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Geiss Haejm Page

"Demokratische Predigten und Zwischenrufe"

Das tägliche Ständchen

"Mein längstes Konzert" Start: 22. Februar 2012

Reimlose Gedanken

aus: "Über Gott und die Welt" Gedankenbuch des Geiss Haejm)

Die Argumente gegen den Donauausbau wider die Lügen der Staustufenlobby  Seite2

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Original Leserbriefe

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Info: Auf YouTube finden sich auch ein paar neue Liederclip

 

 

und hier etwas ganz anderes: ein informativer Film über Apfelsorten, als kleine Anregung selber einen Apfelbaum zu pflanzen...

18.5.12  Es geht um viel mehr
Leserbrief an BBZ zum Schmähbrief von Herrn Sitzberger

Es tut mir leid, dass Herr Sitzberger aus der Au so sehr unter meinen Leserbriefen leidet. Er leidet nicht unter der von mir kritisierten Heimatzerstörung durch immer neue Straßen, Startbahnen, Stauwerken, der Korruption oder dem fortschreitenden Demokratieabbau und der uferlosen Geldverschwendung in Berlin, sondern daran, dass ich sie thematisiere. Ich versichere ihm, dass ich auch lieber über das "Zeisal auf der Tannaspitz" schreiben und singen würde. Doch ich möchte mir von meinen Enkeln einmal nicht vorhalten lassen, ich hätte aus Bequemlichkeit oder Feigheit geschwiegen. Und auch bei dem Aurer Fall gehts um mehr, es gehts nicht um Kirchturmpolitik, sonder darum, wie mit öffentlichen Geldern und Sparergeldern umgegangen wird und in welchen Taschen sie landen. Und - wir sollten nicht vergessen, dass noch immer nicht klar ist, wer Landrat Wölfl in den Tod getrieben hat, wer seine Spielsucht mit Krediten gefördert hat und welche Gegenleistung man dafür von ihm erwartete. Ich habe noch zu seinen Lebzeiten zweimal die öffentlichen Baumaßnahmen in Frage gestellt. Da Heinz Wölfl Verschwendung und Heimatzerstörung nicht weniger verachtete als ich, hat er vielleicht unter dem, was man von ihm verlangte, am allermeisten gelitten.

alte Lb zum Thema

12.5.12 Nur Aufgeblasen

Leserbrief an die BBZ zum Neubau des Sparkassengebäudes in Frauenau

Für Lindberg haben die Banken nicht einmal einen Geldautomaten übrig, geschweige denn eine Zweigstelle. Gleichzeitig wird in Frauenau ein stattliches Sparkassengebäude abgerissen und durch einen kostspieligen Neubau ersetzt. Wie lässt sich derartige Ungleichbehandlung rechtfertigen? Dass daneben auch noch ein historisches Gebäude platt gemacht wird, zeigt die fehlende Wertschätzung für das Erhaltenswerte in den politischen Köpfen. Hier ein Pfarrhaus, dort ein paar Schulen, ein Internat usw., Gebäudeinstandzetzung bringt offenbar weniger Gewinn oder Prestige. Nicht anders läuft es im Straßenbau. Nicht zu Optimierung bestehender Straßen geht die Tendenz, nein, es muß immer gleich eine Neutrassierung sein, auch für den Preis der unwiederbringlichen Zerstörung ganzer Landschaften.

Noch ein Wort zur Architektur moderner Geldhäuser. Am Beispiel einer schwäbischen Genossenschaftsbank war in einem Fernsehbeitrag zu sehen, wie eine wirklich seriöse Bank aussieht, die es seit über hundert Jahren gibt und für die Bankenkrisen immer ein Fremdwort waren: funktionell, unscheinbar und bescheiden. Mit internationalen Gaunerpapieren wurde dort nie gehandelt, Casinobanking ist völlig unbekannt. Aber offenbar brauchen alle Gewerbe, die quasi mit Nichts handeln, besonders eindrucksvolle Repräsentationsbauten, die Seriösität suggerieren, selbst wenn die ganze Aufgeblasenheit mit den Einlagen der Sparer finanziert ist.

 

10.5.12 Erlebnisgastronomie am Natternberg?

Leserbrief an Deggendorfer Zeitung zum Artikel "Warum der Natternberg gesperrt wurde" und dem heutigen Beitrag von Herrn H. dazu.

Herr H. bringt mit seinen Zeilen ein wenig Licht ins Dunkel. Die Sperrung der Natternberger Burganlage und der Aussichtspunkte ist also vielleicht doch eine Strafaktion, weil das Landratsamt sich einer geplanten „Erlebnisgastronomie“ offenbar verweigert. Mit diesem Begriff verbinde ich – gewiß völlig zu unrecht - ein kleines Disneyland, mit Rutsch- und Seilbahnen und ein König Ludwig, der gegen Münzeinwurf aus seiner Grotte kommt.... Maßlose Übertreibung? Darf ich an den vor einigen Jahren durch die Medien geisternden Riesenchristus auf dem Berg erinnern? Offenbar spukt in manchen Köpfen noch immer ein Remmidemmiland aus dem Areal Elypsobad, Burgsee und Natternberg... Oder geht es „nur“ um einen Biergarten im Burghof oder gelegentliche Konzerte? Doch groß wäre die Gefahr, dass auch dies das Ende der Natternberger Idylle wäre und schnell eins zum anderen käme. Andererseits habe ich bedauert, dass der Natternberg mit seinen Trockenhängen, seinem wunderbaren Laubwald und seiner Weinbautradition nicht in die Landesgartenschau am Donauufer mit eingebunden wurde, hier hätte eine positive Entwicklung angestoßen werden können, vielleicht ist es dazu auch noch nicht zu spät. Herrn Graf Arco kann man nur bitten, dass er sein einmaliges Erbe bewahrt und den Natternberg von Kommerzialisierung verschont, denn wir haben nur einen davon!

