von tausendfachem Drohnenmord durch die Amis von Deutschland aus? Solange dadurch der Sprit bezahlbar bleibt... Millionen von Flüchtlingen infolge dieser Kriege? Hier hört der Spaß auf, aber was hat das mit dem Weisswurstgipfel in Elmau zu tun? Sicher, die Amis. Engländer und Franzosen brauchen Krieg und Chaos um ihre unsauberen Geschäfte zu erledigen, aber diese erledigen sie doch auch für uns - und überhaupt – wer Weissbier trinkt kann kein schlechter Mensch sein und nach Den Haag kriegen wir den Obama so wenig wie einst den Bush und den Blair... Überhaupt, der Sommer ist endlich da, lasst mich in Ruhe mit der Scheiß-Politik! Überhaupt ist uns Bayern die  Gastfreundschaft heilig (wenn nicht gerade Hungerleider kommen) und das Elmauer Theater ist ja auch eine gute Werbung für uns als Urlaubsland, für bayerische Produkte und für uns als Hersteller von Sicherheitstechnik. Überhaupts, erinnert euch, welche Gauner der alte Strauss einst mitgebracht hat...“

So etwa konnte man es vernehmen, wenn man ein wenig herumhörte und die Leute darauf anspitzte. So wundert es nicht, dass wir Deutschen auch an diesem G7--Wochenende das gemacht haben, was wir immer tun: die Straßen verstopfen und unser Auto Gassi führen, Volksfeste besuchen, Grill- und Bierorgien feiern, Sport gucken und den immergleichen Mist im Fernsehen...  Viele – auch ich - haben die ersten Sommertage zum Baden oder für eine Radtour genutzt, andere haben sich bei Holifestivals mit Farbe bestäubt und fanden das ungeheuer hip und überhaupt nicht bescheuert... Und wieder andere genossen Kirchentagstheater mit wohlfeilen Sprüchen und Ringelpitz mit Anfassen... War was?

Und nun versammeln sich die "Bilderberger" in Tirol, von denen 99,9 Prozent der Bevölkerung noch nie was gehört haben und die als "geheime Weltregierung" gelten. Wenn man sieht, welche geballte Banken- und Industriemacht sich da versammelt, dann hat das schon etwas Gruseliges. Noch mehr wenn man weiß, dass die geladenen Politiker kurze Zeit später amerikanischer Präsident oder Kanzler wurden."Wie? Sollten darüber Plutokraten und Oligarchen bestimmen und nicht die Wähler in den jeweiligen Ländern?"

Dieses Mal ist Frau von der Leyen eingeladen. Gut möglich, dass wir AngelaMerkel noch einmal nachtrauern werden, weil die wenigstens noch mit Putin spricht und mit "Minsk 2"  den Krieg in der Ukraine wenigstens verzögert hat. Entwarnung kann ja hier überhaupt noch nicht gegeben werden, eher im Gegenteil. Was wir bisher von unserer Verteidigungsministerin gehört haben, würde sie sich wohl auch als Kanzlerin der Kriegslust der Nato kaum verweigern. Die Ukrainer werden gegenwärtig übrigens von der westlichen Geldmafia ausgeplündert, denn die USA haben eine korrupte Regierung mit ihrem Personal Sinn installiert. Das erste große Verramschen des Landes fand nach dem Zusammenbruch des Ostblocks statt, woraus die bekannten Oligarchen hervorgingen. Nun hat das Verramschen 2.0 begonnen, inclusive der fruchtbaren Ackerflächen und der Bodenschätze. Die ukrainische Bevölkerung geht vor die Hunde und in Elmau jodeln die Gamsbärte...

 

2.6.15 Infrastruktur und Phrasen

Online-Kommentar zum Bericht in BBR "Auf vielen Umwegen zu einer Umgehung (von Kirchberg) "

"Nach 30 Jahren des Unglücks sind wir positiv überrascht worden", kommentierte der Landrat. In seinen Augen ist der Bau der Kirchberger Umgehung der Beginn eines "neuen infrastrukurellen Zeitalters". Adams Freude ist so groß, dass er zum Spatenstich 200 Liter Freibier spendieren will.

@toni schreibt: "Infrastruktur ist nicht alles. Aber ohne Infrastruktur ist alles nichts". Nun, wir haben mit die dichteste Infrastruktur auf der ganzen Welt, wenn auch teilweise stark mitgenommen. Ein Architekt, der in seiner Freizeit die Eisenbahnbrücken untersucht und die Schäden ermittelt hat, hat die gegenwärtig stattfindende Instandhaltung ausgelöst. Warum sind die Schäden nicht den für den Verkehr Verantwortlichen aufgefallen? Vielleicht weil man sich lieber neue Denkmäler erbaut, statt die vorhandenen zu reparieren? Auch der Zustand der A 3 ist eine Katastrophe. Mittlerweile wird stückchenweise saniert, damit wird unserer Region mehr geholfen als mit Neutrassierungen für internationalen Verkehr durch unser Waldgebirge, der aus geografischen Gründen anderswo leichter fließt. Über den schlechten Zustand der innerörtlichen Straßen mag man gar nicht mehr jammern, denn die Kommunen sind pleite. Aber die Antwort der Politik kennt man ja: Anlieger sollen blechen. Was, wenn diese kein Geld haben? Vom Staat ist keine Hilfe zu erwarten, der muss U-Boote nach Israel verschenken, 360 Millionen für ein Zweitagestreffen von 7 Politikern in Elmau ausgeben, Flüchtlinge versorgen, die andere durch Chaos und Krieg erzeugen, muß Zinsen und Zinseszinsen für Staatsschulden für Kredithaie erwirtschaften, großen Konzernen ermöglichen sich in Steuerparadiesen vor ihrem Beitrag für die Gesellschaft zu drücken und tausend andere merkwürdige Dinge. Von der zukünftigen Maut sollte man sich auch nicht zuviel erhoffen, denn wie das Beispiel Toll-Kollekt für den Lastwagenverkehr zeigt, verdienen vor allem Konzerne daran, die komplizierte elektronische Systeme verkaufen. (17 000 Seiten soll der Vertragstext dazu umfassen...) Ähnliches ist auch von der Pkw-Maut zu erwarten, neben einer gigantischen Bürokratie. Pickerl, wie bei den Österreichern, das ist für Deutsche zu einfach, da müssen wir zeigen, dass wir die ungeschlagenen Meister im Komplizieren und Überwachen sind.

Aber erst einmal freuen sich Kirchberger dem Staat ein Stück neue Straße abgeluchst zu haben. Bin gespannt, ob ihre Kinder und Enkel das auch einmal so sehen werden, sollte einmal der Schwerverkehr von und nach Tschechien und Polen darüber rollen. Aber was sollen diese Überlegungen, erst einmal gibt es Freibier. Ich glaube, ich werde mir jetzt auch eine Maß genehmigen. Prost!

 

1.6.15 Ende der bürgerlichen Freiheit

Leserbrief an Straubinger Tagblatt,  Redaktion Politik,zum Kommentar von Herrn Stuhlfelner "Zukunft ohne Bargeld"gedruckt mit kleiner Auslassung am 4.6.15

veröffentlicht auch bei Telepolis

Ich frotzelte oft, dass Geldscheine so heißen, weil sie – anders als Münzen aus Edelmetall - nur den Schein von Geld erwecken, nur bedrucktes Papier sind und nur solange Wert haben, wie alle daran glauben. Und nun will ausgerechnet einer wie ich diese bedruckten Zettel verteidigen? Aber das beabsichtigte Bargeldverbot wäre tatsächlich das Ende der bürgerlichen Freiheit und das völlige Ausgeliefertsein an die Banken, von denen mittlerweile das einzig Handfeste ihre Tempel sind. Welches Gewerbe würde sich nicht wünschen, dass ihnen die Kunden per Gesetz in die Arme getrieben werden? Welchem Finanzminister erfüllte sich damit nicht ein utopischer Traum, wenn er jeden Cent seiner Bürger verfolgen kann? Und das würde nach kurzer Schamfrist gemacht, so sicher wie das Amen in der Kirche. Und was die werbenden Mitmäuler alles an scheinheiligen Argumente anführen: Bekämpfung von Kriminalität und Schwarzgeld, als wenn sie diese Dinge jemals gestört hätten, und „Bargeld sei altmodisch“, (Erwin Huber). Tatsächlich geht es um die totale Kontrolle der Bevölkerung, um eine völlige Auslieferung an die virtuelle Gaunerwelt der Banken und Börsen, wo schon lange Phantasiezahlen über die Monitore flimmern, für die es keinen realen Gegenwert gibt. Auslöser für diese Propaganda ist wohl die Angst, dass immer mehr Menschen ihre Ersparnisse lieber selber aufbewahren, weil man den Banken und den Sicherheitsversprechen der Politik nicht traut, weil es eh keine Zinsen mehr gibt und sogar Negativzinsen drohen. Und die gigantischen Schulden der Staaten schüren berechtigte Angst um das Ersparte, denn ohne Inflation können diese niemals abgebaut werden. Ein Bargeldverbot würde die Menschen zwingen, ihr Geld den Banken zu überlassen, die dann wieder für jeden Euro hundert Euro Luftkredite geben können und das Geldsystem wie gewohnt noch weiter aufblähen. Nach der Gaunerei der Euroeinführung, die faktisch unser Geld halbiert hat, weil wir heute in Euro das zahlen, was wir zuvor in DM zahlten, wodurch sich faktisch auch die Mehrwertsteuer verdoppelt hat, nun der nächste Coup: die völlige Auslieferung der Menschen an die Banken und den Staat, der jede Ausgabe kontrollieren und besteuern kann. Die völlige Gläsernheit wäre dann Wirklichkeit, im Verein mit der flächendeckenden Bespitzelung durch die Geheimdienste und das bereits beschlossene bürokratische Monstrum names „Maut“, mit der ja grossflächig und anlasslos die Bewegungen der Bürgers überwachen werden können. Also ein klares Nein zu dieser Gaunerei!

 

28.5.15 Zweifelhaftes Demokratieverständnis

Leserbrief an BBZ zum heutigen Bericht: "Grenzprobleme: Verkehr und mehr"

Die zitierte Aussage von Landrat Adam, „dass der Bau überregional bedeutsamer Straßen nicht von kommunaler Seite verhindert werden dürfe, wie etwa in Eisenstein“, zeigt ein beängstigendes Demokratieverständnis.  Oben soll entschieden werden und die Bürger vor Ort haben die Goschn zu halten und sich ihre Heimat zerstören zu lassen. Zudem beklagt sich der Landrat über Bürokratismus auf vielen Ebenen. Was soll man davon halten, wenn sich ein Bürokrat über Bürokratismus beklagt? Noch dazu einer, der sein Amt so führt, dass jede Laus um ihren Balg geschunden wird! Einschränkung: Nur jene Läuse, die ihm nicht passen, andere dürfen alles.

Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf, dass auch Adam noch einmal versteht, dass die Transitstraßenverbindungen, die er als Wundermedizin für den Bayerischen Wald erhofft, den Patienten tatsächlich umbringen würden, weil sie das zerstören, was alleine sein Kapital ist: Landschaft und Natur! Vor gut zwei Jahren hat mich Adam der Lüge bezichtigt, weil ich auf unsere marode Infrastruktur hingewiesen habe, die man gefälligst erst einmal erhalten soll, bevor man neue Straßen baut. Heute weiß jeder, wie schlimm es mit unseren Straßen, Bahnlinien und Brücken bestellt ist.

Zum Verhältnis zu Tschechien ist anzumerken, dass es mir schwerfällt freundschaftliche Gefühle zu einer wirtschaftsgesteuerten Regierung zu entwickeln, die uns zum Schrottreaktor Temelin noch weitere Atomkraftwerke vor die Nase setzen will, ohne Rücksicht darauf, was die bayerischen Nachbarn dazu sagen. Hier schließt sich der Kreis zum Demokratieverständnis unseres Landrats.

 

-------------

Der Kommentar löste im PNP-Onlineforum über zwanzig Zuschriften aus, aus meiner Sicht aber keinen der sich mit meinem Thema befasste. Deshalb will ich hier nur meine Antworten abdrucken, die ich dazu nützte mein Thema zu vertiefen. Wer die anderen Beiträge lesen will, kann sie ja bei der PNP nachlesen.

 

hgeiss.deUschivor 3 Tagen

Liebe Diskutanten,
ich nehme mir immer wieder vor - nach meinen üblen persönlichen Erfahrungen mit Landrat Adam - nichts mehr zu kommentieren, was ihn betrifft. Wenn er aber derart provoziert und die Forderung aufstellt betroffene Bürger vor Ort bei Straßenprojekten einfach zu übergehen, dann legt er die Axt an ein elementares Bürger- und Kommunalrecht, was nicht unwidersprochen bleiben darf. Wir erleben europa- und landesweit seit Jahren einen breit angelegten Demokratieabbau, was ich schon wiederholt thematisiert habe. Wenn es aber direkt unsere Heimat betrifft, dann muss ich einfach widersprechen und spüre - nach interessanten Debatten über lokale Verkehrsthemen in anderen PNP-Foren der letzten Zeit - dass ich damit nicht allein stehe. Ich habe, liebe @Uschi, oder wer immer du sein magst, mir vor etwa zwei Jahren Gedanken über die Entwicklung der Donau-Wald-Region gemacht und sie auf meiner Webseite publiziert und über Emails an lokale Medien verschickt. Das Wochenblatt hat als einziges Organ darauf geantwortet, dann aber - als klar wurde, dass man sich dann den Landrat verärgern würde, einen Rückzieher gemacht.
Wer diese Überlegungen nachlesen möchte, kann dies auf: http://www.hgeiss.de/blogs/hei...

hgeiss.deTobiasvor 3 Tagen

@Tobias: Schimpf nicht mich, das Zitat stammt aus der Zeitung. Adam: „dass der Bau überregional bedeutsamer Straßen nicht von kommunaler Seite verhindert werden dürfe, wie etwa in Eisenstein“ Das erinnert an Erwin Hubers Spruch von den Fröschen, die man nicht fragen darf, wenn man ihren Lebensraum zerstören will.

hgeiss.deMiriamvor 3 Tagen

@Miriam: Nennen Sie eine unwahre Behauptung oder schweigen sie. Was sollen Sprüche wie: "Herr Geiss ist nicht zwingend ein Lügner." Sagen sie, dass ich mich irre und auf dem falschen Dampfer bin und setzen sie ihre Argumente dagegen! Das ist ja der Sinn dieser Foren! Wenn ich aber die Beiträge von @Miriam, @Uschi und @Tobias durchsehe, dann finde ich persönliche Angriffe aber eben keine Argumente.

Nebenbei: Ich habe übrigens nichts gegen straßenbauliche Verbesserungen unserer Bundesstraßen, wenn sie mit Gefühl und Augenmaß durchgeführt werden. Ich habe aber sehr wohl was gegen eine autobahnähnliche Transitstraße nach Böhmen, denn wir haben bereits heute genug Schwerlastverkehr aus Tschechien auf der B 11. Für regionale und grenznahe Firmen ist das OK, ein Ausbau würde aber den entfernteren Fernverkehr anlocken.Neulich sind mir zwischen Hochbruck und Zwiesel mindestens zehn tschechische Blöcherzüge entgegen gekommen. Und in den unübersichtlichen Kurven überholen Raser-PKWs! Ein Irrsinn, was da manchmal abläuft, da gehört dringend ein totales Überholverbot eingeführt!
Aber zum Thema: Es wäre verrückt, durch ein Urlaubsgebiet noch weiteren Schwerlastverkehr zu führen, ihn über den höchstgelegenen Grenzkammpass von ganz Ostbayern zu schicken. Also: sanfter Ausbau, von mir aus. Die größten Nadelöre liegen übrigens nicht im, sondern vor dem Wald, wie kürzlich ein Forist treffend bemerkte. Das Verkehrsproblem alleine durch drei Spuren lösen zu wollen, ist ein Krampf. Jeder weiß, dass dann bald die Vierte gefordert wird. Vernünftiger ist es, ich wiederhole mich, keinen weiteren Schwerverkehr anzulocken. Die vorhandenen Rad- und Anwandwege müssen von Radfahrern und Traktoren auch benutzt werden, denn durch diese werden viele gefährliche Situationen und Verzögerungen verursacht. Viele Sportradler nutzen heute die Bundesstraße, obwohl ein Radweg daneben verläuft. Kann hier kein Wegegebot verhängt werden? Wenn ich sehe, wie Schwerverkehr die Rusel hinaufkriecht, dann muss das wohl auch nicht sein, außer für seltenen Zielverkehr. Ich wiederhole auch die Forderung auf Reaktivierung des Güterverkehrs auf der Waldbahn. Schwere Güter gehören einfach auf die Bahn, zumindest wenn sie für ferne Ziele gedacht sind.

hgeiss.devor 2 Tagen

 

Lieber Highwayfloh,

manchmal nerven deine (gewiss gutgemeinten) Ferndiagnosen aus Regensburg, deine Schlüsse sind zu einfach. Manches, was du unterstellst, gibt es nur in deiner Phantasie. Du solltest auch genauer lesen, dann erledigen sich manche Fragen von alleine. Zu viele Anmerkungen zu Nebenschauplätzen führen zudem von den eigentlichen Themen weg. Um was ging es bei meinem Kommentar? Nun, die Lokalzeitung berichtete von Aussagen des Landrats, die ich als gefährliches Demokratieverständnis werte. Dann ging es um den Widerspruch zwischen Adams Klage über jene Bürokratie, die ihm das Straßenbauen erschwert und seiner „eigenen“ Bürokratie, wie sie manche Landkreisbürger im Alltag unter seiner Amtsleitung erfahren und Drittens ging es um das Verhältnis zu Tschechien, wo der Bau von Atomkraftwerken in Grenznähe die freundschaftliche Annäherung nicht gerade fördert. Und nicht Zuletzt ging es um Transitschwerverkehr, der dem Urlaubsland Bayerischer Wald nichts bringt und nur schadet.

Doch du, Highwayfloh, gehst auf keines dieser Themen ein, umspinnst mich einerseits mit schönen Worten, um dann doch den bekannten Stachel anzusetzen, für den du besser die Form einer Email wählen solltest. Da du das zum wiederholten Male machst, sehe ich dich in einer Reihe mit den anderen Foristen, die auch nichts zum Thema bringen sondern nur Nebel erzeugen.

Nur weil mich Landrat Adam, kraft seiner Amtsmacht, an anderer Stelle seit längerer Zeit im Schwitzkasten hält (mehr dazu), werde ich deswegen nicht schweigen, wenn er weiter eine Politik treibt, die ich für heimat- und demokratiezerstörerisch halte. Ich habe Adam schon zu Zeiten kritisiert, als alle noch um ihn tanzten als sei er das Goldene Kalb. Mir jetzt bei der jüngsten Kritik persönliche Motive zu unterstellen ist einfach nur eine Unterstellung. In unserem Landkreis ist seit dem Internetpranger gegen mich, was die offene Kritik an Landratspolitik anbelangt, in den Leserbriefspalten geradezu Friedhofsruhe eingezogen. Und das entspricht nicht meinen Vorstellungen von kritischer Bürgerkultur.

 

26.5.15 Elmau

An zwei Junitagen findet der G7-Gipfel im bayerischen Schloss Elmau an der österreichischen Grenze statt. Der Steuerzahlerbund schätzt die Kosten für die Veranstaltung auf 360 Millionen Euro, die bayerische Staatsregierung spricht etwa von der halben Summe. 17 000 Polizisten, weitere 3000 Sonderkräfte und etwa 2000 Beamte in Österreich sollen das in weitem Umkreis abgesperrte Gelände bewachen. Anwohner wurden vorübergehend ausgesiedelt, Bauern dürfen ihre Ernte nicht einbringen. Innenminister Friedrch sagte, man wolle bayerische Normalität und Gastfreundschaft zeigen... Man macht aus einem abgelegenen Schloss ein Hochsicherheitsgefängnis und spricht von bayerischer Normalität?

Was man mit dem vielen Steuergeld Sinnvolleres anstellen könnte, hätte wohl jeder Vorschläge parat, ich würde es beispielsweise in den Hochwasserschutz stecken. Aber Geld spielt heute bei den politischen Zampanos dieser Welt keine Rolle, sie lassen es in jedem Fall immer die Bürger bezahlen.

Immer wieder liest man den Vorschlag, die 7 Mächtigen (oder mächtigen Marionetten des großen Geldes?) besser auf einem Flugzeugträger zu versammeln, was auch angemessen wäre, denn alle Versammelten befinden sich seit Jahren mehr oder weniger in einem permanenten Krieg gegen all diejenigen, die der von ihnen vertretenen Wirtschaft irgendwie bei ihren Raubzügen im Wegestehen.

Als Bayer bin ich nicht stolz, dass sich unser Land für diese mafiaähnlichen Treffen benutzen lässt (nach dem G7 treffen sich noch die "Bilderberger" in der Nähe, handverlesene Wichtigmenschen, die wieder instruiert werden, die NATO und Konzernpolitik des Westens in ihren Einflussbereichen zu vermitteln. Alle diese politischen Leitfiguren bilden sich vermutlich ein, mit den Amerikanern „zum Fischen gehen zu dürfen“, obwohl sie nur die Fische sind, wie der alte Brecht einmal unübertroffen bildhaft formulierte. 

Noch zwei Anmerkungen: Der langjährige achte Gipfelteilnehmer, der russische Präsident, wurde zum zweiten Mal zum G7, ehedem G8, nicht mehr eingeladen, obwohl die Verständigung mit Russland alleine die gegenwärtige akute Kriegsgefahr stoppen könnte, was offenbar aber nicht gewollt ist, von den Vertretern des westlichen Imperiums. So wird es wohl weiterer Kriegsrat sein, der stattfindet. Ich will nur hoffen, dass ich mich im Irrtum befinde. 

Die zweite meiner Anmerkungen soll der Frage gelten, warum diese großen Sieben so geschützt werden müssen. Dies zeigt, dass sie sich wohl selber als sehr unbeliebt, als Feinde der Völker, einschätzen. Vielleicht projizieren sie ihre zweifelhaften Taten, die sie begehen oder zu denen sie noch fähig sind, auf andere und vermuten diese anderen hinter den Büschen, hinter denen sie üblicherweise selber sitzen. Dass von normalen Demonstranten eine Gefahr ausgeht, wäre neu, bislang war es immer umgekehrt, etwa beim Genua-Gipfel. Auch amerikanische Präsidenten wurden nie von Demonstranten ermordet, sondern von ihren eigenen Geheimdiensten, Konkurrenten oder kommerziellen Kreisen, die sich durch andere Politik mehr Geld versprachen.

Die vielen Polizisten rund um Elmau können nur gegen Demonstranten und vor vermuteten Krawallmachern schützen. Und deswegen bin ich beim Elmauer Treffen auch in Sorge, denn wenn es eine Gefahr gibt und eine False Flag Operation geplant sein sollte, hilft das ganze Polizeiaufgebot nichts. Man kann nur hoffen, dass nichts passiert und nicht etwa ein ferngelenktes Passagierflugzeug herunterkommt, wäre ja nicht das erste Mal, das man Kriege so auszulösen versucht.

 

9.6.15 Elmau Nachtrag

Der Elmauer Komödienstadel ist vorbei. Es gab keinen Anschlag, aber wer  hätte auch angreifen sollen, wenn die Wölfe zu Tisch sitzen? Dennoch Erleichterung in diesem Punkt. Ansonsten war Elmau eine große Inzenierung, mit peinlich-gekünstelter bayerischer Volkstümlichkeit als Kulisse, für die man sich als Bayer vielleicht besser schämen sollte und einer gigantischen Demonstration der Staatsmacht, die Demonstrationen der Bevölkerung im Ansatz unterband. Demokratie? Keine Ahnung, wo die geblieben ist. Ein Lehrstück mit dem Thema: "Wie verarscht man die Völker und wie dick darf aufgetragen werden, bis es den Menschen zuviel wird?“ Das Ergebnis niederschmetternd. Es kann nicht dick genug sein, denn 95 Prozent der Bevölkerung ist das alles völlig wurst! Dass man Steuergelder in einer Höhe verbrannt hat, dass selbst Beispiele römischer Kaiser dabei verblassen – auch das ist den Leuten egal. Aber wer will von einem Volk anderes erwarten, das gerade eben eine Petition einer angesehenen Onlineseite mit der Forderung nach wirklicher deutscher Souveränität nur 15 000 Mal unterzeichnet hat. Souveränität? Ist doch wurst, wer uns bescheißt, die Amis sind wir schon gewöhnt... Bespitzelung? Auch wurst, wir haben nichts zu verbergen. Mitwirkung bei völkerrechtswidrigen Kriegen? Solange dadurch der Sprit bezahlbar bleibt? Millionen von Flüchtlingen infolge dieser Kriege? Wenn sie nur nicht zu uns kommen... Die Deutschen haben auch an diesem G7 Wochenende das gemacht, was sie immer tun, die Straßen verstopfen und ihr Auto Gassi führen, Volksfeste besuchen, Sport gucken und die immergleichen Wiederholungen im Fernsehen, viele sind wie ich zum Baden gegangen oder haben eine Radtour gemacht, einige haben sich bei Holifestivals mit Farbe bestäubt und fanden das ungeheuer hip... War was?

Hier ein besserer Nachruf dazu von Peter Haisenko auf anderweltonline:

9.6.15 G7 und die Arroganz der Macht

 

26.5.15 Erwin Huber will das Bargeld abschaffen

Kommentar bei PNP Online zum Bericht in der PNP "Bargeld ist altmodisch und überholt"/ Erwin Huber favorisiert Plastikkarte als Zahlungsmittel der Zukunft

Goethe hat im zweiten Teil seines „Faust“ den teuflischen Trick der Einführung des Papiergeldes thematisiert, leider wird das Stück viel zu wenig gespielt, warum wohl? Regierungen und Feudalherrscher dürfen Geld drucken und sich so ihrer Zahlungsprobleme entledigen. Einem Stück Papier wird ein Wert zugesprochen und wir alle tauschen unsere Lebenszeit dafür, gründen unsere Existenz auf die Hoffnung, dass alle an den Wert dieser Zettel glauben. Heute soll es schon fünfzigmal soviel Zettelwert geben wie echte Werte dahinter. Und nun holen die Banken und ihre politischen Vertreter zu einem weiteren Trick aus, sie wollen auch das Papiergeld abschaffen und es völlig durch elektronische Luftbuchungen ersetzen, was ihre Kontrolle und Herrschaft über die Menschen total machen würde. Und wieder dabei in vorderster Reihe: Ex-Finanzminister Erwin Huber, der treue Diener der Banken, der bei der Pleite der Landesbank seinen Sachverstand schon genug unter Beweis gestellt hat. Aber das kommt davon, wenn Politiker für ihre Schäden nicht einstehen müssen, dann machen sie immer weiter und Ruf hat Huber ja keinen mehr zu verlieren.

Man muss diesen Huberschen Vorstoß auch in Zusammenhang mit weiteren Überwachungsansätzen sehen, etwa der beschlossenen Maut, die man den Bürgern als „Ausländer zur Kasse bitten“ verkauft hat. Dabei schafft man nicht nur ein bürokratisches Monstrum, sondern auch ein Gesetz zur grossflächigen und anlasslosen Überwachung des Straßenverkehrs, bei dem die Bürger auch noch die Kosten für die eigene Überwachung zahlen. Und nun die Forderung aus der CSU zum Bargeldverbot. Das fügt sich nahtlos zum europäischen Rettungsschirm ESM - indem gigantische Summen öffentlicher Gelder ohne jede demokratische Kontrolle verbraten werden und zur schwarzen Propaganda für TTIP, das unserer Demokratie die letzten Beine wegziehen wird.

-------------------------------------------

Kommentar von @RealistJunge, Junge, du leidest an Verfolgungswahn.“

Meine Antwort an @Realist:
1. Gestern war die Forderung nach Bargeldverbot noch eine Verschwörungstheorie, heute geht sogar die CSU damit an die Öffentlichkeit.

2. Dass der Bundestag am 27.3.15 eine Totalüberwachung von Straßen Bundesstraßen und Autobahnen unter dem Deckmantel "PKW-Maut" beschlossen haben, wissen viele leider nicht. Einfach mal danach goggeln!

3. Dass der ESM-Schirm außerhalb der demokratischen Kontrolle und auch außerhalb jeder Strafverfolgung läuft, auch das ist Fakt. Und

4. TTIP? Da wird sowieso ein Sonderrechtssystem für Investoren eingerichtet und den Amis müssen dann sogar EU-Gesetze erst vorgelegt werden

Ich glaube also, meine Angst um unsere Demokratie ist berechtigt. Dein Verfolgungswahnsvorwurf und dich dann einen Realisten nennen, passt nicht wirklich zusammen.

 

 

13.5.15 Ich sehe derzeit keine Wertegemeinschaft

Leserbrief an PNP zu den Berichten  „Deutsch-israelischer Schulterschluss“ und dem Kommentar von Rasmus Buchsteiner „Gemeinsame Werte“

Der Kommentar wurde wieder einmal nicht gedruckt, so wie alles in letzter Zeit, was Israel und die Nato thematisierte. Wer die Kommentare in der PNP einiger leitenden Redakteure liest, weiß auch warum, Natohetzpresse vom Feinsten. Nach einigen hundert Leserbriefen, die ich an die Passauer Neue Presse geschickt habe, von denen die Allermeisten in den letzten Jahrzehnten auch veröffentlicht wurden, haben offenbar neue Zeiten Einzug gehalten. Es gibt heute offenbar Tabuthemen, wie bei der vom CIA gegründeten Blödzeitung, wo Redakteure sich vertraglich verpflichten müssen, keine Kritik an den USA und Israel zu üben. Ich ziehe die Konsequenzen und werde der Politikredaktion vorerst keinen Leserbrief mehr schicken.  

Deutsche Verpflichtung als Lehre aus unserer Vergangenheit ist: Gewaltherrschaft und Rassismus zu benennen und uns dagegen zu positionieren, das sind wir unseren, von den Nazis geschundenen Eltern und Großeltern schuldig, und natürlich allen Völkern und Religionsgruppen, die zu Millionen Opfer dieser Barbarei wurden. Zu unserer Verpflichtung gehört aber nicht einen Staat wie Israel, der alle Merkmale eines aggressiven und untoleranten „Gottesstaates“ hat weiter mit modernstem Waffen zu befähigen seine Nachbarn zu bedrohen und zu töten, wann immer es ihm beliebt. Den Menschenrechten verbundene Zeitgenossen wie ich, die die Lektionen aus unserer Geschichte gelernt haben, fühlen sich weder in einer „Wertegemeinschaft“ mit den israelischen Nationalisten und Rassisten, noch mit den ukrainischen oder den amerikanischen. Weder Präsident Gauck noch Kanzlerin Merkel sprechen für ihre eigene Bevölkerung, wenn sie die ständige Aufrüstung Israels als „deutsche Staatsräson“ bezeichnen. Falls an dieser Aussage Zweifel bestehen, kann dies gerne mit einem Volksentscheid überprüft werden. Ich schäme mich auch, dass man sich gegenüber Russland, das 27 Millionen Menschenleben durch deutsche Schuld zu betrauern hatte, so gänzlich anders verhielt und noch immer verhält.

Habe einige Zeit danach den Kommentar von Evelyn Hecht-Galinski über "Wissen, ohne Gewissen" gelesen, der sich auch des Themas annahm und habe dann meinen Kommentar als Leserbrief an die Redaktion von "Sicht vom Hochblauen" geschickt, wo er veröffentlicht wurde.

 

8.5.15 Eine bessere Zukunft kann nur auf Wahrheit gebaut werden

Gedanken zum Gedenken an den 70. Jahrestag seit dem Ende des 2. Weltkrieges

Die Geschichte schreiben schon immer die Sieger. Man kann also davon ausgehen, dass dies auch für die deutsche Geschichte gilt. Meine Generation wurde im Sinne der anglo-amerikanischen Alliierten erzogen, die den 2. Weltkrieg uns in der Weise vermittelten, dass die Deutschen nicht nur die Schuldigen an allem Morden von 1939-45, sondern der Inbegriff des Bösen waren, wie es dieses noch nie in der Menschheitsgeschichte gegeben hatte. Um den alliierten Luftterror gegen die deutsche Zivilbevölkerung und die Vertreibung von Millionen Deutschen aus ihrer angestammten Heimat, mit Millionen Toten, zu übertreffen, waren schon starke Argumente nötig. Erstaunlich ist dabei, dass im Westen niemand die 27 Millionen russischen Kriegstoten ins Feld führte, sondern man sich alleine auf die Ermordung von 6 Millionen Menschen jüdischer Religionszugehörigkeit aus Rassismuswahn beschränkte. Von der hohen Zahl der russischen Opfern erfuhr ich, so weit ich mich erinnere, erst in den Neunziger Jahren, also erst nach fünfzig Jahren. Auch Verschweigen nenne ich Geschichtsfälschung. Aber "der Russe", das war der gottlose Bolschewik, wurde uns immer nur als Inbegriff des Bösen präsentiert, vermutlich nicht anders wie unserer Elterngeneration unter den Nazis. Zudem konnte man in deutschen Köpfen keine Scham und kein Mitfühlen mit Russland brauchen, da man Westdeutschland als Sperrspitze und Schlachtfeld im Kalten Krieg gegen die Sowjetunion brauchte. Fussnote: Manche Historiker vermuten ja, auch Hitler sei in diesem Geiste und für diesen Zweck unterwegs gewesen und Amerika hätte nie eingegriffen, wenn die Nazis Russland und damit den Kommunismus besiegt hätten. Ich bezweifle das, denn Deutschland und Russland wären für die übrigen Raubtiermächte dann zu mächtig geworden.

Dieses Verschweigen und Dämonisieren reiht sich ein in das, was uns von den USA über Jahrzehnte über alle ihre Angriffskriege, vom Koreakrieg bis zum Überfall auf den Irak vorgelogen wurde. Sich heute darüber aufzuregen, dass sich aus dieser Erfahrung eine tiefe Skepsis entwickelt hat, die – ich will es nicht ausschließen – vielleicht über das Ziel hinausgeht, kann uns niemand ernsthaft vorwerfen. Denn schon wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr. Dabei will ich durchaus anerkennen, dass nicht wenig unserer heutigen demokratischen und humanen Gesinnung, durch die Propaganda der Allierten angestossen worden, auch wenn ihre eigene Realität zu Hause dazu diametral im Widerspruch steht. Das amerikanische System ist eine entsolidarisierte Plutokratie, in der Oligarchen ein Zweiparteienspiel inszenieren, in dem es im Grunde egal ist, wer gerade gewählt ist - und man darf es nie vergessen - 1945 waren die USA ein rassistischer Staat und daher vielleicht wenig geeignet den Deutschen Rassismus vorzuwerfen. Amerika hat auch die Aufnahme von Schiffen mit geflüchteten Juden abgelehnt und auch nichts getan, den deutschen Terror in Konzentrationslagern mit Luftangriffen zu stoppen, obwohl sie schon lange die Lufthoheit hatten. Noch heute ist in den USA Rassismus tief verwurzelt, trotz eines farbigen Präsidenten, der möglicherweise nur eine Inszenierung ist, wie so vieles, was wir heute erleben.  Mit gigantischem Propagandaaufwand wird der Bevölkerung aus den Traumfabriken in Hollywood der Verstand mit den immergleichen Szenerien unterdrückt: Hier, die heile, gottesfürchtige und patriotische Spießerwelt, die bedroht ist vom Bösen, das am Ende aber immer den Kürzeren zieht. Die amerikanische Bevölkerung muss also nicht anders als wir, ständig benebelt werden, sonst würden die imperialen Kriege ihres Regimes nicht immer noch mit humanitären Argumenten begründet, eine bemerkenswerte Widersprüchlichkeit, die aber auch ein wenig Hoffnung schenkt. Ob die Angriffskriege gegen Afghanistan und den Irak geduldet worden wären, hätte man die wahren Beweggründe genannt? Und auch der Massenmord an 3000 Menschen im WTC am 11.9.2001 war für die schon lange bereitliegenden Kriegspläne als Zündfunke nötig. (Fussnote: Dass die offizielle Darstellung keine Lüge ist, schließen nicht nur 2000 amerikanische Ingenieure und Wissenschaftler aus. Wer sich mit dem Anschlag eingehender beschäftigt, weiß, dass eigentlich gar nichts zusammen passt.)

Doch zurück zur angloamerikanischen Geschichtsschreibung für unser Nachkriegsdeutschland. Vermutlich wünschen sich die meisten Deutschen nichts sehnlicher, als dass sich die Geschichte der Ermordung der 6 Millionen Juden als Propagandalüge herausstellt. Wobei aber meines Wissens niemand den Terror gegen die Juden in Frage stellt, die entrechtet, enteignet und in KZs gesteckt wurden. Doch die  gezielte Ausrottung von Millionen Menschen, alleine wegen ihrer Religionszugehörigkeit, ist einfach unbegreiflich, man kann und will es einfach nicht glauben. Doch dieses Verbrechen ist heute sakrosankt, es ist zu einer schier religiös anmutenden Glaubenssache geworden, Teil unserer Staatsräson. Für eine Demokratie einmalig ist, dass diese Geschichtsschreibung strafbewehrt wurde. Wer den Massenmord zu relativieren versucht oder zu bestreiten, wird in Deutschland juristisch verfolgt und mit hohen Gefängnisstrafen aus dem Verkehr gezogen. Eine Vorgehensweise, die an mittelalterliche Denkverbote erinnert.

Ich werde mich also auch hüten, da irgendetwas in Frage zu stellen. Der Hinweis sollte aber erlaubt sein, dass mich schon bei einem Besuch im KZ Dachau in den Achtziger Jahren eine Beobachtung peinlich berührte, nämlich dass da auch ein Duschraum als Gaskammer beschrieben wird, was es in Dachau nachweislich nie gegeben hat. Uninformierte Besucher werden also bewußt getäuscht und so spielt man mit der Authentizität des auch so jeden humanen Menschen schockierenden Ortes.  Ein Zweites, was mir nicht einleuchten wollte, war, dass dieses kleine Deutschland, das mit der halben Welt im Krieg lag und notwendigerweise größte Probleme hatte die Wirtschaft ohne die Millionen von eingezogenen Männern in Gang zu halten, Millionen Arbeitskräfte alleine wegen des Rassenwahn ihres Führers umbringen ließ. Das wäre ja nicht nur teuflisch, sondern widerspräche auch der ansonsten herrschenden eiskalten Logik der Nazis. Warum sollte man billige Arbeitskräfte, die man für die Kriegsproduktion brauchte, umbringen? Zu Tode schuften lassen, ausnützen bis zum Letzten, das würde eher ins Denkschema der Judenhasser passen. (Fussnote: Bei einer Gedenkveranstaltung In Türkheim, einem der vielen Aussenlager von Dachau  habe ich den berühmten jüdischen Psychologen Viktor Frankl von seiner Zeit in einem dieser Arbeitslager erzählen gehört, mit erstaunlich wenig Bitterkeit und einem bewunderswertem Maß an Verzeihem).

Aber macht es überhaupt einen Unterschied, ob nun 6 Millionen Juden vergast oder ob eine darunter liegende Zahl durch Krankheit, Hunger und Überforderung umgebracht wurden? Ja, es macht einen Unterschied, denn das eine wären eben "nur" schreckliche Verbrechen in der Folge des Krieges, das andere aber eben das Unvorstellbare, das Teuflische an sich. Darum befürchtet man, dass schon das geringste Rütteln an der magischen Zahl ein ganzer Gebäude zum Einsturz bringen könnte. Ja, vermutlich sogar alle Gebäude, die auf diesem furchbaren Grundstein erbaut worden sind. Auch die gegenwärtige deutsche Republik mit ihre militärischen und wirtschaftlichen Verflechtungen mit den ehemaligen Kriegsgegnern, gibt es nur, weil sie uns, nur durch den Vergleich mit den Nazis, als Partner sympathischer sind. 

Kann es bei diesem Hintergrund überhaupt vertretbar sein, nach vielleicht verborgenen Wahrheiten und Relativierungen zu graben, wenn danach die Unbelehrbaren triumphieren und ihren Hitler zum Schosshündchen umdeklarieren würden? Doch Letzteres werden sie kaum schaffen und für die Offenlegung von Wahrheit gibt es keine Alternative, denn sie lässt sich auch nie auf Dauer unterdrücken, das lehrt uns die Geschichte. Alle Gräuel und Verbrechen gehören auf den Tisch und müssen Tätern, ihren Finanziers und Kriegsgewinnlern zugeordnet werden, denn die Unmenschlichkeit ist ja heute nicht aus der Welt, ihr myzelähnliches teuflisches Beziehungs- und Ursachengeflecht ist noch immer am Leben und durchdringt die ganze Welt.

Links zum Thema: 11.5.15 Anglo-amerikanische Geldbesitzer organisierten den zweiten Weltkrieg (Voltairenet)

24. Pleisweiler Gespräch - Vortrag von Dr. Werner Rügemer

 

 

8.5.15 Heuschrecken im Bayerwald

Online-Kommentar zum Bericht im BBZ "Glashersteller Riedel schließt Nachtmann-Werk Frauenau"

Dafür gibt es nur ein Wort: Raubtierkapitalismus! Man kauft Konkurrenten auf, kassiert Fördergelder, setzt alles von der Steuer ab, saugt aus dem Unternehmen was geht und zieht weiter. Heuschreckenmanier nennt man das wohl. Es gibt keine Verwurzelung in der Region, kein Verantwortungsgefühl gegenüber den betroffenen Menschen. Eigentum soll ja zur Verantwortung verpflichten, heißt es in Sonntagsreden. Das gilt aber offensichtlich nicht für diese Welt, nicht für die heutige Zeit.

 

6.5.15 Man kommt aus dem Schämen nicht mehr raus

Die Kanzlerin will Washington darüber entscheiden lassen, welche Informationen der Bundestag über die BND-Bespitzelungsaffäre bekommt. Damit zeigt sie erneut, dass sie nur Statthalterin von Amerikas Gnaden ist. Der im ersten Moment reisserisch wirkende Bericht bei Politeia, in dem kürzlich detalliert und überzeugend ausgeführt wurde, dass Merkel vermutlich vom CIA geworben und protegiert wurde, wird mit ihrem neuerlichen servilen Verhalten unterstrichen, das den Eindruck von Kumpanei erweckt.

Wir haben es schon im Fall von Edward Snowden erlebt, dass diese Regierung nicht souverän handeln darf und einen couragierten Amerikaner, der die Schweinerein seiner Regierung ein wenig offenlegte nicht nach Deutschland reisen lassen darf, geschweige ihm Asyl bieten, und wenn er hundert Mal mit seiner Offenlegung deutsche, europäische und letztlich auch amerikanische Interessen vertreten hat, denn unterschiedlose Spionage gegen das eigene Volk und die Völker der Verbündeten ist nicht nur unmoralisch sondern auch eine Straftat. Da wird deutlich, dass wir uns tatsächlich im Krieg befinden, in dem das amerikanische Kriegsrecht gilt. Das würde auch die Erpressung Europas erklären, in die wir gegen jede Vernunft und zu unserem Nachteil in die Konfrontation und den Boykott gegen Russland getrieben wurden und noch werden. 

Hier sei auch an den Fall des desertierten US-Soldaten Andre Shepart erinnert, der in Deutschland um Asyl bat, was man ihm verweigerte. Dieser Fall ist viel zu wenig in den Medien, auch den kritischen, publiziert worden. Aber eine amerikanische Kolonie darf eben keine Kriegsdienstverweigerer des Imperiums aufnehmen. Ich darf an die unglaublichen Begrüdungen der Gerichte erinnern, die sich mit ihren Urteilen ebenfalls zum Erfüllungsgehilfen gemacht haben. Der europäische Gerichtshof begründete die Asyl-Ablehnung mit den Worten: „Von schweren Vergehen (der Amerikaner) sei nicht auszugehen, bei Einsätzen für die es einen Konsens der internationalen Gemeinschaft gibt...“ Und: „Eine drohende Freiheitsstrafe könne nicht als Asylgrund im Sinne des europäischen Rechts gelten“. (RS C 472/13. Haben diese Robenträger nicht mitbekommen, dass der Überfall der Amis und Briten gegen den Irak gegen das Völkerrecht stattfand und auf Lügen basierte? Haben sie nicht mitbekommen, dass Hundertausende, manche Quellen sprechen sogar von 1,5 Millionen Opfer im Irak die Folge waren? Und wenn sich nun ein GI weigert, dort wieder eingesetzt zu werden, dann liefert man ihn der bekanntermaßen unbarmherzigen US-Militärjustiz aus? Ein Fall, der einem nur die Schamröte über unser verkommenes System ins Gesicht treiben kann, so man sich noch eine Restscham bewahrt hat. Ein Fall, der einfach nur eine Schande ist für unsere ganze Zivilisation.

 

3.5.15 Drei Thesen wie man Extremismus vermeiden kann

Kommentar zum Bericht im Straubinger Tagblatt „Die primäre Gefahr kommt von rechts“, vom 25.4.15

Von den Grünen und dem von ihnen kritisierten Innenminister wünsche ich mir statt ihrer alljährlichen Diagnose über ihre wechselseitig vorgeworfene Einäugigkeit, sich mehr Gedanken über die Ursachen von Links- und Rechtsextremismus zu machen. Sicher ist, dass Linke wie Rechte nicht vom Himmel fallen, sondern wie der Wasserstand in kommunizierenden Röhren mit der Qualität der übrigen Politik in Verbindung stehen. Drei gewichtige Ursachen sehe ich, 1. die immer extremer werdende Vermögensverteilung, 2. die Aushebelung der Demokratie und 3. Denkverbote und einseitige Geschichtsschreibung.

Zu Punkt 1: Wir müssen jenseits von Raubtierkapitalismus und der Unfreiheit kommunistischer Systeme einen Weg suchen. Frei nach Nietzsche darf es in einer solchen Welt zwei Menschengruppen nicht mehr geben: Reiche und Habenichtse. Doch heute ist die Kluft zwischen Arm und Reich tiefer denn je. Faktisch ist die westliche Hemisphäre heute eine Plutokratie.

Zu Punkt 2. Beinah alle Entscheidungen werden heute nicht vom Volk und auch nicht von ihren gewählten Vertretern getroffen, denn bürokratische Vorgaben, die Hypothek der Altschulden, die internationalen Verpflichtungen und der Einfluss von Lobbyisten und Wirtschaftsoligarchen lassen praktisch kaum Gestaltungsspielraum. Beim Einzelnen ist das Gefühl von Ohnmacht die logische Folge und schlägt sich in Wahlverweigerung oder politischem Extremismus nieder.

Polizei und Geheimdienste sind da hilflos, sie können gleichsam den Wasserstand nur messen, ihn aber nicht beeinflussen. Bespitzelung, False-Flagg-Aktionen und Propaganda werden zudem im Zeitalter des Internets schnell entlarvt und wirken eher wie Brandbeschleuniger.

Der 3. Punkt, um den Extremisten auf beiden Seiten den Nimbus des "Geheimwissens" zu entziehen, wäre mehr historische Ehrlichkeit und Wertschätzung der eigenen Wurzeln und Sprache. Unsere Geschichtsschreibung, wie könnte es anders sein, ist die der Sieger. Dieses Schwarz-Weiß-Gemälde kann auf Dauer nicht zufriedenstellen. Ehrliche Aufklärung sind 70 Jahre nach Kriegsende strafbewehrten Denkverboten vorzuziehen. Rassismus ist keine deutsche Erfindung, ebensowenig nationale Überheblichkeit und auch beim Völkermorden gibt es bekanntlich auch anderswo teuflische Meister, auch heute noch. Man sollte aufhören die Verbrechen den Völkern anzulasten, denn die Täterfront verläuft quer durch die Nationen. Unseren Großeltern vorzuwerfen, sie hätten den Faschismus stoppen können, ist außerhalb der Realität. Sie konnten so wenig entscheiden, wir wir heute entscheiden können. Bert Brecht hat dazu gesagt, das erste Volk, das die Nazis erobert haben, war das deutsche. Und das ist mit brutalsten Mitteln geschehen. Hitler ist nicht in freien Wahlen an die Macht gekommen, sondern wurde von dem Obristen Hindenburg eingesetzt, der zusammen mit General Ludendorf den 1. Weltkrieg bis zum bitteren Ende trieb und den  unerfüllbaren Versailler Vertrag mit zu verantworten hat. Und Hindenburg war niemals der Vertreter des Volkes sondern des Militärs, des Großindustrie und der Großgrundbesitzer. Und Hitler war ebensowenig ein Vertreter des kleinen Mannes, es gibt heute gute Studien die belegen, wer ihn finanzierte.

Auch Hitlers Machwerk „Mein Kampf“ muss endlich im Licht ausgebreitet werden. Was da an Krampf steht, etwa zur Rassenlehre, traut man sich kaum zitieren: Zitat: "Jedes Tier paart sich nur mit einem Genossen der gleichen Art. Meise geht zu Meise, Feldmaus mit der Feldmaus...“  Die Dämonisierung dieses Buches brauchen wohl andere, die Deutschen haben es schon nicht gelesen, als es jeder auf der Kommode liegen hatte.

