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Geiss Haejm Page |
"Demokratische Predigten und Zwischenrufe" |
Das tägliche Ständchen"Mein längstes Konzert" Start: 22. Februar 2012 |
Reimlose Gedanken aus: "Über Gott und die Welt" Gedankenbuch des Geiss Haejm) |
Die Argumente gegen den Donauausbau wider die Lügen der Staustufenlobby Seite2 |
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Info: Auf YouTube finden sich auch ein paar neue Liederclip
und
hier etwas ganz anderes: ein informativer Film über Apfelsorten,
als kleine Anregung selber einen Apfelbaum zu pflanzen... |
18.5.12
Es geht um viel mehr 12.5.12 Nur Aufgeblasen Leserbrief an die BBZ zum Neubau des Sparkassengebäudes in Frauenau Für Lindberg haben die Banken nicht einmal einen Geldautomaten übrig, geschweige denn eine Zweigstelle. Gleichzeitig wird in Frauenau ein stattliches Sparkassengebäude abgerissen und durch einen kostspieligen Neubau ersetzt. Wie lässt sich derartige Ungleichbehandlung rechtfertigen? Dass daneben auch noch ein historisches Gebäude platt gemacht wird, zeigt die fehlende Wertschätzung für das Erhaltenswerte in den politischen Köpfen. Hier ein Pfarrhaus, dort ein paar Schulen, ein Internat usw., Gebäudeinstandzetzung bringt offenbar weniger Gewinn oder Prestige. Nicht anders läuft es im Straßenbau. Nicht zu Optimierung bestehender Straßen geht die Tendenz, nein, es muß immer gleich eine Neutrassierung sein, auch für den Preis der unwiederbringlichen Zerstörung ganzer Landschaften. Noch ein Wort zur Architektur moderner Geldhäuser. Am Beispiel einer schwäbischen Genossenschaftsbank war in einem Fernsehbeitrag zu sehen, wie eine wirklich seriöse Bank aussieht, die es seit über hundert Jahren gibt und für die Bankenkrisen immer ein Fremdwort waren: funktionell, unscheinbar und bescheiden. Mit internationalen Gaunerpapieren wurde dort nie gehandelt, Casinobanking ist völlig unbekannt. Aber offenbar brauchen alle Gewerbe, die quasi mit Nichts handeln, besonders eindrucksvolle Repräsentationsbauten, die Seriösität suggerieren, selbst wenn die ganze Aufgeblasenheit mit den Einlagen der Sparer finanziert ist.
10.5.12 Erlebnisgastronomie am Natternberg? Leserbrief an
Deggendorfer Zeitung zum Artikel "Warum der Natternberg gesperrt
wurde" und dem heutigen Beitrag von Herrn H. dazu. Herr H. bringt mit seinen
Zeilen ein wenig Licht ins Dunkel. Die Sperrung der Natternberger Burganlage
und der Aussichtspunkte ist also vielleicht doch eine Strafaktion, weil das
Landratsamt sich einer geplanten „Erlebnisgastronomie“ offenbar verweigert. Mit
diesem Begriff verbinde ich – gewiß völlig zu unrecht - ein kleines Disneyland,
mit Rutsch- und Seilbahnen und ein König Ludwig, der gegen Münzeinwurf aus
seiner Grotte kommt.... Maßlose Übertreibung? Darf ich an den vor einigen
Jahren durch die Medien geisternden Riesenchristus auf dem Berg erinnern? Offenbar
spukt in manchen Köpfen noch immer ein Remmidemmiland aus dem Areal Elypsobad, Burgsee
und Natternberg... Oder geht es „nur“ um einen Biergarten im Burghof oder
gelegentliche Konzerte? Doch groß wäre die Gefahr, dass auch dies das Ende der
Natternberger Idylle wäre und schnell eins zum anderen käme. Andererseits habe
ich bedauert, dass der Natternberg mit seinen Trockenhängen, seinem wunderbaren
Laubwald und seiner Weinbautradition nicht in die Landesgartenschau am
Donauufer mit eingebunden wurde, hier hätte eine positive Entwicklung
angestoßen werden können, vielleicht ist es dazu auch noch nicht zu spät. Herrn
Graf Arco kann man nur bitten, dass er sein einmaliges Erbe bewahrt und den
Natternberg von Kommerzialisierung verschont, denn wir haben nur einen davon!