 

7.5.12 Der Natternberg gehört uns allen

Leserbrief an die Deggendorfer Zeitung zum Artikel "Warum der Natternberg gesperrt wurde"

Der Natternberg ist ein Naturdenkmal erster Güte, ein geologisches und historisches noch dazu, der Natternberg ist ein Kleinod unserer niederbayerischen Heimat.  Doch Graf Arco sperrt mit fadenscheinigen Argumenten die Bevölkerung aus. Ist das die Rache an den Deggendorfern für den "Bierkrieg"? Zeitlich drängt sich dieser Zusammenhang auf. Man stelle sich vor die Hohenzollern würden den Arber sperren oder die Poschinger den Rachel, nur weil ein altes Dokument sie als Besitzer ausweist! Nach der bayerischen Verfassung ist derartige Willkür nicht erlaubt, der Zugang zu Naturschönheiten darf der Bevölkerung nicht verwehrt werden. Wir leben nicht mehr im Feudalismus und ich verstehe nicht, dass sich die Deggendorfer Bevölkerung und die Politik das seit einem Jahr gefallen lässt. Das heißt, ich verstehe es schon, denn bei allen meinen Spaziergängen auf den Natternberg bin ich selten jemandem begegnet. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass nicht wenige Einheimische noch nie auf dem Natternberg waren. Ist es die unbegründete Angst vor Nattern oder die Sorge, sie könnten König Ludwig treffen, der-  laut dem Dichter Peinkofer - einmal im Jahr seine Natternberger Höhle verlässt und den Wanderer fragt, ob Bayern noch immer zu Preussen gehöre...?
Herr Graf Arco sollte die Posse beenden, bevor die Sache zum Politikum wird. Ich für meinen Teil trinke sein Bier erst wieder, wenn der Natternberg wieder zugänglich ist.

25.4.12 Unglaubliche Sprüche

Zum Interview der PNP mit Frau Knobloch

Kein Wort von Frau Knobloch, dass Netanjahu präventiv Krieg führen will. Wo kämen wir hin, wenn jeder seinen Nachbran vorsorglich umbringt, weil dieser ihm ja einmal etwas tun könnte? Und Grass, der vor einer solchen barbarischen Denkweise gewarnt hat, hat Hass gesät? Und Frau Knobloch: hören sie auch bitte damit auf, mit dem Begriff "Antisemitismus" zu operieren, denn der würde auch die arabischen Volksgruppen des Orients betreffen, die genauso Semiten sind. Warum gebrauchen noch immer Juden diesen alten Hitlerkrampf, der Juden als Rasse definiert? Juden sind keine Rasse, sie unterscheiden sich von anderen Menschen nur durch ihre Religion und ihre Bräuche.
Und dann die ständige Wiederholung der Horrormeldung, dass Achmadinedschad Israel ausradieren will! Schon 2008 hat die SZ in einem sehr fundierten Artikel berichtet, dass der iranische Präsident zwar viel Blödsinn, aber niemals diesen Satz gesagt hat. Aber er passt halt so gut in die israelische Verschwörungstheorie und lässt bei allen die Alarmglocken läuten. Im Iran leben seit ewigen Zeiten Juden, auch heute noch. Von einer Diskriminierung durch sie durch die Mullas hat man aber noch nie etwas gehört. Dafür sind aber Netanjahus Angriffsdrohungen belegt, ebenso die Sprüche von Minister Liebermann, der Ägypten drohte, den Assuanstaudamm zu bombardieren und das Niltal zu fluten, palästinensische Gefangene im Toten Meer zu ertränken oder Gaza zu bekämpfen, wie Amerika seinerzeit Japan, also mit Atomwaffen. Doch dazu kein Wort von Frau Knobloch. Dafür verteidigt sie das Einreiseverbot von Grass und betont, sie sei "Bürgerin" und keine Mitbürgerin in Deutschland. Auch wenn ich den Unterschied nicht verstehe, sollte sie doch besser dafür eintreten, dass auch Israel seine arabischen Einwohner als "Bürger" behandelt und ihnen gleiche Rechte zugesteht und sie nicht terrorisiert und aus ihrer Heimat vertreibt.

PNP-Interview

SZ Artikel

19.4.12 Farce

Erst will man den Abgeordneten einen Maulkorb verpassen, dann beschließt der Bundestag den Krieg gegen Somalia, den was anderes ist es, wenn die Bundeswehr ein Land auch an der Küste angreifen darf? Und heute beschließt der Europarat, dass alle Daten von Flugreisenden aus der EU an die USA weitergegeben werden. Glaubt wirklich noch jemand, dass unsere Demokratie, unser GG, mit dem Verbot von Angriffskriegen, unsere Souveränität etwas anderes ist als eine Farce? Und wir, das Volk, wir haben keine Stimme, andere entscheiden über uns. Wie nennt man das gewöhnlich? Richtig, wir sprechen das Wort lieber nicht aus.

17.4.12 Gedanken zum Fall Breivik

Schon wer bei einem Massenmörder nach den Motiven fragt, beleidigt die Opfer und ihre Angehörigen.

„Political correctness“, bei der Richter und Staatsanwälte dem Massenmörder die Hand geben, ist eine Karrikatur von politischer Korrektheit.

Eine Justiz, die versucht bei der Verhandlung eines Massenmordes, bei klarer Sachlage und geständigem Täter, so zu tun, als habe sie nichts mit der Bewertung der Tat und des Verbrechers zu tun, sondern nur mit einem formaljuristisch sauberen Prozess, die wird zur Karrikatur einer Justiz. 

Man wolle keine Rache am Massenmörder Brewik nehmen (der 77 wehrlose Kinder und Jugendliche ermordet hat und gerade zuvor noch die Meinung äußerte, dass es zu wenige Opfer waren) - sondern sich um einen fairen Prozess bemühen, sagte der norwegische Justizvertreter den Medien.

Eine solche Fairness kann nicht von dieser Welt sein. Ob Ethik und Humanität gerade in diesem Fall höchste Gipfel erstürmen soll, bei all dem Töten und Morden auf dieser Erde, um diese Frage werden wir uns nicht herumdrücken können.