 

1.5.15 Gauck soll nicht bleiben!

Kommentar zu Berichten im STB vom 27. und 28.4.15 "Gauck soll bleiben" und "Gauck in Tunesien: Brauchen Zuwanderung"

„Gauck soll bleiben!“ fordern mehrere „Spitzenpolitiker“. Sigmar Gabriel, Walter Steinmeier, Cem Özdemir und Horst Seehofer sagen Joachim Gauck ihre Unterstützung für eine zweiten Amtszeit als Bundespräsident zu. Nun könnte man sagen, das ist eben Politik, man muss immer das Gegenteil von dem glauben, was sie sagen, denn das können diese Herrschaften doch unmöglich ernst meinen! Haben sie vergessen, was Gauck alles angestellt hat, etwa mit seiner krankhaften Russenphobie und seiner Unterstützung der Kriegshetzer in der Ukraine? Oder gerade eben: Während die EU überlegt, wie sie die Flüchtlinge aus Afrika und dem Orient davon abhalten kann sich auf die lebensgefährliche Reise übers Mittelmeer zu begeben und sogar die militärische Zerstörung von Schlepperbooten erwägt, wirbt Präsident Gauck in Tunesien für vermehrte Zuwanderung aus Afrika, wörtlich: „Wir brauchen in Deutschland auch Zuwanderung nicht nur aus humanitären Gründen sondern um unsere Arbeitsmarktsituation zu stabilisieren...“ Über die Abstrusität dieses Satzes ließen sich ganze Abhandlungen schreiben... Nein, auf diesen Präsidenten können wir gerne verzichten, gerade so wie auf eine Kanzlerin, die ihr eigenes Land verrät und es systematisch ausspähen lässt und die Bürger darüber belügt. Und die anderen oben erwähnten Herren? Gabriel ist in etwa soweit von frühen sozialdemokratischen Positionen entfernt, wie TTIP von einem Vorteil für Europa. Und Seehofer - von mir zwischenzeitlich wegen seines Hörens auf die Bevölkerung in Sachen Donauausbau weit in der Achtung gestiegen - kommt gerade aus Saudi Arabien, einem der totalitärsten Unrechtsregime überhaupt, das noch dazu gerade einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen seinen Nachbarn Jemen führt. Ich begreife nicht, wie man solchen Gewaltherrschern durch einen Besuch ihre Reputation erhöhen kann. Haben die Saudis mittlerweile schon soviele Anteile an der bayerischen Industrie und den Banken, dass sie über den bayerischen Ministerpräsidenten verfügen können? Dasselbe gilt bei TTIP, die CSU trommelt ja permanent für dieses Abkommen, das uns nicht nur in demokratischer Hinsicht den Rest geben wird. Es wird uns Privatisierungen in Bereichen bringen, an die wir Laien heute noch gar nicht denken. Und wenn wir diese Übernahmen verhindern wollen, werden sie uns mit ihren Sondergerichten dazu zwingen. Gut möglich, dass sogar der Verzicht auf weitere Kraftwerke und Staustufen  durch eine Hintertür gekippt werden könnte, weil man internationalen Energiekonzernen nach TTIP nicht das Geschäftemachen versagen darf. Hat Seehofer am Ende nur deswegen eingelenkt, weil er die weitere Entwicklung kannte? Aber ich will hoffen, dass dies nur eine Verschwörungstheorie ist, die nur meiner blühenden Phantasie und den schlechten Erfahrungen mit der Politik geschuldet ist. Und Ozdemir? Warum ich über den nichts anmerke? Dafür habe ich schon zu lange Zeit nichts Vernünftiges mehr von ihm gehört. Er ist einer der Totengräber der Grünen, in die ich doch vor dreissig Jahren einmal viel Hoffnung gesetzt hatte. Nichts davon ist geblieben.

 

28.4.15 Onlinekommentar in BB zum Thema Windkraftdebatte

 

27.4.15 Leserbrief in DZ zu Landrat Bernreiters Werbung für TTIP

 

21.4.15 Nie wieder Krieg!

Kommentar zum Bericht in der BBZ "Vor 70 Jahren brach die Hölle über die Stadt herein"

Die Bombardierung von Zwiesel, bei der 18 Menschen starben und die Zerstörung der beiden Donaubrücken in Deggendorf waren aus strategischer Sicht völlig überflüssig. Die Hunderte von Toten in Straubing, wo man die Bombenlast nur abwarf, weil im böhmischen Zielgebiet das Wetter schlecht war - oder die Bombardierung des Gefangenenzuges in Plattling - waren entweder "logistische Fehler", reine Racheaktionen oder die skrupellose "Entsorgung" restlicher Bombenbestände. Und doch sind die niederbayerischen zivilen Opfer kein Vergleich mit dem, was in Dresden, Würzburg und ungezählten andereren Städte an der Zivilbevölkerung verbrochen wurde, ohne den geringsten militärischen Zweck. Gewiss darf man nie verschweigen, was die Nazis zuvor verbrochen haben, aber um zukünftige Kriege zu verhindern, muss das Morden auf beiden Seiten aufgearbeitet werden, was bislang auch nicht ansatzweise geschehen ist. Warum? Weil sich die Sieger die Geschichtsschreibung nicht aus der Hand nehmen lassen und man jeden, der es versucht, in eine Naziecke schiebt? Da ich als kritischer Künstler bekanntermaßen nicht in diese Ecke gehöre, darf ich wohl darauf hinweisen, dass jeder Krieg entmenschlicht, zum nicht steuerbaren Selbstläufer wird und sich schnell zum Tsunami auswächst und es immer die Unschuldigen trifft. Nie wieder Krieg! Das war die Lehre nach dem ersten und dem zweiten Völkermorden im letzten Jahrhundert. Sogar ein F.J. Strauß soll 1945 gesagt haben, dass jedem die Hand abfallen soll, der nochmal ein Gewehr in die Hand nehme. Keine zwanzig Jahre später war er Verteidigungsminster... Heute scheint die Weisheit der Überlebenden von damals verblasst. Wir Deutschen sind - ohne dass man uns gefragt hat - Mitglied im aggressivsten Militärbündnis der Gegenwart, das direkt oder indirekt von Nordafrika bis Afghanistan die Völker und ihre Wirtschaft ins Chaos gestürzt hat, mit Millionen von Toten und Flüchtlingen. Und dass die erste deutsche Beteiligung an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg ausgerechnet unter einer Regierung von ehemals Friedensbewegten stattfand, klingt wie ein Treppenwitz der Geschichte. Seither kam eines zum anderen: die Verteidigungsbindung der Bundeswehr wurde beiseite geschoben, denn " Angriff ist die beste Verteidgung", dem ältesten Propagandaspruch überhaupt. Doch mit Krieg wurden noch nie Probleme gelöst und wir balancieren sogar in Europa schon wieder dicht am Abgrund.

 

20.04.15 Vertreter fremder Interessen

Kommentar zum Bericht in der Deggendorfer Zeitung "CSU sieht in TTIP mehr Chance als Risiko"

Landrat Bernreiter zum TTIP: "Das Abendland geht nicht unter. Ich würde nichts befürworten, was uns schadet“. Dabei kann er weder etwas befürworten noch ablehnen, denn die Aushebelung der Demokratie schon im Vorfeld des Abkommens geht soweit, dass sich – laut einem Gutachten des Bundestages - Kommunalpolitiker nicht einmal mit dem geplanten Freihandelsabkommen beschäftigen dürfen, meldete am 3. 3.14 die ZEIT. Beim TTIP geht es um Auswirkungen in alle Lebensbereiche. Noch immer sind ja nur wenige Einzelheiten aus den Geheimverhandlungen mit den Amis bekannt. Ein „Hammer“ ist der Investorenschutz, der im Geheimen von außerordenlichen Gerichten verhandelt werden soll und – der Oberhammer: Die Amis sollen sogar bei der europäischen Gesetzgebeng reinreden dürfen. Nun könnte man einwenden, auf das kommt es auch nicht mehr an, da die Wirtschaft - nicht nur über Brüssel - sowieso schon alles bestimmt und unsere Parlamente zu folkloristischen Alibiveranstaltungen degradiert hat.

Wenn es stimmt, was US-Generalkonsul William Möller dieser Tage in Freyung sagte, dass das TTIP auf eine Idee der Kanzlerin zurückgeht, dann ist schon zu fragen, wessen Interessen sie vertritt. Interessant der Hinweis im Bericht, dass es bereits 130 Abkommen gibt, in denen sich die Wirtschaft mit Hilfe der Politik „außerordentliche Gerichte“ geschaffen hat, also ein Rechtssystem neben dem Regulärem. Dies alles geht Hand in Hand mit den „Hermes-Krediten“, in denen der deutsche Steuerzahler für Risiken bei Auslandsgeschäften bürgt und Unternehmern ihr Risiko abnimmt. Dass sie im Gegenzug ihre Gewinne mit der Bevölkerung teilen, ist nicht bekannt.

 

18.4.15 Luftterror durch Tiefflieger

Online-Kommentar zum Thema "Seltener "Vogel" im Tiefflug über Kohlnberg" im BB vom 17.4.15

Ein allgäuer Kurort, in dem ich lange lebte, hatte viele Jahre unter dem Luftterror von Tieffliegern zu leiden. Der Bürgermeister lobte sogar eine Prämie aus für ein Foto, mit dessen Hilfe die Militärjets identifiziert hätten werden können, denn die verdächtigten Fliegerhorste bestritten immer jeden Vorwurf. Auch ich habe es, sowenig wie sonst jemand geschafft, brauchbare Bilder zu machen. Die Höllenmaschinen waren immer plötzlich da, oft keine hundert Meter über unseren Köpfen, die Fenster klirrten, die Bilder an der Wand wackelten und unser Herzschlag schnellte in die Höhe. Auch im Schwarzachtal habe ich schon öfter Tiefflieger erlebt und einmal gerieten unsere Pferde derart in Panik, dass sie eine feste Umzäunung durchbrachen und sich blutige Verletzungen zuzogen.

Die von Herrn Friesl fotografierten Düsenjets haben wir auch wir vergangenen Donnerstag erlebt, sie kamen mehrmals wieder und unsere anwesenden kleinen Enkel waren verstört und stellten Fragen nach Sinn und Zwecke von solchem ohrenbetäubendem Treiben über unseren Köpfen.

Ich gratuliere Herrn Friesl zu den Aufnahmen, sie sind ein Zeitdokument. Bei der Diskussion hier im Forum vermisse ich jeden politischen Bezug beim Thema. Deutschland ist an dritter Stelle bei der Herstellung solcher Mordinstrumente und exportiert sie in alle Welt, auch in Krisengebiete. Und auch die aktuellen Luftmanöver sind im Kontext der gegenwärtigen Kriegsgefahr in Europa zu sehen.

 

9.4.15 Germanwings, zum Dritten

Meine am 27.3.15 niedergeschriebenen Zweifel an der offiziellen Absturzversion haben sich nach zwischenzeitlichen Zweifeln an meinen Zweifeln nach dem Fund des Flightrecorders wieder gemeldet. Mittlerweile gibt es doch recht seriöse Zweifler im Netz, die auch den nötigen Sachverstand mitbringen. Ich bin mir wieder sicher, dass wir von den Regierungen belogen wurden und eine politisch-terroristische Schweinerei dahinter steckt.

 

 

11.4.15 Volksverdummung durch Marietta Slomka von ZDF

 

Im Heute Journal am 11.4.15 gegen 22.45 Uhr ging es um die marode deutsche Infrastruktur. Frau Slomka führte stellvertretend die Mütterrente an, die schuld sei, dass Deutschland kein Geld für Straßen- und Brückenreparaturen habe. Kein Wort über die wirklichen Ursachen der klammen Kassen, etwa die "Eurorettung", die Geschenke von sechs, bald sieben atmoraketenfähigen U-Booten an Israel, die Militärkosten für die kriegerischen Vasallendienste für die USA, die Bankenrettung, die Steuerschlupflöcher für Weltkonzerne, die Steuer- und Subventionsgeschenke an die Wirtschaft usw.

Wenn man die Wirklichkeit auch nur ein wenig verfolgt, dem muss es bei Frau Slomkas volksverdummenden Sprüchen den Magen umdrehen. Und für solche "Nachrichten" muss der Steuerzahler auch noch die Zwangsgebühren für die öffentlich-rechtlichen Medien entrichten.

 

6.4.15  Klammheimlich zum Überschwemmungsgebiet erklärt?

Leserbrief an Straubinger Tagblatt zu den Berichten über die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten " Kein Veto gegen Überschwemmungsgebiet"

Was hat es für Auswirkungen, wenn ganze Gemeinden zum Überschwemmungsgebiet erklärt werden, in denen es zuvor über Generationen keine Überschwemmungen gegeben hat? Ist es richtig, dass alle niedrig gelegenen Flächen von Flusskilometer 2346,6 bis 2293,5.als Überschwemmungsgebiete betroffen sind? Daraus ergeben sich einschneidende und weitreichende Festlegungen, über die kaum jemand aus der Bevölkerung Bescheid weiß. Die Festsetzung sei verpflichtend, lese ich im im aktuellen Infoblatt der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzach. Gilt das für alle gefährdeten Flussbereiche in Bayern, also an der gesamten Donau und ihren Zubringern? Oder ist das alleine auf den Landkreis Straubing beschränkt?
Eine ausdrückliche Ausweisung als Überschwemmungsgebiet hat weitreichende Folgen auf die Entwicklungsmöglichkeiten und alle betroffenen Besitzstände in der betroffenen Region, etwa
eine dauerhafte Wertminderung von Land und Gebäuden. Der Art. 76 Wasserhaushaltsgesetzes beschreibt die Einschränkung von Grundrechten, etwa der Unverletzlichkeit der Wohnung und des Eigentums. Paragraf 78 des Wasserhauhaltsgesetzes listet eine Reihe von Untersagungen für Überschwemmungsgebiete auf.

Doch auch über den Umstand, dass die Anliegergemeinden mit 50 Prozent an den Kosten des Hochwasserschutzes beteiligt werden sollen, gibt es ein beinah völliges Informationsdefizit. Wen ich auch frage, niemand kann sich vorstellen, dass es so sein könnte. Das wäre ja eine schreiende Ungerechtigkeit, denn die Hochwasser entstünden im ganzen Land. Man könne doch nicht die Flussanwohner dafür bezahlen lassen, wenn landesweit mit staatlichem Segen dräniert, kanalisiert, verdichtet und versiegelt wird! In einer "Quer"-Sendung des BR wurde berichtet, dass sich die österreichischen Nachbargemeinden unterhalb Passau auf der anderen Donauseite mit 5 Prozent der Kosten für den Hochwasserschutz beteiligen müssen und bayerische Gemeinden mit 50 Prozent. Das sind Kosten, die ländliche Gemeinden nie und nimmer aufbringen können. Es ist höchste Zeit, die Bevölkerung in Informationsveranstaltungen über diese Vorgänge endlich gründlich zu informieren.

 

5.4.15 Lob für Ken Jebsen auf Youtube

 

4.4.15 Scheuklappen und Skibrille

Online-Kommentar in der PNP zur fristlosen Entlassung der Arbergebietsbetreuerin Isabell Auer

Beschämender Vorgang! Hätte ich dem Naturpark und H. S. nicht zugetraut. Statt seiner Mitarbeiterin den Rücken zu stärken, wenn sie sich gegen Naturzerstörer am Arber ein wenig aufzumucken getraut - sie also das macht, wofür sie bezahlt wird - fällt man ihr in den Rücken. Merke: Wer Vorstandsmitglieder in einem Verein kritisiert, begeht eine Art Gotteslästerung, was mit Rufmord und Entlassung bestraft wird! Vermutlich dürfen die Herren des Arbers ihre Gebietsbetreuerin in Zukunft selber aussuchen. Es werden nur Bewerber mit Scheuklappen und Skibrille genommen...

 

3.4.15 Germanwings, zum Zweiten

Heute wurden Daten vom nun gefundenen Flugschreiber veröffentlich. Es heißt, dass damit die Schuld des Copiloten erhärtet wird. Ich kann die neuen Daten als Laie nicht bewerten. Aber sollte es sein, wie berichtet, habe ich mich geirrt, mit meinen Ahnungen und Erklärungsversuchen. Warten wir ab, was Fachleute dazu sagen. Die unten vorgetragen Argumente wurden in ihrer Mehrzahl aber nicht entkräftet und mein ganzer Aufsatz zeigt beinah lehrstückhaft, wie nachdenkliche und um Wahrheit bemühte Menschen durch die geballten Lügengeschichten der letzten Jahre zu Ungläubigen der gesamten Politik geworden sind. Meinen Ausführungen über die beschämenden Vorverurteilungen der Medien, habe ich aber nichts wegzunehmen, ebensowenig den aufgezählten schlimmen politischen Geschehnissen dieser Tage.

 

27.3.15 Absturz Germanwings

kritische Durchsicht und Überarbeitung am 31.3.14

Reicht das Gefühl der Gewissheit, dass wir wieder einmal belogen werden, als Begründung zum Absturzes des Germanwingsmaschine etwas zu schreiben? Gewiss kann ich nur zusammentragen und abwägen, was ich an Informationen im Netz fand und kann über mögliche Hintergründe nur spekulieren. Aber einfach nur schweigen, wenn einem jungen Menschen alle Schuld zugeschoben wird und man ihn posthum als Sündenbock schlachtet, da er nicht mehr widersprechen kann? Aber der Tod von 150 Menschen verpflichtet gerade dazu, dass man sich nicht einfach mit einer wenig glaubwürdigen Geschichte über den Absturzhergang abspeisen lässt.  

Was in den vergangenen Tagen zu lesen war, erscheint mir als ein neuer Tiefpunkt in der Berichterstattung unserer Leitmedien. Was hier an Vorverurteilung ausgebreitet wurde, wie ungeprüft und ohne zu hinterfragen im besten Fall Hinweise als Tatsachen gemeldet wurden, ist eine Beleidigung des Verstandes. Würde es zutreffen, dass die Lufthansa schwerdepressive, medikamenteabhängige, gar von Netzhautablösung bedrohte Piloten fliegen ließe, dann müßte ihr sofort die Betriebserlaubnis entzogen werden. Doch das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Die Selbstmordthese ist aber aus vielerlei Hinsicht unglaubwürdig. Warum sollte sich ein Selbstmörder ein paar Tage zuvor noch ein neues Auto kaufen? - was offensichtlich geschehen ist. Zudem gibt es weder eine Abschiedsbotschaft, nicht einmal eine Silbe auf dem Voicerecorder. Wie konnte der Copilot wissen, dass sein Kapitän schon kurz nach dem Start auf Toilette muss und er seinen Mordplan ausführen kann um dort - auch das wird ihm von Medien unterstellt - wo er früher Urlaub gemacht hat - zu zerschellen? Von allen Theorien zu der Katastrophe, scheint mir die Selbstzerstörungsthese die Unwahrscheinlichste zu sein.

Doch die Sache erübrigt sich durch die Meldung amtlicher Stellen kurz nach dem Unglück, in denen von einem Notruf aus der Maschine berichtet wird. Offenbar haben CNN, Franc 24 und N24 dies berichtet und sich auf Vertreter französischer Behörden bezogen.

Später gibt es dazu keine Silbe mehr. Auch widersprüchliche Meldungen zum Flightrecorders. Einmal heißt es, er wurde nicht gefunden, ein ander Mal sei der Aufzeichnungschip verschwunden. Was stimmt denn nun? Erst eine Abgleichung mit dem Stimmenrecorder könnte ein Bild über die tatsächlichen Vorgänge geben.

Am Wahrscheinlichsten erscheint mir die These, dass irgendwo vor dem Eindringen in den französischen Luftraum eine technische Panne auftrat, der Notruf gesandt wurde und dann die Crew ausfiel, vielleicht durch einen Defekt in der Luftversorgung, es wird ja schon lange von giftigen Einträgen aus den Turbinen in die Atemluft berichtet. Der schnelle Sinkflug hätte die Passagiere in Panik versetzen müssen, doch das scheint - wenn man die Angaben des französischen Staatsanwalts hört - erst Sekunden vor dem Aufprall geschehen zu sein. Das ist unglaubwürdig, denn ein 10 Grad-Sinkflug ließe die Fluggäste nach vorne kippen. Und das aufgezeichnete Klopfen an die Tür? Wer kann beurteilen, ob es vom Kapitän stammt? Es kann genauso gut vom Bordpersonal stammen oder von besorgten Passagieren. Der Sinkflug zog sich in gerader Linie vielleicht hundert Kilometer hin, was gegen eine Selbstmordaktion spricht, dazu passen auch nicht die gemeldeten ruhigen Atemzüge eines Piloten, denn so atmet wohl keiner, der dabei ist, sich selber und alle Passagiere umzubringen. Dieses Atmen spricht aber auch gegen eine Bewußtheit der Notlage, sondern ist ein Indiz für ein Weggetretensein. Nach dem Notruf soll eine Mirage aufgestiegen sein, um nach dem Rechten zu sehen. Nach Aussagen von Anwohnern waren sogar drei Mirage im Einsatz und man berichtet von einem lauten Knall. Wurde der – vielleicht steuerlose - Airbus in unbewohntem Gebiet abgeschossen, damit er auf bewohntem Gebiet nicht größeren Schaden anrichten konnte? Irgendwo las ich, dass Flugzeugteile schon auf der Anflugroute vor der Felswand gefunden wurden. Sollte das stimmen, würde es die Abschussthese untermauern. Vielleicht befürchtete man einen terroristischen Anschlag mit der Maschine, etwa auf eines der vielen französischen AKWs. Man darf nicht vergessen: alles spielte sich in 8 Minuten ab - auch hier gibt es widersprüchliche Meldungen über die Zeitdauer von der letzten Kursänderung bis zum Absturz - es wird auch von einer doppelt so langen Zeit gesprochen, ich kann nicht beurteilen was nun stimmt.

Das Einräumen eines Abschusses wäre eine nachvollziehbare Erklärung, die aber sehr teuer käme, für Hersteller und Fluggesellschaft, denn ein technische Panne würde zur Verängstigung von Fluggästen und somit zu gewaltigen Einbrüchen bei den Verkehrszahlen führen, alle Airbusse würden in Misskredit geraten, für gigantische Summen müssten Nachrüstungen vorgenommen werden. Vielleicht befürchtete man auch Unverständnis in der Öffentlichkeit, schließlich standen Tage später wichtige Nachwahlen an.

Alles Spekulation nur, gewiss, vielleicht war alles völlig anders und es gab eine militärische Panne, man sollte nichts ausschließen. Im Mittelmeer soll es Manöver gegeben haben, wo ja bekanntlich auch die Einwirkung auf Flugzeuge mittels Strahlenwaffen geübt wurde. (Info gefunden am 6.4.15, kann Wahrheitsgehalt nicht beurteilen). Das Militär übt auch die Fernsteuerung von Flugzeugen, wie man hört, auch von Sateliten aus. Bislang soll das aber nur mit Maschinen des Herstellers Boing funktionieren. Auch die Beeinflussung oder Ausschalten der Radarkontrollen wird geübt. Ich erinnere an den Fall im  Juni 2014, also einen Monat vor MH 17, als von der NATO im Schwarzen Meer ähnliches praktiziert worden war. Bekanntgeworden – und auch gleich wieder verschwiegen – wurde es, weil eine Linienmaschinie stundenlang vom Radar verschwunden war. Ich habe die Meldung damals auf einem Nachrichtensender gehört und später das Internet abgesucht und nichts mehr dazu gefunden.

Fakt ist, dass es im aktuellen Fall nur gleichgerichtete Meldungen gab und niemand kritisch nachfragte. Die Riesenlettern dieser Schlagzeilen und der Umfang der Berichterstattung ließen die gleichzeitig wachsende globale Kriegsgefahr zu Randnotizen werden, wenn überhaupt darüber berichtet wurde. Da begannen ziemlich zeitgleich die saudiarabische Feudalherren, in Allianz mit beinah allen sunitischen Nachbarn, aber auch unterstützt - was ungewohnlich genug ist - von Israel, Luftschläge gegen den Jemen, die vermutlich gegen den Iran zielen, den die bekämpften Huthis sind Schiiten. Ein Krieg, der schnell seinen regionalen Charakter verlieren kann. Natürlich sind auch die Amis logistisch und geheimdienstlich mit von der Partie, Waffen aus amerikanischer Produktion sind es sowieso. Wir erinnern uns, vor einiger Zeit wurde mit SA das größte Waffengeschäft aller Zeiten gemacht.

Es wurde in diesen Tagen also erneut ein völkerrechtswidriger Krieg ohne UN-Mandat vom Zaun gebrochen, in einer sowieso schon brennenden Region, doch ich habe keinen Aufschrei in den Medien vernommen, auch nicht von den deutschen Parteien, die mittlerweile immer gleichgerichteter erscheinen. Hier muss auch erwähnt werden, dass sich die Verhandlungen mit dem Iran wegen seines Atomprogrammes in der Endphase befinden. wogegen es heftige Widerstände gibt, vor allem von Israel. Die zeitlichen Zusammenhänge sind gewiss kein Zufall. (Anfügung 2. 4.: Das Ende der Verhandlungen ist nun auf Ende Juni verschoben worden, was auch heißt, dass der Iran den Krieg gegen sein Glaubensbrüder dulden muss, denn ein Eingreifen würde mit Sicherheit zum Abbruch der Verhandlungen führen. Gut möglich, dass bis Ende Juni die Schiiten im Jemen niedergerungen sind und dann der Westen (mit seinen merkwürdigen Alliierten) auch an keinem Vertrag und einer Aufhebung der Sanktionen mehr interessiert sein könnten.)

Und wo blieben die Schlagzeilen, dass die Amis Militärfahrzeuge an die Ukraine auslieferten, was eine neue Qualität der Kriegsvorbereitung darstellt. Oder kritische Fragen zu "Dragon Ride", dem Propagandakonvoi amerikanischer Truppen vom Balikum, über Polen, Tschechien nach Bayern. Ich finde nur Randnotizen dazu, alleine das ZDF Heute vom 24.3.15 ließ sich für diese Propaganda einspannen. Ob auch sonst noch wer, ist mir nicht bekannt. In Tschechien sollen übrigens "Eierwürfe" von Kritikern gegen den Konvoi mit drei Jahren Gefängnis bestraft werden...  (Interessanter offener Brief des Oberleutnants der Reserve der Tschechischen Armee, MUDR. Marek Obrtel, vom 31.3.2015. Er wurde dem Kommandierenden der amerikanischen Truppen, die vom 29.3. bis 1.4.2015 nach den NATO-Manövern in den baltischen NATO-Staaten durch die CR in ihre Kasernen nach Bayern zurückgeführt wurden, übergeben.)

Auch über andere wichtige Ereignisse finde ich nichts mehr in den Zeitungen, etwa dem zum Wahlsieger erklärten Schlächter Netanjahu. Wie geht es in Israel weiter? Für deutsche Medien offenbar kein Thema.Außer dass Netanjahu nun wieder einen Palästinenserstaat für möglich hält, was er im Wahlkampf kategorisch abgelehnt hat. Aber offenbar muss man bei Politikern immer das Gegenteil von dem glauben, was sie sagen.

Auch dass in Frankreich der Kriegsverbrecher Sarkozy wieder im Kommen ist, der Libyen ins Chaos gestürzt hat. Die Entwicklung in diesem Land, seit dem von Frankreich angeführten Angriffskrieg, sollte doch jedem die Augen geöffnet haben. Doch in den Medien finde ich nur beiläufige Notizen, keine Silbe zu den Verbrechen in Libyen. Dafür gab es tagelang Schlagzeilen über den Stinkefinger eines griechischen Ministers, der in übelster Propagandamanier völlig aus der Zeit und dem Zusammenhang gerissen wurde. Nun wurden diese Scheinnachrichten abgelöst durch die mediale Hinrichtung eines jungen Copiloten.

Interessant wäre auch zu erfahren, warum Obama schon wenige Stunden nach dem Absturz wußte, dass es sich "nur" um einen tragischen Unfall handele? Zu was gibt es Untersuchungskommisssionen, wenn wir einen amerikanischen Präsidenten haben, der alles auch so weiß und seinen Daumen nach Belieben hebt oder senkt und die Leitmedien dann in diesem Sinne berichten? Erinnert an den Schnellschuss beim Abschuss von MH17? Nur dass damals sofort Russland die Schuld gegeben wurde, was sich mittlerweile ja wohl jedem, der sich auch nur ein wenig informiert hat, als Lügenmärchen offenbart hat. Warum sollte man nun Obama glauben? Wie kommt der amerikanische Präsident dazu so vorschnell die Richtung der Beurteilung vorzugeben, gibt es dafür nicht Staatsanwälte und Gerichte? Warum wurde die Story von Selbstmord von der New York Times in die Welt geblasen? Was wissen die Amis und woher? Man kann nur hoffen, dass es noch Aufklärung gibt und dass wir nicht langsam vollendes in einem Sumpf aus Lügen versinken.

 

6.3.15 Onlinekommentar an BB zum Thema Anwanderung

 

26.2.15 Onlinekommentar an BB zur Diskussion über den geplanten Windpark am Wagensonriegel

 

26.2.15 Kahlschlagorgien

Zum Bericht im BB "Stadt verteidigt Baumfällungen"

Die Motorsägen kreischen derzeit nicht nur in Zwiesel. Wer durch Niederbayern fährt kann Kahlschläge brutalen Ausmaßes beobachten. Es mag Mangel an Winterdienstarbeit in diesem milden und kurzem Winter sein, weswegen Bauhöfe und Straßen- und Wasserwirtschaftsämter das Personal mit der Säge beschäftigen. Böse Stimmen vermuten auch, die Behörden würden so ihr Personal mit Brennholz versorgen, andere verweisen auf die derzeit gute Vermarktungsmöglichkeit für Häckselgut. Bei jedem Kahlschlag werden gut klingende Gründe vorgeschoben, einmal sind es Sicherheitsgründe, damit niemand durch herabfallende Äste verletzt wird. Ein von mir einmal angesprochener Kapo deutete auf den "Nasskern" und dass es deswegen dringend höchste Zeit war. Ich klärte ihn auf, dass der dunkle innere Kern vieler Laubbäume kein Nasskern sei, sondern stabilstes Kernholz. An der Donau bei Metten wurden auf Kilometer wunderschöne alte Alleen niedergemacht. Begründung: Schwächung des Dammes durch die Wurzeln, doch gerade zur Stabilisierung hatte man sie früher extra an den Deichfuß gepflanzt. Und wieviele Großbäume wurden aus "Umweltschutzgründen" gefällt, um die Belichtung von Photovoltaikdächern zu verbessern? Ob in Zwiesel besonders viele Baumfrevler wohnen, wage ich nicht zu sagen. Doch wenn man bedenkt, dass Stadtbäume neben ihrer Schönheit in Urlaubszentren einen unmittelbaren materiellen Wert haben, dann möchte man schon annehmen, dass die Zwiesler schon ein wenig Lust an der Schädigung ihrer Stadt haben.

 

20.2.15 Gnauckermandl

Leserbrief zum heutigen Bericht: "Keine Mehrheit für Resolution gegen Freihandelsabkommen"

 

Es hätte dem Kreistag gut zu Gesicht gestanden, wenn er ein klares Nein zum geplanten Freihandelsabkommen ausgesprochen hätte. Es geht nicht nur um die kommunalen Versorgungssysteme, die man gerne vor einer Privatisierung schützen möchte, es geht um Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. Noch immer sind ja nur einige Einzelheiten aus den Geheimverhandlungen mit den Amis bekannt, aber es geht ganz sicher nicht nur um unappetitliche Chlorhühnchen und schon gar nicht um Angleichungen von Industriestandarts, denen steht auch heute nichts im Wege. Ein „Hammer“ ist der Investorenschutz, der im Geheimen von außerordenlichen Gerichten verhandelt werden soll und – der Oberhammer: Die Amis sollen sogar bei der europäischen Gesetzgebeng reinreden dürfen, was unserer Demokratie die letzten Füsse wegschlägt. Jo Biden hat ja unlängst in einer Rede damit geprahlt, dass die USA die Europäer bei den Sanktionen gegen Russland unter Druck setzten mußten. Europa ist heute schon eine amerikanische Marionette, mit dem TTIP fallen aber die letzten Eigenständigkeiten. 600 000 Arbeitsplätze sollen durch TTIP in Europa verloren gehen, sagt eine neue amerikanische Universitätsstudie, klar, es geht schließlich im Synergieeffekte. Es wäre deshalb mehr als wünschenswert, wenn alle Kreistage eine klare Stellungsnahme gegen TTIP abgäben. Die Regierung möchte ich sehen, die sich dann noch getraute das bekannte „Gnauckermandl“ zu spielen.

 

 

16.2.15 Ungerecht und unsolidarisch

Leserbrief an Straubinger Tagblatt zum Bericht vom 24.12.14 „Nächtes Jahr rollen die Bagger“

Es war eine Meldung, die einfach nicht zu glauben war. Sollte sie wahr sein, würde sicher eine Welle der Empörung durch die Zeitung schwappen, dachte ich und bezähmte meinen Wunsch einen Leserbrief zu schreiben. Die Anliegergemeinden an der Donau würden gewiss aufschreien und der bayerischen Staatsregierung geharnischte Briefe schreiben. Nun, vielleicht haben sie das auch gemacht, bekannt geworden ist davon aber nichts. Dann war Nachwahl in Straubing-Bogen, doch auch im Wahlkampf war das Thema kein Thema... Ich wartete, redete mit Nachbarn, doch alle hatten die Nachricht zu Weihnachten offenbar überlesen und ich schaute nur in zweifelnde Gesichter.
Um was es geht? Die Gemeinden an der Donau sollen 50 Prozent der Kosten des Hochwasserschutzes tragen, was geradezu eine Ungeheuerlichkeit wäre. Die Hochwässer werden schließlich im ganzen Land verursacht, durch Landschaftsversiegelung, Bodenverdichtung, Drainierung und Kanalisierung usw., die Einzelheiten sollten heute jedem bekannt sein. Und für etwas, was alle verursachen, nicht zuletzt die staatlichen Bau- und Genehmigungsbehörden, sollen diejenigen die Hälfte der Kosten tragen, an denen die Hochwasser am Ende vorbeifließen? Etwas Ungerechteres und Unsolidarischeres ist ja kaum denkbar! Wie sollen ländliche Flächengemeinden derartige Ausgaben schultern können? Eine schiere Unmöglichkeit. Österreich beteiligt die Anliegergemeinden mit 5 Prozent der Kosten und Bayern mit 50! Wo sind die Versprechungen der Staatsregierung vom letzten Hochwasser? Sind nicht über eine Milliarde Euro Hochwasserhilfe 2013 übriggeblieben? Schon vor Monaten habe ich angemahnt, den privaten Anliegern zu helfen, weil sie nun gezwungen werden neue Heiz- und Tankanlagen anzuschaffen. Der Finanzminister verdient daran sogar noch an der Mehrwertsteuer. Aber keine Reaktion, schließlich sind es dieselben Politiker und Bürokraten, die den Hochwasserschutz jahrzehntelang vertrödelt haben bzw. ihn zur Disziplinierung der Donauanlieger eingesetzt haben, damit sie ihre Staustufen bekommen. Aber wir können uns leider nicht ernsthaft beklagen, denn wir wählen diese "Krawattatn" ja immer wieder.

 

8.2.15 Kornblums verkommene Ansicht

Kommentar zu Jauchs Polit-Talk

In Günter Jauchs „Politik-Talk“ am Abend des Schlusstages der Münchner Werkundetagung 2015, die heute „Sicherheitskonferenz“ heißt und die sich seit Jahren zu einem Treffen der übelsten Kriegshetzer entwickelt hat, war die Kriegsgefahr mitten in Europa zu spüren. Überraschend die Auswahl der Gäste und die bemerkenswerte Sachlichkeit der Argumentation, offenbar beginnt auch bei öffentlich-rechtlichen „NATO-Lügensendern“ ein leichtes Umdenken, angesichts der gegenwärtigen brenzligen Lage. Wieder bemerkenswert die fundierten Ausführungen der erfahrenen Russlandkorrespontentin Gabriele-Krone-Schmalz, ebenso die Aussagen des ehemaligen Generalinspekteuers der Bundeswehr Harald Kujat, die beide um Verständnis für Russland warben und Hintergründe der Thematik durchleuchteten. Gemischt zu bewerten, ist der dritte Gast, der EU- Präsident Martin Schulz. Er warb für Vermittlungslösungen im Bürgerkrieg der Ukraine und lobte die Initiativen von Kanzlerin Merkel und den französischen Präsidenten Hollande. Bemerkenswert der Satz auf Jauchs Frage, wieviele Verhandlungsversuche man noch machen wolle, wenn nun auch dieser Zweite, der diese Woche in Minsk stattfinden soll, scheiteren sollte. Sinngemäß: Wenn der Zweite scheitert, kommt der Dritte usw., von mir aus der Siebzehnte, alles ist besser als ein Krieg in Europa. Wie schon seine Vorredner bekam auch Schulz an jenen Stellen viel Beifall aus dem Publikum, wo gegen Scharfmacherei und für Friedenslösungen geworben wurde. Eine Aussage wollte bei Schulz aber gar nicht ins Bild passen, ja, sie entwertete geradezu alles vorher Gesagte, als er geradezu in Propagandamanier die Schuld für den Abschuss von MH17 den Deparatisten zuschob. Dass die wirkliche Verantwortlichkeit eine völlig andere ist, sollte ein so wichtiger Führer wissen, ja, er sollte, ja er muss sogar die ganze Wahrheit kennen. Entweder hat Schulz kurze Zeit vergessen, dass er nicht in einer der verlogenen Polittheaterrunden sitzt, wo offenbar Lügenformeln gebetshaft gemurmelt werden oder er leidet an selektiver Wahrnehmung oder hatte er ein halbes Jahr keine Zeit sich zu informieren. Musste der SPD-Mann das sagen, um die Amis nicht total vor den Kopf zu stoßen? Seine vorangegangenen Appelle für Verhandlungslösungen kam ja beinahe Gotteslästerung gleich, Motto: „Seht, ich bin aber schon noch auf Linie und bete euere Lügen nach und unterstütze ansonsten euere Verbrechen...!“ Was für ein Theater!

Der Vierte in der Runde, der amerikanische Ex-Diplomat John Kornblum, war sichtlich alleine, auch wenn sich ihm Schulz einige Male kumpelhaft zuwandte, während andere sprachen, was mich peinlich berührte. Immerhin, auch Kornblum bestätigte die Vertragstreue der Russen in der Vergangenheit und dass man US-Senator Cain, der sich in München wieder als übelster Kriegshetzer hervorgetan hat, nicht überbewerten soll, weil man ihn ja kenne.

Ein ungeheuerlich verkommener Satz Kornblums wird mir aber im Gedächtnis bleiben, nämlich dass die Deutschen keinen Grund hätten zu Scham und Solidarität gegenüber Russland, wegen der 27 Millionen Russen, die durch den deutschen Überfall im 2. Weltkrieg dort umkamen. 

 

31. 01. 15 Man kommt aus dem Schämen nicht mehr raus

Kommentar zum Bericht auf Telepolis CIA-Folterbericht: Bundesregierung gegen eine Anfrage an die USA

Vor 8 Jahren habe ich den nachfolgenden Kommentar auf meiner Webseite
veröffentlicht. Und heute regen wir uns wieder über die kollektiv in
den Sand gesteckten Regierungsköpfe auf. Und was ist seither nicht
noch alles an Verbrechen und Wegducken geschehen! Manchmal möchte man
sich eine rosarote Brille kaufen und keine Silbe mehr von sich geben.
Siehe meinen Originaltext : 9.2.07 Pfui, Herr Schily, pfui, Herr Steinmeier, pfui, Herr
Schröder.... 

 

30.1.15 Ukrainische Wirklichkeit?

Poroschenke und Jazenjuk, (hier ein Bild mit Faschistengruß) bezahlen nun faktisch Kopfgelder für getötete Landsleute im Donbass. (mehr) Die Summen werden zwar für zerstörte Militärfahrzeuge und Panzer ausgelobt, aber wie allgemein bekannt, werden die ja von Menschen gefahren. Für die in die Armee gepressten Arbeitslosen werden pro Kriegstag 50 Euro versprochen, gleichzeitig die Dienstvorgesetzen ermächtigt, Kriegsverweigerer und Desserteure zu erschießen. Gleichzeitig finden sich Berichte, dass gefallene ukrainische Soldaten liegengelassen werden, damit sie die Statistik nicht belasten und den offensichtlich kaum vorhandenen Kriegswillen nicht senken. Zudem muss dann an die Angehörigen keine Unterstützung bezahlt werden. Wenn Fragen nach dem Verbleib des Sohnes, des Ehemanns oder Vaters kommen, wird Fahnenflucht oder Flucht nach Russland genannt. Es gibt auch seriös klingende Meldungen im Internet, das wirklich Tausende von Ostukrainern flüchten oder unbekannt verziehen, damit sie die Militärbehörden nicht finden.

Sicher scheint auch zu sein, dass private Söldnerarmeen in der Ukraine aktiv sind, es soll sich um die berüchtigten Blackwater handeln, die sich heute umbenannt haben.

 

30.1.15 Onlinekommentar in BB zu einem landwirtschaftlichen Thema

 

29.1.15 Demokratie faktisch nur noch eine folkloristische Veranstaltung

Leserbrief an PNP zum heutigen Bericht "Auto-Bosse werben für Freihandel" - wurde nicht gedruckt, wie alle meine Kommentare an die PNP die unsere Demokratie hinterfragen --

Die trauen sich, die Herren Bosse mit ihrem Oberlobbyisten Wissmann! Aber sie betrachten die Welt halt nur durch das schmale Sehrohr des Profits, aber selbst da bin ich mir nicht sicher, ob man ihnen nicht eine rosarote Linse eingeschoben hat. Nach und nach werden ja Einzelheiten aus dem TTIP und Co bekannt, etwa, dass die Amis zukünftig sogar bei europäischen Gesetzen mitreden können. Nach den über der normalen Rechtssprechung stehenden Schiedsgerichten und dem größten Geldraub aller Zeiten, den Herr Draghi gerade beschlossen hat, ist unsere Demokratie faktisch nur noch eine folkloristische Veranstaltung, denn die gewählten Regierungen sind damit entmachtet und wir als Bürger sowieso. Das Freihandelsabkommen wird uns dann den Rest geben. Im Übrigen gibt es auch heute schon genug Freihandel, beim TTIP geht es nur noch um das Niederreissen der letzten Einfriedungen.

 

26.1.15 Staatsstreich auf Raten

"Was sich hier abspielt, hat die Qualität eines Staatsstreichs. Auf kaltem Weg nimmt Mario Draghi dem Deutschen Bundestag sein wichtigstes Recht, das Budgetrecht, und führt die Schulden- und Haftungsunion durch die Hintertür ein", kommentierte ein Leserbriefschreiber in der PNP den angekündigten Aufkauf von Staatsanleihen im Wert von 1,3 Billionen Euro. Treffender kann man es wohl nicht ausdrücken, was da gegenwärtig passiert. Doch die Abschaffung der Demokratie soll noch weitergehen: Über das TTIP werden die USA noch mehr Einfluss auf die europäische Politik bekommen, als sie so schon haben. Heute meldet der Spiegel, dass die USA über das  Freihandelsabkommen sogar bei EU-Gesetzen mitreden dürfen.

 

22.1.15 Nicht nur lügende Medien betreiben Volksverdummung, auch Medien die wichtige Information unterschlagen

Selektive Berichterstattung nennt man das beschönigend, wenn unsere Medien nur noch melden was in die Staatslinie passt und abweichende Informationen verschweigen. Etwa die US-Resolution 758 an Russland vom 4.12.14 durch den Kongress, die eine Aufzählung unbewiesener Behauptungen und frechster Lügen ist und faktisch einer Aufforderung zum Krieg gleichkommt. Oder die Resolution des EU-Parlaments vom 15.1.15, die vasallenhaft ins gleiche Horn stößt und etwa Waffenlieferungen an die Ukraine begrüßt, auch die Grünen stimmten zu. (Siehe meinen Kommentar 8.1.15 Grün ist nicht mehr Farbe der Hoffnung)

Weitere unterschlagene Meldungen: Israel hat auf den Golanhöhen einen Luftangriff geflogen, auch ein höherer iranischer Offizier soll unter den Opfern sein, was dem Mordanschlag eine besondere Brisanz gibt. Und Edathy füllt immer noch die Spalten, wohl die grüßte Spaltenfüll- und Ablenkungsgeschichte der neueren deutschen Geschichte. Doch wer schreibt vom Wesentlichen des Skandals? Etwa dass der Geheimdienst schon lange von den Pornobildern wußte und Edathy genau deshalb zum Leiter des Untersuchungsausschusse gemacht wurde, weil man ihn damit in der Hand hatte und so offenbar verhindern wollte, dass sich der NSU-Ausschuss in eine Richtung bewegt, die geheimen Staatsorganen oder wem immer nicht genehm war.

Dass die meisten Medien ihre Leser über die Falschmeldung von den Staatsmännern an der Spitze des Demontrationszuges in Paris bis heute nicht aufklärten, ist einfach nur erbärmlich, zeigt aber, mit welchen billigen Mitteln Meinungsbildung betrieben wird. Oder dass der Spiegel gerade eben die Demonstranten einer Pegida-Demonstration von 15 000 auf 5000 runter "ermittelt" hat, mag manchen freuen, aber was für zweierlei Maß! Die Demo in Paris wurden dagegen von 1 Millionen auf 3,7 Millionen hochgeputscht. Das nenne ich After-Journalismus. Auch dass Massenmörder, die ihre eigene Bevölkerung umbringen, in unseren Medien breiten Raum für salbungsvolle Lügenmärchen bekommen, statt sie dingfest zu machen und nach Den Haag zu schicken. Was Poroschenko und Jazenik uns im neuen Jahr so serviert haben, geht auf keine Kuhhaut. Und zu Hause wird die Mobilmachung angeordnet, erst war von 50 000 Eingezogenen die Rede, dann von 100 000 und nun soll der Oligarch sogar eine Armee mit 250 000 Mann angekündigt haben. Es werden übrigens in der Hauptsache Arbeitslose und arbeitslose Jugendliche in die Armee gepresst, im Mittagsmagazin von ARD-und ZDF war ein paar aufschlussreiche Bilder davon zu sehen, immerhin, oder hat der Zensor geschlafen?

Und weil wir gerade dabei sind: Wann und wo wurde je berichtet, dass die Ukraine der Krim nach dem Referendum die Wasserversorgung abgestellt hat oder dass die Menschen im Donbass aus Kiew keinerlei Sozialleistungen oder Rente mehr bekommen? Ein wenig geschichtliche Aufklärung über das Gebilde Ukraine, das es erst seit Kurzem gibt und dessen heutige willkürliche Grenzziehung vom Westen wie ein elftes Gebot des Himmels bewertet wird, würde uns nicht schaden und manches, was da heute geschieht, relativieren und in den richtigen Zusammenhang setzen.

Hier ein Beitrag mit Filmlinks zur aktuellen Entwicklung in der Ukraine. Sollte man sich ansehen, auch wenn ich den Wahrheitsgehalt nicht bewerten kann.

Noch ein aktueller Fall, dessen Einzelheiten von den Medien verschwiegen werden: Da hat ein junger Muslim in Berlin seine hochschwangere deutsche Freundin, weil er sie nicht heiraten wollte oder durfte, mit Messerstichen schwer verletzt und dann bei lebendigen Leibe verbrannt. Das erinnert an den Fall vom 2006, als ein zwanzigjähriger, in Deutschland lebender Mazedonier seiner hochschwangeren deutschen Freundin auflauerte und sie mehrere Male mit den Füssen in den Bauch trat, damit sein Kind tötete, auch die Frau überlebte nur knapp. Die Begründung für diese bestialische Tat: Er stamme aus einem strengen islamischen Elternhaus und würde von seiner Familie verstoßen werden, wenn er eine Christin heiratete. Bei der Gerichtsverhandlung bestätigt sein Vater dies. Solche perversen, religiös verbrämten Taten werden in unseren Medien, wenn sie überhaupt gemeldet werden, auf kleiner Flamme gekocht, um keinen Ausländerhass oder keine Islamfeindlichkeit zu erzeugen. Ich glaube, das ist der völlig falsche Weg. Nach meinem Rechtsverständnis gehören solche Täter mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft und nicht - wie üblich - von den Gerichten beim Strafmaß ein "Kulturbonus" gewährt. Jeder im Land muss wissen, dass derartige Unmenschlichkeiten bei uns nicht toleriert werden. Wem das nicht passt, der soll dorthin gehen, wo derartiges möglich ist, so es solche Orte gibt.

 

18. 1.14 Abgrund zwischen Moral und Wirklichkeit

Kommentar auf Telepolis zum Bericht "Kriege, Kriegsverbrechen und Propaganda "

Dass andere Kulturen auch grausam und moralisch verkommen sind, geht
uns erst einmal nichts an. Wir sind zuerst für "unsere Kultur", die
westliche, verantwortlich. Und hier gibt es einen Abgrund zwischen
moralischem Anspruch und Wirklichkeit. Wir halten uns in
Sonntagsreden immer viel auf unsere "christlichen Wurzeln" zu Gute,
doch bei diesen scheint etwas nicht zu stimmen, sonst würde nicht
soviel Terror und Räubertum daraus entstehen. Nun sagen manche,
Hitler und Stalin waren doch Atheisten, die waren doch ebenso
schlimm! Doch Hitler ist im strengen österreichischen Katholizismus
aufgewachsen und Stalin war, so weit ich weiß, auch ein
Klosterschüler und auch dem christlichen Kulturkreis zuzuordnen. Wir
müssen uns wirklich fragen, warum ausgerechnet eine Zivilisation im
Schatten und im Namen einer Religion der Feindesliebe und der
Verurteilung des Mammons, so in ihr Gegenteil umschlagen kann.

 

18.1.15 Grün ist nicht mehr die Farbe der Hoffnung

Kommentar bei Telepolis zum Bericht

"Uneingeschränkte Solidarität": EU-Parlament begrüßt Waffenlieferung an die Ukraine

...und die Grünen stimmten zu! 
Grün war einmal die Farbe der Hoffnung, aber das ist seit 1999 und
dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Serben vorbei. Was
Landwirtschaftspolitik und Verkehrspolitik angeht, da gibt es noch
einige gute Ansätze, aber auch unter einer grünen
Landwirtschaftsministerin wurde davon nichts umgesetzt. Wenn es aber
um strammes Vasallentum mit den USA und Israel geht, dann sind die
Grünen blind wie ein Maulwurf und machen jede Kriegstreiberei mit und
schweigen zu den übelsten Verbrechen. Die Grünen sind von
bürgerlichen Spießern, Pfarrern, Yuppies und kalten Kriegern erobert
worden und nicht nur Joschka Fischer war ein trojanisches Pferd. Bis
auf Ströbele und eine gutmeinende Basis, sehe ich heute beinah nur
noch trojanische Pferde, wobei die meisten aber keine bewaffneten
Krieger, sondern die reine Einfalt in ihren Bäuchen verbergen. Die
Vereinigung mit der links- und russlandphoben Bürgerrechtsbewegung
der DDR hat der Partei den Rest gegeben. Aber auch viele einmal
geschätzte Westgrüne haben sich als rückgratlose Karrieristen
entpuppt. Die Grünen- ein Lehrbeispiel, wie eine Partei den Menschen
die Hoffnung nehmen kann. Es ist heute ein wirkliches Unglück, dass
es keine schlagkräftige und glaubwürdige Friedens- und
Ökologiebewegung gibt und die, die sich langsam formiert, von den
Grünen auch noch bekämpft und verleumdet wird, weil die permanente
Gehirnwäsche der Amis ganze Arbeit geleistet hat.     