7.5.12 Der Natternberg gehört uns allen Leserbrief an die Deggendorfer Zeitung zum Artikel "Warum der Natternberg gesperrt wurde" Der Natternberg ist ein Naturdenkmal erster Güte, ein geologisches
und historisches noch dazu, der Natternberg ist ein Kleinod unserer
niederbayerischen Heimat. Doch Graf Arco sperrt mit fadenscheinigen
Argumenten die Bevölkerung aus. Ist das die Rache an den
Deggendorfern für den "Bierkrieg"? Zeitlich drängt sich dieser
Zusammenhang auf. Man stelle sich vor die Hohenzollern würden den
Arber sperren oder die Poschinger den Rachel, nur weil ein altes
Dokument sie als Besitzer ausweist! Nach der bayerischen
Verfassung ist derartige Willkür nicht erlaubt, der Zugang zu
Naturschönheiten darf der Bevölkerung nicht verwehrt werden. Wir
leben nicht mehr im Feudalismus und ich verstehe nicht, dass sich
die
Deggendorfer Bevölkerung und die Politik das seit einem Jahr
gefallen lässt. Das heißt, ich verstehe es schon, denn bei allen
meinen Spaziergängen auf den Natternberg bin ich selten jemandem
begegnet. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass nicht wenige
Einheimische noch nie auf dem Natternberg waren. Ist es die
unbegründete Angst vor Nattern oder die Sorge, sie könnten König
Ludwig treffen, der- laut dem Dichter Peinkofer - einmal im Jahr
seine Natternberger Höhle verlässt und den Wanderer fragt, ob
Bayern noch immer zu Preussen gehöre...? 25.4.12 Unglaubliche Sprüche Zum Interview der PNP mit Frau Knobloch Kein Wort von Frau Knobloch, dass Netanjahu präventiv Krieg führen will. Wo kämen wir hin, wenn jeder seinen Nachbran vorsorglich umbringt, weil dieser ihm ja einmal etwas tun könnte? Und Grass, der vor einer solchen barbarischen Denkweise gewarnt hat, hat Hass gesät? Und Frau Knobloch: hören sie auch bitte damit auf, mit dem Begriff "Antisemitismus" zu operieren, denn der würde auch die arabischen Volksgruppen des Orients betreffen, die genauso Semiten sind. Warum gebrauchen noch immer Juden diesen alten Hitlerkrampf, der Juden als Rasse definiert? Juden sind keine Rasse, sie unterscheiden sich von anderen Menschen nur durch ihre Religion und ihre Bräuche.Und dann die ständige Wiederholung der Horrormeldung, dass Achmadinedschad Israel ausradieren will! Schon 2008 hat die SZ in einem sehr fundierten Artikel berichtet, dass der iranische Präsident zwar viel Blödsinn, aber niemals diesen Satz gesagt hat. Aber er passt halt so gut in die israelische Verschwörungstheorie und lässt bei allen die Alarmglocken läuten. Im Iran leben seit ewigen Zeiten Juden, auch heute noch. Von einer Diskriminierung durch sie durch die Mullas hat man aber noch nie etwas gehört. Dafür sind aber Netanjahus Angriffsdrohungen belegt, ebenso die Sprüche von Minister Liebermann, der Ägypten drohte, den Assuanstaudamm zu bombardieren und das Niltal zu fluten, palästinensische Gefangene im Toten Meer zu ertränken oder Gaza zu bekämpfen, wie Amerika seinerzeit Japan, also mit Atomwaffen. Doch dazu kein Wort von Frau Knobloch. Dafür verteidigt sie das Einreiseverbot von Grass und betont, sie sei "Bürgerin" und keine Mitbürgerin in Deutschland. Auch wenn ich den Unterschied nicht verstehe, sollte sie doch besser dafür eintreten, dass auch Israel seine arabischen Einwohner als "Bürger" behandelt und ihnen gleiche Rechte zugesteht und sie nicht terrorisiert und aus ihrer Heimat vertreibt. SZ Artikel 19.4.12 Farce Erst will man den Abgeordneten einen Maulkorb verpassen, dann beschließt der Bundestag den Krieg gegen Somalia, den