 

116.4.12 Demokratieleiter höhersteigen!

Leserbrief an PNP zum Bericht
"Maulkorb" für Abweichler löst Empörung aus

Die Abgeordneten sind nur ihrem Gewissen verpflichtet, so stehts im Grundgesetz, doch der Fraktionszwang ist die Regel. Nun soll den Abgeordneten sogar das Rederecht verweigert werden. Die Parteien, denen das GG eigentlich nur das Recht einräumt, bei der Willensbildung "mitzuwirken", haben tatsächlich die Demokratie für sich okkubiert. Da sie zudem längst zu Klientelparteien geworden sind, die teilweise sogar die Gesetze von Interessengruppen schreiben lassen, zudem viele Entscheidungen in Brüssel oder Washington getroffen werden, wird unsere parlamantarische Demokratie faktisch immer mehr zu einer demokratischen Fassade. Im GG steht auch, dass die Bürger bei offensichtlicher Abschaffung der Demokratie das Recht und die Pflicht zum Widerstand haben. Wer das nicht will, sollte zusehen, dass wir auf der Demokratieleiter eine Stufe höher steigen und die Bürger durch Abstimmungen in Sachfragen in das Spiel eingebunden werden. Doch wer soll das durchsetzen? Die Parteien haben kein Interesse daran und wollen ihre Macht und ihre Pfründe behalten.

8.3.12 Wolf Biermann wettert gegen Grass. Wo? In Springers "Welt am Sonntag"... Ich mag mich zum Kollegen Biermann nicht wiederholen, im nachstehenden Kommentar von 2003, habe ich schon alles gesagt.

5.4.12 Absurde Reaktionen
Leserbrief zum Bericht von heute "Grass-Kritik an Israel löst Proteststurm aus"
 (Link zu Orginaltextt)

(Link zu ZDF-Interview mit Grass)

Die Kritik an Grass nimmt absurde Züge an. Da wird vom Zentralrat der Juden auf seine SS-Vergangenheit angespielt, obwohl Grass zum Kriegsende gerade einmal siebzehn Jahre alt war. Im ZDF verteidigt ein leitender Journalist die deutschen U-Boote an Israel, weil es damit mit seinen Atomraketen an den Iran herantauchen kann und ein im kalten Krieg bewährtes Gleichgewicht des Schreckens herstellen kann. Ja, gegen wen denn? Wer hat denn sonst in der Region Atomwaffen? Bei manchen erbosten Kommentaren gegen Grass meint man, es laufe ein in deutschen Köpfen fest eingespeichertes Programm ab. Wer führt den seit 40 Jahren einen Krieg nach dem anderen gegen seine Nachbarn und warum weist die Statistik für jeden getöteten Israeli 100 tote Palästinenser aus? Selbst wenn Netanjahus Säbelrasseln gegen den Iran vielleicht nur ein Manöver ist um die Weltgemeinschaft vom himmelschreiendem Unrecht in Gaza und der Westbank abzulenken - darf der Schwanz mit dem Hund wedeln? Also darf Israel die Weltgemeinschaft in neue Kriege treiben? Was Grass gesagt hat, mag wichtige Fußnoten vertragen, aber die Reaktion der führenden deutschen Köpfe darauf ist ein Armutszeugnis und Wasser auf die Mühlen von Nazis, zu denen Grass ganz sicher nicht gehört.

Interview zum Thema Israel

zu einem Kommentar zum Thema

5.4.12
Zum Leserbrief von Albert Fritz

Ich will dem neuen Landrat nichts am Zeug flicken und verfolge seine Arbeit durchaus mit Sympathie. Was nicht in Sachen Straßenbau gilt, denn da klingen mir die Ohren, wenn ich Michael Adam reden höre! Seit vierzig Jahren höre ich diese Sprüche, die vermutlich erst verstummen, wenn die letzte niederbayerische Wiese einen Autobahnanschluß hat. Ich stamme aus einer Familie, die seit 400 Jahren im Bayerischen Wald lebt, wahrscheinlich noch viel länger. Als Glied in einer solchen Kette von Generationen muß man einfach den Mund aufmachen und für den Erhalt der verbliebenen Landschaft eintreten. Wo ist die alte Waldlerstur- und  Bescheidenheit geblieben? Eine beinah mediterane Lebensauffassung haben uns frühe Reisende einmal nachgesagt und heute? Wir verkaufen uns und unsere Heimat und kochen quasi noch nach Rezepten, die anderswo längst im Mistkübel liegen. Wir sollten bedenken, dass sich unser Wohlstand gerade durch unsere Randlage und die Nischensituation entwickelt hat. Wer diese Kuh schlachtet, kriegt keine Milch mehr! Wer uns zur Transitregion macht, zerstört unser Kapital! Der Wald hat auch nie alle seine Kinder ernährt. An diesem Umstand können Straßen nichts ändern. Als einer, der zwanzig Jahre Pendler war, schreibe ich dies nicht leichtfertig, aber es ist vermutlich die Wahrheit. Im Gegenteil -  die heutigen Lebenstrukturen, mit ihrer beinah totalen Anhängigkeit von fremden Produkten werden bei einer wirklichen Krise viel weniger Menschen ein Auskommen sichern, als es früher der Fall war. Hier muß sich etwas verändern. Aber immer neue Straßen bauen in einer Welt, in der das Benzin zur Neige geht, das erinnert an das Verhalten von Süchtigen. Freuen wir uns, wenn wir die vorhandenen Straßen erhalten können.

31.3.12 Schwerverkehr umleiten!

Leserbrief zum Bericht vom 31.3.12 "Rinchnach: Landrat will keine andere Beschilderung"

Vor einem Jahr, als noch keine Rede von einem Landrat Michael Adam war, habe ich ihm wegen seiner populistischen Straßenbauer-Sprüche ironisch eine große politische Karriere vorausgesagt, was ja mittlerweile eingetroffen ist. Dass er jetzt den Rinchnachern die Umlenkung des Schwerverkehrs über die ausgebaute B11 verweigert, was naheliegend und sinnvoll wäre, kann also nicht wirklich überraschen. Adams Hinweis, dass man für die Rechtfertigung des geplanten (Transit)-Straßenprojektes hohe Verkehrszahlen brauche, klingt zynisch und ist eine Frechheit gegenüber den Anwohnern und auch den Brummifahrern, denen er ohne Not die Ochsentour durch den Ort und die enge, kurvenreiche Strecke nach Dreieck zumutet. Auch über Herr Huys Argument, dass die Navis die Laster ja auch weiter durch den Ort schicken würden, kann man nur den Kopf schütteln. Das genau sollte ja entsprechende Beschilderung verhindern. Es wäre ein Gebot der Rücksichtsnahme und Vernunft die Strecken Rinchnach-Dreieck (aber auch Langdorf-Zwiesel) nur noch für den Ziel-Schwerverkehr freizugeben, den Durchgangsverkehr aber über die bereits vorhandenen ausgebauten Trassen zu lenken. Über die weitere Straßentrasse von Rinchnach nach Zwiesel, schweigen sich noch alle amtlichen Stellen aus. Soll es am Ende einmal über Oberasberg und Bärnzell gehen oder wie sonst? Jede Wette, dass die Pläne schon in einer Schublade liegen...