 

 

15.1.15 Prinzipienreiterei

Leserbrief an BBR zum heutigen Bericht "Kein Schnee, aber Winterdienst-Ärger"

 

Viele treibt ja die Sorge um eine "Islamisierung des Abendlandes" um. Eine unendlich realere Gefahr für unser Gemeinwesen kommt aber aus uns selber durch Prinzipienreiterei, Gleichmacherei und behördliche Sturheit. Da verbreitert der Staat eine Bundesstraße und nimmt ein paar Anwohnern am steilen Berg die angestammte Zufahrtsmöglichkeit, denn nach oben kommt man bei eisigen Straßenverhältnissen nicht. Nun gibt es aber neben der Bundesstraße einen Anwandweg, der das Problem lösen kann, so er geräumt wird. Nun fährt darauf sowieso ein städtisches Räumfahrzeug, doch die Mehrheit des Stadtrates verhindert, dass es auf 700 Meter sein Räumschild absenken darf. Die Bürgermeisterin verweist auf Gleichbehandlung und dass es ums „Prinzip“ geht. Zitat: „Es ist schon ein Unterschied, ob  nur gefahren oder auch geräumt wird“. Da fragt man sich schon, welchen Wert derartige Prinzipien haben sollen. Für mich zeigt sich hier einfach fehlendes Augenmaß. Da redet man doch gar nicht lange darüber, da genügt ein Nicken und die Sache ist erledigt. Die Behörden sollten eigentlich für die Bürger da sein und ihnen nicht das Leben schwer machen. Sie haben auch eine Fürsorgepflicht und die ganzen Gesetze und Regeln sollen ihnen dabei nur helfen. Wenn diese aber wie Peitschen und Fallbeile angewandt werden, können wir unser Land bald vergessen.

 

 

15.1.15 Lachen nur über mich selber

Kommentar zum telepolis-Bericht Papst Franziskus: "Man darf sich nicht ü...

 

Es gibt zweierlei Lachen, über die anderen und über sich selber. Ich
glaube nicht, dass man mit Spotten und Auslachen irgendjemanden oder
irgendwas zum Besseren ändert. Ich kritisiere die Religionen seit
vielen Jahren, empfinde die Säuglingstaufe eine unerhörte Verletzung
der Religionsfreiheit, die Verstümmelung der Geschlechtsteile von
Kindern zum Zwecke der Mitgliedermarkierung ein Verbrechen, den
Kirchensteuereinzug durch den Staat sowie das Konkordat unhaltbar
usw. Und wenn Religionen Waffen segnen und zum Krieg aufrufen, dann
schwillt mir der Hals. Darüber kann ich keine Witze machen und so
käme es mir nie in den Sinn Religionen auszulachen. Lachen tu ich nur
über mich selber, da hab ich genug zu tun.

 

 

12.1.15 Gedanken zu "Pegida" und zu den die Völker trennenden Religionen und zur Einwanderungs- und Flüchtlingsproblematik

 

Vorwort

Selten habe ich so lange an einem Text gearbeitet, denn die Gefahr falsch verstanden zu werden ist bei diesem Thema groß, vielleicht gar nicht zu vermeiden. Mein Problem ist auch, das ich mich dabei in Seitengassen wage, die aus meiner Sicht aber Hauptstraßen sind.

Zum „Aufstand der Anständigen“ gegen Pegida haben die Exkanzler Schmidt und Schröder aufgerufen. In der Wortwahl unterscheiden sich die beiden damit nicht von den Akteuren der Pegida-Bewegung, die auch gerne mit so altbackenen Begriffen hantieren. Zu Pegida etwas zu sagen, was nicht eine totale Verurteilung ist, ist ein Laufen auf dünnem Eis, denn hier sitzt man ganz schnell zwischen den Stühlen, die einen drohen mit der Nazi-Keule und auch die anderen neigen dazu Widersprecher in eine Schublade zu stecken, in die man ebenfalls nicht rein gehört.

Zwirbeln wir die Thematik vom Namen her auf. Pegida heißt ja "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Nun ist ein Patriot ein Vaterlandsfreund und ein „patriotischer Europäer“ ist etwas Neues, der offenbar nationales Denken hinten anstellt und sich mit den Menschen Europas identifiziert. Ich selber habe mit Nation auch wenig am Hut und definiere mich lieber regional, als Niederbayer, als einer aus dem Nordwald, als einer aus dem Zwiesler Winkel, als einer von der Donau, und doch empfinde ich mich gleichzeitig auch als Weltbürger, was ich überhaupt nicht als Widerspruch empfinde. Gewiss, als Europäer empfinde ich mich schon auch, bin aber gewiss kein Anhänger dieses kapitalgesteuerten, gleichmacherischen europäischen Bürokratiemonstrums. Und eine „Islamisierung des Abendlandes“ will ich auch nicht, das alleine ist mir aber zu wenig. Ich will überhaupt kein Europa, in dem Religionen herrschen, kein katholisches, kein protestantisches, kein othodoxes oder von einem überseeischen Imperium beherrschtes Europa, und ich will kein Europa in dem Geld oder technischer Firlefanz zu neuen Göttern geworden sind.

Europa hat mit viel Blut dafür bezahlt, sich von tyrannischen und feudalen Systemen zu befreien. Darum sollen Religion und Weltanschauung jedermanns Privatsache sein, solange niemand anderer davon zu Schaden kommt. Ist dies der Fall, muss auch die Toleranz des Staates enden. In Deutschland braucht hier niemand auf schier mittelalterlich organisierte "Gottesstaaten" zu deuten, denn wir haben genug vor der eigenen Haustür zu kehren, weil trotz aller Aufklärung und Liberalität Staat und Kirchen bei uns noch immer eng verzahnt sind, finanziell und ideologisch. Auch bei uns tragen Parteien und Regierungen den Religionsbezug im Namen, auch wenn das große "C", wenn man die Politik betrachtet, weniger für Christus als für Capital zu stehen scheint. Dass ein Pfarrer heute Bundespräsident ist und eine Pfarrerstochter Kanzlerin, erwecken auch nicht gerade einen säkularen Eindruck. Und dass sich die christlichen Kirchen in Deutschland noch immer durch den Staat und die Bürger alimentieren lassen und dieser sogar die Mitgliedsbeiträge als Steuer einzieht, ist mehr als ein Antagonismus. Auch dass den Religionen noch immer in einem so hohen Maß die Erziehung der Kinder anvertraut wird, würde einen neutralen Besucher aus dem Weltall schon sehr wundern, ebenso der gigantische Reichtum der deutschen Bistümer, was ja im völligen Widerspruch zur christlichen Lehre steht. Auch über unser Verständnis von Religionsfreiheit würde sich dieser Besucher wundern. Er würde sicher annehmen, Religionsfreiheit sei, wenn sich jeder für eine Religion entscheiden darf, aber auch dagegen, also auch Freiheit von Religion. Wenn aber nun die Mitgliedschaften schon im Säuglingsalter begründet werden, sind sie faktisch Zwangsmitgliedschaften, was ein krasser Verstoß gegen die Religionsfreiheit ist. Wenn dann auch noch körperliche Markierungen der Geschlechtsteile zu dieser religiösen Aufnahmeprozedur gehören, dann wird auch noch massiv das Recht auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit verletzt. So würde das Urteil dieses Besuchers aus dem All gewiss vernichtend ausfallen.  

Doch solange bei uns Menschenrechte und Aufklärung nur in gelegentlichen Sonntagsreden eine Rolle spielen, ist wenig Änderung zum Wünschenswerten zu erwarten. Bis heute reicht uns das vordemokratische Milieu bis Oberkante Unterlippe. Also könnte nur ein wirklich säkularer Staat die Befürchtungen der „Pegida“ beseitigen, denn nur wenn sich den säkularen Regeln alle Religionen unterwerfen müssen, ist auch von zugewanderten Religionen nichts zu befürchten. Es ist aber zu vermuten, dass die Ablehnung des Islamismus durch "Pegida" aus einer anderen Quelle gespeist wird, nämlich aus der mittelalterlichen Kreuzzug-Ideologie, die als Vorwand für anderes herhalten muss, nicht anders als in vielen islamischen Ländern. Vielleicht irre ich mich und Pegida sorgt sich wirklich um den aufgeklärten demokratischen Staat. Doch ich befürchte, es spielen viel profanere Dinge eine Rolle, etwa die Angst vor "Überfremdung", also der Angst durch massenhafte Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen zu Fremden im eigenen Land zu werden. Diese Befürchtung muss ernst genommen werden, obwohl sie ja ausgerechnet in Sachsen, dem Pegida-Zentrum, gar keine reale Gefahr darstellt. Ich habe die Ausländerfeindlichkeit aus dieser geografischen Ecke übrigens schon nach der Wende bei Lehrlingen erlebt. Nie zuvor gab es in dem Internat, das ich leitete, auch nur eine Spur von Ausländerfeindlichkeit. Doch als die "Ossis" kamen, merkten wir erst, dass wir auch türkische Schüler hatten, denn in ihren Zimmern tauchten provozierende Nazi-Plakate auf und es wurden Gedanken ausgesprochen, die wie ein gruseliger Hauch aus einem modrigen Keller durchs Haus zogen. lch habe nie verstanden, wie in einem zuvor sozialistischen Land solche Ressentiments überleben hatten können, wobei ich aber auch sagen muss, dass sich nur wenige "meiner" 250 Ossis in der beschriebenen Weise hervortaten, doch die reichten das Klima des Zusammenlebens zu vergiften. 

Ich könnte die Sorge bei Menschen verstehen, die erlebt haben, wie ganze Stadtbezirke zu türkischen Ghettos wurden, denen die Alteingesessenen weichen mußten. Da ich selber einige Jahre in Berlin-Kreuzberg unter Türken und Kurden gelebt habe, mit guten Kontakten und wenig Problemen übrigens, habe ich diesen Prozess hautnah miterlebt. Wir waren am Ende die einzige deutsche Familie im Haus. Die alten Kreuzberger fanden sich in den unmenschlichen Trabantenstädten wieder. Wobei ich hier nicht von Vertreibung sprechen will, da sich die Kreuzberger auch von Zentralheizungen und Badezimmern locken ließen. Als sie merkten, dass diese Dinge kein Ersatz für gewachsene Urbanität und lebendiges soziales Umfeld sein konnten, war es zu spät. Sie saßen in gesichtslosen Massenquartieren und aus den berühmten Kreuzberger Fensterguckern, die das Leben in ihrer Straße verfolgten, wurden Glotzenglotzer, ein trauriger Ersatz. Aber diese fatale Entwicklung war nicht den Zugewanderten anzulasten, die waren gelockt worden, sie wollten nur Wohnung und Arbeit. Schuld war die Fabrikantengier, waren kurzsichtige Politiker, Wohnungshaie und hirnlose Stadtplaner, es fehlten einfach sozialer Verstand.

Der Islam spielte Anfang der Siebziger Jahre übrigens keine erkennbare Rolle, das hat sich mittlerweile geändert, was die Sache kompliziert.

Von bürgerlichen grünen und liberalen Kreisen, die allesamt weit weg von diesen Brennpunkten wohnen und denen die Zuwanderer auch keine Konkurrenz auf dem Arbeits-, und Wohnungsmarkt sind, hört man oft blauäugige Sprüche, die Betroffene im besten Fall als weltfremd einstufen, sich vielfach dadurch aber geradezu verhöhnt fühlen. Ohne es zu wollen, spielen diese Gutmeinenden den Interessen der Wirtschaft in die Hände, weil diese immer an einem Arbeitslosenheer interessiert ist, um die sozialen Standarts auf dem kleinstmöglichen Level zu halten. Sklaven wurden nie von ihresgleichen oder von freien Handwerkern in ein Land geholt, sondern immer von jenen, die von der Arbeit anderer leben. Mit den „Gastarbeitern“ in Deutschland war es nicht anders, sie wurden als Werkzeuge ins Land geholt und der Profit aus ihnen von der Wirtschaft abgeschöpft, die Folgekosten werden der Allgemeinheit überantwortet. Aber das ist ja schier ein Naturgesetz im Kapitalismus, dass Gewinne privatisiert und Verluste und Kosten vergesellschaftet werden.

Man kann auch vom Massentourismus zum Thema etwas lernen, denn er ist das Ende der Gastfreundschaft. Wenn Gäste dann aber auch noch bleiben und einem Wohnungen, Arbeit, Lohnniveau und vertraute Kultur gefährden, so ist irgendwann das Ende der Gastfreundlichkeit erreicht. Das unserer Bevölkerung anzulasten ist absurd, jede Bevölkerung auf diesem Planeten wurde ebenso reagieren.

Es klingt gewiss gut, wenn moralisierende Träumer alle "Mühseligen und Beladenen" zu uns holen wollen, aber so lässt sich die Problematik nicht lösen. Das heißt nicht, keine Flüchtlinge aufzunehmen, die um ihre Leben fürchten müssen! Doch jeden aufzunehmen, der sich hier nur ein bequemeres Leben erhofft und gefüllte Fleischtöpfe, ist etwas völlig anderes und kann auf Dauer von keinem Land geleistet werden. Wer aber so denkt, der muss auch weiterdenken und ist verpflichtet jene Flüchtlingsströme zu vermeiden helfen, an denen unsere Regierungen aber auch jeder Einzelne von uns durch sein Konsumverhalten Verantwortung tragen. Wir dürfen dann auch nicht schweigen und zusehen wie die abendländische Militärmaschinerie ganze Landstriche mit Krieg überzieht, immer mit dem Ziel Chaos zu schaffen und die Völker zu spalten und gegeneinander zu hetzen, damit man sie ausplündern kann. Es geht nicht an durch Rüstungsexporte in Krisengebiete dort Leid und Elend zu erzeugen und entwurzelte und verzweifelte Menschen. Wer die billigen Waren aus diesen Weltregionen haben will, aber keine soziale Verantwortung für die Menschen dort, der sollte besser schweigen und nicht vom Untergang des Abendlandes schwafeln und so seinen Egoismus und seine Fremdenfeindlichkeit tarnen.

Völker sind immer zusammengewachsen und wenn das sukzessive geschieht, auf eigenen Wunsch, nach entstehender Vertrautheit, in einem Geben und Nehmen, dann ist das auch eine Bereicherung in jeder Hinsicht, das reicht von praktischen Anregungen in allen Lebensbereichen bis zur "Blutauffrischung", was ja aus genetischer Sicht ebenfalls erstrebenswert ist. Man sollte aber schon bedenken, ob man das den Kindern auflasten will, solange die Umgebung rassistisch ist.  

Gelingen kann eine wirkliche Vermengung von Völkern nur, wenn es eine gewisse Kompatibilität gibt, die bei streng gläubigen Religiösen nicht gegebenist. In Bayern hat ein solches Zusammenwachsen wiederholt geklappt, Römer, Kelten und zugewanderte Bojer u.a. sind zusammengeschmolzen zu unserem vitalen Völkchen. Auch nach dem 2. Weltkrieg hat sich Bayerns Bevölkerung durch Millionen Vertriebene annähernd verdoppelt, heute sind alle integriert. Das gilt aber auch für alle zugewanderten Serben und Kroaten und sogar für die zugewanderten Preussen, die größte Herausforderung für ein eher bedächtiges Volk... Man kann wohl daraus schließen, dass die Bayern - von gelegentlichen Ausrutschern abgesehen - eines der tolerantesten und weltoffensten Völker sind. Hier soll auch nicht verschwiegen werden, das auch Muslime aus der Türkei, für die ihre Religion (so wie für die meisten Bayern) eine eher folkloristische Angelegenheit ist, gut bis sehr gut integriert sind.

Nebenbei: Bei heute verachteten frühen Kulturen mit Vielgötterei wurde es als Bereicherung angesehen, wenn ein zugezogener Gatte noch ein paar weitere Götter mit in den Hausstand brachte... Eine solche Toleranz ist bei totalitären Religionen leider nicht vorhanden und die drei abrahamischen sind wohl die Schlimmsten davon.

Das metaphysische Bedürfnis vieler Menschen wird von den Religionen missbraucht, zur Staatenbildung, zur Herrschaftssicherung, zum Geldverdienen. Der Spruch „Religion stützt den Thron“, bringt es auf den Punkt. Der gegenwärtige Papst Franziskus dagegen scheint mit diesem alten Katholizismus zu brechen, jener vielleicht blutigsten und völkermordensten Religion, die es je gegeben hat. Man kann Franziskus nur ein langes Leben wünschen, denn reaktionäre Kardinäle, denen die ganze Richtung nicht passt, scharren schon mit den Hufen...

Wenn sich auch Islam und Judentum in eine solche „franziskus-sche“ Richtung entwickeln könnten, wäre viel gewonnen, es gibt aber leider keine Anzeichen dafür. Aber solange ganze Erdteile durch westliche, dem Namen nach „christliche“ Armeen“, in Chaos und Ausbeutung gehalten werden, wird auch der Islam für den Widerstand dagegen missbraucht werden. Und wenn ich sehe wie Juden, die doch überdurchschnittlich viele weltoffene und helle Köpfe hervorbrachten, sich in Israel wie in einer Wagenburg verschanzen und auf dem Weg zum jüdischen Gottesstaat sind, dann ist das einfach nur fatal, weil so niemals Frieden mit den Nachbarn entstehen kann.

Doch heute ist die Erde klein geworden und wir alle sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen. Wir atmen alle dieselbe Luft, leben vom immer weniger werdenden fruchtbaren Erdboden, den ebenfalls schrumpfenden Wasservorräten usw. Und dabei werden wir immer zahlreicher und sonst gibt es wirkliches Wachstum nur bei der Herstellung von Waren, oft von völlig überflüssigen und schädlichen. Aber auch die Wüsten wachsen und die totale Angewiesenheit auf Versorgung jeglicher Art. Doch statt alles, was unser Überleben gefährdet zu minimieren und uns international darüber zu verständigen, geht der Trend zur befestigten Raubritterburg, von der aus man seine zweifelhaften Geschäfte durchführt.

Dieses Verhalten ist deswegen so gefährlich, weil es so tief in unserem Instinkt verankert ist, wir benehmen uns nicht anders als unsere Artverwandten aus der Tierwelt, sind aber zusätzlich belastet durch politische Ideologien, starre Überzeugungen und Religionen. Und doch bleibt uns die Hoffnung auf unseren Verstand, der großartige Leistungen im technischen Bereich zeigt, im sozialen und ökologischen Betreich aber leider völlig unterentwickelt ist.

Zu schnelle Vermischungen der verschiedenartigsten Kulturkreise, wie es etwa in manchen Köpfen spukt, werden wohl nur in Ausnahmefällen funktionieren. Solche Annäherungsprozesse werden sehr lange Zeit dauern, vieleicht sogar solange wie es Menschen gibt. Das ist aber nicht schlimm, denn wir sollten die Vielfalt und Besonderheit unserer Kulturen auch bewahren, zumindest jene Bereiche, die uns nicht entschieden trennen und unser Überleben gefährden.  

Die Gefahr ist auch groß, das eine Anpassung auf niedrigstem Niveau geschehen wird und ein unselbstständiger „Homus Kommerzialis“ herauskommt, also ein unreifer, völlig unselbständiger Massenmensch, dem viele mögliche Entwicklungen versperrt bleiben.

Man braucht sich doch nur umschauen: Wo sind zwangsweise massenhafte Völkervermischungen gut gegangen? Ich glaube nirgendwo. (Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren!)

Und freiwillige Vermischungen? Vielleicht in Kanada und in Australien, das habe ich zumindest gehört, beides Länder mit riesigem Staatsgebiet, die nur handverlesene Einwanderer aufnehmen, die auch aus geografischen Gründen von Armutsflüchtlingen kaum erreicht werden. Ansonsten wo man auch hinschaut, das immer gleiche Bild! Ob am Balkan, in der alten Sowjetunion, im nahen und fernen Osten, in Afrika - überall von Imperien willkürlich gezogene Grenzen, doch die so künstlich getrennten Völker wollen auch nach hundert Jahren noch zusammen.Aber schon der Vielvölkerstaat USA sollten uns als Beispiel reichen, er ist vielleicht das unsolidarischte Land der Erde und wird seinen tief verwurzelten Rassismus einfach nicht los.

Nun ist Amerika aber ein weites Land, wo man sich zumindest theoretisch verteilen kann. Anders die übervölkerten Länder Mitteleuropas, die praktisch in jeder Beziehung ihre Bevölkerung nur durch Importe versorgen können. Unsere eigenen Felder würden nicht einmal zur Lebensmittelversorgung ausreichen, auch wenn anderes behauptet wird. ("Wir können beides, Teller und Tank", heißt eine verlogene Propaganda der Großbauernlobby. Tatsächlich importiert Deutschland pro Jahr für 65 Milliarden Euro Agrargüter). In dieser Woche meldete die Presse, dass täglich Bodenflächen von mehr als 100 Fußballfeldern überbaut werden. Ein Viertel der Agrarflächen sei zudem von Bodenerosion betroffen. Gleichzeitig werden Agrar- und Verbrauchsgüter importiert, deren Produktion mit 80 Millionen Hektar mehr als das Doppelte der hiesigen Landfläche in Anspruch nimmt.

Und dann kommen Mietmäuler wie der Präsident des Ifo-Instituts Herr Sinn, die von einer notwendigen Einwanderungsrate von 32 Millionen in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten schwadronieren. Aber Sinn liefert hier nur Auftragsarbeiten ab, bei denen nur Aspekte mitgerechnet werden, die in den Kram passen. Und dass die Interessen internationalen Konzerne nicht die Wohlfahrt der Völker im Auge haben, davon war weiter oben schon die Rede. Aber wenn ich gerade höre, wie auch die Sozialdemokraten das heutige Gesetz, das uns zur Hilfe für Flüchtlinge verpflichtet, in eine Einwanderungsgesetz umwandeln wollen oder das erste damit entwerten, dann sehe ich, dass auch von dieser Seite die Interessen der Wirtschaft bedient werden. Es kommt dann gerne der Hinweis auf die Rentenproblematik, das weniger Beschäftigte das Rentnerheer nicht mehr erhalten können. Doch die sozialen Leistungen müssen aus dem erwirtschafteten Gesamtkuchen erbracht werden und nicht von den immer weniger werdenden Beschäftigten. Nur so können auch die Erträge, die durch den technischen Fortschritt erwirtschaftet werden, herangezogen werden und aus den Kapitalerträgen, die etwa 40 Prozent des Kuchens ausmachen.

Verrückterweise wird Herr Sinn aber auch von Pegida gelobt, weil er - was gar nicht zusammen passen will - auch irgendwelche Berechnungen über die hohen Kosten von Flüchtlingen im Angebot hat. Doch das sind Nebelkerzen, die nur gezündet werden um Menschen zu verwirren.

Ein ähnliches Problem mit ihrer Glaubwürdigkeit haben auch die Regierungen. Nach den Attentaten in Paris werden sie einerseits den Islamismus noch härter bekämpfen, andererseits müssen sie die durch die permanenten Wirtschaftskriege erzeugten Flüchtlingsströme aus den islamischen Ländern in Europa aufnehmen. Daher liegt es in unserem ureigensten Interesse, dass in den islamischen Ländern an den Ufern des Mittelmeeres die Menschen in Frieden leben und ihr Auskommen haben, den sonst wird die Flüchtlingssituation über kurz oder lang gerade explodieren, und hier ist nicht die Rede von Hundertausenden, sondern von Millionen. Alleine wegen dieser geografischen Nähe zu Afrika und Nahost kann die amerikanische Kriegspolitik nicht in europäischem Interesse sein, nicht anders als ein kriegerischer Konflikt mit unserem Nachbarn Russland.

Epilog zum Thema aus "Gedankenbuch des Geiss Haejm"

"Will ein Imker zwei Völker vereinigen, würde er bei einer einfachen Vermischung ein Massaker anrichten, tausende Bienen würden sich gegenseitig abstechen. Daher besprüht der Bienenvater beide Völker vor der Vereinigung mit einer starkriechenden aber harmlosen Flüssigkeit, so dass sich die Bienen nicht mehr auseinanderkennen. Auf diese Weise wachsen die Völker problemlos zusammen."

Übertragen auf Menschen würde ein Geruchsmittel wohl nicht ausreichen. Vielleicht eine neue menschenfreundliche Religion oder Moralität, mit den besten Elementen aus der alten? Oder eine, nur gemeinsam zu schaffende gewaltige Aufgabe, die alles Trennende klein werden ließe?

 

10.1.15 Onlinekommentar in DZ zum geplanten Kahlschlag an der Donau 

 

8.1.15 Zum Mordanschlag in Paris

Kommentar bei Telepolis

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass bei dem abscheulichen
Mordanschlag auf die Pariser Satire-Zeitschrift zu schnell Täter
präsentiert werden. Gewiss kann es genauso gewesen sein:
radikaliserte Moslems, die wie professionelle Killer kaltblütig
morden. Aber die Beweise - „Allahu Akbar Rufe" und ein
liegengelassener Personalausweis im Fluchtauto - sind vorerst für
eine Verurteilung zu wenig  Das erste kann auch eine absichtliche
falsche Fährte sein und das zweite beinah ein Witz, wie ihn sich
nicht einmal Krimiautoren ausdenken würden. Mit dem Personalausweis
zum Morden? Seltsam auch einige schnelle Statements von Seiten
potentieller religiösen und politischer Konkurrenten, die auch gleich
eine generelle Dämoniserung mitlieferten... Während ich noch
erschüttert meinen Augen nicht trauen wollte und mehr Einzelheiten zu
erfahren suchte, posierten andere in den Medien schon als Ankläger
und Richter in einem...

Gewiss, es kann alles so gewesen sein, wie es sich derzeit darstellt
und über das menschenverachtende Potential fanatischer Moslems habe
ich auch nicht die geringsten Zweifel. Aber die Satirezeitung hat
nicht nur den Islam verspottet, sondern, wie ich höre, auch das
Juden- und Christentum. Und bei deren Klientel gibt es bekanntlich
auch reichlich Fanatiker, denen man alles zutrauen kann, mit Ausnahme
von Verständnis für Satire. Und verhasste Religionsspötter zu
ermorden und gleichzeitig auch noch Hass gegen die verhassten
Konkurrenten zu sähen, das wäre zumindest ein Grund mehr, als die
gegenwärtig genannten Täter zum Morden hatten.

Aber derartige Überlegungen wird sich auch die französische Polizei
machen und ich hoffe, dass sie die mutmaßlichen Täter lebend
festnehmen,damit das Verbrechen aufgeklärt werden kann. Es ist, das
gebe ich unumwunden zu, schon Ausdruck einer schlimmen Skepsis, wenn
man die Fragen so stellt, wie eben getan. Aber man muss immer danach
fragen, wer etwas davon hat. Die dem Islam angehörenden Franzosen
haben ganz gewiss nichts davon und es gibt einfach zuviele Kräfte,
denen man zutrauen kann, dass sie in die derzeit explosive Lage
Benzin zu schütten versuchen. Zudem kriegt man als denkender Mensch
die vielen bekannt gewordenen Aktionen unter falscher Flagge einfach
nicht aus dem Kopf.      

---------------------------

11.1.14

Es ist also gekommen wie befürchtet, die verfolgten Islamisten wurden erschossen und können nichts mehr sagen. Aber auch ein leitender Kriminaler hat sich erschossen, aus Verzweiflung, weil er die Wahrheit über den Terrorakt kannte? Alles unhaltbare Behauptungen am Rande der Paranoia, sagen vernünftige Leute, auf deren Urteil normalerweise Verlass ist. Ihre Sicherheit im Urteil gibt einem schon zu denken, man möchte sich auch nicht verrennen und lächerlich machen. Und doch, mein Misstrauen zu der Berichterstattung in den Medien und den offiziellen Verlautbahrungen, ist nicht gewichen, im Gegenteil, je mehr ich zum Vorfall höre, um so unglaubwürdiger erscheint mir die Sache. Ich will nun einfach so ins Unreine sprechen und Indizien notieren, die nicht passen wollen.

Warum waren die Täter maskiert? Für moslemische Selbstmordattentäter ungewöhnlich. Die Mörder wollten also selber nicht sterben und unerkannt entkommen. Wie ist es zu erklären, das Geflüchtete auf dem Dach Schusswesten trugen? Mir fiel auf, dass ein Teil der Aufnahmen völlig verwackelt und nichtssagend ist, dagegen die Aufnahme, die das Szenario auf der Straße zeigten, ruhig und von hoher Qualität. Selbst wenn man am Labtop auf Vollbild geht, ist alles so scharf wie von einem guten Fernsehbild. Die Szene spielte sich doch weiter weg vom eigentlichen Anschlagsort ab, wenn ich eine Übersicht richtig deute. Die Aufnahmen kamen unter viel größerer Gefahr zustande, denn die herumschießenden Mörder waren direkt unter dem Aufnahmeort, wie ist dann die Aufnahmequalität zu erklären? Dazu das merkwürdige Verhalten der Täter auf der Straße. Warum stoppten sie ihre Flucht und sind nicht einfach durchgefahren? Warum lieferten sie ein so merkwürdiges Schaulaufen? Um sich als souveräne Herren der Straße zu präsentieren, warum gingen sie eine solche unnötige Gefahr ein? Auch die Szene mit dem am Bürgersteig liegenden Polizisten, der seinen Oberkörper zu den Tätern zu drehen versuchte und der hörbare Dialog. Der Polizist konnte noch eine Gefahr sein, doch er wurde nicht aus sicherer Distanz getötet, sondern einer der Terroristen lief an ihm vorbei und gab fast beiläufig aus der Hüfte einen Schuß ab, der beim Getroffenen aber keinerlei sichtbare Reaktion hervorrief. Die beiden Täter drehten noch so eine merkwürdig anmutende Runde, hatten offenbar keine Eile wegzukommen, sammelten noch etwas von der Straße auf und warfen es ins Auto, schauten darunter... Die Körpergröße, der später als Täter servierten Brüder, war unterdurchschnittlich, die gefilmten Killer wirkten von eher großer Statur. Blogger, die sich die Filmaufnahmen immer wieder angesehen haben, weisen auch noch auf helle Seitenspiegel des Fluchtautos hin, das später abgeschleppte soll dunkle Spiegel gehabt haben. War der zweite Wagen also gar nicht das Fluchtauto, sondern ein präparierter Wagen, in dem der Ausweis eines der dann als Täter Präsentierten lag? Die Geschichte mit dem Ausweis ist das Unglaubwürdigste an der Sache. Ab hier wurde vermutlich eine falsche Fährte gelegt, zu Männern mit islamischen Hintergrund, die der Staatsschutz schon lange beobachtete. Diese reagierten dann, wie man es annehmen konnte: panisch, um sich schießend, Geisel nehmend.

Den Ausweis hätten sie absichtlich liegen gelassen, um gefunden zu werden, um dann den ersehnten Märtyrrertod sterben zu können, habe ich schon als Argument gehört. Doch wer aus islamistischen Motiven einen solchen Anschlag verübt, will sich der Welt präsentieren und versteckt sich hinter keinen Masken. Die beiden gefilmten Killer machten nicht den Eindruck, als wenn sie sterben wollten, auch ihre Schusswesten unterstreichen dies. Nichts spricht für ein Selbstmordkommando. Fachleute sagen, es sei auch ungewöhnlich, dass die Täter nicht die plasphemischen Arbeiten von Charlie Hebdo zerstörten, was bei einem so motivierten Anschlag immer das Zentrale wäre. Vielleicht gibt es auf alle diese Fragen plausible Antworten, nur wir haben sie noch nicht gehört.

Die Filmszenen, des Tage später als Geiselnehmer von der Polizei Erschossenen am jüdischen Supermarkt, werfen weitere Fragen auf. Da dringt ein Polizist durch die Tür ein und seine Kollegen ballern um ihn herum aus vollen Rohren. Dann springt eine Gestalt, durch die Tür nach außen und wird von unzähligen Salven durchsiebt. Es schien, als sei die Person an den Händen gefesselt. mehr...

------------

Laut Spiegel Online sind alleine in Paris über 3,7 Millionen Menschen auf die Straße gegangen. Andere Medien nannten 1 Million Teilnehmer, wie kommt es zu solchen weit auseinanderliegenden Zahlenangaben?

Es war auf jeden Fall ein mächtiges Zeichen der Anteilnahme für die Opfer des Terroranschlages und eine Demonstration für die Pressefreiheit und gegen Terrorismus. Das Bild trübten alleine einige Staatsoberhäupter in der ersten Reihe, die zu Hause Krieg gegen ihr eigenes Volk führen und Tausende Tote zu verantworten haben.  ----------

Berichtigung: Die Staatsführer sind, wie die Bilder zeigen, extra marschiert, (Bild 1, Bild 2), es heißt etwa 200 Meter weit, eine reine Kulisseninszenierung, die hintere Hälfte waren Personenschützer. Dabei erweckten die Medien - die von diesen Betrug eigentlich gewußt haben sollten - den Eindruck, die Staatssvertreter würden den Demonstrationszug anführen. Das ist schon offenes Lügen zum Zwecke der Volksverdummung. Diese Falschmeldungen wurden von vielen Zeitungen auch Tage später nicht richtig gestellt, was ich für einen Skandal halte. Ich habe bis jetzt nie den Begriff "Lügenpresse" verwendet, spätestens jetzt ist er aber angebracht.

Dass auch etliche Staatsmänner dabei waren, in deren Land es keine Pressefreiheit gibt, wo kritische Journalisten und Blogger eingesperrt (Türkei) oder - wie in Saudi Arabien - öffentlich ausgepeitscht werden, rundet das üble Szenario ab. Auch Massenmörder, wie Netanjahu oder Poroschenko ließen sich ablichten und Sarkosy, derzeit ohne Amt, der das Chaos in Libyen mit zehntausenden Opfern und noch mehr Flüchtlingen massgeblich zu verantworten hat, verließ sogar den ihm zugewiesenen Platz in einer hinteren Reihe und drängelte sich neben Netanjahu nach vorn. Und Merkel, Hollande und Juncker mittendrinn. Eine feine Gesellschaft, von denen einige besser in Den Haag aufgehoben wären!

Immerhin, Spiegel Online berichtigt später seine Falschmeldung: "Aufgenommen wurden die Bilder nicht auf den Straßen und Plätzen, auf denen Hunderttausende demonstrierten, sondern in einer einsamen Nebenstraße. Laut französischen Medien wurde die Szene auf dem Platz Léon Blum aufgenommen, in der Nähe der Metro-Station Voltaire. Nach kurzer Zeit seien dann alle Spitzenpolitiker wieder in ihre Autos gestiegen und davongefahren, berichtet "Le Monde".

Originalton-Lügen vom öffentlich rechtlichen Fernsehen, zusammengestellt von "propagandashow"

15.1.15 Heute wurde gemeldet, Frankreich habe den Flugzeugträger "Charles de Gaulles" wegen der Pariser Anschläge in den persischen Golf losgeschickt. Doch ein Flugzeugträger ist wie eine Kleinstadt und kann nur losfahren, wenn sein Einsatz schon lange vorher geplant war. Und wen will man am Zielort militärisch bestrafen?

15.1.15 Nun soll sich Al Quaida zu den Pariser Anschlägen bekannt haben. Wer diese Meldung lanciert hat, ist nicht klar. Sie kam offenbar von einer amerikanischen Presseagentur und wurde von europäischen Agenturen und allen Medien ohne Nachfrage übernommen. mehr...

 

2.1.15 Onlinekommentar bei DZ zu einem Krankenhausthema

 

 

2.1.15 Onlinekommentar bei BB zu einem Krankenhausthema

 

1.1.15 Europäische Werte selbstbewußt entwickeln

Zum Leserbrief „Verklärung Putins“ von Dr. Wolfgang Steuhl vom 30.12.14

 

Keine Silbe fand sich in meinem Kommentar über Putin, mein Thema war alleine die Sorge um die gute Nachbarschaft zu Russland. Von daher lasse ich mich auch keinen „Putin-Troll“ nennen, denn der Begriff hat überhaupt nichts Trolliges... Aber wer den Ball nicht trifft, haut auf die Beine, im Fussball wie im wirklichen Leben und Herrn Dr. Steuhl bewahrt auch sein akademischer Titel nicht vor Fouls und Unsachlichkeit. Und eins noch: Dem, der Europa nicht vollends "amerikanisieren“ möchte zu unterstellen, er möchte eine „Russifizierung“, ist – um beim Fussball zu bleiben – nur mit einem „Blutgrätscher“ zu vergleichen und einer Roten Karte würdig. Wir sollten uns vielmehr unserer europäischen Werte bewußt werden und diese selbstbewußt entwickeln. Ich denke da an die Werte der Aufklärung und den Lehren aus unserer blutigen Geschichte. Wer, wenn nicht wir, sollte die gegenwärtige Kriegstreiberei stoppen?

 

 

30.12.14 Liebe ukrainischen Nachbarn!

Ein Brief

ich weiß nicht viel von euch, nur dass ihr in einem großen Land lebt, mit vielen Völkern und willkürlich von Fremden gezogenen Grenzen, und dass ihr seit jeher Spielball der großen Nachbarn seid, Polen und Russland haben wohl die Ansprüche auf Teile eures Landes noch immer nicht aufgegeben und auch viele von euch fühlen sich diesen Ländern zugehörig. Dann weiß ich natürlich von euren fruchtbaren Schwarzerdegebieten, wovon eure korrupten Führer riesige Flächen langfristig an ausländische Investoren verpachtet haben, ebenso Schürfrechte an euren Bodenschätzen. Ich weiß auch, dass die radioaktive Wolke, die 1986 bei uns abregnete, aus eurem Land kam und auch in meiner Heimat, in Bayern, noch in hundert Jahren das Wildbret, Pilze und Beeren stark belastet sein werden. Ich weiß, dass drei große Kirchen um euch buhlen und im Hintergrund an Fäden ziehen, die eher selten etwas mit der Bergpredigt zu tun haben. Auch reiche Juden spielen in euerem Land seit Jahrhunderten eine große Rolle, wobei ich nicht weiß, ob es auch heute noch so ist, von einigen Oligarchen sagt man das zumindest. Apropos Oligarchen, wie ich las, wird euer Land durch Oligarchen kontrolliert und geführt, die seit der Unabhängigkeit etwa 170 Milliarden Dollar außer Landes gebracht haben. Ich ziehe daraus den Schluss, dass viele der Oligarchen euer Land mit ausländischer Hilfe in jeder Hinsicht ausplündern und die Verhältnisse, die das ermöglichen mit allen Mitteln verteidigen und jeden Widerstand aus der Bevölkerung zu brechen versuchen. Dabei kommen ihnen wieder die vielen konkurrierenden und offenbar auch teilweise verfeindeten Ethnien zu Gute, ebenso die mit jeder Gräueltat tiefer werdenden Abgründe, alles angefacht durch die beste Propaganda der Welt, die Westliche, der auch in Westeuropa und Amerika die Menschen genauso auf den Leim gehen.

Ich verstehe nicht, aus welchen Löchern diese Oligarchen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gekrochen kamen und wie eine solche Ungleichheit entstehen konnte. Vermutlich eine üble Kriminal- und Mafiageschichte, ich bitte um Aufklärung.

Euer Land könnte der Adapter zwischen Ost und West sein und davon mächtig profitieren, aber ihr seid dem Westen auf den Leim gegangen, kein Wunder bei dessen Illusionsindustrie. Nur eins kann ich euch sicher sagen: Ihr werdet dabei nichts gewinnen, es wird euch so gehen, wie es allen geht, die sich mit Haifischen einlassen, sie werden gefressen werden. Eure Bodenschätze werden von westlichen Firmen ausgeplündert, eure Kinder als Soldaten für westliche Kriege missbraucht werden, die EU wird euch nicht aufnehmen, weil sie eure Schulden nicht schultern kann und daran zu Grunde gehen würde. Vielleicht wird man euch auf irgendeine Art angliedern und vielleicht auch Arbeitswilligen die Grenzen öffnen. Eigentlich solltet ihr wissen, was das bedeutet, ihr könnt es an bereits „integrierten“  ehemals sozialistischen Ländern sehen: Die Jungen, vor allem die Fachkräfte, werden sich im Westen verkaufen. Die Ärzte und Ingenieure, die ihr für viel Geld studieren habt lassen, werden dorthin gehen, wo sie mehr verdienen und bei euch wird krasser Mangel an diesen Berufen herrschen und sozialen und technischen Fortschritt einbremsen. Und – vielleicht ist es auch heute schon so – alle Lebensbereiche eueres Land werden mit einer ungeheueren westlichen kommerziellen Gehirnwäsche durchflutet werden, sie wird euch nichts weniger als verrückt und unglücklich machen. Und falls es wirklich einmal zu einem EU-Anschluss kommen sollte, wird es euch gehen wie es Griechenland heute geht, ihr werdet in jeder Hinsicht bluten müssen und in eine Zinsknechtschaft geraten, die euch jede soziale Sicherheit nehmen wird. Und die EU würde euch nicht nur Subventionen bringen, sie ist auch ein Bürokratiemonster, von dem ihr euch keine Vorstellung macht. Alles wird von Brüssel aus geregelt werden, im Sinne von Lobbyisten, die daran verdienen wollen.  Sie werden euch in Bereichen gängeln, von denen ihr noch gar nicht wisst, dass es sie gibt. Alles, was euch heute im persönlichen Bereich noch ein wenig autark macht, wird sukzessive verschwinden. Das fängt beim Glühlampenverbot an und geht bis zur bürokratischen Erfassung jedes Nutztieres, ihr werdet kein Schwein und keine Ziege mehr halten dürfen, ohne es markieren und melden zu müssen und Hausschlachtungen, wie seit jeher üblich, werden streng reglementiert. Ihr werdet der Bürokratie und dem Kommerz dann genauso ausgeliefert sein, wie wir es heute schon sind. Ich versichere euch, nie haben auf dem Planeten ausgeliefertere und abhängigere Wesen gelebt!

 

 

29.12.14 Handel und Wandel
Leserbrief im Straubinger Tagblatt zum Bericht „TTIP und die heimische Wirtschaft“ von Walter Keilbart


„Leider müssen wir feststellen, dass sich bisher stabile Handelspartner wie Russland neu orientieren und strategische Allianzen mit anderen Wirtschaftsblöcken bilden“, schreibt der IHK-Geschäftsführer Walter Keilbart in seinem Gastbeitrag. Und warum orientiert sich Russland neu? Hat es eine Wahl? Wer hat sich wie ein Hefeteig bis an die russischen Grenzen aufgebläht? Wer würgt das Land mit immer neuen Boykotten? Wer hat  5 Milliarden US-Dollar in die Destabilisierung der Ukraine gesteckt? Wir alle wissen es, auch dass man mit den Menschen der Ukraine ein böses Spiel treibt, das sie nur verlieren können. Und wir wissen auch, wer das einmal bezahlen soll, Deutschland und die EU, die vielleicht daran zerbrechen werden. Europa wird heute gegen seine ureigensten Interessen von seinem Hauptkonkurrenten Amerika gegen seinen Nachbarn Russland getrieben. Wo ist die IHK, die aufsteht und sagt: „Halt! Nicht mit uns! Für wirtschaftlichen Suizid stehen wir nicht zur Verfügung! Wir brauchen Russland mehr, als das umgekehrt der Fall ist!" Ich höre schon das Gejammere, wenn die Neuorientierung Richtung BRICS und vom Dollar weg einmal passiert ist. Und was machen die IHK und andere Verbände? Sie machen brav  Propaganda für die weitere Amerikanisierung Europas, so als wenn es nicht schon genug Einflussnahme, Freihandel und mentale Beeinflussung gäbe. Reicht das Ausmaß an Wirtschaftsanarchie noch nicht, in der die globalen Haie in allen Karpfenbecken plündern und keine Steuern zahlen, weil sie ihre Interessenvertreter an den wichtigsten Schaltstellen sitzen haben? Siehe etwa "Großsteuerbefreier" Juncker an der Spitze der EU. Und wer leitet die Zentralbank? Ein Banker von Goldmann-Sachs. Eine solche Rollenbesetzung würde sich kein Krimiautor auszudenken getrauen.
600 000 Arbeitsplätze sollen durch TTIP in Europa verloren gehen, sagt eine neue amerikanische Universitätsstudie, klar, es geht schließlich im Synergieeffekte. Und gerade lese ich, dass wegen der Sanktionen der Russlandhandel der EU stark eingebrochen ist, die Amis im Handel mit Russland aber ein Plus verzeichnen können. Warum wundert mich das nicht?

 

18.12.14 Infrastruktur nicht leichtfertig aufs Spiel setzen

Onlinekommentar bei PNP zum Thema:" Bahnlinie Viechtach- Gotteszell: Kreistag beschließt Bürgerentscheid"

 

Es ist nicht ausgeschlossen, dass wieder einmal eine Zeit kommt, in der auf der Landkarte wieder nur die Orte existieren, die Bahnanschluss haben. Der beabsichtigte Stundentakt ist mit Sicherheit eine Übertreibung, wie auch auf den Nebenstrecken nach Bodenmais und Grafenau. Es ist nur eine fixe Idee, dass sich die Fahrgastzahlen dadurch wirklich erhöhen, wir leben schließlich nicht in einem Ballungsgebiet. Warum kein Zweistundentakt? Eigentlich müssten sich dadurch auch die Kosten senken lassen, aber es wird mir sicher gleich jemand das Gegenteil vorrechnen...
Wir müssen die Bahn auch erhalten, weil wir irgendwann auch wieder ihre Möglichkeit zum Güterverkehr brauchen werden, für die sie ja einmal auch gebaut worden ist. Auch heute gibt es etliche Güter, die auf der Bahn besser aufgehoben wären. Wenn ich nur sehe, wie viel Holz- oder Kieslaster auf unseren Straßen unterwegs sind und wie viel schwere Baumaterialien sich etwa über die Rusel quälen. Oder die Mülltransporte nach München, warum nicht auch Plastikröhren aus Viechtach? Es gibt doch heute Container, es muss ja nicht alles arbeitsaufwändig umgeladen werden!
Heute ist das Bahnfahren einfach auch zu teuer, wenn man nicht irgendein Sonderangebot nützt. Warum können Fernbusse für ein Viertel des Fahrpreises fahren? Und noch eine Frage: Wie kann es sinnvoll sein, wenn Reisegepäck nicht im Zug mitfährt, sondern es ein Transportdienst auf der Straße zum Zielort bringt? Und warum muss ein Paket von Zwiesel nach Bodenmais erst über Straubing laufen?

 

17. 12. 14 Wem nützt ein Präventionsgesetz? Uns? Kaum.

Kommentar zum Telepolis-Bericht "Mehr Vorbeugung = mehr Gesundheit? Deutschland bekommt ein Präventionsgesetz

 

Zitat: „Im Präventionsforum werden auch die Vereinigungen der Ärzte
und Apotheker vertreten sein...“Warum sollen ausgerechnet die Lobbyisten der Ärzte oder Pillendreher Interesse an der
Gesundheit ihrer Kunden haben? Das wäre ja Welt verkehrt! Sie leben
von der Krankheit und melken aus dem großen Euter die Zwangsbeiträge
der Versicherten und würden höchstens darauf verzichten, wenn die
Milch schon ohne Melken auf ihr Konto flösse, natürlich mit
alljährlichen Wachstumsraten. Die einzigen, die an einem
Präventionsgesetz Interesse haben können, ist die dafür noch zu
schaffende neue Bürokratie und natürlich die Versicherungen, denn die
wollen gerne weniger bezahlen,  aber - ich verwette meine langen
Unterhosen -  dass sich das in der Höhe der Beiträge nicht bemerkbar
machen wird.
Der zweitgrößte Witz: Die Regierung möchte Depressionserkrankungen
vorbeugend verhindern. Na, dann soll sie mal ihre Politik ändern,
denn die hat direkten Einfluss auf die Arbeits- und
Lebenswirklichkeit der Bevölkerung. Es ist doch ihre Politik gegen
die kleinen Leute die Schwermut und Verzweiflung erzeugen. Also,
Korruption bekämpfen, Bürokratie bürgerfreundlicher machen, keine
Politik mehr für reiche Interessengruppen, die Bankenmafia, die
industrielle Agrarlobby, die Rüstungs-, Bau- und Strommafia und
und... natürlich auch Friedenspolitik statt aggressives Vasallentum
und Kriegshetze.

So wie ich das Präventionsgesetz im Augenblick einschätze, erzeugt es
das, was Politiker immer erzeugen, auch wenn sie das Gegenteil
behaupten: ein Bürokratiemonster und wieder ein bisschen mehr
Unfreiheit, Überwachung und Bevormundung der Menschen.  

 

16.12. 2014 ...und die Haifischzähne werden mit Stars und Stripes verziert!