was anderes ist es, wenn die Bundeswehr ein Land auch an der Küste angreifen darf? Und heute beschließt der Europarat, dass alle Daten von Flugreisenden aus der EU an die USA weitergegeben werden. Glaubt wirklich noch jemand, dass unsere Demokratie, unser GG, mit dem Verbot von Angriffskriegen, unsere Souveränität etwas anderes ist als eine Farce? Und wir, das Volk, wir haben keine Stimme, andere entscheiden über uns. Wie nennt man das gewöhnlich? Richtig, wir sprechen das Wort lieber nicht aus. 17.4.12 Gedanken zum Fall Breivik Schon wer bei einem Massenmörder nach den Motiven fragt, beleidigt die Opfer und ihre Angehörigen. „Political correctness“, bei der Richter und Staatsanwälte dem Massenmörder die Hand geben, ist eine Karrikatur von politischer Korrektheit. Eine Justiz, die versucht bei der Verhandlung eines Massenmordes, bei klarer Sachlage und geständigem Täter, so zu tun, als habe sie nichts mit der Bewertung der Tat und des Verbrechers zu tun, sondern nur mit einem formaljuristisch sauberen Prozess, die wird zur Karrikatur einer Justiz. Man wolle keine Rache am Massenmörder Brewik nehmen (der 77 wehrlose Kinder und Jugendliche ermordet hat und gerade zuvor noch die Meinung äußerte, dass es zu wenige Opfer waren) - sondern sich um einen fairen Prozess bemühen, sagte der norwegische Justizvertreter den Medien. Eine solche Fairness kann nicht von dieser Welt sein. Ob Ethik und Humanität gerade in diesem Fall höchste Gipfel erstürmen soll, bei all dem Töten und Morden auf dieser Erde, um diese Frage werden wir uns nicht herumdrücken können.
116.4.12 Demokratieleiter höhersteigen! Leserbrief an PNP zum Bericht Die Abgeordneten sind nur ihrem Gewissen verpflichtet, so stehts im Grundgesetz, doch der Fraktionszwang ist die Regel. Nun soll den Abgeordneten sogar das Rederecht verweigert werden. Die Parteien, denen das GG eigentlich nur das Recht einräumt, bei der Willensbildung "mitzuwirken", haben tatsächlich die Demokratie für sich okkubiert. Da sie zudem längst zu Klientelparteien geworden sind, die teilweise sogar die Gesetze von Interessengruppen schreiben lassen, zudem viele Entscheidungen in Brüssel oder Washington getroffen werden, wird unsere parlamantarische Demokratie faktisch immer mehr zu einer demokratischen Fassade. Im GG steht auch, dass die Bürger bei offensichtlicher Abschaffung der Demokratie das Recht und die Pflicht zum Widerstand haben. Wer das nicht will, sollte zusehen, dass wir auf der Demokratieleiter eine Stufe höher steigen und die Bürger durch Abstimmungen in Sachfragen in das Spiel eingebunden werden. Doch wer soll das durchsetzen? Die Parteien haben kein Interesse daran und wollen ihre Macht und ihre Pfründe behalten. 8.3.12 Wolf Biermann wettert gegen Grass. Wo? In Springers "Welt am Sonntag"... Ich mag mich zum Kollegen Biermann nicht wiederholen, im nachstehenden Kommentar von 2003, habe ich schon alles gesagt. 5.4.12 Absurde Reaktionen (Link zu ZDF-Interview mit Grass) Die Kritik an Grass nimmt absurde Züge an. Da wird vom Zentralrat der Juden auf seine SS-Vergangenheit angespielt, obwohl Grass zum Kriegsende gerade einmal siebzehn Jahre alt war. Im ZDF verteidigt ein leitender Journalist die deutschen U-Boote an Israel, weil es damit mit seinen Atomraketen an den Iran herantauchen kann und ein im kalten Krieg bewährtes Gleichgewicht des Schreckens herstellen kann. Ja, gegen wen denn? Wer hat denn sonst in der Region Atomwaffen? Bei manchen erbosten Kommentaren gegen Grass meint man, es laufe ein in