21.3.12 Ellenbogenmenschen

Leserbrief an PNP zum Bericht "Schauspieler Wolfgang Fierek wirbt für dritte Startbahn" vom 20. März:

"Damit es auch unsere Kinder und Enkelkinder richtig gut haben.‘ Eine zynischere Propaganda ist kaum vorstellbar für die betroffenen Anwohner im Erdinger Moos, denen man mit der 3. Startbahn Lebensqualität und Heimat raubt. Und warum? Weil man zu bestimmten Tageszeiten mehr ‚Slots‘ braucht, weil alle zur gleichen Zeit in den Urlaub fliegen wollen. Würden die Flüge über den Tag gleichmäßig verteilt, gäbe es auch keine Nachfrage nach einer weiteren Startbahn. Und dafür geben sie alle ihren Namen her: die Schwarzen, die Roten, die Gelben, die Bayern und Sechziger, viele Schauspieler und auch berühmte Bergsteiger, sie zeigen wessen rücksichtslosen Geistes Kinder sie sind. Und dass nun die Münchner über die weitere Startbahn abstimmen dürfen, also die potentiellen Nutznießer und nicht die betroffenen Menschen vor Ort − darin zeigt sich das Demokratieverständnis von Ellenbogenmenschen!"

18.3.12 "Ohrenbetäubendes Schweigen?"

Leserbrief an BBZ zur Kritik von Alfred Günther

Dr. Manfred Bullik hat in einem Leserbrief den Bürgermeister gelobt und die fehlende konstruktive Mitarbeit einiger Stadträte angemahnt. Von dieser Kritik fühlte sich auch Ex-Stadtrat Günther getroffen und kritisiert nun seinerseits Dr. Bullik, wobei seine gewohnt harsche Reaktion in dem von ihm schon wiederholt vorgetragen Satz gipfelt, man dürfe  nur kritisieren, wenn man für die Stadt etwas geleistet habe, wobei er hier offenbar nur Stadtratsarbeit anerkennt... Nun gehörte Dr. Bullik vor 14 Jahren zu den Bürgern, die mit der "Aktion bürgerfreundliche Stadt" das Bürgerbegehren gegen die diktatorische Stadtplatzsperrung erfolgreich betrieben haben. Alle, die damals dabei waren, wissen, wie aussichtslos und kräftezehrend dieser Widerstand war. Dr. Bullik und seine Frau haben auch nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid die Stadtratssitzungen weiter regelmäßig besucht, was von ihrer Liebe zur Stadt, beispielloser Geduld und Durchhaltevermögen zeugt. Über die Jahre haben sie drei Bürgermeister erlebt und sind so zu den profundesten Kennern der Zwieseler Politik geworden. Wenn Dr. Bullik dann alle Schaltjahre einmal das Gezänk nicht mehr aushält und Kritik äußert, dann spiegel sich darin eher Leidensdruck als beleidigende Absicht. Man sollte sich die Kritik entweder zu Herzen nehmen oder ihr mit Argumenten widersprechen, denn Zwiesel leidet ganz sicher nicht an zu vielen kritischen Wortmeldungen seiner Bürger, sondern im Gegenteil am "ohrenbetäubendem Schweigen" der großen Mehrheit!

10.3.12 Solidarität mit unseren Nachbarn im Erdinger Moos!"
Leserbrief an Straubinger Tagblatt zum Artikel vom 8.3.12 "FC Bayern und TSV 1860 für dritte Startbahn"

Dass Hoeneß und Co keine Rücksichtnahme auf Dörfler im Erdinger Moos kennen, mag nicht überraschen, auch nicht das Votum der Klientelparteien, die mit ihrem Fortschrittswahn in Bayern schlimmer gehaust haben als die Panduren. Auch über Charlotte Knobloch bin ich nicht überrascht, aber einen Reinhold Messner bei den Unterstützern zu finden, das tut weh, das hätte ich ihm nicht zugetraut. Nun sollen die Mingerer über die dritte Startbahn abstimmen dürfen, nicht aber die Betroffenen in der Region, die heute schon unter dem Fluglärm und den Emissionen genug leiden. So werden sogar Volksabstimmungen ad absurdum geführt, wenn über eine Sache nur die Nutznießer abstimmen dürfen. Aber auch uns Niederbayern betrifft es, denn unser Himmel blinkt nachts auch so schon wie ein Hurenhaus und tagsüber gibt es regional oft ständiges Gewittergrollen durch die Jets und was dabei sonst noch runterkommt, wäre ein eigenes Thema. Niemand hat etwas dagegen, wenn man gelegentlich einmal in den Urlaub fliegt. Doch es ist der pure Wahnsinn, was sich heute so über den Wolken tut, obwohl sich doch erst erst ein kleiner Teil der Weltbevölkerung dort herumtreibt. Unvorstellbar, wenn dies alle machen würden. Wir müssen heute sagen; "Es reicht! Wir dürfen nicht unsere Heimat immer mehr zerstören und dann im Urlaub die letzten intakten Nischen suchen. Wir müssen wieder mehr regional denken, kaufen und die Heimat so gestalten, dass man in ihr auch Urlaub machen will. Und nicht zuletzt gebietet der Anstand Solidarität mit unseren Nachbarn im Erdinger Moos!"

Interview zum Thema Israel

07.03.12 Dorf ärmer geworden

13.2.12 Die Donau fließt, wo man sie lässt Bilderserie

 

 

 

"Karneval, Kirmes", 1976, Opus 89

Prologe zu meinen Liedern

Tipp" Mit einem Kopfhörer erntet man die beste Tonqualität"


Bericht dazu im Feuilleton der PNP

Info: Habe begonnen die Filme kleiner zu formatieren, damit sich die Ladezeiten verkürzen!