Kommentar zum Bericht auf Telepolis: "Mehrheit von US-Amerikaner findet Foltern gerechtfertigt

 

Das erste Land, das Hitler erobert hat, war Deutschland, schrieb
Brecht. Und nicht anders ist es in den USA, dort tobt ein
vergleichbarer Eroberungskrieg. Waren die Nazis schon Meister in der
Massenbeeinflussung, das amerikanische Imperium hat die Gehirnwäsche
perfektioniert. Von der Wiege bis zur Bahre sind die Menschen
systematischer Verführung und Verdummung ausgesetzt. Und sie sind ein
unglaubliches unsicheres Land, in dem Reichtum und tiefste Armut nur
einen Wimpernschlag auseinander liegen. Die allermeisten Amerikaner
leben in tiefer Unsicherheit und sind ihrem gnadenlosen
Wirtschaftssystem hilflos ausgeliefert, sie werden nicht aufgefangen,
sie landen blitzschnell in der Gosse. Ich vermute, dass es deshalb
vielleicht keine verängstigtere Bevölkerung gibt, sie haben vor allem
Angst, nicht nur eine krankhafte, die ihnen ihre Traumfabriken
ständig einimpfen – man braucht sich ihre Katastrophenfilme,
perversen Horrorfilme und ihre gewaltverherrlichenden Machwerke nur
anschauen – nein, ihre Angst ist begründet, denn sie leben wirklich
in einem Haifischbecken.Warum haben so viele Waffen? Die wenigsten
vermutlich aus Aggressivität, sondern aus permanenter Angst. 30 000
Erschossene gibt es jedes Jahr, anderswo nennt man das Krieg. 2
Millionen Menschen sind in Zuchthäusern, jeder kann durch eine
Kleinigkeit oder einen Zufall dort landen. Die Selbstmordrate
ehemaliger Soldaten soll höher sein, als die Gefallenen in den
amerikanischen Kriegen. Es gibt keine Sicherheit, die sozialen
Verhältnisse sind wie in einem Dritte-Weltland. Die Ungleichheit ist
riesengroß, man weiß nicht was die Menschen mehr verdummt, ihre
Sektenprediger oder ihre Sportreporter, ihre Chimäre von
Patriotismus, mit dem die tiefsten sozialen Gräben verdeckt werden
oder das goldene Kalb aus grünem Papier. Die Menschen werden
bespitzelt und wer aufmuckt bekommt keinen Job mehr. Und doch braucht
es zur Begründung für die globale Räuberei noch immer
Dämonisierungskampagnen und Falsche-Flagge-Aktionen. Es braucht noch
immer moralische Lügen und die Verzierung der Haifischzähne mit Stars
und Stripes, daran merkt man, dass die Amis kein bißchen schlimmer
sind, als irgend ein anderes Volk, auch wenn die Befragung zur Folter
dies vermuten lässt. Und nochmal Brecht: Das amerikanische System ist
wie ein Sauerteig, der die ganze Welt durchwuchert (oder so ähnlich).
Und dieser Sauerteig hat auch unser Land befallen, ich mag den
Fernseher schon gar nicht mehr einschalten. Und unsere servile
Politik ist drauf und dran mit dem TTip den „Sauerteig“ auch noch in
die wenigen nicht befallenen Nischen zu mischen. 

 

15.12.14 Bundesregierung will Israel 4 Kriegsschiffe liefern und teilweise schenken

Kommentar auf freigeisst.de

 

Trotz des Massenmordes im Gazastreifen durch die israelische Armee vom Sommer dieses Jahres und der Ankündigung Israel zu einem reinen Judenstaat zu machen, will die schwarz-rote Bundesregierung erneut Kriegswaffen an Israel liefern, vier Korvetten für etwa eine halbe Milliarde Euro. Ein Viertel des Kaufpreises will die Regierung übernehmen. Es läuft also weiter wie gehabt, nach den deutschen U-Booten, die mit nuklearen Waffen bestückbar sind und die Israel praktisch von Deutschland geschenkt wurden. Was soll man dazu noch kommentieren, es ist ist nicht nur ein Skandal, sondern faktisch Komplizenschaft, für die man sich nur schäemen kann.

 

15.12.14  Viel Luft im Grüngut 

Leserbrief an BBR zum Thema „ZAW verhandelt mit Gemeinden über Recyclinghöfe“ (

 

Nur 400 000 Euro Überschuss? Und dies trotz der vergleichsweise hohen Kosten für die Bürger? Ein Blick zur Nachbar- ZAW in Straubing-Bogen zeigt, da gibt es noch die kostenlose Sperrmüllabfuhr und niemand käme auf die Idee Grüngut, das ja meist aus Zweigen und viel Luft dazwischen besteht, nach Rauminhalt abzurechnen. Nur ein halber Kubikmeter am Tag ist bei uns frei, darüber hinaus zahlt man für einen Kubikmeter 10 Euro und das für ein Gut, das gut weiter zu verwerten ist! Die gegenwärtige Praxis, die Anlieferung auf Tage verteilen zu müssen, um Kosten zu sparen, ist Affaltratzerei und Benzinverschwendung. Und auch der angelieferte Rest- oder Sperrmüll wird in 20 kg-Schritten berechnet, also für 21 kg muss man für 40 kg bezahlen, na wenn das gerecht ist!

Wer sich die Preislisten von ZAW-Donau Wald einmal genauer ansieht, der merkt schnell, dass ein Monopol-Unternehmen verlangen kann was es will, bei einigen Preisen glaubt man einen Apothekenprospekt in Händen zu halten... Wundert sich da wirklich jemand über wilde Müllentsorgungen in der Natur oder über wilde Müllfeuer? Nebenbei - alleine der Transport von Grüngut durch halb Ostbayern ist ökologisch ein Wahnsinn, pflanzliche Abfälle gehören vor Ort kompostiert, zumindest zentral in einer Gemeinde. Aber das habe ich erfolglos schon vor zwanzig Jahren gefordert. Die 40- Jahrfeier des Abfallverbandes nächstes Jahr sollte mit einigen Verbesserungen für die Bürger einhergehen.

 

 

13.12.14 Atomare Geiselhaft der Völker Europas

Kommentar auf telepolis zum Bericht "Pentagon droht mit der Stationierung von mehr Atomwaffen nach Europa

 

Die Völker Europas sollen also wieder in atomare Geiselhaft genommen
werden.  Wer sich derartiges ausdenkt, sollte sich mal auf geistige
Gesundheit untersuchen lassen. Kann mir einer erklären, was ich, wenn
ich nuklear zerstäubt worden bin davon habe, wenn zur Vergeltung auch
du oder er oder sie oder wer immer auch zerstäubt wird? 

 

 

12.12.14 An die Wand gefahren

Onlinekommentar bei PNP zum Thema:" Bahnlinie Viechtach- Gotteszell: Kreistag beschließt Bürgerentscheid"

Der Bericht in der Viechtacher Zeitung "Einstellung des Bahnbetriebes hatte vielfältige Gründe" sei allen empfohlen. Nur Punkt 5 sei hier erwähnt: "Um 1990 kam ein neues Geschäftsmodell in den Eisenbahnverkehr. Musste sich das Unternehmen bisher aus Fahrgasterlösen tragen, wurde nun umgestellt auf Achskilometer. Über Bestellerentgelte erhält der Bahnbetreiber einen Fixbetrag pro Zugfahrt, die Fahrgasterlöse stellen nur noch ein Zubrot dar."
Da wird einem langsam klar, wie unsere Bahn von der wirtschaftshörigen Politik nach und nach an die Wand gefahren wurde. Wenn die Betreiber einen Fixbetrag für jede Bahnfahrt bekommen, warum sollen sie sich dann überhaupt noch um Fahrgäste bemühen? Und so begann der systematische Abbau von Service und Kundenfreundlichkeit und hier steckt auch der tiefe Grund für die Ideologie des Stundentaktes, denn jede Fahrt bringt Gewinn, auch wenn nur warme Luft transportiert wird. Leider wurde dieser für dicht besiedelte Räume sinnvolle Takt auch von Bahnfreunden zum absoluten Ziel erhoben, was zumindest für die Nebenstrecken ein Witz ist und über Kurz oder Lang zum Scheitern führen wird, etwa wenn das "Guti" einmal ausläuft.
Aus dem Artikel ziehe ich auch den Schluss, dass die Wiederinbetriebnahme nach Viechtach zu kurz greift, wenn, dann muss die Strecke auch wieder nach Blaibach und damit nach Kötzting und Cham weitergeführt werden.

 

12.12.14 GEMA: Gesellschaft-Eigennütziger-Musikm-Afiosi

Die Straubinger Altstadtfreunde bezahlten bisher 217 Euro Abgabe für die GEMA, in diesem Jahr kam eine Rechnung über 2257 Euro, weil die Musik nicht in einem Zelt spielte, sondern im Biergarten, dadurch erhöhte sich die Berechnungsgrundlage von 300 Quadratmetern auf den ganzen Platz mit 4953 Quadratmetern, auch Parkplätze wurden verrechnet. Da fragt man sich, wer ist diese GEMA? Mit welchem Recht verschickt sie derart willkürliche Rechnungen? Da ich selber als Komponist 20 Jahre GEMA-Mitglied war, weiß ich ein wenig, aber auch nur ein wenig, mehr über diesen Verein, der sich „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“ nennt. Auf ihrer Website nennt sie sich „Schutzorganisation für den schöpferischen Menschen“ und sie vertritt, nach eigenen Angaben, 65.000 Mitgliedern und über zwei Millionen ausländische Berechtigte.

Als „Verwertungsgesellschaft“ unterliegt sie der Aufsicht durch das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA). Das DPMA übt diese Aufsicht auf Grundlage des Urheberrechtswahrnehmungsgesetzes aus. Aktuell verfügen zwölf deutsche Verwertungsgesellschaften über die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb, aber kennt jemand die anderen Elf?

Die GEMA ist eine dieser, wie eine Behörde auftretenden mächtigen Gesellschaften, die sich verselbständigt haben, mit der Lizenz zum Gelddrucken. Sie gibt, wie ähnliche halböffentliche Institutionen vor, ausschließlich dem guten Zweck verpflichtet zu sein, für die Tonkünstler einzutreiben, was ihnen zusteht. Nun, nach meiner Erfahrung sorgt sie erst einmal dafür, dass ihre eigene Existenz gesichert ist, ein bürokratisches Monstrum, das niemand wirklich durchblickt, bestimmt aber nicht die Riege alter Männer, die alljährlich in der Vereinszeitschrift als Vorstände abgebildet werden. Man muss dazu wissen, die GEMA schüttet nur dann etwas an Komponisten oder Textdichter aus, wenn ihre Werke kommerziellen Erfolg haben, also verkauft werden, im Fernsehen und im Rundfunk gespielt werden. Und dann wird auch noch an Musikverlage ausgeschüttet, die sich die Rechte an Stücken gekauft haben. Hier, so wird behauptet, wird dann der Anteil am eingenommenen Kuchen prozentual errechnet und dies – minus der Verwaltungskosten – ausgeschüttet. Auch die Einnahmen, die wie ein Bach von alleine der GEMA zufließen, wie die Zwangsabgaben auf jeden verkauften leeren Datenspeicher, also CDs, Kassetten, Tonbänder, Speicherkarten, Festplatten usw. Auch die Abgaben von jeglicher Art von musikalischen Veranstaltungen fließt in diesen Topf um - so wird behauptet - danach aufgeschlüsselt und gerecht an die Urheber verteilt zu werden, was aber – selbst wenn die Musikanten und Veranstalter mit Spiellisten gequält werden – einfach nur Quatsch ist, denn kein Mensch kann die Autoren ermitteln. Die Gelder fließen also dorthin, wo auch so schon die großen Summen hin fließen, in die schon erwähnten Taschen von Musikverlagen und ein paar sehr populären Künstlern. Die anderen kriegen nichts, sie dürfen nur ihren Beitrag bezahlen und der GEMA als Staffage dienen, Motto: „Wir vertreten so viele Zigtausende arme Künstler...“

Wenn einer dieser Musikschaffenden sich entschließt seine Arbeiten selbst zu produzieren und zu vertreiben, weil er im kommerziellen Geschäft, das von der Musikmafia im Verein mit den Rundfunkanstalten (die sich ja bekanntlich auf ähnliche dubiose Weise mit Zwangsbeiträgen finanzieren und mit jenen eng verfilzt sind) keinen Fuss auf den Boden bekommt, dann darf er erst einmal an sich selber GEMA-Abgaben bezahlen, die er dann am Jahresende abzüglich der „Verwaltungsgebühren“ wieder rauskriegt. Sollte er das Pech haben, etwa auf seinen CDs sitzen zu bleiben, war das eben Pech, die GEMA rückt nichts mehr raus.

Keiner der Künstler kann kontrollieren, wie oft seine Stücke irgendwo aufgeführt werden, auch die GEMA natürlich nicht, sie verlässt sich im besten Fall darauf, was ihr gemeldet wird. Die Verzahnung hier zwischen Großverlagen und dem Staatsrundfunk ist nicht zu durchblicken. Meine Stücke z.B. sind nachweislich wiederholt im Rundfunk und auch wenige Male im Fernsehen gespielt worden, Tantiemen habe ich aber keine bekommen, oder wenn, dann nur lächerliche Beträge, den Mitgliedsbeitrag von damals fünfzig Mark, hat es nur wenige Male knapp überstiegen.

Als ich dann bei Renteneintritt nachfragte, ob ich auch von der GEMA eine Zusatzrente zu erwarten habe, erfuhr ich, dass ich ja nur „angeschlossenes Mitglied sei“ und kein „ordentliches“, also Altersunterstützung 0,0. Als ich dann auch noch hörte, dass ich meine eigenen Werke nicht einmal kostenlos im Internet anbieten dürfte und Abgaben dafür fällig wurden, habe ich diesem merkwürdigen Verein, der sich wie ein Finanzamt aufführt, gekündigt. Seither hat diese Musikmafia ein angeschlossenes Mitglied weniger, was sie aber vermutlich nicht tangiert.

Es gibt in unserem Land mehrere derartiger Verbände, auch im sozialen Bereich, in denen es sich auch Politiker gutgehen lassen, sowie ein ganzer Wurmfortsatz von Zuarbeitern und Parasiten, die mit dem eigentlichen Zweck überhaupt nichts zu tun haben. Doch sie abzuschaffen oder wenigstens auf völlig neue Beine zu stellen, wird wohl schwerer sein wie das Ausrotten von Krausem Ampfer und Indischem Springkraut, um vergleichsweise unausrottbare gut klingende Plagen anzuführen.

 

9.12.2014 Immer noch Wertegemeinschaft mit den USA, Frau Merkel?

Kommentar zum CIA- Folter-Bericht bei Kopp- Online

Wer jetzt noch immer nicht den Kopf aus dem Sand zieht, die rosarote Brille und die Scheuklappen in die Eckes schmeißt, der hat den Kopf gar nicht im Sand, hat gar keine rosarote Brille auf und keine Scheuklappen. Dann bleibt nur die Frage, ist er Mitläufer oder Komplize? Wird er gelockt oder getrieben? Also, ist er gekauft oder wird er erpresst? Doch wer das Offensichtliche ausspricht ist ein Verschwörungstheoretiker, sagen die Verschwörungspraktiker.

PS: In einem Blog wurde an die Folter deutscher Kriegsgefangener auf den Rheinwiesen durch die USA hingewiesen. Dazu will ich berichten, was ich von meinem verstorbenen Vater darüber weiß:

Mein Vater war erst 17 Jahre, als er dort bei Kälte und praktisch ohne Verpflegung ohne jede Behausung mit hunderttausend anderen eingesperrt wurde. Er überlebte abgemagert und schwer krank und lief nach der Entlassung 500 km zu Fuß nach Hause.. Er erzählte nur ein einziges Mal von der Tortur, da war ich schon erwachsen. Es habe täglich nur ein winziges Stück Brot und eine Wassersuppe gegeben. Hätte ihm nicht ein GI durch den Zaun manchmal Zuckerstücke zugesteckt, hätte er nicht überlebt.Um sich vor der Kälte zu schützen, habe man sich eingegraben, was verboten war. Wachsoldaten versuchten das zu unterbinden, in dem sie mit Panzerwagen über die Eingegrabenen wegfuhren, was für etliche den Tod bedeutete. Was mußte es für meinen Vater für Gefühle gewesen sein , dass ich als Nachkriegskind die Amis verherrlichte, ihre Lieder sang und mich von ihren Comics und Filmen verblöden ließ.

 Rheinwiesenlager

12. 12. 14: Die Phrase: "Folter, das geht gar nicht", Frau Kanzlerin, genügt nicht.

Online-Antwort auf zwei Poster, die mir Nazitum vorwarfen.

Wenn man alles, was einem nicht ins einfältige Weltbild passt,
beiseite schiebt und mit "Nazi" etikettiert, dann macht man es sich
mehr als einfach. In meiner Familie gab es nie einen Nazi und mich
als solchen zu bezeichnen, ist einfach perfide, ich kämpfe seit
Jahrzehnten gegen jede Art von Totalitarismus, Militarismus und jede
Art von Ideologiegläubigkeit. Und ob ich den Bericht über die
Zustände auf den Rheinwiesen meinem Vater geglaubt habe? Mein Vater
hat Jahrzehnte gebraucht, um über diese traumatischen Erlebnisse
überhaupt reden zu können. Ich habe seinen Bericht so wiedergegeben,
wie ich ihn im Gedächtnis habe. Doch es gibt auch die Aussage meiner
Großmutter, dass ihr Sohn zum Skelett abgemagert zu Hause ankam, mit
schwerer Ruhrerkrankung, mehr tot als lebendig.
Weil dies so ist, wird mir bei den Beiträgen von "@GoC" oder
"@Schwarzgrün" richtig übel, ich sehe sie als ehrverletzend an.
Wir leben in einer Welt, in der die Sieger die Geschichte schreiben
und dass sie ihre eigenen Verbrechen nicht hören wollen, ist Fakt. In
meiner Heimatzeitung heute keine kritische Silbe über den
Folterbericht der Amis. Dafür darf sich einer der verantwortlichen
Folteranstifter, Dick Cheney, verteidigen und den Folterbericht als
Mist bezeichnen. Wie das öffentlich rechtliche Fernsehen um die Sache
herumeiert, grenzt nicht nur als Volksverdummung. Realität in
Deutschland im Jahr 2014. 
PS: Vielleicht sollten die Zweifler sich daran erinnern, dass unsere
"Freunde" jahrzehntelang bereit waren unser Land, ja ganz
Mitteleuropa, atomar zu verbrennen, wenn Russland ihre Vormacht und
ihre wirtschaftlichen Interessen bedrohte. Im Grunde gilt die Drohung
noch immer, auch wenn es derzeit kaum mehr atomare Kurzstreckenwaffen
gibt, die allesamt in unserem Land explodiert wären. 

 

8.12.14 Prominentenappell wird zum Bevölkerungsappell - Unterschriftensammlug läuft!

Nicht darüber mosern, dass unter den 60 Prominenten auch merkwürdige Unterstützer auftauchen. Wir müssen lernen gleiche Wegstrecken miteinander zu gehen, wenn wir den gleichen Weg haben. Wichtig ist alleine, dass nun eine Solidarisierungswelle durchs Land zu schwappen beginnt, eine Solidarisierungswelle letztlich für uns selber, denn auf unserem Kontinent treiben die Amis unsere servilen Politiker vor sich her Richtung Krieg! Schluss mit Wegducken! Hier gehts zur Seite OpenPetition:

 

30.11.14 Die Erde hat genug von uns!

Kommentar zum Bericht bei Kopp- Online von F.W. Engdahl"Die Welt ist überbevölkert? Moment mal..."

 

100 Milliarden Menschen soll diese Erde tragen können, welche Einfaltspinsel denken sich nur einen solchen Blödsinn aus! Als wenn es dabei um Mathematik ginge! Die gegenwärtigen 7 Milliarden fressen den Planeten schon kahl, weil sie nicht nur Nahrung und Wasser beanspruchen sondern ihre sekundären Wünsche endlos sind. Würden alle heutigen Menschen so verschwenderisch und hirnlos leben wie Europäer und Nordamerikaner, bräuchten wir wohl fünf Erdplaneten. Wir lassen die Wüsten wachsen, zerstören die Atmosphäre und die Ozeane und haben schon unzählige Tierarten ausgerottet. Dieser Planet gehört nicht uns Menschen alleine, im Gegenteil, wir sind in den letzten 200 Jahren zur unheilbaren Krankheit dieser Erde geworden und unser Aussterben wäre ein Glück für alle anderen Lebewesen. Ich will nicht in Abrede stellen, dass die Erde wirklich zehn Milliarden Menschen ernähren könnte (mit 100 Milliarden zu jonglieren ist aber reiner Irrwitz), aber nicht auf die Weise, wie wir es heute machen und nicht dem religiösen und ideologischen Wahnsinn, der heute durch die Köpfe spukt! Es wäre mehr als glücklich, wenn wir es hinbekämen, in den nächsten Jahrzehnten auf natürliche Weise auf die Hälfte der heutigen Zahl zu schrumpfen. Die Gefahr, dass dies durch Mord und Totschlag geschieht ist leider viel größer.

 

 

30.11.14 Vertiefung des Themas „Die Erde hat genug von uns“

Ich weiß es nicht, wie viele Menschen die Erde nachhaltig, also ohne Schäden für die Nachwelt, tragen kann. Vor Jahren behauptete jemand, es seien 12 Milliarden, mir scheint das aber sehr hochgegriffen. Völlig unmöglich wäre diese Zahl aber, wenn man allen den verschwenderischen Lebenstil der Industriestaaten zubilligte – weil alles andere ethisch nicht zu rechtfertigen wäre. Ich glaube aber, dass die explosionsartig wachsenden sekundären, also nicht existenziellen Bedürfnisse, niemals für so viele Erdenbewohner zu befriedigen wären. (Hier ist auch niemals ein Endstand zu erwarten, das wußte schon vor 2500 Jahren der Philosoph Epikur). Es sei denn die Menschen würden verantwortlichen Verstand entwickeln und die Auswüchse der heutigen Lebensweise zurücknehmen, was aber ohne Not kaum geschehen wird.

Und selbst wenn sich die Menschheit auf das ihr wirklich förderliche Maß an Verbrauch zubewegen würde, warum soll dann das Bevölkerungswachstum bei 12 Milliarden zur Ruhe kommen? Selbst ein verringertes Wachstum würde wegen der großen Zahl das gegenwärtige weit übertreffen. Exponentielles Wachstum nennt man das wohl. Die Zahl von 100 Milliarden möglichen Erdbewohnern gar, aus dem Buch von Engdhal, ist ebenso willkürlich und wäre – wenn überhaupt möglich – der reine Albtraum.

Die Wirtschaft mag ja gerne von so vielen Verbrauchern träumen, doch sie wird über kurz oder lang (ich vermute eher über kurz) die Grenzen des Wachstums erreichen, das ja heute nur durch permanente Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und auch nur für einen Teil der Bevölkerung möglich ist.

Was alleine die Bevölkerungsentwicklung bremsen kann, wären jene Verhältnisse, die es auch in den EU-Ländern gebremst haben. Wenn die Altersversorgung der Eltern nicht mehr durch möglichst viele Kinder gewährleistet werden muss, wird man sich - wie bei uns - mit zwei, drei Kindern begnügen, denn wenn dann die Eltern für die Kinder Verantwortung übernehmen - und nicht umgekehrt wie heute vielfach normal - und sich um ihre ordentliche Aufzucht und Ausbildung kümmern, werden alle genug beschäftigt sein. Auch wenn die Frauen nicht mehr als Gebärmaschinen für die Armeen von Diktatoren und das Wachstum von Religionen gebraucht würden, dann wird sich die Zahl der Menschen auf einem erträglichen Niveau einpendeln. Wir müssten also "nur" aufgeklärte Menschen und ein sicheres Sozialsystem schaffen. Ob das im Kapitalismus möglich ist, der zudem immer ein Arbeitslosenheer braucht um die Löhne drücken zu können, ist zu bezweifeln. Bislang ist dies nur in einigen zivilisierten europäischen Staaten mit sozialer Marktwirtschaft gelungen, die USA haben es nie geschafft.

Erst wenn das globale privatwirtschaftliche Räubersystem durch vernünftige soziale Komponenten ergänzt wird, etwa durch die konsequente Einführung eines Verursacherprinzips und das Verbot von Zinseszins, könnten dies möglicherweise schon als Steuerhebel ausreichen.

EIn der Online-Diskussion zum Thema wurde etwa vorgerechnet, dass schon alleine die Landfläche Australiens auf die Menschen umgerechnet für jeden 1000 Quadratmeter ergäben. Auf dieser Fläche ließe sich bei entsprechender Bodenfruchtbarkeit, genügend Wasser und gemäßigter Klimazone tatsächlich die Nahrung für einen Menschen produzieren, wenn er sich weitgehend vegetarisch ernährt, was sich aber gegenwärtig auch in Asien zum Schlechten hin entwickelt. Doch auch im günstigen Fall lebt der Mensch nicht vom Brot allein, er muss sich kleiden, wohnen, wärmen und braucht eine Vielzahl von Gerätschaften, deren Herstellung seinen ökologischen Fussabdruck vervielfacht. Fängt er gar an Auto zu fahren oder zu fliegen, kommen wir in Größenordnungen, die völlig unberechenbar werden. Steckte er weiter zu viel in Rüstung und Krieg, dann verlören sich 1000 Quadratmeter im einstelligen Prozentbereich.

Vielleicht sollten die verrückt gewordenen 100-Milliarden-Prognostiker sich auch einmal die Erdoberfläche anschauen. Zwei Drittel sind von Salzwasser bedeckt, nur 2-3 Prozent mit Süsswasser. Dann sind die riesigen Wüsten und Gebirge abzuziehen, die Sümpfe und die zum Überleben wichtigen Wälder. Dann die bereits versiegelten Verkehrsflächen und die urbanisierten Flächen, dann die Todeszonen durch Atomversuche und Unglücke, die verseuchten Agrarflächen, die längst aus dem Anbau herausgenommen gehören, dann die riesigen Getreidezonen, die nur mit Grundwasser gegossen werden, das schon weitgehend verbraucht ist.

 

1.12.14  Online-Kommentar bei PNP zu einem Forumsbeitrag in Sachen Erhalt der Dorfsschule in March

Beim Thema "Ausweisung von Wohngebieten" stimme ich zu. Wir müssen umdenken und die Städte wieder beleben, also Baulücken schließen und Altbauten wieder herrichten, aber zu Letzterem fehlt es vielfach an Selbstbewußtsein und der nötigen Wertschätzung im Freundeskreis.
Was die Forderung nach Schließung der Marcher Schule betrifft, kann man nur heftig widersprechen. Zentralisierung hat in den allermeisten Fällen alles nur schlechter gemacht. Im Kommunismus hat mans beklagt, doch bei uns macht man es genauso! Ob in der Landwirtschaft, der Industrie, beim Handel, der großen und kleinen Politik aber erst recht bei den Schulen gilt - nach den schlechten Erfahrungen der letzten Jahrzehnte - mehr denje der Satz: "Small ist beautiful!"

Im Fall der Dorfschule March werde ich das Gefühl nicht los, als spiele da bei nicht wenigen der Befürworter Gleichmacher-Ideologie und vielleicht auch ein wenig Neid auf die Dorfkinder eine Rolle, weil die sich noch nicht dem Massenbetrieb der Zentralschulen aussetzen müssen und vor allem der Busfahrerei mit den oft überfüllten Fahrzeugen, in denen - im reichen Bayern - Kinder nicht einmal ein Recht auf einen Sitzplatz haben. Es reicht, wenn die Kinder nach der Grundschule an der täglichen Odyssee teilnehmen müssen!
Im Fall March ist auch zu bedenken, welche Bedeutung Schule und Kindergarten für das Dorfleben haben. Wievielen Dörfern haben die Zentralisierer und Gleichmacher schon ihr Leben genommen und sie zu benachteiligten Wohnenklaven gemacht?

 

1.12.14  Online-Kommentar bei PNP zu einem Forumsbeitrag in Sachen Erhalt der Dorfsschule in March

Die Marcher können nichts dafür, wenn in Regen (ja im ganzen Landkreis) erst wenig Jahrzehnte alte Schulzentren generalsaniert oder neu gebaut wurden, wie es scheint weit über den Bedarf hinaus. Bitte nie vergessen: diese heute als "marode" bezeichneten öffentlichen Gebäude waren auch einmal von Architekten nach neuestem Stande entworfen und gebaut worden. Wir sollten lieber danach fragen, ob wir uns leisten können diese Standarts alle paar Jahre in Frage zu stellen. Wetten, dass morgen die heutigen Standarts genauso wenig taugen werden, weil gekaufte Politiker den Interessengruppen die Gesetze entsprechend schreiben! Seit Jahren ist auch bekannt, dass viele der heutigen Wärmedämm-Massnahmen (mit denen heute praktisch jeden Neubau begründet wird) bald wegen Förderung der Schimmelbildung oder neuen Richtlinien des Brandschutzes wieder Neubauten erfordern. Der Rubel (des Steuerzahlers) muss rollen! Und öffentliche Bauten sind ein dankbares Geschäft, weil die Politik sich gerne Denkmäler baut (und die der Vorgänger) abreisst.

 

28. 11. 2014  Wir haben doch schon lange Freihandel im Übermaß!

Kommentar auf telepolis zum Thema TTIP

 

Wir haben doch schon lange Freihandel im Übermaß. Die allermeisten Einfriedungen auf dem Planeten wurden eingerissen und die Wölfe können sich auf allen Weiden gütlich tun, überall sind die Bluflecken und verschmähten Gedärme ihrer Räuberei zu sehen. (Die echten Wölfe, die ja nur aus Hunger fressen, mögen mir die Metapher verzeihen...) Es reicht einfach, es reicht schon lange! Mit dem TTIP will man nun die letzten geschützten Nischen niederreissen und den Räubern ihre Ansprüche festschreiben. Man braucht sich nur die Befürworter in Wirtschaft und Politik ansehen, es sind immer dieselben. Manchmal wendet man sich mit schlechtem Gewissen von einer üblen Sache ab und einer anderen zu – doch es ist wie beim Wettlauf zwischen Hasen und Igel: man trifft immer wieder auf dieselben Typen.

 

 

27.11.14 Respekt!

Leserbrief an BB_Regen zu den Berichten über die Schule in March und die Postkellerfreunde

 

Der Zusammenhalt der Marcher für ihre Dorfschule und der "handgreifliche" Einsatz der Postkellerfreunde für den Erhalt der alten Regener Bierkeller imponieren mir. Die "Botschaft" beider Gruppen, so unterschiedlich ihre Ziele auch sein mögen, verstehe ich so, dass zu einer lebenswerten Zukunft auch die Bewahrung des Guten aus der Vergangenheit gehört. Beispiele, die Schule machen sollten. 

 

 

24.11.14 Elektronische Krücken

Kommentar auf Telepolis zum Bericht "Der Kampf ums Cockpit, Das Auto wird zum Computer auf Rädern"

 

Wer sich an Krücken gewöhnt, wird irgendwann nicht mehr ohne sie
gehen können. Die immer totaler werdende Elektronisierung der Autos
ist so eine Krücke. Wir haben erlebt, wie der Taschenrechner den
Kindern die Fähigkeit zum Kopfrechnen austrieb und das Navi die
Fähigkeit Karten zu lesen und dreissig Fernsehprogramme unsere
Fähigkeit uns selber zu beschäftigen. So altmodische Menschen wie
ich, die ihr Lebtag lang nach Selbständigkeit und Freiheit strebten,
empfinden den elektronischen Kram als Gängelung und in lichten
Momenten als eine Art Ketten. Wir wollen nicht ein Leben aus zweiter
Hand leben und von Apparaten auf dem Entwicklungsstand von
Kleinkindern gehalten werden. Gewiss, auch ich kenne die Suchtwirkung
von den Anzeigen des Bordcomputers und schalte auf der Autobahn sogar
den Tempomat an, über den ich immer gelästert habe, bevor ich ihn
hatte... Und doch weiß ich, dass dies alles nicht auf Wünsche der
Kunden zurückgeht sondern auf die Bedürfnisse der Hersteller, die
davon zunehmend leben, wenn sie uns mit immer neuen Spielereien
abhängig machen, nicht anders wie Dealer Süchtige. Der alte
Götterglaube wird zunehmend durch den neuen Kinderglauben ersetzt,
dass diese durch Technik zerstörte Welt nur durch immer bessere
Technik gerettet werden kann. Erinnern sie sich an den Kat, der wie
ein Messias daherkam und die kleinen sparsamen Autos ausrottete, weil
er ihnen zuviel Leistung nahm und sie unverhältnismäßig verteuerte.
Heute wissen wir, dass er erst ab einer gewissen Fahrstrecke wirksam
wird, die von den meisten von uns gar nicht erreicht wird, weil wir
uns überwiegend im Nahverkehr bewegen. Ich will es mal ein wenig
überzeichnen: Viel von dem ganzen teueren Schnickschnack bringt wenig
und wir wissen schon lange, dass der schnelle teuere Schlitten – wenn
man die Zeit einrechnet, die man zu seiner Anschaffung arbeiten muss
– sich tatsächlich mit der Geschwindigkeit einer Schnecke bewegt,
umgerechnet auf jeden Fall nicht die Geschwindigkeit eines Fahrrades
erreicht. Mein Fazit: Ich habe noch nie eine Klimanlage gehabt und
sie nie vermisst. Die elektrischen Fensterheber sind so überflüssig
wie ein Kropf, ebenso die ganzen elektronischen Verriegelungen (bei
Minus 20 Grad war einmal meine Batterie tot und weder Türen noch
Fenster aufzukriegen, ich war in misslichster Umgebung eingesperrt
und wäre fast erfroren...) Nein, ich brauche diesen ganzen Kram nicht
und würde gerne an meinem Auto wieder etwas selber reparieren können.

 

 

25. 11. 2014 Anfügung bei Telepolis zum Thema „Elektronische Krücken“

 

Es ist ja erfreulich, wenn sich jemand an einem Beitrag reibt, denn
damit zeigt er, dass er dadurch motiviert wurde, sich mit den
vorgetragenen Argumenten auseinanderzusetzen. Nur häufig, ich kenne
die Problematik auch bei mir, kommen Antworten auf Aussagen, die gar
nicht gemacht wurden und die nur im Kopf des Lesers konstruiert
werden. Man nennt das wohl "Strohmann-Argumentation", Lehrer würden
es einfach als Themaverfehlung anstreichen. 

Nochmal mein Anliegen verkürzt: Für mich ist ein Auto ein Werkzeug,
das mich von A nach B bringen soll, ich brauche es nicht als
Spielzeug und nicht zum Repräsentieren und möchte möglichst wenig
Schnickschnack dabei haben, weil mit jedem dieser Dinge ein Ding mehr
kaputtgehen kann, was Geld, Nerven und Zeit kostet. Und in 45
Autofahrerjahren weiß ich, dass irgendwann alles verreckt, was
verrecken kann. Und was ich nicht habe, kann nicht kaputtgehen und
aus diesem Umstand wächst ein wenig Freiheit. Die Autoindustrie redet
uns aber genau das Gegenteil ein.

Ein Kommentator hat es an anderer Stelle angesprochen: Die Chance,
dass es manche elektronischen Teile, die für Reparaturen und die
Fahrgenehmigung nötig sind vielleicht in 15 Jahren gar nicht mehr
gibt, ist sehr realistisch. Ich will aber mein Auto lange fahren,
weil ich mich für seine Anschaffung lange habe verkaufen müssen. 

Ich mag mir auch in anderen Bereichen keine Dinge andrehen lassen,
die ich nicht will und genau das passiert, weil man heute gar kein
neues Auto mehr bekommt, ohne ein Mindestmaß dieses Ausstattungen.
Und ich ärgere mich darüber, dass dieser Kram durch industriehörige
Politiker in Gesetze geschrieben wurde, die keinen anderen Zweck
haben, als den Verkauf anzukurbeln und alte Autos aus dem Verkehr zu
ziehen. Die Zauberworte dafür heißen immer Sicherheit und
Umweltschutz, häufig geht es aber weder um das Eine noch um das
Andere, denn die Herstellung von Neufahrzeugen erfordert einen
Verbrauch an Rohstoffen und Energie, der in keinem Verhältnis zu ein
wenig günstigeren Verbrauchsdaten steht. 

Ach ja, noch zu meinem beschrieben Fall, als ich bei sibirischen
Temperaturen nach dem Zusammenbruch der Batterie im Auto eingesperrt
war. Es war ein 1996-iger Golf mit Zentralverriegelung. Keine der
Türen ließ sich mehr von innen öffnen, natürlich auch keine Fenster.
Mein Glück war, dass die hinteren Fenster noch Handkurbeln hatten und
ich - was ab einem gewissen Alter ziemlich schwer fällt - mich über
die Kopfstützen nach hinten winden konnte und dann durch ein Fenster ins Freie kriechen. Ich kann allen Zweiflern nur sagen: So ists passiert und nicht anders!   

 

 

23.11.14 Faschismus ist ein Aggregatzustand des Kapitalismus

Kommentar auf Telepolis über die Ablehnung einer Resolution in der UN, die die Bekämpfung der Glorifizierung von Nazismus forderte, die angenommen wurde, wobei 3 Staaten (USA, Kanada, Ukraine) dagegen stimmten und die europäischen Staaten sich enthielten.)

 

Faschismus ist ein Aggregatzustand des Kapitalismus. Wie kann man
daher ernsthaft erwarten, dass unsere politischen Vertreter
Resolutionen gegen Faschismus zustimmen? Was da wieder einmal in der
UN abgelaufen ist, ist entlarvend und entwürdigend für uns alle. Aber
die Adressen der Neinsager sprechen für sich. Leider gehören wir auch
dazu und wir können uns wieder einmal nur schämen und vielleicht an
einen Text von Bert Brecht erinnern: "Der Faschismus ist eine
historische Phase, in die der Kapitalismus eingetreten ist, insofern
etwas neues und zugleich altes. Der Kapitalismus existiert in den
faschistischen Ländern nur noch als Faschismus und der Faschismus
kann nur bekämpft werden als Kapitalismus, als nacktester, frechster,
erdrückendster und betrügerischster Kapitalismus.
Wie will nun jemand die Wahrheit über den Faschismus sagen, gegen den
er ist, wenn er nichts gegen den Kapitalismus sagen will, der ihn
hervorbringt? Wie soll da seine Wahrheit praktikabel ausfallen?
Die gegen den Faschismus sind, ohne gegen den Kapitalismus zu sein,
die über die Barbarei jammern, die von der Barbarei kommt, gleichen
Leuten, die ihren Anteil vom Kalb essen wollen, aber das Kalb soll
nicht geschlachtet werden. Sie wollen das Kalb essen, aber das Blut
nicht sehen. Sie sind zufriedenzustellen, wenn der Metzger die Hände
wäscht, bevor er das Fleisch aufträgt. Sie sind nicht gegen die
Besitzverhältnisse, welche die Barbarei erzeugen, nur gegen die
Barbarei. Sie erheben ihre Stimme gegen die Barbarei und sie tun das
in Ländern, in denen die gleichen Besitzverhältnisse herrschen, wo
aber die Metzger noch die Hände waschen, bevor sie das Fleisch
auftragen". 
Bert Brecht: "Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit" 

 

24. 11.14 Anfügung zum Thema: „Faschismus ist ein Aggregatzustand des Kapitalismus“

 

Liebe Diskutanten, ich hoffte mit meinem Beitrag eigentlich eine
Diskussion darüber anzuregen, ob Bert Brecht mit seinen Gedanken über
die Ursachen von Faschismus recht hat oder ich mit meinem Schluss
daraus, dass Faschismus ein „Aggregatzustand des Kapitalismus“ sei.
Doch diese Begriffe lösen in manchen Köpfen geradezu konditionierte
Reflexe aus, etwa man mache „Werbung für ein anderes totalitäres
System!“ oder werbe für ein System „das Mangel und rund 100-Millionen
Tote zu verantworten hat“. Was soll das? Ich habe mit keiner Silbe
geschrieben irgendein anderes System dagegensetzen zu wollen, erst
recht keines, das offenbar ebensowenig funktioniert. 
Wenn ich weiß, dass ein Weg immer wieder tödlich endet, muss ich mich
doch nach anderen Wegen umsehen oder wenigstens die Gefahren benennen
und zu beseitigen suchen. Und unsere Geschichte zeigt, dass die
Herrschaft des Geldes immer in die gleiche blutige Sackgasse führt.
Wir müssten ja unbelehrbar sein, wenn wir keine Schlüsse daraus
ziehen würden. Aber hier sollte eigentlich die Diskussion ansetzen,
denn Kommunismus als Medizin, wie der Herr „Germane“ unterstellt, hat
zuviele Nebenwirkungen... Aber Kapitalismus ist ein Parasiten- und
Räubersystem und endet immer in nacktem Terror und Gewalt. 

 

 

19.11.14 Und Gott hatte es satt

Kleiner Tagtraum anlässlich der neuen Spirale von Gewalt und Gegengewalt in Israel und Nahost, veröffentlich bei Telepolis

Und endlich verlor der Gott der Juden, der Muselmanen und der Christen die Geduld. Er hatte sich schon lange vom Orient abgewandt, da er die Teufelein und Verrücktheiten nicht mehr hatte ertragen können. Und der ganze Wahnsinn passierte in seinem Namen! Wie konnten diese Menschlein nur meinen, dass sie ihm gefallen könnten, wenn sie sich gegenseitig schickanierten, ermordeten und die Häuser zerstörten? Sie lästerten ihn damit, wie ihn Heiden nie lästern könnten. Denn wäre er so, wie diese fanatischen Frömmler behaupteten, dann wäre er ja wie sie, und so eine Beleidgung konnte sich auch der gütigste Gott nicht bieten lassen. Und so griff Gott endlich ein und ließ jedem der religiösen Fanatiker die Haare ausfallen und ihnen alles im Schritt erschlaffen. Doch noch nicht genug, er ließ die Ölquellen und die Gasvorräte versiegen und wer ein Gewehr anfasste, der verbrannte sich die Hände. So kam es wie es kommen mußte, das Morgenland verlor für alle Gierigen und Bigotten dieser Welt seine Anziehung und so gab es bald nur noch Hirten und Olivenbauern, nicht anders wie die tausende Jahre zuvor.

 

 

16.11.14 Unerträgliche Kriegshetzer

Onlinekommentar bei Telepolis

 

In den N-24 Nachrichten wurde Putin am 15.11. auf dem Gipfel im
australischen Brisbane alleine an einem Tisch gezeigt, während alle
anderen Staatschefs in der Runde saßen. Die Szene wurde derart
kommentiert, dass keiner mit Putin am Tisch sitzen wolle. Falls das
nicht nur ein geschmackloser Kommentar gewesen sein sollte, wäre das
eine Ungeheuerlichkeit, man kommt aus dem Schämen für die uns
vertretenden Politiker gar nicht mehr raus. Oder die Posse mit
Juncker, der auf dem Gipfel das internationale Schließen von
Steuerschlupflöchern forderte, ausgerechnet Juncker...
Auch die Kriegshetze in meiner Tageszeitung (PNP) wird vermutlich vom
Pentagon frisch und unverändert auf unseren Frühstückstisch
durchgereicht. Gibt es nicht einen Paragraphen, der Kriegspropaganda
unter Strafe stellt? Überschriften vom 13. und 14.11. wie: "Russland
lässt Kampfbomber bis US-Grenze fliegen" und "Russische Kriegsschiffe
vor Australien" und am 15.11: "Nato: Putin für neue Gewalt in Ukraine
verantwortlich". In andere Medien war zu lesen, dass es die
ukrainischer Seite war, die Wohnhäuser in Donezk in Schutt und Asche
legte. Die Erklärung für die Kriegsschiffe vor Australien ist der
G20-Gipfel ist, an dem Putin teilnimmt. 
Immerhin klärte eine andere Tageszeitung darüber auf, dass die
russischen Flüge in internationalem Luftraum eine Antwort auf die
NATO seien, denn der neue Generalsekritär Stoltenberg hatte
mitgeteilt, dass die Zahl der Nato-Jets im osteuropäischen Luftraum
in den vergangenen Monaten verfünffacht worden waren. "In diesem Jahr
führen wir mehr als 200 Übungen in Europa durch, jeden zweiten Tag
beginnt eine neue Übung." 

 

 

18.11.14 Anfügung zu „Unerträgliche Kriegshetzer“

 

Und ich Simpel habe mich dafür entschuldigt, dass ich N-TV und N24
verwechselt habe! Heute weiß ich, dass es diese unglaubliche
Berichterstattung über Putin (am Katzentisch) auch bei den
Öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern gegeben hat und auch in einigen
großen Zeitungen, und ich weiß mittlerweile auch, dass es eine Lüge
war, weil die Tischnachbarn von der Kamera absichtlich nicht erfasst
wurden. Aber das macht es noch schlimmer, denn dadurch wird es zur
reinen Niedertracht gegen einen Staatsführer, der ein ganzes Volk
repräsentiert. So gießt man Benzin ins Feuer und nähert sich dem
Goeppelschen oder Bushschen Hetzniveau. Was für ein perfides System,
das wir mit unseren Gebühren sogar noch bezahlen dürfen!

 

 

16. 10. 2014 Nieder mit der Obsoleszenz!

Kommentar bei Telepolis zum Bericht " Geplante Obsolelszenz als Betrugsdelikt in Frankreich"

 

Respekt Franzosen! Viel Glück bei der Initiative und ich kann nur
hoffen, dass Obsoleszenz, die für reine Verkommenheit steht, auch in
deutschen Landen an den Pranger kommt Dass auch das beste
Menschenwerk irgendwann verschleißt, ist bekannt. Doch dass Waren
absichtlich schlecht gebaut werden, damit wieder neue gekauft werden
müssen, ist eine amerikanische Gaunerideologie, die wie eine
bösartige Krankheit die ganze Welt befallen hat. Am Anfang stand die
Forderung eines Immobilienspekulanten in den Zwanziger Jahren des
letzten Jahrhunderts, dass gekaufte Waren nach einer festgelegten
Zeit zurückgegeben werden müssen und der Staat dies unter
Strafandrohung überwachen solle. So sollte sichergestellt werden,
dass immer neue Produkte gekauft werden müssen. Doch vermutlich weil
damit das Recht auf Eigentum, das höchste Heiligtum des Kapitalismus,
unterhöhlt worden wäre, wurde diese Idee so nicht umgesetzt. Um aber
dennoch zum Ziel zu kommen, wurden Alternativen ersonnen und die
Lebenszeit der Produkte durch technische Tricks begrenzt, am
bekanntesten sind dabei Glühlampen mit Gühfäden, die nur noch eine
bestimmte Stundenzahl halten, Nylonstrümpfe, deren Gewebe durch
Lichteinfluß marode wird und PC-Drucker mit Chips, die nach einer
bestimmten Seitenzahl einfach nicht mehr drucken. Gewiss ist das aber
nur die Spitze des Eisbergs und es wird überall dort, wo es möglich
ist, Verschleiß „schon mit eingebaut“ oder es werden absichtlich
minderwertige Materialien verbaut, damit bald wieder Neues gekauft
werden muß. Parallel dazu wurde eine Gehirnwasche größten Ausmaßes in
Gang gesetzt, die den Menschen einredete, dass man immerzu etwas
Neues bräuchte- von Kleidung über Autos, von Elektrogeräten bis zu
Häusern. Dabei kam es in den Köpfen zu einem vollkommenen Umsturz der
alten Werte- nicht mehr das Solide, Langlebige wurde erstrebt,
sondern das Aufgemotzte, Fassadenhafte, egal ob es etwas taugt. Nicht
mehr der Tüftler, Improvisierer und Reparierer galt etwas, sondern
nur der Mensch, der wie ein unreifes hilfloses Kind nach Neuem giert
und das Alte wegwirft.
Nicht genug-  Krieg und absichtliche Zerstörungen blieben weiter
daneben bis heute die wirksamsten Produktionsanregungen. Wieviele
Kriege wurden angezettelt um Menschen und Länder zu zerstören, damit
man an den Folgen verdienen konnte! Wieviele Kriege, die neben dem
Raub von Bodenschätzen und der Unterjochung anderer Völker, vor allem
das Ziel hatten Waffen herzustellen, auszuprobieren und zu zerstören.
Konkurrenten wurden zu Feinden aufgebaut und damit etwa der
abartigste Rüstungswahnsinn begründet.  

 

 

14. 11. 2014 Säule der Demokratie           

Onlinekommentar bei telepolis zum Thema:" Leserkommentare abschalten?" zu Überlegungen aus Teilen der Mainstream-Presse wie man sich der Leserzuschriften entledigen kann

"Vielleicht werden wir schon morgen wieder kleine Zettel mit
Wahrheiten in Mauernischen verbergen oder sie uns hinter der Hand
zuraunen und die Spitzel sitzen nicht nur an Abhöranlagen, sondern
vor unserer Haustür." (aus dem Begrüssungstext zu meiner Webseite
"freigeisst.de"). 
Ich glaube, dass alleine Online-Foren und kritische private Webseiten
den Unterschied zu 1914 oder 1933 ausmachen. Faktisch sind wir zwar
genauso ohnmächtig wie unsere Altvorderen, die auch keinen Krieg und
keine Diktatur wollten, aber unser Recht auf freie Rede macht doch
einen gewaltigen Unterschied und macht den professionellen
Volksverdummern die Arbeit schwerer, denn Deutungshoheit und tägliche
Geschichtsschreibung haben sie nicht mehr in der Hand.

Im Straubinger Tagblatt fand ich unlängst ein Loblied auf
Leserbriefe, es hieß, sie seien ein Gewinn für Leser und Verlag und
„die Würze für das Gericht“. Alleine weil sie nicht honoriert würden,
seien sie „hundertprozentiges Produkt ehrlicher Meinung“. Nun ist das
gewiss keine Gewähr vor irrigen Schlüssen und macht
Leserbriefschreiber auch zu keinen Engeln oder Weisen, aber
Leserbriefe sind unbestreitbar ein nicht unwichtiger Teil der
Pressefreiheit und somit der Demokratie. Bei uns in der Provinz wird
diese Wertschätzung immer öfter von dünnhäutigen und an Lobhudelei
gewöhnten Politikern nicht geteilt. Statt sich zu freuen, dass Bürger
mitdenken und sich den Mund aufzumachen getrauen, werden sie
verächtlich gemacht. Einigen ist vielleicht noch der Internetpranger in Erinnerung, den ein hochgelobter SPD-Landrat gegen
mich auf Facebook eingerichtet hatte, weil er sich über meinen
Widerstand in Sachen Straßenbau ärgerte. Damals ging der Schuß aber
glücklicherweise nach hinten los. Leider haben Politiker auch noch
andere Möglichkeiten einem das Leben schwer zu machen. Der schlimmste
Effekt dieser „Exempel“ ist aber die allgemeine Einschüchterung. Wer
getraut sich noch öffentlich Solidarität zu üben oder gar anzuklagen?
Und das ist für eine Demokratie fatal, aber wohl auch Zweck der
Übung. Man macht ein paar bekannte Schreiber fertig und der Rest ist
Schweigen.
        