deutschen Köpfen fest eingespeichertes Programm ab. Wer führt den seit 40 Jahren einen Krieg nach dem anderen gegen seine Nachbarn und warum weist die Statistik für jeden getöteten Israeli 100 tote Palästinenser aus? Selbst wenn Netanjahus Säbelrasseln gegen den Iran vielleicht nur ein Manöver ist um die Weltgemeinschaft vom himmelschreiendem Unrecht in Gaza und der Westbank abzulenken - darf der Schwanz mit dem Hund wedeln? Also darf Israel die Weltgemeinschaft in neue Kriege treiben? Was Grass gesagt hat, mag wichtige Fußnoten vertragen, aber die Reaktion der führenden deutschen Köpfe darauf ist ein Armutszeugnis und Wasser auf die Mühlen von Nazis, zu denen Grass ganz sicher nicht gehört. 5.4.12 31.3.12 Schwerverkehr umleiten! Leserbrief zum Bericht vom 31.3.12 "Rinchnach: Landrat will keine andere
Beschilderung" 21.3.12 Ellenbogenmenschen Leserbrief an PNP zum Bericht "Schauspieler Wolfgang Fierek wirbt für dritte Startbahn" vom 20. März: "Damit es auch unsere Kinder und Enkelkinder richtig gut haben.‘ Eine zynischere Propaganda ist kaum vorstellbar für die betroffenen Anwohner im Erdinger Moos, denen man mit der 3. Startbahn Lebensqualität und Heimat raubt. Und warum? Weil man zu bestimmten Tageszeiten mehr ‚Slots‘ braucht, weil alle zur gleichen Zeit in den Urlaub fliegen wollen. Würden die Flüge über den Tag gleichmäßig verteilt, gäbe es auch keine Nachfrage nach einer weiteren Startbahn. Und dafür geben sie alle ihren Namen her: die Schwarzen, die Roten, die Gelben, die Bayern und Sechziger, viele Schauspieler und auch berühmte Bergsteiger, sie zeigen wessen rücksichtslosen Geistes Kinder sie sind. Und dass nun die Münchner über die weitere Startbahn abstimmen dürfen, also die potentiellen Nutznießer und nicht die betroffenen Menschen vor Ort − darin zeigt sich das Demokratieverständnis von Ellenbogenmenschen!" 18.3.12 "Ohrenbetäubendes Schweigen?" 10.3.12 Solidarität mit unseren
Nachbarn im Erdinger Moos!" Dass Hoeneß und Co keine Rücksichtnahme auf Dörfler im Erdinger Moos kennen,
mag nicht überraschen, auch nicht das Votum der Klientelparteien, die mit ihrem
Fortschrittswahn in Bayern schlimmer gehaust haben als die Panduren. Auch über
Charlotte Knobloch bin ich nicht überrascht, aber einen Reinhold Messner bei den
Unterstützern zu finden, das tut weh, das hätte ich ihm nicht zugetraut. Nun
sollen die Mingerer über die dritte Startbahn abstimmen dürfen, nicht aber die
Betroffenen in der Region, die heute schon unter dem Fluglärm und den
Emissionen genug leiden. So werden sogar Volksabstimmungen ad absurdum geführt,
wenn über eine Sache nur die Nutznießer abstimmen dürfen. Aber auch uns
Niederbayern betrifft es, denn unser Himmel blinkt nachts auch so schon wie ein
Hurenhaus und tagsüber gibt es regional oft ständiges Gewittergrollen durch die
Jets und was dabei sonst noch runterkommt, wäre ein eigenes Thema. Niemand hat
etwas dagegen, wenn man gelegentlich einmal in den Urlaub fliegt. Doch es ist
der pure Wahnsinn, was sich heute so über den Wolken tut, obwohl sich doch erst
erst ein kleiner Teil der Weltbevölkerung dort herumtreibt. Unvorstellbar, wenn
dies alle machen würden. Wir müssen heute sagen; "Es reicht! Wir dürfen
nicht unsere Heimat immer mehr zerstören und dann im Urlaub die letzten
intakten Nischen suchen. Wir müssen wieder mehr regional denken, kaufen und die
Heimat so gestalten, dass man in ihr auch Urlaub machen will. Und nicht zuletzt
gebietet der Anstand Solidarität mit unseren Nachbarn im Erdinger Moos!"