Als kleinen Ersatz für Konzerte will ich hier ein tägliches "Ständchen" für interessierte Hörer anbieten. Doch möge bitte niemand den in der Musikbranche üblichen Video-Schnickschnack erwarten, denn ich biete nur einfache Clips, selber aufgenommen mit bescheidenem Equipment, starrer Kameraeinstellung und anfangs bar jeder Erfahrung in Film- und Schneidetechnik. Schwer war es auch, Film und Ton getrennt aufzunehmen und dann syncron zusammenzubringen. Aber schon das Singen von Liedern, die oft Jahrzehnte zurücklagen, zwangsläufiger Feilerei am Text und dem Gitarrenspiel und dann auch noch Sorge um Licht und Bildausschnitt und letztlich das Aufzeichnen war schwierig genug, denn man muß gleichzeitig auf hundert Dinge achten, nebenbei ist man eingesponnen in Kabeln aller Art. Und dann hat man die Aufnahme endlich im Kasten und plötzlich ist da ein unerklärlichem Grundrauschen von 50 Hertz, bis man herausfindet, dass es aus der Steckdose kommt. (Mein heißer Tipp an Kollegen: den Rechner über Batterie-Gleichstrom betreiben!) Darum steht so manche tiefe Falte auf meiner Stirn mehr für technische Pannen als für inhaltlichen Ernst...

An der wechselnden Barttracht und dem heller werdenden Grauton der verbliebenen Haare läßt sich ablesen, dass sich die Aufnahmen über Jahre hingezogen haben, aber mehr als zwei, drei Aufnahmen an einem Tag habe ich nie geschafft, zudem hatte ich im Sommerhalbjahr anderes im Kopf. Und bis zum Herbst hatte ich viele technische Tricks schon wieder vergessen...

Das für private Downloader kostenlose Projekt möchte ich auch als meine Antwort auf "ACTA" und die Gier der Verwertungsgesellschaften verstanden wissen, die vorgeben sich um das geistige Eigentum von Künstlern zu sorgen, tatsächlich aber nur mitkassieren wollen. Der Begriff "geistiges Eigentum" ist mir zudem sehr suspekt, denn immer kombinieren und schaffen wir mit dem, was andere vor uns geschaffen oder gedacht haben. Verboten gehört alleine das unerlaubte Vermarkten von fremden Werken.

Warum ich nicht mehr auftrete?

Wer das fragt, weiß sicher nicht, was für Mühen und was für eine große Investition in Lebenszeit Auftritte bedeuten, zumal wenn man wie ich niemals ein Programm wiederholt und nur das singt, was einen gerade selber bewegt. Alleine die Auswahl der Lieder und der verbindenden Texte vorzubereiten, ist etwas, was bei mir alles andere Tun für Wochen ausschließt. Wer eingeübte Programme gut runterspielen kann, dies viellleicht ein paar hundert Mal, der wird es wohl wegen des Broterwerbs tun. Ich habe deswegen meinen Brotberuf niemals aufgegeben, damit ich mich und meine Lieder nie gezwungen bin zu verkaufen.

Nun kann man einwenden, dass ich ja mittlerweile kaum noch neue Lieder schreibe und also genug Zeit hätte, die alten vorzutragen. Ich gestehen, dass ich dazu auch manchmal große Lust habe, denn es geht schon ein Zauber von der Bühne und vom begeisterten Publikum aus.. Doch diese Momente gehen vorbei, denn auch so werden mir meine Tage immer zu kurz und ich finde zu so vielem, was ich noch schaffen möchte, keine Zeit.

So kann ich mich auch vor der Fahrerei zu den Auftrittsorten drücken, die ja  naturgemäß weit verstreut liegen. Auch das Schlafen in fremden Hotelbetten war für mich stets nicht weit vom Horror entfernt, ebenso das Bangen, ob sich dieSäle füllen und hoffen, dass es mir zum Auftrittszeitpunkt gesundheitlich so gut geht, dass ich dem Publikum auch ein paar Stunden eine Freude machenkann.

Und noch einen gewichtigen Hinderungsgrund gibt es -  die Ansprüche des Publikums wurden durch kommerzielle Gier von Veranstaltern, Medien und auch vielen Künstlern immer weiter in eine Richtung verschoben, in der ich mich völlig fremd fühle. Es ist etwa so, als würde man neben den blinkenden Lichtern auf dem Jahrmarkt mit einer kleinen Lampe herumfunzeln. Immer noch einen drauf, heißt die Devise, bis auch das abgestumpfteste Publikum tobt…

Ich mag das nicht, habe es noch nie gemocht und mich dem immer verweigert, habe leise und nachdenklich geendet und war nur lustig, wenn sich ein Spaß in der Interaktion mit dem Publikum entwickelte. Alte Pointen habe ich niemals verwendet, vermutlich, weil ich sie vergessen hatte.

Doch wer erfolgreich sein will, muß sich dem Trend zum "Krachadn" wohl anpassen, was völlig außerhalb meiner Möglichkeiten ist.

Gewiss, es gibt auch positive Beispiele bei bekannten Kabarettisten und Musikern, sie bleiben sich treu und schaffen es, sich nicht oder kaum zu prostituieren. Ich bewundere das, kann es aber eben selber nicht. 

Warum ich dann meine Lieder aufgezeichnet habe?

Sie sind ein wichtiger Extrakt meines Lebens. Da ich kaum tagespolitische Themen besungen habe, sind die Lieder auch nach Jahrzehnten noch aktuell oder zumindest Denkzeugnisse für ihre Zeit. Deshalb habe ich sie aufgezeichnet und dabei auf ihr Wesentliches reduziert, ohne jedes Studio-Zuckerwerk, nur Live-Gesang und Gitarre, so wie ich sie noch im Kopf hatte.

Es sind Lieder aus allen meinen Entwicklungsphasen, vom jugendlichen Weltschmerz bis zu Liebesliedern, ein paar Gaudiliedern,  natürlich reichlich kritischen Songs und Gstanzl über Gott und die Welt. Bei den über 600 Liedern findet sich wohl kaum ein Thema, das ich nicht besungen habe. Du mußt dazu wissen, dass ich 40 jahre lang wie ein Wahnsinniger alles, was mich im Guten wie im Schlechten bewegt hat, in Lieder verwandelt habe, manchmal auch in Bilder oder Prosa, meistens aber in Lieder. Sie zeigen heute, dass auch bei uns, im "hintersten Wald" einer war, der sich dem allgemeinen Zeitgeist und der Bayerntümelei widersetzte, zumindest in seinen Liedern...