 

14.11.14 Immer neues Öl ins Feuer

Überschriften  in der PNP vom 13. und 14.11.: "Russland lässt Kampfbomber bis US-Grenze fliegen" und "Russische Kriegsschiffe vor Australien" und am 15.11: "Nato: Putin für neue Gewalt in Ukraine verantwortlich". In andere Medien war zu lesen, dass es die ukrainischer Seite war, die Wohnhäuser in Donezk in Schutt und Asche legte. Die Erklärung für die Kriegsschiffe vor Australien ist der G20-Gipfel ist, an dem Putin teilnimmt.

Immerhin klärte eine andere ostbayerische Zeitung darüber auf, dass die russischen Flüge in internationalem Luftraum eine Antwort auf die NATO seien, denn der neue Generalsekritär Stoltenberg hatte mitgeteilt, dass die Zahl der Nato-Jets im osteuropäischen Luftraum in den vergangenen Monaten verfünffacht worden sei. "In diesem Jahr führen wir mehr als 200 Übungen in Europa durch, jeden zweiten Tag beginnt eine neue Übung."

Die Kriegshetze in der PNP wird vermutlich vom Pentagon frisch und unverändert auf unseren Frühstückstisch durchgereicht. Gibt es in unserem Strafgesetz nicht einen Paragraphen, der Kriegspropaganda unter Strafe stellt?

In den NTV-Nachrichten wurde Putin auf dem Gipfel im australischen Brisbane alleine an einem Tisch gezeigt, während alle anderen Staatschefs in der Runde saßen und die Szene derart kommentiert, dass keiner mit Putin am Tisch sitzen möge. Falls das der Wirklichkeit entsprechen sollte, wäre das eine Ungeheuerlichkeit und Kindergartenniveau, für das ich mich schäme. Aber ich schäme mich ebenso über das Theater mit Juncker, der auf dem Gipfel das internationale Schließen von Steuerschlupflöchern forderte und damit erfolglos blieb. Ausgerechnet Juncker, der als Luxemburgischer Premier die ganzen Steuerverbrecher ins Land holte.

 

 

13.11.14 Merkel, die Mauer-Brecherin?

Leserbrief an PNP zum Bericht vom 10.11.14 "Merkel will weitere Mauern einreißen"

 

Merkel will also weitere Mauern einreissen? Vielleicht auch die um Gaza und durchs Westjordanland? Übrigens ein menschen- und naturfeindliches Ungetüm, wie jeder in diesen Tagen in der Dokumentation über Olivenbäume auf ARTE sehen konnte. Oder den "Tortilla-Wall" zwischen den USA und Mexiko, an dem in einem Jahr etwa dreimal soviele Menschen erschossen werden, wie in vierzig Jahren DDR, was aber keinen einzigen Mauertoten entschuldigen soll. In der Ukraine könnte sich die Kanzlerin das Mauer-Einreißen sparen und dafür sorgen, dass Poroschenko erst gar keine "chinesische Mauer" gegen Russland errichtet, denn dafür braucht er Geld aus dem Westen. Übrigens hat Merkel auch nichts zur Beseitigung der innerdeutschen Mauer getan, ebensowenig Joachim Gauck. Beide waren brave Mitäufer und Funktionäre der DDR. Das soll kein Vorwurf sein, fleißiges Angepasstsein ist das Normale auf dieser Welt. Aber man sollte aufhören sich als Mauereinreißer oder gar Widerstandskämpfer präsentieren zu lassen und westliche Provokateure zu umarmen, wenn sie sich zuvor im Bundestag wie die Lümmel aufführen. Vielleicht sollten die beiden Insider aus der DDR auch einmal darauf hinweisen, dass die Mauer mit Billigung der Amerikaner errichtet wurde * und in der Hauptsache einen ökonomischen Zweck hatte, denn wie hätte der sozialistische Staat sonst existieren können, wenn sich seine Bürger zwar von ihm Studium, Ausbildung, Kinderbetreuung und billige Mieten finanzieren ließen, aber zum Geldverdienen nach Westberlin fuhren? Ein bißchen mehr Sachlichkeit in der Diskussion an Jubiläumstagen könnte nicht schaden.

 

Fussnote * Jeden Tag erleben wir, dass Deutschland aussenpolitisch bis heute nicht souverän ist und nach der Pfeife der USA tanzen (muss)? Glaubt jemand wirklich ernsthaft, dass Anfang der 60-iger Jahre eine Mauer um Berlin von Ullbricht und der SED errichtet werden hätte können? Solche Entscheidungen wurden selbstverständlich von den Alliierten getroffen. Und doch reiten die Geschichtsfälscher noch immer darauf herum und wärmen denn Stuss alle paar Jahre wieder auf.

 

 

13.11.14 Weil uns die Kapitalisten immer überlisten...

Über die Freihandelslügen, Oligarchen und Mafiakultur in Vollendung

Kommentar in freigeisst.de und Teleepolis

Anders, als die Propaganda der Befürworter behauptet, soll das Freihandelsabkommen mit den USA , laut einer Universitätsstudie aus Massachusetts, etwa 600 000 Arbeitsplätze in Europa kosten. Aber das konnte sich ja jeder Laie ausmalen, dass sich aus dem Arbeitnehmer-Pool die Erwartungen der Wirtschaft durch Synergieeffekte speisen. Sie wollen ja die gegenwärtige Wirtschaftsanarchie nicht wegen mehr Beschäftigten auf die Spitze treiben, das wäre ja Welt-Verkehrt. Nein, es geht den internationalen Konzernen um das Aushebeln der letzten kleinen Hürden, die ihre Gestaltungsfreiheit hemmen. Es geht um Anpassung nach Unten, im Sozialen, im Agrarsektor, bei Umweltgesetzen und es geht um kulturelle Gleichmacherei auf niedrigstes Niveau. Von den privaten Schiedsgerichten, die dafür sorgen werden, dass die Völker den "Investitionsschutz" des Kapitals gewährleisten, was nichts anderes heißt als die völlige Entmachtung der gewählten Politik und die finale Zerstörung der Demokratie. Amerika ist bereits eine Oligarchie, was dieser Tage eine Studie von Princeton-Professoren feststellt. Aber jeder mit einem Funken Verstand weiß auch das schon lange und auch, dass es in Europa nicht viel anders ist. Das europäische Bankwesen wird von Draghi geführt, einem Mann von Goldmann-Sachs. Und der neue Kommissionspräsident, der auch von Merkel und der SPD gewählte Jean-Claude Junker mit seiner undurchsichtigen Kommissarentruppe, ist faktisch ein Handlanger der Konzerne, er hat als Luxemburgischer Premier dafür gesorgt, dass Wirtschaftsriesen in seinem Land praktisch keine Steuern bezahlen und hat so Steuerverbrecher aus der ganzen Welt angelockt. Und die EU tat so, als wollte sie Steueroasen trockenlegen... Und dann wählen sie den Bock zum Gärtner, an die Spitze Europas...  Sowas kann sich kein Kritiker ausdenken, das ist Mafiakultur in Vollendung. Ich stelle wieder einmal fest, dass unserere gewählten Vertreter nicht die Interessen ihrer Menschen vertreten, sondern die des internationalen Kapitals. Sie fallen so ihrer Bevölkerung in den Rücken und gehören sofort abgesetzt, denn wer will bestreiten, dass sie so unsere Demokratie aushebeln? Und wer unsere verfassungsmäßige Ordnung abschafft, für den hat die Justiz harte Strafen vorgesehen. Eigentlich sollten die Staatsanwalten und der Verfassungsschutz von alleine tätig werden, ja sie müssten es, wenn derartige Verbrechen bekannt werden. Lassen wir uns überraschen, ob die Staatsanwaltschaften mit den Ermittlungen beginnen.  Ach so, Staatsanwälte und Verfassungsbeamte werden bei uns von der Politik ernannt, da passt ja wieder einmal alles. Da fällt einem nur Karl Valentins Satz ein: "...weil uns die Kapitalisten immer überlisten..."

Doch Spaß beiseite, denn die Vorgänge sind todernst. Und ich esse meine Zipfelmütze, wenn die ganze Kriegshetzerei um uns herum damit nicht in Zusammenhang steht. Mit Krieg hat man schon immer den Zorn des Volkes auf äußere Feinde gelenkt und im darauf folgenden Kriegschaos hat niemand mehr aufgemuckst. Aber vielleicht sind die Völker klüger geworden? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

 

8.11.14 Trojanischer Wolf?

Überarbeitete Kurzfassung als Lb an Straubinger Tagblatt

 

Wie soll man es nennen, wenn ein vor 38 Jahren aus der DDR ausgebürgerter Barde, die Abgeordneten der Linken im Bundestag - von denen die Allerwenigsten ein Alter oder eine Herkunft haben, die mit den Verhältnisse im erzwungenen deutschen Nachkriegssozialismus irgendetwas zu tun haben können - als „Brut“ jenes Drachen beschimpfte, gegen den er einmal angesungen hatte?

Wolf Biermann, der "wahre Kommunist", der sich in der Nachfolge eines Bert Brecht sah und 1953 aus freien Stücken in die DDR übersiedelte, um dem Sozialismus seine Talente zur Verfügung zu stellen, merkte wohl irgendwann, dass einen kritische Lieder nicht ernähren. Es sei denn man passt sich kommerziellen Wünsche an oder, man eignete sich für die politische Propaganda einer Seite im Kalten Krieg. Wolf Biermann war einerseits die optimale Identifikationsfigur für die westlichen Protestierer und verhinderte durch seine Leidensgeschichte gleichzeitig, dass diese an der DDR irgendetwas sympathisch finden konnten. So fiel Biermanns Kredo, er würde nach wirklichem Sozialismus streben, also nach einer gerechten Gesellschaft ohne DDR-Schikanen, bei vielen auf fruchtbaren Boden. Eine der Strophen in seinem großen Fernsehkonzert 1976 war: „wir brauchen eine KP, wie ich sie wachsen seh, unter Italiens Sonnenschein: so soll es sein".

So schien es eine ausgemachte Sache, dass Biermann nach seiner Ausbürgerung auch im Westen den Finger in die Wunden legen wird, doch Irrtum. Entweder beschlugen ihm die dampfenden Fleischtöpfe die Brille oder sein Job war erledigt. Man hörte von Biermann nichts mehr, weder zu Pershings noch zu Overkillkapazitäten, noch zu neokolonialen Kriegen des Westens. Einmal hieß es, Biermann habe bei der CSU in Wildbad Kreuth gesungen, was ich aber für Rufmord hielt. Als Biermann 2003 dann aber den völkerrechtswidrigen Krieg der Amis gegen den Iran befürwortete, ging mir eine Ahnung auf, dass wir offenbar auf eine Inszenierung a la Hollywood hereingefallen sind. So wunderte es mich schon nicht mehr, als Biermann in diesem Frühjahr den Provokateur Klitschko unterstützte. Klar, eine ähnliche Rolle hatte er schließlich auch einmal gespielt und ich wette, finanziert von denselben Auftraggebern. Nun sein rüpelhafter Auftritt im Bundestag, gerade eine Woche, nachdem der früher angepasste DDR-PfarrerJoachim Gauck seine Salven gegen einen möglichen linken Ministerpräsidenten geschickt hatte. Zufall? Nein. Der Überwitz am Rande: die Kanzlerin, die auch einmal eine angepasste Karrieristin in der DDR und alles andere als eine Widerstandskämpferin war, eilte zu Biermann und klopfte ihm auf die Schulter und er ließ es sich gefallen.

 

 

7.11.14 Trojanischer Wolf

Überarbeiteter Kommentar zu dem bei telepolis veröffentlichten bezügl. Biermanns Auftritt im Bundestag, auch zu lesen auf "helges block"

 

Ich weiß nicht genau, welches Gefühl dem Kollegen Wolf Biermann gegenüber vorherrschender ist, Berufsscham oder Mitleid. Das Fehlen von Zorn ist auf jeden Fall sehr aufschlussreich, denn auf Biermann kann man sowenig böse sein, wie auf einen senil gewordenen Narren, der sich prostituiert. Wie soll man es nennen, wenn ein vor 38 Jahren aus der DDR ausgebürgerter Barde, die Abgeordneten der Linken im Bundestag - von denen die Allerwenigsten ein Alter oder eine Herkunft haben, die mit den Verhältnisse im erzwungenen deutschen Nachkriegssozialismus irgendetwas zu tun haben können - als „Brut“ jenes Drachen beschimpfte, gegen den er einmal angesungen hatte, was ihm offenbar eine lebenslange Alimentierung durch seine Auftraggeber eingebrachte.

Wolf Biermann, der "wahre Kommunist", der sich in der Nachfolge eines Bert Brecht sah und 1953 aus freien Stücken in die DDR übergesiedelt war, um dem Sozialismus seine Talente zur Verfügung zu stellen, merkte wohl irgendwann, dass man nur durch Förderung der anderen Seite berühmt werden und seine Familie mit Kunst ernähren konnte. So begann - ich reime es mir zumindest so zusammen - vielleicht Anfang der Siebziger eine wirklich gutgemachte Inszenierung a la Hollywood, die einige wirklich gute Lieder hervorbrachte. Ich kann nur hoffen, dass wir nicht vollständig auf eine Schimäre und "Heiligenlegende" hereingefallen sind. Im Gegenzug hat die SED übrigens auch gewiss ein paar linke Künstler im Westen "unter die Arme gegriffen", wenn auch mit bescheidenem Erfolg.

Als kritischer Barde, der seinen Platz zwischen den Parteien suchte, hattest du im Westen Null Chance. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wovon ich spreche. Die Medien taten im Westen, als gäbe es dich überhaupt nicht. Du mußtest entweder englisch singen oder dich zum Deppen machen, vom dem sich irgendein Verlag einen kommerziellen Erfolg versprach. Entweder du liessest dich zur musikalischen Ware degradieren oder du konntest durch Kleinkunstbühnen tingeln, die aber auch keine polischen Lieder wollten. Kritik war - wenn überhaupt - nur in homöopathischen Dosen oder in seichter Form als Klamauk erlaubt. Dies schreibe ich als Zeitzeuge den Nachgeborenen, die vielleicht meinen, im Westen hätte es die große Freiheit gegeben und im Osten nur Friedhofsruhe. Ein Beispiel, wie ich diese gekauften Medienaffen einmal austrickste: Zum Nürnberger Bardentreffen wurde ich 1984 eingeladen, weil ich im Jahr zuvor recht erfolgreich war. Da ich mich aber mit einem gestellten Foto in Lederhosen bewarb, suchte sich das Fernsehen mich zur Eröffnung aus und meine kritischen Lieder gingen live über den Sender, was so gar nicht der Spasserwartung der Medienleute entsprach, sie haben mich nie mehr eingeladen. Eine stundenlange Fernsehausstrahlung eines ganzen Konzertes dagegen, wie bei Biermann, wurde als Propagandashow von ganz oben angeordnet, es hat derartiges weder zuvor noch danach noch einmal gegeben.

Im Westen revoltierten die Studenten gegen die alten Nazis an den staatlichen Führungsstellen, gegen den Völkermord der Amis in Vietnam, gegen den Mörderschah aus Persien, gegen die Verlogenheit und Verkrustung des kapitalistischen Systems. Es war die Zeit der 68iger Revolte, des Flower Power, von Black Power. Die Köpfe waren voll revolutionärer angloamerikanischer Musik, wobei ich hier revolutionär im musikalischen Sinn meine, auch wenn Songtitel wie "Masters of War", "Universal-Soldier" und "Streetfighting-Man" die Ohren besetzten. Mit dem real existierenden Sozialismus in der DDR hatten die Unzufriedenen nichts am Hut, denn auch sie waren Kinder Springers und Hollywoods. Doch darauf wollten sich die Schlapphüte des Westens lieber nicht verlassen und so machten sie an tausend Fronten der DDR das Überleben so schwer wie möglich. Dies einmal im Einzelnen aufgelistet zu bekommen, können wir wohl nur erhoffen. Für die arbeitenden Massen genügten zur Verdummung die Springerpresse und die drei öffentlich-rechtlichen Fernsehkanäle. Für die Studenten mußte noch etwas Intelligenteres dazu kommen. Da kam wohl der erfolglose kommunistische Träumer Wolf Biermann gerade recht, der gerne den Eindruck erweckte, er sei ein wahrer Linker und kein so rotgeschrubbter Hintern „mit Stalins hartem Besen, dass heute rot der Hintern ist, der früher braun gewesen...“. So wurde er zu einer Identifikationsfigur für die westlichen Protestierer und verhinderte, dass diese an der DDR irgendetwas symphatisch finden konnten, was ja auch wirklich nicht leicht war, denn wer versehentlich, etwa bei den Nachrichten eines Ostsenders hängenblieb, der hatte leicht seinen sprachlichen Schock fürs Leben. So nahm man Biermann gerne ab, dass er sich als intelligenter Mensch vor einem solchen langweiligen und todernsten System nur verfolgt fühlen konnte. So fiel seine Suggestion, er würde nach wirklichem Sozialismus streben, also nach einer gerechten Gesellschaft, ohne spießigen DDR-Mief, bei vielen von uns auf fruchtbaren Boden. Eine der Strophen in seinem großen Fernsehkonzert 1976 war: „wir brauchen eine KP, wie ich sie wachsen seh, unter Italiens Sonnenschein: so soll es sein". Auch wer kein Linker war stimmte da gerne zu, denn eine solche weltoffene KP würde unserem Land auch guttun.

Diese naive Hoffnung, die wir mit Biermann verbanden, kann auch ein wenig als Entschuldigung dafür gelten, dass uns seine manchmal sehr affektierten Reime und seine übertriebene Pose nicht abschreckten. Oder die Existenz eines so schwachsinnigen Liedes wie das Familienbad, in der sich ein Spießbürger in der Badewanne in einen blutrünstigen Hai verwandelt. Mir missfiel dieses Lied sehr und brachte mich in Distanz zu Biermann, das war etwa 1970. Doch Freunde führten mich immer wieder an Biermanns andere Lieder heran, etwa „Soldat, Soldat" oder geniale Sätze wie: „Wohlstand wollen wir gerne anstatt, dass uns am Ende der Wohlstand hat“, oder "..und Frieden ist uns nicht mehr nur ein Wort aus Lügnerschnautzen für Massenmord", oder: „Freiheit von Freiheitsdemagogie“ oder „auch Liberale werdn wir befreien...“. Dann gab es da aber auch Strophen, die ich als egoistische linke Spinnerei abtat, etwa: "Kein Paar wird uns mehr geschasst, zu lebenslänglichem Eheknast...". Da hatte ich einen unendlich konservativeren Ansatz, denn in einer Zeit in der die Familien zerfielen und Kinder und Alte die Leidtragenden waren, hasste ich solche linken Phrasen, die aber vermutlich für nicht wenige Hörer das attraktivste der Botschaft waren. Nun, wir wissen, wie sich die Sache weiterentwickelt hat und vor welchem familienpolitischen Trümmerhaufen wir heute stehen.

Als Biermann ein paar Jahre später ausgebürgert wurde, überraschte das wohl niemand, am wenigsten wohl ihn selber. Wichtig für uns Fans war alleine, dass sein dreistündiges Konzert vollständig im öffentlich rechtlichen Fernsehen übertragen wurde, zur besten Sendezeit! Es war bewundernswert, wie ein Mensch alleine mit seinen Worten - ohne großes Klimbim herum - andere Menschen so lange unterhalten konnte, wir hangen regelrecht an seinen Lippen. Begeistert malte ich zur Erinnerung ein Bild von "Biermanns Rheinfahrt", wir er mit einem Gitarrenpaddel durch die Wellen steuerte. Ich wollte es ihm eigentlich schicken, konnte seine Adresse aber nicht ermitteln.

Für mich war es ausgemacht, dass Biermann nun auch im Westen den Finger in die Wunden legen wird, doch Irrtum, es begann Biermanns großes Schweigen an den Fleischtöpfen. War dieses Schweigen Teil des Deals, den man mit ihm hatte oder waren seinen linken Aussagen niemals die seinen gewesen, war er einfach nur ein Schauspieler gewesen? Man hörte Biermann nicht mehr, weder zu Pershings noch dem Overkillkapazitäten, noch zu neokolonialen Kriegen des Westens. Einmal hieß es, Biermann habe bei der CSU in Wildbad Kreuth gesungen, was ich aber für Rufmord hielt. Als Biermann 2003 dann aber den verbrecherischen Krieg der Amis gegen den Iran befürwortete, ging mir eine Ahnung auf, wie wir naiven Westler verarscht worden waren. So wunderte es mich schon nicht mehr, wie Biermann in diesem Frühjahr den Provokateur Klitschko unterstützte. Klar, eine ähnliche Rolle hatte er schließlich auch einmal gespielt und ich wette, finanziert von denselben Auftraggebern. Nun sein heutiger peinlicher Auftritt im Bundestag, gerade eine Woche, nachdem der angepasste DDR-Pfarrer und heutige Bundespräsident Gauck seine Salven gegen einen möglichen linken Ministerpräsidenten geschickt hatte. Zufall? Nein. Diese Herrschaften arbeiten noch für dieselbe Firma und bekommen ihr Libretto geliefert. Der Überwitz am Rande: sowohl die Kanzlerin als auch der Bundespräsident sollen einmal informelle Mitarbeiter des Stasi gewesen sein. Biermann hätte also nicht nach Links polemisieren dürfen, sondern Richtung Regierungsbank.

 

 

22.11.14 Nachwort zum Biermann-Kommentar

Ich wurde gefragt, was ich mit Biermann für ein Problem habe. In einem Kommentar vermutete ein "anonymus", es wäre wohl eine unterschwellige Rivalität, vielleicht eine Form von Rache, weil ich als Barde unendlich weniger erfolgreich war als der große Wolf.

Richtig ist, dass ich nichts mehr verabscheue als Käuflichkeit und Scheinheiligkeit. Käuflichkeit von Politikern und zivilen Krämerseelen ist arg, aber wenn einer wie Biermann, der immer den Obermoralisten gab, uns nur ein Theater vorspielte, dann trifft mich das tief, auch weil ich das Theater für bare Münze nahm. Bei meinen westlichen Liedermacher-Kollegen würde ich wohl nie einen so rigorosen Maßstab anlegen, einfach weil ich die Allermeisten als Musiker oder allgemein als Künstler sehe, die halt auch gelegentlich aus Überzeugung oder Berechnung politische Lieder produzierten. Wenn aber etwa ein Hannes Wader, den ich auch einmal sehr geschätzt habe, plötzlich Kriegshetze betriebe, würde mich das auch enttäuschen, auch ein Niedecken hat mich beim NATO-Krieg gegen Serbien sehr enttäuscht, er hat wie Joska Fischer diese verlogenen Phrasen vom "humanitären Krieg" gepredigt, aber leider sind in diese Falle viele geschätzte Zeitgenossen getappt.

Biermanns Gesinnungswandel ist aber schon wieder eine andere Kategorie. Ich habe ihn für seine freiwillige Übersiedlung in die DDR bewundert, vor allem weil ich die DDR- trotz aller ihrer gemeinen Beschränktheit - für den ehrlicheren deutschen Staat hielt. Aus hundert Gründen kam für mich aber eine Übersiedlung nie in Frage, einfach schon deswegen, weil ich immer dort wirksam sein wollte, wo ich zu Hause war. Ich habe jede Art von Entwicklungshilfe immer als außerhalb meiner Möglichkeiten liegend empfunden, denn es fehlte mir die dafür nötige Anmassung Menschen in einem anderen Kulturkreis etwas beibringen zu wollen, ich habe das immer als eine Form von Imperialismus betrachtet. Unsere durch und durch verkorkste und aufgeblasene Zivilisation war nichts, was man exportieren darf. Vor allem war ich nie Gesellschaftskritiker sondern Zivilisationskritiker, auch wenn ich dies nur sanft äußerte und mich ganz pragmatisch schrittweise an eine andere Lebensweise herantasten wollte. Ich wußte immer was schlecht war, was gefährlich war, was mit Argumenten bekämpft werden mußte. Doch was gut war ahnte ich nur und merkte bald, dass mein Leben zu kurz war, um mehr als kleine Gewissheiten durch Ausprobieren gewinnen zu können. Politisch verachtete ich alle Ideologien, auch wenn mir der Sozialismus in Anbetracht der gewaltigen Ungleichheiten und des Hungers in der Welt die menschlichere und hoffnungsvollere Regierungsform zu sein schien. Der Raubtierkapitalismus dagegen war einfach nur das Böse, das zutiefst Verachtenswerte, über dessen Verteidigung jedes Wort zu viel ist. Und doch schien ein selbstverantwortliches, individualistisches Leben für mich das einzig Ertragbare zu sein. Das war im Westen möglich, im Osten viel weniger. Und so hoffte ich immer, dass es zu einer Synthese der guten Seiten beider Gesellschaftssysteme kommen würde, doch leider ist es völlig anders gekommen und nur das Schlechte beider Seiten hat sich durchgesetzt.

Das war aber immer zu befürchten und deshalb gefiel mir auch Biermanns offensichtliches Streben nach einem weltoffenen Sozialismus. Doch dann hat sich der "Baum Biermann" an seinen Früchten zu erkennen geben und dieses Erkennen hat zu meiner tiefen Enttäuschung und Betroffenheit geführt.

Übrigens- als Konkurrent eines Biermann habe ich mich niemals gesehen, ich war das auch in keienster Weise. Meine Lieder waren etwas völlig anderes, nicht nur weil sie durch die Mundart zeigten, dass ich höchstens die Menschen um mich herum als Zielgruppe sah. Aber selbst das ist nicht richtig, ich hatte im Grunde überhaupt keine Zielgruppe, sondern die Freude am Komponieren und Texten war eine Freude, die ich alleine mir selber machte.

 

7.11.14 Provinzielle Großmannsucht?    

Leserbrief an Deggendorfer Zeitung zum Leserbrief von Manfred Hanke "Warum nicht noch ein paar Türme mehr?" (zum geplanten Karl-Hochhaus in Deggendorf)

 

Herr Hanke schwärmt einerseits von Frankfurts Hochhaus-Skyline, von der er einen Hauch für Deggendorf abhaben möchte, am  besten gleich noch ein paar „Geschäftstürme“. Andererseits orakelt er von „unbequemen Zugeständnissen“, die man Investoren machen müsse. Wer das nicht mache, sei „tot“, wie Regen, Zwiesel, Viechtach. Nun, Viechtachs Ortskern wird vom Baulöwen Karl gerade kräftig umgestaltet, etwa in dem er ein denkmalgeschützes Haus im Stadtkern abreisst, das er erst zu erhalten versprach. Was letztlich auf der Baulücke entstehen soll, ist gegenwärtig noch sein Geheimnis. Herr Handkes Einschätzung, dass die wirtschaftlichen Probleme von Zwiesel oder Regen etwas mit "sich Kleinhalten" zu tun hätten, empfinde ich als Spott, denn beide Bayerwaldstädte haben ihre großen Fabriken und Tausende von Arbeitsplätzen in der Folge von Freihandel, Globalisierung und Automatisierung verloren.

 

Mit der Grenzöffnung verlor die Urlaubsregion auch ihren abgeschiedenen Standortvorteil und bekam im Tourismus übermächtige Konkurrenz im groß gewordenen Europa. Gleichzeitig explodierte der Wahnsinn der Urlaubsfliegerei, ebenfalls wieder gefördert von der global gesteuerten Politik. Auch dass es im Wald keine Modernisierer gäbe, ist ein Witz, denn gerade die exzessive Ansiedlung von Supermärkten an den Ortsrändern ließ die Innenstädte veröden. Zwiesel hatte oder hat die größte Supermarktdichte  in Deutschland. Im Übrigen haben auch wir einzelne Hochhäuser, die kein Gewinn für unsere Ortsansichten sind. Selbst wenn wir uns für noch mehr Teer und Beton bedingungslos dem Zeitgeist verkaufen, ist ein Erfolg alles andere als sicher. Wenn wir Heimat und Identität einmal geopfert haben, bleibt uns am Ende nichts.

Ob die Deggendorfer ihre Stadt mit einem Hochhaus aufmotzen wollen, ist ihre Sache, auch wenn „das Tor zum Wald“ bereits einige Bausünden vorzuweisen hat. Herrn Hankes Leserbrief bestätigte aber den Verdacht, dass im Ratsvotum unterschwellig schon ein wenig provinzielle Angeberei mitspielten. Doch man sollte nicht die Fehler wiederholen, die man anderenorts gerne ungeschehen machen möchte. Herr Karl hat es in der Hand sich ein Denkmal zu setzen, so oder so.                                                    

 

 

2.11.14 Pfarrer Gauck will keinen linken Ministerpräsidenten

Kommentar zum PNP-Bericht vom 1.11.14 "Gauck hat Bedenken bei Ministerpräsident der Linkspartei"

 

Wenn der Linke Bodo Ramelow, ein Wessi, der sich auf dem 2. Bildungsweg hochgekämpft hat, nicht zum Ministerpräsidenten taugt, dann taugt ein jahrzehntelang systemangepasster DDR-Ex-Pfarrer erst recht nicht für das Amt des Bundespräsidenten. Und das ist nicht einfach dahergesagt, denn wir haben ja leider schon einige traurige Exempel von Präsident Gauck bekommen. So angepasst er früher war, so ist er es auch heute. Er ist heute das Sprachrohr der Wirtschaft und der NATO und die Verteidigungsbindung im Grundgesetz kümmert ihn herzlich wenig. Wenn ich an die Posse mit der Diätenerhöhung denke, wo Gauck erst öffentlichkeitswirksam mit seiner Unterschrift gezögert hat und dann - als beim Finale der WM keiner aufpasste - die unangemessene Selbstbedienung des Bundestages absegnete, dann spricht ein solches Vorgehen Bände über einen Menschen.
Dass sich Ramelow, der in der westlichen Demokratie aufgewachsen ist nun von einem, der offenbar noch nicht richtig angekommen ist, die Befähigung absprechen lassen muss, ist einfach nur anmassend.

 

 

31.10.14 Industrieförderung unter dem Deckmantel "Maut"

Bürokratiemonster, verdeckter Lobbyismus und streckenweise völlige Irrationalität, anderes kann ich im Mautsystem von Minister Dobrinth nicht sehen. Nun sollen plötzlich auch komplizierte Abgasformeln bei der Einstufung eine Rolle spielen, was nichts anderes heißt, als noch einen weiteren Hebel zu schaffen, mit dem man den Kauf von Neuwagen ankurbeln und älteren Autos das Leben schwer machen kann. Dabei wäre es aus Umweltgründen nur vernünftig ein Auto solange zu fahren, wie es geht. Und: Motorräder werden gar nicht erfasst, lässt hier BMW grüßen? Auch das Problem, dass der Verkehr auf die Bundesstraßen ausweicht, ist nicht gelöst, lässt sich vermutlich auch nicht lösen, ohne andere wirtschaftliche Schäden anzurichten. Und der dickste Hund: das ganze Theater soll einmal nicht über Vignetten funktionieren, sondern über elektronische Erkennung von Nummerschildern, was ein weiterer Schritt zur möglichen Totalüberwachung der Bevölkerung wäre. Aber nein, die gesammelten Daten sollen nicht zu Bewegungsprofilen verwendet, sondern sofort wieder gelöscht werden, wird versichert. Nun, das wäre das erste Mal dass ein staatliches Überwachungssystem nicht missbraucht würde.

Bevor man an neue Maut geht, sollte man das verkorkste Toll-Kollekt-System mit seinem 17 000 seitigem Regelwerk reformieren, aber offenbar gibt es da keine Ausstiegsmöglkichkeit mehr, bald werden auch noch die durch TTiP und CETA geförderten Konzernklagen jedes politische Handeln unmöglich machen. 500 Millionen will man einmal durch die Maut einnehmen, erst müßte aber wieder einmal ein elektronisches Erfassungssystem gekauft werden, das 337 Millionen kosten würde. Wenn man die Erfahrungen aus dem "Toll-Kollekt-System" zu Grunde legt, dann wird es vermutlich erhoffte 2 Jahreseinnahmen kosten. Das ganze Theater mit der Maut ist also auch hier ein Wirtschaftsförderungsprogramm zu Gunsten von Konzernen. (Siemens Chef Käser dankt dafür, in dem er Werbung für TTIP macht. Zufall?) Statt endlich die internationalen Großkonzerne zu besteuern, die in Deutschland Reibach machen aber praktisch überhaupt keine Steuern bezahlen, (siehe die Beispiele Apple oder Starbucks, die in der jüngsten "Anstalt" aufgezeigt wurden) gäbe es auch keine Probleme bei der Instandhaltung unserer Infrastruktur und man könnte sich dieses Mauttheater sparen..

 

23.10.14 Anmerkungen zur gegenwärtigen Flüchtlingsproblematik

zum PNP-Bericht "Um Asylheim zu verhindern: Dorfgemeinschaft soll Hotel kaufen

 

Wenn hier ein Kommentator den alten Brecht bemüht und seinen Spruch vom "noch immer fruchtbaren Schoß des Faschismus“ falsch verwendet, dann ist doch einiges geradezurücken. Brecht wies damit auf die kapitalistischen, religiösen, militärischen und staatsbürokratischen Wurzeln des Faschismus hin, die sich nach seiner Auffassung auch nach 1945 nicht geändert haben, verzweifelte Dörfler hat er damit wohl kaum gemeint.

Ob im Widerstand gegen die Aufnahme von Flüchtlingen Fremdenfeindlichkeit im Spiel ist, ist erst einmal eine Unterstellung, denn sowohl die Bewohner der kleinen Dörfer, in die heute Flüchtlinge abgeschoben werden, als auch die Flüchtlinge selber, sind mit der Problematik völlig überfordert. Die absurde Geschichte mit dem gemeinschaftlichen Kauf eines Hotels, das man kaufen und abreissen will, zeigt vor allem Angst und nicht wenig Verzweiflung. Viele von den Dorfbewohnern sind Berufspendler und sie haben es schwer genug, ihr eigenes Leben auf die Reihe zu kriegen. Zu Hause leben oft nur Restfamilien, ich brauche die damit verbundene Problematik wohl nicht weiter ausführen. Dazu viele alleinstehende Gehöfte und in den Dörfern praktisch keine Infrastruktur, kein Laden, kein Wirtshaus, weder Post, Telefonzelle noch Bank, neben dem Schulbus keine Verkehrsanbindung. Wie sollen da Fremde, ohne Arbeit, beinah immer traumatisiert und zusammengewürfelt aus oft verfeindeten Kulturkreisen, hier ihre Zeit verbringen? Welches dieser schnell angemieteten Massenquartiere kann auch nur eine einigermaßen sprachkundige Betreuung aufbieten? Ein paar findige Geschäftsleute haben hier eine neue sichere Einkommensquelle aufgetan, denn der Staat zahlt verlässlich. Statt Betreuung gibt es höchstens unqualifiziertes Wachpersonal, der Skandal aus NRW ist noch frisch im Gedächtnis.

Man braucht nicht viel Phantasie um sich das Elend in den Häusern auszumalen: Fremdheit, Misstrauen, Vorsicht und Unverständnis in allen Köpfen, oft noch mit archaischen Denkstrukturen, nicht selten voller Religion und Testosteron, Heimweh, Trauer und Herzschmerz, aber auch voller unerfüllbaren Hoffnungen, zusammengepfercht in Mehrbettzimmern, im Winter wie auf einer Insel lebend, da die meisten Dörfer weder geräumte Wanderwege, geschweige denn Bürgersteige haben. Die einzige Abwechslung -wenn überhaupt - ein Gemeinschaftsfernseher, in dem Hollywoods Phantasiewelt läuft und auf allen Kanälen für den Konsum der blödsinnigsten Waren geworben wird. Diese Gehirnwasche hat ihnen zu Hause auch der Satelit gebracht und nicht wenige von ihnen so an die vermeindliche Quellen dieser Schimären gelockt. 

Wie leicht ist es hier den moralischen Zeigefinger zu heben, der meist einem gutsituierten und fernab aller Dorfprobleme lebenden Träumer gehört. Richtig, man muss in Not geratenen Menschen helfen, aber nicht, in dem man neue Nöte erzeugt, Und man muss gleichzeitig die Ursachen der Flüchtlingsströme angehen, wobei hier die Politik völlig versagt. Im Gegenteil, man unterstützt neokoloniale Kriege, masslose Globalisierung und Freihandel, was beinah gleichbedeutend mit der Erzeugung von Chaos und Elend ist. Und die Profiteure aus dieser Politik kassieren, mit verzweifelten Flüchtlingen in der Nachbarschaft haben sie nichts zu tun.

 

 

22.10.14 Verfassungsgericht entmachtet Parlament

"Die parlamentarische Kontrolle erstreckt sich nur auf bereits abgeschlossene Vorgänge". Mit dieser Urteilsbegründung wird das Parlament von der Entscheidung über Lieferung von Kriegsgerät an zweifelhafte Staaten ausgeschlossen. Weitere Begründung: Man wolle die Brüskierung von interessierten Käufern (also von Diktaturen und Unrechtsstaaten?) vermeiden. Ein oberstes Gericht, dass über die Verfassung wachen soll, wacht mit diesem Urteil vor allem über die Profite der Rüstungsindustrie und die Versorgung von Gaunerstaaten mit Mordinstrumenten. Da kann man nur ein Karl Valentin Zitat aus der Orchesterprobe abwandeln. Hieß es dort "Rhythmus? Kenn i ned, der war noch nie bei uns". In unserer Realposse muss es heißen: "Demokratie? Kenn i ned, die war noch nie bei uns...."

 

17.10.14 Gelbe Karte

Leserbrief an PNP zum Bericht "Asylbewerber müssen europaweit gerecht verteilt werden".

 

Wieviele Flüchtlinge nehmen eigentlich die USA auf? Also jenes Land, das seit Jahrzehnten im Nahen Osten Krieg führt oder führen lässt und bislang nur Elend und Chaos produziert hat. Wieviele Flüchtlinge sind unmittelbar die Folge dieser Politik? Es wäre nur recht und billig, dass auch die USA den traumatisierten Menschen helfen und sie im eigenen Land aufnehmen, selbiges gilt auch für Israel. Mein zweites, völlig anderes Therma, das Herr Bernreiter ansprach: die Verwendung der noch übrigen Gelder von der Hochwasserkatastrophe als Flüchtlingshilfe. Falls hier wirklich Gelder übrigbleiben sollten, dann müssen sie in den Hochwasserschutz fließen, wo dringende Sofortmaßnahmen warten. Beispiel: Heute werden streckenweise HW30 Deiche nur auf einer Donauseite gespundet, was eine erhöhte Gefahr für die gegenüberliegenden Gebiete bedeutet, etwa für den Polder Sulzbach. Oder die durchaus sinnvolle, aber mit sozialen Härten verbundene Anordnung, alle Häuser in potentiellen Überschwemmungsgebieten bis Juni 2015 mit neuen Heizungen oder Tankanlagen zu versehen. Auch diese Kosten sind die Folge des Junihochwassers 2013. Flüchtlinge und Hochwasserschutz gegeneinander auszuspielen, würde im Fußball als Foul mit mindestens einer gelben Karte  bestraft.

 

16.10.14 Chaosmacher

Kommentar in freigeisst.de

Gewiss ist es nur eine These, aber ein sehr begründete: man ahnt nun, woher die chemischen Waffen kamen, die im Sommer 2013 in Syrien beinah zum Krieg geführt hätten. Nun sind die Chemiewaffen offenbar wieder eingesetzt worden, von der IS gegen die Kurden und erstmals erfährt die Welt, dass noch gewaltige Mengen an Chemiewaffen von Saddam Hussein beim Abzug der Amis in irakischen Lagern zurückgelassen wurden. Man hatte bei Saddam also 2003 sehr wohl diese Massenvernichtungsmittel gefunden, hat es aber verschwiegen, weil es Altbestände aus dem irakisch-iranischen Stellvertreterkrieg waren und aus den USA und Europa stammen. Dies ist so ungeheuerlich, dass es einem wirklich die Sprache verschlägt. Wenn keine Absicht dahinterstecken sollte, also dass man die Region auf lange Sicht in Krieg und Chaos hält, dann wäre das eine bodenlose Unverantwortlichkeit durch die Amerikaner und Briten. Man stürzt die Völker ins Chaos, hinterlässt nur Leichen und verbranntes Land und traumatisierte Menschen, deren Zorn und Verzweiflung der Rüstungsindustrie riesige Geschäfte auf Dauer verschaffen, weil die entstehenden Unruhen wieder niedergebombt werden müssen, möglichst feige aus der Ferne mit teuerster Hochtechnologie. Nebenbei bekommt man das, um das es bei allem ging: Billiges Gas und Öl! Nebenbei erzeugt man Flüchtlingsströme ohne Ende und überlässt die Aufnahme der traumatisierten Menschen den Europäern. Die sind auch irgendwann damit überfordert und so wachsen auch dort Angst und Unruhen, also das Millieu, das Räuber und Tyrannen schon immer als "artgemäßes Biotop" für ihre Zwecke brauchen.

Noch eine Parallele von heute: Die 4 Milliarden Kosten für den Wiederaufbau von Gaza soll von anderen bezahlt werden, nicht von den israelischen Verursachern.  Solange die Israelis nicht für die Zerstörungen in Gaza, für die Versorgung der Kriegsversehrten und Waisen und Hinterbliebenen aufkommen müssen, solange werden diese immer wieder zuschlagen und die Welt wird die Folgen tragen müssen. Und solange die Amerikaner nicht die von ihnen erzeugten Flüchtlingsströme im eigenen Land aufnehmen und die Verantwortung für sie  übernehmen müssen, wird sich vermutlich an ihrer kriegerisc hen Politik nichts ändern. Es gibt nur eine Lösung, eine von der UN beschlossene Verursacherhaftung, also das Urprinzip allen Rechts, aber das ist nichts weniger als frommer Wunsch.

 

16. 10.14 Nieder mit der Obsoleszenz!

Kommentar bei Telepolis zum Bericht " Geplante Obsolelszenz als Betrugsdelikt in Frankreich" (habe leicht modifizierten alten Aufsatz von 2013 verwendet)

 

Respekt Franzosen! Viel Glück bei der Initiative und ich kann nur
hoffen, dass Obsoleszenz, die für reine Verkommenheit steht, auch in
deutschen Landen an den Pranger kommt Dass auch das beste
Menschenwerk irgendwann verschleißt, ist bekannt. Doch dass Waren
absichtlich schlecht gebaut werden, damit wieder neue gekauft werden
müssen, ist eine amerikanische Gaunerideologie, die wie eine
bösartige Krankheit die ganze Welt befallen hat. Am Anfang stand die
Forderung eines Immobilienspekulanten in den Zwanziger Jahren des
letzten Jahrhunderts, dass gekaufte Waren nach einer festgelegten
Zeit zurückgegeben werden müssen und der Staat dies unter
Strafandrohung überwachen solle. So sollte sichergestellt werden,
dass immer neue Produkte gekauft werden müssen. Doch vermutlich weil
damit das Recht auf Eigentum, das höchste Heiligtum des Kapitalismus,
unterhöhlt worden wäre, wurde diese Idee so nicht umgesetzt. Um aber
dennoch zum Ziel zu kommen, wurden Alternativen ersonnen und die
Lebenszeit der Produkte durch technische Tricks begrenzt, am
bekanntesten sind dabei Glühlampen mit Gühfäden, die nur noch eine
bestimmte Stundenzahl halten, Nylonstrümpfe, deren Gewebe durch
Lichteinfluß marode wird und PC-Drucker mit Chips, die nach einer
bestimmten Seitenzahl einfach nicht mehr drucken. Gewiss ist das aber
nur die Spitze des Eisbergs und es wird überall dort, wo es möglich
ist, Verschleiß „schon mit eingebaut“ oder es werden absichtlich
minderwertige Materialien verbaut, damit bald wieder Neues gekauft
werden muß. Parallel dazu wurde eine Gehirnwasche größten Ausmaßes in
Gang gesetzt, die den Menschen einredete, dass man immerzu etwas
Neues bräuchte- von Kleidung über Autos, von Elektrogeräten bis zu
Häusern. Dabei kam es in den Köpfen zu einem vollkommenen Umsturz der
alten Werte- nicht mehr das Solide, Langlebige wurde erstrebt,
sondern das Aufgemotzte, Fassadenhafte, egal ob es etwas taugt. Nicht
mehr der Tüftler, Improvisierer und Reparierer galt etwas, sondern
nur der Mensch, der wie ein unreifes hilfloses Kind nach Neuem giert
und das Alte wegwirft.
Nicht genug-  Krieg und absichtliche Zerstörungen blieben weiter
daneben bis heute die wirksamsten Produktionsanregungen. Wieviele
Kriege wurden angezettelt um Menschen und Länder zu zerstören, damit
man an den Folgen verdienen konnte! Wieviele Kriege, die neben dem
Raub von Bodenschätzen und der Unterjochung anderer Völker, vor allem
das Ziel hatten Waffen herzustellen, auszuprobieren und zu zerstören.
Konkurrenten wurden zu Feinden aufgebaut und damit etwa der
abartigste Rüstungswahnsinn begründet.  

 

 

15.10.14 Arsch der Welt

Kommentar auf Telepolis zum Bericht „Kühe in Windeln gewickelt“

Weidehaltung auf Hangflächen verbieten, wäre ein typisches
Ablenkungsmanöver vom eigentlichen Wahnsinn, um den es geht. Gäbe es
flächenbezogene Landwirtschaft, wäre die ganze Düngerei kein Problem,
denn Mist wäre wieder, wie früher, eine Kostbarkeit, von der es nie
genug geben kann. Doch heute werden etwa 65 Milliarden
landwirtschaftliche Güter in Deutschland importiert, das meiste
Futtermittel, teilweise aus Hungerländern. So entsteht unsere
Überproduktion und die Gülleschwemme, für die die eigenen Wiesen und
Felder nur noch Deponiefläche sind, mit allen bekannten Problemen
daraus. Die Sanktionen der EU gegen Russland und deren Einfuhrstopp
für agrarische Güter aus der EU zeigt den Wahnsinn wie im Lehrstück:
Die EU bleibt auf 800 000 Tonnen Schweinefleisch sitzen, pro Jahr!
Ich versuche dies in Schweine umzurechnen und komme überschlägig
(ohne Gewähr) auf mehr als 10 Millionen Schweine. Ich weiß nicht,
wieviel davon aus Deutschland kommen, aber gewiss nicht wenig davon.
Und hier geht es nur um die Exporte von Schweinefleisch nach
Russland. Wieviel importierte Futtermittel (die meisten gentechnisch
verändert) werden hierzulande an Schweine, Rinder und Geflügel
verfüttert? Genug auf jeden Fall, dass man feststellen kann, dass wir
nebenbei auch zum größten Gülleproduzenten geworden sind, ein wenig
grob und vereinfachend ausgedrückt: Zum Arsch der Welt! Wer in
ländlichen Gebieten lebt, kann sich auch mit seiner Nase von der
Richtigkeit dieser Aussage überzeugen. Wenn nun ausgerechnet die
einzig vernünftige Tierhaltung, die Weidehaltung, verboten werden
soll, dann finde ich kein Wort dafür. Ich gehe aber davon aus, dass
die „Windelkuh“, die sich ein pfiffige Werbeagentur im Auftrag der
Massentierhalter-Lobby ausgedacht hat, sowie so nur ein perfides
Ablenkungsmanöver ist.

 

8.10.14 Landschaftliche Kronjuwelen schützen!

Leserbrief zum Bericht „Windräder: Im Mühlviertel drehen sie sich schon“

Die Österreicher sind uns in manchen Dingen voraus, sie sind bereits zu Zeiten aus der Atomkraft ausgestiegen, als man in Bayern noch um die Reaktoren tanzte, als seien es goldene Kälber... Österreich hat viel früher den Wert alter Bausubstanz erkannt, es ist eine Freude durch manche ihrer alten Stadtkerne zu schlendern. Sie haben selbstbewußt ihre Dialekte gesprochen, während man sich bei uns der eigenen Sprache schämte und alles amerikanisch klingen mußte . Auch im Ökolandbau, in regionaler Vermarktung und bei regenerativen Energie ist Österreich viel weiter als wir. Im Mühlviertel haben sie es aber übertrieben. Mag sein, dass in einem Alpenland Mittelgebirgsansichten wenig gelten, wir sollten ihnen in dieser Hinsicht deshalb nicht nacheifern. Es sollte genügen, was in deutschen Landen, etwa im Hunsrück mit Windparks schon verbrochen wurde. Eine Regierung, die etwas taugt, sollte schleunigst gegensteuern und die landschaftlichen „Kronjuwelen“ Deutschlands schützen, denn es gibt genug Industriebrachen, Gewerbegebiete und Infrastrukturwüsten, wo man nicht mehr viel kaputtmachen kann. Die gegenwärtige Regelung, dass überall Riesenwindräder hingesetzt werden dürfen, ist reiner Irrwitz, wenn man bedenkt, wie reglementiert ansonsten die bescheidensten Bauprojekte sind. Es sollte genügen „dass man sich keinem bayerischen Dorf mehr von Süden her nähern kann, ohne optisch von Solarmodulen erschlagen zu werden. (So ähnlich hat es neulich Dieter Wieland ausgedrückt). Wenn nun auch noch die schönsten Bergrücken industriealisiert werden und mit den Flugzeugen des Nachthimmel um die Wette blinken, dann haben wir unsere Heimat auch optisch zu einem Hurenhaus gemacht. Komme mir niemand mit dem Hinweis auf die Notwendigkeiten des Strommarktes, denn der ist ein Fass mit tausend Löchern. Energie ist heute käufliche Ware und Mittel zum Geldverdienen und auf dem Energiemarkt herrscht nicht Sinn und Notwendigkeit, es ist vielmehr die reine globale Anarchie.

 

2.19.14 Raus aus der NATO!

Kommentar bei Telepolis zum Bericht "Türkisches Parlament erteilt Regierung Ermächtigung zum Krieg"

 

Die Nato ist doch ein Verteidigungsbündnis. Wenn nun NATO-Staaten in einem Angriffskrieg mitmischen und diese dann ihrerseits angegriffen werden, tritt dann der Verteidigungsfall für die NATO ein? Meiner Ansicht nach sollte jedes NATO-Mitglied, das ohne klaren Auftrag der UN Krieg führt, aus dem Bündnis ausgeschlossen werden.   