13.2.12
Die Donau fließt, wo man sie lässt
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Bericht dazu im Feuilleton der PNP Info: Habe begonnen die Filme kleiner zu formatieren, damit sich die Ladezeiten verkürzen! Als kleinen Ersatz für Konzerte will ich hier ein tägliches "Ständchen" für interessierte Hörer anbieten. Doch möge bitte niemand den in der Musikbranche üblichen Video-Schnickschnack erwarten, denn ich biete nur einfache Clips, selber aufgenommen mit bescheidenem Equipment, starrer Kameraeinstellung und anfangs bar jeder Erfahrung in Film- und Schneidetechnik. Schwer war es auch, Film und Ton getrennt aufzunehmen und dann syncron zusammenzubringen. Aber schon das Singen von Liedern, die oft Jahrzehnte zurücklagen, zwangsläufiger Feilerei am Text und dem Gitarrenspiel und dann auch noch Sorge um Licht und Bildausschnitt und letztlich das Aufzeichnen war schwierig genug, denn man muß gleichzeitig auf hundert Dinge achten, nebenbei ist man eingesponnen in Kabeln aller Art. Und dann hat man die Aufnahme endlich im Kasten und plötzlich ist da ein unerklärlichem Grundrauschen von 50 Hertz, bis man herausfindet, dass es aus der Steckdose kommt. (Mein heißer Tipp an Kollegen: den Rechner über Batterie-Gleichstrom betreiben!) Darum steht so manche tiefe Falte auf meiner Stirn mehr für technische Pannen als für inhaltlichen Ernst... An der wechselnden Barttracht und dem heller werdenden Grauton der verbliebenen Haare läßt sich ablesen, dass sich die Aufnahmen über Jahre hingezogen haben, aber mehr als zwei, drei Aufnahmen an einem Tag habe ich nie geschafft, zudem hatte ich im Sommerhalbjahr anderes im Kopf. Und bis zum Herbst hatte ich viele technische Tricks schon wieder vergessen... Das für private Downloader kostenlose Projekt möchte ich auch als meine Antwort auf "ACTA" und die Gier der Verwertungsgesellschaften verstanden wissen, die vorgeben sich um das geistige Eigentum von Künstlern zu sorgen, tatsächlich aber nur mitkassieren wollen. Der Begriff "geistiges Eigentum" ist mir zudem sehr suspekt, denn immer kombinieren und schaffen wir mit dem, was andere vor uns geschaffen oder gedacht haben. Verboten gehört alleine das unerlaubte Vermarkten von fremden Werken. Warum ich nicht mehr auftrete? Wer das fragt, weiß sicher nicht, was für Mühen und was für eine große Investition in Lebenszeit Auftritte bedeuten, zumal wenn man wie ich niemals ein Programm wiederholt und nur das singt, was einen gerade selber bewegt. Alleine die Auswahl der Lieder und der verbindenden Texte vorzubereiten, ist etwas, was bei mir alles andere Tun für Wochen ausschließt. Wer eingeübte Programme gut runterspielen kann, dies viellleicht ein paar hundert Mal, der wird es wohl wegen des Broterwerbs tun. Ich habe deswegen meinen Brotberuf niemals aufgegeben, damit ich mich und meine Lieder nie gezwungen bin zu verkaufen. Nun kann man einwenden, dass ich ja mittlerweile kaum noch neue Lieder schreibe und also genug Zeit hätte, die alten vorzutragen. Ich gestehen, dass ich dazu auch manchmal große Lust habe, denn es geht schon ein Zauber von der Bühne und vom begeisterten Publikum aus.. Doch diese Momente gehen vorbei, denn auch so werden mir meine Tage immer zu kurz und ich finde zu so vielem, was ich noch schaffen möchte, keine Zeit. So kann ich mich auch vor der Fahrerei zu den Auftrittsorten drücken, die ja naturgemäß weit verstreut liegen. Auch das Schlafen in fremden Hotelbetten war für mich stets nicht weit vom Horror entfernt, ebenso das Bangen, ob sich dieSäle füllen und hoffen, dass es mir zum Auftrittszeitpunkt gesundheitlich so gut geht, dass ich