Übrigens- die ersten Hundert sind fast alle in Schriftdeutsch, auch später sind immer wieder welche entstanden. Die meisten sind aber in bayerischer Mundart. Und neben allem Inhaltlichen und ohrgängigem - ich hoffe sehr, dass meine Lieder ein klein wenig dazu beitragen, diese herrliche Sprache wieder selbstbewußt im Alltag zu sprechen und sie zukünftigen Generationen zu erhalten.

Über was ich mich am meisten gefreut haber? Als mir einer sagte, dass seine Kinder mit meinen Liedern Bayrisch gelernt haben!

Aphorismen

Erwarte nichts. Heute, das ist dein Leben!

Tucholsky

Friede um mich und Freude an den nächsten Dingen!

Nietzsche

Jedes wirkliche Leben ist Begegnung.

Buber

Die Regierung der Welt unterscheidet sich in nichts vom Pferdehüten. Man muß einfach fernhalten, was den Pferden schaden kann. Nichts weiter.

Dschuang Dsi

Lebe im Verborgenen!

Epikur

Der Tod geht uns nichts an. Wenn er da ist, sind wir nicht mehr da.

Epikur

Tausend heitere Stunden lassen wir ungenossen an uns vorüberziehen, um ihnen dann mit vergeblicher Sehnsucht nachzuseufzen.

Schopenhauer

Darum lobe ich die Freude, daß der Mensch nichts Besseres hat denn essen und trinken und fröhlich sein in seiner Arbeit.

Prediger

Befreien muß man sich aus dem Gefängnis der Geschäfte und der Politik!

Epikur

Daß das weiche Wasser in Bewegung mit der Zeit den harten Stein besiegt, Du verstehst? Das Harte unterliegt.

Laotse/ Brecht

Es ist nicht möglich lustvoll zu leben, ohne daß man vernunftgemäß, schön und gerecht lebt, noch vernunftgemäß, schön und gerecht ohne lustvoll zu leben.

Epikur

Ärzte geben Medikamente, von denen sie wenig wissen, in Menschenleiber, von denen sie noch weniger wissen, zur Behandlung von Krankheiten, von denen sie überhaupt nichts wissen.

Voltaire

Leben ist: Gürtel festschnallen und Ausschauen nach Schwierigkeiten.
Alexis Sorbas
Sie rennen mit entsetzlicher Eile zum Bahnhof und steigen in einen Güterzug. Und selten einer schreitet ganz langsam und fährt mit dem Blitz.

Ludwig Hohl

Sagt ein Knecht: "Das sind die Pferde des Bauern" - dann laß ihn gehn. Sagt er: "das sind unsere Pferde", behalte ihn. Sagt er: "Das sind meine Pferde", dann hüte ihn wie deinen Augapfel!

Sprichwort aus dem Bayerischen Wald 

Ein Städter fragte den Waldhirten, welche tiefsinnigen Gedanken er den ganzen Tag so habe. Die Antwort: "Moanst i bin so bled wia a Stadtmensch, daß i mia an ganzn Tag ebbs deng."

Max Peinkofer

Das Leben zu verachten und auf ein Glück nach dem Tode zu schielen, gilt uns als die größte aller menschlichen Verrücktheiten.

Geiss Haejm (Vom Leben der Echraner)

Die Menschen sind wie Kartoffeln. Die Augen gehen ihnen erst auf, wenn sie im Dreck liegen.

Unbekannter Autor
Aus den Steinen, die man dir in den Weg legt, baue dein Haus!

Geiss Haejm (Gedankenbuch)

Er konnte sieben Sprachen fließend sprechen, doch in keiner hatte er etwas zu sagen.

Geiss Haejm (Kalendergeschichten)

Unser Intelligenzbegriff ist ein Torso, ihm fehlen Herz und Hände.

Geiss Haejm (Demokratische Predigten)

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fisch gefangen, der letzte Fluß vergiftet, werdet ihr feststellen, daß man Geld nicht essen kann.

Weisheit der Creeks

"Das habe ich getan", sagt mein Gedächtnis. "Das kann ich nicht getan haben", sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich- gibt das Gedächtnis nach.

Nietzsche

Des Tages erster Gedanke.- Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen, ist: beim Erwachen daran denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen an diesem Tag eine Freude machen könne. Wenn dies als ein Ersatz für die religiöse Gewöhnung des Gebetes gelten dürfte, so hätten die Mitmenschen einen Vorteil bei dieser Änderung.

Nietzsche

Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.

Schopenhauer

Die Zeit ist schlecht? Wohlan. Du bist da, sie besser zu machen.

Carlyle

Man sollte sich nicht schlafen legen, ohne zu sagen, dass man an dem Tage etwas gelernt hat.

Lichtenberg

Nicht deine Werke, die alle vergänglich und unendlich klein sind, können Wert und Dauer haben, sondern nur der Geist, in dem du wirkst.

Carlyle

Die „Frohe Botschaft“ der Christen, ist eine Schreckensbotschaft, ja die schlimmste aller vorstellbaren Drohungen: Nicht sterben dürfen, sondern ewig leben müssen! Womöglich zusammen mit den Frömmlern und Spießbürgern aller Zeiten...
Geiss Haejm
Die meisten unserer Fehler erkennen und legen wir erst dann ab, wenn wir sie an anderen entdeckt haben.

Gutzkow

Bei gleicher Umgebung lebt doch ein jeder in einer anderen Welt.

Schopenhauer

Studiere die Menschen nicht um sie zu überlisten, sondern um das Gute in ihnen in Bewegung zu setzen.

Keller

Wo das Gemeine geduldet wird, da gibt es den Ton an.

Langbehn

Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

Jean Paul

Das Gedächtnis nimmt ab, wenn man es nicht übt.

Cicero

Die Freiheit besteht darin, dass man alles das tun kann, was einem anderen nicht schadet.