 

 

1.10.14 Unfaires Schweigen und neue Kriegslügen

Kommentar in freigeisst.de

 

Seit bald einer Woche gibt es in unseren Medien kaum mehr Kriegsmeldungen, was auch bedeutet, dass etwa die in der Ostukraine gefundenen Massengräber mit den von den Kiewer Söldnern exekutierten Russischstämmigen nicht einmal erwähnt werden. Man stelle sich vor, dieser Massenmord könnte der anderen Seite angelastet werden! Wie würden da die Blätter rauschen und unsere Politiker Zeter und Mordio schreien! Ich schäme mich für dieses Schweigen, denn es beweist wieder die schamlose Unfairness. Doch welchen Sinn haben dann Medien und Politiker noch? Sie, die eine tragende Säule unserer Demokratie sein sollen, ja müssen, weil es sonst keine Demokratie mehr gibt. Und was ist mit den Bombardements der Amis in Syrien? Sie finden wohl noch statt, doch sparen sie merkwürdigerweise die Angreifer jener von der IS eingekesselten kurdischen Stadt Kobane an der Grenze zur Türkei aus, trotz brenzligster Lage und vielen Toten. Wie soll man solches werten? Sollte ich wirklich recht gehabt haben, mit meinem letzten Kommentar, in dem ich vermutete, dass es gar nicht wirklich gegen die IS geht? Ich gestehe, trotzdem ich alle Meldungen verfolge, dass ich nicht klar sehe, überall Nebelwerfer und Blendgranaten... Welche Rolle spielen die Türken? Sie haben die IS unterstützt, unterstützen sie vermutlich immer noch, wollen keine starken Kurden und erst recht kein eigenständiges Kurdistan. Es sieht so aus, als ließen sie die Kurden genau durch diese Terrormilizen schwächen. Und die IS will doch ein neues Kalifat? Und will nicht Erdogan dieser Kalif werden? Aber vielleicht verhält sich alles auch ganz anders. Heute lese ich, dass die von Obama für die Luftangriffe auf Syrien ins Feld geführte neue Terrorgruppe Khorasan überhaupt nicht existiert. Zitat aus der WELT: "Am 22. September diente die Existenz der Truppe als zentrales Argument des Pentagons für den Beginn der US-Luftschläge gegen Ziele in Syrien".  Wieder eine Kriegslüge?

Nach den Öl-Raffinerien sollen in den letzten Tagen auch Erdgasanlagen bombardiert worden sein. Die Zahl der Flüchtlinge ist weiter gestiegen, wobei viele nicht nur vor den vernagelten IS-Fanatikern fliehen, sondern auch aus Angst vor den Luftangriffen der Amis und ihrer Verbündeten. Warum nehmen eigentlich die Amerikaner keine Flüchtlinge aus Syrien auf? Weil sie nicht über den Atlantik schwimmen können? Wer Bürgerkriege und Chaos anzettelt, sollte auf jeden Fall für die Flüchtlinge, Versehrten und Kriegswaisen zu sorgen haben. Ebenso für die materiellen Schäden die er anrichtet. Was für Widersprüche! In den Staaten kannst du für irgendeine Verrücktheit auf Millionenschaden verklagt werden und außerhalb der Staaten können diese Töten und Zerstören und es gibt keine Konsequenzen.

 

 

25.9.14 Bekämpfung der IS nur vorgeschoben?

 

Nun werden von den USA und ihren Spießgesellen syrische Raffinerien bombardiert. Spätestens jetzt sollte auch dem Dümmsten klar sein, dass die Bekämpfung der ISIS nur vorgeschoben ist und das Ziel die Zerstörung der syrischen Infrastruktur und damit Assad gilt. Nachdem es letztes Jahr durch die Vordertür nicht geklappt hat, passiert es jetzt eben durch die Hintertür... Aber vermutlich schlagen auch hier die Amis nur den Sack und meinen den Esel, und der heißt wohl Russland.

Die Begründungen in unseren Kriegspropagandamedien mag ich gar nicht mehr zu widerlegen versuchen, denn ihr Niveau ist mittlerweile unterirdisch, weder sie noch ihre Zulieferer verwenden noch Mühe darauf wenigstens plausible Lügen zu erfinden.

Gleichzeitig säuselt Obama etwas in seinem Land von Klimaschutz. Klimaschutz durch brennende Raffinerien? Durch Verseuchung weiterer Länder durch Bomben, mit Sicherheit auch mit Uranmonition? Noch in vielen Generationen werden die Menschen damit "gesegnet" sein und den Resten und Blindgängern zu kämpfen haben.

Nun will sich auch Cameron beteiligen, denn "...wir sind mit etwas Bösem konfrontiert...“ Nun, da scheint er sich ja auszukennen. Man kann gespannt sein, wie lange uns noch die letzte Nischenfreiheit gewährt wird, im Internet nach Wahrheit zu suchen und unsere eigene Meinung dazu zu äußern. Die Leserbriefspalten in den Zeitungen sind bereits weitgehend verschlossen, aber so ist es wohl, wenn klammheimlich das Kriegsrecht eingeführt wird.

 

 

23.09.14 Widersprüche so groß wie die arabische Wüste

Kommentar in freigeisst.de

 

Seit heute Nacht bombardieren die USA und ihre arabischen Allierten völkerrechtswidrig Ziele in Syrien. Ist das der Beginn des Krieges gegen Syrien unter dem Vorwand die IS zu bekämpfen? Doch schon sind mediale Augenwischer zu hören, die so tun, als sei das eigentlich klammheimliche Hilfe für Assad. Wie? Ausgerechnet diejenigen, die in Syrien jahrelang den Bürgerkrieg angeheizt haben, vermutlich sogar Giftgas eingesetzt haben und es Assad in die Schuhe schoben und schon vor einem Jahr mit dem Krieg gegeh Syrien beginnen wollten, bombardieren nun Stellungen ausgerechnet jener Kräfte, die sie zuvor gegen Assad gehetzt, die sie mit Waffen versorgt und auch sonst in jeglicher Weise unterstützt haben? Schwer zu glauben, und ausgerechnet zur selben Zeit schießt auch Israel einen syrischen Militätjet ab. Man reibt sich die Augen und fragt sich, in welch verrückten und perfiden Film man da geraten ist. Obama hatte Assad ja schon vor einer Woche gedroht, dass er "weg sei", wenn er versuche sich zu wehren. (mehr...) Dann lese ich, dass heute in Saudi Arabien wieder zwei Menschen enthauptet wurden, also genau jene barbarische Hinrichtungsart in aller Öffentlichkeit zelebriert wurde, die in den letzten Wochen die Amis ihrer Bevölkerung als Kriegsgrund „verkauft“ haben. Und jetzt ist Saudi-Arabien, der Hauptgeldgeber und Unterstützer der ISIS nun der Hauptallierte der Amis gegen die Kopfabschneider von der IS? Widersprüche, so groß wie die arabische Wüste.

Die NATO beteuert, mit dem neuen Krieg nichts zu tun zu haben, immerhin. Doch wer soll das glauben, wer will ernsthaft behaupten, dass die amerikanische Kriegsmaschinerie, die ein Teil der NATO ist, damit nichts zu tun haben kann? Wenn die Führungsmacht der NATO wieder einmal einen völkerrechtswidrigen Krieg führt, dann geht das die restlichen Mitglieder nichts an? Was ist, wenn der Konflikt eskaliert und auf die benachbarte Türkei, ein weiteres NATO-Land übergreift, in dem noch immer deutsche Raketenabwehr steht und mit dem uns ein Beistandspakt verbindet? Oder wenn - durch an Eskalation interessierte Mächte oder Geschäftemacher - wieder irgendwelche Grässlichkeiten unter falscher Flagge verbrochen werden? Diese menschenverachtenden Irren spielen mit dieser Welt und versuchen Pulverfässer an mehreren Ecken gleichzeitig anzuzünden. 

 

16.9.14 Die Kriegshetze geht weiter

Leserbrief an PNP zum heutigen Kommentar von Ernst Fuchs "Drachentöter" -wurde nicht veröffentlicht, was zu erwarten war, werde vorerst keine Kommentare mehr nach Passau senden –

 

Mir sind Fanatiker auch zutiefst unsympatisch, egal hinter welcher Religion sie sich verbergen. Die Geschichte zeigte aber ausnahmslos auf, dass hinter dem Deckmantel Religion immer sehr materielle Interessen stehen. Die Kolumne „Drachentöter“ von Herrn Fuchs empfinde ich als den Höhepunkt einer Reihe von merkwürdig scharfmachenden Kommentaren, die in jüngster Zeit in PNP auch von anderen leitenden Redakteuren zu lesen waren. Formulierungen wie „vom Teufel besessene Extremisten“, „die Kopfabschneider ins Mittelalter zurückzuwerfen“, „islamistischer Terrordrachen“ sind Aufrufe zu neuen Kreuzzügen, von denen wir in den letzten drei Jahrzehnten schon reichlich hatten. Der heutige Terror ist die Folge westlichen Raubzüge im Orient und willkürlicher Grenzziehungen durch die Kolonialmächte. Und- sind nicht alle Terroristen direkt vom Westen geschaffen und ausgerüstet worden? Die Briten mit ihrem Agenten Lawrenz bedienten sich der Araber gegen die Türken, die Amis die Mudschaheddin, heute Al Qaida, gegen die Russen, den Diktator Saddam Hussein gegen den Iran, die Hamas gegen die PLO und die IS gegen Assad? Gestern noch als „freie syrische Armee“ hochgejubelt, sind sie jetzt die Inkaranation des Teufels. Da aber jeder neue Krieg nach demselben Strickmuster beginnt: Erst systematische Dämonisierung des Gegners, dann der Vorwurf einer unmenschlichen Grausamkeit, der auch die kriegsmüdesten Völker dazu bringt gegen den Krieg nicht aufzustehen. Zumindest in der jüngeren Vergangenheit haben sich diese Vorwürfe immer als Kriegslügen der Geheimdienste entpuppt. Die Enthauptungen, mit denen der neue Kreuzzug begründet wird, sind furchtbare Verbrechen, doch ferngelenkte Raketen, die Menschen unterschiedlos zerfetzen, sind es auch. Die Gefahr, dass man den "Sack haut" und den Esel meint, ist zudem sehr groß. Ich meine damit, dass man durch die Hintertür doch noch zu dem Krieg gegen Syrien kommt und damit gegen Russland auch hier eine neue Front eröffnet.

 

11.9.14 Windpark wäre eine Art Selbstmord

Leserbrief an PNP zum Bericht über den geplanten Windpark am Wagensonnriegel - wurde nicht veröffentlich, übrigens kein einziger Leserbrief zu dem doch beinah seitengroßen Bericht

"Im Internet gibt es zum geplanten Windpark im Zwiesler Winkel eine eifrige Debatte, natürlich wieder überwiegend unter Phantasienamen.

Manche tun so, als könne man nicht gegen Atomkraft sein und dennoch die letzten schönen Bergansichten bewahren wollen. Gespenstisch wird es, wenn die Windkraftgegner aber dann die Atomkraft verharmlosen und eine Pro-Atom-Debatte führen, bei der man sich an die Zeit vor Tschernobyl erinnert fühlt. Die Windkraftbefürworter wiederum verweisen dann auf die zerstörten Landschaften, etwa im Kohletagbau und man müsse eben auch seinen Beitrag leisten und die paar Windräder auf den Bergen seien doch gar nicht so schlimm. Wer sich aber dann den im Internet angebotenen Film über die großflächige Landschaftszerstörung im Hunsrück durch Windparks anschaut, der ist dann doch geschockt. Doch bei einigen Windkraftanhängern rühren auch diese Horrorbilder nicht an. Ich selber bin natürlich auch gegen Atomkraft und habe auch nichts gegen Windkraftwerke, wo sie nicht einmalig schöne Landschaftsbilder zerstören, wie eben im Bayerischen Wald. In unserem Land gibt es soviele zerstörte Gebiete durch Autobahnen, Bahnlinien und Industrie, hier ist Platz genug für die Windkraftnutzung. Wenn wir aus den Zerstörungen im Hunsrück nichts lernen, dann ist bei uns Hopfen und Malz verloren, das wäre nicht nur ein Knieschuß, das wäre schon eine Art Selbstmord.

Was mich ebenfalls an der Debatte stört ist, dass überhaupt nicht auf die Energieverschwendung durch die Industrie eingegangen wird, schließlich wierden die größten gewerbliche Verschwender sogar auf Kosten der Kleinverbraucher belohnt. Die Sinnhaftigkeit der hergestellten Produkte, wird ebenfalls nicht behandelt, etwa die energiefressende Rüstungsproduktion oder die Energieverschwendung in Großkraftwerken, wo 70 Prozent der Primärenergie als Wärmeabfall und Leitungsverluste verschwendet werden, was etwa dem Wärmebedarf aller Wohnungen entsprechen soll. Ich selber bin für dezentrale Stromerzeugung, gemeindebezogen oder noch besser durch individuelle Lösungen. Ich probiere hier seit Jahren manches selber aus. Mit ein paar Solarmodulen und Autoakkus erzeuge ich den Strom für Wohn- und Arbeitszimmer selber. Der Stromfresser E-Herd wird nur ausnahmsweise betrieben, wenn der holzbeheizte Küchenherd nicht an ist. Gewiss hat nicht jeder diese Möglichkeiten, aber wer etwa seinen Südbalkon mit Modulen verkleiden kann, braucht sich zumindest um den Betrieb von Fernseher, PC und Licht keine Gedanken mehr zu machen."

 

9.9.14 Strommarkt ohne Vernunft

Das Letzte, um was es auf dem Strommarkt geht, sind Vernunft, Notwendigkeit und Effizienz. Es geht um Gewinne von Aktionären und die sind nicht an Sparsamkeit, sondern an hohen Umsätzen interessiert. Und um für diesen Markt ein paarKilowatt mehr zu liefern sollen wir die wenigen noch verbliebenenLandschaften opfern, die dieses chaotische Wirtschaftssystem nochnicht zerstört hat? Sollten nicht zuerst einmal die gigantischen Entstehungsverluste beim Strom angegangen werden? Ist es nicht völlig verrückt, wenn bei Großkraftwerken bis zu 70 Prozent der eingesetzten Primärenergie als Wärmeabfall und durch Leitungsverluste verloren gehen, um dann mit Strom wiederum Heizwärme beim Verbraucher zu erzeugen? Auch der Umstand, dass man etwa industrielle Stromverschwendung mit Billigstrom auf Kosten der Kleinverbraucher ermuntert, zeigt welche Interessen heute die Politik bedient. Seit Jahrzehnten wird darauf hingewiesen, dass dezentrale Stromgewinnung durch kleine technische Anlagen - möglichst nahe den Verbrauchsorten – der richtige Weg ist, aber daran haben die Stromkonzerne kein Interesse und deswegen wurden die kleinen Erzeuger auch solange ausgebremst.

 

8.9.14 Zur Diskussion über Windparks im Bayerischen Wald

Ein so kleiner Beitrag zur Energieversorgung rechtfertigt es nicht, dass man dafür die landschaftlichen Schätze unseres Landes opfert. Ich bin deshalb strikt dagegen, dass man die Ansichten unserer Berge mit technischen Anlagen zerstört, für mich zeigt sich hier Respektlosigkeit, mindestens aber Gedankenlosigkeit und das Fehlen von „Ehrfurcht“, sorry, aber ich finde vom Gefühl kein passenderes Wort dafür. Ich habe deswegen vor über dreissig Jahren gegen die hässlichen Radartürme auf dem Arber protestiert und sie als militärtypische Rücksichtslosigkeit gewertet. Aber wie sollte Betonköpfen, die bereit zum Overkill sind, irgendetwas heilig sein, am Ende gar Berge? Nun wird gerade von der gegenteiligen Seite, der Umweltbewegung, die Technisierung unserer Berge, bislang erst einiger Berge, gefordert. Auch ich habe 2012 in einem Leserbrief darüber nachgedacht, ob nicht ein „Energieberg“ pro Landkreis Schlimmeres, also die flächendeckende Verspargelung verhindern könnte. Ich dachte dabei ausschließlich an regionale Versorgung und befürchtete damals schon „Energiekolonialismus“ durch auswärtige Investoren. Heute - erst recht nachdem ich die Zerstörungen durch Windparks im Hunsrück gesehen habe - will ich unsere heimatlichen Berge davon bewahren helfen, denn ihre Zerstörung steht in keinem Verhältnis zum möglichen Ertrag.

Ich habe es in früheren Beiträgen schon mehrfach ausgeführt, dass meiner Ansicht nach dezentrale Energiegewinnung durch kleine technische Anlagen - möglichst am Ort des Verbrauches – der richtige Weg ist und die großen Energiekonzerne in die öffentliche Hand überführt werden müssen, denn nur so lässt sich konzertierte Stromerzeugung durchführen, also mit Wind, wenn Wind weht, mit Sonne, wenn sie scheint. Die Grundversorgung muss aber auf nicht absehbare Zeit durch Biomasseanlagen, Kraftwärmekopplungund die Zuschaltung von Gas- und Kohlekraftwerken erfolgen. Dieses Zusammenwirken nach Notwendigkeit kann niemals unter den Bedingungen des Marktes gelingen, denn jeder Kraftwerksbetreiber will möglichst viel Strom möglichst rund um die Uhr und ganzjährig erzeugen. Da Strom aber heute als Ware europaweit gehandelt wird - was nebenher zu irrwitzigen Leitungsverlusten führt - und immer weniger steuerbar wird, haben wir auch hier dieselben Probleme wie in vielen anderen Branchen auch: Anarchie, völliges Chaos! So werden große Windstrommengen bei einem Überangebot zu bestimmten Zeiten quasi "abgefackelt" oder ins Ausland verschenkt um Überspannungen zu vermeiden.

Es wäre im Übrigen auch völlig verfehlt, würde jemand meinen, man könne die Atomkraftwerke abschalten und genauso verschwenderisch weiterwursteln wie bisher. Der Umstand, dass man in Deutschland industrielle Stromverschwendung mit Billigstrom auf Kosten der Kleinverbraucher ermuntert, zeigt wie verquer heute geplant wird. Aber das wäre ein neues Thema.

 Ein Wort zu den langen Ausführungen vom Zwiesler Bürgermeister Franz Xaver Steininger: Wir sind uns einig darin unsere Berge nicht durch Windparks zerstören zu lassen. Wenn ich seine Ausführungen zur Atomkraft lese, wird mir aber regelrecht schlecht. Zitat: Atomkraft sei die sicherste Stromerzeugungsart und „...Windenergie ist 2
Mal, Photovoltaik 5 Mal, Wasserkraft 16 Mal, Erdgas 44 Mal, Erdöl 400
Mal und Kohle 1900 Mal so tödlich wie Kernenergie).“

Wer solche abwegigen Thesen verbreitet, auch wenn er sie nur von Atomlobbyisten abschreibt, der hat wohl noch nie bedacht, dass ein einziger durchgeknaller Reaktor unsere Heimat für ewige Zeiten unbewohnbar machen würde. Belgien mußte gerade drei seiner Reaktoren auf Dauer wegen unsicherer Schweißnähte vom Netz nehmen und es soll europaweit noch zig ähnlich fehlkonstruierte Meiler geben.

 

11.9.2014 Fals Flag-Operationen und aktuelle Kriegsvorbereitungen

Kommentar in freigeisst.de

 

Wer einmal lügt, dem glaubt man bekanntlich nicht mehr, auch wenn er einmal die Wahrheit sprechen sollte. Was erst, wenn man von einer Regierung seit Jahrzehnten immer wieder belogen wird, wenn Angriffskriege in immer kürzeren Anständen mit Lügen begründet werden? Heute, am 13. Jahrestag der folgenschwersten Kriegslüge der Geschichte, sollten wir deshalb für kurze Zeit wieder die Köpfe aus dem Sand erheben, in dem wir sie die meiste Zeit des Jahres stecken, um ja nichts zu sehen und nix zu hören, als das Programm, dass es „im Sand“ immer gibt: Brot und Spiele.

Sollen wir die Kriegslügen chronologisch durchgehen, von Pearl Harbour bis MH 17 und James Foley? Oder darüber aufklären, wer an den beiden Weltkriegen verdient hat und so seine Wirtschaftskrisen überwunden hat? Sollen wir die Teufelein im Iran, Stichwort Mossadegh und die CIA-Operation Ajax aufwärmen? Oder die False-Flag-Operation Northwoods gegen Kuba? Die Lügen im Golf von Tonkin die zum Völkermord in Vietnam geführt haben? Auch die Lügen über die Ermordung von JFK wären ein Thema? Oder die perfide Geschichte mit den Brutkastenmorden in Kuweit? Die Lügen, die den Angriffskrieg auf dem Balkan begründeten oder die Lügen vor dem Krieg gegen Saddam Hussein, Gaddafi oder Assad? Gewiss, alles selber zwielichtige Diktatoren und schließlich braucht unsere Zivilisation das Erdöl so dringend wie ein Junkie seinen Stoff. Doch – um bei diesem Bild zu bleiben – beide werde am Ende an ihrer Sucht draufgehen, erst moralisch, dann physisch. 

Über 9/11 ist wohl das Entscheidende gesagt, es gibt viele plausible Erklärungen dazu, die übelste und haarstäubendste "Verschwörungstheorie" ist die aus dem Bericht der amerikanischen Regierung, wo die Sprengung von WT7 mit keiner Silbe vorkommt. Aber dazu gibt es berufenere Aussagen als meine, siehe die Filmtipps dazu weiter unten auf dieser Seite. Eins ist klar, Kriege werden immer von langer Hand vorbereitet. Parallel dazu wird systemtisch Stimmung gegen den "Feind" gemacht, das geht bis zur Dämonisierung. Und doch braucht man am Ende noch eine Entsetzlichkeit, die den Gegner moralisch völlig entmenscht. Der Eroberungskrieg in Afghanistan, der auf 9/11 folgte und nun seit 13 Jahren anhält, wurde mit einer doppelten Lüge begründet, einmal durch eine skrupellose „False Flag-Operation“ gegen das eigene Volk und dann wird es noch einem Land in die Schuhe geschoben, das rein gar nichts mit den möglicherweise auch beteiligten und ursprünglich von den USA aufgebauten arabischen Al Qaida-Leuten zu tun hat. Und dann wurde dieses seit Jahrzehnten von auswärtigen Mächten geschundene Land am Hindukusch aufs Neue zerstört, bis heute, 13 Jahre lang, dreimal solange wie der 1. Weltkrieg dauerte. Doch zum Jahresende wollen die amerikanischen Besatzer und ihre "Willigen" mit den meisten Truppen abziehen, Chaos und Zerstörung zurücklassend, wie schon im Irak und in Libyen. Die religiösen Fundamentalisten übernehmen offenbar heute schon jede aufgegebene Stellung und die kürzlich durchgeführte pseudodemokratische Wahl hat bislang noch keinen Sieger gefunden. Was für die Amis ein Problem ist, denn die neue Regierung soll doch erst ein Papier unterschreiben, in dem zukünftige Unterstützung mit einer Amnestie für alle erfolgten alliierten Verbrechen verknüpft wird... Scham? Bekanntlich bei den verantwortlichen Politikern unbekannt.

Aber wir sind längst gedanklich woanders, denn man zündelt seit einem halben Jahr in Europa, in der Ukraine, an Russlands Grenzen, nachdem man ringsherum die NATO bereits herangeschoben hat. Erst half man beim Putsch gegen die ukrainische Regierung, installierte eine hörige Oligarchenregierung und entrechtete die Landesteile mit russischer Bevölkerung, die aber auf viel Energievorräten sitzen. Diese wehrten sich, die Krim war zwischenzeitlich per Volksabstimmung wieder russisch geworden, und damit die „Separatisten“ im Osten des Landes nicht dasselbe machen konnte, ließ der neue Präsident Poroschenko und seine teilweise faschistischen Kabinettsmitglieder die eigene Bevölkerung um Donezk unter Feuer nehmen, bis jetzt gab es über 2000 Tote. Und wieder gabe es offenbar „False-Flag-Operationen“  nach dem bekannten Muster „Terror und Lügen“. Erst mordeten Heckenschützen auf dem Maidan, dann wurde in Odessa ein Gewerkschaftshaus angezündet, mit 43 Opfern und dann der Abschuss von MH17, bei dem der Westen sofort die Täterschaft auf Russland lenkte, obwohl heute aber alles dafür spricht, dass es wieder eine Greueltat unter falscher Flagge war. Da bekanntlich anschafft, wer zahlt und der Westen die Ukraine mit Milliardensummen alimentiert, darf auch mindestens eine Mitverantwortung vermutet werden.

Ähnliches läuft parallel dazu im Orient, wo die selbst geschaffenen und mit Waffen ausgestatteten Desperados nun zum neuen Feind umetikettiert wurden, nachdem sie außer Kontrolle gerieten. Es ist zu befürchten, dass man diese neuen „Monster“ (vor kurzem waren sie noch die protegierte „freie syrische Armee“) nun auch in Syrien bombardieren wird und so – nachdem es letztes Jahr mit den Giftgasbeschuldigungen gegen Assad nicht zum Krieg gereicht hat (England und Russland sei Dank!) - der Krieg doch noch durch die Hintertür ins Land kommt. Da die amerikanische Bevölkerung aber kriegsmüde und das Land eigentlich vollkommen pleite ist, mußte wieder ein grausiges Medienereignis her, die Enthauptung erst eines Journalisten, nun eines weiteren. Aus syrischen Regierungskreisen wird aber berichtet, dass das Opfer schon seit einem Jahr tot sei. Auch in unseren Medien wurde berichtet, dass die USA den Journalisten nicht freigekauft hätten, was bedeutet, dass man sein Leben also bei Aufgabe der "Prinzipien" hätte retten können. Das Video, das die Enthauptung zeigen soll, ist ein merkwürdiges Machwerk. Da lässt sich ein knieender Gefangener, ohne auch nur zu Zucken, mit einem kleinen Messer den Kopf abtrennen und – obwohl es dabei furchtbar aus den Halsschlagadern spritzen müßte – fließt kaum Blut bei der Inszenierung.  Die Kriegsbereitschaft in den USA soll durch die Videos aber schon deutlich gestiegen sein. Bei den saudiarabischen „Freunden“ wurden übrigens alleine in den ersten Augustwochen 19 Menschen geköpft, 2013 sollen es 78 gewesen sein. Die Delikte sind in der Hauptsache Drogenschmuggel, Hexerei, Gotteslästerung, Ehebruch, sowie Gewaltverbrechen. Hat sich darüber jemand aufgeregt? Oder über die 2000 Toten und 10 000 Verletzten in Gaza, wo mit amerikanischen Waffen durch Israel gemordet wurde? Aus deutschen Regierungskreisen ist mir nichts dazu erinnerlich, sonst wäre an Israel nach dem neuerlichen Völkermord an den Palästinensern auch kaum das vierte U-Boot auf Kosten des deutschen Steuerzahlers ausgeliefert worden, das man übrigens auch mit Atomraketen bestücken kann. (In Israel wird übrigens auch schon wieder auf den nächsten Krieg vorbereitet, der sich wieder gegen die Hisbolla im Libanon richten soll. Wir werden bald sehen, ob das nur ein böses Gerücht ist): Kanzlerin Merkel und Präsident Gauck werden, wie zu lesen, in diesen  Tagen bei der in Berlin stattfindende Demonstration des jüdischen Zentralrats teilnehmen. Motto: „Kein Judenhass". Da stimme ich natürlich auch zu, denn der Hass der israelischen Regierung auf seine Nachbarn ist wirklich unerträglich. Gewiss, ich weiß, es geht um Antisemitismus bei der Demo. Aber genau dies ist ein weitere Ungeheuerlichkeit, es sei denn der hohe deutsche Besuch macht in Reden eindeutig klar, dass es einen großen Unterschied gibt, zwischen Antisemitismus und berechtigter Kritik an Israels Massakern.

 

15.9.14 Fussnoten zu False Flag Oberationen

 

1. Mittlerweile wurde bekannt, dass Ken Foleys Eltern von der amerikanischen Regierung mehrmals mit juristischen Konsequenzen bedroht wurden, wenn sie für ihren Sohn Lösegeld bezahlt würden. Da wird ein Low-and Order- Prinzip, nämlich keine Verhandlungen und Lösegeldzahlungen mit Entführern über das Leben von Menschen gestellt. Bekanntlich ist das Auslösen von Geiseln aber seit Alters her im Orient ein verbreitetes Geschäftsprinzip und auch im Westen ist Gefangenenaustausch sehr verbreitet, selbst bei Israel. Man kann nur vermuten, warum die USA gegenüber den Eltern so repressiv reagierten, vielleicht war ihnen der Tod des Journalisten ebenfalls bekannt, doch sie brauchten die Schauergeschichte für die nächste Kriegslüge. Ich hoffe, dass wir die Wahrheit noch einmal erfahren werden.

2. Zur Demo des Zentralrats der Juden in Berlin. Soweit mir bekannt ist, wurde von den politischen und kirchlichen Vertretern Deutschlands nicht auf den Unterschied von Antisemetismus und berechtiger Kritik an der menschenverachtenden Politik Israels hingewiesen, was ich wie einen Dolchstoss in den Rücken der geschundenen Palästinenser und auch aller Kritiker empfinde. Es wurden nur allgemein anerkannte Selbstverständlichkeiten wiedergekaut, etwa das Juden nicht wegen ihres Judenseins in Deutschland diskriminiert werden dürfen. Sprüche wie "Antisemitismus ist Sünde gegen den Heiligen Geist" (Marx) oder "Antisemitismus ist Gotteslästerung" (Schneider). Was soll die Beschränkung auf Antisemitismus? Jede Art von Rassismus und Menschenverachtung gehört verurteilt!

3. Zu den beschlossenen Waffenlieferungen in das Kriegsgebiet Irak gaben auch die Kirchen ihren Segen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche sagte: "Das Evangelium gebiete zwar Gewaltverzicht. Ihm zu folgen bedeute aber nicht, zuzusehen wie andere gequält, geköpft und versklavt werden." Und die Katholische Bischofskonferenz gab bekannt: "Der Einsatz von Waffen könne in bestimmten Situationen nicht ausgeschlossen werden. Wir erinnern an die Pflicht der Staaten gegen Völkermord aktiv tätig zu werden." Meine Frage: Wann wäre je ein Krieg mit anderen, als edlen Motiven begründet worden? Und immer fing das Völkermorden dann erst richtig an. So bleibt alles beim Alten, die Kirchen bleiben auch im 21. Jahrhundert das, was sie immer waren, die Moralität heuchelnden Zeremonienmeister des zutiefst unchristlichen, nimmersatten kriegerischen Abendlandes. Und ihr Evangelium legen sie sich zurecht, wie sie es gerade brauchen, auch hier nichts Neues.

 

 

9.9.14  Ministerkarusell

zur Ablösung von Bayerns Umweltminister Marcel Huber, Leserbrief an Straubinger Tagblatt

Auf dem Poschinger Donaudamm habe ich vor etwa einem Jahr mit Umweltminster Marcel Huber einmal ein paar Worte gewechselt (er kannte mich als Gstanzlsänger von Seehofers Donaufahrt). Er sagte sinngemäß halb scherzhaft: „Seid ihr Anwohner nun zufrieden? Wir haben die Staulösung beerdigt...“ Ich drückte meinen Respekt aus, schob aber nach, dass wir nicht wüßten, ob wir den Schwarzen auch trauen könnten. Huber antwortete schmunzelnd: „Ihr könnt uns vertrauen!“
Als ich heuer Marcel Hubers Rede beim Niederalteicher Donaufest hörte, wo er mit großer Sachkunde und überzeugend sprach, war ich mir endlich sicher, dass wir ihm wirklich vertrauen können.
Nun wurde er ausgewechselt und die Nachfolgerin wird Jahre brauchen um sich einzuarbeiten. Einen Vorteil für die Umwelt hat dieses Prozedere ganz sicher nicht. Systemneustart, alles wieder von vorne? Was ist mit dem Versprechen eine Variante A Plus zu realisieren, also mit weniger Verbauungen, weniger Eingriffen? Oder beim Hochwasserschutz, bei dem Huber erkannt hat, dass dieser schon in der Fläche anfängt, oder beim Durchsetzen von Poldern und...und...
Hoffentlich zerstreut sich in den nächsten Jahre mein Verdacht, dass Minister immer dann gewechselt werden, wenn sie eingearbeitet sind und zuviel von einer Thematik verstehen...

 

9.9.14 Sollen wir der Schacherei und der systematischen Verschwendung von Strom unsere Heimat opfern?

Das Letzte, um was es auf dem Strommarkt geht, sind Vernunft, Notwendigkeit und Effizienz. Es geht um Gewinne von Aktionären und die sind nicht an Sparsamkeit, sondern an hohen Umsätzen interessiert. Und um für diesen Markt ein paarKilowatt mehr zu liefern sollen wir die wenigen noch verbliebenenLandschaften opfern, die dieses chaotische Wirtschaftssystem nochnicht zerstört hat? Sollten nicht zuerst einmal die gigantischen Entstehungsverluste beim Strom angegangen werden? Ist es nicht völlig verrückt, wenn bei Großkraftwerken bis zu 70 Prozent der eingesetzten Primärenergie als Wärmeabfall und durch Leitungsverluste verloren gehen, um dann mit Strom wiederum Heizwärme beim Verbraucher zu erzeugen? Auch der Umstand, dass man etwa industrielle Stromverschwendung mit Billigstrom auf Kosten der Kleinverbraucher ermuntert, zeigt welche Interessen heute die Politik bedient. Seit Jahrzehnten wird darauf hingewiesen, dass dezentrale Stromgewinnung durch kleine technische Anlagen - möglichst nahe den Verbrauchsorten – der richtige Weg ist, aber daran haben die Stromkonzerne kein Interesse und deswegen wurden die kleinen Erzeuger auch solange ausgebremst.

 

8.9.14 Zur Diskussion über Windparks im Bayerischen Wald

 

Ein so kleiner Beitrag zur Energieversorgung rechtfertigt es nicht, dass man dafür die landschaftlichen Schätze unseres Landes opfert. Ich bin deshalb strikt dagegen, dass man die Ansichten unserer Berge mit technischen Anlagen zerstört, für mich zeigt sich hier Respektlosigkeit, mindestens aber Gedankenlosigkeit und das Fehlen von „Ehrfurcht“, sorry, aber ich finde vom Gefühl kein passenderes Wort dafür. Ich habe deswegen vor über dreissig Jahren gegen die hässlichen Radartürme auf dem Arber protestiert und sie als militärtypische Rücksichtslosigkeit gewertet. Aber wie sollte Betonköpfen, die bereit zum Overkill sind, irgendetwas heilig sein, am Ende gar Berge? Nun wird gerade von der gegenteiligen Seite, der Umweltbewegung, die Technisierung unserer Berge, bislang erst einiger Berge, gefordert. Auch ich habe 2012 in einem Leserbrief darüber nachgedacht, ob nicht ein „Energieberg“ pro Landkreis Schlimmeres, also die flächendeckende Verspargelung verhindern könnte. Ich dachte dabei ausschließlich an regionale Versorgung und befürchtete damals schon „Energiekolonialismus“ durch auswärtige Investoren. Heute - erst recht nachdem ich die Zerstörungen durch Windparks im Hunsrück gesehen habe - will ich unsere heimatlichen Berge davon bewahren helfen, denn ihre Zerstörung steht in keinem Verhältnis zum möglichen Ertrag.

Ich habe es in früheren Beiträgen schon mehrfach ausgeführt, dass meiner Ansicht nach dezentrale Energiegewinnung durch kleine technische Anlagen - möglichst am Ort des Verbrauches – der richtige Weg ist und die großen Energiekonzerne in die öffentliche Hand überführt werden müssen, denn nur so lässt sich konzertierte Stromerzeugung durchführen, also mit Wind, wenn Wind weht, mit Sonne, wenn sie scheint. Die Grundversorgung muss aber auf nicht absehbare Zeit durch Biomasseanlagen, Kraftwärmekopplungund die Zuschaltung von Gas- und Kohlekraftwerken erfolgen. Dieses Zusammenwirken nach Notwendigkeit kann niemals unter den Bedingungen des Marktes gelingen, denn jeder Kraftwerksbetreiber will möglichst viel Strom möglichst rund um die Uhr und ganzjährig erzeugen. Da Strom aber heute als Ware europaweit gehandelt wird - was nebenher zu irrwitzigen Leitungsverlusten führt - und immer weniger steuerbar wird, haben wir auch hier dieselben Probleme wie in vielen anderen Branchen auch: Anarchie, völliges Chaos! So werden große Windstrommengen bei einem Überangebot zu bestimmten Zeiten quasi "abgefackelt" oder ins Ausland verschenkt um Überspannungen zu vermeiden.

Es wäre im Übrigen auch völlig verfehlt, würde jemand meinen, man könne die Atomkraftwerke abschalten und genauso verschwenderisch weiterwursteln wie bisher. Der Umstand, dass man in Deutschland industrielle Stromverschwendung mit Billigstrom auf Kosten der Kleinverbraucher ermuntert, zeigt wie verquer heute geplant wird. Aber das wäre ein neues Thema.

Ein Wort zu den langen Ausführungen vom Zwiesler Bürgermeister Franz Xaver Steininger: Wir sind uns einig darin unsere Berge nicht durch Windparks zerstören zu lassen. Wenn ich seine Ausführungen zur Atomkraft lese, wird mir aber regelrecht schlecht. Zitat: Atomkraft sei die sicherste Stromerzeugungsart und „...Windenergie ist 2 Mal, Photovoltaik 5 Mal, Wasserkraft 16 Mal, Erdgas 44 Mal, Erdöl 400 Mal und Kohle 1900 Mal so tödlich wie Kernenergie).“

Wer solche abwegigen Thesen verbreitet, auch wenn er sie nur von Atomlobbyisten abschreibt, der hat wohl noch nie bedacht, dass ein einziger durchgeknaller Reaktor unsere Heimat für ewige Zeiten unbewohnbar machen würde. Belgien mußte gerade drei seiner Reaktoren auf Dauer wegen unsicherer Schweißnähte vom Netz nehmen und es soll europaweit noch zig ähnlich fehlkonstruierte Meiler geben.

 

4.9.14 Die alte Russenhetze

Leserbrief an PNP zu den Kommentaren und Berichten über die Ukrainekrise und Russland . (Der LB wurde am 5.9.14 unter der Überschrift "Ressentiments" abgedruckt, leider arg verstümmelt, was ich vom Leserforum  der PNP nach hunderten von Leserbriefen so noch nie erfahren habe. Nun bin ich sicher, dass wir heute unter Kriegsrecht schreiben und die Zensur allgegenwärtig ist. Immerhin, der Kommentar wurde wenigstens als Torso gedruckt, was ich anerkennen will. Ich markiere die Auslassungen rot. Da ich selber mittlerweile schon die "Schere im Kopf" habe, schicke ich meine Kommentare seltener an Zeitungen und veröffentliche sie weiter ungekürzt auf dieser Homepage).

Ich finde es beängstigend, wie schnell hierzulande wieder die Anti-Russland- Ressentiments abgerufen werden können! Über der Einseitigkeit einiger Kommentare der letzten Tage kann man nur den Kopf schütteln. Dazu unser Bundespräsident Gauck, der offenbar mit einer tiefsitzenden Russland-Phobie zu kämpfen hat und mit seinen Reden Öl ins Feuer gießt und unserem Land damit nicht nur wirtschaftlich schadet. Dabei sieht doch jeder, dass die Oligarchen-Regierung der Ukraine ihr eigene Bevölkerung bombardiert. Schließlich greift nicht der russische Teil der Bevölkerung den westlich orientierten Teil an, sondern es ist genau umgekehrt! Warum wird nicht mehr nachgefragt, wer denn nun tatsächlich am Maidan gemordet und in Odessa das Gewerkschaftshaus angezündet hat? Oder wo der Untersuchungsbericht über den Abschuß von MH17 bleibt? Kein Wort davon, aber, Zitat Gauck: "Der Westen stelle sich jenen entgegen, die internationales Recht brechen, fremdes Territorium annektieren und Abspaltung in fremden Ländern militärisch unterstützen". Und was hat der Westen mit Jugoslawien gemacht? Und was macht er heute in Nahost? Die gegenwärtige Waffenhilfe an die Kurden wird am Ende zu einem kurdischen Staat führen, denn die willkürlich gezogenen Grenzen auf dieser Welt lassen sich auf die Dauer nicht halten.

Wir sollten uns an die Rede von Putin im Deutschen Bundestag im September 2001 erinnern, als dieser uns seine Hand  entgegenstreckte, trotz der 27 Millionen toten Landsleute durch Hitlers Politik der verbrannten Erde. Und wie die Union die ausgestreckte Hand beiseite schob und vasallentreu erklärte: "In der NATO ist kein Platz für Russland."

 

3.5.14 Immer die alte Russenhetze!

Kommentar auf freigeisst.de

Schon ein wenig beängstigend, wie schnell hierzulande wieder die Anti-Russland- Ressentiments abgerufen werden können! Wer etwa in den letzten Tagen die Leitkommentare der beiden PNP Redakteure Rasmus Buchsteiner und Karl Birkenseer las, der konnte nur den Kopf schütteln über soviel Einseitigkeit, Geschichtslosigkeit und Anti-Putinismus. Dazu unser unsäglich peinlicher Bundespräsident Gauck, der offenbar mit einer tiefsitzenden Russland-Phobie zu kämpfen hat und sein Amt für politische Agitation im Dienste Amerikas mißbraucht. Dabei wäre es die Aufgabe der Presse und der deutschen Politik auf den Tisch zu klopfen und nachzufragen, wer denn nun tatsächlich am Maidan geschossen hat, in Odessa das Gewerkschaftshaus angezündet hat, wer MH17 abgeschossen hat und warum die Regierung der Ukraine ihr eigenes Volk bombardiert und aushungert. Schließlich greift nicht der russische Teil der Bevölkerung den westlich orientierten Teil an, sondern es ist genau umgekehrt! Im Übrigen sollte man sich einmal vorstellen, alles wäre anders herum: Russland hätte nach dem kalten Krieg die amerikanischen Südstaaten aus ihrem Verbund gebrochen, würde seit Jahren mit einem Raketenabwehtsystem vor Amerikas Haustür herumfuchteln und behaupten, man richte es ja nur gegen irgendwelche üblen Staaten in Europa... Wer könnte dies glauben? Richtig, niemand. Obwohl zu meinen Lebzeiten noch jeder amerikanische Krieg mit einer Lügengeschichte begann, mutet man uns immer neue zu und wie einfältige Kinder gehen wir ihnen immer wieder auf den Leim..

Darf ich daran erinnern, an die historische Rede von Putin im Deutschen Bundestag im Septmber 2001, wie er seine Hand zu uns ausstreckte, trotz der 27 Millionen Toten durch das deutsche Massenmorden durch das 3. Reich? Und wie die Union die ausgestreckte Hand beiseite schob und vasallentreu erklärte: "In der NATO ist kein Platz für Russland."

 

2.9.14 Kommentar zum ersten "Holi-Festival" in Regen,

Antwort in PNP-Online auf ein Posting, das zu einer Tolerierung des "Mega-Events" mahnt, nachdem andere User sich über die Lautstärke beschwert hatten

Rasenmäher & Co zur Unzeit sind nervend, finde ich auch. Überlaute, hirnlose Maschinenmusik zur zwangsweisen Beschallung einer halben Stadt, sind aber schon eine ziemlich krasse Angelegenheit. Lärm ist beides und Lärm ist bekanntlich grausam und wer einmal eine Nacht auf dem Campingplatz neben einer Techno-Rave-Disco verbracht hat, weiß was Hölle ist.
Ich neige daher eher zur Auffasssung, dass dieser bunte „Mega-Event“ eine neue geschäftstüchtige Rücksichtslosigkeit ist, darauf bauend, dass "Ringelpietz mit Anfassen" immer gut ankommt.
Zu den Wurzeln des Farbspektakls: In Indien gab es/gibt es ein
menschenverachtendes Kastensystem, für das die Gleichmacherei mit dem Farbpulver offenbar einmal im Jahr ein Ventil öffnet. Sollten wir heute etwa auch in einer Klassengesellschaft leben, die ein solches Ventil braucht?
Übrigens, 1967 waren „The Lords“ in Regen und der Lokalredakteur befürchtete den Untergang des Abendlandes. Wir, die „Soundboys“, waren als Vorband dabei und haben über die Kritik herzlich gelacht. Gut möglich, dass heute andere über mich lachen...

 

25.8.14 "Windpark Wagensonnriegel"

Kommentar im Diskussionsforum PNP-Online

Mittlerweile haben wir 2006 auch den Peak Oil überschritten und Tschernobyl und Fukushima haben sogar der Union klar gemacht, dass die Atomtechnologie nicht beherrschbar ist, alleine der Zwiesler Bürgermeister hat das offenbar noch nicht verstanden. Bei der Ablehnung des Windparks auf unseren Bergen hat er aber recht, ebenso der Deggendorfer Landrat Bernreiter, der die Silhouette des Vorwaldes davon freihalten will. Man darf nicht die eine Sache vielleicht gut machen und gleichzeitig unwiederbringliche Naturschönheiten zerstören. Hier wurden schon genug Sünden begangen, ich erspare uns eine Auflistung. Es geht nicht darum die Windenergie gegen die Atomkraft auszuspielen oder umgekehrt. Wir haben genug bereits zerstörte Flächen in Industriegebieten und an Straßen und Bahngleisen, die vorrangig herangezogen werden sollen, bei Photovoltaikflächen hat sich dieseForderung, die ich schon lange vertrete, mittlerweile auch weitgehend durchgesetzt. Persönlich meine ich, dass wir mehr die dezentrale Energieerzeugung für die Deckung des dezentralen Verbrauchs favorisieren sollen. (Aber in Zwiesel kriegen wir nicht einmal die Nutzung der Abwärme aus der Glashütte hin).

Die Lehre aus den Erkenntnissen des Club of Rome kann auch nicht sein, das Land mit Windparks zuzupflastern und die fossilen Stromerzeugungen 1: 1 zu ersetzen, zumal man die Stromverschwendung gleichzeitig durch subventionierte Strompreise für die Wirtschaft belohnt. Sollen wir unsere Landschaft opfern, damit wir den dritte Platz im Waffenexport halten können? Oder immer protzigere Luxusschlitten exportieren können?

Der Umweltbewegung ist deshalb zu raten differenziert zu agieren, damit sie nicht am Ende als nützliche Idioten für das große Kapital dastehen. Wie soll man noch glaubwürdig gegen überzogenen Straßenbau kämpfen können, wenn man Straßen für Schwertransporte von riesigen Rotoren auf unsere Berge baut?

 

23.8.14 Strom erzeugen, wo er gebraucht wird, Landschaftliche Filetstücke schützen!

Online Kommentar in BBZ zum Bericht über den geplanten Windpark am Wagensonnriegel

Es ist schon eine Tragik, dass ausgerechnet diejenigen, die üblicherweise Landschaft und Natur schützen, sich besonders für Windanlagen meinen einsetzen zu müssen, obwohl vielen dabei auch das Herz blutet. Aber sie meinen es tun zu müssen, weil sie den Atomausstieg
befürworten. Sie meinen - vielleicht zu Recht - es sei halt genau besehen nur eine Wahl zwischen Pest und Schnupfen... So kommt es zu dem Irrsinn, dass man die schönste Landschaft meint zerstören lassen zu müssen, weil man nur so glaubwürdig sein kann und sich nicht das St.Floriansprinzip vorhalten lassen möchte. Politiker müssen vielleicht so argumentieren, wir Normalbürger müssen das aber nicht. Wir dürfen sagen, dass es ein Verbrechen an der Landschaft wäre, die Berge vom Hochgreinet bis zum Wagensonnriegel zu verspargeln. Diese Landschaft ist zu einmalig schön, als dass man derartiges tun dürfte. Der Bayerische Wald hat auch so schon unter genug Nachteilen zu leiden, er muss nicht auch noch das opfern, was sein Kapital ist.
Wer sich den Windatlas von Bayern ansieht, der weiß, dass nur ein paar Stellen überhaupt zwischen Donau und Landesgrenze leidlichen Windertrag versprechen, aber es sind halt gerade landschaftliche Filetstücke. Ich bin kein Politiker und sage, baut die Riesenanlagen möglichst dort, wo der Strom verbraucht wird und nicht in wertvollen Bergwaldgebieten, die auf Dauer nur vom Tourismus leben können. Und an uns alle appelliere ich Strom zu sparen, nicht nur im Haushalt, sondern auch beim Warenkauf. Der meiste Strom wird für die Herstellung völlig überflüssiger Waren verbraucht, Die Atomkraftwerke in Ohu liegen nicht von ungefähr in der Nachbarschaft von BMW und von Rüstungsschmieden, die sich in Bayern besonders wohlfühlen.