dem Publikum auch ein paar Stunden eine Freude machenkann. Und noch einen gewichtigen Hinderungsgrund gibt es - die Ansprüche des Publikums wurden durch kommerzielle Gier von Veranstaltern, Medien und auch vielen Künstlern immer weiter in eine Richtung verschoben, in der ich mich völlig fremd fühle. Es ist etwa so, als würde man neben den blinkenden Lichtern auf dem Jahrmarkt mit einer kleinen Lampe herumfunzeln. Immer noch einen drauf, heißt die Devise, bis auch das abgestumpfteste Publikum tobt… Ich mag das nicht, habe es noch nie gemocht und mich dem immer verweigert, habe leise und nachdenklich geendet und war nur lustig, wenn sich ein Spaß in der Interaktion mit dem Publikum entwickelte. Alte Pointen habe ich niemals verwendet, vermutlich, weil ich sie vergessen hatte. Doch wer erfolgreich sein will, muß sich dem Trend zum "Krachadn" wohl anpassen, was völlig außerhalb meiner Möglichkeiten ist. Gewiss, es gibt auch positive Beispiele bei bekannten Kabarettisten und Musikern, sie bleiben sich treu und schaffen es, sich nicht oder kaum zu prostituieren. Ich bewundere das, kann es aber eben selber nicht. Warum ich dann meine Lieder aufgezeichnet habe? Sie sind ein wichtiger Extrakt meines Lebens. Da ich kaum tagespolitische Themen besungen habe, sind die Lieder auch nach Jahrzehnten noch aktuell oder zumindest Denkzeugnisse für ihre Zeit. Deshalb habe ich sie aufgezeichnet und dabei auf ihr Wesentliches reduziert, ohne jedes Studio-Zuckerwerk, nur Live-Gesang und Gitarre, so wie ich sie noch im Kopf hatte. Es sind Lieder aus allen meinen Entwicklungsphasen, vom jugendlichen Weltschmerz bis zu Liebesliedern, ein paar Gaudiliedern, natürlich reichlich kritischen Songs und Gstanzl über Gott und die Welt. Bei den über 600 Liedern findet sich wohl kaum ein Thema, das ich nicht besungen habe. Du mußt dazu wissen, dass ich 40 jahre lang wie ein Wahnsinniger alles, was mich im Guten wie im Schlechten bewegt hat, in Lieder verwandelt habe, manchmal auch in Bilder oder Prosa, meistens aber in Lieder. Sie zeigen heute, dass auch bei uns, im "hintersten Wald" einer war, der sich dem allgemeinen Zeitgeist und der Bayerntümelei widersetzte, zumindest in seinen Liedern... Übrigens- die ersten Hundert sind fast alle in Schriftdeutsch, auch später sind immer wieder welche entstanden. Die meisten sind aber in bayerischer Mundart. Und neben allem Inhaltlichen und ohrgängigem - ich hoffe sehr, dass meine Lieder ein klein wenig dazu beitragen, diese herrliche Sprache wieder selbstbewußt im Alltag zu sprechen und sie zukünftigen Generationen zu erhalten. Über was ich mich am meisten gefreut haber? Als mir einer sagte, dass seine Kinder mit meinen Liedern Bayrisch gelernt haben! Aphorismen
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Absolut irreVon zwei Seiten wurde in den letzten hundert Jahren die Zerstörung der Familie betrieben: vom Raubtierkapitalismus, der die Menschen zu austauschbaren, heimatlosen Waren machte und sie presste und lockte dort zu arbeiten, wo er Kräfte benötigte – und verrückterweise auch von den Kräften, die sich den Schutz der Menschen auf ihre Fahnen geschrieben haben, also den sozialen und liberalen Kräften. Heute sind wir soweit, dass es als Freiheit und Menschenrecht gilt, dass sich Menschen als Arbeitskräfte für jeden Zweck und jede Tätigkeit prostituieren, Männer wie Frauen gleichermaßen. Sie vernachlässigen dafür ihre Kinder und Alten, ihre eigene Gesundheit und ihre Heimat, also den angestammten Lebensbereich, in dem sich Generationen vorher um Überleben und Charakter bemüht haben. Ja, sie reißen in ihrem Wahn fast begeistert noch jene wenigen Wurzeln aus, die ihnen das unerbittliche Wirtschaftssystem gelassen hat. In anderen Worten: Der moderne Mensch legt sich selber die übelsten Ketten an und faselt dabei wie ein Irrer von Freiheit und Selbstverwirklichung. Über Verantwortung Nur für das ist einer verantwortlich, was er tat oder unterließ und das ist nicht wenig. Wer den Menschen auch noch die Taten oder Versäumnisse