Claudius

Früher oder später muß man Partei ergreifen, wenn man Mensch bleiben will.

Greene

Kein kluger Mensch hat jemals gewünscht jünger zu sein.

Swift

Die Menschen sind Bestien. Darum ist es höchst wichtig die Kerle gut zu füttern.

Wilde

Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern da, wo man verstanden wird.

Morgenstern.

Es hört doch jeder nur, was er versteht.

Goethe

Der Verstand und die Fähigkeit ihn zu gebrauchen, sind zwei verschiedene Gaben.

Grillparzer

Mensch, so du etwas bist, so bleibe ja nicht stehn. Du mußt aus einem Licht fort in das andre gehn.

Silesius

Niemand urteilt schärfer als der Ungebildete. Er kennt weder Gründe noch Gegengründe und glaubt sich immer im Recht.

Feuerbach

Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen. Die beim Irrtum verharren, das sind die Narren.

Rückert

Es ist ein Beweis hoher Bildung, die größten Dinge einfach zu sagen.

Emerson

Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf. Es kommt nur auf die Entfernung an.

Ebner-Eschenbach

Es gibt allemal einen Narren mehr, als jeder glaubt.

Lichtenberg

Man muß das Gute tun, damit es in der Welt sei.

Ebner-Eschenbach

Nicht genug dem Schwachen aufzuhelfen, auch stützen muß man ihn.

Shakespeare

Wenn du nehmen willst, so gib!

Goethe

Wer im Geringsten treu ist, der ist es auch im Großen, und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Großen unrecht.

Lukas

Vom Wahrsagen läßt sich wohl leben in der Welt, nicht aber vom Wahrheit sagen.

Lichtenberg

Der gemeinste Mensch ist, wer keine Entschuldigung annimmt, keine Sünde deckt und keinen Fehler vergibt.

aus Arabien

Die beste Art sich zu rächen ist,: nichts Gleiches mit Gleichem zu vergelten.

Mark Aurel

Selbstvertrauen ist die Quelle des Vertrauens zu anderen.

La Rochefoulcault

Besser ist es auf Stroh zu liegen und guten Mutes zu sein als ein goldenes Bett und eine reiche Tafel zu beseitzen und in Unruhe zu leben.

Epikur

Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.

Schweitzer

Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.

Ebner-Eschenbach

Wer flieht, kann später wohl noch siegen, ein toter Mann bleibt ewig liegen.

Butler

Niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.

Goethe

Kraft ohne Weisheit stürzt durch die eigene Wucht.

Horaz

Der Edle hat Angst um andere, der Gemeine um sich selber.

Ernst

Der Bauern Arbeit ist am fröhlichsten und voller Hoffnung.

Luther

Das Meiste haben wir gewöhnlich in der Zeit geatn, in der wir meinten, zuwenig zu tun.

Ebner-Eschenbach

Nie ist das menschliche Gemüt heiterer gestimmt, als wenn es seine richtige Arbeit gefunden hat.

Wilhelm von Humboldt

Arbeit um der Arbeit willen ist gegen die Natur.

Locke

Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.

Aristoteles

Vor allem wegen der Seele ist es nötig den Körper zu üben.

Rousseau

Achten die Menschen sich selbst, so achten sie gewöhnlich auch die fremde Persönlichkeit.

Smiles

Wenn der Ruf eines Menschen erst einmal feststeht, ist er immer besser oder schlechter, als er es verdient.

Vinet

Der kanns weit bringen in der Welt, der gar nicht fragt ob er gefällt.

Kinkel

Die meisten Menschen legen den größten Wert auf die Meinung der anderen, obwohl ihnen diese doch als schmeichlerisch, unaufrichtig, neidisch und voreingenommen bekannt ist.

Bruyere

Das ist die klarste Kritik der Welt, wenn neben das, was ihm mißfällt, einer was Eigenes, Besseres stellt.

Geibel

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Hesse

Lasst euch nicht betrügen, dass Leben wenig ist. Schlürft es in vollen Zügen, es kann euch nicht genügen, wenn ihr es lassen müßt.

Brecht

Der Weise wird sich nicht an der Politik beteiligen und nicht Herrscher sein wollen.

Epikur

Der größte Lohn der Selbstgenügsamkeit ist die Freiheit.

Epikur

Nichts genügt dem, dem das Genügende zu wenig ist.

Epikur

Die schlechten Gewohnheiten wollen wir wie schlechte Menscen, die uns lange Zeit sehr geschadet haben, vollständig vertreiben.

Epikur

Man soll nicht das Vorhandene beschmutzen durch die Gier nach dem Nichtvorhandenen, sondern bedenken, dass auch das Vorhandene zum einmal Erstrebten gehörte.

Epikur

Wir sind ein einziges Mal geboren. Zweimal geboren zu werden ist nicht möglich. Die ganze Ewigkeit hindurch werden wir nicht mehr sein. Du aber bist nicht Herr des morgigen Tages und verschiebst immerzu das Erfreuende. Das leben geht mit Aufschüben dahin und jeder von uns stirbt, ohne Muße gefunden zu haben.

Epikur

Mag auch die Sicerheit vor den Menschen bis zu einem gewissen Grade zu erlangen sein durch eine fest gegründete Macht und durch Wohlhabenheit, so entsteht doch die reinste Sicherheit durch ein ruhiges und von der Menge abgesondertes Dasein.

Epikur

Das gerechte Leben ist von Unruhe am freiesten, das ungerechte aber ist voll von Unruhe.

Epikur

Der Edle kennt keinen Wettbewerb.

Konfuzius

Profit und Betrug teilen sich eine Schublade.

Konfuzius

Der Edle weiß um Gerechtigkeit, der Gemeineweiß um den Profit.

Konfuzius

Nähere Dich einem Bullen nie von vorn, einem Pferd nicht von hinten und einem Bürokraten von keiner Seite.

unbekannter Autor

"Mir ist die gefährliche Freiheit lieber als eine ruhige Knechtschaft."

Rousseou
Ein Fettfleck bleibt frisch, wenn man ihn täglich mit Butter einschmiert.

Anonymus
Nachahmung ist die höchste Form der Anerkennung.