 

20.8.14 Beendet die ideologische Auseinandersetzung um den Nationalpark!

Appell in freigeisst.de an beide Seiten

Im Nationalpark wurden gewiss Fehler gemacht, einer war der Hochmut von Naturschützern gegenüber den Einheimischen, aber auch von Politikern wie Edmund Stoiber, die von der Staatskanzlei aus per Federstrich entschieden. Doch auch auf der anderen Seite waren nicht nur Engel am Werk und was heute als der zentrale Punkt gilt, um den sich alles dreht, der Borkenkäfer, spielte in der Diskussion damals kaum eine Rolle, denn die Windbrüche und die Käferexplosion in den Monokulturen kamen erst später. Der Widerstand wurde anfangs getragen von leitenden Forstbeamten, die ihre beruflichen und waidmännischen Reviere nicht verlieren wollten, begreiflicherweise unterstützt wurden von Beschäftigten der Staatlichen Forsten und den Gewerben, die mit der Holzindustrie verbunden waren. Auch damals schon sprangen lokale SPD-Größen auf den Protestzug auf, um sich als „gestandene Waldler“ zu präsentieren und gewiss auch um die Kraft des Widerstandes für die eigene Popularität zu nutzen, hier handelt Landrat Adam heute nicht anders als damals Köppl und Feitz. In der Bevölkerung wurden Ängste geschürt, etwa der Bayerische Wald werde suksessive stillgelegt und die Waldler aus ihrer Heimat vertrieben und man dürfe keine Beeren und Pilze mehr sammeln und kein Brennholz mehr machen. In einem Leserbrief hieß es sogar, man dürfe sich nicht mit dem Park einem zukünftigen Uranabbau verderben. Die Argumente waren teilweise so unredlich, dass sich auch Personen für die Parkerweiterung stark machten, die dem Park ursprünglich eigentlich zurückhaltend gegenüber standen. Auch ich gehöre wohl in diese Gruppe, denn um ein leidenschaftlicher Urwaldfreund zu sein, bin ich zu sehr Gärtner und Landschaftspfleger, bei denen das Regulierende, Unterstützende und Gestaltende zur zweiten Natur gehört. Dennoch glaubte ich damals wie heute, dass es vernünftig sei wenigstens ein Prozent der Fläche unseres Landes der Natur zu reservieren. Ich sah die brutalen Rückewege am Falkenstein, die die wasserführenden Schichten des Berges anschnitten, was ich als große Gedankenlosigkeit und Heimatzerstörung empfand, zumal in einer Zeit, in der das Waldsterben durch sauren Regen breit diskutiert wurde. Was Leuten wie mir nicht bewußt war, waren die großflächigen Fichtenmonokulturen, die nach Windwürfen zu Käferbrutstätten werden konnten, denn von meinen Wanderungen kannte ich vor allem den laubreichen Mischwald. Doch dann kamen die großen Windbrüche und die massenhafte Entwicklung der Borkenkäfer und der Anblick kahler Berggipfel, der wohl jeden Einheimischen entsetzte. Und doch gab es diese auch außerhalb des Parks, was aber die Parkgegner nicht zur Kenntnis nehmen oder Verschwörungstheorien vom weitfliegenden Rindenkäfer aus dem NP anhängen. Man braucht sich nur die Tonsuren der Berge vom Arber ins Zellertal anschauen, aber auch um den Silberberg und Brandtner Riegel wurde großflächig abgeholzt. Der Unterschied dieser Flächen mit den Parkflächen bestand eigentlich nur darin, dass hier wieder aufgeforstet wurde und man es dort der Natur überließ. Gleichzeitig erschwerte man der Natur die Regeneration, weil man eingriff und die Baumleichen teilweise entfernte, doch gerade diese hätten die differenzierte Bodenstruktur geschaffen, die mit ihrem Verhau, den erhöhten und windgeschützten Standorten und der nach und nach zu Erde werdenden Baumleichen die neue Waldentwicklung begünstigt hätten.

Heute werden auf diesen Flächen Anpflanzungen gefordert, was ich persönlich auch machen würde, wenn ich auf eigener Fläche einen Wald schaffen möchte, wie ich in mir erträume. Aber für mich ist das kein Glaubenskrieg, ich bin sicher, dass sich auch so eine abwechslungsreiche Waldtruktur entwickeln wird, langsam aber, aus den genannten erschwerenden Gründen.

 

17.8.2014 Zum 11. September und zum Film "Die dritte Wahrheit"

Betrachtung in „freigeisst.de

 

Persönlich habe ich zum Thema ein Wechselbad an Einschätzungen durchgemacht, nachzulesen in meinen Kommentaren. Als regelmäßiger Beobachter der Weltlage befürchtete ich schon Monate vor dem 11.9. eine Sapotageaktion der Amerikaner, denn ihre Kriegsvorbereitungen und ihre Luftschläge im Irak waren wie die Teile eines Puzzles. Alleine der Auslöser für einen richtigen Krieg fehlte noch. Als dann aber das Verbrechen um das WTC geschah, war ich doch völlig betroffen und dachte nicht mehr an meine Ahnungen zuvor. Durch einen Zufall verfolgten wir live auf dem Bildschirm was geschah. Doch wir konnten den Ton und die Dialoge nicht mit dem selbst Gesehehen in Einklang bringen, es hieß, Flugzeuge seien in die Hochhaustürme gestürzt, doch wir hatten keine gesehen, nur die Explosionen konnten wir erkennen, was wir aber als optisches Problem unsererseits erklärten. Doch in den Wochen danach mehrten sich die Zweifel an der offiziellen Darstellung, nachzulesen etwa in meinem Kommentar zum 10. Jahrestag des Anschlags.

Ich habe seither alles an "Verschwörungstheorien" dazu gelesen und gesehen und bin mir seit langem sicher, dass es sich dabei um ein beispielloses skrupeloses Verbrechen handelte, bei denen die uns als Täter servierten Arabern, wenn überhaupt, nur Statistenrollen zukamen. Die übelste aller Verschwörungstheorien war die offizielle, die der amerikanischen Regierung und jeder der anderen Erklärungsversuche war näher an der Wahrheit.

Ich hoffte immer, dass Wikileaks oder Snowden uns irgendwann die nötigen Beweise liefern und damit das Lügengebäude zusammenstürzen würde und dem amerikanischen Volk die Augen aufgingen. Doch die erhofften Enthüllungen blieben bis heute aus, entweder weil es nichts zu enthüllen gab oder die Folgen für die Whisteblower zu existenziell und zu weitreichend wären. Würde etwa Snowden, in seinem russischen Asyl derartiges enthüllen, würde das dem Imperium moralisch die Beine brechen. Doch wie die Welt nun einmal gestrickt ist, würde dieser Riese ohne ethisches Fundament wohl Amok laufen (oder fallen, um beim Bild zu bleiben) und schlagartig in offenen Faschismus überwecheln, also in den krassesten Aggregatzustand von Kapitalismus und Imperialismus. Als erstes würde Snowdens "Offenbarung" wohl wie eine Kriegserklärung durch Russland gewertet werden und es würden uns neue, noch entsetzlichere False- Flag-Aktionen serviert und die Welt in einen Krieg gestürzt, in dessen Blutrausch niemand mehr nachfragen würde.

So bleiben wir bis heute auf Aufklärungsfilme angewiesen, von denen etwa die Entdeckung des Historikers Emile Ganser, dass der Zusammenbruch von WTC 7, (immerhin ein 170 Meter-Hochhaus, das völlig pulverisiert wurde, ohne von Flugzeugen getroffen worden zu sein) bei der BBC schon vor dem Zusammenbruch gemeldet wurde. Im offiziellen Untersuchungsbericht wurde das Gebäude mit keiner Silbe erwähnt.

Und nun also der Film des ehemaligen russischen Agenten und Nuklearspezialisten Dimitri Khaleszow, der mir die letzten Zweifel nahm, weil er die monatelang glühende Masse im "Ground Zero" erklärt und klar macht, dass dieses mit normalen Mitteln unzerstörbare Stahlgebäude nicht mit dünnwandigen Aluminium-Flugzeugen und Bränden pulverisiert werden konnte. Gleichzeitig wuchs aber auch die schreckliche Erkenntnis, dass viele Regierungen, gewiss aber die Atommächte das alles schon lange wissen und schweigen. Warum? Weil sie selber Dreck am Stecken haben und deshalb die Klappe halten, oder weil sie in die ganzen globalen Lügengespinste mit verwoben sind, mindestens aber wirtschaftlich. Oder sind die ganzen globalen Gegnerschaften nur weitere Inszenierungen, um die dummen Völker zu beschäftigen und zu disziplinieren?

 

16.8.14 Schluss mit der Brandstifterei und dem Abzocken Europas!

Betrachtung in „freigeisst.de

Wie lange will sich unsere Regierung täglich neue Lügen von der ukrainischen Regierung gefallen lassen? Ich sage nur MH 17 oder gerade eben die versuchten Brandstiftungen mit den Märchen von der Vernichtung eines russischen Militärkonvois. Hier geht es um Provokationen, ja um Sabotage, mit denen der Westen belogen und in einen Krieg getrieben werden soll. Und es ist vorherzusehen, dass es in der nächsten Zeit weitere Versuche geben wird und bei den Verbrechen und Propagandaaktionen immer dicker aufgetragen werden wird.

Wie lange will sich Europa gefallen lassen, dass es von Amerika und der Marionattenregierung in Kiew an der Nase herumgeführt wird und der heruntergewirtschaftete, teilweise faschistische Oloigarchenstaat vom Westen alimentiert und mit diesen "Alimenten" wird auch der gegenwärtige Bürgerkrieg mit dem Völkermord in der Ostukraine finanziert wird. Gestern hat das ukrainische Parlament sogar beschlossen, dass die Gasleitungen, in denen Erdgas aus Russland nach Westeuropa geleitet wird, zur Hälfte an private ausländische Investoren verkauft wird.

Wie weit muss der DAX noch in den Keller gehen, wie stark darf die europäische Wirtschaft noch geschädigt werden, wegen der amerikanischen Expansions- und Boykottpolitik, die Importboykotte von russischer Seite provozierte und alles in einen Wirtschaftskrieg abzugleiten droht? Begreifen die Regierenden nicht, dass Europa bei aller zweifelhaften Gesinnungsgleichheit auch Amerikas Hauptkonkurrent ist und Amerika weder an einer starken EU interessiert ist, noch an einem friedlichen Miteinander oder gar Zusammenwachsen mit Russland? Der Gipfel der Frechheit ist, dass nun auch die ukrainische Regierung Strafmaßnahmen gegen Russland diskutiert, die auch vorsehen, dass kein russisches Gas nach Europa mehr durchgeleitet wird, was Europa direkt Schaden zufügen würde, aber auch indirekt, weil Kiew gewaltige weitere Einkommensausfälle hätte, die ebenfalls wieder von der EU und dem IWF ausgeglichen werden müßten, nachdem diese mit ihren Hilfen bereits den ukrainischen Staatsbankrott verhindert haben. Wir wollen endlich die Wahrheit über die Schüsse auf dem Maidan, den Massenmord in Odessa, den Abschuss von MH 17 und auch über die offensichtliche Lüge über die Vernichtung des Militärkonvois!

 

15.8.2014 Warum?

Fragen in „freigeisst.de

Warum ist gegenwärtig über das Attentat auf den Flug MH 17 das große Schweigen ausgebrochen? Jetzt, wo ziemlich sicher zu sein scheint, dass bei den ersten Schuldzuweisungen des Westens etwas gewaltig stank und alles auf eine teuflische Inszenierung hindeutet, um die Europäer gegen Russland in einen neuen kalten (oder gar heissen?) Krieg zu hetzen, in jedem Fall in einen Wirtschaftskrieg, der den Europäern sehr schadet. Warum lässt auch die deutsche Regierung die falschen Anschuldigungen unwidersprochen? Warum fordert sie keine Maßnahmen gegen den Völkermord in der Ostukraine oder in Gaza?

 

14.8.14 Nur bedingt geeignet Verständnis füreinander zu wecken

Kommentar zu dem "Russischen Appell an die Deutschen, veröffentlicht in www.politikparadox.de

Aus dem Kommentar spricht große Verbitterung, die leicht in Hass umschlagen kann, das haben wir Deutschen nicht verdient.

Viele der historischen Hinweise sind richtig, doch es ist eine Lüge, dass hinter dem Überfall auf Russland das gesamte deutsche Volk stand, so wenig wie hinter dem Holocaust. Hitler hat in freien Wahlen nie mehr als 37,4 Prozent Zustimmung bekommen und auch von denen gehen viele Stimmen auf die schlechte Wirtschaftslage und auf Hoffnung auf Besserung zurück. Hitler wurde auch nie gewählt, sondern vom Weltkriegsdiktator von Hindenburg ins Amt gehoben. Mit seinem Ermächtigungsgesetz kam dann die faschistische Diktatur und wer sich dagegen muckte kam ins KZ.

Betrachten wir die Gegenwart, so leben wir zwar in Wohlstand und in einer repräsentativen Demokratie, doch das Volk hat nichts zu sagen und auch die Gewählten sind faktisch nicht viel mehr als Marionetten der Wirtschaft und aussenpolitische Entscheidungen werden noch immer von den USA getroffen, und das gilt faktisch für ganz Westeuropa. Und trotz aller scheinbaren Informiertheit wird die öffentliche Meinung - was die Aussenpolitik angeht - durch wenige Nachrichtenagenturen gesteuert, die großen Medien sind gleichgerichtet und kritische Stimmen kommen nur in medialen Nischen zu Wort, aber noch werden vereinzelt amerikakritische Leserbriefe gedruckt, immerhin.

Von den Menschen die ich persönlich kenne, will niemand Krieg mit Russland, auch wenn es nicht die reine Sympathie ist, die uns verbindet, denn Putins Machtpolitik ist nicht das, was viele von uns sich wünschen. Doch wir sehen, dass es vielleicht auch anders gar nicht ginge, ein so großes Land zusammenzuhalten und wir sehen ja, dass unsere demokratischen Träume auch bei uns nicht umzusetzen sind. Und jeder, mit einem Funken historischem Verstand sieht, wie Russland von den USA und seiner NATO-Vasallentruppe immer mehr bedrängt wird und zweifellos jede seiner Schwächen ausgenützt würde. Viele haben verstanden, dass das anglo-amerikanische Expansionsstreben schuld ist an vielen Konflikten in der Welt, auch an dem, was sich in der Ukraine abspielt. Viele Deutsche haben in Putin heute mehr Vertrauen als in Obama, doch die Menschen haben nichts zu sagen, entscheiden tun andere. Wir müssen auch froh sein, dass Russland einem Edward Snowden Asyl gewährt, denn Deutschland kann das offenbar nicht, obwohl wir ihm wichtigste Erkenntnisse verdanken und er uns die Augen geöffnet hat.

Die Sprüche aber im "Appell an die Deutschen" über "Untermenschen" sind völlig daneben, das sind rassistische Sprüche und Rassismus gibt es vielleicht in keinem Land weniger als in Deutschland.

Fazit: Dieser Appell ist lesenswert, aber kein Friedensappell und nicht geeignet, wirklich Verständnis füreinander zu wecken.

 

6.8.14 Faustrecht

Online-Kommentar bei Telepolis

"Auge um Auge, Zahn um Zahn". So steht es doch wohl im Alten Testament. Warum mußten dann im vorletzten Gazakrieg 1300 Palästinenser getötet werden? Oder gerade eben fast Zweitausend und an die Zehntausend verwundet? Bei Mose heißt es ja nicht Tausende Augen für ein Auge, Tausende Zähne für einen Zahn? Und wo steht, dass 10 000 Gebäude zerstört und beschädigt werden müssen, für die Ermordung dreier israelischer Jugendlicher, deren Mörder nicht bekannt sind? Wir sehen also, ihre Religion gilt den Zionisten nichts, auch wenn sie sich hundertmal darauf berufen. Und nun soll die Weltgemeinschaft die Schäden in Gaza wieder reparieren? Und die Zerstörer und Mörder sollen abermals wieder davon kommen? Das spottet jeder Gerechtigkeit und ist ein Freischein für Israel und die USA - von denen ja die meisten Granaten zur Verfügung gestellt wurden - noch am letzten Julitag Waffen für 750 Millionen Euro. Sie zerstören und morden - und ihre Rüstungsindustrie macht damit Gewinne, die Schäden sollen dann andere bezahlen. Dies ist so abgrundtief ungerecht, dass jedes weitere Wort darüber zuvel ist. Dass sich diejenigen, die den Massenmord in Auftrage gaben, vor keinem Gericht verantworten müssen, rundet die Barbarei ab. Das ist kein Recht sondern Faustrecht in seiner abstoßendsten Ausprägung! Wäre es anders, wäre den Verantwortlichen für den Völkermord in Vietnam, in Afghanistan und dem Irak und vielen weiteren Ländern von der Weltgemeinschaft vor einem internationalen Gerichtshof der Prozess gemacht worden. Aber die Täter blieben immer auf freiem Fuss und werden in Deutschland als Staatsgäste empfangen und geehrt. Aber solange es keine Strafverfolgung gibt und keine persönliche Haftung für Massenmord und Zerstörung, wird es immer so weitergehen.

Fussnote: Der Historiker Daniele Ganser auf die Frage, warum diese Täter nicht im Gefängnis sitzen: "Weil ihnen das Gefängnis gehört...!"

 

1.8.14 Wer sein Land liebt, zerstört es nicht, wer seine Landsleute liebt, bombardiert sie nicht

Betrachtung in „freigeisst.de

In der Parabel vom Kreidekreis lässt ein Richter ein Kind, von dem zwei Frauen behaupten, dass es das ihre ist, in einen mit Kreide auf dem Boden gemalten Kreis stellen und die Frauen an den Armen des Kindes ziehen. Die Frau, die das Kind auf ihre Seite ziehen kann, würde als Mutter anerkannt. Nach kurzem Ziehen lässt eine Frau das Kind los, damit es durch das Reissen an seinen Armen nicht zu Schaden kommt. So würde nur die echte Mutter handeln, sagte der Richter und sprach ihr das Kind zu. Was diese Geschichte mit dem Bürgerkrieg in der Ukraine zu tun hat? Können sie sich vorstellen, dass die Bundesrepublik die Städte eines Bundeslandes bombardieren würde, wenn es nicht mehr zur Gemeinschaft gehören will? Oder die EU sagen wir Österreich, weil es nicht mehr dazugehören will? Schwer vorstellbar, aber genau das geschieht heute in der Ukraine. Es wird klar, dass da Fanatiker am Werk sind oder Geld dahintersteckt und fremde Mächte die Brände legen und Stellvertreterkriege führen lassen. Das Land und seine Menschen sind ihnen egal.

 

30.7. 14 Zum Gazakrieg

kommentar auf freigeisst.de

Gefängnisinsassen graben Tunnel, wenn sie können. In Gaza, das ein großes Gefängnis mit fast 2 Millionen Menschen ist, ist das nicht anders. Über Tunnel versucht man in die Außenwelt zu kommen, versucht Waren darin zu transportieren, die oberirdisch nicht ins Land kommen können.

Israel sieht diese Tunnel als Bedrohung, denn es hat Gaza zu Land mit einer 6 Meter hohen Betonmauer und unüberwindlichen Grenzzäunen abgesperrt, auch über See ist die Absperrung total. Tunnel relativieren die hohe Mauer.Dazu versuchen sich Menschen, die alle paar Jahre bombardiert werden, verständlicherweise unter der Erde zu verstecken, auch das empört Israel, weil sich so die Einwohner ihren Luftschlägen unter Umständen entziehen können. Mit diesen Gründen lässt sich aber kein Krieg erklären, also erklärt die israelische Propaganda der Welt,dass über die Tunnel feindliche Kämpfer ins Land eindringen und ein „Blutbadanrichten“ könnten. Und unsere Medienerzählen uns nichts über die Schutz- und Auswegsfunktion der Tunnel,sondern beten einfach die israelische Propaganda nach. Der Gazakrieg würde erst beendet, wenn diese gefährlichen Tunnel alle zerstört sind, hören wir.

Mit dieser Begründung fällt auch die ganze Lügenpropaganda zusammen, die als Auslöser des Krieges verbreitet worden war. Wir erinnern uns,da waren drei getötete israelische Jugendliche, zu deren Ermordung sich bis heute niemand bekannt hat. Dann gab es einen ermordeten Palästinenserjungen,der von jüdischen Fanatikern lebendig verbrannt wurde. Doch darüber spricht heute niemand mehr, es geht nur noch um die Tunnel. Es war auch kein Zufall, dass als vorbereitender Schritt Teile der Westbank vom israelischen Militär mit häuslichen Razzien und willkürlichen Verhaftungen terrorisiert wurden, denn vor dem Gazakrieg wollte man erst mögliche versteckte Waffen und oppositionelle Kräfte finden und ausschalten, um den Rücken freizuhaben. Während diesen Operationen gab es auch wieder Luftschläge gegen Hamasführer in Gaza. So hat man die Raketen, manche sagen "Feuerwerkskörper", weil sie im Vergleich zu Israels Präzisionsmissiles wie ein Spielzeug wirken, der Hamas gegen Israel provoziert, die man nun auszuschalten vorgibt und dabei ganze Stadtteile in Gaza in Schutt und Asche legt. Es liegt mir fern die Geschosse der Hamas zu bagatellisieren, sie sind eine Terrorwaffe und die Hamas sollte begreifen, dass sie damit nur die Welt gegen sich aufbringt und Israel den Vorwand zum Krieg liefert. Natürlich hat nicht nur Israel das Recht sich zu verteidigen, als eingesperrtes und unterdrücktes Volk, hat das auch die Bevölkerung von Gaza. Und doch sollten sie begreifen, dass man Israel mit zivilem Widerstand unendlich mehr schaden könnte, als mit so mickrigen Raketen, gegen die auch noch die große Feuerwerksschau mit dem "Iron Dome" veranstaltet wird, der - wie unlängst von einem Militärfachmann gesagt wurde - gegen diese kleinen und tieffliegenden Objekte überhaupt nichts ausrichten kann. (Ich weiß nicht, ob das so stimmt).

Ich weiß, dass alle betroffenen Palästinenser nun abwinken werden, denn man hat es auf friedliche Weise schon oft genug versucht und Israel hat es immer wieder geschafft mit immer neuen Schikanen und verdeckten Geheimdienstaktionen das für seine räuberische Politik nötige Chaos zu stiften. Im übrigen sei Israel ein Vasall Amerikas, das im ganzen Orient das macht, was Israel im Kleinen macht: Chaos und Zwietracht stiften, um seine krummen Geschäfte tätigen zu können. Überall, wo sich Amerika einmischt hinterlässt es Zerstörung und Chaos: Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien usf.

Schockierend fand ich dieser Tage, dass laut Umfragen 86 Prozent der Israelis hinter den Bombenangriffen  gegen Gaza stehen sollen. Als Erklärung lese ich aber von den gleichgeschalteten Medien Israels, die eine große Propagandaschau über die Hamas-Raketen  liefern und vom Leid aus Gaza dagegen nicht berichten. Schockierend deswegen, weil ich bislang glaubte,dass eine solche menschenverachtende Einstellung nur bei den religiös oder politisch verblendeten Israelis anzutreffen sei.

Es soll in Israel ein beliebtes Lied geben, das etwa sagt, dass die ganze Welt gegen sie sei, was ihnen aber nichts ausmache. Und es soll in der Nähe von Gaza Anhöhen geben, wo sich nachts nicht nur orthodoxe Juden versammeln und die Lufttreffer ihrer Armee wie ein Feuerwerk bejubeln. Und in Deutschland geben währenddessen Grüne, Linke und Pfarrer Erklärungen ab, wo sie in unerhörter Pauschalität israelkritische Menschen mit Antisemiten in einen Topf werfen und verurteilen. Wer, so frage ich mich, soll denn dann noch gegen Israels Verbrechen protestieren oder dagegen, dass wir zur gleichen Zeit von den USA in einen Krieg gegen Russland getrieben werden? Die gleichgültige Masse, die sich die Birne mit Fernsehen, Bierfesten oder Fußball zuknallt und nur an das neue Auto und den nächsten Urlaub denkt? Ich glaube, was gegenwärtig in Deutschland passiert, hat es so noch nie gegeben, so wenig Widerstand, so wenig Gegenrede, soviel Opportunismus! Bei den Grünen ist man das ja seit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien schon gewohnt, aber auch die Linken fressen Kreide und machen in Bürgerlichkeit um vielleicht einmal bei der SPD als Koalitionspartner mittun zu dürfen.  

 

 

27.7.14 Unerträglich

Leserbrief an PNP zum Bericht vom 26.7.14 „Parolen gegen Juden sind unerträglich“

Pauschale Hetze gegen Religionsgruppen ist unerträglich, da gebe ich Oppermann recht. Unerträglich ist aber auch, wenn Juden erfahrenes Unrecht in der Vergangenheit als Totschlagargument gegen eigene Verbrechen in der Gegenwart benutzen und was in Gaza passiert ist ein Verbrechen.

Israel versteht sich als Judenstaat, doch das Judentum ist eine Religion und keine Nationalität. Ein „Judenstaat“ wäre ein „Gottesstaat“ wie heute im Iran oder das, was die Isis-Rebellen wollen. Doch Religionsstaaten sind immer Diktaturen und grenzen die Andersgläubigen aus. Bewohner Israels haben in den Pässen nicht von ungefähr auch kein „Israeli“ stehen, sondern ein „Jude“, „Araber“ oder „Druse“.

Albert Einstein, der bekanntlich auch Jude war, warnte schon 1928 seinen Freund Chaim Weizmann, den Hauptvertreter des Zionismus, vor den Gefahren eines jüdischen Nationalismus. Ohne Rücksichtnahme auf die Lebensinteressen der Araber, so Einstein, würde die zionistische Sache zerbrechen. Er fürchtete den "blödsinnigen Nationalismus und Rassenfimmel“, den man den anderen nachmacht, "nach einer beispiellosen Schule des Leidens".
Die Lehre aus dem Holocaust darf nicht sein, wie viele gutmeinende Deutsche meinen, dass Juden unter Artenschutz gestellt werden müssen und man für alle ihre Verbrechen Verständnis aufbringen muss. Die Lehre muss sein, dass Terror und Rassismus in einer zivilisierten Welt nicht mehr geduldet werden, egal von wem sie ausgehen. 

 

24.7.14 Was gilt denn nun?

kommentar auf freigeisst.de

Erst wird Israel nicht müde der Welt zu erklären, wie groß die Bedrohung und die Schäden durch die Raketen aus Gaza sind und nennen sie als Kriegsgrund. Als dann aber Fluggesellschaften Israel nicht mehr anflogen, um ihre Passagiere keiner Bedrohung auszusetzen. erklärte der israelische Transportminister Israel Katz im Radio, wie sicher der Himmel über Israel sei. Was stimmt denn nun? Wenn man einen Kriegsgrund braucht sind die Raketen gefährlich, wenn dann aber die Tourismusbranche Einbussen hat, dann ist alles nicht so schlimm? Da fallen mir Berichte der letzten Tage ein, in denen Fachleute behaupteten, dass der "Iron Dome", das israelische Raketenabwehrsystem im Falle der niedrig fliegenden Kleinraketen der Hamas überhaupt nicht funktioniere und nur eine Propagandashow am Himmel sei. Als Laie weiß ich natürlich nicht, ob das stimmt. Wenn ein Regierungsmitglied Israels aber Gefährdungen des Luftverkehrs ausschließt, dann könnten die Berichte schon zutreffen. Der deutsche Grüne Beck hat sich übrigens auch sehr darüber aufgeregt, dass die Israelflüge ausgesetzt wurden. Entweder redet er völlig verantwortungslos oder er weiß, dass die palästinensischen Raketen keine Gefahr darstellen.

 

 

20.7.14 Von kleinen und großen Überschriften

Wie verdrängt man unerwünschte Meldungen aus den Köpfen der Menschen? Richtig, in dem man die unerwünschten Überschriften verkleinert und mit erwünschten neuer spektakulärer Themen ersetzt, zur Not muss man sie sich halt selber ausdenken oder gar inszenieren. Dieses Belügen der Völker ist seit jeher eine der wesentlichsten Aufgaben aller Geheimdienste, um die eigene Bevölkerung für irgendeine Schweinerei zu motivieren, ihr Angst zu machen oder die Kraft innerer Unruhen nach außen auf einen "Feind" zu lenken. Außer in Friedenszeiten (die es heute global betrachtet nicht mehr gibt) wird also ständig gelogen, "dass sich die Balken biegen, dass einem die Augen tropfen".  Dieses Ersetzen und Verkleinern von mißliebigen Überschriften kann man jeden Tag erleben, morgen werden wir wohl wieder ein Exempel davon bekommen. Eigentlich sollten - nach meiner Einschätzung - groß gemeldet werden "Flieger verschwinden vom Radar", denn gestern wurde nämlich bekannt, dass die Nato im Juni an mindestens zwei Tagen die zivile Luftfahrt durch Militärübungen gefährdet hat, die zivilen Flugzeuge waren auf den Schirmen der Fluglotsen nicht mehr zu sehen. Diese Meldung besitzt große Sprengkraft, nicht nur weil das Vertrauen in die Flugsicherheit so große wirtschaftliche Bedeutung hat. Dem Bürger könnten auch leicht Assoziationen zu den beiden verschwundenen bzw, abgeschossenen Passagierflugzeugen kommen, denn nun ist belegt, dass die Militärs mit allen möglichen Schweinerein experimentieren.

Dann gehört in großen Lettern gemeldet "Israel bombardiert wieder Gaza, die Zahl der palästinensischen Toten steigt auf 2030".

Weitere wichtige Überschriften sollten sein: "Die deutsche Regierung liefert Waffen an die Kurden". Hier geht es schließlich um den offenen Bruch eigener Rüstungsbeschränkungen keine Waffen in Kriegsgebiete zu liefern.

Eine weitere Hauptüberschrift sollte sein: "Kriegsähnliche Szenen in USA, Polizei erschießt zweiten schwarzen Jugendlichen".

Dazu Meldungen über den Bürgerkrieg in der Ukraine, über die dortige humanitäre Katastrophe, wie eine halbfaschistische Regierung gegen das eigenes Volk Krieg führt und weder EU noch USA das Ganze stoppen, was sie könnten, denn Kiew hängt am finanziellen Tropf Zudem verlangt die Welt endlich Aufklärung über den Abschuss von MH17, über die Morde auf dem Maidan und in Odessa.

So viele Themen die unter den Nägel brennen, die nach ehrlicher Aufklärung schreien!

Beispielsweise das Hauptthema Irak, wo bekanntlich Chaos herrscht, das die Amerikaner und Briten mit ihrem Überfall 2003 zu verantworten haben, auch weil sie die Isis-Rebellen gegen Syrien aufgebaut und militärisch bewaffnet haben. Nun wollen diese ein Kalifat erkämpfen und massakrieren alle, die sich ihnen in den Weg stellen oder ihnen nicht genehm sind. Die USA fliegen wieder Bombenangriffe und an der Heimatfront muss dieser neuerliche Kriegseinsatz den kriegsmüden Menschen vermittelt werden. Das wird nun vielleicht durch ein Internetvideo wohl gelingen, das den Isis-Rebellen zugeschrieben wird, auf dem ein amerikanischer Reporter enthauptet wird. Dieses Verbrechen wird wohl alle anderen Schlagzeilen in den Hintergrund drängen, wen interessieren jetzt noch die Blutströme in Gaza oder der Ukraine oder sonstwo auf der Welt? Der ermordete Amerikaner hat zudem einen Namen und ist als Journalist für die Pressefreiheit gestorben, auch wenn es die auch in seiner Heimat kaum mehr gibt, weil die wenigen  Mainstream-Medien die Lügen der Regierung nacherzählen. Ich liege sicher nicht falsch in der Annahme, dass das Verbrechen an James Foley alle anderen Schlagzeilen klein machen wird. Doch ist die Geschichte überhaupt wahr? Wenn man fragt, wem sie nützt ist die Sache klar, den sunnitischen Rebellen im Irak vermutlich  am wenigsten. Der Mörder soll britischen Akzent gesprochen haben und Cameron habe deswegen gleich seinen Urlaub abgebrochen, was immer das auch bedeuten mag. Foley soll vor zwei Jahren in ein syrisches Gefängnis gesperrt worden sein, wie kommt er nun in die Hände der islamischen Fanatiker? Es mag alles so sein, wie es dargestellt wird, es kann aber wiedermal auch ganz anders sein, das "Timing" ist auf jeden Fall bemerkenswert.

Eines ist aber nun zu befürchten, nämlich dass nun auch die deutsche Regierung neben Waffen auch die Bundeswehr ins Kriegsgebiet schicken wird und sich alles zu einem Natobündnisfall auswächst.

 

20.07.14 Willkommen zum 40 000. Klick auf dieser Homepage!

kommentar auf freigeisst.de

 

Wer es wohl war, der am 20. Juli 2014 beim mir vorbeigeschaut hat? Jemand, der meine Meinung zu aktuellen Themen erfahren wollte oder ein Freund meiner Lieder und Malereien? Wenn es jemand war, der meine Aufklärungsversuche schon länger verfolgt, wird er wohl feststellen, dass mir etwas die Geduld abhanden gekommen ist und ich heute deutlicher formuliere als früher. Aber wenn man seit Jahrzehnten Entwicklungen bewusst verfolgt, etwa welche Verbrechen die Zionisten an den Palästinensern begehen und man immer wieder aufs Neue die gleichgeschaltete Lügenpropaganda unserer Medien dazu ertragen muss, die in geradezu Orwellscher Manier die Täter zu Opfern stilisieren, dann fehlt es mir mittlerweile völlig an der dafür nötigen Lethargie um das ertragen oder in künstlerischer Form kommentieren zu können. Man müsste gegenüber Wahrheit und Recht entweder völlig immun sein, senil oder innerlich völlig erkaltet, wenn man die Lügen der Mächtigen dieser Welt einfach so hinnehmen kann. Was gegenwärtig in der Ukraine geschieht erinnert sehr an den Chemiewaffenanschlag im letzten Sommer in Syrien, man hat es dem Gegner zugeschrieben und erst später haben sich die "Beweise" wieder in Luft aufgelöst, so wie in bekannten früheren Fällen. Hätte letzten Sommer nicht das britische Parlament die Gefolgschaft verweigert, hatten wir den großen Krieg schon längst. Und heute? Obamas Reden und Schuldzuweisungen in beiden Fällen sind beinah austauschbar. Und der amerikahörige ukrainische Schokoladenzar Boroschenko hat bereits die Mobilmachung verfügt, es ist wirklich Feuer auf dem Dach. Und wie die Lemminge plappern in den von uns finanzierten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten die Journalisten einander die gleichen Lügen und Greuelgeschichten nach. Ebenso beim Thema Gaza, was hier die Welt zulässt, ist eine Schande für uns alle.

Die US-Herrscher, geben sich heute immer weniger Mühe ihre globale Räuberpolitik moralisch zu verbrämen. Sie haben moralisch und ökonomisch abgewirtschaftet, alleine ihre Tötungskapazitäten lassen es nicht zu, dass der Rest der Welt sie ignorieren kann. Ich behaupte gar nicht, dass die anderen Machtzentren auf diesem Planeten besser seien und es vermutlich erst recht nicht wären, hätten sie die amerikanische Macht, aber um die sollen sich die human denkenden Menschen ihrer eigenen Hemisphären kümmern. Und wir Bürger dieser amerikanisch dominierten Welt des Westens, müssen hier um Mäßigung werben und deutlich widersprechen, denn unser in die Ecke gedrängter verletzter Titan, der zudem seine freundliche Maske verloren hat, ist brandgefährlich.

In dem ich die USA kritisiere, kehre ich vor der eigenen Haustür, kritisiere die Welt, die mich bestimmt und deren Lügen sich in den Köpfen unserer Generation – vergleichbar den Staubereichen von Dämmen – als ungeheurer Schlamm abgelagert hat. Jedes meiner kritischen Worte ist nur ein Kratzen an diesen Sedimenten, ich bin mir dessen wohl bewusst. Wie schwer mag dieses Erkennen erst für die Menschen in den Staaten sein, wo diese Ablagerungen noch in ungeheurem Maß mit Religion, materieller Not, alles beherrschendem Kommerz und Unwissenheit durchsetzt sind und ständige Gehirnwäsche alle Lebensbereiche durchdringt?

Doch vorerst genug mit diesem grundsätzlichen Einwurf, wieder zum bescheidenen Erfolgt dieser Seiten. Ich darf erinnern, wie 1997 erstmals in der Lokalpresse von meiner Homepage berichtet und das Bild von der "Flaschenpost im Ozean" gezeichnet wurde. Ein wenig stimmt dieses Bild gewiss immer noch, doch ich habe die demokratischen Möglichkeiten des Internets schon richtig erkannt, auch wenn die Besucher lange nur tröpfelten. Ich hoffe, dass sich auch zukünftig wieder nachdenkliche Leser per Email zu Wort melden und mir auseinanderlegen, wo ich vielleicht falsch liege oder wo ich gar nicht so unrecht hatte, was in meinem Archiv mit meinen Leserbriefen und Kommentaren aus 35 Jahren auch nachzulesen ist. Übrigens verteilen sich die 40 Tausend Klicks auf 17 Jahre, wobei in den letzten 4 Jahren so viele Leser dazugekommen sind wie in den ersten 14 Jahren zusammen. Und ich weiß es natürlich: die Zahl sagt wenig über die "Qualität" des Besuches aus, über seine Ausdauer, Ernsthaftigkeit oder ob er sich nur einmal so durchgeklickt hat, erschlagen von den vielen Buchstaben... Wie viele Klicks auf das Konto internationaler Schlapphüte gehen, weiß ich auch nicht, aber es werden wohl nicht wenige sein. Bei mir, da können sie sicher sein, gibt es nichts zu spionieren, denn was ich so denke, ist jedermann frei zugänglich. Nur so kann man diesen Burschen die Gewerbegrundlage entziehen und - als Erzieher gebe ich diese gewiss naive Hoffnung, ohne die ich auch keine Zeile schreiben würde, nie auf, vielleicht auch ein wenig Nachdenklichkeit zu erzeugen. Dass solches Umdenken erfolgen kann, hat Edward Snowden bewiesen.

 

 

19.7.14 Ins Unreine gesprochen

kommentar auf freigeisst.de

Wer hat die malaysische Passagiermaschine abgeschossen? Dieselben die am Maidan gemordet haben oder in Odessa? Jeder Krimiautor hätte die Antwort parat: Die, die etwas davon haben. Übrigens sind das auch wieder einmal dieselben, die am Schnellsten mit Schuldzuweisungen  zur Stelle waren, ein Posting aus Kreisen des ukrainischen Präsidenten scheint sogar zu einer Zeit erfolgt sein, da überhaupt noch niemand etwas wissen konnte.

Und wer kann von dem Abschuss einen Vorteil haben? Die Separatisten? Die müssten vollkommen den Verstand verloren haben, denn sie erleben jetzt ja, wie ihnen der Abschuss weltweit schadet. Für Putin gilt dasselbe. Warum sollte er einen solchen Terrorakt unterstützen, wenn ihm die Amis auch heute schon so zusetzen. Natürlich könnte es auf eine Fehlbedienung oder einen Irrtum zurückgehen. Diese Möglichkeit kann man auch für die ukrainische Seite nicht ausschließen. Aber von dieser Seite wurden schon so viele Kriegsverbrechen begangen und ihre Regierung versucht alles um die Lage zu verschärfen und die NATO mit in den Konflikt hineinzuziehen. Vor allem muss man die Frage stellen, warum Poroschenko den zivilen Luftverkehr über dem Kriegsgebiet nicht stoppte und auch erst vier Tage nach der Katastrophe einen Waffenstillstand um die Absturzstelle verkündete. Kiew hat während die Propagandaschlacht läuft seine Offensive verstärkt und den Bahnhof in Donezk zerstört, so dass der Kühlzug mit den Leichen nicht fahren kann.

Aber Obama und Hillary Clinton wussten schon vor Tagen, wer die Schuld trägt, letztere deutete auch sofort auf Putin, den sie ja unlängst mit Hitler verglichen hat. Beweise sind uns die Amis aber bislang schuldig geblieben. Wo sind ihre Spionageaufnahmen? Wer jeden Bürger auf diesem Planeten bespitzeln kann, sollte doch auch detaillierte Aufzeichnungen über Abschüsse und Explosionen in einem Kriegsgebiet haben. Doch zumindest vorerst wird davon nicht geliefert, so wenig wie von der verschwundenen Passagiermaschine der Malaysian Airlines, was völlig unglaubwürdig ist. Und warum schon wieder eine Boeing aus diesem Land? Ich weiß es nicht, aber irgendetwas stinkt da zum Himmel. Wir wissen jedenfalls, dass die ukrainische Regierung durch den CIA beraten wurde und dass amerikanische Söldnerfirmen in den Kämpfen mitwirken.

Anmerkung: Die Informationslage ist eine Katastrophe. Im Netz geistern die wirrsten Spekulationen, etwa dass man bei den Toten keine Blutspuren gefunden habe, weil die Leichen schon lange tot gewesen seien. Das wäre wirklich haarsträubend. Doch wenn der Absturz wirklich eine false-flag-operation sein sollte, dann würden solche skrupellosen Leute doch keine Leichen nehmen, weil ihnen Menschenleben ja sowieso nichts bedeuteten... Auf der anderen Seite der Fehlinformation stehen die etablierten Medien, die jede von den westlichen Geheimdiensten lancierte Lüge unkontrolliert wiedergeben.

Die Angst vor einem Krieg ist wieder da, zumal es in diesen Tagen geradezu revolutionäre Beschlüsse der Länder der BRICS gegeben hat (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) gegeben hat, was für die USA zu einer Art finanziellem Supergau werden könnte, was sie vermutlich mit allen Mitteln zu verhindern suchen werden, vielleicht auch mit Krieg. „Die Bank für Entwicklung der BRICS wird als eine Alternative zum IWF und der Weltbank geschaffen, die einen negativen Einfluss auf die Wirtschaft der Entwicklungsländer ausüben. Die Gründung einer Bank der BRICS widerspiegelt die Veränderungen im Kräfteverhältnis in der ökonomischen und politischen Weltarena, wo die USA und ihre Strukturen nicht mehr die Dominierenden sind. Sie ist ein Symbol für den wachsenden Einfluss der Schwellenländer in der globalen Finanzarchitektur." (Zitat: Center for Economics in Washington).

 

18.7.14 Nebelkerzen ohne Ende

kommentar auf freigeisst.de

Können Sie den Namen Edathy noch hören? Oder Beate Tzschäpe? Oder Mollath? Seit gefühlten zwei Jahren sind die Nachrichten voll mit diesen Namen, während gleichzeitig in Afghanistan, Syrien, Irak, Gaza, Libyen und in der Ukraine Krieg herrscht und die Nachrichten darüber an manchen Tagen beinah wie Fußnoten behandelt werden. Tatsächlich sind die inflationären Berichte über die drei Genannten aber von einer unglaublichen Oberflächlichkeit, und in epischer Breite werden Details ausgeführt, die offenbar nur Nachrichtenminuten füllen sollen und vom eigentlichen Thema ablenken.  Der Umstand dass der Leiter des NSU Untersuchungsausschusses Edathy just von jenem Geheimdienst diskreditiert wird, um dessen Verstrickungen in die NSU Morde es geht, ist mehr als haarsträubend. Aber mit was kann man den Leumund eines Menschen mehr zerstören als mit Kinderpornografie oder ähnlichem? Und alleine Letzteres füllt die Nachrichten, Themenverfehlung oder Absicht?

Und Tzschäpe? Statt zu berichten, wie diese Mördertruppe durch bezahlte V-Männer aufgebaut und ihre Verbrechen verschleiert wurden, immer nur Tzschäpe, die nichts sagt. Und Gustl Mollath? Darauf dass das verkommene deutsche Gutachterwesen und die faulen oder selbstherrlichen Gerichte auf die Anklagebank kommen, können wir wohl noch lange warten. Vielmehr wird Mollath abermals öffentlich seziert und so wohl nun endgültig fertiggemacht.

 

16.7.13 Das Morden geht weiter

kommentar auf freigeisst.de

Man fragt sich, welchen Sinn hatte Außenminister Steinmeiers Auftritt beim Massenmörder Netanjahu? Staffage in dessen Propagandashow, "Israel macht Waffenstillstand und die Hamas nicht"? Vielleicht hätte man die Hamas auch einmal darüber befragen sollen? Mittlerweile bomben die Israelis wieder und es gab erneut Tote. Gestern wurde auch der erste Israeli durch eine Rakete der Hamas getötet. Es ist einfach der reine Wahnsinn, was da geschieht. Anders, als man mir vielleicht unterstellen möchte, habe ich für die Hamas auch keinerlei Sympathie. Religiöse Fanatiker, egal welchen Couleur, sind mit gleichermaßen verleidet. Aber man kommt gegenwärtig einfach nicht um die Tatsache herum, dass da ein mehr als asymmetrischer Krieg seit Jahrzehnten stattfindet und Millionen Palästinenser von Israel eingesperrt und ihrer Menschenrechte beraubt werden und die Welt schaut zu und unterstützt, etwa wie Amerika oder Deutschland sogar noch die Unterdrücker und wird nicht müde sie in den Medien als Opfer hinzustellen. Aber nicht genug damit, Deutschland finanzierte mit dem Geld ihrer Steuerzahler 6 U-Boote für Israel, die mit Atomraketen bestückt werden können. Wieder einmal schäme ich mich, von so einer Regierung vertreten zu werden. Wer die Phantasie hat sich vorzustellen, wie es wäre, wenn es ihm selber so ginge, wie es den Menschen in Gaza ergeht, sollte das dringend einmal machen. Wenn sie sich diese so allein gelassenen dagegen wehren und um ihr Leben kämpfen, wie soll man das verurteilen können? Waren die Juden im Warschauer Ghetto etwa Terroristen, weil sie sich gegen die deutschen Faschisten wehrten? Nein, das waren sie nicht und der Vergleich hinkt auch nicht grundsätzlich, auch wenn es mancher einschränkender Fußnoten bedürfte. Und noch eins, man sollte endlich aufhören Räuberinteressen hinter religiöser Maske zu verbergen. Das gilt für Scientology grad so wie für Moslems, Christen, Hindus oder Juden.

 

10.7.14 Kein Stolz und kein Rückgrat

kommentar auf freigeisst.de

Wie die deutsche Regierung auf die US-Spitzel im Regierungsapparat reagieren, ist schon beschämend. „Dämlich“, nannte es Scheuble und ähnliche Verniedlichungen waren auch von anderen Ministern zu hören. Hallo? Ist das alles? Willi Brandt ist einmal zurückgetreten, weil er einen Spion in seiner Nähe hatte. Diese Regierung wird von den USA in einer Weise vorgeführt, wie es „unter Freunden“ nicht sein darf. Erst wird das ganze deutsche Volk abgehört, einschließlich der Kanzlerin, und erst als Letzteres bekannt wird, heißt es „das geht gar nicht!“ Und nun diese Agentenaffäre von der offenbar erst die Spitze des Eisberges bekannt ist! Und was passiert? Ein „Top-Spion“ soll zur Ausreise aufgefordert werden...

Als mindeste Sanktion gegen die USA gehören die Freihandelssgespräche abgebrochen, die deutschen Goldreserven zurückgeholt (falls sie überhaupt noch da sind) und die weltweiten Drohnenmorde von deutschem Boden aus sofort unterbunden. Aber wir wissen, es wird nichts von alldem geschehen, denn auf dieser Welt herrscht das Recht des Stärkeren und wir werden uns am Ende wieder glücklich schätzen, wenn uns "unser Pate" nicht mehr antut. Der BND aber wird sich fragen lassen müssen, für wenn  er eigentlich da ist. Ob er mit deutschen Steuergeldern bezahlt tatsächlich für eine ausländische Macht arbeitet oder was? 

 

9.7.14 Und die Welt schaut zu

kommentar auf freigeisst.de

 

Nun ist eingetreten, was ich in meinem Kommentar vom 14.6. (siehe unten) schon befürchtet hatte: offener Krieg der Besatzungsmacht Israels gegen die Palästinenser. Und in den deutschen öffentlich-rechtlichen Medien werden wieder - wie seit Jahrzehnten üblich - die von den Mördern gelieferten Adjektive, den mit Luftschlägen gezielt Ermordeten voran gestellt: "Extremisten",  "radikal", "fundamental" usw., was wir offenbar als eine Art Ersatz für vollstreckte Hinrichtungen ohne Gerichtsbeschluss zu akzeptieren gelernt haben. Eine Ahnung tut sich auf, zu welchem Zweck der israelische Nationalist Lieberman vor einer Woche bei Steinmeier war. Denn dass die Pläne für die  Bombardierung Gazas damals noch nicht fertig waren, wird wohl niemand annehmen. Es ist eine Schande für die ganze zivilisierte Welt, dass sie die täglichen Verbrechen der Israels beinah widerspruchslos hinnehmen. Etwa das unlängst 1500 erntereife Aprikosen- und Apfelbäume von Doud Nasser im Westjordanland durch das israelische Militär zerstört wurden. Oder dass Jahr für Jahr rund 700 palästinische Schüler aus Klassenzimmern, vom Schulweg oder nachts aus ihren Häusern von der Armee grundlos verhaftet werden und nur nach Zahlung hoher Kautionen wieder freigelassen werden. (Quelle:Straubinger Rundschau, 28.6.14)

Leider bekommen wir nur in seltenen Berichten eine Ahnung von den Erniedrigungen und der Not, die für die Palästinenser zum Alltag gehören.

 

 

7.7.14 Staatsterror als Kriegsvorbereitung?

kommentar auf freigeisst.de

 

In Rechtsstaaten werden Mörder durch die Polizei verfolgt, in Israel durch das Militär. Wer das Verbrechen an den drei israelischen Schülern begangen hat, ist nicht bekannt. Palästinenser könnten die Mörder sein, obwohl die sich in der Vergangenheit mit Anschlägen immer gebrüstet haben. Warum sollten die Hamas Kinder umbringen und unter einem Steinhaufen quasi im Vorgarten verstecken? Den fanatischen Siedlern wäre der Mord auch zuzutrauen, die für ihren Landraub und Siedlungsbau immer Chaos und Feindschaft brauchen. Aber es sind hundert Szenarien denkbar, vielleicht waren die drei auch Opfer eines kriminellen Verbrechens. Der nun bekannt gewordene Anruf eines der Opfer bei der Polizei und die arabischen Freudenrufe im Hintergrund lassen auch verschiedene Vermutungen aufkommen. Auch dass man die Leichen der Ermordeten erst gefunden hat, nachdem das Militär die palästinensischen Wohnungen durchsucht hatte, deutet auf eine Inszenierung oder Ausnutzung der Todesfälle für politische Zwecke. Damit wurden großflächige Razzien begründet, in deren Verlauf auch einige Palästinenser getötet wurden. Ein palästinensischer Jugendlicher wurde sogar lebendig verbrannt, offenbar von jüdischen Extremisten. Sein 15-jähriger Cousin wurde am Boden liegend von Sicherheitskräften verprügelt. Dieses israelische Vorgehen erinnert an frühere Vorgehensweisen. Bei aktueller Kriegsgefahr im Nahen Osten werden seit jeher das Westjordanland und Gaza militärisch eingeschüchtert um sich den Rücken freizuhalten und möglichen Widerstand im Voraus zu brechen. Zuletzt im Sommer 2013, als täglich mit einem Angriff durch Amis und Briten gegen Syrien zu rechnen war. Auch gegenwärtig scheint die Region vom Irak ausgehend wieder einmal zu explodieren. Was wirklich unter der Etikettierung „Isis“ geschieht, ist noch immer nicht klar, vor allem nicht, ob die Isis-Rebellen den imperialen Zündlern nur aus den Händen geglitten sind oder ob hier nur wieder ein Stellvertreterkrieg unter falscher Flagge gegen die Schiiten und damit auch den Iran und gegen Assad gestartet wurde. Doch die Erfahrung zeigt, dass Flächenbrände nie wirklich gesteuert werden können. Und die Brände wüten vom Hindukusch bis an den Atlantik.