seiner Väter, Großväter oder gar Urgroßväter anlastet oder gar deren
Zeitgenossen, unter denen sie selber zu leiden hatten, der kann nicht bei
Sinnen sein. Räuberbrauch Nicht weniger clever die Assekuranzen, die wortreich Schäden ausmalen, um dann ihre Policen dagegen verkaufen zu können. Ähnlich handeln viele Religionen: sie malen den Menschen erst den Teufel an die Wand und ängstigen sie mit ewiger Verdammnis, von der man sich nur durch Unterwerfung retten kann... Nur nützlich sein „Ich möchte nur ein wenig nützlich sein“, antwortete der alte Barde auf die Frage, warum er sich noch immer öffentlich politisch einmische. Ob er nicht wüßte, dass seine Kommentare bei vielen Politikern auf Ablehnung stoßen, wurde er weiter gefragt. So sei es schon immer gewesen, sagte der Barde. „Meine Worte haben selten laute Zustimmung erzeugt. Sie wirken deshalb erst, wenn ihre Verbindung mit mir vergessen ist, wenn sie quasi "entpersonalisiert“ sind. Nicht selten höre ich sie dann von jenen, die sich einmal darüber aufgeregt hatten. Lob der eigenen Erfahrung Lichtenberg witzelte darüber, dass Gelehrte oft nur ein Behälter sind für Gelesenes und dieses nur aus einem Buch in ein anderes übertragen. Er empfahl, durch eigenes Erleben von der Natur zu lernen. Ich habe für mich nie etwas anderes gelten lassen und große Teile meines Lebens damit verbracht den Behälter, den andere mir füllten, durch eigenes Ausprobieren nach und nach zu leeren. Ideal und Wirklichkeit (aus: Gedankenbuch des Geiss Haejm) Die oberste Direktive der amerikanischen Fernsehraumfahrer vom Raumschiff Enterprise ist es, fremde Kulturen nicht zu beeinflussen und sie ihre eigene Entwickung machen zu lassen. Die amerikanische Adminstration unserer Tage dagegen tönt, der ganzen Welt amerikanisches Glück und Lebensstil bringen zu wollen. Und so werden alle alten Kulturen und Völker von US-Kommerz und seiner Propaganda überrollt, ihrer eigenen Sprache beraubt, in braunem Zuckersaft ertränkt, mit aufgeblasene Hackfleischbrötchen gestopft und mit Fernsehen und Filmen verroht und systematisch verblödet, nicht anders wie das amerikanische Volk selber. Wer sich wehrt, wird dämonisiert, niedergebombt oder auf andere Art ausgeschaltet. Und doch gibt es auch das andere Amerika, das seiner freundlichen Menschen, seiner guten Filmhelden und seiner humanen Ideen. So bleibt uns nur die Hoffnung, dass seine virtuellen Schöpfungen aus Enterprise und Boston Legal einmal die Oberhand gewinnen. |
Fundstücke aus dem www S-Schulden Grafik: zweimal bis zum Mond... Günter Grass: Was gesagt werden mussAktuelle Doku über die Zerstörung des Mariaposchinger Pfarrgartens Film BR: Wie sich Polizeichef um Fahne und Kabelbinder der NPD sorgt" Filmtipp: Über den unbekannten Wahnsinn beim Uranbergbau 7.12.11 Wahnsinn Dämmung: Gefahr aus Plastikschaum Spechtlöcher, ausgeschwemmte Algen- u. Pilzgifte, Durchnässung der Wände, Brandrisiko: Hausdämmung mit Styropor ist problematischDie Dokumentation "Wahnsinn Dämmung" kann auch von der NDR-Mediathek angesehen werden.Eine thematische Zusammenfassung hat auch die SZ gebracht.Lesetipp
(aus dem Zeit-Magazin) Für Peres ist "Krieg ein Muss" |
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