Oskar Wilde

Absolut irre

Von zwei Seiten wurde in den letzten hundert Jahren die Zerstörung der Familie betrieben: vom Raubtierkapitalismus, der die Menschen zu austauschbaren, heimatlosen Waren machte und sie presste und lockte dort zu arbeiten, wo er Kräfte benötigte – und verrückterweise auch von den Kräften, die sich den Schutz der Menschen auf ihre Fahnen geschrieben haben, also den sozialen und liberalen Kräften. Heute sind wir soweit, dass es als Freiheit und Menschenrecht gilt, dass sich Menschen als Arbeitskräfte für jeden Zweck und jede Tätigkeit prostituieren, Männer wie Frauen gleichermaßen. Sie vernachlässigen dafür ihre Kinder und Alten, ihre eigene Gesundheit und ihre Heimat, also den angestammten Lebensbereich, in dem sich Generationen vorher um Überleben und Charakter bemüht haben. Ja, sie reißen in ihrem Wahn fast begeistert noch jene wenigen Wurzeln aus, die ihnen das unerbittliche Wirtschaftssystem gelassen hat. In anderen Worten: Der moderne Mensch legt sich selber die übelsten Ketten an und faselt dabei wie ein Irrer von Freiheit und Selbstverwirklichung.

Über Verantwortung

Nur für das ist einer verantwortlich, was er tat oder unterließ und das ist nicht wenig. Wer den Menschen auch noch die Taten oder Versäumnisse seiner Väter, Großväter oder gar Urgroßväter anlastet oder gar deren Zeitgenossen, unter denen sie selber zu leiden hatten, der kann nicht bei Sinnen sein.

Räuberbrauch Das ist bewährter Räuberbrauch: erst die Menschen bedrohen und ihnen dann gegen Bezahlung Schutz gewähren. Die Feudalherren haben es so gemacht und nicht anders macht es heute noch die Mafia. Und die Staaten mit ihren Armeen - ist es da wirklich anders? Wird deren Notwendigkeit nicht ähnlich begründet?

Nicht weniger clever die Assekuranzen, die wortreich Schäden ausmalen, um dann ihre Policen dagegen verkaufen zu können. Ähnlich handeln viele Religionen: sie malen den Menschen erst den Teufel an die Wand und ängstigen sie mit ewiger Verdammnis, von der man sich nur durch Unterwerfung retten kann...

Nur nützlich sein

„Ich möchte nur ein wenig nützlich sein“, antwortete der alte Barde auf die Frage, warum er sich noch immer öffentlich politisch einmische. Ob er nicht wüßte, dass seine Kommentare bei vielen Politikern auf Ablehnung stoßen, wurde er weiter gefragt. So sei es schon immer gewesen, sagte der Barde. „Meine Worte haben selten laute Zustimmung erzeugt. Sie wirken deshalb erst, wenn ihre Verbindung mit mir vergessen ist, wenn sie quasi "entpersonalisiert“ sind. Nicht selten höre ich sie dann von jenen, die sich einmal darüber aufgeregt hatten.

Lob der eigenen Erfahrung

Lichtenberg witzelte darüber, dass Gelehrte oft nur ein Behälter sind für Gelesenes und dieses nur aus einem Buch in ein anderes übertragen. Er empfahl, durch eigenes Erleben von der Natur zu lernen. Ich habe für mich nie etwas anderes gelten lassen und große Teile meines Lebens damit verbracht den Behälter, den andere mir füllten, durch eigenes Ausprobieren nach und nach zu leeren.

Ideal und Wirklichkeit (aus: Gedankenbuch des Geiss Haejm)

Die oberste Direktive der amerikanischen Fernsehraumfahrer vom Raumschiff Enterprise ist es, fremde Kulturen nicht zu beeinflussen und sie ihre eigene Entwickung machen zu lassen. Die amerikanische Adminstration unserer Tage dagegen tönt, der ganzen Welt amerikanisches Glück und Lebensstil bringen zu wollen. Und so werden alle alten Kulturen und Völker von US-Kommerz und seiner Propaganda überrollt, ihrer eigenen Sprache beraubt, in braunem Zuckersaft ertränkt, mit aufgeblasene Hackfleischbrötchen gestopft und mit Fernsehen und Filmen verroht und systematisch verblödet, nicht anders wie das amerikanische Volk selber. Wer sich wehrt, wird dämonisiert, niedergebombt oder auf andere Art ausgeschaltet. 

Und doch gibt es auch das andere Amerika, das seiner freundlichen Menschen, seiner guten Filmhelden und seiner humanen Ideen.

So bleibt uns nur die Hoffnung, dass seine virtuellen Schöpfungen aus Enterprise und Boston Legal einmal die Oberhand gewinnen.


 

Fundstücke

aus dem www

S-Schulden Grafik: zweimal bis zum Mond...

Günter Grass: Was gesagt werden muss

Kein Satz wird so häufig mit dem amtierenden Präsidenten Irans, Mahmud Ahmadinedschad, assoziiert wie dieser: Israel muss von der Landkarte radiert werden. Das Problem ist nur - er hat diesen Satz nie gesagt

(Artikel in SZ).

Aktuelle Doku über die Zerstörung des Mariaposchinger Pfarrgartens

Film BR: Wie sich Polizeichef um Fahne und Kabelbinder der NPD sorgt"

Filmtipp: Über den unbekannten Wahnsinn beim Uranbergbau

"Vor neuer Rüstungsspirale in Europa"

Todenhöfer über Syrien

13000 Tonnen Uran wurden durch Phosphatdünger schon auf deutsche Äcker gestreut... mehr

"...dass ein Kreuzfahrtschiff so viel Schadstoffe ablässt, wie fünf Millionen Autos auf der gleichen Strecke... (mehr)

7.12.11 Wahnsinn Dämmung: Gefahr aus Plastikschaum Spechtlöcher, ausgeschwemmte Algen- u. Pilzgifte, Durchnässung der Wände, Brandrisiko: Hausdämmung mit Styropor ist problematischDie Dokumentation "Wahnsinn Dämmung" kann auch von der NDR-Mediathek angesehen werden.Eine thematische Zusammenfassung hat auch die SZ gebracht.

Lesetipp (aus dem Zeit-Magazin) Für Peres ist "Krieg ein Muss"

Lesetipp (aus dem Zeit-Magazin) "Mein armes Amerika"

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