Das Durchkämmen der Privatwohnungen einer ganzen Region durch das israelische Militär, Bombenschläge gegen Ziele in Gaza, massenhafte Inhaftierung von Palästinensern ohne Angabe von Gründen - das hat wieder einmal das Ausmaß offenen Staatsterrors angenommen, so etwas gibt es nur in Diktaturen.

Es scheint der israelischen Regierung egal zu sein, was die Welt über sie denkt und dass so die Verzweiflung und der Hass ihrer Nachbarn auf sie immer nur größer werden. In jedem Fall hat sich auch Israel wieder einmal von der zivilisierten Menschheit verabschiedet und sie erzeugen das, was sie zu bekämpfen vorgeben.

 

9.7.14 Stolz

kommentar auf freigeisst.de

 

Heute bin ich auch einmal stolz Deutscher zu sein, nicht weil unsere Fußballer 7:1 gegen Brasilien gewonnen haben, sondern weil sie das mit großer Fairness und ohne jede Überheblichkeit taten. Die Szenen nach dem Spiel - die Umarmungen und die Tröstung des Gegners war sehr beeindruckend und kann als Modell dafür gelten, wie wir Menschen international miteinander umgehen sollten. Noch bewundernswerter die anerkennenden Worte des brasilianischen Torhüters nach dem Spiel. Respekt!

Dass zur gleichen Zeit die israelischen Zionisten wieder einmal das palästinensiche Ghetto Gaza bombardieren, lässt den Abgrund der sich in diesen Stunden auftut noch tiefer erscheinen. Und das Ganze passiert, während die Welt auf den Fußball starrt. Wieder einmal wird eine sportliche Großveranstaltung dazu benutzt Krieg zu führen.

 

PS: Heute, am Tag danach, habe ich aus Berlin noch keine Verurteilung der Luftangriffe gehört, bei denen mittlerweile etwa 50 Palästinenser getötet wurden. (Stand 10.7.: 78 Tode und 500 verletzte Palästinenser, Null Opfer in Israel).

Alle Medien beginnen ihre Meldungen - dem altbekannten Ritus folgend - mit dem "Raketenbeschuss" aus Gaza, der noch zu keinem einzigen Opfer geführt hat. Dann erst werden Israels gezielte Luftschläge erwähnt. Und schon bin ich wieder nicht mehr stolz Deutscher zu sein.

 

 

21.6.14 Negative Auslese stoppen

Leserbrief zum Pfingst-Kommentar von B. Stuhlfellner im Straubinger Tagblatt„Wie das Volk, so seine Politiker"

Niemand erwartet von Politikern, dass sie Heilige sind. Aber ihre Verfehlungen so einfach damit zu entschuldigen, sie seien „Fleisch aus Volkes Fleisch“, kann sie nur darin bestärken ihre Schwächen zu kultivieren. Nicht nur südlich der Alpen werden gerne ausgewiesene Sünder in höchste Ämter gewählt, weil man sich von ihnen Verständnis für die eigenen Sünden erhofft und sie die Moral so hoch hängen, dass alle bequem darunter durchgehen können. Auch ich favorisiere Politiker mit Augenmaß. Doch Fische fangen vom Kopf her zu stinken an und in meinem Pädagogenleben habe ich gelernt, dass man ausschließlich über das eigene Beispiel erziehen kann. Darum haben bestimmte Berufsgruppen eine besondere Vorbildfunktion, neben Politikern etwa auch Angehörige der Justiz, Ärzte, Journalisten, Pädagogen. Wenn sie sich daran nicht halten wollen, sollen sie sich halt in anderen Gewerben betätigen.

Gewiss steckt in uns allen der alte Adam und wer sich etwa auf einem Hühnerhof umsieht der ahnt, wie tief unser Egoismus wurzelt. Doch es steckt auch die Fähigkeit zur Fürsorge in uns, wäre es anders hätte das hilfloseste aller Lebewesen, das soviele Jahre auf Zuwendung angewiesene Menschenkind, nicht überlebt. Und bei dieser Kompetenz müssen wir anknüpfen, denn das Böse lernt sich von alleíne, das Gute muss wie ein zartes Pflänzlein gehegt und gepflegt werden. Heute dagegen wird negative Auslese betrieben, von der Schule bis zum Beruf. Und so versammeln sich an den gesellschaftlichen Schaltstellen, überdurchschnittlich viele Blender, Frömmler und Egoisten, die nur ihre Karriere und eigene Wohlfahrt im Kopf haben. Doch sollen wir ihnen beim Tanz um die modernen goldenen Kälber auch noch applaudieren? Nein, nicht nur beim Fußball haben sich gelbe und rote Karten bewährt.

 

13.6.14 Kopf aus den Wolken

Kommentar in freigeisst.de

Wenn es noch eines Beweises bedurft hat, wie kurzsichtig und bar jeder Kenntnis der Völker amerikanische Politik ist, der bekommt ihn im Irak und in Syrien gegenwärtig geliefert. An den Früchten soll man den Baum erkennen, und die Früchte amerikanischer Politik sind Chaos und Gewalt. Ob Saddam Hussein, Al Qaida, nun die „Isis“.  Sie wurden für den Stellvertreterkrieg in Syrien aufgebaut und mit Waffen beliefert und nun überrennen sie eine irakische Stadt nach der anderen. Verantwortlich für den Flächenbrand auch die seit Jahren mit zündelndenTürken, Saudis und Israelis, wobei es mehr als zweifelhaft ist, ob sie daraus wirklich einen Gewinn ziehen können. Am Ende werden die nach dem 1. Weltkrieg willkürlich gezogenen Grenzen fallen und es wird ein Kurdistan geben, vielleicht ein "Sunnitistan" und ein "Schiitistan", vielleicht aber auch einen Kalifstaat vom Golf bis ans Mittelmeer.

Gerade hat man ja erlebt, was in Ägypten passiert ist, in Libyen, vielen afrikanischen Staaten und noch immer schürt man das Feuer in Osteuropa, in dem man den Umsturz der Oligarchen unterstützt. Wer immer den Interessen der amerikanischen Wirtschaft dienlich erscheint, wird gegen den jeweiligen Konkurrenten in Stellung gebracht, und seien es noch so zwielichtige Elemente. Die Folge ist Bürgerkrieg, Krieg, massenhafter Mord und Verstümmelung, Flüchtlingselend und immer neue Höllen auf Erden.

Die Medien können mittlerweile gar nicht mehr Schritt halten, mit der Umetikettierung und Dämonisierung von Feinden. Wie soll man da auch nicht durcheinanderkommen bei dem ständigen Wechsel - heute noch Freiheitskämpfer, morgen schon Ausgeburt des Bösen. Überall, wo sich Amerika einmischt, bleibt ein Scherbenhaufen und die Zauberlehrlinge vermehren sich geradezu inlationär, ja, sie vervielfachen sich wie die abgeschlagenen Köpfe der Hydra.

Was im aktuellen Fall erstaunt- die US-Geheimdienste, die jeden kritischen Furz auf der Welt ausspionieren wußten nichts von diesen„Isis-Kämpfern“? Schwer zu glauben, fast noch schwerer, wie das unbemerkte Verschwinden der malaysischen Passagiermaschine. Kein Wunder, dass da Verschwörungstheorien ins Kraut schießen. Typisch erscheint auch wieder Israels Reaktion, die schon wieder gegen die Palästinenser und den Gazastreifen mobil machen.  

 

5.6.14 Lasst die Donau endlich in Ruhe!

Leserbrief an PNP zum Bericht über Niedrigwasser auf der Donau

 

Man spürt seit einiger Zeit, dass interessierte Kreise den Donauausbau wieder hervorkramen, auch um sich an Seehofer zu reiben. Nun muss dafür das extreme Niedrigwasser herhalten. Doch Beeinträchtigungen der Schifffahrt gibt es auch durch Hochwasser, vereiste Staubereiche und Schleusenreparaturen. Ob gegenwärtig die 150 Millionen Kubikmeter Donauwasser, die für den Betrieb des Main-Donaukanals nach Franken gepumpt werden, den Wasserspiegel deutlich heben würden, weiß ich nicht, hier zeigt sich aber, auf welch tönernen Füssen das Projekt steht. Anlässlich der A3-Diskussion behauptete jüngst ein Leser: "...wobei über Schiffstransporte viele hunderttausende Fernlaster mit Massengütern eingespart werden könnten". Diese Propagandasprüche stecken also noch immer in den Köpfen. Bevor man aber solche Behauptungen wiederholt, sollte man den Schiffsverkehr vor Ort beobachten, denn auch bei optimalsten Wasserständen sind kaum Schiffe unterwegs, nicht selten müssen sie Stunden auf ein Schiff warten. Und viele davon fahren leer durch die Gegend. Die Domäne der Schiffe sind Schüttgüter. Die Laster auf der A 3 haben aber in aller Regel anderes geladen. Und für den Ausbau des Container-Fernverkehrs sind die Brücken zu niedrig.

 

4.6.14 Wertegemeinschaft?

Kommentar in freigeisst.de

„Die NATO ist nicht nur ein Militärbündnis, sondern auch eine Wertegemeinschaft!“ sagte Kanzlerin Merkel heute im Bundestag. Auch wenn wir alle Getöteten und "Kollaterialschäden“ , die durch amerikanische Zündelei in den Krisenherden dieser Welt seit Obamas Übernahme der Präsidentschaft geschehen sind einmal außer Acht lassen – die 3000 durch Amerikas Drohnen Ermordeten scheinen unumstritten zu sein. Wie kann die Kanzlerin da von Wertegemeinschaft sprechen, es sei denn sie billigt diese Tötungsaaufträge und sagt damit, dass dies auch ihre Werte sind. Sie sollte dann aber nicht in deutschem Namen sprechen, denn die deutsche Bevölkerung hat damit nichts zu tun. Falls Obama die Ermordung der Verdächtigen ohne Gerichtsverhandlung nicht angeordnet haben sollte und er nur eine Marionette sein sollte, dann gehört auch das beim internationalen Gerichtshof in Den Haag untersucht. Doch wie wir wissen, unterwirft sich Amerika diesem Gericht nicht, es stellt sich über alle Gesetze. Und die Europäer? Sie verhalten sich wie Spießgesellen und feiern Obama, wie gestern in Polen, und hören sich in der Normandie und beim G7-Gipfel seine salbungsvollen Reden an. Auch dass er sie alle hat bespitzeln lassen, spielt für sie keine offenbar keine Rolle.

 

28.5.14 Die Wahl-Verweigerer hatten recht

Kommentar in freigeisst.de

Vor dem Krieg wird jedes kleine Unrecht von den parteiischen Medien auf die Waagschale gelegt und zur Empörung und Beeinflussung der Leser aufbereitet. Hat der Krieg dann begonnen, ist die Büchse der Pandora geöffnet und im allgemeinen Morden und Zerstören wird das ursprüngliche Unrecht zur Bagatelle. So war es immer und so ist es auch heute in der Ukraine. Nicht einmal der Umstand wird diskutiert, dass der zum Staatspräsidenten gewählte Schokoladen-Oligarch schon Truppen in den Krieg schickt, obwohl er sein Amt noch gar nicht angetreten hat.

Doch wir brauchen zum Empören gar nicht in die Ukraine schauen, wir brauchen nur verfolgen, wie es bei uns zugeht. Hätte das vor der Europawahl jemand gesagt, dass die den Wählern angebotenen Barroso-Nachfolger Juncker und Schulz nun einfach beiseite geschoben werden, und die Vertreter der Nationalstaaten die Nachfolge selber auskarteln. So verliert die parlamentarische Demokratie ihre letzten Masken.

In Ostbayern sind bei den EU-Wahlen schon 75 Prozent ferngeblieben, ob aus Protest oder Lethargie nicht bekannt ist. Die neueste Entwicklung gibt diesen Verweigerern recht, die Wahlen waren nur eine Farce.

 

26.5.14 Gegen Nichtwählen hilft nur Direkte Demokratie

Leserbrief im Straubinger Tagblatt zur Europawahl

 

Ob sich auch dieses Mal wieder einer zu sagen getraut, die Wahlenthaltung von 60 bis zu 75 Prozent wäre Ausdruck von bayerischer Glückseligkeit? Gewiss ist auch die gegenteilige Behauptung, dass das Nichtwählen der reine Wahlboykott sei, nicht zu halten, denn dafür gibt es einfach zuviele Zeitgenossen, die mit sich selber vollauf beschäftigt sind. Und doch mag auch in diesem Fall das Nichtwählen Ausdruck von Ohnmacht sein, was ja von „ohne-Macht“ kommt und genau den Zustand des einzelnen EU-Bürgers beschreibt. Ich bin mir deshalb sicher, dass ein bedeutsamer Prozentsatz der Nichtwähler sehr wohl ihr Votum abgaben, nämlich gegen das undurchschaubare, pseudodemokratische Theater, wie es in Brüssel stattfindet. Dagegen gibt es nur ein Mittel, das der direkten Demokratie. Wichtige Sachfragen, wie etwa die Bankenrettung, das Freihandelsabkommen oder die Expansionspolitik nach Osten, was uns an den Rand eines Krieges gebracht hat, müssen den Bürgern der EU vorgelegt werden. Sollten dann wieder 60-75 Prozent der Wähler zu Hause bleiben, dann wäre guter Rat wirklich teuer.

 

Meine Online-Diskussionsbeiträge in PNP zur Rekord-Wahlenthaltung in Ostbayern

28.5.14 @Geiss Haejm

Das Thema hier ist doch, ob die Wahlenthaltung von 75 Prozent der Waldler ein Denkzettel für die Politik war oder Ausdruck von Lethargie. Die jüngste Entwicklung gibt den Verweigerern aber recht. Hätte vor der Europawahl jemand gesagt, dass die den Wählern angebotenen Barroso-Nachfolger Juncker und Schulz nun einfach beiseite geschoben werden, und die Vertreter der Nationalstaaten die Nachfolge selber auskarteln, dann hätten diese Scheinwahl noch mehr Wähler boykottiert.

 

29.5.14 @highwayfloh antwortete, dass er den Begriff „Scheinwahl“ für übertrieben finde und dass man Vertrauen in die Politik haben soll. Zitat: „Würden wir diese essentielle Grundlage der Demokratie in Frage stellen, hätten wir von jetzt auf Gleich die totale Anarchie ... und das kann es doch auch nicht sein, oder?“

29.5.14 @Geiss Haejm

Wenn man den Wählern suggeriert, man könne zwischen zwei Kandidaten wählen und diese dann am Ende keine Rolle spielen, dann finde ich für ein solches Prozedere keinen anderen Begriff als "Scheinwahl". Ich selber war übrigens kein Wahlverweigerer und ich habe die Besucher auf meiner Website auch aufgerufen wählen zu gehen, denn es gab ja durchaus Parteien, die gegen das geplante Freihandelsabkommen sind, die nicht als Kriegstreiber auftreten usw. Ich habe mir angewöhnt beim Wählen Prioritäten zu setzen und wähle so manchmal in meiner Not auch Parteien, die mir in anderen Bereichen widerstreben. Ich hoffe, dass dieses Rumgeiere einmal nicht mehr nötig sein wird und noch einmal eine richtige Demokratie eingeführt wird, in der die Bevölkerung über Sachthemen abstimmen darf.
Übrigens @highwayfloh, die "totale Anarchie", die wir politisch gewiss beide nicht wollen, haben wir schon, denn wie sollte man das, was in der globalen Wirtschaft und in den Börsen herrscht, sonst nennen?

 

20.5.14 Von den Plätzen in die Herzen

 Kommentar in freigeisst.de zum PNP Bericht vom 17.5.14 „Martin Schulz zieht den Zorn der CSU auf sich“

Wir haben christliche Wurzeln, sagen schwarze Blabla-Politiker. Wäre es so, dann wäre unsere Zivilisation eine christliche und kein Raubtierkapitalismus.

Zur Religion macht unser GG eine klare Ansage: Jeder kann nach seiner Fasson selig werden und darf Glauben oder Nichtglauben was er möchte. Religiöse Zurschaustellung war auch nicht im Sinne von Jesus, er hat die öffentliche Frömmelei schwer gerügt. Was er zu den kirchlichen Palästen sagen würde oder gar zu der wenig glücklichen Wahl eines Folterinstrumentes als christliches Symbol, kann wohl jeder selbst beantworten.

Wir sollten uns dagegen wehren, dass Religion noch immer von interessierten Kreisen wie eine Blümchentapete gebraucht wird, um ihre Gaunergesellschaft zu verzieren. Und das ist auch keine Besonderheit des Abendlandes. In immer mehr islamischen Republiken wird die Religion für staatenbildende, nationalistische Zwecke missbraucht. Und auch in Israel ist es nicht anders, wo die jüdische Religion die Grundlage eines jüdischen Staates sein soll. Aber Judentum ist Religion und keine Nationalität, darauf werden israelische Denker nicht müde hinzuweisen. Und nun ist zu befürchten, dass auch der Hinduismus in Indien ähnlich mißbraucht werden wird. Europa sollte, da muss ich Martin Schulz rechtgeben, mit gutem Beispiel vorangehen und der Religion ihren Platz zuweisen, von den Plätzen in die Herzen der Menschen.

 

13.5.14 Kommerzielles Theater

Anmerkungen zum Eurovision Song Contest von 2014 in „freigeisst.de“

 Als Schülerband haben wir einmal an einem Wettbewerb teilgenommen, Sieger wurde, wem am Lautesten geklatscht wurde. Es gewann natürlich die Band aus dem Veranstaltungsort. Damals verstand ich, dass man Kunst nicht messen kann und darf. Seither sind mir alle musikalischen Wettbewerbe suspekt, vom Gstanzlsingen bis zum Eurovision Song Contest. Das aufgeblasene Glitzertheater von letzterem hat mich seit Jugendtagen abgestossen. Diese Veranstaltung die vorgab Völkerverständigung fördern zu wollen, war der reine Kommerz und die nationalen Animositäten, die bei der Punktevergabe regelmäßig zum Vorschein kamen, zeigten, wie es um Europa wirklich stand. Dann die immergleichen Schlagerkomponisten, die ihr Produkt immer mehr in Glanzpapier, mit Bühnenshow, elektronischem Schnickschnack und den immergleichen musikalischen Phrasen verpackten und ihre Pfründe verteidigten! Als die Länderverteter auch noch begannen sich ihrer eigenen Sprache zu schämen und nur noch Englisch sangen, da wurde klar, dass dies eine Propagandaveranstaltiung der Globalisierung war und Ausdruck der Verachtung der Völker, ihrer Vielfalt und Eigenheiten.

Ob das den Teilnehmern bewußt war, glaube ich aber eher nicht. Sie hatten nur den kommerziellen Erfolg im Auge, und um den zu gewinnen, mußte man immer noch einen Showeffekt draufsetzen. Von der Tanzgruppe "Dshingis Khan" aus den Achtzigern bis zur Transvestitenshow in diesem Jahr - es ging immer nur um Auffallen und auf diese Weise Kohle zu machen.

Heute empören sich viele, weil ein bärtiger Jesusdarsteller im Glitzerkleid gewonnen hat. Die Ähnlichkeit mit tief verwurzelten religiösen Darstellungen ist unübersehbar, doch diese kommerzialisierte Plasphemie ist gegenwärtig nicht das Thema. Dagegen wird das Ganze zu einer moralischen Sache hochgespielt, zur Entscheidung über Toleranz, Modernität und veralteten moralischen Auffassungen. Es ginge um Toleranz gegenüber sexueller Abart, in der sich endlich wieder einmal die "modernen Westler" von den verknöcherten Osteuropäern und Muselmanen unterscheiden können. Im gegenwärtigen immerhin nicht ganz unwahrscheinlichen Vorstadium eines Krieges und der allgemeinen Russenhetze des Imperiums und seiner Statthalter, vielleicht kein Zufall. Doch wir sollten alles ein wenig tiefer hängen. Da hat eine herausgeputzte, freundlich verklärt schauende Ikone mit Bart und Prinzessinnenkleid eine rührende Show geliefert. Wenige fanden es lustig, andere wie die Verkündigung eines Evangeliums, wieder andere fanden es mitleidserregend und nicht wenige haben Sorge, dass wieder einmal das Abweichende als Vorbild für die Kinder dienen und die um sich greifende sexuelle Verwirrung zum Normalzustand werden könnte.

Doch vermutlich war alles nur Pop und Kommerz, der durch Auffallen die Geldbeutel öffnen soll. Ob ein Mensch dafür mißbraucht wurde oder ob Thomas Neuwirth, alias Conquita Wurst wirklich eine Botschaft vermitteln wollte, ich weiß es nicht. Ich habe mir im Nachhinein das Lied angehört, mit geschlossenen Augen übrigens, um vom Lied nicht durch visuelle Reize abgelenkt zu werden. Was soll ich sagen, ich kann nichts damit anfangen, aber nicht weil die/der Vortragende einen Bart hatte.

 

 

13.5.14 Kommentar in PNP-Online zu einem Leserbrief, der mehr Atomkraft forderte

 

 

6.5.14 Onlinekommentar auf eine Forderung nach weiteren Staustufen an der Donau

 

 

3.5.14 Beredtes Schweigen

Kommentar in freigeisst.de

Wo bleibt der Aufschrei des Westens über den Brandanschlag von ukrainischen Provokateuren in Odessa mit über vierzig Toten? Man stelle sich vor, die Sache wäre andersherum verbrochen worden! Zitat aus SPON:

"Die (ukrainische) Polizei sah tatenlos zu, als im südukrainischen Odessa ein Gewerkschaftshaus in Brand gesetzt wurde. Dutzende prorussische Aktivisten kamen ums Leben. Der Gouverneur lobt die Brandstifter: "Sie haben Terroristen neutralisiert."

Wo bleibt die Empörung des Westens, dass die ukrainische Marionettenregierung der Krim seit etwa drei Wochen das Wasser zur landwirtschaftlichen Bewässerung fast gänzlich verweigert und ungenützt ins Meer leitet?

Unter dem Deckmantel OSZE schickte Verteidigungsministerin von der Leyen "hochprofessionelle Experten aus der Bundeswehr" in das Spannungsgebiet Ostukraine um "herauszufinden, wie das militärische Potential in der Ukraine sei". (Zitate v.d.Leyen). und wenn diese Militärspione dann festgenommen werden, wird das in den Medien zum Propagandadrama aufgeblasen. Mit welchem Recht mischt sich die Bundeswehr in einem fremden Land ein? Frau von der Leyen sollte schnell zurücktreten, ebenso die Kanzlerin, die Politik in fremdem Auftrag macht.

 

3.5.14 Hebammenschutz statt Lobbyistengier

Leserbrief an Straubinger Tagblatt zum Artikel vom 1.5.14 „Kassen sollen Hebammen helfen“

Die Bedeutung von Hebammen braucht wohl nicht begründet werden, sie waren immer einer der überlebenswichtigsten Berufe jeder Gemeinschaft. Doch heute haben im reichen Deutschland schon ganze Regionen keine eigenen Geburtsabteilungen mehr, weil die neoliberale Gier den Lobbygruppen das Profitmachen mit allem und jedem erlaubt, den Hebammen wird durch irrwitzige Beitragserhöhunen von privaten Versicherungen die Luft abgeschnürrt. Unser Staat sichert zwar Milliardenexporte der Rüstungsindustrie in Krisenstaaten ab, aber für die seltenen Schäden der paar Tausend Hebammen im Land kann er kein Netz aufspannen? Schwer zu glauben. Aber das Problem hat ja noch andere Aspekte, denn natürliche Geburten bringen Kliniken und Ärzten zu wenig Ertrag. Kaiserschnittgeburten etwa können zum vielfachen Satz abgerechnet werden und sind zeitlich meist zu normalen Praxiszeiten planbar. Jede dritte Geburt ist heute deshalb schon eine operative Geburt und nur ein kleiner Teil davon ist medizinisch angezeigt. Und rede mir jetzt keiner vom ärztlichen Sachverstand und Ethos! Wir haben unsere Kinder zu einer Zeit bekommen, wo man weit fahren mußte, bis man eine Klinik fand, bei der ein Vater bei der Geburt dabei sein durfte, „Rooming- In“ erlaubt wurde und wo das Stillen der Babys nicht als artfremdes Begehren aufgefasst wurde. Auch dieser Wahnsinn wurde von den Fachärzten und anderen Mietmäulern in weißen Kitteln „wissenschaftlich“ begründet.

 

1.5.14 Ende der letzten Illusionen

Kommentar in freigeisst.de

„Wie werden nicht anfangen uns für die Arbeit unserer Geheimdienste zu entschuldigen, was sie machen ist richtig“, erklärte heute in den Tagesthemen ein Sprecher des Weißen Hauses, unmittelbar vor dem Besuch der Kanzlerin in den USA. Also ist das Auspähen der Deutschen und ihrer Regierung richtig, es scheint nicht das geringste Bedauern daruber zu geben. Gleichzeitig fordert Obama ein schärferes Vorgehen der Europäer (vor allem der Deutschen) gegen Russland. Man gewinnt den Eindruck, als wäre das die „Strafe“ des Pentagon für die deutsche Kritik an ihren Bespitzelungsaktionen, die Strafe, dass die Deutschen sich darüber aufregen. Deutlicher kann man das Verhältnis von Imperium und seinen Vasallen nicht ausdrücken. Nun ging die deutsche Regierung sowieso schon vielfach in untertänige Vorleistung, etwa darf der Whistleblower Snowden, so verkündete Berlin vor wenigen Tagen, nicht in Deutschland vor dem Untersuchungsausschuss aussagen, weil das zu "Belastungen und zu Verärgerung bei den amerikanischen Partnern führen würde". Ist da weitere Kommentierung nötig? Es sagt alles aus über unsere Souveränität. Wir sollten endlich aufhören, die alten Märchen von Partnerschaft und von Obama, dem Friedfertigen, zu erzählen. Dass die großen Meinungsmacher im Land sich darin nicht halten werden, ist klar.

 

29.4.14 Leserbriefe sind unverzichtbares demokratisches Instrument

Leserbrief in BBZ zur Auseinandersetzung um Dr. Bullik und Stadtrat Karl Stangl im Bayerwaldboten Zwiesel  - rot markierter Text wurde gestrichen -

In einer großen bayerischen Zeitung fand ich unlängst ein Loblied auf Leserbriefe, es hieß, sie seien ein Gewinn für Leser und Verlag und „die Würze für das Gericht“. Alleine weil sie nicht honoriert würden, seien sie „hundertprozentiges Produkt ehrlicher Meinung“. Nun ist das gewiss keine Gewähr vor irrigen Schlüssen und macht Leserbriefschreiber auch zu keinen Engeln, aber Leserbriefe sind unbestreitbar ein nicht unwichtiger Teil der Pressefreiheit und somit der Demokratie. Bei uns im Woid wird diese Wertschätzung immer öfter von dünnhäutigen und an Lobhudelei gewöhnten Politikern nicht geteilt. Statt sich zu freuen, dass Bürger mitdenken und sich den Mund aufzumachen getrauen, werden sie verächtlich gemacht, wie gerade wieder einmal Dr. Bullik von Stadtrat Karl Stangl. Gewiss ist den Lesern der Internetpranger gegen mich noch in Erinnerung, damals ging der Schuß aber glücklicherweise nach hinten los. Leider haben Politiker auch noch andere Möglichkeiten einem das Leben schwer zu machen. Der schlimmste Effekt dieser „Exempel“ ist aber die allgemeine Einschüchterung. Wer getraut sich noch öffentlich Solidarität zu üben oder gar anzuklagen? Und das ist für eine Demokratie fatal, aber wohl auch Zweck der Übung. Man macht ein paar bekannte Schreiber fertig und der Rest ist Schweigen.  

 

28.4.14 Gäbe es bei uns direkte Demokratie

Kommentar in freigeisst.de

Gäbe es bei uns direkte Demokratie, so wie etwa in der Schweiz, dann könnte die Kanzlerin Herrn Obama sagen: „Tut mir leid, aber unsere Bevölkerung will keinen Krieg, sie hat darüber abgestimmt und mit Zweidrittelmehrheit entschieden. Die Leute wollen weder Kanonenbootpolitik irgendwo in der Welt, noch Russland in den Würgegriff nehmen. Die Ukraine sollte ein neutraler Staat werden und eine Brücke zu Russland. Als Kanzlerin muss ich mich daran halten, denn was ich ich für Politik mache, bestimmt der Souverän, also das Volk, und nicht eine fremde Macht, die mit ihrer Ukrainepolitik zwei Konkurrenten ausschalten will, Russland und Westeuropa.

Gäbe es bei uns direkte Demokratie, dann könnte die Kanzlerin Herrn Obama sagen: "Tut mir leid, aber unser Grundgesetz erlaubt es nicht, dass eine fremde Macht von Deutschland aus in aller Welt Menschen mit Drohnen ermordet. Die Bürger haben darüber abgestimmt und es gab wieder eine Zweidrittelmehrheit.

Gäbe es bei uns direkte Demokratie, dann könnte die Kanzlerin Herrn Obama sagen, tut mir leid, aber wir wollen unsere Mitgliedschaft in der NATO kündigen. Wir wurden 1999 mit falschen Informationen in den völkerrechtswidrigen Balkankrieg getrieben, 2001 wurde der Verteidigungsfall provoziert und damit auch der Afghanistankrieg. Und heute zündeln NATO- Partner in Syrien und wieder sind wir nur eine Haaresbreite von einem Bündnisfall entfernt. Selbiges gilt für die Ukraine. Unsere Bürger haben es auch satt, dass die NATO immer einen netten europäischen Politiker als Verpackung als NATO-Repräsentanten hat, der Pakt aber immer von amerikanischen Militärs geführt wird. Die Deutschen wollen nicht länger bei dieser fremdgesteuerten Fremdenlegion mitmachen.

Gäbe es bei uns direkte Demokratie, dann könnte die Kanzlerin zu Herrn Obama sagen, sorry, aber meine Bevölkerung hat darüber abgestimmt und sie will keine Freihandelszone mit den USA, denn wir wollen unsere sozialen, kulturellen und bäuerlichen Eigenheiten erhalten, denn sie sind einmal mühsam erkämpft worden.

Gäbe es bei uns direkte Demokratie, dann könnte die Kanzlerin zu Herrn Obama sagen, unsere Bevölkerung will die Banken und ihre krummen Geschäfte reglementieren, die Zockerei abschaffen und keine Gaunerbanken mehr retten.

Gäbe es bei uns direkte Demokratie, dann könnte die Kanzlerin Herrn Obama sagen, unser Volk hat darüber abgestimmt, es will keine Kriegswaffen mehr in Krisenländer liefern und erst recht dafür keine Bürgschaften übernehmen. (usf.)

Dir ist wohl nun klar geworden, warum es bei uns keine Volksabstimmungen zu elementaren Fragen gibt. Amerika lässt diese einfach nicht zu und unsere Regierung gehorcht, so wie sie es schon immer getan hat.

 

26.4.14 Aus den Nachrichten, aus dem Sinn

Kommentar in freigeisst.de

 

Was ist nun mit der vor 3 Wochen vom Radar verschwundenen Passagiermaschine der Malaysien-Air? Die Medien schweigen und so ist es wieder einmal, aus den Schlagzeilen, aus dem Sinn. Welche Medien bohren bei denen nach, die es wissen müssen? Es ist offensichtlich nicht gewünscht, also wieder einmal großes Schweigen. Dabei kann jeder Internet-User mit "flightradar" den Passagierverkehr über unseren Köpfen beobachten. Und die großen Luftraumbespitzler dieser Welt wissen nicht, wie und wann und wohin eine Passagiermaschine verschwunden ist? Sie, die dir vom Sateliten aus beim Binkeln im Freien zuschauen können? Von Insidern hört man unter vorgehaltener Hand, dass die Maschine mit hoher Wahrscheinlichkeit abgeschossen wurde. Von wem? Vielleicht von denen, die zu dem Vorfall am Lautesten schweigen? Wäre nicht das erste Mal. Doch warum schweigen auch die anderen Luftraumbespitzler?

 

24.4.14 Hilflos

Kommentar in freigeisst.de

 

Und alles im Namen Deutschlands! Und später werden uns Zyniker wieder vorhalten, ihr habt es ja gewusst und geschehen lassen! Doch was sollen wir tun, wenn unsere Regierung der Rüstungsindustrie über 6 Milliarden an Hermesbürgschaften für Waffenexporte in Krisenländer zur Verfügung stellt? Was sollen wir dagegen tun, es verstößt gegen das GG, doch niemand klagt dagegen (als Bürger hat man sowieso kein Klagerecht). Hier werden Milliarden Steuergelder zum Verschärfen internationaler Konflikte eingesetzt, Diktaturen und Kriegstreiber beliefert  und der Rüstungsindustrie jedes Risiko abgenommen. Oder die dreiste Bankenrettung, mit der zockenden Gaunern mit Steuergeld ihre Verluste gesichert werden! Oder die Militäreinsätze unter fremder Führung, die nach wie vor geltendes Recht beugen!

Und wenn Europa von den USA gegen seine vitalen Interessen in einen Krieg mit Russland getrieben wird, weil die NATO nach der Afghanistanpleite ihre Exisenz rechtfertigen muss und einen neuen Feind braucht, etwa weil Konzerne immer neue Geschäfte machen wollen, dann stockt uns empört der Atem, angesichts unserer Hilflosigkeit und einer von Zehntausenden bringt die Courage auf, einen Leserbrief dagegen zu schreiben, der dann von der offenbar unter Kriegsrecht stehenden, gleichgerichteten Presse nicht abdruckt wird.

 

23.4.14 Zukunft der Demokratie

 Leserbrief in PNP zum heutigen Bericht "Brandl: Bürgerentscheide: "Oft gewinnt die laute Minderheit"

 

Gemeindetagschef Uwe Brandl sollte bedenken, dass angesichts der letzten Wahlbeteiligung von oft unter 50 Prozent die Gemeinden praktisch immer von Minderheiten geführt werden. Selbst wenn seine Partei irgendwo 50 Prozent erreicht hat, wurde sie tatsächlich nur von einem Viertel der Bürger gewählt und nicht selten mit dem Gefühl das kleinere Übel oder die Katze im Sack gewählt zu haben. Wenn man dann noch bedenkt, wieviel die Räte tatsächlich entscheiden dürfen, bei all den Vorgaben aus München, Berlin, Brüssel und Washington, dann sollten sie sich eher für Bürgerentscheide stark machen, anstatt sie schlecht zu reden. Plebizite sind die Weiterentwicklung der gegenwärtigen Demokratie, die einmal aus der Rückschau wie eine „Kinderdemokratie“ erscheinen wird, mit ihrem Parteiengezänk, ihren Schaufensterreden, ihrem Lobbyismus und nicht selten auch mit ihrer Korruption. Gewiss sind die Ergebnisse von Bürgerentscheiden vielleicht auch nicht immer der Weisheit letzter Schluss, aber bei Sachthemen entscheiden die Menschen erfahrungsgemäß recht vernünftig, ich darf nur an die früheren Pro und Contrasendungen erinnern. Wichtig ist immer die vorhergehende Information über das Für und Wider. Und ohne diese Sachkunde funktioniert gemäß Friedrich Schiller sowieso keine Demokratie. Noch ein Wort zu Horst Seehofers Taktik, sein Ohr am Volk zu haben: Das ist zwar kein Ersatz für Bürgerentscheide, ist mir aber viel sympathischer als wenn einer sich die Ohren verstöpselt und sich von Ideologien oder Geldumschlägen leiten lässt.  

 

11.4.14 Unglaubliche Sprüche von Gauck beim Bankentag

Kommentar in freigeisst.de

Das kriminelle Wirtschaften der Banker nannte Gauck "fehlgeleitete Kreativität". Dann weist er den betrogenen Opfern die Mitschuld für ihre Verluste zu, weil sie zu wenig von Geldgeschäften verstehen, sagt aber im nächsten Satz, es sei gut, dass die Menschen das Banken- und Geldsystem nicht verstehen, "sonst hätten wir eine Revolution vor morgen früh.“ Anstatt bei den Bankern Verbesserungen einzufordern, sagte der Bundespräsident, die Banken seien schon genug reguliert... Die Banker waren begeistert....

Auch Kanzlerin Merkel war begeistert, dass Griechenland wieder ein paar Milliarden Staatsanleihen für knapp 5 Prozent auf dem Kapitalmarkt verkaufen konnte, so als wenn das nicht bedeutete, dass die Anleger Zinsen auf Kosten der EU kassieren können, denn die müssen ja bekanntlich für die griechischen Schulden geradestehen...

 

10.4.14 Vertreibung der Treuesten?

 Leserbrief an BBZ zum Bericht vom 10.4.14 „Dauercamper brechen ihre Zelte ab“

 

Fast nicht zu glauben, dass 80 Camperfamilien vertrieben werden, weil Investoren mit Millionen winken! Aber kann sich Zwiesel das wirklich leisten, darf sich das überhaupt ein Urlaubsort leisten? Wird sonst nicht um jeden Urlauber gerungen? Und sich gerade der Treuesten entledigen? Und diese aufgeblasenen Etikettierungen: „170 luxuröse Chalets“, „Komfort-Stellplätze“...

Egal, die Stadt Zwiesel oder die neue Kreis GmbH täten gut daran, den vom Ahornbachl Vertriebenen Alternativen anzubieten und zu retten, was noch zu retten ist.

 

9.4.14 Emerenz statt Hindenburg

Zum Bericht in der BBZ "Neuer Name für die Gebäudestraße"

Wenn wir gerade dabei sind Straßen umzubenennen, sollte man sich im hundersten Jahr seit Ausbruch des 1. Weltkrieges fragen, ob der Name "Hindenburg“ für eine Straße noch passt. Dieser Name steht für eine der fatalsten Personen, die unser Land hervorgebracht hat. Nicht nur, dass er 1933 Steigbügelhalter für Hitler war und damit die erste deutsche Republik zerstörte, auch seine Rolle im 1. Weltkrieg, wo er 1916 zusammen mit General Ludendorff Kaiser Wilhelm II. entmachtete und faktisch eine Militärjunta installierte, 1917 den uneingeschränkzen U-Bootkrieg befahl und den Verständigungsfrieden ablehnte, mit dem das Völkermorden hätte gestoppt werden können. Hindenburg steht für Deutschlands Unglück, seine politische und militärische Vernageltheit führte zum Versailler Diktat, dessen ungerechte Lasten zum Aufstieg der Faschisten führte un damit zu allem, was danach an Massenmorden geschah. Wie will man den Kindern heute erklären, dass man noch immer einen so furchtbaren Menschen mit einem Straßennamen ehrt?

Für eine bayerische Stadt wie Zwiesel gibt es alternativ auf jeden Fall viele Persönlichkeiten, auf die wir stolz sein können. Mir würde eine „Emerenz-Maier-Straße“ gefallen, oder eine „Ludwig-Thoma-Straße“, auch Karl-Valentin oder der Roider-Jackl würden uns gut anstehen.

Aber eins ist klar, eine Umbenennung müßte von den Anwohnern gewünscht werden, denn ein Namenswechsel wäre mit einigen Beschwerlichkeiten verbunden.

 

4.4.14 Nachruf auf eine schöne Schule

Leserbrief in BBR zum Bericht vom Montag "Bagger und Abrissbirne leisten ganze Arbeit" vom 31. März:

"Es war eine der schönsten Schulen in Ostbayern, die Christophorusschule in Schweinhütt. Wie eine Hand mit gespreizten Fingern lag das Gebäude am Hang und jeder Finger war ein Klassenzimmer, ebenerdig mit Türen nach außen, besonnt von drei Seiten, mit viel Grün und toller Aussicht.

Ein Glück, dass die ,Mutter‘ dieser Schule und der gesamten Lebenshilfe Regen, Ruth Braumandl, den Abbruch nicht mehr zu erleben braucht, es würde ihr das Herz brechen. Wie stolz war sie auf die bauliche Konzeption und das menschliche Maß dieses Gebäudes, wie lange hatte sie dafür gekämpft, wie viele Klinken bei Bittgängen geputzt. Schelmisch hat sie sich darüber gefreut, dass es ihr gelungen war, die Schule auf einen Atombunker setzen zu können und so das Kellergeschoss zu sparen und die Gelder über der Erde wirksam werden zu lassen.

Gewiss war manches nicht optimal und die vielen Außenwände in eisigen Wintern ein energetisches Problem. Doch die großen Fensterflächen fingen auch viel Sonnenwärme ein, was in den Übergangszeiten die Heizkosten senkte. Doch die Entscheidung für einen Neubau für über 10 Millionen Euro ist gefallen und so kann dieser Brief auch nur ein Nachruf sein.

Fragen bleiben aber doch, zumal die Schülerzahlen offenbar zurückgehen, alle Welt von Inklusion redet und es einige zu groß geratene Schulneubauten im Kreis gibt."

 

6.4.14 Es reicht für alle Zeiten!

Leserbrief an Straubinger Tagblatt zum Bericht "Obama: EU muss sich von Moskau abgrenzen"

Der Ukrainer Chruschtschow verschenkte 1954 die russische Krim an die Ukraine, ohne die überwiegend russische Bevölkerung zu befragen, doch dieser Verstoß gegen das Völkerrecht kümmerte im Westen niemanden. Nun durften die Krimbewohner über ihre Zugehörigkeit erstmals abstimmen und sie haben diese merkwürdige „Schenkung nach Diktatorenart“ rückgängig gemacht.

Obama wetterte darüber in Brüssel, denn „im 21. Jahrhundert dürfen Grenzen in Europa nicht mit Gewalt neu gezeichnet werden“. Wie? Aber 1999 durten die Grenzen auf dem Balkan von der Nato - nach einem völkerrechtswidrigen Krieg - schon neu gezogen werden? Das ist alles so scheinheilig und die Mehrheit der Deutschen hat das – laut Umfragen – offenbar auch gemerkt. Nur Minister Scheuble reiht sich in die Reihe der geschichtslosen Scharfmacher und verglich – wie schon zuvor die Gasprinzessin Julia Timoschenko und Hillary Clinton - den russischen Präsidenten Putin mit Hitler. Und so beginnt wieder das üble Räuberspiel, das wir seit vielen Jahren in immer kürzeren Abständen erleben: Wer etwa seine Gas- und Öllagerstätten selber vermarktet und den Reibach nicht den westlichen Konzernen überlässt, der wird dämonisiert.

Wir brauchen gar nicht bis zu den imperialen Kreuzzügen gegen Russland durch den Deutschen Ritterorden zurückgehen, auch in der Neuzeit wurde Russland dreimal von Deutschen überfallen, wenn man die erzwungene Beteiligung von Bayern an Napoleons Feldzug dazuzählt. Und alleine beim letzten Überfall wurden 27 Millionen Russen getötet. Und doch wollten die Russen auch nach diesem ungeheueren Verbrechen Deutschland nicht spalten, wenn – ja, wenn es ein neutraler Staat geworden wäre, was die Westalliierten und Adenauer aber nicht zuließen, denn man brauchte uns als Speerspitze und Frontstaat. Aber auch die späte Wiedervereinigung haben wir den Russen zu verdanken, weil sich unsere "Freunde" und Bündnispartner im Westen der Vereinigung bis zuletzt widersetzt haben. Einer meiner Ahnen war mit Napoleon in Russland, meine beiden Großväter in beiden Weltkriegen. Es reicht also für alle Zeiten! Wir brauchen die Belehrungen des Friedensnobelpreisträgers Obamas nicht, der uns schon wieder einzupleuen versucht, wo der Feind steht. Wir wissen sehr wohl, dass es ihm alleine um Machtausweitung und Profit geht, westliche Multis sollen Europa „fracken“ dürfen und wollen auch amerikanisches Schiefergas an uns verkaufen. Und EU-Kommissionspräsident Barroso nennt das eine gute Nachricht. Da fragt man sich schon, wessen Interessen der Herr vertritt.

 

2.4.14 Aufklärung überfällig

zum PNP-Bericht "CIA verschleiert Folter Verhöre vor US-Senat"

 

Von dieser zwielichtigen Firma wird noch viel mehr verschleiert. Warum ging etwa der Untersuchungsbericht zum Terroranschlag auf die Twillingstürme mit keinem Wort auf den Zusammbruch des benachbarten WT-Centers Nr. 7 ein, immerhin ein 170 Meter-Hochhaus, das perfekt senkrecht in sich zusammenstürzte, ohne von den Terrorflugzeugen tangiert worden zu sein? Warum wurde dieses Ereignis von den Medien verschwiegen, mit Ausnahme der BBC, die den Einsturz schon vor dem Einsturz gemeldet haben soll. Wenn dies so stimmen sollte, (der Schweizer Historiker Ganser stellt den Sachverhalt ziemlich glaubwürdig dar, Videoclip dazu) dann wäre etwas ungeheuerlich faul in diesem Staate. Schließlich würde das bedeuten, dass der Bündnisfall der NATO und ein bald  13 jähriger Krieg durch einen selbst inszenierten 3000-fachen Massenmord provoziert worden wäre und in der Folge hundertausende von Menschen in Afghanistan und dem Irak sterben mußten und noch mehr an Leib und Seele geschädigt wurden. Auch die Zerstörung ganzer Landstriche und unserer moralischen Werte durch allumfassende Bespitzelung und Folter wären Posten auf dieser Rechnung. Wie sagt Dr. Ganser, es gibt nur drei Erklärungen für den 11. 9. : entweder war es wirklich Bin Laden und das amerikanische Sicherheitssystem hat in einem unglaublichen Maß versagt, oder Bush & Co haben dieses Versagen absichtlich zugelassen, um Krieg führen zu können oder drittens, sie haben aus demselben Grund das Verbrechen selber verüben lassen.

 

1.4.14 Geschichtslose Kriegshetzer

Kommentar in freigeisst.de

Auf was kann man schließen, wenn Wolfgang Scheuble, Julia Timoschenko und Hillary Clinton den russischen Präsidenten Putin mit Hitler vergleichen? Auf völlige Geschichtslosigkeit? Beginnende Senilität? Reine Bosheit? Zu Sowjetzeiten hätte man halt auf strammen Antikommunismus getippt, aber Putin und Russland haben mit Kommunismus nichts zu tun, in Russland herrscht auch der Kapitalismus. Doch Russland, das größte Land der Erde, ist ein wirtschaftlicher Konkurrent, ein Land voller Bodenschätze und auf diese will das westliche Imperium Zugriff. Und so beginnt wieder das üble Räuberspiel, das wir seit vielen Jahren in immer kürzeren Abständen erleben: Wer etwa seine Gas- und Öllagerstätten selber vermarktet und den Reibach nicht den amerikanisch-britischen Konzernen machen lässt, der wird dämonisiert, zum Land der Bösen erklärt. Über die Kriegshetzerinnen Clinton und Timoschenko ist jedes Wort zuviel, über Scheuble bin ich aber enttäuscht. Er sollte einfach nur zurücktreten und unserem Land nicht weiter schaden.

Noch ein Wort zur Krim. Als Chruschtschow die russische Krim 1954 an die Ukraine verschenkt hat, durfte die Bevölkerung nicht mitreden, was ein Verstoß gegen das Völkerrecht war. Putin dagegen hat die Bewohner der Krim abstimmen lassen und ihr Votum war eindeutig. Hier wurde der Völkerrechtsverstoß (der während der Sowjetzeit faktisch aber keine Rolle gespielt haben dürfte), berichtigt.

Aus Scheubles Rede - und nicht nur aus seiner - spürt man die alte Russenhetze aus der Nazizeit und der katholischen Kirche, die im Kommunismus und auch in der Orthodoxie das Teuflische schlechthin sah. Da ich als junger Mensch vielfach in der Kirche engagiert war, spreche ich aus eigener Erfahrung. Doch als geschichtsbegeisteter Jugendlicher fiel mir bald auf, dass die Deutschen schon seit Jahrhundert imperiale Kreuzzüge gegen Russland führten (deutscher Orden) und auch in der Neuzeit Russland bereits dreimal überfallen haben, wenn man die Beteiligung bei Napoleons Feldzug dazuzählt. Oder dass Hitler den Pakt mit Stalin gebrochen hat und Russland überfiel. Und dass in der Folge 20-27 Millionen Russen getötet wurden. Und dass selbst nach diesem ungeheueren Verbrechen die Russen Deutschland nicht gespalten hätten, wenn es ein neutraler Staat geworden wäre. Auch dass wir die Wiedervereinigung den Russen zu verdanken haben und sich unsere "Freunde" und Bündnispartner im Westen der Vereinigung bis zuletzt widersetzt haben. Auch sollte man sich in Erinnerung rufen, dass zuerst die NATO gegründet wurde und der so verteufelte Warschauer Pakt erst fünf Tage später die Antwort darauf war. Und nicht zu vergessen, der atomare Wettstreit ging von Amerika aus, bis heute haben sie als einzige atomares Höllenfeuer zum Massenmord eingesetzt.

 

28.3.14 Gedanken zur Entwicklung in der Ukraine

Kommentar in freigeisst.de

Die Ukrainer können einem leid tun. Erst werden sie vom Westen gelockt und als Spielball für strategische Machtspiele missbraucht, nun bekommen sie nach und nach die Rechnung serviert. Bei der bevorstehenden Wahl können sie zwischen Oligarchen wählen, etwa dem "Schokoladenkönig", oder der wundersam genesenden "Gasprinzessin" oder und einem vom Westen ferngesteuerten Boxer usw. Die Gasrechnung wird um 50 Prozent teurer und die angekündigte Milliardenhilfe des IHW ist an harte Bedingungen geknüpft, Fachleute ziehen schon den Vergleich mit Griechenland, was die weitere Verarmung des Volkes bedeutet. Wie zu lesen , wollen amerikanische Konzerne die Ukraine "fracken", was den Ukrainern ganz sicher wenig Gewinn bringen wird, dafür ökologische Zerstörung. Und man will amerikanisches Schiefergas nach Europa und in die Ukraine liefern, hat Obama gerade mit den EU-Führern beschlossen. Es geht also wieder einmal um Geschäft im großen Stil.